Grüße von Balkonien schickt Leserin Marina Listing: „Das ist meine Aussicht vom Balkon im Gesundbrunnen. Außerdem locken der Rosengarten im Humboldthain, Mauerpark ...“

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Schon zum 1. Juli wollte die BVG eigentlich offiziell eine Studie zum Betrieb von Buslinien ohne festen Fahrplan beginnen. „Ist diese Studie bereits gestartet?“, fragt der Abgeordnete Kristian Ronneburg (Linke) in einer aktuellen Anfrage. Nein, antwortet die Senatsverkehrsverwaltung. Die BVG habe dazu „noch kein finales Konzept vorgelegt“. Was offenbar beide Seiten nicht bemerkt haben: Die BVG hat das Experiment Fahren ohne festen Fahrplan längst flächendeckend gestartet – und alle ÖPNV-Nutzer sind die Versuchskaninchen. Plötzliche 10-Minuten-Takte auf der U8 mitten am Tag, mal eben 25 Minuten auf die U2 warten oder hoffen, dass der Bus M29 schon irgendwann noch kommt. All das ist doch längst Realität. Nur bei einem hat der Senat recht: Ein Konzept hat die BVG dafür gerade wirklich nicht.
Im Song des Tages träumen wir uns mit Element of Crime in andere Zeiten, als es noch hieß: „Alle vier Minuten kommt die U-Bahn hier vorbei.“ Die ganze Checkpoint-Playlist auf Spotify finden Sie hier.

Im Untergrund treffen Sie die Züge gerade ausfallbedingt seltener an. Umso häufiger dürften Sie dafür bald U-Bahnen auf Berlins Straßen sehen. Nicht für den Fahrbetrieb allerdings, sondern auf LKWs verladen zur Überfahrt. „In den kommenden Jahren ab Mitte 2025 ist mit einem deutlichen Anstieg der Fahrten über die Straße zu rechnen“, berichtet die Senatsverkehrsverwaltung ans Abgeordnetenhaus. Der Grund dafür ist mal eine positive Nachricht. Dann nämlich rechnet die BVG mit der Lieferung der Neufahrzeuge der Baureihe J. Die sind zuerst für die U5 bestimmt. Doch da die Linie wegen des kaputten Waisentunnels vom Rest des Netzes abgeschnitten ist, können die bisher auf der Strecke eingesetzten Züge sowie die über den Bedarf der U5 hinausgehenden Neu-Bahnen dann nur per Transporter zur Betriebswerkstatt Britz gelangen. Zu sehen gibt’s die Straßen-U-Bahn wohl bis Ende 2026. Dann soll nach Plan der Waisentunnel endlich wieder nutzbar sein.
Nach einem Radwegstopp ist vor dem nächsten. Am Mittwoch hat der Senat fast alle Radschnellverbindungen beerdigt. Heute heißt es: Auch der geplante Radweg an der Roedernallee in Reinickendorf ist mausetot. Die Verkehrsverwaltung hatte die Anordnung schon 2023 nach der Überprüfung aller Radwege gestoppt. Ursprünglich mit der Idee, eine neue Variante zu erarbeiten. Jetzt heißt es auf Checkpoint-Nachfrage: „Das Vorhaben für die Roedernallee wird vorerst nicht weitergeführt.“ Die zwei Fahrstreifen pro Richtung ließen „keinen ausreichenden Raum“ für einen Radweg auf der Fahrbahn. Anders dagegen auf der südlichen Sonnenallee. Nach einigen Umplanungen im Anschluss an die Überprüfung im vergangenen Jahr sollen die Bauarbeiten für die beidseitige Strecke vom S-Bahnhof Köllnische Heide bis zur Bezirksgrenze Mitte August starten.
Berliner Polizei sucht Dealer für Haus- und Einsatz-Apotheke: In der Regel beschlagnahmt die Berliner Polizei illegale Substanzen – nun fahndet sie nach einer legalen Bezugsquelle: Via Ausschreibung sucht die Polizei einen Lieferanten für die Versorgung mit Arzneimitteln. Kurz: Einen Dealer. Die Einkaufsliste der freiverkäuflichen Medikamente liest sich wie eine gut ausgestattete Reiseapotheke: Unter anderem werden Schmerztabletten benötigt, Wund- und Heilsalbe, Desinfektionsspray und Pflaster, Nasenspray, Hustenlöser, Halsschmerzpastillen, Elektrolytlösungen, Arznei gegen Fieber, Magenkrämpfe, Reiseübelkeit, Erbrechen und Durchfall. Und gegen tierische Plagen: Anti-Brumm (Mückenspray) und Goldgeist forte (Läusemittel).
Herausfordernder klingt die Bestellliste der verschreibungspflichtigen Medikamente: Blutdrucksenker, Antiepileptika, Asthma-Spray, Arznei gegen Drogen-Überdosen, Herzinfarkte und zur örtlichen Betäubung. Gesucht werden auch: Adrenalin, Ketamin und Benzodiazepin. Klingt fast nach einer Nacht im Berghain. Vielleicht doch einfach mal in der Asservatenkammer nachsehen?
Frei und heute noch nichts vor? Wie wäre es mit dem heutigen Tipp aus unserer Checkpoint-Sommer-Bucketlist! Der kommt heute von der Comedian Gayle Tufts:
„Dieser Sommer ist nicht nur heiß, weil Mutter Erde immer mehr erhitzt, sondern auch, weil die Begeisterung für Rechte Kräfte immer mehr steigt. Wer wissen will, wie es anfängt, sollte ins Bayerische Viertel in Schöneberg gehen und die Open Air-Ausstellung ‚Orte des Erinnerns‘ anschauen. Auf 80 Tafeln, befestigt an Laternenpfählen im ganzen Viertel verteilt, stehen Sätze, die die langsame Entrechtung der Juden im Dritten Reich deutlich machen. Wie zum Beispiel: ‚Badeverbot für Juden im Strandbad Wannsee – vom 28.8.1933‘. Aufgestellt sind die Schilder an Orten, die einen Bezug zur Gegenwart haben. Ab wann sagen wir heute nein?“
Berliner Schnuppen
Telegramm
Gehen die Kirchen mit ihrem Grundbesitz im Geiste Christi um, also sozial, idealerweise im Dienst der Allgemeinheit? Dieser Frage hat sich das Tagesspiegel-Innolab gemeinsam mit internationalen Redaktionen gestellt. Das Ergebnis: nicht immer. Hier gelangen Sie zur ganzen Recherche, die auch die Frage beantwortet: Wie viel Berlin gehört der Kirche?
Dass Fahrdienste für Uber, Bolt und Freenow lange Zeit illegal unterwegs sein konnten und dabei Sozialabgabenbetrug in großem Stil betrieben, liegt nicht zuletzt an den laschen Kontrollen beim Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (Labo). Nun wird das Amt selbst kontrolliert. Eine externe Firma soll prüfen, was falsch läuft in der Behörde und wie es künftig besser werden kann.
Wer in Berlin sein Fahrrad sicher abstellen möchte, bleibt oft auf der Strecke: Gerade einmal 212 neue Stellplätze wurden 2023 an ÖPNV-Stationen geschaffen – deutlich weniger als 2021 (818) und 2022 (358). Das zeigt die Antwort der Verkehrsverwaltung auf die schriftliche Anfrage von Niklas Schenker (Linke). In diesem Jahr geht es weiter bergab: Nur 144 gesicherte Stellplätze sollen entstehen. Dann allerdings will der Senat in die Pedale treten: Für 2025 sind bis zu 1000 zusätzliche Stellplätze geplant, 2026 sogar 3000, allerdings „vorbehaltlich der konkreten Planung und den haushalterischen (sic) Voraussetzungen“. Miteinberechnet werden hier wohl die seit Jahren geplanten Fahrradparkhäuser, die unter anderem am S-Bahnhof Mahlsdorf und in Schöneweide entstehen sollen.
180 Jahre ist Berlins Zoo gestern alt geworden. Zur großen Geburtstagsfeier kam zwar urlaubsbedingt nicht der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU), dafür aber vier seiner Vorgänger: Michael Müller, Klaus Wowereit, Walter Momper (alle SPD) und Eberhard Diepgen (CDU). Für die aktuelle Regierung war Kultursenator Joe Chialo (CDU) dabei – und brachte gleich noch eine Namensidee für die neueste Attraktion des Zoos, das Anfang Juni geborene Zwergflusspferd-Baby, mit: Malaika – in der ostafrikanischen Sprache Suaheli bedeute das Engel.
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Neue Geschichte vom BER-Nachtflugverbot: Anfang der Woche berichteten wir vom Flug einer Eurowings-Passagierin von Alicante nach Berlin, der wegen einer Verspätung von zehn Sekunden in Hannover statt wie geplant am Flughafen BER landete. Nun landet bei uns ein weiterer Bericht, erneut von einem Eurowings-Reisenden: Sein Flug von Heraklion zum BER endete in der Nacht von Montag auf Dienstag in – Sie ahnen es – Hannover. Ist es an der Zeit, die BER-Außenstelle in Hannover zu planen und einer guten Tradition folgend in 14 Jahren zu eröffnen…?
Knut Nevermann war einer der ersten Köpfe der Studentenbewegung in Berlin – und später Wissenschaftsstaatssekretär. Vergangene Woche ist er mit 80 Jahren verstorben, wie die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung bestätigte, die er von 2017 bis 2019 leitete. Nevermann war 1966 Asta-Vorsitzender der FU, als es dort zum ersten Sit-In an einer deutschen Uni überhaupt kam. Er organisierte es mit, damals noch in Anzug und Krawatte, genau wie weitere Proteste. Später prägte der Jurist und SPD-Politiker die Kultur- und Wissenschaftspolitik in der Bundesrepublik mit. Im Bundeskanzleramt galt er Ende der 1990er als Erfinder des Amtes des Kulturstaatsministers, von 2010 bis 2014 gestaltete er als Staatssekretär maßgeblich die Berliner Wissenschaftspolitik.
Weil der Senat sich von den Radschnellverbindungen weitgehend verabschiedet hat, griffen noch in der Nacht zu Donnerstag Aktivisten der Gruppe „Sand im Getriebe“ zum Farbeimer und malten sich den Radweg auf der Berliner Allee in Weißensee mal eben selbst. Tatsächlich mal ein RadSCHNELLweg.
Das große Krabbeln im Großstadtverkehr: Berlins Mittelstreifen sind ein Paradies für Insekten, mehrere Bezirke mähen die Mittelstreifen daher nur noch einmal im Jahr. In Steglitz-Zehlendorf werden die Messer dagegen weiterhin häufiger gewetzt. Fast monatlich werde „alles, was blüht“ gemäht, schreibt Checkpoint-Leserin Karin S. aus Lichterfelde-Ost. Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf erläutert auf CP-Anfrage: Das „Straßenbegleitgrün“ werde aus Gründen der Verkehrssicherheit in der Regel zweimal pro Jahr gemäht. So weit, so verständlich. Nun geht es tief ins trockene Erdreich der Bürokratie: Artenreiche Kurzrasenflächen müsse man häufiger mähen, „um diesen durch Verbringen des Schnittgutes konsequent Nährstoffe zu entziehen und so abzumagern“. Nulldiät für Mittelstreifen? Der „Florenschutz“ stehe jedenfalls über dem der Fauna. Schlechte Aussichten für Maja und Willi in Steglitz-Zehlendorf. Immerhin: Abseits der Straßen bemühe sich der Bezirk um blühende Landschaften: „In vielen Grün- und Erholungsanlagen und im Straßengrün gibt es bereits Flächen, die zurückhaltender gemäht werden, um hier längeren, blühenden Aufwuchs zu ermöglichen.“
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Arne Friedrich – Warum braucht es Sommermärchen?
Als Fußballer war Arne Friedrich 2006 Teil der Nationalmannschaft. Mit uns spricht er darüber, warum der Sport den Menschen so viel gibt, und er verrät, mit wem aus dem Team er heute noch befreundet ist. Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Kurzer Blick ins Mail-Postfach: „Die Europacity rund um den Berliner Hauptbahnhof steht vor einer spannenden Weiterentwicklung“, heißt es in einer Pressemitteilung des Immobilienkonzerns CA Immo. Werden jetzt etwa die fehlenden, 215 Sozialwohnungen doch noch so vermietet? Nein, darum geht’s nicht. Stattdessen will das Unternehmen im trostlosen Quartier nun mit einem neuen Kulturprogramm für Leben sorgen. Zeit wird’s.
Sie lieben den Duft von altem Papier am Morgen? Bitte sehr: Die Senatskanzlei schreibt die Leitung der Registratur (m/w/d) aus. Kurz gesagt: Berlins größter Aktenliebhaber wird gesucht. Der Aufgabenbereich: Aktenverwaltung, Aktenführung, Aktenbildung, Vergabe von Aktentiteln und Aktenzeichen nach Aktenplan und Aktennummer, Führung des elektronischen (!) Aktenverzeichnisses und letztendlich Aktenvernichtung. Das Erklimmen der Berliner Aktenberge geschieht auf eigene Gefahr.
Berlin wird (noch) grüner: Im Rahmen der Stadtbaumkampagne werden in Pankow, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf insgesamt mehr als 600 neue Bäume auf Mittel- oder Seitenstreifen diverser Straßen gepflanzt. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sucht nun via Ausschreibung ein Unternehmen, das die Setzlinge in die Erde bringt – und jeweils mindestens drei Spaten und Gießkannen mit Wasser bereitstellt. Finanziert werden die jungen Stadtbäume überwiegend von Spenderinnen und Spendern. Die können bei der Pflanzung live dabei sein.
Zitat
„Ich war allein unter Jungs – jetzt will ich ein Vorbild für andere Mädchen sein.“
Berliner Skaterin Lilly Stoephasius tritt mit 17 Jahren schon zum zweiten Mal bei Olympia an. Mit dem Tagesspiegel sprach sie über die besten Berliner Spots zum Skaten, böse Verletzungen und ihr neues Selbstvertrauen.
Stadtleben
Verlosung – Zum 26. Mal steigt in der Parkbühne Wuhlheide das größte Gratis-Open-Air in Berlin „Stars for Free 2024“ vom Hitradio 104.6 RTL. Der Abend verspricht ein volles Pop-Programm mit altbekannten und aktuellen Hymnen zum Mitsingen. Samu Haber, ehemals Frontmann der Band „Sunrise Avenue“, Nico Santos, Michael Schulte, Isländerin mit Wahlheimat Berlin Ásdís, ESC-Teilnehmer Isaak, „Gold“-Sängerin Loi, DJ Jax Jones, R&B-Sänger Ray Dalton und Stimme ihrer Generation Zoe Wees werden auftreten. Der Clou: Tickets kann man nur gewinnen. Sie wollen sich die Show nicht entgehen lassen? Wir verlosen 10x2 Karten. Samstag, 31.08., ab 16 Uhr, Parkbühne Wuhlheide, S-Bhf Wuhlheide
Auf die Hand – Thailändisch, koreanisch oder doch vietnamesisch? Beim Asian Streetfood Festival in Kreuzberg braucht sich keiner zu entscheiden, sondern kann sich an den Ständen vor Ort inspirieren lassen. Jedenfalls sind authentische asiatische Gerichte garantiert. Dazu gibt es Tanzshows und Live-Musik. Diesen Sonntag, 12-22 Uhr, Vorverkaufstickets für 3,90 Euro gibt es hier, Tageskasse 5 Euro Eintritt, Sage Beach, Köpenicker Straße 18-20, S/U-Bhf Ostbahnhof
Am Wasser – Fürstenberg ist umgeben von Wasser: Die Havel durchfließt die Stadt in vier Läufen, Seen und Sumpflandschaften rahmen das mittelalterliche Städtchen ein, Fürstenberg nennt sich sogar offiziell Wasserstadt. Hier kann jeder glücklich werden, Kanus und Paddelboote stehen zum Ausleihen bereit, oder man springt direkt in einen der Seen. Auch die Altstadt selbst ist sehenswert, oder man nimmt sich sein Fahrrad mit, um die Gegend zu erkunden. Teil der Geschichte Fürstenbergs ist auch das KZ Ravensbrück, an das eine Mahn- und Gedenkstätte erinnert. Mit dem RE5 ist man vom Gesundbrunnen aus in unter einer Stunde in der Wasserstadt. 16798 Fürstenberg/Havel, Bhf Fürstenberg
Mit Kind – Ab aufs Land und ins Maisfeld! Der Spargelhof Klaistow hat sein Maislabyrinth wieder eröffnet: Auf einer Fläche von 25.000 m² können kleine wie große Gäste durch die Stängel tollen. Ein Gewinnspiel gibt es auch. Außerdem gibt es auf dem Hof Tiere zum Streicheln, einen Kletterwald, eine Reifen-Rodelbahn und vieles mehr. Dazu sind gerade die Heidelbeeren zum Selberpflücken reif. So lässt sich leicht ein ganzer Tag rumkriegen. Täglich 10-18 Uhr, Maislabyrinth Eintritt Erwachsene 3 Euro, Kinder bis 12 Jahre 2 Euro und Kinder unter 1 m frei. Spargel- und Erlebnishof Klaistow, Glindower Straße 28, 14547 Beelitz, Bushaltestelle Spargelhof Klaistow
Grübelstoff – Aktuell wird wieder das Jugendwort des Jahres abgestimmt, Kandidaten sind unter anderem „Talahon“, „Nein Pascal, ich denke nicht“, „Aura“ und „Pyrotechnik“. Verstehen Sie die Jugend noch oder haben Sie aufgegeben?
Kiekste
„Haaaallo, ich bin dran!!“ Diesen ungeduldigen Kunden haben wir Leser Wolfgang Jeserig zu verdanken. Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem KIEKSTE-Wettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Tiergarten: Am Sonntag wird ab 18 Uhr der Straßenzug John-Foster-Dulles-Allee – Scheidemannstraße – Dorotheenstraße vom Spreeweg bis zur Wilhelmstraße in beiden Richtungen gesperrt. Ebenfalls gesperrt ist die Heinrich-von-Gagern-Straße. Diese Sperrungen werden am Montagmorgen um ca. 6 Uhr wieder aufgehoben.
Nahverkehr – S2 und S8: Von 21.45 Uhr bis Montagmorgen, ca. 1.30 Uhr zwischen Pankow und Karow bzw. Hohen Neuendorf unterbrochen. Es fahren Busse als Ersatz.
Regionalverkehr – RE6: Von 21 Uhr bis Sonntagvormittag, 11 Uhr fallen die Züge dieser Linie zwischen Velten (Mark) und Berlin-Charlottenburg aus. Als Ersatz nutzen Sie bitte die Busse zwischen Velten (Mark) und Falkensee.
RE7: Einige Züge dieser Linie fallen in der Nacht von 21.15-1 Uhr zwischen Berlin Wannsee und Berlin-Charlottenburg aus. Als Ersatz nutzen Sie bitte alternative Verbindungen.
Demonstration – Für heute sind 20 Demos angemeldet (Stand 1.8., 11.15 Uhr), u.a. „Gedenken an die Opfer des faschistischen Massakers am Bahnhof von Bologna (2. August 1980) und an die Opfer des Nationalsozialismus in Konzentrationslagern“: 10 Teilnehmende, ANPI Berlino-Brandenburgo, Wittenbergplatz (10-11 Uhr)
„Freiheit für Venezuela“: 300 Teilnehmende, „Venezolanos En Sajonia e.V“., Pariser Platz 1 (14-18 Uhr)
„#VisionZero - Fahrraddemonstration zum Gedenken an einen tödlich verunglückten Radfahrer“: 30 Teilnehmende, ADFC Berlin, Möckernstraße 47 über Südstern, Sonnenallee, Müggelheimer Straße bis zur Unfallstelle zwischen Waldnesselweg und Erwin-Bock-Straße (16-17.45 Uhr)
„Gedenkfeier an den ezidischen Opfern des Völkermordes am 03.08.2014 in Shingal. Wir zünden die Kerze für die jesidischen Opfer des Völkermordes“: 200 Teilnehmende, Jesidische Kultur und Gemeinschaft Berlin e.V., Pariser Platz (19-22 Uhr)
„Erinnern an die Ermordung der letzten Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau 1944“: 120 Teilnehmende, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Simsonweg (20.30-22 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 43 Demos, u.a. „Schwurbel bringen uns heute freiwillig ihr Blut in unser Regierungsviertel. Echsenmenschen nehmen es gern in Empfang. Für den Great Escape (bled!) und Agenda 161! [Reenactment des 1.8.2020 *gähn*] #FreshSnap“: 200 Teilnehmende, Antiverschwurbelte Aktion, Platz des 18. März (11-23 Uhr)
„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen. Primo Levi“: 200 Teilnehmende, Steinplatz 1 (12-23.59 Uhr)
„Frieden, Freiheit, Freude & Veränderung“: 17.000 Teilnehmende, Querdenken 711, Hofjägerallee (15.30-20 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind 11 Demos, u.a. „Frieden, Freiheit, Freude & Veränderung“: 10.000 Teilnehmende, Querdenken 711, Hofjägerallee (0-0 Uhr)
„Gegen Mieterverdrängung durch sogenannte energetische Sanierung und Luxussanierung für unverfälschte Denkmalpflege. Verstoß gegen den Kaufvertrag.“: 6 Teilnehmende, Kehrwieder, An der Heide, Am Brunnen, Am Rosensteg (10-18 Uhr)
„Keine Macht für niemand!“: 400 Teilnehmende, Oberbaumbrücke über Kottbusser Damm zum Görlitzer Park (14-17 Uhr)
Gericht – Eine 58-Jährige und ein 31-Jähriger kommen wegen Drogenhandels auf die Anklagebank. Aus der Erdgeschosswohnung der Frau heraus sei Cannabis verkauft worden. Zudem seien dort verschiedene Betäubungsmittel und Erlöse aus illegalen Geschäften sichergestellt worden (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 806).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Ann. Bienemann (76), Was nun mit dem Rest der noch verbleibenden Zeit? Alle Lieben sind fern, aber am Firmament leuchtet ein Stern … Ich denke an dich, Mama! ♥️“ / Hannelore Bode (83), Opernsängerin, studierte zwei Jahre in Berlin bei Ria Schmitz-Gohr und gastierte an der Deutschen Oper Berlin und der Staatsoper / Rüdiger Grube (73), Wirtschaftsmanager und Lobbyist, war von 2009 bis 2017 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn und der DB Mobility Logistics / Aljoscha Kemlein (20), Fußballer, seit September 2022 Mittelfeldspieler in der Profimanschaft von Union Berlin, ist gerade auf Leihbasis beim FC St. Pauli / Markus Lücker, Tagesspiegel Podcast-Redakteur, „Team Checkpoint wünscht Dir alles Gute zu deinem Ehrentag und hebt die Gläser auf dich!“ / Albrecht Mayer (77), Jurist und ehemaliger Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin / Lotte Reimold (18), Fußballerin, steht bei Hertha BSC unter Vertrag / Florian Stetter (47), Schauspieler, war in der Spielzeit 2007/08 Ensemblemitglied am Maxim Gorki Theater
Sonnabend – Marica Bodrožić (51), Schriftstellerin, ist für ihren poetischen und tiefgründigen Stil bekannt und ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland / Wolfgang Nagel (80), Politiker (SPD), ehemaliger Bausenator (1989 bis 1996), danach Projektentwickler bei der Bredero Projekt Gruppe Berlin / „Reini, zu deinem Geburtstag wünscht dir deine Roesi alles Gute und vor allem eine leichte Gangart durch dein neues Lebensjahr. Frohsinn und Zuversicht und viele Mallorcazeiten sind auch in meinem Geburtstagswunsch-Karton für dich. Happy Birthday“ / Katrin Schmidberger (42), Politikerin (Grüne), seit 2011 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin
Sonntag – „Gerd Baldtschun, engagierter Ex-Lehrer, ins Schwabenland ausgewandert“ / Frank Bewik (49), Politiker (CDU), seit März 2023 Bezirksbürgermeister von Spandau / Peter Frey (67), Journalist und ehemaliger ZDF-Chefredakteur, leitete von 2001 bis 2010 das ZDF-Hauptstadtstudio / Knut Elstermann (64), Filmkritiker und Moderator, moderiert das radioeins Filmmagazin „Zwölf Uhr mittags“ / „Sieglinde Lahl, beste Ehefrau von allen, liebevolle Mutter und Oma“ / „Johann Müller-Albrecht (70), Ehrenmitglied des TSV Berlin-Wittenau“ / Matt Thomas (30), Basketballspieler bei Alba Berlin / Frederik Rønnow (32), dänischer Fußballtorwart, seit 2021 Torhüter bei Union Berlin / „Günther Schulze (74), seit mehr als zehn Jahren Sprecher des Willkommensbündnisses für geflüchtete Menschen in Steglitz-Zehlendorf, für seine ehrenamtliche Arbeit mit dem bundesweiten Preis für Demokratie und Toleranz ausgezeichnet“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Ingrid Föhse, * 24. März 1939, verstorben am 12. Juli 2024 / Hans-Peter Hempel, * 1. November 1934, verstorben am 14. Juli 2024 / Dipl.-Ing. Hanno Hübscher, Architekt, verstorben am 12. Juli 2024 / Boysen Jathan Murugaiah, * 1990, verstorben 2024
Stolperstein – Gotthard Hoffmann wurde am 26. April 1905 in Wamsdorf (Böhmen) geboren. Schon als Jugendlicher trat er in die Kommunistische Jugend Deutschlands (KJD) ein, mit 20 Jahren dann in die KPD. Auf der Suche nach Arbeit zog er mit seiner Frau Anna 1928 nach Berlin, blieb aber arbeitslos. 1933 wurde er zum Stadtverordneten gewählt, vor Antritt verlor er wegen des KPD-Verbots sein Amt und wurde zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Wenige Wochen nach seiner Freilassung 1937 kam er in das KZ Sachsenhausen. Dort starb er am 2. August 1941 beim Entschärfen von Munition. Ein Stolperstein in der Buchholzer Straße 4 in Prenzlauer Berg erinnert an Gotthard Hoffmann.
Wer in Berlin über die Gedenktafeln stolpert und mehr wissen will: Mit einem Klick gelangt man über die App „Stolpersteine – Die Schicksale“ zu den Biografien der Verfolgten.
Encore
Unser heutiges Berliner Loch: Karlshorst hat eine neue Eisdiele, das EisLOCH. Aus einem Kellerfenster bekommt man selbstgemachtes Softeis mit Soße und Streuseln gereicht.
Inhaber Scott William Schindler erzählt, dass er schon jahrelang Eis selber mache, ihm das Softeis woanders aber nie geschmeckt habe: „Die Softeismaschine ist sehr empfindlich, deshalb kaufen die meisten Eisdielen Fertigmischungen.“ Deshalb hat er nun seinen eigenen Laden eröffnet. Als Sorten gibt es klassisch Schoko-Vanille, hausgemachten Caramel Crumble und die Sorte der Woche, über die die Gäste abstimmen – zur Zeit Waldmeister-Vanille. Eisloch, ab 2,50 Euro, Waldowallee 11, U-Bhf Tierpark.
Trotz Hitze eiskalt servierten heute Tilmann Warnecke, Lotte Buschenhagen und Katharina Kalinke (Stadtleben) ihre Recherchen und Beiträge. Im Frühdienst war Jasmine Dellé zur Stelle. Morgen lesen hier von Jessica Gummersbach. Ihnen schon mal einen guten Start ins Wochenende. Machen Sie es gut!
