Guten Morgen,
wir beginnen mit den Nachrichten aus der Nacht zum russischen Angriff auf die Ukraine:
+ Das Hauptquartier der ukrainischen Luftwaffe in Winnyzja im Westen des Landes ist am Freitag mit mehreren russischen Marschflugkörpern beschossen worden. Ein Teil der sechs Raketen sei im Anflug abgeschossen worden, die übrigen trafen das Gebäude, teilte die Luftwaffenführung auf ihrer Facebook-Seite mit. Dabei sei „erheblicher Schaden“ an der Infrastruktur entstanden.
+Die ukrainische Armee hat US-Angaben zufolge eine Offensive zur Rückeroberung der Stadt Cherson gestartet. Das nahe der von Russland annektierten Halbinsel Krim gelegene Cherson war als erste Großstadt der Ukraine nach dreitägiger Belagerung Anfang März von der russischen Armee eingenommen worden.
+ Die britische Regierung hat weitere 65 Einzelpersonen und Unternehmen in Russland im Zusammenhang mit der russischen Invasion in die Ukraine mit Sanktionen belegt. Darunter sei auch das russische Rüstungsunternehmen Kronstadt als Produzent der bewaffneten Orion-Drohne und anderer unbemannter Luftfahrzeuge.
+ Kiew kauft offenbar Panzerabwehrwaffen aus Deutschland: Wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen berichtet, wurden bei einem deutschen Rüstungskonzern 2650 Panzerabwehrwaffen bestellt.
Alle weiteren Entwicklungen lesen Sie in unserem Liveblog auf tagesspiegel.de. Updates zur Lage der Geflüchteten in Berlin lesen Sie im Newsblog. Wie Sie am besten helfen können, haben wir hier für Sie zusammengefasst. Und wenn Sie spenden möchten, können Sie das weiterhin direkt über die Tagesspiegel-Spendenaktion tun:
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Wir sammeln zugunsten unseres Hauptkooperationspartners „Bündnis Entwicklung Hilft“ für die Opfer des Krieges in der Ukraine, in betroffenen Nachbarländern und in Deutschland und vor allem in Berlin und Brandenburg.
Die Hilfsbereitschaft in der Region ist nach wie vor unglaublich. Doch leider mischen sich unter die vielen engagierten Helfenden auch Menschen, die die Notsituation der Ankommenden auch noch ausnutzen wollen. „Der Hauptbahnhof ist ideal für einen Täter, weil er sofort in der Masse verschwinden kann“, sagt der Psychologe Thomas Schlingmann. „Je improvisierter die Situation ist, umso größer ist das Risiko.“ Ein großes Problem ist nach wie vor, dass bei der Menge der ankommenden Menschen niemand lückenlos registrieren kann, wo sie privat unterkommen. Was Helfende tun können, um solche Situationen zu vermeiden, hat mein Kollege Frank Bachner hier aufgeschrieben (T+).
Apropos helfen: Zum Schutz ukrainischer Kulturgüter liefert die Stiftung Preußischer Kulturbesitz Klimakisten, Kartons, Luftpolsterfolie und vieles mehr an ukrainische Museen (zu sehen hier).
Kommen wir zu weiteren Meldungen aus Berlin:
Die dich liebende BVG versucht wie immer, die Dinge positiv zu sehen (viel Liebe dafür). Das Neun-Euro-Ticket aus dem Bundesentlastungspaket soll nur der Anfang sein: Drei Monate kostenloses Abo, autofreie Sonntage, 14 Kilometer Pop-up-Busspuren… die BVG will Vollgas geben. Das hat mein Kollege Christian Latz aus einem vertraulichen BVG-Papier gezogen. Berlin könne damitzeigen, „wie wir kurzfristig und in Zukunft Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern deutlich reduzieren können“, schreiben die BVG-Strategen. In Berlin werden nach Angaben der BVG täglich 1,2 Millionen Liter Benzin verfahren. Die BVG benötigt nach eigenen Angaben nur 150.000 Liter pro Tag. Pro autofreiem Sonntag könnten zusätzlich 300.000 Liter Benzin und Diesel eingespart werden. Chefin Eva Kreienkamp sagt: „Berlin und die BVG haben hier eine historische Chance.“ Der grünen Verkehrssenatorin Bettina Jarasch gefällt das. Mal sehen, ob da noch jemand bremst.
Apropos Verkehrswende: In der Belziger Straße in Schöneberg wurde gestern Nachmittag ein Lastenrad abgeschleppt: Mit Gurten, Kran und allem Pipapo. Aber keine Sorge: Die Autos stehen noch.
Apropos verkehrte Welt: „Tatsächlich hat mein Video was ins Rollen gebracht, ansonsten wäre das in dieser Form nicht gekommen. Das muss man einfach so sagen“, sagte Tobias Hans (CDU) am Freitag im ZDF-Morgenmagazin, das Entlastungspaket meinend. Dolle Sache, was der so alles kann. Die Wahl verlieren wird er am Sonntag wohl trotzdem.
Aber zurück zu den Entlastungen – die zwar in Gießkanneform kommen, aber leider nicht für alle gelten. Was ist eigentlich mit dem Semesterticket, für das Berliner Studis – alternativlos und auch in Hochphasen der Pandemie – knapp 200 Euro hinblättern müssen? Nobody knows: Wie das Ticket betroffen ist, sei „absolut noch nicht abzusehen“, sagte ein VBB-Sprecher dem Checkpoint und verweist auf laufende Prüfungen. (Jaja, irgendwelche Prüfungen sind ja immer…)
Es müsse eine Regelung für das Ticket folgen, fordert der Asta der TU. „Mehr als zwei Millionen Studierende beziehen deutschlandweit in einem Solidarmodell das Semesterticket“, sagte ein Sprecher dem Checkpoint. „Wenn die aus so einer Förderung rausfielen, wäre das sehr misslich.“ Studierende würden von dem Entlastungspaket überhaupt weitgehend übergangen. „Das ist natürlich enttäuschend“, sagte der Asta-Sprecher, „aber sagen wir es mit einem gewissem Zynismus und der Erfahrung aus zwei Jahren Pandemie: Dass diese Gruppe vergessen wird, ist nichts Neues.“
Noch am Mittag schrieb die SPD übrigens großspurig auf ihrer Webseite: „Für die Männer und Frauen an den Universitäten ist die Vergünstigung des ÖPNV ein echter Mehrwert, da in den Metropolen der ÖPNV gut funktioniert (Anmerkung der Redaktion: sic!).“ Der Eintrag ist mittlerweile gelöscht.
Apropos Pandemie (da war ja noch was): Während die große Politik die Masken fallen lässt, hatte Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) hier gestern die Berlinerinnen und Berliner aufgefordert, im kleinen Berlin einfach weiter Masken zu tragen (und täglich grüßt die Eigenverantwortung). Begründung: „Wir befinden uns in einer Phase, in der die Infektionszahlen und auch die Krankenhausbelegung wieder zunehmen.“ Aber stimmt das eigentlich? Nicht ganz, hat mein Kollege Ingo Bach recherchiert: Trotz hoher Infektionszahlen hellt sich die Lage eher auf. Zwar wurden am vergangenen Mittwoch immer noch 983 Corona-Infizierte in den Berliner Kliniken behandelt, was nur ein minimaler Rückgang gegenüber der Situation Ende Januar ist. Doch die Lage auf den Intensivstationen hat sich deutlich verbessert: Zurzeit liegen 100 Menschen dort, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Vor acht Wochen lag diese Zahl mit 192 noch fast doppelt so hoch. Nehmen wir es als Zeichen frühlingshafter Hoffnung.
Apropos Hoffnung: Vergessen Sie nicht, heute Nacht die Zeit umzustellen. Dann hellt sich die Lage sogar eine Stunde länger auf.
Die gewonnene Zeit können Lichtenberger allerdings nicht zum Grillen nutzen: Pünktlich zum Saisonbeginn schließt der Bezirk gleich drei Grillplätze (Fennpfuhlpark, Stadtpark Lichtenberg, Rudolf-Seiffert-Park) und entschuldigt sich so hochtrabend, dass es Heidi Klum nicht besser hätte formulieren können: „Die Entscheidung ist dem Bezirksamt nicht leichtgefallen“, schreibt Stadtrat Martin Schaefer. „Das Bedürfnis nach gemeinschaftlichem Grillen gerade für Bewohner von Mietwohnungen ist verständlich. Die nicht abnehmenden Beschwerden über Lärm, Dreck, Rauch und Ratten stehen jedoch auf der anderen Seite und wiegen schwerer.“ Wer in der Reihe jetzt gegrillt wurde, hat er nicht beantwortet.
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Laibach
Wir sind das Volk – ein Musical
Heiner Müller erklärte 1990, er werde beim Wort “Volk” mißtrauisch. Heute stellt sich die Frage neu, wer oder was dieser Chor war, der sich 1989 mit der Parole “Wir sind das Volk” selbst ermächtigte. “Wir sind das Volk – ein Musical” im HAU1 bringt in Gleichklang, was lange schon zusammengehört: den Dichter Heiner Müller und die Musikgruppe Laibach.
25.–28.3. im HAU1
Etwas länger gedauert hat die Erkenntnis auch in der Kreuzberger Else-Ury-Bibliothek: Die hat im Februar plötzlich geschlossen, Begründung: fehlender Rettungsweg. Das war allerdings auch in den vierzig Jahren davor schon der Fall – wie der Bezirk eingestehen musste. Warum zur Hauptstadt-Hölle das niemandem aufgefallen ist, verrät Stadtrat Florian Schmidt (Grüne) jetzt auf BVV-Anfrage: Durch „massive Einsparungen beim Personal und bei den Bauunterhaltungsmitteln“ konnten die Berliner Baudienststellen ihre „originären Aufgaben“ seit Jahren nicht „vollumfänglich wahrnehmen“. Dazu gehören auch die Sicherheitschecks in öffentlichen Gebäuden. Erst vor kurzem konnte das Team seine (vollumfänglichst originären) Begehungen der Bibliothek abschließen – und machte prompt dicht. Jetzt wartet das Haus auf eine neue Außentreppe, doch die braucht ein „ordentliches Genehmigungsverfahren“. Oder kann man die irgendwo ausleihen?
Berlin-Bingo II: Nach dem immer noch namenlosen #Xwein bringt Kreuzberg seinen nächsten Verkaufsschlager auf den Berliner Unnötigkeiten-Markt – und steigt ein ins Schokoladengeschäft, wie der CDU-Verordnete Timur Husein den Business-Coup betitelt. An drei Orten ist der Ableger der „Berliner Bohne“-Hauptstadtschokolade schon zu erstehen, der im feschen Kreuzberg-Einband daherkommt (für Hungrige: Supermarché am Görli, Weltladen in der Emmauskirche, Ararat im Bergmannkiez). Wie viel Schoko der Bezirk nun gießen lässt, weiß dieser aber leider selbst nicht: „Da die Produktion nicht durch das Bezirksamt getätigt wird, kann keine Information zur Anzahl der Tafeln gegeben werden“, heißt es auf BVV-Anfrage. Vielleicht hilft eine Informationstafel.
Apropos Information: Sowohl Pankow als auch Spandau suchen Verstärkung in den Büros ihrer Bürgermeister, Einsatz ab sofort. Mitzubringen sind selbstverständlich „ausgeprägte Sensibilität, hohe Verschwiegenheit und Loyalität“ und Bereitschaft zur flexiblen Arbeitszeit – schließlich müssen „Schreibarbeiten und Schriftgutverwaltung“ und hochgeheime „Sonderaufgaben“ erledigt werden. Bewerbungen können (ganz transparent) hier und hier eingereicht werden.
Alte Autos gibt’s am 22. April in Lichtenberg (Gollnau GbR, Hauptstr. 63 B): Der Bezirk versteigert mal wieder seine verwahrten Autos, heißeste Kandidaten: zwei Oldie-Wohnwagen von 1981 (ein sehr guter Jahrgang!). Aber bitte nicht der BVG-Chefin erzählen.
Wochniks Wochenende
Die besten Berlin-Tipps für drinnen, draußen und drumherum.
48h Berlin
Samstagmorgen – Fragt man Google, wie es dieses Jahr um den Heuschnupfen bestellt ist, fragt Google gegen: „Heuschnupfen oder Corona?“ Offenbar stellen sich viele gerade diese Frage. Auch türmen sich allerorten Service-Artikel, die erklären, wie man zwischen den beiden unterscheidet. Vom Virus zur Bettruhe gezwungen zu werden erscheint dabei wesentlich respektabler. Nicht, dass hier das Virus verharmlost werden sollte, keineswegs. Aber, sich einzugestehen, dass man die Kontrolle über sein Leben an Blumen verloren habe? Wieso haben Blumen eigentlich nicht längst die Reptiloiden und Bill Gates an der Spitze gängiger Verschwörungstheorien abgelöst? Vielleicht ja, weil es Ikebana gibt: Die Kunst des Blumenarrangements. Hier kontrolliert der Schönheitssinn die Blumen und nicht andersrum. Mehr zum Thema finden Sie hier, hier und hier.
Samstagmittag – Wenn die Sonne scheint und alles grünt, blüht natürlich auch die Fahrradkultur auf. Wer sich informieren, ausstatten, beim Lastenrad-Rennen teilnehmen oder zuschauen oder beim Kaffee von einigen der stadtbesten Baristas nette Menschen für gemeinsame Ausfahrten kennenlernen will, ist dieses Wochenende bei der Radmesse Kolektif im Motorwerk, An der Industriebahn 12 in Weißensee, richtig.
Samstagabend – Und wer aller Lügen überdrüssig ist, geht um 19 Uhr ins Mote Studio. Dort wird dann die „Veritas Machine“ angeschmissen – eine lärmende, dynamische Schnittstelle aus zu einem Sprachsynthesizer neu zusammengeschweißten Tretnähmaschinen. Ja genau, Sprachsynthese aus Nähmaschinen – Text aus Textil, wenn man so will. Aber das ist längst nicht alles: Es geht hier um das Release von Lottie Sebes „Veritas Ventriloquist“ – einem Stück künstlerischer Forschung zum Thema Gender und Technik, das die Erinnerung an die Arbeit der Frauen im 19. und frühen 20. Jahrhundert wiedererweckt, deren Beine eben diese Nähmaschinen antrieben. Performances um 19 und 21 Uhr. Linienstraße 146.
Sonntagmorgen – Alt (Sufismus) trifft Neu (klingende Skulpturen aus dem 3D-Drucker): Zusammen gehen diese beiden ach so disparat scheinenden Welten auf eine Reise durch die Mystik der wohl spirituellsten Form des Islam, und zwar in der Kunst von Yara Mekawei. Eine Prise Musikwissenschaft und Philosophie lockert das thematische Gefüge, um im Anschluss an die Vergänglichkeit allen Seins zu erinnern: An diesem letzten Tag der Ausstellung ist das memento mori nämlich unausweichlich. 12 bis 19 Uhr in der daadgalerie (Oranienstraße 161), Eintritt frei
Sonntagmittag – Heute ist übrigens Welttheatertag. Und weil am Welttheatertag eben Welt und Theater besonders eng zusammenhängen, widmet das Deutsche Theater sein Programm dem Ge- und Nachdenken, sowie der Solidarität mit dem Akademischen Drama Theater in Mariupol, das am 16. März von einer russischen Bombe zerstört worden ist. Im Zweistundentakt beginnen ab 18 Uhr vier eigens dafür auf die Beine gestellte Produktionen. Eintritt je 5 Euro.
Sonntagabend – Liebt sie ihn noch immer? Die Beziehung von Taylor Swift zu Jake Gyllenhaal hat jahrelang die Klatschspalten gefüllt. Dann gingen beide ihrer Wege, (genau wie Abermillionen anderer Menschen, aber gut). Seit letztem Jahr trenden bei Google beider Namen nun wieder im Verbund, weil sie einen alten Song über ihn („All Too Well“) spektakulär neu eingesungen (mit doppelter Länge von über zehn Minuten) und mit einem neuen Video bzw. Kurzfilm bedacht hat. Sind da etwa noch Gefühle im Spiel?, fragen sich seitdem Milliarden von Menschen. Ein stimmungsvolles Setting zum Nachdenken über eben diese Frage bietet heute Abend die Zionskirche: Eine Auswahl ihrer Songs (auch „All Too Well“) wird hier bei Kerzenlicht vom Raso Streichquartett aufgeführt. Ein ganz anderes, aber nicht minder geeignetes Ambiente, ist Gyllenhaals neuester Actionfilm Ambulance, der in englischer Originalfassung zum Beispiel um 19.45 und 23 Uhr im Cinestar Cubix am Alex (Rathausstraße 1) läuft.
Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
„Sie wolle mal wieder das Gefühl haben, lange zu reisen, sagte neulich Chantal, die Sau von Nebenan. Angesichts des angenehmen Wetters hier wolle sie aber zugleich auch gar nicht weit weg. Was also tun? Nun, wer pragmatisch denkt und seine Ausflugsziele nach Erreichbarkeit aussucht, verbringt bekanntlich viel Zeit in „Betriebsfahrt“, wo gefühlt jede zweite Bahn hinfährt. Allen Abenteuerlustigen, wie Chantal, empfiehlt sich dagegen der offiziell sowohl mit Bus und Bahn als auch mit Auto am schlechtesten zu erreichende Ort Brandenburgs, die kleine Stadt Premnitz. Die Anreise lohnt sich schon wegen der wunderbar waldigen und niemals überlaufenen Umgebung mit Highlights wie dem Wasserturm der ehemaligen Pulverfabriken, dem Gestüt Neuwaldeck, der Fachwerkkirche Milow oder der Bamme Bockwindmühle. Wer auf Reiseschwierigkeiten verzichten will, gehe zu Fuß oder radle einfach vom um die Ecke gelegenen Rathenow. Aber wieso einfach, wenn es auch schwer geht – ist das nicht sowieso das Motto aller Berliner Verkehrsteilnehmer:innen? Ich sage es Ihnen… und empfehle mich, mit freundlichen Grunzen.“
Leseempfehlungen
Der Abschied vom Faxgerät ist auch ein Abschied von einem guten Stück Berliner Verwaltungs-Lifestyle. Hannes Soltau (Abo) reflektiert das laaaaangsame Verschwinden.
Wir haben zwar schon an anderer Stelle subtil darauf hingewiesen, aber wir wollen doch sicher sein, dass Ralf Schönballs (Abo) Porträt des Urberliners wirklich niemandem entgeht.
Wenn ich groß bin, werd ich Ärztin, Astronaut, Feuerwehrfrau, Polizist – nö, sagten sich zwei Neuköllner Brüder schon im Kindesalter, und beschlossen, Wrestler zu werden. Christoph Kluge (Abo) träumt ihren Traum nach.
Wer die aktuellen Temperaturen noch zu kalt findet, träume sich doch nach jjjjjwd (janz, janz, janz…). Zum Beispiel in die Antarktis – so warm wie jetzt war es dort zu dieser Jahreszeit nämlich noch nie: Minus 11,8 Grad Ceslius sind über 40(!) Grad höher, als die dort übliche Durchschnittstemperatur. Was das auch für Berlin bedeutet, erklärt Jan Kixmüller
Wochenrätsel
Gewonnen! „Hohe Team- und Kommunikationsfähigkeit“ sind für diese Arbeit „in operativer Verantwortung“ und „mit scharfen Waffen“, darunter auch „Gaskanonen“ Voraussetzung, Kenntnisse in Word, Excel und Powerpoint erwünscht. Ausgeschrieben ist hier natürlich die Stelle eine/r Mitarbeiter/in des/der
a) „Paw Patrol“ im Tierpark Berlin
b) „Airwolf Patrol“ des Bundesnachrichtendienst
c) „Bird & Wildlife Control“ am BER
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Endlich sagt’s mal jemand: „Es ist höchste Zeit, Sträuchern die Anerkennung zu verschaffen, die sie verdienen!“ Im Gegensatz zum „Sympathieträger Baum“ hätten Sträucher kein gutes, äh, Standing, schreibt der Naturschutzbund Berlin, sie würden zugemüllt, radikal beschnitten oder bedenkenlos gerodet. Das hat der Strauch nicht verdient. Deswegen startet der Nabu nun eine Kampagne für mehr Sträucher in Berlin, mit „Strauchsprechstunde“ und Exkursionen mit dem Titel „Schall und Strauch“. Kein Witz. Aber bevor Sie hier jetzt Strauchweh bekommen, beenden wir jetzt lieber den gedanklichen Gestrüpptease. Straucheln Sie nicht, wenn Sie am Wochenende durch die Landschaft wandeln.
Blühende Fantasie hatte heute Lotte Buschenhagen (Redaktion und Recherche), Kathrin Maurer hat die sprießenden Fehler rausgesammelt. Unsere Zweigstelle meldet sich hier wieder am Montag, dann aber wirklich mit wieder mit Lorenz Maroldt (lang wie ein Baum).
Bis bald!
