helau, alaaf und hereinspaziert in den heutigen Checkpoint! Ja, Sie lesen richtig: Auch in Berlin ist Karneval (ab 11.11 Uhr). Mag ja sein, dass jeder Landkreis im Rheinland mehr Karnevalsvereine hat als Berlin – laut des Festkomitees Berliner Karneval sind es zurzeit 17. Dennoch freut sich dessen Präsident, Klaus Heimann (natürlich ein Exil-Rheinländer), auf den 11.11. „Wir hatten immerhin zwei Jahre Zeit, uns vorzubereiten“, sagt Heimann am Checkpoint-Telefon mit Blick auf die Corona-Beschränkungen der vergangenen Jahre.
Ganz besonders freut sich Heimann auf die traditionelle Erstürmung des Rathauses heute Vormittag. Wobei sich hier das Fremdeln der Stadt mit dem Karneval dann doch ganz gut zeigt. Die Karnevalisten stürmen nicht etwa das Rote, sondern das Charlottenburger Rathaus. Und empfangen werden sie dort nicht von der Regierenden, ja nicht mal von der Bezirksbürgermeisterin, sondern von der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin, Heike Schmitt-Schmelz. Na ja, trösten wir uns mit dem herrlich bräsigen Berliner Karnevalsgruß – ein dreifaches: HeJo!
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„NEW heißt, Verwaltung konsequent neu zu denken im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Effizienz, Wachstum. Behördengänge digitalisieren. Identitäten mobil machen. Moderne Verwaltung auf den Weg bringen.“
Wo wir schon mal bei Jahreszeiten sind: Die Karnevalssaison fällt seit einigen Jahren mit einer anderen, hoch emotionalen Periode zusammen: der Böllerverbotsdebatten-Saison. Die ersten alt- und gutbekannten Argumente (Umwelt, Sicherheit vs. irgendwas mit Freiheit) sind auch in diesem Jahr bereits ausgetauscht. Unter anderem die Berliner Grünen-Fraktion fordert ein Knaller-Verbot, die Deutsche Umwelthilfe sowieso. Schützenhilfe kommt von der Gewerkschaft der Polizei, die laut „Berliner Zeitung“ zumindest ein Böllerverbot im Innenstadtbereich will. Die Senatsinnenverwaltung probiert sich an einem Kompromiss und hat gestern drei Böllerverbotszonen am Alexanderplatz, im Schöneberger Steinmetzkiez und in Alt-Moabit angekündigt. Das wird die Debatte auch in diesem Jahr (leider) nicht beenden. Deswegen hier jetzt der endgültige Checkpoint-Bürgerentscheid:

Hier eine Quizfrage: Wie lange braucht man, um 2,6 Milliarden auszugeben? Antwort: knappe sechs Tage. Im rekordverdächtigen Tempo macht das Abgeordnetenhaus gerade einen Milliardenbetrag locker, um Entlastungen wie das 29-Euro-Ticket bis Ende März zu finanzieren. Die erste Lesung im Hauptausschuss fand am Mittwoch statt. Gestern folgte eine Sondersitzung des Parlaments. Noch am selben Abend ging es wieder zurück in den Ausschuss, wo in handgestoppten zwölf Minuten der Nachtragshaushalt abgesegnet wurde. Am Wochenende guckt dann jeder nochmal in den Sofaritzen nach, ob da noch ein Groschen liegt, und am Montag ist schon wieder Parlamentssitzung, samt Entscheidung. Hoffentlich verrutscht da kein Komma…
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Am 1. Dezember um 20 Uhr führt das DSO unter der Leitung von Giovanni Antonini Gaetano Pugnanis lang verschollenes Melodram nach Goethes Briefroman ›Werther‹ in der Philharmonie auf.
Im stimmungsgeladenen Wechsel aus Musik und Sprache übernimmt der gefeierte Schauspieler Sabin Tambrea die Sprechrolle.
Verlost werden 3x2 Bestplatz-Karten. (Code WRTHR)
Der Nachtragshaushalt in Berlin ist am Donnerstag in rekordverdächtigen 12 Minuten abgesegnet worden. Grund für die Eile ist ein nicht ganz unwichtiger Termin am kommenden Mittwoch. Da will der Berliner Verfassungsgerichtshof bekannt geben, ob das Abgeordnetenhaus bei der Wahl 2021 überhaupt rechtmäßig zustande gekommen ist. Tendenz der Richterinnen und Richter: eher nein. Auf die Gefahr, ein Parlament ohne Legitimation mal schnell noch einen 2,6-Milliarden-Euro-Haushalt beschließen zu lassen, wollten es die Spitzen von SPD, Grünen und Linken dann doch nicht ankommen lassen.
Etwas schneller in Sachen Wiederholungswahl war der Deutsche Bundestag, der am Donnerstag Abend um Punkt 23.44 Uhr entschied, dass rund 500.000 Berlinerinnen und Berliner nochmal zur Bundestagswahl antreten dürfen. Sollte die Entscheidung Bestand haben (sie kann noch vor dem Bundesverfassungsgericht angefochten werden), beträfe das allein in Pankow über 80 Prozent aller Wahllokale. Berlinweit ist etwa jedes fünfte betroffen. Wenn Sie Ihre Wahlbezirksnummer (entspricht dem Wahllokal) noch zur Hand haben, können Sie in diesem Dokument ab Seite 43 (PDF) nachschauen, ob auch Sie nochmal ranmüssen… äh… dürfen.
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Kleine Handbewegung, große Tat! Wirf Plastikverpackungen in die Wertstofftonne – denn dann ist beim Recycling viel mehr drin für die Umwelt.
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Wir springen nochmal kurz zum 2,6-Milliarden-Euro-Nachtragshaushalt zurück. Insgesamt 200 Millionen sind dabei auch für die Unterstützung der Berliner Betriebe vorgesehen. Bereits vor ein paar Wochen hatte der Senat ein Kreditprogramm für Unternehmen vorgestellt, die aufgrund steigender Energiekosten in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind. Und wie schaut’s da aus?
Offenbar besser als erwartet. Bisher wurden bei der zuständigen Investitionsbank Berlin lediglich 29 Anträge angelegt und zwei vollständig eingereicht, sagte Wirtschaftssenator Stephan Schwarz meinem Kollegen Kevin Hoffmann und mir bei einem Gespräch unter der Woche (das ganze Interview können Sie am kommenden Montag im Tagesspiegel lesen). Für Schwarz ein Grund zur Erleichterung. Für die FDP jedoch nicht genug. Die fordert in einem Antrag, der dem Checkpoint vorliegt, weitere Entlastungen für Unternehmen, wie etwa Steuerstundungen. „Die kleinen und mittleren Unternehmen sowie die Selbstständigen unserer Stadt brauchen jetzt Entlastung“, sagte FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja dem Checkpoint. „Andernfalls droht vielen von ihnen das endgültige Aus.“
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1842 begab sich ein preußisches Forschungsteam auf eine Expedition entlang des Nils. In der Ausstellung „Abenteuer am Nil“ erfahren Sie, wie diese abenteuerliche Reise ablief, welche Objekte entdeckt wurden und wie der nicht nur glorreiche Alltag der ersten Ägyptolog*innen aussah.
Noch bis zum 07.03.2023 im Neuen Museum auf der Berliner Museums-
insel.
Mit einem Tagesspiegel-Abo können Sie außerdem noch diese Texte lesen:
+ Noch nie war die Vorfreude auf eine Fußball-WM (zu Recht) so getrübt wie bei dem diesjährigen Turnier in Katar. Eine sportliche und politische Vorschau.
+ Der Deutsche Ben Kauler (Name geändert) kämpft seit Monaten für die Ukraine. Wie erlebt er den Krieg?
+ Pilze sind überall: in der Erde, in der Luft, an und in jedem Organismus. Die Erkundung eines faszinierenden Lebewesens.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Wir blicken auf die neuesten Entwicklungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine:
+++ Die Ukraine hat nach Aussage von Präsident Wolodymyr Selenskyj 41 Siedlungen im Süden des Landes von Russland zurückerobert.
+++ Der russische Abzug aus dem südukrainischen Cherson wird ukrainischen Angaben zufolge mindestens eine Woche dauern. Die Regierung in Moskau habe 40.000 Soldaten in der Region stationiert, sagte der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow der Nachrichtenagentur Reuters.
+++ Spanien wird zwei weitere Raketenwerfer des Typs „Hawk“ an die Ukraine senden, sagte die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles. Das berichtete das ukrainische Medium „Kyiv Independent“ am Donnerstagabend.
Alle aktuellen Ereignisse können Sie in unserem Live-Blog (hier) und auf unserer Live-Karte (hier) verfolgen. Spenden für die Ukraine in Not können Sie weiterhin hier.
Demokratischer Protest: Statt Karnevalisten (siehe Meldung oben) empfängt die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey heute (unfreiwillig) wütende Eltern der Schüler vom Gymnasium am Europasportpark. Die haben einen Schulmarsch zum Roten Rathaus angekündigt, um vor der Gefahr der Schließung wegen herausfallender Fernster zu demonstrieren.
Undemokratischer Protest: Fünf Attacken auf Abgeordneten-Büros von fünf verschiedenen Parteien gab es in Berlin allein im November. Mein Kollege Robert Kiesel fasst hier zusammen, was zu den Hintergründen bekannt ist.
Wie klingt das für Sie? Ein verschneiter Sonntag im Februar mit Freunden, ein gut beheizter Raum, vielleicht das ein oder andere Getränk. Und das alles für 240 Euro – also für Sie, obendrauf. Na, Interesse? Der Landeswahlleiter jedenfalls macht in Schreiben an ehemalige Wahlhelfer:innen explizit auf die Möglichkeit aufmerksam, „sich mit anderen Freiwilligen gemeinsam für einen Wahlvorstand zu melden“. Stimmenzählen mit dem Stammtisch, gibt schlechtere Angebote.
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Kinder, Kinder - Geschichten aus Berlin
Diese liebevoll gestaltete Kinderbuchedition für junge Leser zwischen 8 und 13 Jahren enthält sechs spannende und unterhaltsame Romane, die historische Geschichten mit der Gegenwart verbinden.
Aus der Reihe gefühlte Wahrheiten: 862 Verkehrsordnungswidrigkeitsverfahren in Zusammenhang mit E-Scootern wurden in diesem Jahr bereits eingeleitet und damit jetzt schon mehr als 2020 und 2021 zusammen (393). Zur tatsächlichen Wahrheit gehört dazu: Der Anstieg ist zum Großteil auf die neuen Abstellpflichten zurückzuführen (Q: Schriftliche Anfrage der SPD-Abgeordneten Nina Lerch).
Aber gut, Ordnungswidrigkeit bleibt Ordnungswidrigkeit. Um nicht sämtlichen Kredit bei allen Wohlmeinenden zu verspielen, haben sich nun einige E-Scooter-Anbieter zusammengetan und die Plattform scooter-melder.de ins Leben gerufen. Die Meldeseite soll örtliche Behörden entlasten, sagte eine Sprecherin auf Checkpoint-Anfrage. Mittelfristig hoffentlich auch die Gehwege.
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Wir schenken Ihnen das neue iPad 2022 mit dem neuen All Screen Design und einem 10,9" Liquid Retina Display in Ihrer Wunschfarbe. Lesen Sie den Tagesspiegel als digitale Zeitung für 34,99 € mtl. inkl. Tagesspiegel Plus und Checkpoint. Als Geschenk erhalten Sie das iPad 2022 und sparen bis zu 579 €. Zum Angebot. Nur für kurze Zeit.
Kurze Spielpause: Erinnern Sie sich an Wordle, das Wortratespiel, das Anfang dieses Jahres einen kleinen Hype auslöste? Der New Yorker Softwarenetwickler Sunny Ng hat nun eine Variante des Spiels für den Berliner Nahverkehr entwickelt: Ubahndle. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach… zumindest, wenn man sich im C-Bereich auskennt.
Immobilität I: Klimaaktivisten von „Scientist Rebellion“ blockierten gestern das Privatjet-Terminal am BER. Ein Flughafenmitarbeiter aus dem Terminal kam heraus und bot den Aktivisten einen Klebestift an. Mein Kollege Julius Geiler war dabei und dokumentierte: „Allgemeines Gelächter.“ Schließen wir uns an.
Immobilität II: Es fährt kein Bus nach nirgendwo… Wie auch? Der BVG fehlen massenhaft Fahrerinnen und Fahrer. Jetzt will das Unternehmen auch im Ausland nach Mitarbeitern suchen. Zu spät kommen, können sie woanders schließlich auch.
Da wir niemanden kleiner machen wollen, als er oder sie ist, eine Mini-Korrektur zum gestrigen Checkpoint: Meike Niedbal ist selbstverständlich Verkehrsstaatssekretärin und nicht Verkehrsstadtsekretärin, zu der wir sie degradiert hatten. Sorry! Generell halten wie es aber mit dem Ex-Fußballer Andy Möller: Stadt oder Staat, Hauptsache Berlin.
So, als Belohnung dafür, dass Sie es bis zur letzten Meldung des Tages geschafft haben, hier die Auflösung zur Frage, die Sie bestimmt schon den gesamten Checkpoint quält: Wofür in Gottes Namen steht der Berliner Karnevalsgruß HeJo? Antwort: Heiterkeit & Jokus. Und vielleicht ist damit ja auch schon alles über den Berliner Karneval gesagt.
Zitat
„Die eine Sache ist, innerhalb von mehr als zehn Wochen keine neuen Schilder anzubringen. Die andere allerdings, es nicht mal für nötig zu halten, mir den aktuellen Sachstand mitzuteilen. Dafür erhält sie von mir den Sonderpreis für besonders lahmes Arbeiten.“
Der CDU-Abgeordnete Stephan Schmidt ist not amused, dass die Reinickendorfer Bezirksstadträtin Korinna Stephan die offenbar geklauten Ortsteilschilder „Konradshöhe“ und „Tegelort“ nicht schnell genug ersetzt, und greift dabei zu Mitteln, die sonst dem Checkpoint vorbehalten sind: Er lobt Fantasie-Preise aus.
Tweet des Tages
WM boykott hin oder her – ich muss zugeben diese 11 Uhr Anstoßzeiten holen mich schon ein bisschen ab innerlich
Stadtleben
Trinken – Mezcal ist nicht einfach ein Schnaps, Mezcal ist ein Bekenntnis. Der mexikanische Brand aus Agaven steht für Tradition und Handwerk, für unabhängige kleine Destillerien und stolze Familienunternehmen. Deren rare Produkte finden nur selten den Weg nach Europa. Berlin aber verfügt über ein lebendiges Mezcal-Netzwerk, das mit der Palabra Bar eine neue Bühne bekommen hat. Unweit des Frankfurter Tors bietet sie die größte Auswahl an Spirituosen aus 100 Prozent Agave in der Stadt. In die rauchige Vielfalt kann man mit einem 3er-Tasting mit Bränden aus verschiedenen Agavensorten und Regionen einsteigen, die Kurator Alonso Lopez Mota Velasco auf Wunsch einfühlsam kommentiert. Do 19-1 Uhr, Fr/Sa 19-3 Uhr, Frankfurter Allee 23, U-Bhf Frankfurter Tor
Geschenk – Das „Fischer und Lustig“ im Nikolaiviertel ist die zweite Filiale des Friedrichshainer „Jäger und Lustig“. Anders als dort dreht sich hier alles um Fisch. Dabei liegt die Betonung auf moderner Küche und regional bezogenen Produkten. Zudem sitzt es sich schön, im maritim dekorierten Speisesaal. Ein Besuch dort ist eine schöne Idee für ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Deswegen verlosen wir 2 Abendessen für jeweils 2 Personen. Schreiben Sie uns hier und nennen Sie uns eine E-Mail-Adresse, die wir zwecks der Reservierungsabsprache weitergeben dürfen. Di-So 11.30 bis 0 Uhr, Poststraße 26, U-Bhf Klosterstraße
Last-Minute-Tickets – Mit der Gründung von ACT hat sich Musikproduzent Siggi Loch vor 30 Jahren einen Traum erfüllt. Heute gilt sein unabhängiges Jazzlabel als eines der wichtigsten Europas. Mehr als 600 Produktionen sind darauf im Laufe der Jahre entstanden, das Credo war und ist: Jazz als Haltung, geprägt von Offenheit, Interaktion und musikalischer Neugier. Das ACT feiert diesen schönen Geist noch heute Abend ab 19 Uhr im großen Saal der Berliner Philharmonie, mit der Veranstaltung „The spirit of jazz“. Dort treffen sich ACT-Künstler:innen dreier Generationen unter der Regie des Posaunisten und Sängers Nils Landgren, auf der Bühne stehen unter anderem Größen wie Joachim Kühn, Lars Danielsson, Iiro Rantala, Nguyên Lê, David Helbock, Nesrine und viele weitere. Tickets für den Abend gibt es für 51 Euro noch hier.
Last-Minute – Anahita Sadighi startete mit nur 26 Jahren eine Galerie für antike Kunst aus Asien, es folgten „Anahita Contemporary“ für zeitgenössische Kunst und das „STUDIO 4 BERLIN“. Ihre erste eigene Installation aus antiken Amphoren „Woman – Life – Freedom“ ist einstarkes Zeichen der Solidarität mit den um ihre Freiheit kämpfenden Frauen im Iran. Unter dem gleichen Motto lädt Sadighi heute Abend zu einem Talk rund um die Proteste im Iran, mit prominenten Gästen, u.a. Düzen Tekkal (Hawar Help), Bijan Djir-Sarai (Generalsekretär der FDP) und Autor Behzad Karim Khani. Dazu iranische Kunst, Musik und Kulinarik. Freitag, 11.11., 20 Uhr, freier Eintritt, Anmeldung hier erwünscht, Kant Garagen, Kantstraße 126-27, S-Bhf Savignyplatz
Grübelstoff – Der heutige Martinstag und seine Bräuche, von Gans bis Laternenumzug, ist fester Bestandteil der christlich geprägten Traditionen. Ist die Geschichte um den heiligen Martin und die Mantelteilung zeitgemäßer denn je?
Berlin heute
Naherkehr – S1, S2, S8 und S85: Auf dem Streckenabschnitt zwischen Nordbahnhof und Buch bzw. Frohnau kommt es in der Zeit von 22 Uhr bis Montagmorgen, ca. 1.30 Uhr, zu umfangreichen Fahrplanänderungen.
- Zwischen Wollankstraße und Pankow-Heinersdorf fährt ein Ersatzverkehr mit Bussen.
- Zwischen Pankow-Heinersdorf und Blankenburg fährt ein Pendelzug.
- Es kommt weiter zu Taktänderungen und Fahrplanänderungen.
S41/42: Von 22 Uhr bis Montagmorgen, ca. 1.30 Uhr, ist der Streckenabschnitt zwischen Treptower Park und Neukölln unterbrochen. Fahrgäste nutzen bitte die Verbindungen der Linien S45, S46, S47, S8 und S85 bis Baumschulenweg und steigen dort entsprechend um. Zur lokalen Anbindung des S-Bahnhofs Sonnenallee fährt zwischen Treptower Park und Neukölln ein Ersatzverkehr mit Bussen.
Demonstration – „Stoppt den Atom-Unsinn“, 50 Personen, Ausgestrahlt e.V., Platz der Republik 1 (7-12 Uhr)
„Hervorhebung von Menschenrechtsverletzung in Belutschistan“, 70 Teilnehmende, Podbielskiallee 67, Free Belutschistan Movement (14-17 Uhr)
„Freiheit für die Gefangenen in Ägypten“, 30 Personen, Karl-Marx-Straße 83 (14.30-16 Uhr)
Sonnabend – Todesfall Mutombo – wir fordern Aufklärung“, 50 Personen, Spandauer Bündnis gegen Rechts, Klosterstraße 3 (12-14 Uhr)
„Weltklima Aktionstag 2022“, 60 Personen, Umwelt Gewerschaft e.V., Pekinger Platz (13-16 Uhr)
„Verurteilung der klaren Verletzung der Menschenrechte durch das Kindertötungsregime der Islamischen Republik im Iran“, 500 Personen, Platz des 18. März, von hier u.a. über Ebertstraße, Paul-Löbe-Allee, Konrad-Adenauer-Straße 1 (13-15.30 Uhr)
„Umverteilen! – Für solidarische Wege aus der Krise gegen rechte Argumente und Verschwörungsideologien“, 2000 Teilnehmende, Neptunbrunnen, von hier u.a. über Spandauer Straße, Unter den Linden, Wilhelmstraße, Mehringdamm, Yorckstraße (13-20 Uhr)
Sonntag – „Friedensaktion zum Volkstrauertag“, 10 Teilnehmende, Greenpeace Berlin, Unter den Linden 4 (12-13 Uhr)
„Gedenkveranstaltung an Menschen in Krisen, die in Gewahrsam starben“, 50 Teilnehmende, Oranienplatz (13-16 Uhr)
„Anti-Z Demonstration gegen russische Imperialismus und russischen Überfall auf die Ukraine in 2022“, 150 Teilnehmende, Platz des 18. März, von hier u.a. über Ebertstraße, Glinkastraße, Unter den Linden 63-66 (13-16 Uhr)
„#JinaAmini - In Solidarität mit Streikenden und protestierenden im Iran“, 500 Personen, Woman Life Freedom Collective, Hermannplatz, von hier u.a. über Kottbusser Damm, Kottbusser Tor, Oranienstraße, Oranienplatz (14-18 Uhr)
Gericht – Der Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder um mutmaßliche Straftaten wie versuchte schwere räuberische Erpressung zum Nachteil von Rapper Bushido geht weiter (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 500).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Minu Barati (47), Filmproduzentin und Drehbuchautorin / Juppy Becher (74), Mitbegründer der ufaFabrik in Tempelhof / Anette Brücher Herpel, „Allet, Juute zum Jeburtstach, Kommunikationsgenie und Schätzchen vom Schatzmeister – juut jeschossn, geht doch!“ / Carola Bühnemann (57), „schweizerisch-deutsche theologische Ökonomin aus Schmargendorf“ / Tino Eisbrenner (60), Liedermacher, Theaterdarsteller / Katja Flint (63), Schauspielerin / Unda Hörner (61), Schriftstellerin / Holger Krestel (67), für die FDP im AGH /
Sonnabend – Konrad Endler (51), Schriftsteller und Musiker / Judith Holofernes (46), Musikerin, früher Sängerin und Gitarristin der Band „Wir sind Helden“ / Alexandra Maria Lara (44), Schauspielerin / Karl-Theodor Paschke (87), ehem. Generalinspekteur der Vereinten Nationen (1994-99), deutscher Diplomat
Sonntag – Rebecca Immanuel (52), Schauspielerin / Martin Klesmann (52), Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung / Achim von Borries (54), Filmregisseur und Drehbuchautor, u.a. „Babylon Berlin“ / Eberhard Diepgen (81), CDU-Politiker, ehem. Regierender Bürgermeister (1984-1989 und 1991-2001) / Annemone Haase (92), Schauspielerin / Nils Körber (26), ehem. Torwart bei Hertha
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Friederike Badekow, geb. Dunker, * 7. November 1936 / Ingrid Freymann, * 10. November 1931 / Angelika Großekettler, * 23. Juni 1944 / Ilse Haftenberger, geb. Meyer, * 30. April 1936 / Hans Joachim Rieseberg, * 7. November 1941
Stolperstein – Simon Deutschkron kam am 1. November 1864 in Betsche (heute Pszczew, Polen) zur Welt. Im Jahr 1888 heiratete er Sara Lewin in Soldin. Die Eheleute bekamen drei Kinder die gesamte Familie zog von Soldin nach Berlin, wo Simon Deutschkron ein Haus für seine Familie kaufen konnte. Zur NS-Zeit war die Familie gezwungen, das Haus zu verkaufen. Sara und Simon Deutschkron wurden am 10. September 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Sara Deutschkron kam dort am 25. Oktober ums Leben, Simon Deutschkron heute vor 80 Jahren, am 11. November 1942. An der Flughafenstraße 24 in Neukölln erinnert seit 2015 ein Stolperstein an Simon Deutschkron und seine Frau Sara.
Encore
Fürs Machen, Schaffen, Anpacken hat die Berliner Mundart eine ganze Reihe von Ausdrucksformen. Eine davon hat es Linken-Politiker Klaus Lederer besonders angetan: „Ran an’n Sarch und mitjeweent!“ Für ihn die „perfekte Kombination aus Herz und Schnauze“. Und Lederer, ganz der Kultursenator, liefert gleich noch eine sprachliche Exegese mit: „Das drastische Bild einer hochemotionalen Situation verliert durch den Dialekt an Schärfe, wirkt beinahe komisch… und die Angesprochenen können sich der – liebevollen – Aufforderung nicht entziehen.“
Mit Herz und Schnauze hat Thomas Lippold für diesen Checkpoint recherchiert. Das Stadtleben hat Sarah Borufka kuratiert. Kathrin Maurer war die Heldin der frühen Stunde. Morgen ist Wochenende! In das begleitet Sie wie gewohnt Thomas Wochnik.
Auf bald,

