wir öffnen gleich mal ungeniert das achte Türchen und finden: einen Streik. Verdammt! Noch bis zum späten Abend bestreikt die GDL den S-Bahn-, Regional- und Fernverkehr. Auch bisher verwöhnte uns der Öffi-Adventskalender nicht gerade und brachte zum Vorschein: zu wenig Busfahrer, kaputte Wagen, Wetter, Bauarbeiten, Krankheitsausfälle und einen Kabeldiebstahl.
Gestern öffnete der Bundestagsabgeordnete Otto Fricke (FDP) das siebte Türchen für uns und twitterte: „Stehen seit 30 Minuten im Bahnhof Hannover. Jetzt wird mitgeteilt, dass der Lokführer leider einen ANDEREN! Zug in Hannover genommen hat !!!!!!!“
Zwar ist bei mehr als einem Ausrufezeichen pro Satz generell Vorsicht geboten, aber es stimmt schon: Man kam schon mal besser mit Zug und Bahn durch Berlin und durchs Land. Immerhin: Hinter dem 24. Türchen versteckt sich kein Streik, verspricht die GDL. Was heute im Checkpoint-Adventskalender auf Sie wartet, erfahren Sie wie gewohnt im Encore. Spoiler: kein Arbeitskampf.
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Gesetzliche Unfallversicherung für pflegende Angehörige
In Berlin gibt es mehr als 200.000 Menschen, die Angehörige zu Hause pflegen. Dabei stehen sie unter bestimmten Voraussetzungen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung – automatisch und kostenfrei. Mehr Infos gibt es bei der Unfallkasse Berlin – Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung in der Hauptstadt:
www.unfallkasse-berlin.de/pflegende-angehörige
Dass Finanzsenator Stefan Evers (CDU) die Schuldenbremse nicht für perfekt hält, ist verbrieft. Seit gestern Abend wissen wir auch, in welchem Maß er sie verändern will. Auf einer Podiumsdiskussion zum Thema „Staatsverschuldung und Zukunftsinvestitionen“ ordnete Evers den Reformbedarf der Schuldenbremse auf einer Skala von 0 (alles so lassen) bis 10 (ersatzlos abschaffen) bei 3,5 ein.
Hm, was das heißt das nun? So ganz wollte Evers sich noch nicht ins Scheckbuch gucken lassen, machte aber Andeutungen. „Vielleicht liegt die Lösung darin, dass man die Zweckgebundenheit, wie wir sie auch im Sondervermögen angelegt haben, übersetzt in eine verfassungsrechtliche Regel“, sagte er. Heißt: Schulden nicht nur als Abwehr von Notlagen, sondern auch, um ein definiertes Ziel zu erreichen.
Ansonsten mühte sich Evers um eine Verteidigung des in Berlin geplanten Klima-Sondervermögens, das jedoch angesichts des Urteils aus Karlsruhe zur Schuldenbremse unter anderem von Rechnungshof-Präsidentin Karin Klingen für mausetot erklärt wurde.
Für Heiterkeit in der ohnehin überraschend launigen Runde sorgte schließlich Noch-Staatssekretär Werner Gatzer. Der Beamte, der seit 2005 fast unterbrochen im Bundesfinanzministerium arbeitet, überlegte bei einer Frage nach Steuererhöhungen kurz und sagte dann: „Kann ich ja jetzt machen, mich für Steuererhöhungen aussprechen … relativ gefahrlos.“
Damit spielte Gatzer unverhohlen auf seine neuen Freiheiten an, seit FDP-Finanzminister Christian Lindner, der schon beim Gedanken an Steuererhöhungen Puls bekommen dürfte, ihn vor zwei Wochen (mit Wirkung zum 1. Januar) rausgeschmissen hat. Zur Vollständigkeit: Gatzer warb schließlich dafür, zu prüfen, ob der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent wirklich in allen Fällen angebracht ist.
Für alle, die in dieser Woche noch nicht zum Durchatmen gekommen sind, haben wir eine mögliche Erklärung: Die Berliner Luft war in dieser Woche verschmutzter als sonst. Die Umweltverwaltung bestätigte dem Checkpoint, was Wetterapps bereits vermeldeten: „In Berlin wurden am 5. und 6. 12.2023 erhöhte PM10-Tagesmittelwerte festgestellt.“ Auch bekannt als Feinstaub.
Die Werte lagen im Mittel aber noch unter dem Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter. Ein Grund für die dicke Luft: die Windrichtung Ost-Süd-Ost. „Dies führte zum Eintrag von Luftmassen mit Ursprung in Ost- und Südosteuropa, die in der Regel stärker mit Partikeln belastet sind“, etwa durch Kohlekraftwerke. Durch die „typisch winterliche austauscharme Wetterlage“ in Berlin kam es daher zu erhöhten Partikelkonzentrationen. Die gute Nachricht: Am Mittwochabend hat der Wind gedreht – die Werte sinken wieder.
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Das Huhn auf dem Rücken
Herr Bonsch und Frau Kobald, Nachbarn mit Spannungen, werden durch den Tod von Frau Kobalds Ehemann unerwartet verbunden.
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19.01.2024 - 25.02.2024
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Apropos dicke Luft: Viel los gerade bei den Berliner Grünen! Obwohl es keine Gegenkandidatin gibt, wackelt die Wahl der Realo-Kandidatin Tanja Prinz als Co-Landesvorsitzende. Offen reden will über den Zoff zwischen Linken und Realos und dem Realo-internen Streit fast niemand. Also haben wir uns mal außerhalb umgehört, und zwar beim Kretschmann-Vertrauten und ehemaligen Grünen-Politiker aus Baden-Württemberg, Rezzo Schlauch.
Der kann dem Konflikt durchaus etwas abgewinnen: „Unruhe ist gut. Es steht der Partei besser zu Gesicht als Friedhofsruhe“, sagte er dem Checkpoint. Und eine Breitseite gegen die aktuelle Realo-Führung um die Fraktionsvorsitzende Bettina Jarasch und die Noch-Vorsitzende Susanne Mertens wollte er auch noch loswerden: „Das, was ich an Realos in Berlin sehe, sind halt soft gespülte Realos. Realpolitik heißt nicht – um die eigenen Funktionen und Posten zu retten –, mit den Linken jeglicher inhaltlicher Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen.“ Sie dürfen sich an dieser Stelle gerne einen Mic Drop dazu denken.
Und apropos Mic Drop: Über den aktuellen Richtungsstreit bei den Grünen habe ich mit meinen Kolleginnen Ann-Kathrin Hipp und Anke Myrrhe auch im aktuellen Checkpoint-Podcast gesprochen. Die Folge ist ab heute ab 16 Uhr hier abrufbar.
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Das MUSIKFEST BERLIN präsentiert 2024 wieder Orchester aus der ganzen Welt in der Philharmonie.
Erste Konzerte u.a. mit den Wiener Philharmonikern, geleitet von Christian Thielemann, und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Sir Simon Rattle sind ab Freitag, den 8.12.2024 im Vorverkauf!
Das Gesamtprogramm wird im April 2024 veröffentlicht. Mehr
Gestern Abend begann das jüdische Lichterfest: Bis zum 15. Dezember zelebrieren Jüdinnen und Juden auf der ganzen Welt Chanukka. Doch wie geht das, nach dem 7. Oktober? Der Tagesspiegel hat vier Menschen aus Israel befragt, wie sie feiern werden. Eine Antwort von Michael Levy aus Gannei Tikva:
„Uns ist es wichtig, trotz allem Chanukka zu feiern, allein schon wegen unserer drei Töchter: Die Große ist neun, die Zwillinge sechs Jahre alt. Wir zünden jeden Abend zu Hause zusammen Kerzen an, singen und essen das traditionelle Chanukka-Gebäck Sufganiyot, so wie jedes Jahr. Aber dieses Jahr ist die Situation für uns alle schwierig. In den Liedern, die man zu Chanukka singt, kommt häufig das Wort ‚Or‘ vor, Hebräisch für Licht. Es ist auch der Name meines Bruders, der am 7. Oktober von der Hamas in den Gazastreifen verschleppt wurde. Seine Partnerin Einav wurde an jenem Tag von den Terroristen ermordet.“
Berliner Schnuppen
Telegramm
Ordentlich Sitzfleisch müssen Berlins Abgeordnete am kommenden Donnerstag mitbringen. In der letzten Plenarsitzung des Jahres wird der Doppelhaushalt für 2024 und 2025 beschlossen – ohnehin eine Marathonsitzung. Aber es kommt noch dicker: Weil CDU und SPD vor Jahresfrist gerne noch ein paar Häkchen an den Koalitionsvertrag machen wollen, soll darüber hinaus auch noch das Wahlalter mit 16, die Reform vom Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz, die neue Bauordnung und der RBB-Staatsvertrag debattiert und beschlossen werden. Prognostiziertes Sitzungsende: weit nach 0 Uhr.
Vom Journalismus in die Politik und wieder zurück: Im Juni wechselte die vielen als RBB-Abendschau-Moderatorin bekannte Sarah Oswald als Pressesprecherin in die Senatsgesundheitsverwaltung. Genauso abrupt wie die Einwechslung erfolgt nun die Auswechslung. „Leider musste ich feststellen, dass es für mich persönlich nicht der richtige Job ist“, sagt Oswald. „Mich zieht es wieder zurück zur Moderation.“
„#Klimakriminelle“ twitterte der Account der Senatsfinanzverwaltung am 15. November anlässlich der Farbattacke auf das Brandenburger Tor und der daraufhin notwendigen Reinigung. Aber darf sie das überhaupt, solange für die Attacke noch niemand verurteilt wurde? Auf Nachfrage des Grünen-Abgeordneten Vasili Franco weicht die Verwaltung geschickt aus: „Die Bezeichnung richtete sich nicht an Einzelpersonen, sondern würdigt den Umstand, dass […] es inzwischen bereits eine erhebliche Anzahl an rechtskräftigen Verurteilungen bzw. Strafbefehlen“ gegen Mitglieder der Letzen Generation gab. Damit darf die Senatsverwaltung im Checkpoint-Debattier-Turnier eine Runde weiterziehen.
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Fachgespräch „Neue Gentechnik“
Wir alle wollen wissen, was wir essen. Doch jetzt stellt die EU-Kommission mit ihren Vorschlägen zur Deregulierung neuer Gentechnik Kennzeichnung, Wahlfreiheit und Risikoprüfung für gentechnisch veränderte Produkte in Frage. Fällt damit das Vorsorgeprinzip? Welche Folgen hat das für Lebensmittelwirtschaft und Umwelt?
Wir unterbrechen für einen Blick in Berlins wundersame Fauna:
+ Berlin will Enten füttern! In den letzten drei Jahren wurden in der Hauptstadt 37 Fälle der illegalen Wildtierfütterung erfasst. Die kann mit bis zu 5000 Euro geahndet werden – ist den Berlinern aber offensichtlich wumpe, zumindest am Lichtenberger Fennpfuhlpark: Die neuen Schilder zum Fütterungsverbot haben zu „keiner Abnahme der Fütterung von Enten geführt“, schreibt der Bezirk auf Anfrage (Dennis Haustein, CDU). Weil die Schilder auch noch laufend beschädigt würden, würden am Teich künftig keine neuen mehr aufgestellt.
+ Berlin hat keinen Goldschakal! 2023 wurde zwar ein Exemplar im Berliner Verkehr totgefahren, doch Familie scheint es nicht gehabt zu haben. Es „liegen keine Nachweise über das Vorkommen des Goldschakals auf Flächen des Landes Berlin vor“, schreibt der Senat auf Nachfrage von June Tomiak (Grüne). Zwar rechne man mit einer weiteren Ausbreitung des Verwandten von Wolf und Fuchs in Deutschland, doch „Verdrängungen von Füchsen durch den Goldschakal sind in Berlin nicht zu erwarten“.
+ Berlin lässt das Licht aus! Weil sie gegen eine Fensterscheibe geprallt ist und danach eine Augenentzündung und Hämatome am Körperchen hatte, hat der Nabu gerade eine „seltene Sumpfohreule“ gesund gepflegt. „Durch hell erleuchtete Fenster und Straßen verlieren Vögel die Orientierung und kollidieren dann mit Gebäuden oder Autos“, schreiben die Naturschützer. Daher bitte Licht aus, wenn es geht. Gute Nachricht: Die gebeutelte Eule ist wieder fit und wurde in die Freiheit entlassen.
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Das wird ein Fest. Weihnachtlich feiern auf dem Pfefferberg.
Hier zu feiern ist ein wahres Fest. Die Köche der Schankhalle Pfefferberg kreieren kulinarische Weihnachtsklassiker und der industriell-rustikale Charme der Räumlichkeiten rundet den besonderen Genuss ab. All das in einem exklusiven Rahmen und vor allem mit viel Herzblut und einem Blick fürs Detail. Dabei immer so arrangiert, dass keine Wünsche offen bleiben.
schankhalle-pfefferberg.de/#fest
Geben ist seliger denn nehmen. Aber warum nicht einfach beides? Geben und nehmen! Das dachte sich wahrscheinlich auch Stefan Evers, Chef der Senatsfinanzverwaltung, der gestern das landeseigene Gütesiegel „familienfreundlicher Arbeitgeber“ an – Sie ahnen es – die Senatsfinanzverwaltung verlieh. Ob Evers sich bei sich selbst bedankte, ist nicht überliefert.
Du suchst eine Ausbildung? Dann ab nach Tempelhof-Schöneberg. Der Bezirk braucht jemanden, der oder die seine Rutschen zusammenschraubt! Also, unter anderem: In derAusbildung zum Gärtner lernt der Nachwuchs „Pflanzen kennen“, errichtet“Mauern, Treppen und Zäune” und baut „Spiel- und Freizeitanlagen“. Los geht’s ab August. Fragen zur Familienfreundlichkeit des Arbeitgebers bitte an Stefan Evers.
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Bringe digitale Highlights unter den Weihnachtsbaum und lass dich inspirieren von Produkten für alle, die mehr als nur Technik verschenken wollen. Von intelligenten Drohnen über mobile Lautsprecher bis zu stimmungsvoller Beleuchtung. Unsere smarten Geschenkideen findest du hier.
Und natürlich in unseren 40 Stores deutschlandweit.
Von wegen, Print ist tot! Das Bezirksamt Lichtenberg vergibt Druck und Lieferung der Rathausnachrichten Lichtenberg, an deren Zukunft man offenbar fest glaubt: Vertragsdauer bis zu sechs Jahre – irgendwelche Skandal-News gibt’s da schließlich immer.
Und mit einem Tagesspiegel-Abo können Sie außerdem noch diese Texte lesen:
+ Wer eine Wohnung sucht, schaut fast zwangsläufig bei den großen Online-Portalen. Dabei gibt es andere Wege, die oft sogar günstiger sind – und erfolgreicher. Ein Ratgeber von Christian Schnell.
+ Nach der Schlägerei im Ankunftszentrum Tegel haben sich Vereine und Abgeordnete in der Geflüchteten-Unterkunft mit den Betroffenen getroffen. Diese fühlen sich nicht sicher und erheben teils schwere Vorwürfe. Ein Ortsbesuch von Anna Thewalt.
+ Der Paar- und Sexualtherapeut Umut Özdemir ist ein Social-Media-Star, auch darum kommen viele junge Menschen in seine Berliner Praxis. Wir haben ihn gefragt: Liebt die Gen-Z anders? Von Sebastian Goddemeier.
Zitat
„Die meisten Menschen würden mit dem neuen Bürgergeld-Betrag nicht mal eine Woche auskommen.“
Christoph Butterwege, Armutsforscher und Politologe, warnt vor einer zunehmenden Diskriminierung von Sozialleistungsempfängern. Ronja Merkel hat mit ihm über politische Eiseskälte und die Zukunft des Sozialstaats gesprochen (T+).
Stadtleben
Essen & Trinken – Wärme von innen: Im „Madame Ngo“ köchelt die Pho-Brühe in 100-Liter-Töpfen. Solange, bis das Aroma quasi unwiderstehlich wird. Neben der traditionellen Fleischbrühe gibt es auch eine vegane Variante. Leckere Bánh mì-Brötchen, gefüllt mit geschmortem Schweinebauch oder mariniertem Tofu, werden auch aufgetischt. Und der Look aus dunklem Holz und tropischen Pflanzen lässt einen fix und klimaneutral nach Fernost in die Wärme reisen. Mo-So ab 12 Uhr, Kantstraße 30, S-Bhf Savignyplatz
Noch hingehen – Luftartistik, Puppenspieler:innen von der Hochschule Ernst Busch und die Crew des RambaZamba-Theaters im Haus der Berliner Festspiele – dieser Mix verspricht eine Menge. Und dann ist die Bühne auch noch von Kunst-Superstar Tomás Saraceno. Der „Aerocircus“ gastiert nur noch zweimal in der Stadt; für die Vorstellung am Sonntag (18 Uhr) gibt es noch einige Karten. Im Stück geht es um einen Zirkus im Jahr 2100, der auf der weitgehend zerstörten und verlassenen Erde herumreist. Und wer kein Ticket mehr bekommt – beim Podiumsgespräch am Samstag ist der Eintritt frei (Bornemann Bar, 18 Uhr), u.a. mit Regisseur Jacob Höhne und Dramatiker Thomas Köck. Karten 25/10 Euro, Schaperstraße 24, U-Bhf Spichernstraße
Berlinbesuch – Die Lichter anzünden: Das Jüdische Museum lädt am Sonntag anlässlich von Chanukka Familien zum Kerzenanzünden und zu einem Konzert (mit Karaoke!) im Glashof ein. Man wolle gerade jetzt zusammenkommen, um ein Zeichen gegen die Dunkelheit zu setzen, heißt es auf der Homepage. Am Start sind das koschere Museumsmonster Glückel und mehrere Musiker:innen. Auch ohne Vorkenntnisse kann man die Chanukka-Lieder aus verschiedenen Ländern mitsingen: Die Texte werden auf einem Monitor eingeblendet. Los geht es um 16 Uhr. Dazu gibt es Latkes (Kartoffelpuffer), Sufganiot (eine Art Berliner Pfannkuchen) und Glühwein. 6/3 Euro, Kinder bis 6 Jahre sind frei, Lindenstraße 9–14, Bushaltestelle Jüdisches Museum
Geschenk – Fast zwanzig Jahre hat der bahnbrechende Comic „Persepolis“ von Marjane Satrapi schon auf dem Buckel, die Verfilmung lief auch schon 2007 in Cannes. Jetzt kommt die mehrfach preisgekrönte Geschichte über das Aufwachsen eines rebellischen Mädchens im Iran als 4K-Restauration erneut in die Kinos – an Aktualität hat sie nichts verloren. Wir verlosen exklusiv 5x2 Karten für die Vorführung am Samstag im Delphi Filmpalast und anschließendem Filmgespräch, u.a. mit Jasmin Tabatabai (die in der deutschen Synchronfassung der Hauptfigur Marjane ihre Stimme leiht) auf der Bühne (16.30 Uhr Filmstart). Gewinnen kann man mit einer Mail ans CP-Postfach, regulär kosten Karten 15 Euro. Kantstraße 12A, S-Bhf Zoologischer Garten
Grübelstoff – Wer nicht gerade Physikerin oder Philosoph ist, sondern bloß durch seinen Alltag schlurft, denkt nicht ständig über die Relativitätstheorie nach. Dafür braucht es schon ein besonderes Ereignis, etwa dass der Regionalexpress im Bahnhof Friedrichstraße pünktlich auf die Minute einfährt. Normalerweise reicht die Verspätung immer noch, um eine Brezel zu kaufen. Könnte man da nicht eine Delle ins Raum-Zeit-Kontinuum ... Wann grübeln Sie über Zeitfragen nach?
Kiekste
Scheinbar staunend betrachten Marx und Engels das Riesenrad am Alexanderplatz. Vielen Dank für dieses stimmungsvolle Foto an Tagesspiegel-Leser Sören Schrader! Ob besinnlich, erstaunlich oder einfach nur typisch Berlin, wir freuen uns auf Ihre Schnapsschüsse: checkpoint@tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – Neukölln: Wegen des Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarktes sind der Richardplatz und die unmittelbar angrenzenden Seitenstraßen von 6 Uhr bis Sonntag (ca. 24 Uhr) für den Rad- und Kfz-Verkehr gesperrt.
Regionalverkehr – RE7: Von 18.30-4.30 Uhr fallen mehrere Züge zwischen Berlin Ostbahnhof und Königs Wusterhausen aus. Und von 22 bis 1.15 Uhr fallen die Züge zwischen Berlin-Wannsee und Berlin Ostbahnhof/Ostkreuz aus.
RB22: Von 18.45 bis 2.15 Uhr fallen die Züge zwischen Potsdam Hbf und Königs Wusterhausen aus.
Demonstration – Für heute sind 22 Demos angemeldet (Stand 7.12, 15 Uhr), u.a. „GEBT DAS HANF FREI“: 2.500 Menschen, CSC Berlin, Messedamm 26 (5-24 Uhr)
„Aufklärung jetzt! Was erwarten wir vom Untersuchungsausschuss zum ‚Neukölln-Komplex‘?“: 20 Teilnehmende, Berliner VVN-BdA, Niederkirchnerstraße 5 (8.30-9 Uhr)
„Es weihnachtet sehr – Lohn brauchen wir mehr“: 1.000 Protestierende, Verdi, Arnimplatz, Schönhauser Allee (10-14.30 Uhr)
„Kampf gegen Antisemitismus an unseren Universitäten“: 80 Menschen, Fridays for Israel, Hardenbergstraße 33 (13-14.30 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 29 Demos, u.a. „Versammlung am Holocaustdenkmal gegen Antisemitismus. Niederlegen von Rosen auf den Stelen“: 1.000 Menschen, Ebert-/ Hannah-Arendt-Straße (11-12 Uhr)
„Schutz und Asyl für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus Russland, Belarus und der Ukraine“: 50 Teilnehmende, Deutsche Friedensgesellschaft, Pariser Platz 1 (11-12.30 IUhr)
„Kundgebung zum internationalen Umwelttag – Protest gegen die begonnene Umweltkatastrophe“: 30 Protestierende, Annemirl-Bauer-Platz (12-14.15 Uhr)
„Der beste Klimaschutz ist, die A100 nicht zu bauen“: 500 Demonstrierende, Changing Cities, Platz der Luftbrücke, Sonnenallee, Kiefholzstraße, S-Bhf Treptower Park (12.10-13.45 Uhr)
„Mahnwache – Berlin leuchtet“: zehn Menschen, Unter den Linden 7 (17-19 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind 15 Demos, u.a. „Solidarität mit Palästina (...)“: 3.000 Demonstrierende, Wilhelmstraße, Friedrichstraße, Lustgarten (12-18 Uhr)
„Nie wieder ist jetzt! – Solidaritätskundgebung für ein friedliches und respektvolles Miteinander. Gegen Antisemitismus, Rassismus, Hass und Hetze“: 3.000 Menschen, Großer Stern, Straße des 17. Juni, Platz des 18. März (13-16 Uhr)
„Lichter für Menschenrechte“: 100 Teilnehmende, Pro Asyl, Oranienplatz, (17-20 Uhr)
Gericht – Ein ehemaliger Mitarbeiter des Bundestages muss sich wegen Betrugs verantworten. Der 36-Jährige soll sich durch die Vorlage eines gefälschten Arbeitsvertrages, den er an die Personalabteilung gesandt habe, eine Gehaltserhöhung erschwindelt haben. Ihm seien für zwei Monate insgesamt rund 2.200 Euro zu viel ausgezahlt worden (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B 136).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Kim Basinger (70), US-amerikanische Schauspielerin („9½ Wochen“, „Batman“, „Eiskalte Leidenschaft“) / Lars Düsterhöft (42), Politiker (SPD), Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin / Christian Gaebler (59), Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (SPD) / Hans-Ulrich Jörges (72), Journalist, bis 2017 Mitglied der Chefredaktion beim „Stern“ / „Hallo Mamsgoli alles Liebe zu deinem 49. Schlüpftag. Haben dich ganz arg lieb, Deine Mädels“ / Michael Naumann (82), Journalist, Verleger und Politiker (SPD); Staatsminister für Kultur (1999-2000); ehemaliger Herausgeber sowie Chefredakteur der „Zeit“, ab 2012 Gründungsdirektor der Barenboim-Said-Akademie in Berlin / Martin Semmelrogge (68), Schauspieler („Das Boot“, „Schindlers Liste“) und Synchronsprecher; in der Neuinszenierung der Rocky Horror Show im Berliner Admiralspalast war er 2008 der Erzähler / Teesy (33), Rapper/R&B-Sänger / Bodo Tümmler (80): „Deutschlands Mittelstrecken-Star der 60er- und 70er-Jahre, Europameister 1500 m Budapest 1966: Bleib gesund und trainiere bloß weiter: Horst und alle anderen, die hinter Dir herliefen ...“ / Natascha Wodin (78), deutsch-russische Schriftstellerin („Sie kam aus Mariupol“, 2017 Preis der Leipziger Buchmesse)
Sonnabend – „Honey Darling, 1982 kamst Du aus Trinidad der Liebe wegen nach Deutschland. Jetzt sind wir 41 Jahre verheiratet und ich liebe Dich noch immer. Dein Honey.“ / „Liebe Despina zu deinem besonderen Geburtstag herzliche Glückwünsche und alles Liebe von deine Rita“ / „Ganz herzliche Glückwünsche für Barbara Frese zum 65. Mögen Dich Lebensfreude und gute Laune durch das Jahr begleiten.“ / „Die herzlichsten Glückwünsche an die beste Mamasita und OiE (Omi im Einsatz), Reini Gebhard, möge Dein neues Lebensjahr gesegnet sein mit Gesundheit und einem glücklichen Herzen! We love you to the Moon and back, Deine Kinder und Ellie“ / „Lieber Jesper, alles Liebe und Gute zu Deinem heutigen 18. Geburtstag von Omi & Co. aus Berlin“ / Michael Müller (59), Politiker (SPD), MdB, bis 2021 Regierender Bürgermeister von Berlin / Jochen Wegner (54), Journalist, Chefredakteur „Zeit Online“
Sonntag – Tuba Bozkurt (40), MdA Grüne Fraktion Berlin / „Selbst im feinsten Strandsand trägst du noch Prada im Herzen. Happy Birthday, liebe Jana Weiss!“ / „Sabine Maier (65), die besten Geburtstagswünsche senden Friederike und Karl an die Ostsee! Habt eine schöne Zeit!“ / Ario Mirzaie (38), Politiker (Grüne), seit 2023 MdA
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Helga Hülsmann, geb. Wascher, * 24. April 1935 / Angelika Jochner, * 20. Juni 1947 / Renate Krohm, * 26. März 1943, Kommunalpolitikerin (SPD), Mitglied der BVV Steglitz-Zehlendorf
Stolperstein – Lucie Ballhorn wurde am 27. November 1916 in Berlin geboren. Sie arbeitete als Verkäuferin und wohnte bis Januar 1943 bei ihrer Tante. Nach einer Warnung tauchten beide in einer Wohnung in Mitte unter. (Versorgt wurden sie von Hedwig Porschütz, die zum Kreis um Otto Weidt gehörte.) Nach einem Streit verließ Lucie das Versteck und wurde daraufhin von der Gestapo verhaftet. Sie wurde am 14. Oktober 1943 nach Auschwitz deportiert und am 8. Dezember 1943 von den Nazis ermordet. An Lucie Ballhorn erinnert ein Stolperstein in der Münchener Straße 40 in Schöneberg.
Encore

Noch 16 Tage bis Weihnachten! Bis zum Fest öffnen wir hier in unserem Adventskalender jeden Tag ein „Erlebnistürchen Berlin“ und verlosen damit Zeit für sich, zu zweit, die Familie oder Freunde.
Das heutige Türchen Nr. 8 ist nichts für Antialkoholiker:innen: Wir verlosen je zwei Plätze für ein Whisky-Tasting sowie ein Tequila & Mezcal-Tasting bei Delicious Berlin. Die Seminare in Wilmersdorf starten mit einer Theorieeinheit, dann folgt das Probieren. Bei „Weltreise mit Whisky“ (6.1.) wird u.a. geklärt, warum Whisky aus Japan gerade so beliebt ist. Das Tequila-Seminar (8.2.) will zeigen, was hochwertige Spirituosen von dem Zeug unterscheidet, das bei manchem in jungen Jahren viel Kopfschmerzen hervorgerufen hat. Regulär kosten die Tastings 69 Euro pro Person.
Wissbegierige Freunde und Freundinnen des gepflegten Trinkens können mit einer Mail an checkpoint@tagesspiegel.de dabei sein.
Co-Autorin dieser Ausgabe war Lotte Buschenhagen. Das Stadtleben kam von Antje Scherer, Kathrin Maurer hat die Ausgabe produziert. Morgen begleitet Sie hier Jessica Gummersbach ins Wochenende.
Auf bald,

