der zweite Corona-Winter hat noch nicht mal angefangen, da grüßt schon wieder das Murmeltier: Zwei Berliner Schulen sind im Wechselunterricht (T+), die 7-Tage-Inzidenz stieg binnen eines Tages um mehr als zehn Prozent auf 221 (bei Schulkindern und Fußball-Nationalmannschaft liegt sie noch viel höher), die Intensivbettenbelegung mit Covid-Patienten um etwa acht Prozent. Und fünf weitere Menschen sind in Berlin am Virus gestorben. Im mittleren Osten der Stadt soll laut „RBB“ ein weiteres Impfzentrum errichtet werden, allerdings kleiner als die weit im Westen gelegenen an der Messe und in TXL. Es würde kurzfristig gebraucht, denn höchstwahrscheinlich gilt von nächster Woche an sowohl in Berlin als auch in Brandenburg 2G für viele öffentliche Einrichtungen. Auch das werde nicht reichen, sagt Chefvirologe Christian Drosten, der bisher meistens richtig lag.
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In der Helmholtz-Klima-Initiative forschen Wissenschaftler:innen aus 15 Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft gemeinsam an wichtigen Fragen des Klimawandels. Ergebnisse dieser interdisziplinären Forschung stellen wir auf unserer Dialogkonferenz am 17. November vor. Sie wollen mehr erfahren? Klicken Sie doch mal rein: www.helmholtz-klima.de
In Partnerschaft mit Der Tagesspiegel und RadioEins
Gestern haben wir hier nach Empfehlungen für Lokalitäten gefragt, in denen Impfzertifikate wirklich kontrolliert und der Infektionsschutz beachtet werden. Um die Resonanz kurz zusammenzufassen: Boah, ey! Da wir allerdings personell nicht auf die Anzahl der Mails (500 Stück x 2 Minuten = 2 Arbeitstage) vorbereitet waren, sind wir, hüstel, noch am Abarbeiten. Vielen Dank an alle, die sich beteiligt haben!
Unser Tagesspiegel-Lab (das sind die mit den tollen Interaktiv-Grafiken, z.B. zu Corona und Wahlen) will bis zum Wochenende was Schniekes aus all ihren Einsendungen basteln – inklusive Stadtplan. So lange ein Hoch auf die offensichtlich sehr zahlreichen verantwortungsvollen Gastgeber! Und hier eine kleine Anzahlung auf die Gepriesenen aus fast allen Bezirken: Frannz Club, Neugrüns Köche, Heimathafen Neukölln, Mama Kalo, Rice and Royals, Pierre-Boulez-Saal, Victoria Bar, Ming Dynastie, Wursttheke im KaDeWe, Café am Neuen See, Clärchens Ballhaus, Die Wühlmäuse, Hofbräuhaus am Alex, Orankesee-Terrassen, Mädchen Ohne Abitur, Burgeramt, Technikmuseum, Schurke, Maison Umami, Mehringhoftheater, Vabali, Berliner Ensemble, Indian Dhaba Mira, SO36, Zwiebelfisch, Die Stulle, Eva-Lichtspiele, Scheune Grunewald, Landhaus Heiligensee, Cinestar Tegel, Trattoria à Muntagnola, Felsenkeller, Frau Lüske, Clandestine Bar, Ballhaus und Brauhaus Spandau, Kino Union, Altstadtcafé Cöpenick.
Vorsichtshalber sei angemerkt, dass all diese Angaben naturgemäß ohne Gewähr sind.
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Lange nichts gehört von unserer im Bau befindlichen Bundesampel, abgesehen von der juristisch schwierigen 3G-Idee für Firmen. Montagmittag war ein gelbes Irrlicht aufgeflackert, als der ehemalige rheinland-pfälzische Weinbauminister und jetzige FDP-Generalsekretär Dr. jur. Volker Wissing twitterte: „Unser Gesundheitssystem ist stabil, die Gesundheitsversorgung der Bürger gesichert.“ Stunden später hat Wissing seine exklusive Erkenntnis dann doch lieber gelöscht, da z.B. die Charité bereits ihre OP-Terminpatienten abtelefonierte zwecks Aufschub, weil Betten und Personal für die Covid-Kundschaft gebraucht werden. Was von dem gelöschten Wissing-Tweet bleibt, ist die Sorge, ob bei den Koalitionsverhandlungen (und erst recht in der nächsten Bundesregierung) ausreichend qualifiziertes Personal herumampelt.
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Derjenige, der gestern den offiziellen Account des Heeres bespielen durfte, war offenbar in derselben Twitterschule wie Wissing: Mit präzisem Gespür für den falschen Zeitpunkt (9. November) wurde dort ein „dynamischer Start in den #TankTuesday“ gewünscht und, weil das dem Schöpfer selbst mit Kanonenfeuerbild noch nicht genug Krawumm entfaltete, mit der Parole „#PanzerHurra“ komplettiert. Nachdem u.a. jemand „Heute wenigstens mal kein Fackelmarsch vor dem Reichstagsgebäude“ drunter geschrieben hatte, wurde der Tweet gelöscht, was wiederum die Stahlhelm-Bubble zum Schäumen brachte. Also jene, denen der Heeres-Account eine Woche zuvor „Ruhm und Ehre“ fürs beste Panzerfoto versprochen hatte. Vielleicht sollte Twitter rezeptpflichtig werden.
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Die Standarderklärung dafür, warum es auf Amtswegen in Berlin so läuft, wie es eben läuft, lautet: Personalmangel. Der sollte aber zumindest in der Hauptverwaltung, also beim Senat, gelindert sein: durchschnittlich 33% Stellenzuwachs während der vergangenen Legislaturperiode listet eine von Paul Fresdorf (FDP) angefragte Aufstellung auf. Regine Günthers Umwelt-, Verkehrs- und Klimaschutzressort führt mit +53%, was allerdings auch aus der Eingemeindung der Verkehrslenkung 2020 resultiert. Sandra Scheeres‘ Jugend- und Bildungsverwaltung wuchs (ohne Schulbereich) um 48% und sticht außerdem durch zahlreiche Beförderungen seit August dieses Jahres hervor. Gesundheits- und Finanzverwaltung liegen mit je 37% Personalzuwachs ebenfalls überm Schnitt, die Innenverwaltung wuchs mit 15% am wenigsten. Bezirkszahlen wurden nicht erfragt.
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Berliner Schnuppen
Telegramm
Der Pro-Neubau- und Anti-Mietendeckel-Verein „Neue Wege für Berlin“ steckt in der Sackgasse: Vorstandschef Heiko Kretschmer tritt zurück. In einer Mail ans Kollegium schreibt er von grundlegenden strategischen Differenzen: Ihm sei „das Benennen von Fehlern und kampagnenartige Agieren gegen Fehlentwicklungen in der Stadt einfach zu wenig“. Auch zu einer „Regierenden Bürgermeisterin, die nicht einmal in der Lage ist, sich durchzusetzen,“ müsse man Brücken bauen. Die CP-Anfrage, wie es nun weitergehe, „taugt eher nicht für ein kurzes Zitat“, antwortete Kretschmer gestern Abend.
Nachdem im April das Bundesverfassungsgericht den Mietendeckel vom überkochenden Wohnungsmarkt genommen hatte, gab’s gestern die nächste Pleite für die alte und mutmaßlich neue Koalition: Das Bundesverwaltungsgericht befand (im Unterschied zu den beiden Vorinstanzen) die Berliner Vorkaufspraxis für teilweise rechtswidrig: Die Voraussetzungen für einen Vorkauf durchs Bezirksamt Xhain lägen im konkreten Fall – ein 2017 verkaufter Altbau am Chamissoplatz mit Mietpreisbindung der Wohnungen bis 2026 – nicht vor.
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E-Scooter sind wackelig, aber die Berliner Polizei stellt sich der Herausforderung – und will selbst welche anschaffen. Laut Leistungsbeschreibung sollen sie mindestens 30 km am Stück und 110 Kilo Zuladung schaffen, klappbar sein und einen fest verbauten Akku haben (Achtung: Reparaturproblem!). Dazu soll’s Zahlenschlösser geben. Den Code, der ja für mehrere Nutzer/innen leicht zu merken sein muss, kann man sich denken.
Außerdem sucht die Polizei auch Werkstudierende ab dem 3. Semester, die sie in Teilzeit für 13 bis knapp 15 Euro pro Stunde beschäftigen will. Wie, richtet sich laut Ausschreibung nach der Fachrichtung. „Bereits während des Studiums können sie so Ihre späteren Einsatzbereiche sowie den Behördenaufbau kennenlernen und Kontakte zu zukünftigen Kolleginnen und Kollegen knüpfen.“ Raffinierte Einsatztaktik!
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Angehende Veterinäre können sich z.B. mit Verve der nächtlichen Wasserbüffeljagd widmen, wenn der kleinen Herde am Tegeler Fließ mal wieder die Sternendecke ihrer 14-Hektar-Bleibe auf den Kopf fällt und sie ihren Landschaftspflegeauftrag auf die Vorgärten von Hermsdorf erweitert – wie in der Nacht zu gestern. Noch vor Erreichen der Raststätte Freienhufen wurden die Büffel umzingelt.
Von 1600 motorisierten Verkehrsteilnehmer/innen, die die Polizei in der vergangenen Woche kontrolliert hat, verstießen 72 gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Ins Praktische übersetzt heißt das: Bei etwa jedem 22. Auto muss man im Fall eines von dessen Fahrer verursachten Unfalls den eigenen Schaden sowie womöglich Reha und Erwerbsunfähigkeit selbst bezahlen.
Polizeipräsidentin Barbara Slowik (55) ist trotz doppelter Impfung – und laut „B.Z.“ wenige Tage vor ihrem geplanten Booster – an Covid erkrankt. Am vergangenen Freitag sei die Behördenchefin positiv auf Corona getestet worden, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz am Mittwoch. Slowik habe sich wegen vieler beruflicher Kontakte und eines Pflegefalls in der Verwandtschaft täglich mehrfach getestet und auf Abstand und Masketragen geachtet, sagte Pressesprecher Thilo Cablitz. Am Freitagmorgen sei der Selbsttest aber positiv ausgefallen, Slowik sei umgehend nach Hause gefahren. Abends habe das positive Ergebnis eines PCR-Tests vorgelegen. Der Krankheitsverlauf sei eher milde, inzwischen würde Slowik wieder von zu Hause aus arbeiten. Wann sie ins Büro zurückkehren werde, stehe noch nicht fest. Wir wünschen gute Besserung!
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Ende Oktober hat CP-Leser Ulrich D. seinen Führerschein zum Umtausch angemeldet und gegen eine Extragebühr das Plastikkärtchen direkt nach Hause bestellt. Aber jetzt kam ein Brief mit der Info, dass es noch dauere. Schneller ginge es aber, wenn Herr D. selbst den Auszug seiner Führerscheindatei bei der bayrischen Behörde anfordere, die ihn einst ausgestellt hat, und dem Berliner Bearbeiter schicke. Herr D. wäre dazu bereit – aber nur, wenn er sich künftig auch seine Knöllchen selbst schreiben und seine Steuererklärung bearbeiten darf. Berlins Behörden haben ja eh genug zu tun.
„Daisy“ scheintin letzter Zeit öfter mal zu spinnen. Gern verweist sie auf den Papierfahrplan, und gestern behauptete sie, die mit vollem Namen „Automatisches Auskunfts- und Informationssystem“ heißt, auf vielen U-Bahnhöfen „Kein Zugverkehr“. Dabei lief der Betrieb normal. Laut BVG war die Störung gegen Mittag behoben.
Zitat
„Im August 2011 hat der Senat die Innenverwaltung mit der Vorlage eines Konzepts zur flächendeckenden Einführung einer elektronischen Aktenführung und Vorgangsbearbeitung beauftragt. (…) Es bestehen Zweifel, ob die flächendeckende Einführung der elektronischen Akte selbst bis 2025 gelingt, wenn die dafür vorausgesetzte Vereinheitlichung des IT-Einsatzes der Berliner Verwaltung in einem überschaubaren Zeitraum nicht realisierbar erscheint.“
Aus dem aktuellen Schwarzbuch des Berliner Bundes der Steuerzahler.
Tweet des Tages
Sitze in der U2 und alle – wirklich alle! – guckten mich an (und ich rede hier von Berlin). ‚Okay, very good hair day heute!‘, dachte ich. Bis ich bemerkte, dass ich völlig vergessen hatte, die Maske aufzusetzen.
Stadtleben
Festliche Nascherei – Bald ist Chanukka! Das jüdisches Lichterfest startet am 28. November und dauert bis zum 6. Dezember. Wie wäre es daher mit einer duftenden Ladung selbst gebackener Challah-Croissants? Für dieses fluffige Gebäck sowie für unzählige weitere süße Raffiniertheiten bietet sich auch die israelische Pâtisserie Shuga an. Seit inzwischen fünf Jahren bezaubert die ehemalige Sous-Chef-Konditorin des Café Einstein Galia Gutman den Kiez in Prenzlauer Berg, und zwar mittwochs bis sonntags zwischen 9 und 17 Uhr In der Gleimstraße 42, U-Bhf Schönhauser Allee
Last-Minute – Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) lädt heute Abend ins ehemalige Jüdische Waisenhaus in Pankow ein: Stella Leder, Dalia Grinfeld, Leon Kahane und Benjamin Steinitz sprechen auf dem Podium über „Perspektiven auf Jüdisches Leben, Antisemitismus und den Berliner Osten“ und ihre biografischen Erfahrungen, moderiert wird der Abend von Politikwissenschaftlerin und Historikerin Julia Kopp. Die Diskussion beginnt um 19.15 Uhr in der Berliner Straße 120-121 (S/U-Bhf Pankow), bereits ab 18 Uhr können die Gäste ins Gespräch kommen mit RIAS, der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus, OFEK e.V. und weiteren Organisationen, die sich und ihre Arbeit vorstellen. Es gelten die 2G-Regeln mit vorheriger Anmeldung via Mail unter dieser Adresse.
Gewinnen und anschauen – Wer erinnert sich noch an den Pariser Ponyhaarschnitt, darunter hervorlugende dunkle Augen und einen wandernden Gartenzwerg? 20 Jahre sind vergangen, seit Jean-Pierre Jeunet sein Publikum mit „Die fabelhafte Welt der Amélie“ verzaubert und der Soundtrack von Yann Tiersen Musikgeschichte geschrieben hat. In einer zweistündigen Ode an die Liebe und das Leben bringt dieser Film mit einer einnehmenden Audrey Tautou und jeder Menge Paris-Nostalgie Licht in jedes Wintergrau, und zwar am 7. Dezember. Wir verlosen 3x2 Tickets für einen Ausflug in Amélies Welt in einem der teilnehmenden Kinos. Verraten Sie uns, welchen Nachtisch Sie mit dem französischen Kultfilm verbinden?
Lesen – „Meinungsfreiheit“, „Propagandakultur“ oder „Lügenpresse“ – Begriffe, die seit Jahren die öffentliche Wahrnehmung von Journalismus begleiten. Journalist und Autor Birk Meinhardt berichtet in „Wie ich meine Zeitung verlor: Ein Jahrebuch“ (15 Euro, 2020) aus persönlicher Perspektive über Freiheit im Journalismus und begründet seine Ansichten vor allen in seinen Erfahrungen bei der Süddeutschen Zeitung, die letztlich zu einer Trennung führten. Die Buchpremiere an der Volksbühne für heute Abend ist leider abgesagt, ein Blick ins Buch lohnt sich dennoch und lädt ein zu Diskussionsrunden mit Mitlesenden ein.
Grübelstoff – Jedem stößt einmal der eine oder andere Artikel bitter auf. Wie sähe eine perfekte Zeitung, deren Herausgeber:in, Chefredakteur:in und fleißiger Schreiberling Sie wären, aus?
Berlin heute
Verkehr – A115 (AVUS): Wegen einer Munitionssprengung in Grunewald kommt es zwischen 9.50 Uhr und 10.10 Uhr zu einer kurzzeitigen Vollsperrung der A115 in beiden Richtungen zwischen AS Hüttenweg und AS Spanische Allee. Zusätzlich ist der Kronzprinzessinnenweg von 9.15 bis 10.15 Uhr gesperrt. Auch der Rad- und Fußverkehr ist betroffen. Weitere Infos finden Sie hier.
Gesamtes Stadtgebiet: Aufgrund eines Staatsbesuches (s. zu Gast) kann es bis zum 12. November zu kurzzeitigen Sperrungen im gesamten Stadtgebiet kommen, insbesondere im Bereich Fasanenstraße, Französische Straße, Unter den Linden und Stresemannstraße.
Nürnberger Straße (Charlottenburg): An der Kreuzung Tauentzienstraße steht in Richtung Spichernstraße zwischen 7 und 17 Uhr nur ein Fahrstreifen zur Verfügung und das Rechtsabbiegen ist untersagt.
Pasewalker Straße (Französisch Buchholz): Stadtauswärts ist die Straße zwischen Margaretenaue und Blankenburger Straße eingeengt.
Holzmarktstraße (Friedrichshain): Von ca. 8.30 Uhr bis Anfang Dezember in Höhe Krautstraße, Richtung Mühlenstraße, auf einen Fahrstreifen verengt.
Lindenstraße (Kreuzberg): Ab 7 Uhr steht in Richtung Axel-Springer-Straße in Höhe Ritterstraße bis Mitte Dezember nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Bornholmer Straße (Wedding): Bis Ende Dezember ist die Fahrbahn Richtung Osloer Straße in Höhe Grünthaler Straße auf einen Fahrstreifen verengt.
Wedding: In der Zeit von 17 bis 19 Uhr kann es aufgrund einer Demonstration zu Verkehrseinschränkungen im Bereich Hochstädter Straße, Nazarethkirchstraße und Leopoldplatz kommen.
Demonstration – Die „Rote Ampel für Doppelverbeitragung“ tagt zwischen 10 bis 13 Uhr mit 80 angemeldeten Teilnehmenden am Pariser Platz 6. Der „Warnstreik Tarifgemeinschaft der Arbeiterwohlfahrt Berlin“ zieht zwischen 10.30 und 11.30 Uhr mit etwa 300 Streikenden von der Müllerstraße 163 über die Hochstädter Straße zum Max-Joseph-Metzger Platz, gegenüber der SPD-Geschäftsstelle. Von 11 bis 13 Uhr findet mit ca. 40 Demonstrierenden in der Koppenstraße 93 ein „Bundesweiter Streiktag im Unternehmen der Commerzbank AG“ statt. „Bürgerräte in den Koalitionsvertrag“ lautet das Motto der Demonstration am Friedrich-Ebert-Platz von 11.45 bis 13 Uhr mit rund 25 Personen. Für die „Beteiligung der BürgerInnen am Berliner Stromnetz“ gehen von 11.45 bis 13.30 Uhr etwa 30 Menschen auf die Rathausstraße 15. Ein Korso mit 500 angekündigten Kraftfahrzeugen und ihren Fahrer:innen bewegt sich unter dem Motto „60 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei – 60 Jahre Gastarbeiter*innen in Deutschland – Aber warum heißt es ‚Gast‘-Arbeiter, denn Gäste kommen üblicherweise nicht zum Arbeiten – Die Probleme der migrantischen Arbeiter*innen haben mit den Kämpfen der Gastarbeiter*innen nicht aufgehört“ ab 18.30 Uhr von der Wiclefstraße 32 aus durch die Moabit/Wedding (s. Verkehr) und endet auch dort um 22 Uhr wieder.
Zu Gast sind die dänische Königin Margrethe II. und Kronprinz Frederik sowie der britische Verteidiungsminister Ben Wallace.
Gericht – Nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung um einen auf die Straße geworfenen Feuerwerkskörper müssen sich vier Männer wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Zwei Opfer seien schwer verletzt worden (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 456).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Roland Emmerich (66), Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor / „Für Susanne, beste EX- Nachbarin ever, alles Liebe und Gute zu Deinem Geburtstag! Freue mich auf ein Wiedersehen…Alles Liebe Verena“ / Nachträglich: „Wir gratulieren der besten Uroma der Welt, Lotte Schaefer, zu ihrem 98 Geburtstag. Die Kinder, Enkel und Urenkel. Wir freuen uns auf deinen 100sten.“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Klaus Blaufus, * 5. Mai 1947 / Thomas Jendges, * 12. Dezember 1965, ehem. Geschäftsführer der Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH / Manfred Milkau, * 14. August 1946 / Michael Trautmann, * 13. Februar 1942
Stolperstein – In Erinnerung an die gebürtige Berlinerin Martha Schneider (Jg. 1895) liegt in der Moabiter Tile-Wardenberg-Straße 12 ein Stolperstein. Heute vor 79 Jahren nahm sie sich im Alter von 47 Jahren das Leben.
Encore
Nicolai S. arbeitet bei einer PR-Agentur und kennt mich offenbar schon länger. Ich kenne ihn seit gestern Mittag, als er mir ungefragt schrieb: „Hallo lieber Stefan, ich hoffe, du kommst bisher gut durch den Berliner Herbst? Vielleicht geht es dir ja wie mir und du verkriechst dich auch am liebsten auf der Couch bei diesem immer kälter werdenden Schmuddelwetter.?“ Das kleine Rechteck hinter dem Satz lässt einen havarierten Smiley vermuten; ich las die Mail beim Spaziergang in der Mittagssonne. Nicolai, den ich ausweislich seiner Verabschiedung Nico nennen darf, hätte „spannenden Input für mich“ zu folgenden vier Themen: Tipps für einen gelungenen Fernsehabend, Tipps für einen entspannten Abend auf der Couch („Binge-watch and Chill!“), Snacktipps für einen gemütlichen Abend sowie „alles für den perfekten Abend auf der Couch“. Er würde sich freuen, „wenn wir hier eine Integration generieren können“.
Lieber Nico, ich bin zu alt, um Dich zu verstehen, aber für Dich immer noch Herr Jacobs. Und wegen einer Couch war ich gestern bei Höffner, wo gerade die eingenetzten Weihnachtsbäume angeliefert wurden. Bis dahin bin ich gut durch den Berliner Herbst gekommen. Und nach Weihnachten, also im Frühling, hab' ich im Garten zu tun. Tschüssi!
Als 2G-Location-Scout in diesem CP hat Nadine Voß geglänzt. Matthieu Praun hat die Nachrichten Binge-gewatcht, Juliane Reichert die Stadt jenseits der Couch erlebt. Zur Frühproduktion ist Kathrin Maurer lange vor dem Aufstehen aus dem Bett geschnellt. Morgen begleitet Sie hier wieder Lorenz Maroldt durch die Wohnlandschaft und darüber hinaus.
Machen Sie’s gut und fangen Sie sich ein paar Sonnenstrahlen – es soll genug für alle geben!