na, hören Sie auch schon die Presselufthämmer hämmern, die Bagger baggern und die Betonmischer Beton mischen? Glaubt man den Regierungen von Land und Bund, soll es (Ehrenwort!) ab jetzt so richtig vorangehen mit dem Wohnungsneubau.
Während die Bundes-Ampel am Montag einen 14-Punkte-Plan verabschiedete, in dem sie unter anderem die Klimaschutzvorgaben schleifte (Details hier), nehmen sich CDU und SPD in Berlin die Bauordnung vor. Für baugleiche Gebäude soll hier künftig nicht mehr jedes Mal eine neue Genehmigung notwendig sein (T+), die eine oder andere Doppelvorschrift soll entfallen und selbst fürs Klima ist ein bisschen was dabei: Vorgesehen ist unter anderem eine Pflicht zur Dachbegrünung.
Sonst noch was? Ach ja, die landeseigenen Wohnungsunternehmen dürfen ihre Mieten ab 2024 pro Jahr um 2,9 Prozent erhöhen, um – genau – in Zukunft weiter bauen zu können. Gemeinsam haben alle Maßnahmen eins: Kurzfristig werden sie das Wohnungsproblem nicht lösen. Von der Klimakrise ganz zu schweigen.
Apropos Wohnungskrise: Da war ja noch was, und zwar – richtig – ein erfolgreicher Volksentscheid zur Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne. Auf den Tag genau vor zwei Jahren. Passiert ist seitdem folgendes: Eine Expertenkommission hat bestätigt, dass der Grundgesetzartikel 15 grundgesetzkonform ist. Und CDU und SPD haben ein Vergesellschaftungsrahmengesetz angekündigt, von dem unklar ist, was darin überhaupt geregelt werden soll.
Der Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ geht das alles zu langsam und wird daher heute offiziell den Startschuss für ein neues Volksbegehren geben. „Die Regierungen der letzten Jahre haben sich einen bunten Strauß an Verzögerungstaktiken ausgedacht“, sagte Justus Henze, einer der Initiativen-Sprecher, dem Tagesspiegel. „Die Berlinerinnen und Berliner können aber nicht mehr warten. Deswegen nehmen wir es jetzt selbst in die Hand und schreiben ein eigenes Gesetz.“
Wie die Initiative dabei vorgehen will, welcher Zeitplan ihr vorschwebt und ob sie (angesichts des Kaufs von Deutsche Wohnen durch Vonovia) ihren Namen ändern will, hat Henze meinem Kollegen Christian Latz und mir im Vorfeld des Volksentscheid-Jahrestags erzählt. Zu lesen hier (T+) – oder in der heutigen Ausgabe des Tagesspiegels.
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Gute Gründe gegen eine „Pflegevollversicherung“. Vor dem Hintergrund steigender Eigenanteile an den Heimkosten träumen manche von einer gesetzlichen Pflegevollversicherung für alle. Doch die würde unserer Gesellschaft unter dem Strich mehr schaden als nutzen. So sprechen mindestens fünf gute Gründe gegen einen derart massiven Ausbau der Pflegeleistungen. Mehr auf pkv.de
„Ich bin eher der gemütliche Läufer“, sagte Hobbysportler Kai Görs im Jahr 2016 anlässlich seines zehnten Marathons den Kollegen von „Zeit Online“. Und was sollen wir sagen: Der Mann bleibt sich treu. Mit einer Zeit von 07:52:16 kam Görs beim Berlin-Marathon nach vorläufigem Endergebnis als 42.974. und damit als Letzter durchs Ziel.
Aber was heißt hier schon Letzter? Görs, 46 Jahre alt, ist am Sonntag unglaubliche 42,195 Kilometer am Stück durch Berlin gelaufen. Dass Sieger Eliud Kipchoge rund fünf Stunden und 50 Minuten schneller war, mag für Statistiker interessant sein. Am Ende haben sie das gleiche Tageswerk verrichtet.
„Das Ergebnis stört mich nicht, ich bin immerhin der Erste von hinten. Das kann auch nur einer“, sagte Görs am Checkpoint-Telefon. Nur die Beine seien „noch ein bisschen kaputt“. Schon bei Kilometer 14 hätten seine Waden zugemacht. Der Besenwagen, der zu langsame Läufer:innen einsammelt, war ihm ab da auf den Fersen. Doch mit viel Willenskraft und dem lautstarken Berliner Publikum hat Görs es über die Ziellinie geschafft – zum insgesamt 15. Mal in seinem Leben.
Nächstes Jahr will er wieder an den Start gehen. „Beim Berlin-Marathon muss ich immer dabei sein“, sagt Görs. „Das ist eine große Liebe.“
Wir bleiben noch beim Marathon und lassen natürlich auch die Statistik-Freunde unter Ihnen nicht allein. Das war sonst noch los am Sonntag:
+ Läufer:innen: 47.912
+ Finisher-Quote: 89,7 Prozent
+ Teilnehmende Nationen: 156
+ Inline-Skating-Siegerzeit: 57:01 Minuten
+ Weltrekorde: 1 (Tigist Assefa mit einer Zeit von 02:11:53)
+ Erfolgreiche Blockaden: 0
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Die Creators Night geht am 28.09. in Berlin in die dritte Runde.
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Der Berliner Senat tagt heute demonstrativ im Flughafen BER. Die Landesregierung will schon seit längerem, dass mehr Langstreckenflieger vom Berlin-Brandenburger Flughafen starten – insbesondere nach Asien und Amerika. Interessenten gibt es durchaus. So wird unter anderem die Fluggesellschaft Emirates aus Dubai nicht müde zu betonen, dass sie gern auch Berlin ansteuern würde.
Das Problem: Emirates darf nur vier Städte in Deutschland anfliegen – und ist nicht bereit, auf eines der Ziele in Frankfurt, München, Düsseldorf oder Hamburg zu verzichten. Der Bund verwehrt der Fluggesellschaft bisher eine fünfte Lizenz – vor allem, um die Lufthansa zu schützen, sagen Kritiker.
SPD-Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey verschärft nun langsam den Ton Richtung Bundesverkehrsministerium. Bereits als Regierende hatte sich Giffey dafür eingesetzt, dass die Airline eine zusätzliche Lizenz für den BER bekommt. Dem Checkpoint sagte Giffey: „Bisher vertritt Bundesminister Wissing aber die Position, dass Emirates dann einen seiner anderen vier Standorte in Deutschland aufgeben muss. Ich finde, das geht gar nicht.“ Die Bundesregierung müsse sich „stärker zu Berlin als Hauptstadt und zu Ostdeutschland bekennen und darf der Entwicklung des BER zu einem internationalen Drehkreuz nicht länger Steine in den Weg legen.“
Es kommentiert Frank Sinatra: „Fly me to the moon. Oder wenigstens nach Berlin!“
Berliner Schnuppen
Telegramm
Ärzt:innen und Pflegekräfte in Krankenhäusern müssen sich in Berlin nicht nur um Krankheiten kümmern, sondern oft auch um die Aggressivität von Besucher:innen und Patient:innen. 11.318 Mal musste die Polizei im Jahr 2022 zu Kliniken ausrücken – meist aufgrund des Verdachts auf Diebstahl oder Körperverletzung.
Einen unguten Flashback in Pandemiezeiten erleben gerade die Geflüchteten im Ankunftszentrum Reinickendorf. Nachdem bei zwei Kindern Masern diagnostiziert wurden, steht ein Gebäude mit rund 600 Menschen seit gestern Abend unter Quarantäne, inklusive FFP-2-Maskenpflicht.
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Immerhin noch eine gute Nachricht aus dem Gesundheitssektor: Seit 25 Jahren behandelt Tierärztin Jeanette Klemmt Haustiere von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Berlin, die sich die Behandlungskosten nicht leisten können. Für ihr Engagement erhielt Klemmt gestern von Berlins Justizsenatorin Badenberg den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Mehr Infos zu dem Projekt gibt’s hier.
Nachdem der Senat vergangene Woche grünes Licht hab, meldete Neukölln gestern Vollzug: Erstmals seit zwei Jahren hat in Berlin ein Bezirk wieder das Vorkaufsrecht für ein Wohngebäude ausgeübt. Das weckt auch längst bei Mieterinnen und Mieter anderer Immobilien Begehrlichkeiten (T+).
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Ein Zimmer pro Person: Groß war die Aufregung als der Tagesspiegel vergangene Woche von Überlegungen berichtete, dass bei der Vermietung von landeseigenen Wohnungen die Zimmeranzahl künftig von der Anzahl der Haushaltsangehörigen abhängig sein könnte. Ganz so streng wird’s nicht, dennoch soll ab 2024 auf „ein angemessenes Verhältnis von Haushalts- und Wohnungsgröße“ geachtet werden. Was angemessen ist, entscheiden im Zweifel leider nicht Sie, sondern der Vermieter.
„Einmal Berlin von oben bitte“, twitterte gestern die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und meinte das genauso. Im neuen Geoportal des Landes Berlin kann man Berlin auf seine Dächer, Baumwipfel und Flussläufe schauen. Und das ganz ohne Google Maps.
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Der Wegfall von Parkplätzen bleibt ein Sakrileg für Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU). „Mir steht es als Politikerin nicht zu, zu urteilen: Diese Autos stehen hier zu viel im Straßenraum herum“, sagte sie beim gestrigen „Abend der Berliner Mobilität“ im Hauptbahnhof. Was Schreiner verkehrspolitisch plant (und was nicht), hat mein Kollege Stefan Jacobs zusammengefasst.
Nachtrag I: Zahlreiche E-Mails erreichten uns gestern zur Frage, warum bei einer Anmeldung als „Prof. Dr.“ zum Sommerempfang der CDU-Fraktion in der folgenden Anrede der Doktor ausgespart wurde. Stellvertretend lassen wir CP-Leser Sebastian Thiel zu Wort kommen: „Die wie gewohnt traditionsbewusste CDU-Fraktion hat Sie richtig nur als ‚Prof.‘ angesprochen. Die Anrede bei Titelträgern erfolgt nur mit dem jeweils höchsten akademischen Grad, der ‚niedere‘ Titel wird sozusagen ‚verdrängt‘.“ Gratias tibi!
Nachtrag II: Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln (ebenfalls CP von gestern)? Weit gefehlt, schreibt Bernd Schwintowski vom Verein information.medien.agrar: „Die falsche Legendenbildung ignoriert, dass es viel Sach- und Fachverstand sowie landwirtschaftlichen Könnens bedarf (neben dem nicht beeinflussbaren guten Wetter), um prächtige Knollen ernten zu können.“ Wir leisten Abbitte und bemühen uns fortan an der Verbreitung der Weisheit: „Die klügsten Bauern mit dem besten Wetter, haben die dicksten Kartoffeln.“
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Elke Büdenbender – Wie kann man das Vertrauen in die Demokratie wieder stärken?
"Eine Runde Berlin“: In der neuen Podcastfolge trifft Tagesspiegel-Redakteurin Ann-Kathrin Hipp Deutschlands First Lady Elke Büdenbender. Ein Gespräch über ihre Aufgaben in Bellevue, Frauen in Führungspositionen und die Frage, wie man das Vertrauen in die Demokratie wieder stärken kann.
Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Jeden Dienstag präsentieren wir Ihnen hier die traurige Fahrraddiebstahl-Bilanz: Vergangene Woche wurden in Berlin 359 Fahrräder im Wert von 418.180 Euro als gestohlen gemeldet. Das sind 13 mehr als in der Woche davor. Innerhalb des Rings wurde mehr (192) geklaut als außerhalb (167). Die meisten Diebstähle gab es im Wrangelkiez (Friedrichshain-Kreuzberg), der Reichenberger Straße Ost (Friedrichshain-Kreuzberg) und in der Schloßstraße (Charlottenburg-Wilmersdorf). Besonders häufig wurden Fahrräder um 16 Uhr sowie am Dienstag geklaut. Höchster Diebstahlwert: 6433 Euro. Das Rad stand im Arkonaplatz. 2023 klauten Diebe bisher 16.495 Räder im Wert von 18.695.384 Euro. Das geht aus einer Checkpoint-Auswertung von Daten der Berliner Polizei hervor. Auf unserer Fahrraddiebstahl-Karte sehen Sie, wie die Lage in Ihrem Kiez ist.
Mit einem Abo des Tagesspiegels können Sie außerdem noch diese Texte lesen:
+ Tigist Assefa läuft beim Berlin-Marathon in Bereiche, in denen sonst die erweiterte Männerspitze unterwegs ist. Wie ist das möglich? Martin Einsiedler hat Antworten.
+ In ihrer Kolumne erklärt unsere Autorin Elisabeth Binder, wie man mit komplizierten Situationen so umgeht, dass es keine Verstimmungen gibt. Diesmal: Darf man krank ins Restaurant gehen?
+ Für die Bilanz von Wirtschaftsministers Robert Habeck ist entscheidend, ob er es schafft, die Kernkraft-Lücke zu schließen. Seinem Plan hinkt er jetzt schon hinterher – vermutlich muss er lange auf Gas setzen. Ein Bericht von Jakob Schlandt und Christian Schaudwet.
Zitat
„Die Unberührtheitsklausel des bisherigen Satzes 5 kann mangels Regelungsinhalts entfallen; sie warf unnötig Fragen auf.“
Ein Satz aus dem Entwurf für die neue Bauordnung, der in seiner Ehrlichkeit fast schon rührend ist.
Tweet des Tages
Der Dussmann an der Friedrichstraße, einst ein wunderbares Kulturkaufhaus, das einen gleich mit toller Literaturauswahl empfing, wirkt nach dem Umbau wie ein „Nanu Nana“ mit Büchern in den oberen Etagen. Herzlichen Glückwunsch!
Stadtleben
Essen & Trinken – Ob süß oder herzhaft: In unmittelbarer Nähe zum U-Bahnhof Hermannplatz hat der „Puffer-Imbiss“ in puncto deutsche Küche die beste Alternative zur Currywurst und bringt Kindheitserinnerung auf die Hand. Der kleine Imbissstand bereitet Kartoffelpuffer mit Kräuterquark à la minute zu. Ist der erste Gang vollendet, folgen Eierkuchen mit Apfelmus. Montags bis samstags ein Genuss (11-18 Uhr)! Hasenheide 1-4, Kreuzberg
Berlinbesuch in Bewegung – Am Victoria-Luise-Platz wird am Mittwoch um 17 Uhr rund um den Brunnen das Mitmachkonzert „Morris, Moresca and More“ vonstattengehen. Der Feierabend bietet Einblick in die höfische Renaissancekultur. Showgirls und -boys wissen, was sich hinter dem Titel verbirgt. Alle anderen dürfen sich auf einen Volkstanz mit bizarren Bewegungen gefasst machen. Die Tänzerinnen und Tänzer werden von Einhandflöte und Tabor begleitet. Schöneberg, U-Bhf Victoria-Luise-Platz
Plätze sichern – Geschichten lauschen, die sonst kaum Beachtung finden: In der Hauptstadt des Regenbogens können Interessierte sich die Geschichte des queeren und trans* Lebens in Berlin durch eine Stadtführung mit Augmented Reality-Elementen erschließen. Die Sichtbarmachung vom geschichtsträchtigen Leben aus der Sicht der LGBTQIA+ Gemeinschaft zeigt, dass die Gesellschaft schon immer vielfältig war. Die Tour findet in englischer Sprache statt und dauert dreieinhalb Stunden. Hier buchen. Bis 3. Dezember. Spreeweg 1, Tiergarten, Bushaltestelle: Schloss Bellevue
Karten sichern – Für Kunst am Wendepunkt: Das English Theatre erkundet mit der Reihe „Conversations with a Cultural Icon“ Kultfiguren, die aus dem Pop-Genre nicht mehr wegzudenken sind. Nach dem Film „Jaws/Der weiße Hai“ widmet sich das Schauspielhaus nun dem Musiker „Bowie in Berlin“. Die drei Alben der „Berlin-Trilogie“ werden heutzutage als künstlerischer Höhepunkt seiner Karriere angesehen. Mit einer performativen Mischung aus Musik, Tanz und Text können Gäste sein Wirken auf Kultur und Geschichte beäugen. Tickets kosten 17,60 Euro. Wir verlosen 2x2 Karten für den 28. September (20 Uhr). Bis 14. Oktober. Fidicinstraße 40, U-Bhf Platz der Luftbrücke
Grübelstoff – In den USA wird heute tatsächlich der „National Pancake Day“ gefeiert. Zu Deutsch: der Tag des Pfannkuchens oder – ja, liebe eingefleischte Berlinerinnen und Berliner – des Eierkuchens. Mit einem flexiblen Grundrezept aus Mehl, Milch, Eiern, Sprudelwasser und Öl gelingt der Teig so gut wie immer und schmeckt mit der richtigen Röstung warm oder kalt. Zum Frühstück, Mittag oder Abendessen: Mögen Sie Eierkuchen lieber süß oder herzhaft?
Kiekste
Patriarchale Strukturen der Berliner Graffiti-Szene manifestieren sich an einem Toilettencontainer an der Krummen Lanke. Oder alles nur ein Versehen? Wir danken jedenfalls Leser Gerald Zabel fürs Aufspüren und Ablichten. Und empfangen gern weitere Berlinbilder unter checkpoint@tagesspiegel.de!
Berlin heute
Verkehr – A100/A111 (Stadtring): Sperrung von 21 bis 5 Uhr in Richtung Neukölln von der Anschlussstelle (AS) Jakob-Kaiser-Platz bzw. AS Heckerdamm bis AS Hohenzollerndamm.
Argentinischen Allee (Dahlem): Im Kreuzungsbereich Riemeisterstraße steht ab dem Morgen in beiden Richtungen jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung (bis 6. Oktober).
Strausberger Platz (Friedrichshain): Ab ca. 16 Uhr stehen stadteinwärts nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Die beiden Zufahrten der Lichtenberger Straße sind jeweils auf einen Fahrstreifen verengt (bis Ende November).
Neue Roßstraße (Mitte): Sperrung in Richtung Annenstraße zwischen Wallstraße und Alte/Neue Jakobstraße (bis Ende Oktober).
Rosenthaler Straße (Mitte): Sperrung ab 6 Uhr in Richtung Rosenthaler Platz hinter der Einmündung Neue Schönhauser Straße. Nur das Rechtsabbiegen in die Neue Schönhauser Straße ist möglich. In Fahrtrichtung Hackescher Markt ist nur das Geradeausfahren möglich (bis Mitte Oktober).
Osloer Straße (Gesundbrunnen): In Richtung Seestraße steht zwischen Prinzenstraße und Stockholmer Straße nur ein Fahrstreifen zur Verfügung (bis Mitte Oktober).
Ridbacher Straße (Mahlsdorf): Sperrung in beiden Richtungen zwischen Hönower Straße und Briesener Weg (bis Anfang Oktober).
Nahverkehr – S41/42: In der Nacht von 22 bis 1.30 Uhr fährt ein Pendelzug im 20-Minutentakt auf dem Streckenabschnitt zwischen Beusselstraße und Wedding.
Regionalverkehr – FEX: Von 21.15 bis 4 Uhr enden diverse Züge in Flughafen BER – Terminal 5. Der planmäßige Halt in Flughafen BER – Terminal 1-2 entfällt. Die Züge FEX 19872 und 19880 beginnen abweichend in Flughafen BER – Terminal 5. Der planmäßige Halt in Flughafen BER – Terminal 1-2 entfällt.
RE7: Die Züge dieser Linie fallen bis 28./29. September, jeweils von 21.50 bis 3.20 Uhr, zwischen Michendorf und Berlin-Wannsee aus.
Demonstration – Für heute sind elf Demonstrationen (Stand 25.9., 14 Uhr) angemeldet, u.a. „Verkündung: Gesetzesvolksentscheid der Initiative Deutsche Wohnen und Co. enteignen“: 60 Teilnehmende, Bürgerinitiative „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“, Rathausstraße 15 (8-15 Uhr)
„Solidarität mit den Bürgerprotesten im Iran. Stoppt Hinrichtungen im Iran.“: 30 Personen, Exil Iranische Gesellschaft, Konrad-Adenauer-Straße 1 (9-18 Uhr)
„Übergabe von Unterschriften an die Bundestierschutzbeauftragte Ariane Kari aus der Petition für ein Ende der Zwangsfütterung von Enten und Gänsen“: 15 Demonstrierende, Animal Equality, Wilhelmstraße 54 (9.30-11 Uhr)
„Friedlichen Protesten wird vom sri-lankischen Staat mit Gewalt begegnet, Menschenrechte für Eelam Tamilen“: 50 Menschen, Volksrat der Eelam Tamilien Deutschland, Werderscher Markt 1 (13-17 Uhr)
„Weiterbildungstag – Ver.di Aktionstag. Weiterbildungsrepublik – stark nur mit guten Tarifverträgen!“:50 Protestierende, Verdi, Pariser Platz (17-19 Uhr)
Gericht – Ein 27-Jähriger, der ohne Führerschein und unter Einfluss von Drogen mit 18 gestohlenen Fahrrädern in einem Transporter unterwegs gewesen sein soll, kommt auf die Anklagebank (10 Uhr, Amtsgericht Tiergarten, Kirchstraße 6, Saal 4092).
Universität – Die Freie Universität bietet Schülerinnen der 7. bis 13. Klasse von 17 bis 19 Uhr einen Einstieg in die Welt der Kryptografie. Nachdem die Ursprünge des Kodierens im Workshop „Kryptographie: IT-Sicherheit & das Verschlüsseln von Information“ gelüftet wurden, programmieren die Teilnehmenden selbst ein kleines Verschlüsselungsprogramm und blicken auf moderne Techniken der Kryptografie. Eine Anmeldung ist erforderlich, Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Treffpunkt: Physikgebäude, vor Trakt 3, Arnimallee 14, Dahlem
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Jutta Allmendinger (67), Soziologin, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung / Michael Ballack (47) ehem. Fußball-Nationalspieler /Natja Brunckhorst (57), Schauspielerin, bekannt durch ihre Rolle der Christiane F. im Film „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ / „Lieber Gerhard alles Gute zum 75. Geburtstag wünscht Dir von ganzem Herzen Dein Frauchen und Familie“ / „Lieber Kilian, herzlichen Glückwunsch zum 16. Geburtstag im fernen Amerika. Deine Familie aus Berlin und Halle/Westfalen“ / „Liebe Lina, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Wir drücken die Daumen für die Abschlussarbeit und wünschen Glück für die Zukunft. Sonnige Grüße vom Gardasee, M, W, U + T“ / Mark Rackles (57), ehem. Politiker (SPD) und Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft (2011-2019) / Marcus Staiger (52), Autor, Journalist und Wegbereiter des Berliner Rap / „Liebe Susanne, wir schicken Dir heute dicke Geburtstagsknutscher auf die Insel im azurblauen Meer! Deine Bär*innen-Familie.“ / Collien Ulmen-Fernandes (42), Schauspielerin, Autorin und ehem. Moderatorin beim Musiksender VIVA / Johann von Bülow (50), Schauspieler, bekannt durch Hans-Christian Schmids Komödie „Nach Fünf im Urwald“ / „Nina von Roeder, alles Gute der besten Ehefrau von allen“ / „Cornelia Wehr (70), Oberstudiendirektorin i. R., langjährige Schulleiterin der Katholischen Schule Liebfrauen in Charlottenburg.“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Margarete (Gretel) Beier, geb. Hippe, * 19. Januar 1929 / Klaus Hahner, * 13. August 1945 / Helga Schalow, * 21. Juli 1951 / Björn-Thorsten Specht, verstorben am 11. September 2023 / Ina-Maria Weichhardt, geb. Grunewald, * 12. August 1935
Stolperstein – Die Hannoveranerin Gertrud Rosenfeld wurde am 24. November 1897 geboren. Mit ihrem Ehemann, dem achtzehn Jahre älteren Ernst Rosenfeld, hatte sie zwei Kinder. Als der nationalsozialistische Terror zunahm und das Leben für jüdische Menschen unerträglicher machte, prägten Angst und Depressionen den Alltag von Gertrud Rosenfeld. Heute vor 85 Jahren beging sie in einem Hotel am Anhalter Bahnhof Suizid. Auf der Helmstedter Straße 31 in Wilmersdorf erinnert ein Stolperstein an Gertrud Rosenfeld.
Encore
Zum Schluss ein Serien-Tipp fürs Binge Watching: Gestern Abend hatte die fünfteilige Doku-Reihe „Capital B – Wem gehört Berlin?“ Premiere im Holzmarkt 25. In der Arte-Mediathek ist sie bereits seit einigen Tagen zu sehen. Es geht um Berlin seit dem Mauerfall – um die vielfältigen Freiräume Anfang der 90er-Jahre auf der einen und den zwanghaften Willen, Berlin wieder zu einer Weltmetropole zu machen, auf der anderen Seite. „Regisseur Florian Opitz kocht selbst die abgebrühtesten Berliner noch mal weich“, konstatiert meine Kollegin Claudia Reinhard.
Der Cast für diese Checkpoint-Ausgabe bestand aus: Thomas Lippold (Recherche), Sophie Rosenfeld (Stadtleben) und Florian Schwabe (Frühproduktion). Morgen dreht hier wieder Robert Ide seine Runde.
Auf bald,

