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Franziska Giffey und Anne Hidalgo im Interview: „Berlin ist in Sachen Wohnungspolitik Vorbild für uns“Sogar die Unfallkasse warnt: Eine der marodesten Schulen Berlins fliegt von der Investitionsliste des Landes Der Busstreifen auf der Clayallee ist außer Kraft: Der Streit mit den Anwohnern kann aber noch Jahre dauern

wir starten in den Samstag mit einem Überblick über die wichtigsten Nachrichten aus Berlin:

+++ Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat Amts- und Parteikollegin Franziska Giffey in Berlin besucht. „Berlin ist in Sachen Wohnungspolitik Vorbild für uns“, sagte Hidalgo. Ein Gespräch über Klimakrise, Wohnungsnot und das Vorbild der Pariser Verkehrswende.

+++ Der Senat hat seine Investitionen bis 2026 beschlossen. Jetzt zeigt sich allmählich, welche Schulen die Verlierer sind. Das Pankower Gymnasium am Europasportpark, eine der marodesten Schulen der Stadt, ist von der Investitionsliste des Landes gestrichen worden – obwohl sein Zustand selbst in den Augen der Unfallkasse bedrohlich ist.

+++ Der Busstreifen auf der Clayallee ist außer Kraft, der Streit mit den Anwohnern kann allerdings noch Jahre dauern. Das Berliner Verwaltungsgericht hatte einem Eilantrag von Anwohnern stattgegeben und eine Busspur in Zehlendorf für rechtswidrig erklärt. Bisher hat die Senatsverkehrsverwaltung über den Widerspruch der Anwohner nicht entschieden. Erst nach dem Bescheid könnte geklagt werden.

Auf tagesspiegel.de informieren wir Sie fortlaufend über alle Entwicklungen in und rund um Berlin.

Das Literaturfestival endet, die Art Week geht vorbei und am Montag auch das Musikfest. Halbzeit begeht dieser Tage der Monat der Zeitgenössischen Musik. Und wir vom Checkpoint bereiten uns schon mal vor auf das Tagesspiegel-Hoffest am 3.

Mein Wochenende mit

Durchgecheckt

Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.

„Ein Freund, der Keiler Kai, erzählte neulich vom perfekten Sonnenuntergang bei Werder (Havel): Den habe er auf dem Wachtelberg erlebt. „Du gehst in diese charmante Wirtschaft auf dem, nun ja, nennen wir es großzügig Gipfelplateau, nimmst Platz auf der grossen Terrasse, trinkst lokalen Wein, blickst hinunter in Richtung Stadt und hast das Gefühl, du wärst in der Toskana“. Wie bitte, rümpfte ich meinen feinen Riechkolben, Toskana? Bei Werder? Das könne doch nicht sein. Bestimmt, dachte ich, hatte da jemand bloß zu tief ins Glas geschaut und sich von der guten Stimmung auch die Sinne versüßen lassen. Der Gedanke daran ließ mich aber tagelang nicht los, weshalb ich irgendwann bei Chantal anklopfte, der feinsten Nase von Nebenan – zu Vino sagt die nie „No“. Und, was soll ich sagen – wie recht der gute Kai doch hatte! Es ist Lesezeit, weshalb die Weinhänge gerade besonders nett anzuschauen sind. Man bekommt kleine Häppchen, Käse, ein nettes Fest. Und, ach ja, der Wein selbst, fragen Sie?Ich bin überzeugt. Meine persönlichen Favoriten habe ich auch gleich in Flaschenform mit nach Hause genommen. Darum, verzeihen Sie bitte die ein oder andere Unleserlichkeit – hoffentlich kann die Redaktion meine Sauklaue entziffern! – ich habe möglicherweise ganz, ganz leicht einen sitzen. Vielleicht. Na schließlich muss ich doch probieren, um davon berichten zu können. Zum Wohl, ich empfehle mich. Mit freundlichen Grunzen.“

Lese­empfehlungen

Raserei – Es gibt sie in Berlin nicht nur in den Straßen, sondern auch auf dem Wasser. Neben Partybooten und Strandfeiern ist sie einer der Gründe für die steigende Lärmbelästigung auf dem Wasser. Boris Buchholz (T+) sprach mit dem Vertreter einer Bürgerinitiative, die etwas daran ändern will.

Besitzverhältnisse – Ein Teil der über 500 Benin-Bronzen des Ethnologischen Museums ist nun, im Humboldt-Forum, erstmals als Leihgabe des neuen alten Eigentümers Nigeria ausgestellt. Bevor sie 1897 von britischen Soldaten geraubt worden waren, gehörten die Bronzen zum Königspalast in Benin. Nicola Kuhn (T+) berichtet von der Ausstellung im Humboldt-Forum.

Dating – Wer auf keinen Fall allein in die kalte Jahreszeit starten will, etwa um Heizkosten zu sparen, sollte seinen Wortschatz in Sachen Dating womöglich updaten. Hier entlang zum Dating-Glossar von Inga Barthels (T+), das auch etwas für alle Eltern sein könnte, die ihre Kinder nicht mehr verstehen.

Wochen­rätsel

Gewonnen! Das Straßen- und Grünflächenamt Marzahn-Hellersdorf ist dank Bauarbeiten …

a) …größer denn je.
b) …unbekannt verzogen.
c) …nicht erreichbar.

Tipp: Wer den Checkpoint letzte Woche aufmerksam las, ist im Vorteil!

Schicken Sie uns die richtige Lösung und gewinnen Sie einen Checkpott.

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Encore

Berliner Hausnummern (XXIV): Berlin, deine Bären! 477 Buddy-Bear-Skulpturen stehen in der Hauptstadt verteilt. Weltweit gibt es derzeit 2143 Bären, Tendenz steigend – am weitesten entfernt von Berlin steht der Bär Nummer 2096 in Auckland, Neuseeland. Eine Karte der schicksten Bären der Hauptstadt finden Sie hier (Q: Buddy Bear Berlin).

Heute früh hat Ihnen Cristina Marina (Produktion) die Wochenend-Ausgabe auf den Bildschirm gezaubert, am Montag lesen Sie an dieser Stelle von Lotte Buschenhagen. Haben Sie ein schönes Wochenende!

Ihr Thomas Wochnik