aus Gründen wird das hier eine BER-Spezialausgabe. Weiter unten gibt es aber auch noch einen Kracher aus der Berliner CDU. Wir beginnen mit einer kleinen Zeitreise – zunächst in die Zukunft. Wir schreiben den 12. April 2029 (ein Donnerstag). Und das sinddie Schlagzeilen:
Nächste Parlaments-Abstimmung: Kommt der Brexit noch in diesem Jahr?
Unglaublich! Die Rolling Stones machen’s nochmal. Überraschungs-Abschieds-Tournee im Sommer
Neuer Rückschlag am BER – Eröffnungstermin im Oktober 2040 immer unwahrscheinlicher
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Moment, ist der BER dann nicht längst eröffnet? Bevor wir unsanft wieder in der Gegenwart landen, noch ein kurzer Abstecher ins Archiv. Wie oft haben wir im Tagesspiegel das Wort „Rückschlag“ in Bezug auf den BER seit 2012 benutzt? Die Recherche sagt: 12 Mal. Ein paar Beispiele:
2. Juni 2012: Rückschlag bei Suche nach Airport-Manager // Der Wunsch-Kandidat wollte zu viel Geld
30. Mai 2014: Am BER drohen weitere Verzögerungen // Firmenvertreter nennen die Beurlaubung von Technikchef Großmann einen "schweren Rückschlag"
21. September 2015: Neuer Rückschlag am unvollendeten Berliner Flughafen: Wegen möglicher Einsturzgefahr am BER-Dach ist seit Freitag ein Teil des Fluggastterminals in Schönefeld abgesperrt und selbst für Bauarbeiter nicht mehr zugänglich.
23. November 2017: Neuer Rückschlag am BER // Ein geheimer TÜV-Bericht offenbart bisher unbekannte Mängel - Eröffnung vor 2021 unwahrscheinlich
Eine Zeile, die wir genauso heute verwenden könnten: Denn ein interner TÜV-Bericht vom 8. März 2019 offenbart, wie verheerend die Situation am „modernsten Flughafen Europas“ ist: Um die nach wie vor gravierenden Mängel an Sicherheitskabeln des Brandschutzsystems zu beseitigen, sei eine „Vielzahl von Rückbauten“ im BER-Terminal notwendig. „Insbesondere ist der Zieltermin aufgrund des unfertigen Anlagenzustandes stark gefährdet“, heißt es in dem 61 Seiten starken Papier. Hier die rote Liste des TÜVs(„Mängel festgestellt“):
„interner TÜV-Bericht“:
Maschinelle Lüftungsanlagen (LTA)
Maschinelle Entrauchung (MRA)
Entrauchungssteuerung (ERA)
Selbsttätige Feuerlöschanlagen (FLA-S)
Gaslöschanlagen (FLA-G)
Nicht selbsttätige Feuerlöschanlagen mit nassen Steigleitungen (FLA-NS)
Brandmeldeanlage (BMA)
Elektroakustische Notwarnsysteme (EANWS)
Sicherheitsstromversorgung (SSV)
Sicherheitsbeleuchtung (SiBel)
Aufzüge mit Brandfallsteuerung/Sonderschaltung/Fahrsteige (FT)
Elektrisch verriegelte Türen in Rettungswegen (EVT)
Besonders pikant: Alle (!) diese Mängel waren bereits im TÜV-Bericht vom 7. Mai 2018 aufgelistet. Von den 20 zu überprüfenden Anlagengruppen gibt es lediglich für fünf grünes Licht (Bewertung: „in Ordnung“). Losgeflogen werden kann am BER allerdings erst, wenn alles auf grün steht. Bei der letzten Eröffnungsterminverschiebung im Dezember 2017 wollte man im August 2018 so weit sein. Um 2020 zu halten, müssen spätestens bis 31. Juli 2019 alle Mängel behoben sein. Das sind noch 110 Tage.
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Eröffnung Bauhaus-Museum Weimar
Am 6. April 2019 eröffnen zeitgleich das Bauhaus-Museum Weimar und das Neue Museum Weimar mit einem großen Eröffnungsfestival. Erfahren Sie mehr zu den Ausstellungsinhalten, der weltweit ältesten Bauhaus-Sammlung und dem Festprogramm unter bauhaus.thueringen-entdecken.de
Die Berliner CDU will die Scherben, die der Putsch gegen die Landesvorsitzende Monika Grütters verursacht hat, wieder auffegen. Wie der Checkpoint aus Partei-Kreisen erfuhr, ist der alte Generalsekretär Stefan Evers auch der neue. Ein cleverer Schachzug des künftigen Landesvorsitzenden Kai Wegner: Damit reicht er dem bürgerlichen Grütters-Lager, die Evers ins Amt geholt hatte, die Hand zur Versöhnung und erkennt die gute Arbeit des amtierenden Generalsekretärs an. Und er wiederholt einen Fehler nicht, den Grütters begangen hatte: Ihn selbst, Wegner, aus dem Amt zu entfernen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Aller guten Dinge sind drei? Nicht bei der AfD. Deren dritter Kandidat für das Amt des Bundestagsvizepräsidenten fiel am Donnerstag im Parlament ebenfalls durch. Der bayrische Abgeordnete Gerold Otten, der schon mal mit Pegida marschiert, bekam nur 210 Ja-Stimmen. 339 Parlamentarier votierten gegen ihn.
Findet die AfD natürlich blöd. „Toll“ dagegen findet deren Berliner Parteisprecher Ronald Gläser ein Sturmgewehr gegen die Antifa. Das schreibt er bei Whats-App. Komisch. Der AfD-Landesvorsitzende Georg Pazderski hatte doch gerade erst angekündigt, „verwirrte Köpfe mit rechtsradikalem Gedankengut" hätten in der Partei nichts verloren.
Gestern wurde bekannt, dass Berlin eines seiner größten börsennotierten Unternehmen verliert: Hypoport mit 330Mitarbeitern verlagert seinen Hauptsitz von Berlin nach Lübeck. Der Grund: Der Senat wollte das Firmengebäude in der Klosterstraße selbst nutzen, machte von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch. Für Jan Eder, Hauptgeschäftsführer der IHK, „ein Armutszeugnis für die Standortpolitik“ und ein „fatales Signal mit Blick auf die Investorenfreundlichkeit“.
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Aktionstage Demokratie
Zum Auftakt seines Demokratie-Schwerpunkts lädt das Deutsche Historische Museum zu kostenfreien Aktionstagen ein: Vielseitige Führungen und Veranstaltungen finden in der neuen Ausstellung „Weimar: Vom Wesen und Wert der Demokratie“ und dem „Demokratie-Labor“ statt. Mit der Diskussionsveranstaltung „Achtung: Demokratie“ und Musik von DJ Pawas ist das Haus heute bis 23 Uhr geöffnet.
12.+13. April Eintritt frei
War das Neonazi-Netzwerk von Cottbus auch über die Region hinaus aktiv? Dazu der leitende Oberstaatsanwalt Bernhard Brocher: „Einige von denen haben allerdings auch Wohnungen in Berlin. Wobei wir davon ausgehen, dass das nur ist, damit sie im Zuge der Strafvollstreckung behaupten können: Ich bin ja Berliner. Weil in Berlin bekommen sie ja auch mit neuneinhalb Jahren sofort offenen Vollzug, was im Land Brandenburg nicht möglich wäre. Da ist auch ein gewisser Vollzugstourismus dahinter.“
Behinderte Menschen dürfen nicht pauschal von der Wahl ausgeschlossen werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht beschlossen. Doch während Berlin das Landeswahlgesetz zügig geändert hat, tritt das Gesetz auf Bundesebene erst zum 1. Juli in Kraft – zu spät für die Europawahl. Die Oppositionsparteien im Bundestag fordern in einem Eilantrag die Aufhebung des Wahlrechtsausschlusses vor der Europawahl. Am Montag entscheidet das Bundesverfassungsgericht.
Wie lange dauert es in Berlin, eine marode Wildvogelstation abzureißen und neu zu bauen? Das Bauamt in Marzahn-Hellersdorf geht von 52 Monaten inklusive Planung, Ausschreibungen, Bau aus. Vier Jahre, vier Monate. Vorher muss aber der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses 540.000 Euro aus Siwana-Mitteln freigeben. (Q: Bürgermeisterin Dagmar Pohle in der BVV Marzahn-Hellersdorf)
Ein ganz normaler Tag im Park. So stellt sich der Bezirk den 1. Mai im Görli vor. Keine Grills, keine Musik, keine Glasflaschen. Ein ganz normaler Tag im Görlitzer Park?!
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Es sollen alle Bezirke das können, was gekonnt werden kann.“
Monika Herrmann, grüne Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, am Donnerstag beim Kongress „Zukunftspakt Verwaltung“. Die Senatskanzlei will unter anderem die Zahl der Stadträte (inklusive Bürgermeister) in der nächsten Wahlperiode von fünf auf sechs erweitern.
Zitat
„Die Einführung einer Notfall-Sanitär-Zulage. Dazu liegt Ihnen vor...äh, Sanitär-Zulage (lacht lange und laut). Nicht weitersagen! (lacht weiter). Ist ja peinlich...natürlich Notfall-Sanitäter-Zulage.“
Wie lustig Politik sein kann, beweist Britta Stark, Brandenburger Landtagspräsidentin. Und wie charmant es ist, über sich selbst lachen zu können (unbedingt das Video angucken!).
Tweet des Tages
Der 12jährige ist gerade heimgekommen und hat erzählt, auf den 500 Meter Turmstraße vom Schwimmbad nach Hause sechs Autos auf der Radspur und ein Autofahrer, der ihn anhupt und beschimpft, weil ihm das ausweichende Kinderrad im Weg ist. Ich bin es so leid.
Stadtleben
Essen & Trinken – Bei einer japanischen Dinnernight denkt man nicht unbedingt zuerst an eine Neuköllner Kneipe mit dunklen Holztischen und alten Sesseln. Gerade das macht aber den Charme der Veranstaltung im Oblomov Kreuzkölln aus, die heute Abend ab 18.30 Uhr stattfindet. Zu authentischem japanischem Essen wie Reisbowls mit Gemüse und Meeresfrüchten (ab 7 Euro) oder Edamame legt ein DJ einen Mix aus japanischen Pophits der Sechziger bis Achtziger auf. Man kann die dazugehörigen Vinyl-Platten auch gleich kaufen und danach bei Drinks noch in der gemütlichen Bar bleiben. Lenaustraße 7, zwischen U-Bhf Hermannplatz und U-Bhf Schönleinstraße
Last Minute – Nächtliche Museumsbesuche haben ja an sich schon etwas Aufregendes. Umso besser, wenn es dabei Drinks und die zu den Kunstwerken passende Musik gibt. Das Palais Populaire zeigt in der Ausstellung „Objects of Wonder“ moderne und zeitgenössische Skulpturen aus der Sammlung der Tate, von den abstrakten Werken Henry Moores bis zur provokanten Neonröhren-Installation Tracey Emins. Heute Abend öffnet das Museum zum ClubPopulaire seine Ausstellungsräume von 21 Uhr bis Mitternacht, dazu spielen drei DJs Sets, die auch eine Hommage an die elektronische Musik aus Großbritannien sind: von Klangexperimenten aus den Sechzigern bis zu Ambient, Jungle und Dub. Unter den Linden 5, U-Bhf Französische Straße, 10 Euro; die Ausstellung läuft noch bis 27. Mai, Mi-Mo 10-19 Uhr, Do bis 21 Uhr
Sonnabend – Klar, Vintage-Märkte sind nur was für Hipster und Modeblogger. Sollten sie aber nicht sein, denn Gebrauchtes zu kaufen schont nicht nur den Geldbeutel, sondern vor allem die Umwelt. Und nicht selten sind die alten Sachen aus besseren Materialien gefertigt als die moderne Stangenware. Deshalb am Samstag anstatt ins Alexa einfach mal nach Kreuzberg fahren, zum Beispiel zum Vintage Kilo Sale im X Lane in der Reichenberger Straße 154. Ein Kilo Klamotten kostet hier 30 Euro, man kann sogar mit Karte zahlen. Dazu gibt es Musik, Essensstände und Getränke. Geöffnet von 10 bis 20 Uhr. Oder zum Flohmarkt in der Wowsville Bar in der Ohlauer Straße 33, wo bei Cupcakes und Cocktails neben Klamotten auch Vinyl-Platten, Bücher und Krimskrams angeboten werden. Geöffnet 14 bis 19 Uhr
Sonntag Nach Japan träumen kann man sich auch beim Kirschblütenfest, das am Sonntag in den Gärten der Welt in Marzahn stattfindet. Und auch wenn sich das Wetter gerade noch nicht so ganz nach Frühling anfühlt, sieht es dort auf jeden Fall danach aus. Neben hübschen Bäumen und zarten Blüten gibt es traditionelle Tänze in farbenfrohen Kostümen, Taiji- und Qi-Gong-Workshops, Origamifalten und natürlich fernöstliches Essen. Und man kann mit der Seilbahn fahren. Eingang Eisenacher Straße, S-Bhf Marzahn, 12-17 Uhr, 7/3 Euro
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Pünktlich zum Fontane-Jahr inszeniert Robert Carstens für die Deutsche Oper Berlin eine neue zeitgenössische Oper: „Oceane von Parcefal“. Diese basiert auf einem Novellenfragment von Fontane. Mit der “fremden Frau am Meer“ schafft Fontane einen Gegenentwurf zur männerdominierten bürgerlichen Welt des 19. Jahrhunderts. Jetzt Premierentickets gewinnen und Tagesspiegel gratis lesen.
Noch hingehen – Form follows function – dieses Bauhaus-Dogma kennt jeder, genau wie die schlichten Möbel und Designobjekte, die bis heute Einfluss auf unsere Einrichtungsgegenstände haben. Doch wie alle Strömungen der Kunst- und Architekturgeschichte kann auch das Bauhaus nicht ohne seinen zeitlichen Kontext betrachtet werden, insbesondere nicht ohne das, was davor war. Die Ausstellung „Von Arts and Crafts zum Bauhaus. Kunst und Design eine neue Einheit!“ im Bröhan-Museum will mit dem Mythos aufräumen, die Konzepte des Bauhauses seien „Geniestreiche ohne Vorläufer“ – vielmehr sei das Bauhaus „eine logische Fortsetzung der Entwicklungen, die 50 Jahre vorher von der englischen Arts and Crafts Bewegung angestoßen wurden“. Schloßstraße 1a, S-Bhf Westend, noch bis 5. Mai, Di-So 10-18 Uhr, 8/5 Euro
Mit diesen Stadtlebentipps wünscht Ihnen Jana Weiss ein aufregendes Wochenende.
Prominent verraten
Sie ist eine bekannte Fernseh- und Theaterschauspielerin, engagiert sich sozial und für Tierrechte: Marion Kracht hat diese Woche fotografische Hinweise hinterlassen – richtig geraten und die Checkpotts gewonnen hat Karin Pauli – herzlichen Glückwunsch! Auf den „Mehr Berlin“-Seiten gibt's morgen noch mehr Fotos zu sehen.
Berlin heute
Verkehr – Wegen des Überbaus einer neuen Brücke wird die Autobahn A 10 (Nördlicher Berliner Ring) von 22 Uhr bis Montagmorgen um 5 zwischen dem Kreuz Oranienburg und der AS Birkenwerder gesperrt. Auf der A 100 wird der Tunnel Innsbrucker Platz in Richtung Neukölln für Sanierungsarbeiten von 21 Uhr bis zum 24. April gesperrt, der Verkehr der Hauptfahrbahn wird zweispurig über den Innsbrucker Platz geleitet. In Wedding ist die Müllerstraße in Richtung Reinickendorf in Höhe Gerichtsstraße von 7 bis 18 Uhr auf einen Fahrstreifen verengt. Wegen Veranstaltungen kann es am Freitagabend rund um die Mercedes-Benz-Arena in Friedrichshain, die Max-Schmeling-Halle in Prenzlauer Berg und die Columbiahalle in Tempelhof und Kreuzberg zu Verkehrsbehinderungen kommen. Auf der S 1 ist ab 22 Uhr der Verkehr zwischen Wannsee und Schlachtensee bis Montagmorgen 1.30 Uhr unterbrochen; ebenso auf der S 2 zwischen Blankenfelde und Priesterweg und auf der S 7 zwischen Grunewald und Potsdam Hauptbahnhof. Mehr Informationen finden Sie auf der Website der VIZ.
Demonstration – Am Freitag versammeln sich 100 Teilnehmer zur „Demonstration gegen militärische Brutalität, sexuellen Missbrauch von Frauen, illegale Festnahme von englischsprachigen Kamerunern durch die Sicherheitskräfte der Republik Kamerun“ von 10.30 bis 12 Uhr vor der Nigerianischen Botschaft in der Neuen Jakobstraße 4. Der Protest wird organisiert von der Southern Cameroons Community. Am Sonnabend ruft die Piratenpartei Berlin zum Protest unter dem Motto „Artikel 13 – schlecht genug für die Tonne“ auf. Von 14 bis 16.30 wollen 500 Teilnehmer vom Dorothea-Schlegel-Platz durch Mitte bis zur Mittelinsel Unter den Linden ziehen. Am Sonntag protestiert die Organisation Pulse of Europe am Gendarmenmarkt mit 250 Teilnehmern von 14 bis 15 Uhr „Für den Erhalt der Europäischen Union“. Auf der Bühne werden der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis und Nicola Beer, Spitzenkandidatin der FDP für die Europawahl, erwartet.
Gericht – Weil er vor mehr als 16 Jahren an einem Überfall beteiligt gewesen sein soll, muss sich ein 37-Jähriger verantworten. Mit einem Komplize sollen einen Mann über Stunden drangsaliert haben, um Drogen zu erpressen (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 606).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Joschka Fischer (71), ehem. Vizekanzler (1998-2005) / David Peet (60), „Kinderwunsch-Arzt und Geschäftsführer der Berliner Samenbank: Happy Birthday aus Prenzlauer Berg, Barcelona und Juba“ / „Die Spreewaldgurken wünschen der lieben Sabine Luding alles Gute zum Geburtstag“ / Ines Pohl (52), Chefredakteurin der Deutschen Welle / Antje Rávic Strubel (45), Schriftstellerin / Sibylle Skolut, „Berliner Psychoanalytikerin, Ü70. Alles Gute von E&U“
Sonnabend – Ulrike Czerny (66), Martin Matz (54), SPD-Staatssekretär für Gesundheit / „Alles Gute an Carmen Victoria Méndez de Hannes zum 39. von ihrem Osito“ / Marc Schubring (51), Komponist / Beate Wedekind (68), Journalistin
Sonntag – Gary McElroy, „Unternehmer aus Orange CA, celebrating his 65th Birthday here in Berlin with his friends. Happy Birthday from Alejandra, Anne-Katrin and Stefan!“ / Cerstin Richter-Kotowski (57), Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf / Niklas Stark (24), Mittelfeldspieler bei Hertha BSC / Laura Maori Tonke (45), Schauspielerin
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Moritz Bruno Breucker, * 5. Januar 2001 / Dietrich Döring, * 26. Mai 1938, Arzt / Ruep Ekkehard Lechner, * 8. Oktober 1938 / Valentin Mudrik, * 1946 / Brigitta Nitsche
Stolperstein – Eva Rohr (Jhg 1914) lebte in der Windscheidstr. 8 in Charlottenburg. Mit nicht einmal 30 Jahren wählte sie aus Angst vor ihrer Deportation heute vor 76 Jahren den Freitod.
Im Tagesspiegel
"Erst schießen, dann ansprechen." So stellt sich der neue brasilianische Präsident Polizeiarbeit vor. Jair Bolsonaro regiert Brasilien seit gut 100 Tagen - und die Gewalt in den Favelas von Rio eskaliert. Lesen Sie die Reportage von Philipp Lichterbeck heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paperund hier online.
Encore
Wenn das so weitergeht, braucht der Senat keine Agentur mehr, um den neuen Berlin-Slogan zu finden. Sie machen das schon ganz gut. Hier die neusten Ideen, eingetrudelt in der Checkpoint-Mailbox: Dit is Berlin, Berlin – Hart und Hertha, Berlin – da kiekste, wa?, Berlin ist beste!, We all are Airports, Berlin, Berlin, dein Herz kennt keine Mauern (nach dem Song von John F. und die Gropiuslerchen), Berlin – läuft bei uns (rückwärts und bergab).
Immer schön geradeaus ins Wochenende laufen. Am Montag geht es hier weiter. Dann mit dem Kollegen Björn Seeling. Machen Sie es gut. Bis bald,

