reden wir nicht groß drum rum: Berlin wird immer größer – vor allem drumherum. 2040 werden wir alle knapp vier Millionen sein, so die neue Bevölkerungsprognose des Senats. Jüngste Erkenntnis: Berlin wird dank Zuwanderung kaum älter. „Das Durchschnittsalter erhöht sich leicht von 42,9 Jahren in 2021 auf 43 Jahre in 2030 und schließlich auf 43,2 im Jahr 2040“, heißt es im Bericht. Der alte Osten sieht bei den Zuwächsen am frischesten aus. Pankow bekommt etwa 37.000 Einwohnerinnen und Einwohner dazu, Treptow-Köpenick gut 25.000 – das östliche Außenrum wird das neue Innendrin.
Am wenigsten wächst der Südwesten, in Steglitz-Zehlendorf gesellen sich über die Jahre nur 1900 Leute hinzu. Hier sind laut Bericht „oft die steigenden Sterbefallzahlen der Auslöser, begründet durch eine relativ alte Einwohneraltersstruktur“. Rund um den Wannsee dürften es sogar 850 Anlieger weniger werden. Hier ist das Leben nicht nur lieb, sondern auch teuer.
Berlin leuchtet – wenn sich die Stadt solidarisch zeigt. Am Dienstagabend erstrahlte das Brandenburger Tor in den Farben und Zeichen der iranischen Revolution. Vor Ort war auch Hamid Nowzari, der mit dem „Verein Iranischer Flüchtlinge in Berlin“ gerade viele Freiheits- und Hilfesuchende betreut. „Ich gehe davon aus, dass einige hundert neue Geflüchtete in Berlin angekommen sind“, berichtet Nowzari am Checkpoint-Telefon. Bislang haben in diesem Jahr 5500 Menschen aus dem Iran einen Aufnahmeantrag in der Bundesrepublik gestellt, davon 1000 allein im November. „Fast alle fliehen aus politischen Gründen, denn die Islamisierung des Landes kriminalisiert ganze Gesellschaftsgruppen.“ Viele Frauen sind unter den Schutzsuchenden, ebenso Fotografinnen, Umweltschützer, auch Sportlerinnen und Künstler.
Die iranische Community in Berlin umfasst 20.000 Menschen, die Hälfte davon hat zwei Pässe. Nun gibt es viel Solidarität unter den eingewanderten Generationen. Nowzari, der selbst als Student nach Berlin kam, hat Hoffnung auf einen Umsturz in seiner Heimat. Die Brutalität des Regimes macht dem 64-Jährigen aber Sorgen – und die Handlanger des Regimes wollen ihm Angst machen. Drei Mal schon wurden Protestcamps in Berlin angegriffen. „Wir werden oft fotografiert und bedrängt.“ Zuversicht gibt ihm der wachsende Zuspruch. „Der Kopierladen um die Ecke lässt unsere Plakate kostenlos drucken, viele Menschen wollen uns helfen.“ In Berlin findet die Freiheit ein Zuhause.
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Weniger Zucker, mehr Auswahl
Bis zum Jahr 2025 sollen 50 Prozent der von Coca-Cola in Europa verkauften Getränke, kalorienarme oder kalorienfreie Getränke sein. Um dieses Ziel zu erreichen, wird zum Beispiel weiterhin der Zuckergehalt reduziert und auch die Marketingkampagnen werden angepasst.
Ein Beitrag von Health & Nutrition Direktorin Nectaria Metrakos über die aktuellen Maßnahmen von Coca-Cola in Europa.
Huch, über was stolpern wir denn da? Ein hochstehender Stein, ein quer hängender Ast, ein abgestellter E-Roller, ein abgelegtes Baustellenschild. Berlins Bürgersteige sind zum Wegrennen, wie ich im Checkpoint-Essay beklagt habe (nachzulesen hier). Aus Berlins Bezirken gab es viele Reaktionen und noch mehr gute Beispiele für schlechte Gehwege. „Wir kennen Rollstuhlfahrer, die wegen blockierter Wege seltener draußen unterwegs sind“, erzählt Karl-Heinz Klocke von der Spandauer Seniorenvertretung. An den Bushaltestellen stapelten sich E-Roller, „die werden einfach auf den Bürgersteig geschmissen“.
Für Gehende läuft es auch in Spandau nicht. Eineinhalb Jahre hat es gedauert, um für ein Stück Gehweg an der Gatower Straße ein Fußgängerschild aufzustellen – davor wurden hier laut Klocke „Kinder auf dem Schulweg von Radlern umgebrettert“. In der Nähe eines Seniorenheims in der Spandauer Wasserstadt warte man seit zwei Jahren auf einen Zebrastreifen. „Der ist bewilligt, aber nicht zu sehen“, beklagt Klocke. Vielleicht hakts im Berliner Verkehr vor allem an einem: gutem Willen.

„Kleine Spende vielleicht? Nein? Dann vielleicht ‘ne große Spende?“ Was die nette Obdachlose am Montagabend in der Kreuzberger „Ankerklause“ offerierte, gilt auch für unseren Tagesspiegel-Spendenverein: Es darf gern ein bisschen mehr sein. Seit nun 30 Jahren unterstützen wir mit unserer Aktion „Menschen helfen!“ soziale Vereine, Ehrenamtsinitiativen sowie freie Träger in Berlin, Brandenburg und der Welt. So haben wir dank Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, bereits zehn Millionen Euro weitergeben können. In diesem Winter wollen wir vor allem Menschen und Projekten helfen, die unter den Folgen der Pandemie und des Krieges sowie der Teuerung leiden. Helfen Sie uns dabei – auch gern mit einer kleinen Spende.
Empfänger: Spendenaktion Der Tagesspiegel e.V.
Verwendungszweck: „Menschen helfen!“
IBAN: DE43 1005 0000 02500309 42
BIC: BELADEBE
Bitte notieren Sie im Betreff Ihren Namen und die Anschrift für einen Spendenbeleg. Von Herzen Danke!
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East meets West in einem symphonischen Konzert, das zwei Kulturen vereint: Die Berliner Symphoniker begleiten unter der Leitung von Lio Kuokman die Star-Sopranistin Juliane Banse und renommierte Solisten aus China, die bekannte Werke deutscher und chinesischer Komponisten interpretieren.
Am 14. Dezember, 20 Uhr, in der Philharmonie Berlin.
Ticketkauf unter: karten@berliner-symphoniker.de undVorverkaufsstellen
Und was wollen wir mehr? Vielleicht mehr Butter bei, die frische. Aber auch hier wird gespart, bis es quetscht. Im Kaufland in Köpenick an der Friedrichshagener Straße bekommt man nur noch fünf Päckchen Butter zugeteilt, wie unsere Leserin Karin Schmidl berichtet. Ja, man habe „für einzelne Warengruppen eine Abgabemenge in haushaltsüblichen Mengen pro Einkauf festgelegt“, bestätigt Alisa Götzinger von Kaufland auf Checkpoint-Nachfrage. Und schmiert ein bisschen Beruhigungspaste aufs Brot: „Diese haushaltsüblichen Mengen sind großzügig bemessen.“ Wer braucht schon fünf Stück Butter im Haushalt – naja, außer in der Weihnachtsbäckerei.
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Energiespartipp des Tages
Kleine Veränderung, große Ersparnis: Stecker ziehen oder smarte Zwischenstecker oder Steckleisten mit Schalter verwenden, schneidet heimlichen Stromfressern den Saft ab. Wer dann noch den Kühlschrank auf ideale 7 Grad stellt, spart sogar noch mehr.
Jetzt mitmachen und Energie sparen:
www.energieeinsparinitiative.berlin
Und das servieren wir Ihnen heute bei Tagesspiegel Plus:
Hoch hinaus: Wird Suzanna Randall die erste Deutsche im All? Als Astrophysikerin erforscht sie pulsierende Unterzwergsterne. Ob sie ihnen nahe kommen darf, steht in den Sternen: „Dass noch keine Frau hochgeschickt wurde, verstehe ich nicht.“ Ein Interview von Katrin Groth und Tim Winter.
Tief hinein: Harry und Meghan sind die Achillesferse des britischen Königshauses. Kann ihre Liebesgeschichte, die bei „Netflix“ alte Verletzungen neu behandelt, die Monarchie sprengen? Zumindest zeigen die Palastflüchtlinge neue Verletzlichkeiten. Eine Analyse von Deike Diening.
Mutig dagegen: Russische Frauen wollen nicht, dass ihre Söhne und Männer zu „Kanonenfutter“ im Ukraine-Krieg werden. Sie richten wütende Appelle an den Kreml. Kann ihr Protest der Diktatur gefährlich werden? Kriegsherrscher Putin hat bereits reagiert. Ein Report von Andrey Shashkov.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Russland terrorisiert seit zehn Monaten die Ukraine. Hier die neuesten Nachrichten vom Krieg:
+++ Nach Angaben der ukrainischen Militärführung haben russische Streitkräfte Ziele im Osten und Süden der Ukraine mit Raketen, Artillerie und Drohnen unter schweren Beschuss genommen. Zudem habe die russische Artillerie fast 20 Siedlungen rund um die zerstörte östliche Stadt Bachmut und die südliche Stadt Cherson massiv angegriffen.
+++ Belarus hat am Dienstag eine überraschende Truppeninspektion angesetzt. Auf Anordnung von Diktator Alexander Lukaschenko werde die „Kampfbereitschaft“ der belarussischen Streitkräfte überprüft, teilte das Verteidigungsministerium in Minsk mit. Belarus unterstützt die Invasion als Aufmarschgebiet für die russische Armee.
+++ Die internationale Ukraine-Konferenz in Paris hat Hilfszusagen von einer Milliarde Euro erbracht. Es handle sich um Spenden und Sachmittel, sagte Frankreichs Außenministerin Catherine Colonna. Die Hilfe solle dem angegriffenen Land ab sofort bis zum Ende des Winters gewährt werden.
Alle aktuellen Ereignisse können Sie in unserem Live-Blog (hier) und auf unserer Live-Karte (hier) verfolgen. Spenden für die Ukraine in Not können Sie weiterhin hier.
Nächster Notruf für die Notversorgung: Während Berlins Senat gestern an einer Reform des maladen Rettungsdienstes herumdokterte (Details hier), erleben unsere Leserinnen und Leser den Notstand hautnah mit. „Nicht nur die Krankenhausbetten sind knapp, sondern auch die Kapazitäten für wichtige Untersuchungen“, berichtet Leserin Anne B. Demnach hätte das Diagnostische Zentrum Berlin ihr nach einer Überweisung vom Kardiologen zu einer Herz-MRT einen Termin im Juli 2023 avisiert. Begründung: Nur hier könne diese Untersuchung ambulant durchgeführt werden, man käme „aber kaum hinterher“. Offensichtlich ist der von der Politik beschworene „Leuchtturm Charité“ überlebenswichtig – weil überall sonst schon die Lichter ausgehen.
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Special Olympics World Games Berlin 2023 - dabei sein ist alles!
Lust auf das größte inklusive Sportevent der Welt? Gesucht werden freiwillige Helfer - Einzelpersonen, Vereinsmannschaften oder Unternehmen. Jeder kann sich engagieren. Wir erklären, wie Sie persönlich zum Erfolg der Spiele in Berlin beitragen können.
Am 14. Dezember um 17.00 Uhr (Zoom-Veranstaltung).
Infos und Anmeldung
Gut, dass wir hier zwei die Herzen erwärmende Geschichten für Sie haben:
Zunächst die Liebe von Gisela und Eberhard, die sich im Sommer des Mauerbaus in Berlin aneinander verloren. Weil er als Pfarrer nicht aus dem Osten wegkam, siedelte sie in die DDR über. Nun feierten die beiden in Potsdam-Babelsberg ihre Diamantene Hochzeit – und genießen in Berlin-Johannisthal das gemeinsame Leben und Lesen. Zum Westen sagen sie heute noch: drüben. Für unsere Liebeskolumne „Ins Herz“ haben ich sie in ihrem Hüben besucht – also: hier.
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Wir schenken Ihnen das neue iPad 2022 mit dem neuen All Screen Design und einem 10,9" Liquid Retina Display in Ihrer Wunschfarbe. Lesen Sie den neuen Tagesspiegel als digitale Zeitung für 34,99 € mtl. inkl. Tagesspiegel Plus und Checkpoint.
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Zum Angebot. Nur für kurze Zeit.
Und noch die tolle vorweihnachtliche Bescherung eines Berliner Paketfahrers, aufgeschrieben von unserem Leser M. Stieper aus der Waldsiedlung Zehlendorf: „Einer der vielen Amazon-Zusteller, die täglich durch unsere Siedlung fahren, ist aus Versehen über den Lieblingsball unseres Sohnes gefahren, der beim Fußballspielen unter das abgestellte Lieferauto gerollt war. Auf den großen Knall folgte verzweifeltes Weinen. Der Fahrer, der das mitbekommen hatte, fuhr weg – und kam nach einer halben Stunde mit einem neuen Ball und einer Zuckerstange zurück, die er extra gekauft hatte. Wir standen so verdutzt auf der Straße, dass wir dem portugiesischen Fahrer außer einem herzlichen Dank nichts mitgeben konnten. Muito obrigado, Papai Noel!“
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Tagesspiegel-Shop Adventskalender
Genießen Sie die Vorweihnachtszeit mit unserem Tagesspiegel-Shop Adventskalender. Hinter jedem Türchen erwartet Sie eine neue Überraschung mit bis zu 20 % Rabatt!
Inmitten der Klimakrise lässt sich Berlin Zeit mit dem Wandel. Da ist es wohl irgendwie folgerichtig, dass der vom Volk erzwungene Volksentscheid, ob die Stadt womöglich schneller klimaneutral werden sollte, vom Senat wegen logistischer Probleme auf den 26. März hinausgeschoben wird. Kommt Zeit, kommt Tat. Oder auch nicht.
So, das sollten Sie auch noch über Berlin wissen, wenn Sie das denn wollen:
- Die Polizei verfügt über 91 Diensthunde, davon befinden sich laut Senat „12 Diensthunde in der Ausbildung“ (via AfD-Anfrage). Wau!
- Die Feuerwehr braucht 50 Forsthelme, laut Ausschreibung „aus einem stabilen, kältefesten Kunststoff“ und in der Farbe Orange. Wow!
- Das Bürgeramt in Lichtenberg hat im Januar und Februar 2023 noch Termine frei. Schau!
Wird langsam Zeit für ein anderes Jahr, oder? Wie will denn Berlin zu Silvester am Brandenburger Tor die alten Sorgen wegschunkeln? Ein Blick ins offizielle Musikprogramm: Die Scorpions treten auf, die Münchner Freiheit und Alphaville. Berlin bleibt forever young. Frohes neues 1984!
So, bevor wir uns hier zum Affen machen, blättern wir im kleinen Weltkalender – huch, heute ist ja internationaler Affentag. Und was macht man da so? „Der Affentag soll durch individuelle Aktionen begangen werden, beispielsweise indem man sich mit einem Affenkostüm verkleidet oder wie ein Affe spricht und gestikuliert.“ So vielleicht?
Zitat
„Ich stehe hier, weil alle hier stehen.“
Tourist Shangyun Cho aus Südkorea hat meiner Kollegin Joana Nietfeld erzählt, warum er stundenlang bei Mustafa’s Gemüsedöner ansteht – zum Auftakt unserer neuen Serie „Was steht ihr da?“
Tweet des Tages
Diesen Winter vereisen wir.
Stadtleben
Essen & Trinken – Der Weinlobbyist lockt Freunde des guten Tropfens nach Schöneberg und verbindet Bistro mit Weinbar. Die Karte konzentriert sich auf deutsche und österreichische Reben. Passend zur Vorweihnachtszeit bietet die Küche rund um Gastgeber Serhat Aktas neben Brotzeit mit Käse- oder Schinkenplatte sowie Flammkuchen auch Mehr-Gang-Menüs mit nichts weniger als festlicher Gänsebrust. Mit der Vollversion dürfen Sie sich auf solch ein weihnachtliches Schmankerl gefasst machen. Unser Tipp: Wenn Sie Winzerabende oder Weinseminare mögen, sollten Sie den Newsletter der Weinstube abonnieren. Mo/Do/So 17-23, Fr/Sa 17-0 Uhr, Kolonnenstraße 62, S-Bhf Julius-Leber-Brücke
Verlosung – Unter allen Teilnehmenden verlosen wir ein Drei-Gang-Menü inklusive Weinbegleitung für zwei Personen. Kräuterseitling Crème Brûlée mit Apfel Red Bull und Brioche werden als Appetizer kredenzt. Zum Hauptgang kommen Gänsebrust mit Rotkohl-Kimchi und Knödel auf den Teller. Süßmäuler dürfen sich auf Paprika Cheesecake mit Hummus Vanille und Himbeere zum Nachtisch freuen. Ein Schmackofatz!
Neu im Institute for Contemporary Art – In den bespielten Räumen des Kunstzentrums zeigen BPA//-Teilnehmer:innen Arbeiten, die im Laufe ihrer Teilnahme am „Berlin program for artists“ entstanden sind. Die Ausstellung wird von einer Reihe von Essays begleitet, in denen die Künstler:innen ihre Werke reflektieren. Am 12. Januar führt Kurator Léon Kruijswijk um 19 Uhr durch die Exposition. Eintrittskarten kosten 8/erm. 6 Euro. Bis 15. Januar 2023. Auguststraße 69, Mitte, S-Bhf Oranienburger Straße
Last-Minute – Santa Lucia bringt Licht in den Berliner Dom und lädt zu einer alten schwedischen Tradition: Der „Kammarkör“ des Stockholmer Musikgymnasiums zieht durch die Predigtkirche und singt heute Abend ab 18 Uhr im Rahmen des Lichterfests „Lucia“ traditionelle schwedische und deutsche Weihnachtslieder. Das Chorkonzert gilt damit als Gegenstück zur Mittsommernacht. Karten gibt’s für 25/erm. 10 Euro online und an der Abendkasse.
Noch hingehen – Tief ins Grüne zu zwei kleinen Waldgeistern: Die Stiftung Planetarium Berlin zeigt das Kultmusical „Der Traumzauberbaum“ mit Moosmutzel und Waldwuffel. Als Ikone unter den Geschichtenlieder-Produktionen wird die Show von Reinhard Lakomy auf der 360-Grad-Kuppel mit Visualisierungen und Animationen nach Original-Illustrationen von 1980 taufrisch ins Bild gesetzt. Für alle kleinen Hörer:innen ab 4 Jahren. Eintritt erhalten Sie für 9,50 /erm. 7,50 Euro. Bis 31. März 2023. Prenzlauer Allee 80, S-Bhf Prenzlauer Allee
Grübelstoff – Auf den Weihnachtsmärkten wird Glühwein in rot oder weiß, mit Bratapfel oder Nüssen und Rosinen kredenzt. Auch im allseits bekannten Käsekuchen oder im Kaiserschmarren findet sich die schrumpelige, zum Teil zuvor eingelegte Weinbeere wieder. Wie stehen Sie zu der Kost: Sind Sie Team Rosine oder nicht?
Ein Päckchen Berlin
Noch zehn Tage bis Weihnachten und die Weihnachtsbäckerei bleibt ihrer Sache treu: Angesagte Gebäck-Variationen bringt Tim ganz nach Originalrezeptur seiner Familie Coughlin aus Ontario an alle Schleckermäulchen in Berlin. Die kanadisch-inspirierten Backwaren reichen von Minimuffins mit cremiger Kakaofüllung bis zu Dattel-Happen und Shortbread und gehen jeden Samstag, wenn die Tore der Alt-Mariendorfer Backfabrik von 9 bis 14 Uhr geöffnet sind, üben den Ladentisch. Unter allen Liebhaber:innen der Backkunst verlosen wir eine Dosis Leckerbissen in sechs unterschiedlich gefüllten Tütchen. Wer dieses Plätzchen-Packerl für sich ergattern möchten, dann schreiben Sie uns unter checkpoint@tagesspiegel.de. Idealerweise können die süßen Tütchen beim Werkverkauf (samstags von 9 bis 14 Uhr) abgeholt werden: Friedenstraße 26, 12107 Berlin.
(Bild: Naomi Fearn)
Berlin heute
Verkehr – A10 (Autobahndreieck Potsdam): Sperrung der Überfahrt aus Richtung Dreieck Werder kommend von 20 bis 5 Uhr.
A10 (Nördlicher Berliner Ring): Sperrung der Ausfahrt an der AS Mühlenbeck in Fahrtrichtung AD Barnim (Prenzlau) von 9 bis 15 Uhr.
Greifswalder Straße/Prenzlauer Berg/Am Friedrichshain (Prenzlauer Berg): Die Straßen Prenzlauer Berg und Am Friedrichshain sind von der Greifswalder Straße für den Kfz-Verkehr abgehängt und als Sackgasse ausgeschildert (bis ca. 21. Dezember).
Demonstration – Für heute sind 17 Demonstrationen (Stand 13.12., 14 Uhr) angemeldet, u.a. „Kein Geld für den F35 Atombomber“: Acht Protestierende, Greenpeace, Konrad-Adenauer-Straße 1 (7.30-22 Uhr)
„Wasserstoff nur fair und erneuerbar!“: 20 Teilnehmende, Umweltinstitut München e.V., Invalidenpark (10-11.30 Uhr)
„Tarifrunde Leiharbeit“: 200 Personen, DGB-Bundesvorstand, Straße des 17. Juni 106 (11.30-13 Uhr)
„NAFO: Stoppt den Krieg und keine Kriegshetze gegen die Ukraine (...)“: Zehn Demonstrierende, Pariser Platz 4 (14.30-16 Uhr)
„Mahnwache gegen Einsetzung der Chemischen Waffen in Kurdistan“: Sechs Teilnehmende, Initiative gegen den Einsatz von Chemischen Waffen in Kurdistan, u.a. Platz vor dem Neuen Tor 1 (15-15.45 Uhr)
Gericht – Ein in die Türkei abgeschobener Straftäter soll im Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder um mutmaßliche Straftaten wie versuchte schwere räuberische Erpressung zum Nachteil von Rapper Bushido per Videokonferenz als Zeuge befragt werden (8 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 500).
Universität – Die Freie Universität veranstaltet um 16 Uhr eine digitale Podiumsdiskussion aus der Veranstaltungsreihe „Transnational Feminist Dialogues on Science, Technology and Society“. Referentinnen aus unterschiedlichen disziplinären und regionalen Kontexten diskutieren aus einer intersektionalen feministischen Perspektive heraus über die Möglichkeiten und Grenzen von Open Science. Die Sitzung wird aufgezeichnet und ist unter diesem Link verfügbar.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Bela B., bürgerlich: Dirk Albert Felsenheimer (60), Rocksänger und Schlagzeuger der besten (Punkrock)-Band der Welt „Die Ärzte“ und der beste Spandauer der Welt / Patrick Deville (65), französischer Schriftsteller / Hans H. Falk (40), „Ich glaub’, es geht schon wieder los: zu sechst im Mercedes! Warum hast du nicht nein gesagt? Nie ohne mein Team! Glückwunsch vom GV Baume e.V.“ / Hartwig Fischer (60), Kunsthistoriker / „Hurra, schon vier Jahre auf der Welt! Fips Elliot Glauche lässt es heute in Neukölln Indoor krachen. Eine heiße Feier wünschen Dir Oma Tina und Opa aus Aumühle“ / Hendrikje Klein (43), für die Linke im Abgeordnetenhaus / John Lurie (70), US-amerikanischer Komponist / Inger-Maria Mahlke (45), Schriftstellerin / Eva Mattes (68), deutsch-österreichische Schauspielerin und Synchronsprecherin / Dilma Rousseff (75), ehem. Präsidentin der Föderativen Republik Brasilien / Dennenesch Zoudé (56), Schauspielerin und Autorin
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Günther Bolze, * 26. September 1935 / Karlheinz Gamer, * 14. November 1942 / Hans-Peter Henkel, * 22. September 1937 / Helga Kaiser, * 25. Juni 1949 / Dr. med Wolfgang Richter, * 7. August 1931 / Dr. med. Josef Wiese, * 26. März 1949
Stolperstein – Charlotte Ritter (Jg. 1904) war eine von drei Töchtern, ihr Vater war als Bürovorsteher der Jüdischen Kultusgemeinde tätig. Zuletzt arbeitete sie als Zwangsarbeiterin bei Siemens. Kurze Zeit nach der Deportation ihrer Mutter nach Theresienstadt und deren Tod, nahm sich Charlotte Ritter heute vor 80 Jahren, am 14. Dezember 1942, mit einer Medikamentendosis das Leben. Auf der Kantstraße 149 in Charlottenburg erinnert ein Stolperstein an sie.
Encore
Falls Ihnen zum Jahresende langsam alles schnuppe wird, dann gucken Sie heute Abend einfach in die Luft. Da entdecken Sie in klarer, kalter Nacht den stärksten Sternschnuppenstrom des Jahres; die Geminiden erfreuen mit bis zu 150 Meteoren pro Stunde. Dazu rät der Meteorologiedienst „Wetter online“: „Wer die Sternschnuppen sehen will, muss am Abend nach Osten schauen.“ Und morgens geht uns hier wieder ein anderes Licht auf.
So, am Checkpoint ist jetzt kurz duster. Lotte Buschenhagen hat hier bei der Recherche nach den Sternen gegriffen, Sophie Rosenfeld fürs Stadtleben die Sternerestaurants gezählt, Kathrin Maurer bei abnehmendem Mond die sonnige Post verschickt. Morgen himmelt Sie hier Daniel Böldt an. Und ich grüße Sie!
