am Sonntag steht ein besonderer Berliner Gedenktag an: 2500 Tage Nichteröffnung des BER (wir zählen seit Juni 2012) – der Checkpoint hat zu diesem Anlass Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup u.a gefragt, ob er seinen Wetteinsatz zum Start im Oktober 2020 („eine Kiste Wein“) nicht erhöhen möchte. Bevor wir zu seinen Antworten und anderen historischen BER-Wetten kommen, schauen wir noch kurz auf ein Interview unseres Regierenden Bürgermeisters in der „Super Illu“.
Zur Frage, ob er sicher bei der nächsten Wahl wieder antritt: „Gar nichts ist in der Politik sicher.“ (Zustimmungsquote in der Berliner SPD lt. Checkpoint-Umfrage: 100 %). Und, gibt’s ein „aber“? Na klar: „Aber es gibt im Moment für mich keinen Grund, andere Überlegungen anzustellen.“ (Zustimmungsquote in der Berliner SPD lt. CP-Umfrage: 1 %). Mehr zur Kandidatenlage in der SPD heute auch unter „Encore“.
Zum Volksbegehren „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“: „Ich halte Enteignungsfantasien für falsch.“
Zur Bebauung Tempelhofer Feld: „Ich gehe fest davon aus, dass das Thema in zwei bis drei Jahren wieder auf die Tagesordnung kommt.“
Zu den Technikfirmen am BER: „Die müssen doch in der Lage sein, einen Kabelschacht oder eine Entrauchungsanlage anzulegen!“
Zu den Gründen für das BER-Desaster: „Letzten Endes ist es eine Kette von richtigen und falschen Entscheidungen…“ Hallo? Richtige Entscheidungen sind auch schuld? Na dann, und sonst so? „… von Unvermögen der beteiligten Firmen, von Umplanungen und Weiterentwicklungen, die zu diesem Chaos geführt haben.“ Wir lernen: Aufsichtsratende Politiker sind im Geschichtsbuch bereits retuschiert.
Zur BER-Eröffnung: „Nun hoffe ich, dass die aktuelle Aussage steht, dass der Flughafen im Oktober 2020 eröffnet wird.“
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Wer nur die Hälfte zahlen will, geht irgendwann leer aus.
Krankenkassen und Kliniken fordern hohe Rabatte auf versorgungskritische Arzneimittel. Damit steigt der Kostendruck. Die Anzahl der Hersteller sinkt, Versorgungsengpässe drohen. Deshalb: Schluss mit dem Rabattdruck für unverzichtbare Medikamente. Lesen Sie mehr.
Da hofft der Regierende nicht allein. Aber wer weiß es? Bevor wir den Chef fragen, schauen wir noch auf die BER-Wette eines früheren Flughafen-Geschäftsführers - und was stellen wir fest? An den Getränken (siehe oben) hat sich nichts geändert. Rainer Schwarz im Jahr 2006 zur Frage nach dem Eröffnungstermin: „Wie geplant im November 2011. Darauf wette ich eine Kiste Rotwein.“
Und so ging es weiter – immer 100-prozentig:
„Wir stehen kurz vor der Eröffnung“ (Klaus Wowereit 2010).
„Der Inbetriebnahmetermin 3. Juni 2012 ist unwiderruflich.“ (Manfred Körtgen 2011).
„Der Starttermin 2017 für den Hauptstadtflughafen ist sicher.“ (Hartmut Mehdorn 2015).
„Wir eröffnen im zweiten Halbjahr 2017“ (Karsten Mühlenfeld 2015).
„Ich bin zuversichtlich, dass wir uns im Herbst 2017 über den neuen Flughafen Berlins freuen können.“ (Engelbert Lütke Daldrup 2016, damals noch als Flughafenkoordinator in der Senatskanzlei).
„Ich habe immer gesagt: 2016 fertig bauen, 2017 eröffnen. Dabei bleibt es.“ (Michael Müller 2016).
Na dann hören wir doch mal, wie es heute steht…
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Herr Lütke Daldrup, vor einem Jahr waren Sie bereit, eine Kiste Wein darauf zu wetten, dass der BER pünktlich eröffnet. Da Sie sich so sicher sind: Um wie viel würden Sie den Wetteinsatz heute erhöhen?
Die Wette steht! Aber es gibt keinen Grund, solche Glücksspiele auszuweiten. Wir sind eine Flughafengesellschaft mit zwei großen Flughäfen und einem fast fertiggestellten Singleairport - kein Wettbüro. Wir schulden den Menschen der Hauptstadtregion die Fertigstellung des BER. Daran arbeiten wir hart.
All Ihre Vorgänger haben betont, dass der Bau im Zeitplan liegt. Warum sollte man Ihnen jetzt glauben?
Seit der Eröffnungstermin feststeht, haben wir mindestens so viel am BER gearbeitet, wie andere über den Termin geredet haben. Die Türen, die Sprinkler und zuletzt die Entrauchungssteuerung (ÜSSPS), die jeweils als großes Risiko eingeschätzt wurden und das Potential hatten, die Baufertigstellung zu verzögern, sind in Ordnung gebracht worden. Inzwischen hat sich die Anzahl der kritischen Gewerke auf zwei reduziert. Bosch ist mit der Brandmeldeanlage auf der Zielgeraden und auch bei den Kabeln kommen wir voran. Die Prüfprozesse sind sehr mühsam, haben sich aber im Großen und Ganzen so entwickelt, wie wir Ende 2017 erwartet haben.
Wie viele Verträge sind denn schon geschlossen? Wie viele Geschäftspartner haben sich getraut, einen Laden ab Oktober 2020 zu mieten? Wie viele Fluglinien haben zugesichert, vom BER zu starten?
Von den 102 Geschäften sind praktisch alle vermietet und der Mieterausbau der Läden läuft schon. Es gibt viel mehr Nachfrage, als wir Flächen anbieten können. Und auch die Airlines wollen von Anfang an am BER operieren, einige werden allerdings vorerst in Schönefeld bleiben müssen.
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VERKAUFT MAN MIT FERIENINSELN ’NE EXTRAPORTION POMMES?
Ja, dank Berlins größtem Gastgeber. Denn Veranstaltungen wie die global bedeutende Tourismusmesse ITB sorgen jährlich für insgesamt über 670 Mio. Euro zusätzliche Einnahmen für das Berliner Gastgewerbe. Was die Messe sonst noch für Berlin tut, erfährst du unter hostingtheworld.de
Wir kommen zu einem anderen Flughafen - es gibt Krach um TXL: Die Beuth-Hochschule sieht ihre Pläne für den neuen Campus gefährdet, seit Berlins oberster Denkmalschützer Christoph Rauhut die gesamte Anlage für unantastbar erklärte. Auch der Innenring des Oktagons mit Parkhaus und Straßen soll „erschließbar und erfahrbar“ bleiben – doch genau da will die Hochschule ihre Labore bauen. Beuth-Vizepräsident Hans Gerber sagte gestern dem Checkpoint: „Die uneingeschränkte Nutzung der Innenflächen ist für uns unabdingbar.“ Rauhut erwidert: „Wir können noch Wege finden.“ Der Zeitpunkt der Verkündung kam auch für die anderen beteiligten Senatsverwaltungen überraschend – der Behördenchef bestätigt das und spricht von einem „sehr konsequenten Schritt.“
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Wenn Shampoo- oder Putzmittelflaschen und andere Verpackungen aus Plastik leer sind, gehören sie in die Wertstofftonne. So können sie wieder aufbereitet und dem Recycling zugeführt werden. Abfalltrennung ist damit ein wertvoller Beitrag für den Ressourcenschutz und die Umwelt.
So trennt man richtig.
Die Kopenhagener Straße 46 ist als Symbol für den Kampf „Neueigentümer vs. Altbewohner“ bereits eine Berliner Berühmtheit - die Immobilienanzeige für das 38-qm-Apartment von „Addi the Eagle“ (155.000 Euro plus NK) krönt die Geschichte. Wir zitieren Sie hier im Wortlaut:
„Heute bietet sich für den unerschrockenen Anleger die einmalige Gelegenheit, eine durch Film, Fernsehen und Internet halbwegs bekannte Wohnung mit dem von der Presse als ‚Berlins renitentesten Mieter‘ titulierten Bewohner zu erwerben. Bis Sie diese Wohnung (nach erfolgreicher Eigenbedarfskündigung und/oder Auszug des Mieters) selbst nutzen können, werden Sie unter Umständen rund ein Jahrzehnt ein dickes Fell brauchen. Im Rahmen der Wohnungsbesichtigung erhalten Sie die wirklich interessante Möglichkeit, ein authentisches Exemplar des Prenzelbergers (und ggfs. auch viele seiner Sinnesgenossen) live zu erleben.“
Hm, ist das ein verspäteter Aprilscherz? Ein Fake von Aktivisten? Anruf bei Dominic Schache von „Dendom Real Estate“, der als Makler angegeben ist – ich erreiche ihn im Auto, er sagt: „Die Anzeige ist echt. Ich wollte Transparenz zeigen und ehrlich sein, damit die Interessenten wissen, worauf sie sich einlassen.“ 90 Anfragen hat er bisher registriert, in der Annonce heißt es: „Bei der Neuvermietung erzielen gleichwertige Wohnungen im Haus eine Miete von 18 € netto/kalt je Quadratmeter“. Addi the Eagle zahlt zurzeit 4,51.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Kunden der BVG müssen keine weiteren Streiks fürchten: Der Tarifkonflikt mit Verdi ist beigelegt, die BVG-Mitarbeiter bekommen mehr Geld.
Neues aus Großbrexitannien: Das Unterhaus hat einen Dachschaden – und das ist keine Beleidigung, sondern eine Tatsache (zum Beweis bitte hier entlang).
Eklat im Abgeordnetenhaus – Raed Saleh setzte gerade an zum Satz „Es waren Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten…“, als der AfD-Abgeordnete Gunnar Lindemann den SPD-Fraktionschef unterbrach und den Satz so vollendete: „… die Hitler ins Amt gebracht haben“.
Wir schalten um in den Bundestag, wo die AfD-Abgeordnete Mariana Harder-Kühnel zum dritten Mal als Vize-Präsidentin des Parlaments kandidierte – und zum dritten Mal scheiterte. Es war die Mehrheit der Demokraten, die sie nicht ins Amt gebracht haben.
Die Gedenktafel für Hanna Renate Laurien (1929-2010) ist noch immer nicht enthüllt – es fehlt die Eigentümergenehmigung. Mit der Ex-Senatorin warten auch Bozorg Alavi (1904-2007) und William Edward Burghardt Du Bois (1868-1963). Genehmigt wurden dagegen die Tafeln für Joseph Bilé (1892-1959), Heinz Brandt (1909-1986), Rainer Hildebrandt (1914-2004), Harry Graf Kessler (1868-1937), Selman Selmanagic (1905-1986), Mohamed Soliman (1878-1929), Wolfgang Ullmann (1929-2004) und Peter Zadek (1926-2009). (Q: Kulturverwaltung auf Anfrage MdA Förster).
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Eröffnung Bauhaus-Museum Weimar
Am 6. April 2019 eröffnen zeitgleich das Bauhaus-Museum Weimar und das Neue Museum Weimar mit einem großen Eröffnungsfestival. Erfahren Sie mehr zu den Ausstellungsinhalten, der weltweit ältesten Bauhaus-Sammlung und dem Festprogramm unter bauhaus.thueringen-entdecken.de
Am Mauerpark sind die Anwohner genervt von lautstarker „Horrorkaraoke“ und „Terrortagen“, wenn die Sonne scheint – Unter den Linden ist Kultursenator Klaus Lederer dagegen genervt vom „Totentanz“, wenn der Mond scheint (Q: „Morgenpost“). Also, da hätten wir doch glatt eine Idee…
Im Seminar „Drehbuchschreiben mit dem Checkpoint“ versuchen wir uns heute mal an einem Berlin-Krimi – die Ausgangslage: 481.062 Strafanzeigen hat die Polizei im vergangenen Jahr erfasst, die meisten davon auf der Straße (74.417), in Häusern (65.613) und in Lebensmittelgeschäften (19.946). Aber unsere Geschichte spielt an Orten, wo es jeweils nur 1 Straftat gab, Staatssekretär Akmann zeigt sie uns (DS 18/18207): Wir finden Spuren in einem Erddepot, in einer Botschaft, an einem Gartenzaun, in einem Seemannsheim, in einer Kläranlage, auf einer Reitbahn und in einem Waffengeschäft. Peng! Die beste Geschichte veröffentlichen wir im Tagesspiegel.
Aus dem Spamordner: „Deutsche Post startet heute neue Kahn-Zustellsaison im Spreewald“ – sollten sie bei uns an der Fischerinsel auch mal probieren (vielleicht klappt’s dann ja besser).
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Streifzug nach Schwante zur Milchtankstelle
Runter vom Sofa, es wird frische Milch getankt! So lockt man die Kinder zum Wochenendausflug. Pluspunkte sind die gutmütigen Kühe, hausgemachtes Eis, ein Steg zum Übers-Wasser-Laufen und die drehbare Bockwindmühle. Die Wandertour gibt’s in der kostenfreien App DB Ausflug, hin geht’s mit dem Brandenburg-Berlin-Ticket. Jetzt informieren unter bahn.de/ausflug
So, noch einen Blick in unsere „Leute“-Newsletter… hier: „Mehr Licht, weniger Verkehr, großes Kino“ gibt’s heute - Berlinkenner wissen, um welchen Bezirk es sich dabei handelt (alle anderen müssen hier nachschauen).
Heutiger Schauplatz der Rubrik „Berlin, aber Schnauze“ ist eine Kneipe in der Paulsborner Straße. Gast zur Kellnerin: „Ziehst du mich mal ab?“ Kellnerin: „Ja, ick mach dir fertich.“ (Gehört von CP-Leder Bernd Thiele).
Großer Tag für die Checkpoint-Laufgruppe von Felix Hackenbruch: Am Sonntag geht’s zum Halbmarathon, und am Montag veröffentlichen wir hier die Zeiten - also haltet euch ran (und vom Besenwagen fern)!
Das bisher nüchternste Argument im Kreuzberger Kulturkampf um den Aldi in der Markthalle 9: „Bei dm kann man kein Bier klauen“ (Aufschrift eines Protestplakats). Na dann: Prost Mahlzeit.
Auch die „Abendshow“ vom rbb zählt übrigens die Tage der verschlossenen Tür am BER – Simon Brauer berichtete gestern, was er dabei so alles erlebt (01:17 min).
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Wenn ich in den Prenzlauer Berg fahre, bin ich schockiert, wie weiß da alle sind.“
„4-Blocks“-Star Maryam Zaree (Q: „Der Spiegel“)
Tweet des Tages
U6 um 18 Uhr - das letzte Mal so einen Andrang erlebt, als Lothar-Matthäus-Sticker im Nutella-Deckel waren.
Stadtleben
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„Fräulein Else“ – Ganz Berlin war in sie verliebt
Vor 90 Jahren eröffnete das Babylon mit Elisabeth Bergner im Stummfilm „Fräulein Else“. Das Babylon Orchester Berlin feiert das große Jubiläum mit neuem Filmscore. Film-Konzertpremiere!
10.4. 19:30 Babylon
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Essen & Trinken – Die Pfälzer sind zwar nicht immer so gut zu verstehen, aber dafür machen sie guten Wein. Im Charlottenburger Vinum serviert der Winzer Mathias Wolf heute Abend acht seiner besten Rieslinge, Weißburgunder und Spätburgunder vom Weingut Wolf in der Pfalz, dazu gibt es ein abgestimmtes Drei-Gänge-Menü. Und nach dem achten Glas sprechen sowieso alle dieselbe Sprache. Danckelmannstraße 29, U-Bhf Sophie-Charlotte-Platz, 20 Uhr, 69 Euro, verbindliche Reservierung erforderlich unter info@vinumberlin.de oder 030-322 66 19
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Apple hat neue iPads vorgestellt! Wenn Sie den Tagesspiegel als digitale Zeitung (E-Paper) lesen, schenken wir Ihnen das neue iPad Air 2019 oder iPad mini 2019 gratis dazu. Für nur 39,99 EUR pro Monat.
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Am Wochenende findet im Botanischen Garten der Staudenmarkt statt, wo Gärtnereien, Baumschulen, Naturschutz- und Pflanzenvereine aus ganz Deutschland ihre Pflanzenschätze präsentieren. Bei schönstem Frühlingswetter kann man über den Markt schlendern, Pflanzen, Gehölze, Blumenzwiebeln, essbare Blüten und Kräuter kaufen oder bestaunen und sich beraten lassen, was im heimischen Garten oder auf dem Balkon am besten wächst. Königin-Luise-Platz oder Unter den Eichen 6-10, S-Bhf Botanischer Garten, Sa-So 9-18 Uhr, Eintritt 6 Euro, erm. 3 Euro, Kinder bis 7 Jahre frei
Samstagabend – Wer den ganzen Tag nur faul in der Sonne gelümmelt hat und sich noch etwas austoben möchte, kanntanzen gehen ins SO36, wo im Klub Balkanska die Band Bubliczki aus Stettin spielt. Deren Musik steht in der Tradition der Region Katschubien, versprochen werden aber auch Einflüsse aus dem Balkan, dem Orient und jüdischer Musik. Danach spielen die DJs der Veranstaltungsreihe Balkan Brass, Eastern Ska und Folk-Electro. Oranienstraße 190, U-Bhf Kottbusser Tor, Konzert ab 22 Uhr, 15 Euro (inklusive Party)
Noch hingehen – Humanoide Roboter, Computertechnologien, militärische Konflikte: Die Videoarbeiten von Hito Steyerl sind keine leichte Kost. Wer sich dennoch – oder gerade deswegen – mit den diskursiven Arbeiten der Künstlerin, die u.a. auf der Venedig-Biennale ausgestellt hat, beschäftigen möchte, kann das noch bis zum 14. April in der Ausstellung „Käthe-Kollwitz-Preis 2019. Hito Steyerl“ in der Akademie der Künste am Pariser Platz 4 tun. Am 9. April ist Steyerl außerdem zu einem Künstlergespräch ab 19 Uhr anwesend. S-Bhf Brandenburger Tor, geöffnet Di–So 11–19 Uhr, heute erst ab 14 Uhr, Eintritt 5/3 Euro
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Um den Kita-Bau in Berlin voranzutreiben, unterstützen wir besonders gerne Stellenausschreibungen von Berliner Ingenieurbüros! Heute gesucht: Bauingenieure (m/w/d). Mehr Infos auf jobs.tagesspiegel.de - die Jobbörse für alle, die mehr wollen.
Gewinnspiel In kaum ein Jahrzehnt passen schillernde Halbweltgeschichten so gut, wie in die 1920er Jahre, und keine Stadt eignet sich als Schauplatz dafür besser als Berlin. Das Audible-Hörspiel „Die juten Sitten“ erzählt genauso eine Geschichte: von der Kindheit einer berühmten Hollywoodschauspielerin (gesprochen von Jeanette Hain) in einem Berliner Bordell namens Ritze, ihrem egozentrischen Vater (Edin Hasanovic) und ihrem Vorbild, der strengen Domina Natalia (Natalia Belitzki). Wer neugierig geworden ist, schreibt bis 12 Uhr an checkpoint@tagesspiegel.de, wir verlosen zwei Downloadlinks.
Mit diesem Stadtleben wünscht Ihnen Jana Weiss ein erholsames Wochenende.
Prominent verraten
Buchautorin, Yoga-Expertin und Gründerin von nivata – Katharina Middendorf hat diese Woche fotografische Hinweise hinterlassen – richtig geraten und die Checkpotts gewonnen hat Stefan Byczynski – herzlichen Glückwunsch! Auf den „Mehr Berlin“-Seiten gibt's morgen noch mehr Fotos zu sehen.
Berlin heute
Verkehr – Die Auffahrt Halenseestraße auf die A100 in Fahrtrichtung Neukölln ist wegen einer Baustelle von 19 Uhr bis Sonnabend 13 Uhr gesperrt. Im Dreieck Funkturm ist die Verbindungsfahrbahn von der A 115 (Avus) zur A 100 Richtung Neukölln ab 19 Uhr bis voraussichtlich Sonnabend 20 Uhr gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert. In Tiergarten werden zur Vorbereitung des Halbmarathons am Sonntag ab Freitagabend, 20 Uhr folgende Bereiche gesperrt: Straße des 17. Juni beidseitig zwischen Großer Stern und Brandenburger Tor; Ebertstraße zwischen Behrenstraße und Scheidemannstraße, Yitzhak-Rabin-Str. ab Straße des 17. Juni, Heinrich-von-Gagern-Straße, Paul-Löbe-Allee, Willy-Brandt-Straße und Konrad-Adenauer-Straße; John-Foster-Dulles-Allee ab Spreeweg im weiteren Verlauf Scheidemannstraße und Dorotheenstraße bis Wilhelmstraße. Diese Sperrungen bleiben bis Montagmorgen, 6 Uhr bestehen. Die S5 ist von Freitagabend, 22 Uhr, bis Sonntagmorgen, 6 Uhr zwischen Wuhletal und Lichtenberg unterbrochen. Es gibt Ersatzverkehr. Zur selben Zeit ist der S-Bahnverkehr zwischen Springpfuhl und Lichtenberg eingestellt, es fahren ebenfalls Busse. Weitere Informationen finden Sie bei der VIZ.
Demonstration – Am Freitag ruft Verdi Bank-Beschäftigte zum Streik auf, zur Kundgebung am Breitscheidplatz um 10 Uhr werden 900 Teilnehmer erwartet. Danach läuft der Demonstrationszug zum Ernst-Reuter-Platz und wieder zurück. Unter dem Motto „Attacke gegen Hundekacke“ marschieren 500 Teilnehmer von 12 bis 14.30 Uhr durch den Körnerkiez, Startpunkt ist die Jonasstraße 15 vor der Peter-Petersen-Schule. Am Sonnabend werden mindestens 6.000 Teilnehmer zu einer Großdemonstration unter dem Motto „Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“ erwartet. Die Demo startet um 12 Uhr am Alexanderplatz und zieht übers Frankfurter Tor und die Oberbaumbrücke zum Arena-Gelände an der Spree. Außerdem wollen 350 Teilnehmer am Lustgarten von 13.30 bis 18 Uhr gegen Artikel 13 demonstrieren. Am Sonntag sind 300 Teilnehmer zu einer Kundgebung vor dem Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas mit anschließender Romaday-Parade zum Maxim-Gorki-Platz angemeldet.
Gericht – Zwei 62- und 35-Jährigen, die Geldautomaten gesprengt haben sollen, wird der Prozess gemacht. In drei Fällen entstand hoher Sachschaden. Nur bei einer Tat seien die Männer tatsächlich an Bargeld gelangt (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 606).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Franziska van Almsick (51), Schwimmerin / „Melanie Eispert (55), Schatzelita und engagierte Deutschlehrerin für Geflüchtete und andere Menschen“ / Andreas Gram (64), ehem. für die CDU im AGH (1991-2016) / Peter Kurth (59), ehem. CDU-Finanzsenator (1999-2001) / Carola Pinnow (63), „Der liebsten Freundin wünscht nur das Allerbeste Martina“ + „Meiner wunderbaren Freundin alles Liebe und ein Wunder-volles neues Lebensjahr! Jo.“ + „Herzliche Geburtstagsglückwünsche für eine wunderbare Powerfrau - viel Schwung und Leichtigkeit im neuen Lebensjahr von Lisa“ / Irmgard Schwaetzer (77), Vorsitzende der ev. Kirche in Deutschland / „Tüvvel, Deine zwei Sonnenkäfer senden dir die allerbesten, allerschönsten, allerwunderbarsten und allerglitzerndsten Glückwünsche“
Sonnabend – Jennipher Antoni (43), Schauspielerin / Egor Bogachev (22), Außenangriffspieler bei den Berlin Recycling Volleys / Christopher Franke (66), Musiker / Elfi Hartmann, „62 Jahre jung und schön geblieben“ / Thomas Koschwitz (63), Radiomoderator / Hartmut Möller (76), „trotz steiler Karriere im öfftl. Dienst immer noch ein geselliges Mitglied der Goethe-Oldies“ / Karl-Georg Spanke (70), Wunschberliner / Uljana Wolf (40), Schriftstellerin
Sonntag – Sabine Bangert (64), für die Grünen im AGH / Martin Buß (43), Leichtathlet / Petra Krüger, begeisterte Checkpoint-leserin, „Herzliche Glückwünsche von Gesine und Christa“ / Katrin Lompscher (57), linke Senatorin für Stadtentwicklung / Tilmann Rieken, „So jung können 60 Jahre buntes Leben halten! Einen herzlichen Glückwunsch dazu, Herr Doktor, von Martina“ / „Ulrike, begeisterte CP-Leserin am Ostseestrand, herzlichen Glückwunsch von Anette“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Hans Goesmann, * 18. Dezember 1934 / Heiko Hildebrandt, * 29. Mai 1964 / Ingrid Stölzel / Elisabeth Schmitt-Walter, * 28. September 1927 / Andrzej T. Wirth, * 10. April 1927
Stolperstein – Babette Wittkowsky (Jhg. 1876) lebte in der Westfälischen Straße 82 in Wilmersdorf. Im August 1942 wurde sie gemeinsam mit ihrer Freundin Cäcilie Selma Cohn, mit der sie nach dem Tod ihres Mannes zusammen gewohnt hatte, nach Theresienstadt deportiert und dort heute vor 76 Jahren ermordet.
Im Tagesspiegel
Kurdistans Sicherheitskräfte führen den Kampf gegen den "Islamischen Staat" entschlossen und mit Härte. Ganz anders als in Europa - beklagen sie. Lesen Sie die Reportage von Hannes Heine heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
So, irgendwas vergessen… ach ja! Die SPD-Zugabe (von der CDU gibt’s ja nix Neues, außer, dass Fraktionschef Dregger jetzt bei seinen Polizeieinsätzen eine Schutzweste mit dem Hinweis „Praktikant“ statt Hoheitszeichen trägt – Q: Alexander Dinger von der „Morgenpost“, hier zu sehen). Frau Dr. Franziska Giffey räumte gestern bei der IHK eloquent ab, über ihre Ambitionen schwieg sie zwar, aber: „Es ist bekannt, dass ich meine Stadt von Herzen liebe“, sagte sie, und: „Berlin ist einfach mal geil.“
Das ist nicht zu toppen – machen Sie was draus! Team Checkpoint wünscht ein schönes Wochenende, am Montag geht’s hier heiter weiter.