wir starten mit Urlaubsgrüßen von CP-Leserin Maria Nonfon: „Ich lese den Checkpoint an Bord der SY Manca. Das Foto wurde vor Albufeiras an der Algarve aufgenommen. Wir waren auf dem Weg nach Vilamaura bei ca. 18°C. Ich hätte gerne etwas von Ihrer Hitze!“ Wir tauschen Hitze gegen Meeresrauschen!

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Heute Abend wird es endlich richtig spannend: Wenn wir großes Glück haben, bekommt Berlin einen kräftigen Gewitterguss ab. In Teilen der Stadt und Brandenburgs wäre es der erste nennenswerte Regen seit fünf Wochen.
In den lauen Nächten steppt in Berliner Parks der Bär – und manches Rindvieh, weshalb die Parkordnung an den Wochenenden von der Polizei durchgesetzt werden muss. Die Gewerkschaft GdP fordert, die Grünanlagen bewachen zu lassen und einzuzäunen, um Lärm und Vermüllung unter Kontrolle zu bringen, SPD-Mann Tom Schreiber will den besonders betroffenen James-Simon-Park per Pilotprojekt 22 Uhr verrammeln. Wer nachts zuschließen will, muss abends die Leute rausscheuchen, gibt Neuköllns BzBM Martin Hikel (SPD) zu bedenken und signalisiert, dass er sich das bei der unübersichtlichen – und schwer gebeutelten – Hasenheide kaum vorstellen könne. Das durch die geschlossenen Clubs verschärfte Problem hatte sich bereits im vergangenen Sommer gezeigt; auch die Ratlosigkeit der Bezirke ist noch dieselbe wie 2020. Neu ist, dass auch auf dem umzäunten Tempelhofer Feld ein Abendprogramm tobt, das Unbeteiligte eher Randale als Party nennen würden.
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Bei den Freien Wählern ist bald nichts mehr frei, wenn der Zustrom der Berliner Politstars dorthin anhält: Nach Agh-Anfragekönig Marcel Luthe (Ex-FDP) und TrepKöp-Stadträtin Cornelia Flader (Ex-CDU; „die FW haben erkannt, welches Potential in meiner Person vorhanden ist“) ist jetzt der Neuköllner Umweltstadtrat Bernward Eberenz eingetreten. Der war mal in der AfD und ist auf der Bezirksamtsseite noch in der CDU, aber meiner Kollegin Madlen Haarbach (= bestens informierte Autorin des Bezirksnewsletters) bestätigte er seinen erneuten Wechsel. Er sei 2018 „vor allem mit Blick auf eine inhaltliche wie personelle Neuaufstellung für die Zeit NACH Merkel“ in die CDU eingetreten. Doch die Neuaufstellung sei nicht nur ausgefallen, sondern ihre Akteure „wurden und werden ausgegrenzt, oft sogar angefeindet und sabotiert“.
Während die Regierungsparteien „Missstände verschweigen und schönreden“, herrsche bei der bisherigen Opposition „müde Einfallslosigkeit“. Bei den Freien Wählern dagegen sehe er „unideologische Offenheit und Konzentration auf Sacharbeit“. Aktueller Sacharbeits-Konzentrations-Count-Up der Luthe-Anfragen aus dieser Wahlperiode:1189 (zzgl. noch unbeantwortete).
Wenn die Justizverwaltung externe Rechtsanwaltskanzleien beauftragt, klingt das, als würden Eulen nach Athen geflogen. Aber manchmal muss es sein, schreibt der Senat (auf Anfrage von Christian Goiny, CDU) – und zwar bei „juristischen Fragestellungen, die ein komplexes und spezifisches Fachwissen in besonderen Rechtsgebieten erforderten“, z.B. ein Normenkontrollantrag zur Haltung von Schweinen, ein Kurzgutachten zum etwaigen Weiterbetrieb von TXL, Vergabe- und Konzessionsverfahren sowie „schwierige Personaleinzelangelegenheiten“. Macht zusammen 39 an externe Kanzleien vergebene Aufträge für insgesamt 231.668,19 Euro seit August 2018. Die Fach- und Dienstaufsicht muss vorab nicht informiert werden.
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Die anhaltende Überlastung der Berliner Behörden könnte auch aus einer Anfrageserie des FDP-Abgeordneten Florian Kluckert resultieren. Der hat die Corona-Testmöglichkeiten für sämtliche Landes- und Bezirksverwaltungen sowie Landesunternehmen, Unis usw. abgefragt (à ca. 10 Einzelfragen). Wesentliche Erkenntnis: Die Tests für Beschäftigte der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz wurden nicht mit dem üblichen Schnelltesttarif von 18 Euro vergütet, sondern gemäß Gebührenordnung für Ärzte mit 21,44 Euro. Service-Hinweis für betroffene Dienststellen: Kluckert versicherte auf Nachfrage, dass seine 33-teilige Anfrageserie nunmehr beendet sei.
Die Corona-Schnellteststationen verschwinden so schnell, wie sie gekommen waren: Von mehr als 1500 offiziell gelisteten Anlaufstellen sind nur noch gut 1000 übrig. Ob das in erster Linie mit dem Wegfall der Testpflicht für viele Anlässe zu tun hat oder mit Kontrollen oder mit der ab Juli deutlich reduzierten Vergütung, wissen allein die Betreiber. Nicht verschwinden sollen die Impfzentren, wie Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) gestern Abend ankündigte: Sie bleiben für Auffrischungen über September hinaus in Betrieb. Was ein Glück ist für Hunderttausende Berliner, die mit dem Begriff „Hausarzt“ wenig anfangen können. Nächste verfügbare Impftermine (Stand Dienstag 1 Uhr): heute 13 Uhr (Messe, AstraZeneca) oder 15. Juli (TXL, Moderna).
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Die DRIVE.sportsbar zur Fußball-EM zeigt das Achtelfinale England – Deutschland, Anstoß heute, 18:00 Uhr, beim Public Viewing im DRIVE. Volkswagen Group Forum. Fachkundige Talkgäste begleiten den Abend. Eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen steht für Gäste zur Verfügung. Wie Sie sich einen der begehrten Plätze sichern können, erfahren Sie HIER
Berliner Schnuppen
Telegramm
Es ist wieder einmal gutgegangen: Um 20.59 Uhr am Montagabend meldete die Polizei, dass ihre Spezialisten die in Steglitz gefundene Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft haben. Der Blindgänger war am Vormittag bei Bauarbeiten gefunden worden.
Zum dritten Geburtstag des Mobilitätsgesetzes hat der Verein „Changing Cities“ Soll und Haben abgeglichen: Umsetzungsstand Radschnellverbindungen: 0% von 147 km, zeitgemäße Radwege an Hauptstraßen: 1,4% von 2778 km, Radrouten im Nebennetz: 0,4% von 1486 km, Vorrangnetz für Radverkehr: 0% von 772 km. Es kommentiert SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey (auf die Frage, wie man mit dem Rad am sichersten durch Berlin fährt, CP von gestern): „Dass natürlich jetzt Berlin nicht irgendwie Bullerbü ist, ist ja auch irgendwie klar.“ Dass ein wenig mehr Bullerbü nicht schaden könnte, ist aber auch irgendwie klar.
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Schon seit Jahren ziehen mehr Menschen nach Berlin, als Wohnungen entstehen. Es fehlen bereits jetzt mehr als 170.000 Wohnungen.
Was für Konzepte haben Regierung und Opposition, um der Wohnungsnot politisch gegenzusteuern? Mit Sebastian Czaja MdA, Maren Kern (BBU), Katrin Schmidberger MdA u. Reiner Wild (Mieterverein). Live Podiumsdiskussion via Zoom.
Zur Anmeldung
Neues vom Berliner Mietwohnungsmarkt, Rubrik Angebote: Auf Ebay-Kleinanzeigen steht ein Neuköllner Mietshaus für 2,2 Mio., in Charlottenburg schreibt jemand: „Hallo, liebe Leute, habe noch ein freies Bett in möbliertem Dreibettzimmer (ca.15 m²) + gemeinsames Wohnzimmer (ca. 18m²)“ für 350-400 Euro.“ Für nur zehn Euro mehr gibt’s in Kreuzberg ein WG-Zimmer inkl. Bettwanzen. Und Rubrik Gesuche: Marie und Oliver („eigentlich sind wir voll nett“) hätten gern >65 qm Altbau für <1300 Euro und bieten an, bei Bedarf Nachbars Hund auszuführen. Wohl dem, der da noch lachen kann.
Bezirksverordnete und Bürgerdeputierte in sechs Bezirken haben ihre Aufwandsentschädigungen für Mai erst mit Verspätung erhalten. Grund war laut Senat (auf Anfrage Carsten Ubbelohde, AfD) ein Softwareproblem, genauer: „Nach einem Update des Ratsinformationssystems ALLRIS konnte keine Überleitung zum Auszahlungsprogramm InterFIS mehr hergestellt werden“. Das landeseigene IT-Dienstleistungszentrum hatte nämlich im Rahmen eines Wartungsfensters „veraltete und unsichere sogenannte Cipher-Suiten abgeschaltet“. Und dann war irgendwie der Wurm drin – zumindest bei den Verwaltungen, die ihr InterFIS in eigener Regie warten. Oder eben abwarten.
Die Sommerferien sind noch jung, aber die „B.Z.“ hat schon mal den Klassiker „Das verdienen Berlins Bosse“ reaktiviert. Also: Messe-Chef Christian Göke hatte zwar wenige Messen, aber bekam vor seinem Abschied doppelte Tantieme und dadurch 748.000 Euro. IBB-Chef Jürgen Allerkamp erhielt 560.100 Euro, BVG-Chefin Eva Kreienkamp 82.200 – weil sie erst seit Oktober dort ist, BER-ELD erhielt 501.000 Euro, Vivantes-Chefin Andrea Grebe 614.000, BSR-Chefin Stefanie Otto 262.000 und BWB-Chef Jörg Simon 420.234 Euro. So gesehen ist das Interview, das Simon mir vor seinem Abschied von den Wasserbetrieben zum Monatsende gegeben hat (erscheint Mittwoch im Tagesspiegel) umso wertvoller.
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Bei den Vivantes-Tochterfirmen erhalten viele Beschäftigte laut der Gewerkschaft Verdi nicht mal den Berliner Mindestlohn. Deshalb wurde für heute ein ganztägiger Warnstreik angekündigt – und zwar ohne Notdienstvereinbarung, nachdem die Arbeitgeber das Notdienstkonzept von Verdi als mangelhaft abgelehnt hatten. In einigen Berliner Kliniken bleiben deshalb die Küchen kalt und die Zimmer dreckig. Der Arbeitgeberverband sieht „Sicherheit und Wohl der Patient*innen massiv gefährdet“.
Der für Montagnachmittag angekündigte Flug von Easyjet aus Toulouse nach TXL (CP von Samstag) ist dort bisher nicht eingetroffen, aber das kann ja noch werden. CP-Leser Federico P. macht auf das „Europäische digitale Passagier-Lokalisierungs-Formular“ für die Einreise nach Italien aufmerksam, bei dem sich als anwählbare Abflugorte zwischen „Bayreuth-Bindlacher Berg“ und „Bielefeld-Windelsbleiche“ die Flughäfen Berlin-Tegel, -Schönefeld und -Tempelhof finden. Der BER ist nicht vorgesehen. Ich fliege sowieso meistens ab Johannisthal, weil das für mich am praktischsten ist.
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Tagesspiegel-Podcast „Gyncast“, Folge 28: Blasenentzündung, Pilz und Co: Wenn die Vagina aus dem Gleichgewicht gerät. Kommt die Zystitis vom kalten Steinboden und der Pilz von mangelnder Hygiene? Helfen Cranberries wirklich, kann zu viel Trinken schaden und warum kriegen Männer diese lästigen Krankheiten nicht? Dr. Mandy Manglers unzensierte Sprechstunde klärt auf. Jetzt hören auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de
Zitat
„Beeindruckend, wie schnell das geht.“
Gordon Lemm (SPD), Gesundheitsstadtrat von Marzahn-Hellersdorf, zum massiven Corona-Ausbruch (vermutlich Delta-Variante) an einer Grundschule unmittelbar vor Ferienbeginn.
Tweet des Tages
Ich klicke jeden Tag 50 Mal auf „Alles akzeptieren“ und es macht etwas mit mir.
Stadtleben
Stadt – „B“ wie Ballalarm auf dem Bolzplatz: Heute Abend um 18 Uhr spielen England und Deutschland um den Einzug ins Viertelfinale. In der Zwölf-Apostel-Kirche wird die Jagd nach dem Ball musikalisch begleitet. Komponist Stephan v. Bothmer sitzt an der Orgel und spielt beim Public Viewing mit den Emotionen der Fans und liefert bei Würstchen und Bier improvisierte Filmmusik. Eintritt frei, Spenden erbeten. An der Apostelkirche 1, Schöneberg, U-Bhf Kurfürstenstraße
Land – Bucheckern, Steine, Sand und mehr zieren die Wegstrecke des Barfußparks Beelitz-Heilstätten. Über drei Kilometer hinweg auf drei unterschiedlichen Routen können Sie Ihre Füße in die Freiheit und auf über 60 Stationen von unten kitzeln lassen. Nicht vergessen: ein kleines Handtuch für die Füße. Tickets sind auch in Kombination mit dem benachbarten Baumkronenpfad erhältlich. Von Mai bis September täglich von 10 bis 18 Uhr, am Wochenende bis 19 Uhr geöffnet. Straße nach Fichtenwalde 13, Beelitz-Heilstätten
See – Brisig-frische Abkühlung ermöglicht der Spreewälder Briesensee. Das dortige Strandbad liegt direkt am Ufer des Spreewälder Seecampingplatz‘ und bietet – umgeben von Kiefernwäldern – nicht nur Campingfreunden Zugang zum kühlen Nass. Mit Tretbooten ist der lange Sandstrand auch vom Wasser aus zu begutachten. Wer festen Boden unter den Füßen bevorzugt, kann sich an der Rezeption des Campingareals eine Angelkarte für den See fischen. Der Seezugang ist kostenfrei, die Campingplatzsaison läuft von April bis Oktober. Am See 2, Neu Zauche/Briesensee
Familie – Die Blätterlaube der Freien Universität versteckt sich auf der Thielallee 36 hinter grünen Hecken und Obstbäumen. Auf dem orange-blühenden Lilienfeld und zwischen hohen Gräser ist das wilde Leben des insektenfreundlichen und ökologischen Gemeinschaftsgartens beheimatet. Wer auf der Grünfläche selbst Hand anlegen oder einfach dem Großstadttummel entfliehen möchte, trifft auf offene Gartentore. Neben Mitmachlaboren und Kreativwerkstätten für Schüler:innen, lädt der Garten regelmäßig zu Bildungsveranstaltungen ein – bei Interesse können Sie sich auf den Mailverteiler setzen oder direkt an Gartenexpertin Noa Terracina wenden. Dahlem, U-Bhf Freie Universität
Tier – Biodiversität wird in der Biosphäre Potsdam großgeschrieben. Der dschungelartige Lernort gibt Einblicke in tropische Gefilde. Mit den Temperaturen um 28 Grad sind wir zwar mittlerweile vertraut. Und von Leguanen, Wasserschildkröten in Urwaldtümpeln oder umherfliegenden Schmetterlingen und bunten Tiefseefischen müssen wir dank der Biosphäre Potsdam nun auch nicht mehr träumen. Tageskarten ab 7,80 Euro gibt’s hier. Mo-Fr: 9-18 Uhr, Sa/So: 10-19 Uhr, Georg-Hermann-Allee 99, Potsdam
Genuss – Botanisch Schlemmen lässt es sich beim Café Botanico. Nach der Devise „Farm-to-table“ serviert das Lokal italienische Speisen aus dem eigenen Permakultur Garten unweit des Richardplatzes. 50 Meter von der Küche entfernt können Sie die Wildkräuter und Gemüsevielfalt selbst in Augenschein nehmen. Die wechselnde Karte führt u.a. hausgemachte Pasta und den „frischesten, gesündesten und außergewöhnlichsten Salat Berlins“ namens Botanico Wildkräutersalat aus eigener Ernte. Abendkarte Di-Sa: 17-22 Uhr, Brunch Sa/So: 10-16 Uhr, Richardstraße 100, Neukölln, U-Bhf Karl-Marx-Straße
Soundtrack des Tages – Die Beatles fangen uns mit „Here Comes The Sun“ (1969) die Sonnenstrahlen ein.
Berlins Spitzenkandidat:innen-Check
5 x 1: Bis zur Abgeordnetenhauswahl stellen wir den Spitzenkandidat:innen von CDU, FDP, Grüne, Linke und SPD jede Woche eine Frage, die sie mit nur einem Foto beantworten dürfen. Diese Woche: Wie werden Sie Berlin retten? Es antwortet: Bettina Jarasch (Grüne).
Foto: Rainer Kurzeder
Berlin heute
Verkehr – Raoul-Wallenberg-Straße (Marzahn): Fahrstreifenverengung ab dem Morgen Richtung Märkische Allee zwischen Landsberger Allee und Schönagelstraße (bis Mitte September).
Lichtenberger Straße (Friedrichshain): Fahrstreifenverengung ab dem Morgen zwischen Holzmarktstraße und Singerstraße in Richtung Platz der Vereinten Nationen (bis Anfang August).
Adlershof (Johannisthal): Zusätzlich zu den bestehenden Einschränkungen ist der Sterndamm bis zur Michael-Brückner-Straße ab der Kreuzung Groß-Berliner Damm nur auf einem Fahrstreifen befahrbar. Die Straßensperrung in der Gegenrichtung (ab der Michael-Brückner-Straße) bleibt noch bis voraussichtlich Oktober bestehen.
Pasewalker Straße (Pankow): Von 1 bis 15 Uhr ist die Fahrbahn stadteinwärts, vor der Auffahrt zur Prenzlauer Promenade, auf einen Fahrstreifen verengt.
Rudower Straße (Buckow): Zwischen 8 und 12 Uhr kommt es zu Verkehrseinschränkungen über Buschkrugallee und Parchimer Allee (Höhe Fulhamer Allee).
Regionalverkehr: Bis einschließlich Donnerstag fallen die Züge der RE66 zwischen Eberswalde Hbf und Berlin-Gesundbrunnen aus. Alternative Verbindungen finden Sie hier. Außerdem fallen die Züge der RE3 zwischen Bernau (b Berlin) und Berlin Hbf./Berlin Südkreuz ebenfalls bis Donnerstag aus. Als Ersatz nutzen Sie bitte die S-Bahnen.
Demonstration – Von 9 bis 11 Uhr demonstrieren etwa 20 Teilnehmende auf der Albrechtstraße 26 unter dem Motto „Schluss mit der politisch motivierten Verfolgung des Pazifisten Ruslan Kotsaba in der Ukraine! Für die Menschenrechte auf Meinungsfreiheit und auf Kriegsdienstverweigerung in der Ukraine!“, angemeldet durch die Berlin Initiative Freiheit Für Ruslan Kotsaba.
Gericht – Der Mordprozess gegen einen 31-Jährigen, der seine dreijährige Tochter erstochen hatte, geht weiter. Er soll das Mädchen getötet haben, um seine Ehefrau zu bestrafen, die ihn wegen häuslicher Gewalt habe verlassen wollen (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 537).
Universität – Manche Menschen träumen in schwarz-weiß, andere in Farbe. Doch erst seit den 1940er Jahren wurde die Forschung zur Farbwahrnehmung im Traum intensiviert. Die Humboldt Universität befasst sich heute von 14 bis 16 Uhr in einer Ringvorlesung mit der Typologie der „konzentrationären Träume“ von KZ-Häftlingen, die der Autor und Überlebende des KZ Mauthausen Jean Cayrol zusammenstellte. Dabei geht es um wiederholende Träume von Farbe, zwischen Phantasievorstellung und Farbenlehre. Zoom-ID: 674 7162 3130, Passwort: 299279
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Michael Dietmann (53), für die CDU im AGH / Markus Hoffmann (49), Co-Trainer beim 1. FC Union Berlin / Lisa Heiseler (23), Stürmerin beim 1. FC Union Berlin / Ingo Kühl (69), Maler, Bildhauer und Architekt / „Liebe Sabine Lapke, herzlichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag. Alleinsein ist zum Anfang schwer und gelegentlich tränenreich. Tagesherausforderungen sind Antriebe. Irgendwann kommt die Kraft wieder und das Leben geht weiter. Ich weiß, wovon ich schreibe. Achim Melchior“ / Antje Leinemann (56), Bikini Berlin-Geschäftsführerin / Hildegard Müller (54), Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie und ehem. Politikerin (CDU) / Peter Schäfer (78), ehem. Direktor des Jüdischen Museums / Arnim Teutoburg-Weiß (47), Sänger und Gitarrist bei den Beatsteaks / „Mein Tine-Töchting, heute vor 43 Jahren versendete Dein Vater für ca. 300 Ostmark Telegramme mit einem jubelnden Satz: Bin betochtert worden! Der Jubel hält an und wird begeistert fortgesetzt. Deine verliebte Mama“ / „Uwe ist der Beste! Herzlich zum Geburtstag (67, man glaubt es nicht) gratulieren Ingrid und die tollen Töchter“ / Laura Vargas Koch (31), ehem. deutsche Judoka
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Ingeburg Boehlke, * 17. Mai 1922 / Bodo Gotthardt, * 7. Juni 1921 / Dr. Gisela Kottwitz, * 13. Februar 1940, Psychotherapeutin, Mitbegründerin der Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse / Prof. Dr.-Ing. Klaus Mollenhauer, * 16. April 1931 / Siegfried Niedek, verstorben am 1. Juni 2021 / Jürgen Schöning, * 8. Oktober 1937, Senatsrat a.D.
Stolperstein – Meta Pincus (geb. Brühl, 1895) und Bruno Pincus (Jg. 1882) wurden heute vor 78 Jahren nach Theresienstadt und am 9. Oktober 1944 weiter nach Auschwitz deportiert, wo sie beide ermordet wurden. In der Peter-Hille-Straße 17 in Friedrichshagen liegen zwei Stolpersteine, um an sie zu gedenken.
Encore
Nachdem wir auf unserer Reise zu den Berlins dieser Welt gestern in Amerika gelandet sind, bleiben wir gleich da. Genau genommen fliegen wir ca. 10.000 km südwärts. Eigentlich wollten wir radeln, aber Google sagt: „Die Route konnte nicht berechnet werden“, und wenn Google das sagt, will das was heißen. Gelandet sind wir jedenfalls in 65002 Nuevo Berlín in Uruguay, wo die Tage endlich wieder länger werden und die Temperaturen Richtung 15 Grad steigen sollen. Das wird die Palmen freuen, die vor der Gedenkstätte mit dem Originalteil der Berliner Mauer stehen. Und die Bewohner auch, weil draußen die Ansteckungsgefahr geringer ist.
Im April 2020 wollte die lokale Katastrophenschutzbehörde eine generelle Quarantäne über den 2500-Seelen-Ort an der Grenze zu Argentinien verhängen, nachdem eine 43-Jährige an Covid-19 erkrankt war, aber die Regierung lehnte ab und ließ nur 70 Kontaktpersonen isolieren. Neuere Informationen zu Nuevo Berlín finden sich nicht in der Lokalzeitung. Aber ein Bericht über die Demo von 150 Neuberlinern („neoberlinéses“) für mehr Sicherheit vom November 2018 – nach zwei Morden und mehreren Raubüberfällen. Der Polizeichef versprach verstärkte Patrouillen. Sofern keine Nachrichten gute Nachrichten sind, lebt es sich in Nuevo Berlín jetzt hoffentlich so sicher wie in Bad Godesberg, woher die Brüder Richard und Karl Wendelstandt stammen, die um 1850 hierher auswanderten.
Aus Alt-Berlin gibt’s bestimmt auch morgen wieder Nachrichten; die präsentiert Ihnen dann Robert Ide. Das Stadtleben in diesem CP hat Sophie Rosenfeld geschrieben, die Frühproduktion hat Cristina Marina übernommen. Kommen Sie gut an – wo immer Sie heute hinwollen!