Ein kleiner Downer: Berlin ist nicht mehr so lebenswert wie noch vor einem Jahr – sagt nicht die Opposition, sagen nicht wir, sondern der Economist. Der hat in dieser Woche seine Liste der lebenswertesten Städte veröffentlicht. Berlin rutscht im diesjährigen Ranking vier Plätze ab und nimmt jetzt Platz 21 ein (von immerhin 173 untersuchten Städten).
Bewertet wurden diese anhand fünf Kategorien: Stabilität, Gesundheitsversorgung, Bildung, Kultur und Umwelt sowie Infrastruktur. Auf Platz eins thront, wie schon in den Vorjahren, Wien (wer würde widersprechen?). Dahinter: Kopenhagen und Zürich. Was der Berliner Seele natürlich guttut: Wir liegen vor Hamburg. Und vor allem: vor München (beide Platz 27).
Apropos lebenswert: Die Macher des Gastro-Guides „Immer Hunger“ haben ermittelt, in welchem Bezirk der Döner am teuersten ist, mit anderen Worten: wo die Dönerpreis-Bremse überfällig ist! Ergebnis: Am teuersten ist der Döner in Charlottenburg-Wilmersdorf mit einem Durchschnittspreis von 6,74 Euro, gefolgt von Mitte mit 6,68 Euro.
Am günstigsten kommt man in Reinickendorf weg (5,75 Euro). In ganz Berlin sei der Dönerpreis in den vergangen fünf Jahren von durchschnittlich 3,81 Euro im Jahr auf 6,26 Euro gestiegen. Damit liegt die jährliche Döner-Inflation bei über 10 Prozent! Was muss noch geschehen, Herr Bundeskanzler?
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Pride Month Opening
Mit einer großen Eröffnungsfeier am 28.6. beginnt der Pride Month – ein Monat voller Programm für die und von der queeren Community Berlins. Der Auftakt verbindet Musik, Show, Sport und Politik mit der Botschaft: Berlin feiert die Vielfalt voller Stolz!
Kuratiert von Berliner CSD e.V. & Queens Against Borders
Fan Zone Reichstag, 14-23Uhr
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Wir bleiben beim lieben Geld: Eine halbe Milliarde Euro pro Jahr steht Berlin – rückwirkend ab 2022 – weniger zur Verfügung, weil die Stadt laut Zensus rund 130.000 weniger Einwohnerinnen und Einwohner hat als das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg angenommen. Doch wie kam es überhaupt zu der Fehleinschätzung?
Mark Hoferichter, Referatsleiter Zensus beim Statistikamt, erklärte dem Checkpoint, dass seine Behörde die Bevölkerung Berlins auf Grundlage des Zensus 2011 fortgeschrieben hat. Entscheidend dafür sind neben den Geburten und Sterbefällen die An- und Abmeldungen bei den Berliner Meldebehörden.
„Wenn dort Unschärfen vorhanden sind, setzen diese sich in der Bevölkerungsfortschreibung fort“, sagt Hoferichter. Und: „Viele Großstädte haben größere Abweichungen der Register und Bevölkerungsfortschreibung zum Zensus 2022, weil hier besonders mobile Personengruppen überproportional vertreten sind.“
Für Berlin ist das teuer, weswegen Ex-Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) fordert, dass die Meldebehörden in den Bezirken endlich proaktiv ihre Daten überprüfen. „Es wäre gut, dafür die Rückläufe bei der Europawahl zu nutzen“, sagte Kollatz dem Checkpoint. „Wenn die schon weggeworfen sein sollten, kann man die Rückläufe der kommenden Bundestagswahl nutzen, muss das aber auch wollen.“ Und können.
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Künstliche Intelligenz (KI) birgt enorme Chancen. Zugleich ist das Missbrauchspotenzial bei der Videoüberwachung groß. Wir beleuchten mit Expert*innen die aktuelle Rechtsgrundlage sowie Perspektiven der
Zivilgesellschaft. Außerdem diskutieren wir, welche Spielräume die KI-Verordnung der EU („AI Act“) für national strengere Regelungen enthält. Mehr
Aufregung gestern im Umweltausschuss. Die schwarz-rote Koalition hat in letzter Sekunde einen Änderungsantrag zur Reform des sogenannten Grünanlagengesetzes eingebracht. Ziel: eine rechtliche sichere Grundlage, um die Nutzung der Parks einschränken zu können – also etwa Alkoholverbote anzuordnen oder Parks nachts ganz zu schließen.
Huch, hat hier jemand Görlitzer Park gesagt? Offiziell natürlich nicht. Allerdings ist offensichtlich, dass dadurch die von Kai Wegner (CDU) und Iris Spranger (SPD) forcierte nächtliche Schließung des Görlis rechtlich abgesichert werden soll.
Blöderweise zeigt nun genau dieses Gesetzesvorhaben aber auch – ob gewollt oder nicht –, wie schwierig das Ganze in der Praxis werden könnte. Zwar will der Senat bekanntermaßen den Bau an sich ziehen, könnte dann eben aber nur genau das: den Zaun bauen. Für eine nächtliche Schließung – so steht es weiterhin explizit im Grünanlagengesetz – ist der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zuständig.
Wie der dazu steht, ist bekannt. Dem Senat müsste wahrscheinlich (wie schon beim Bau), auch für die Schließung die Zuständigkeit an sich ziehen, wogegen der Bezirk (wie schon beim Bau) klagen dürfte …
Falls Ihnen von diesem Ping-Pong jetzt auch ganz schwindlig ist, empfehle ich Ihnen die neuste Folge unseres Checkpoint-Podcasts, der sich nochmal mit der Genese von Berlins umstrittensten Zaunprojekt beschäftigt. Zu hören ab heute Nachmittag hier.
Noch ein kurzer Blick aufs Thermometer … ah ja, immer noch zu heiß. Checkpoint-Tipp: die Berliner Erfrischungskarte! Dort zeigen die Technologie-Stiftung Berlin und die Open Data Informationsstelle ganz genau, wo es in der Hauptstadt etwas Abkühlung gibt – durch welche Straßen weht trotz 30 Grad Celsius ein laues Lüftchen, wo gibt es Schatten, wo stehen Berlins Trinkbrunnen und wo finden Sie eine Sitzbank zum Ausruhen?
Schon ein kurzer Blick zeigt: Wohl dem, der außerhalb des Rings wohnt – dort ist es quasi im gesamten Stadtgebiet kühler und windiger als in der Innenstadt. Frischeinseln im Zentrum finden sich (noch) ums Tempelhofer Feld, den Tiergarten und, ja wirklich, rund um den Hauptbahnhof. Klicken Sie sich mal durch.
Haben Sie weitere Tipps, um mit der Bärenhitze umzugehen? Ob kalte Handtücher und Durchzug, nachts in der Hängematte auf dem Balkon schlafen oder das Rezept für den besten Eistee. Schicken Sie uns Ihre individuellen Anti-Hitze-Tipps (gerne mit Foto) an: checkpoint@tagesspiegel.de.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Checkpoint wirkt: Gestern forderte meine Kollegin Anke Myrrhe hier, auf der Fanmeile den EM-Achtelfinal-Kracher Türkei vs. Österreich zu zeigen – obwohl das nicht geplant ist. Noch am selben Tag erfuhr der Checkpoint aus Veranstalterkreisen: Der Wunsch wird Wirklichkeit. Offiziell bekannt geben will Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) dies heute auf ihrer Halbzeit-Pressekonferenz zur EM in Berlin.
Die Freude über den Sieg im letzten Vorrundenspiel der Türkei wurde am Mittwochabend in Berlin von einem schweren Unfall überschattet. Ein 67-Jähriger wurde in Neukölln von einem Autofahrer mit hohem Tempo angefahren. Er starb in der Nacht zum Donnerstag noch am Unfallort an seinen Verletzungen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der mutmaßliche Unfallfahrer hat sich inzwischen gestellt, nachdem er zunächst geflüchtet war.
Die SPD in Friedrichshain-Kreuzberg fordert eine Reihe von Maßnahmen, um geschlechtliche Vielfalt sichtbarer zu machen. Neben einem oder einer Beauftragten für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt und dem Aufbau eines „Queeren Zentrums“ will die SPD das Bürgeramt in Bürger:innenamt umbenennen. Was meinen Sie, eine gute Idee?

In ganz Deutschland kann man seit gestern die doppelte Staatsbürgerschaft beantragen. In ganz Deutschland? Nein. Wer gestern pünktlich um 0 Uhr den Online-Antrag auf dem Service-Portal des Landes Berlin aufrufen wollte, bekam als Antwort: „Dieser Service ist wegen Wartungsarbeiten vorübergehend außer Betrieb.“ Nicht das beste Timing, was zum Glück auch Berlin schnell erkannt hat. Senatssprecherin Christine Richter sagte dem Checkpoint: „Aufgrund eines turnusmäßigen Updates kam es zwischenzeitlich zu technischen Problemen, die mittlerweile jedoch behoben sind. Wir bitten, eventuelle Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.“
Vom Berliner Wohnungsmarkt gibt’s bekanntlich nicht viele gute Nachrichten. Das hier ist eine: Das Oberverwaltungsgericht hat gestern Milieuschutzverordnung für das Gebiet „Reinickendorfer Straße“ in Mitte bestätigt. Ein Investor hatte dagegen geklagt, weil er auf einem Gelände, auf dem sich der Künstlerhof „Koloniestraße 10“ befindet, Mikroapartments bauen will. Das kann der Bezirk nun verhindern.
Es dürfte das letzte noch offene Restitutionsverfahren im Zusammenhang mit DDR-Enteignungen in Berlin sein: Die Stiftung Berlinisches Gymnasium zum Grauen Kloster sieht sich als Rechtsnachfolgerin der im Zweiten Weltkrieg Schule in der Klosterstraße in Mitte und fordert nun das Grundstück zurück. Im Zweifel tut’s aber auch Geld: Für 11 Millionen Euro würde die Stiftung auf einen Gang vor Gericht verzichten.
Verkehr I: Sie wollen mit dem Auto nach Mitte? Lassen Sie es lieber. Oder planen Sie mit dem Chaos: In Richtung Alexanderplatz sind Leipziger Straße, Mühlendamm und Grunerstraße wegen Baustellen und Ausgrabungen verengt. Ausweichmöglichkeit hätte die Brückenstraße im Westen sein sollen – doch die ist jetzt wegen einer Havarie Spontan-Baustelle, hier werden beide Richtungen noch mindestens drei Tage provisorisch auf eine Spur auf dem Mittelstreifen umgeleitet. Bleiben die Linden, sind die gerade frei? Nicht zum Zeitpunkt dieser Recherche – Großdemo.
Verkehr II: Auch die Berliner Stadtbahn macht Sommerferien. Jedenfalls so ähnlich: Wegen Bauarbeiten fahren ab Mittwoch, dem 17. Juli (ca. 4 Uhr) bis zum Montag, dem 29. Juli (bis ca. 1.30 Uhr), keine S-Bahnen zwischen Alexanderplatz und Tiergarten. Ein Busverkehr wird eingerichtet. Die S-Bahn empfiehlt trotzdem, die Strecke möglichst mit der Ringbahn zu umfahren.
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Raus ins Grüne!
Mit unserer neuen Ausgabe des Tagesspiegel-Magazins „Brandenburg” aus der Reihe „Tagesspiegel Unterwegs“ starten Sie frisch in den Frühling. Wir waren für Sie in Brandenburg unterwegs und stellen Ihnen auf 168 Seiten Orte und Regionen vor, wie Sie sie noch nicht kennen.
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Die HU-Besetzung durch palästinensische Aktivisten wird uns noch eine Weile beschäftigen. Nun fordern Studierende und Dozenten der Uni in einem offenen Brief den Regierenden Bürgermeister und den Berliner Senat auf, den Polizeieinsatz und seine Folgen aufzuklären. Kritisiert wird darin unter anderem, dass auch gegen Teilnehmer an einer Diskussionsveranstaltung mit dem Präsidium sowie gegen Vermittler und Beobachter Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch und schwerem Hausfriedensbruch gestellt wurden.
Heute Abend spielt die berlinischste aller Berlin-Bands in ihrem Wohnzimmer in der Wuhlheide und stellt dabei auch gleich ihr neues Album „Please“ vor. Dass Beatsteaks-Frontmann Arnim Teutoburg-Weiß in seinen Geburtstag am Samstag rein singen kann, verhindert wahrscheinlich der Lärmschutz. Aber vielleicht machen die Behörden ja mal eine Ausnahme. Wer weder heute noch für das morgige Geburtstagskonzert Karten hat kann immerhin eine Runde Ringbahn mit Arnim und Gitarrist Peter Bauman fahren (zur Podcast-Folge mit Ann-Kathrin Hipp geht’s hier).
Zitat
„Die „Bunte Republik Deutschland“, wie sie der vormalige Bundespräsident Christian Wulff einmal getauft hat, wird Wirklichkeit. Recht so.“
Dass in Deutschland seit gestern Anträge auf die doppelte Staatsbürgerschaft gestellt werden können, entwertet den deutschen Pass nicht, kommentiert Tagesspiegel-Herausgeber Stephan-Andreas Casdorff. Es entspreche der Lebenswirklichkeit hierzulande und in vielen anderen Ländern Europas. Hier können Sie den ganzen Text lesen.
Stadtleben
Verlosung – Irgendwie hat schon ein Gewöhnungseffekt eingesetzt, was die Nachrichten aus der Ukraine angeht, so schrecklich das klingt. Das Stück „Donezk.UA“ im TD bringt den Krieg wieder hautnah. Mit Geschichten, vielstimmig und durchaus widersprüchlich. Regisseur Andreas Merz hat für das Projekt Kontakt zu den ehemaligen Teilnehmer:innen eines Straßentheaterprojektes in Donezk aufgenommen – 14 Jahre später. Über ganz Europa verstreut erzählen die Menschen ihre Sicht der Dinge, Premiere am 4. Juli. Wir verlosen 2x2 Tickets für den 5. Juli (20 Uhr), regulär 25/15/10 Euro, Klosterstraße 44, U-Bhf Klosterstraße
Essen & Trinken – Noch bis 8. September wird bei den Events von The Champions Burger in ganz Deutschland der beste Burger des Landes gesucht. Beim Auftakt Anfang Mai in Berlin gab es einen lokalen Gewinner: „Smack Burger“. Die fünf Gründer braten nicht nur klassische Burger, sondern auch Patty Melts – das Burger-Sandwich aus den USA ist in Deutschland bisher noch eine Rarität. Zwischen zwei großzügig geschnittene, knusprig-buttrige Toastscheiben kommt hier nur das Beef-Patty, Käse und karamellisierte Zwiebeln. Das Ganze verbindet sich zu einer würzig-fettigen Schweinerei im besten Sinne. Das Geheimnis von „Smack Burger“: Das Brot wird jeden Tag frisch hausgebacken, Fleisch und Gemüse kommen von Produzentinnen aus Brandenburg, die Saucen sind selbst gemacht. Für die Veggie-Variante kommen die Produkte von Beyond Meat zum Einsatz. Pommes gibt es natürlich auch. Mo-Fr 11-0 Uhr, Sa 11-1 Uhr, So 12-0 Uhr, Badstraße 66, U-Bhf Pankstraße
Noch hingehen – In die Lebenszeit der chinesischen Künstlerin Wenxin Zheng (* 1975) fallen große gesellschaftliche Umbrüche. In Schichten legen sich die Bilder auf ihre Leinwand. Die jüngste ist klar lesbar, aber die Vergangenheit scheint und wirkt hindurch. Die Bilderflut der sozialen Medien zu verarbeiten und ihrer Bedeutung für das alltägliche Leben, für Kommerz, Kontrolle, aber auch Widerstand besonders in China gerecht zu werden, war eine Herausforderung. Nun nimmt ihre Kunst eine neue Richtung. Für ihre Solo-Schau „Glow“ (noch bis Sonnabend in der Galerie Anahita Contemporary) hat sie sich u.a. mit Meditation und chinesischer Alchemie auseinandergesetzt. Fr 12-19, Sa 11-16 Uhr, Schlüterstraße 14, S-Bhf Savignyplatz
Berlinbesuch – Theater, Konzerte, Performances ... und viele supercoole Projekte, die in keine Genre-Schublade passen. Alles für lau. Ja, das Festival „48-Stunden-Neukölln“ steht an, Start ist heute Abend und dann macht man am besten durch, um möglichst viel zu erleben. Etwa „Auctio – über Geld spricht man nicht“. Das ist eine partizipative Tauschaktion (ab 19 Uhr, Hermannstraße 103), bei der alle Mitspieler:innen Gegenstände in die Hand kriegen, die das Orga-Team in Neukölln gefunden hat. Ziel ist es, das Zeug gegen andere (höherwertige, klar) Objekte zu tauschen. Am Folgeabend verwandelt sich das Studio Nagelneu in ein Auktionshaus. Zu aufregend? Dann eine klassische Ausstellung, „Leibinseln“, im Tauthaus in der Hufeisensiedlung oder die Performance „Garten-Zwerg-Garten“ auf dem Tempelhofer Feld. Thema dieses Jahr: „Urbane Stille“.
Grübelstoff – Waren Sie schon im Freiluftkino dieses Jahr? Im Freibad? Jetzt passt das Wetter endlich und plötzlich kommt leichte Panik auf, weil ab Montag schon Juli ist und man bisher weder am See war noch ein Eis gegessen oder die Fußnägel lackiert hat. Was löst bei Ihnen augenblicklich Sommergefühle aus?
Kiekste
Der neueste Gastro-Trend aus Mitte? Unsere Leser Monika und Andreas Henze wunderten sich wahrscheinlich nicht weniger als wir. Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil. Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de!
Berlin heute
Verkehr – Kreuzbergstraße (Kreuzberg): Die Straße ist zwischen Katzbachstraße und Mehringdamm von 6 Uhr bis Sonntagnacht, 24 Uhr, für den Kfz-Verkehr gesperrt.
S-Bahn – S1, S25 und S8: Von 22 Uhr bis Montagmorgen, ca. 1.30 Uhr, ist der Abschnitt zwischen Bornholmer Straße und Oranienburg bzw. Alt-Reinickendorf unterbrochen. Die S1 wird zwischen Bornholmer Straße und Hohen Neuendorf über Pankow, Blankenburg und Schönfließ umgeleitet.
Demonstration – Für heute sind 24 Demos angemeldet (Stand 27.6., 13.30 Uhr), u.a. „Morgenkreis für die Kinder von morgen“: 150 Menschen, ver.di, Klosterstraße 47 (7.30-9.30 Uhr)
„Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung in Gefahr. Zur 1. Lesung des GVSG im Bundestag demonstrieren wir noch einmal vorm Bundestag, damit der Gesetzgeber uns und alle psychotherapeutischen Patient*innen nicht vergisst“: 100 Demonstrierende, Friedrich-Ebert-Platz 2 (11-12.30 Uhr)
„Gegen die Wahl-Show im Iran“: 70 Teilnehmende, O.I.P.M, Podbielskiallee 67 (11.30-15 Uhr)
„100 Schulzonen für Berlin pro Jahr! Wir fordern die Einführung von autofreien Schulzonen“: 500 Menschen, Kommandantenstraße (gesamte Fahrbahn und die Fußgängerwege ab Ecke Finkensteinallee bis zur Kreuzung Weddingen Weg) (13.-17.30 Uhr)
„Gedenkveranstaltung 85 Jahre Kindertransporte aus der Tschechoslowakei zu Ehren von Sir Nikolas Winton und Hannah Arendt“: 150 Menschen, Kindertransport Organisation Deutschland, Georgenstraße 22 (14-15 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 26 Demos, u.a. „Bundeswehr raus aus Jobmessen! Die Kriegsdienstgegner* – innen der DFG-VK protestieren gegen das Anwerben fürs Töten und Sterben“: zehn Demonstrierende, DFG-VK, Mühlenstraße 17 (13-16 Uhr)
„Solidarität mit den Protesten gegen die Finanzreform in Kenia“: 200 Teilnehmende, Rheinbabenallee 49 (15-19 Uhr)
„EAST PRIDE BERLIN – Motto: Homos sagen Ja zu Israel“: 500 Menschen, Gethsemanekirche, Rosa-Luxemburg-Straße, Hackescher Markt, Neue Synagoge (Oranienburger Straße) (16-19 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind 19 Demos, u.a. „Wedding für Palästina“: 500 Demonstrierende, Gesundbrunnen, Schulstraße, Leopoldplatz (13-16 Uhr)
„Mahnwache für eine im Berliner Straßenverkehr getötete 81-jährige Fußgängerin“: zehn Teilnehmende, VCD Nord, Fürstenwalder Damm (14.30-15 Uhr)
„Brennpunkte in Rudow. Antifaschistische Fahrrad-Demonstration mit Kundgebungen an Orten von der NS-Zeit bis heute“: 50 Menschen, „Rudow empört sich“, Rudower Spinne, Fleischerstraße, Mauerweg an der Grenze zu Brandenburg, Köpenicker Straße (15-17.30 Uhr)
Gericht – Der Prozess gegen einen Ex-Stasi-Mitarbeiter wegen Mordes vor 50 Jahren geht weiter. Der heute 80-Jährige soll 1974 einen polnischen Staatsbürger, der zuvor mit einer Bombenattrappe seine Ausreise in den Westen erzwingen wollte, am damaligen Grenzübergang Bahnhof Berlin-Friedrichstraße erschossen haben. Der Angeklagte soll als Angehöriger einer „Operativgruppe“ des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit mit der „Unschädlichmachung“ des Opfers beauftragt worden sein (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 142).
Universität – An der Freien Universität findet am Montag und Dienstag die Konferenz „Queer Contemporary Histories - International and Intersectional Perspectives“ statt. Am Sonntag gibt es bereits eine Filmvorführung (16 Uhr) mit anschließender Diskussion im Kino Central. Konferenzort: Henry-Ford-Bau, Garystraße 35
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Zum 60. Geburtstag Glückwünsche für Angela“ / Sebastian Czaja (41), Politiker (FDP), bis 2023 im Berliner Abgeordnetenhaus Vorsitzender der FDP-Fraktion, aktuell Mitglied im Bundesvorstand der FDP / Ludwig Kronthaler (67), Jurist und Wissenschaftsmanager, bis 2022 Vizepräsident für Haushalt, Personal und Technik der HU Berlin / „SU MELI MÜBOS! Alles Liebe für Dich heute: 18. B-Day & Abi-Verleihung! Für uns bist Du: Simply the Best! Dede/Noni/Mama/Papa/David/Rada/Yves/Kosta/Pela“ / „Liebe MIRIAM, nach den letzten anstrengenden Wochen wünschen wir Dir für Dein neues Lebensjahr v.a. Gesundheit, beruflichen Erfolg, glückliche Momente, weiterhin verlässliche Freund*innen und den Schutz Deiner immer helfenden und zugewandten Familie, herzlichen Glückwunsch, all the best, Manka & Edwin“ / „Lieber Spatz, alles Liebe zu deinem 75. Geburtstag! Ich wünsche dir so viel Glück und Gesundheit, wie die Sonne Strahlen hat und der Himmel Sterne. Dein Spatz mit K&P und C&L“ / „Alle Herzschrittmacher feiern heute den Geburtstag unsere Chorschwester Bettina Z. aus dem Alt und auch ihr Angebot als Mediatorin“
Sonnabend – „Liebe Antja, sonst schreibst Du über andere, heute liest Du über Dich … Herzlichen Glückwunsch – hab einen wunderschönen Tag, wie schön, dass es Dich gibt, Deine Kölnerin.“ / Lisa Heiseler (26), Fußballspielerin, Stürmerin bei den 1. Frauen Union Berlin /„Friederike Maier, herzlichen Glückwunsch! Über die zu feiernden Jahre schweigen wir - das glaubt uns sowieso niemand! Sabine und Peter“ / Peter Schäfer (81), Judaist, Direktor des Jüdischen Museums Berlin von 2014 bis 2019 / Arnim Teutoburg-Weiß (50), Musiker, Sänger der Beatsteaks, spielen heute und morgen in der Wuhlheide
Sonntag – „Und schon wieder eins rauf in den 40ern, und immer, ohne auch nur einen Deut älter zu werden! Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebe Christa! Wir sehen uns! Marion&Kurt“ / Danilho Doekhi (26), niederländischer Fußballprofi, Verteidiger bei Union Berlin / „Glückwunsch dem Prachtburschen *Florian*❣️ Du kamst vor *40 *Jahren in Berlin auf die Welt. Mama Beatrice & Vatter Kalle freuen sich auch wieder dabei zu sein ?, diesmal in London???“ / Andreas Gegenfurtner (65), Präsident der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben / „Roswitha Guhn (83), leidenschaftliche Chorsängerin, Gärtnerin und baldige Wandersfrau – Herzliche Glückwünsche von deiner Familie!“ / „Meinem geliebten HB-Brüderchen ein dickes Küsschen zum 60.! Dein Schwesterchen“ / Axel Ranisch (41), Regisseur („Dicke Mädchen“, „Ich fühl mich Disco“), Autor, Schauspieler und Produzent, gerade spielt die Komische Oper die von ihm inszenierte Operette „Messeschlager Gisela“ / „Happy Birthday, Björn Seeling!“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Prof. Dr. Ing. Ulrich Boenick, * 27. Mai 1936, langjähriger Dozent an der TU Berlin, Gründer des Hauptstudiengangs „Biomedizinische Technik“ / Dr. Rolf-Peter Lange, * 29. Januar 1944, Ahorn Gruppe / Matthias Tkotsch, * 20. Oktober 1946
Stolperstein – Hermann Knopp wurde am 14. August 1902 in Berlin geboren. Er war Tischler. 1931 heiratete er die Kontoristin Jenny Fleischhacker; das Paar hatte wahrscheinlich keine Kinder. Hermann wurde am 3. März 1943 im Zuge der sogenannten „Fabrikaktion“ von den Nazis nach Auschwitz deportiert. Seine Frau war bereits zwei Tage zuvor deportiert worden. An Hermann und Jenny Knopp erinnern Stolpersteine in der Marienburger Straße 9 in Prenzlauer Berg.
Wer in Berlin über die Gedenktafeln stolpert und mehr wissen will: Mit einem Klick gelangt man über die App „Stolpersteine – Die Schicksale“ zu den Biografien der Verfolgten.
Encore
Mit unserem offiziellen Checkpoint-Tippspiel zur EM geht’s hier morgen weiter – was nicht heißt, dass nicht schon fleißig orakelt wird für die Achtelfinalspiele. Scooby zum Beispiel – die Schildkröte einer Mitarbeiterin der Königlich Dänischen Botschaft – ist sich sehr sicher, dass Deutschland morgen gegen Dänemark gewinnt.
Die Dänische Botschaft bringt das in Erklärungsnot. Einerseits will sie ihrem eigenen Orakel nicht offen widersprechen, anderseits vertritt sie immer noch die Interessen Dänemarks. Aber wenn eine Botschaft eines kann, dann Diplomatie. Ihr Statement: „Wir wissen selber nicht so richtig, ob wir der Schildkröte glauben sollen.”
Mit mir von der Partie waren heute Lotte Buschenhagen (Co-Autorin), Antje Scherer (Stadtleben) und Jasmine Dellé (Produktion). Morgen geleitet Sie hier Jessica Gummersbach ins Wochenende.
Auf bald


