manche Geschichte wiederholt sich auf kuriose Weise – jetzt droht der Ex-Flughafen TXL zum neuen BER zu werden: Aus Unterlagen des Stadtentwicklungssenators, die der unmittelbar betroffenen Wissenschaftssenatorin bis zu unserer Anfrage unbekannt waren, geht hervor, dass der Umbau des ehemaligen Terminals A zum „Campus Tegel“ hunderte Millionen teurer wird als geplant – und sich jahrelang verzögern wird. Auch beim geplanten Start-up-Hub in Terminal B gibt es nach Checkpoint-Informationen massive Probleme. Wir bereiten schon mal eine Neuauflage unseres legendären „BER-Counters“ vor – damit hatten wir die Tage seit der kurzfristig abgesagten Eröffnung im Sommer 2012 bis zur Fertigstellung acht Jahre später gezählt. Demnächst könnte es hier also heißen: „TXL-count-up – x Tage seit Nichteröffnung“.
Anzeige
Gesetzlich unfallversichert in der Schule
Schülerinnen und Schüler sind mit Schulbeginn automatisch bei der Unfallkasse Berlin gesetzlich unfallversichert. Der Schutz gilt für Schulwege genauso wie für den Unterricht. Eltern zahlen dafür nichts. Die Beiträge übernimmt das Land Berlin.
Mehr Informationen unter www.unfallkasse-berlin.de/eltern
Neuste Nachrichten aus Grünhausen, früher unter dem Namen Friedrichshain-Kreuzberg bekannt: Der Entwurf für den veränderten Wahlkreiszuschnitt, den die Grünen im Bezirksamt trotz einer Pattsituation mit der doppelten Bürgermeisterinnen-Stimme von Clara Herrmann (Grüne) durchgesetzt haben, wurde nach Checkpoint-Informationen aus einem Parteibüro der Grünen verschickt.
Das grün geführte Bezirksamt hatte abweichende Vorschläge des Rechtsamts und des Wahlamts zurückgewiesen und geht auch gegen einen mit den Stimmen von SPD, Linken und CDU mehrheitlich gefassten BVV-Beschluss für einen anderen Wahlkreiszuschnitt vor. Die Sache liegt jetzt bei der Innenverwaltung – das Bezirksamt riskiert damit eine Verschiebung der Wahl 2025.
Die anderen Parteien werfen den Grünen vor, sich auf unlautere Weise politische Vorteile verschaffen zu wollen – ein 2023 von den Linken eroberter Wahlkreis könnte tatsächlich durch den vom grün geführten Bezirksamt durchgesetzten Beschluss bei der kommenden Wahl zu den Grünen kippen. Ein Neuzuschnitt ist notwendig geworden, weil es im Bezirk künftig nur noch fünf statt wie bisher sechs Wahlkreise geben wird.
Die Grünen verteidigen den Beschluss des Bezirksamts, den sie auf ihrer Website selbst als „bündnisgrünen Vorschlag“ bezeichnen, als „besseren Kompromiss aus Kieznähe, Bevölkerungsfairness und Kontinuität“. Andere Zuschnitte würden unzulässig große Unterschiede der Stimmberechtigten pro Wahlkreis innerhalb des Bezirks ergeben, zudem lägen dann vier von fünf besonders kriminalitätsbelasteten Orten in einem einzigen dieser Wahlkreise – das sei „unpraktikabel und politisch unverantwortlich“.
Hm, eine Wahlkreiseinteilung nach politischer Problemlage? Damit wäre Grünhausen mal wieder bundesweit einzigartig – kein Gesetz gibt das her. Auch die Behauptung der Grünen, der von ihnen abgelehnte Alternativ-Vorschlag würde wegen zu großer Unterschiede bei der Zahl der Stimmberechtigten „zwingend“ zu einem weiteren Neuzuschnitt führen, ist einzigartig – diese Rechtsauffassung haben sie jedenfalls exklusiv.
Möglicherweise leiden die Grünen aber auch am Geisterfahrersyndrom – wenn einem alle anderen mit der Lichthupe warnend entgegenkommen, ist es jedenfalls höchste Zeit zu prüfen, ob man nicht selbst falsch abgebogen ist.Denn spätestens bei einem Crash, vermutlich sogar schon eher, droht hier ein massiver Vertrauensverlust in die demokratischen Institutionen bei denjenigen, um die es angeblich geht: den Wählerinnen und Wählern.
Was wird denn nun eigentlich aus dem Ex-Lafayette-Gebäude, nachdem die Bibliotheksidee in der Rubrik „Fantasy“ gelandet ist? Wir haben mal nachgefragt – hier die Antwort der Eigentümerin:
„Tishman Speyer möchte diese Ikone im Herzen Berlins wiederbeleben und gestaltet den Ort zu einem pulsierenden, vielseitigen Knotenpunkt für Arbeit, Kultur, Handel und Gastronomie um. Das Konzept basiert auf dem ursprünglichen Nutzungsmix, nur dass der Schwerpunkt nun auf Offices gelegt wird. Hinzu kommen Einzelhandelsgeschäfte sowie öffentliche Flächen und Flächen für Events. Derzeit ist es jedoch noch zu früh, um über künftige Mieter zu sprechen.“
Anzeige
Kommt auf die Baustelle!
Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung lädt zum Kennenlernen des entstehenden Museumsneubaus ein! Architektur-Rundgänge, Musik, Talks, künstlerische Installationen, Performances und die Bauhaus-Werkstatt – vom 19. bis 21.9. in der Klingelhöfer Str. 14, 10785 Berlin. Eintritt frei. Tickets unter: bauhaus.de.
Bis auf 22 Berliner Hauptstraßen-Abschnitten wieder Tempo 50 gefahren werden darf, müssen sich Berlins Autofahrer weiter gedulden – es wird da gerade noch eine Partie Behördenpingpong gespielt. Derzeit befinden sich die dafür notwendigen Anhörungen und Anordnungen in Bearbeitung, teilte ein Sprecher der Verkehrsverwaltung dem Checkpoint mit. Ping: „Ziel ist es, diese bis Ende kommender Woche abzuschließen.“ Pong: „Die Umsetzung obliegt dann den Bezirksämtern.“ Schicken Sie uns gerne Ihre Tipps an checkpoint@tagesspiegel.de, wie viel Zeit sich die grün geführten Innenstadtbezirke nehmen werden, um die neuen Schilder zu bestellen und aufzuhängen. Wer am nächsten dran ist, gewinnt eines der abgehängten Tempo-30-Schilder.
Wenn Sie wissen wollen, woran es bei der Schaffung von Wohnraum in Berlin hapert, schauen Sie mit uns mal am ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR gegenüber dem Humboldtforum vorbei. Die dort untergebrachte Managementhochschule ESMT versucht seit 2015, im ehemaligen Staatsratsgarten ein Wohnhaus für ihre Studenten zu bauen. Aktueller Status: Der Bebauungsplanentwurf „befindet sich in Bearbeitung“, ein Beschluss ist „für das erste Halbjahr 2026“ vorgesehen. Geht’s in dem Tempo weiter, ist mancher Student sicher schon Professor, bis das Gebäude steht. (Q: Stadtentwicklungsverwaltung, MdA Julian Schwarze).
Anzeige
Miss Merkel – Mord in der Uckermark
Angela Merkel im Ruhestand – doch statt Langeweile warten Kriminalfälle! In der charmanten Komödie „Miss Merkel“ wird die Ex-Kanzlerin zur Hobbydetektivin und stolpert mit Scharfsinn, Witz und Herz in spannende Mordermittlungen. Eine spritzige Krimikomödie voller Tempo, Humor und überraschender Wendungen.
Jetzt Tickets sichern!
Zur Frage für Berlinkenner: Hier ein Zitat, worum geht’s?
„Jahrzehntelang wird darüber diskutiert – jetzt will der Senat einen neuen Anlauf machen.“
Na? Gar nicht so leicht, bei den vielen Möglichkeiten, oder? Aber Sie müssen sich schon entschieden… drei, zwei, eins…
… und richtig: Um die Koordination von Baustellen. Das o.g. Zitat stammt übrigens aus dem Tagesspiegel im Jahr 2012 – ein gewisser Michael Müller, damals Verkehrssenator, verkündete dem Volk von Berlin eine Erlösung vom Daueraufgrabungsleiden. Ein paar Jahre später, Müller war inzwischen Regierender Bürgermeister, wiederholte er seine Verheißung – und reichte die Aufgabe dann unvollendeter Dinge seinen Nachfolgern als immaterielles Kulturerbe weiter.
Vor einem Jahr berichteten wir hier dann wieder mal über das unveränderte Ärgernis mehrfach hintereinander aufgerissener Straßen und verwaister Baustellen, verbunden mit der Ankündigung der neuen Verkehrssenatorin Ute Bode, „jetzt“ das Baustellenmanagement einzuführen (nachdem ihre Vorgängerin Manja Schreiner das Problem schon „jetzt“ zu lösen angekündigt hatte. Bonde bat lediglich um „einen Moment Zeit“, da sie und ihr Staatssekretär noch neu im Amt seien. Es kommentierte damals für uns Ernst Ferstl: „An Zeit fehlt es uns vor allem dort, wo es uns am Wollen fehlt.“
Und jetzt (!) raten sie mal, was der Regierende Bürgermeister Kai Wegner soeben angekündigt hat… Wir melden uns in dieser Sache hier wieder in ungefähr einem Jahr.
Anderes Dauerthema, doch heute sind wir „Amt, aber glücklich“: Es gibt noch mehr Termine fürs „Checkpoint-Bürgeramt“! Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des mobilen Kiezbürgeramts kommen am Donnerstag mit zwei voll ausgestatteten Amtskoffern in unsere Redaktion – vom Personalausweis bis zum Parkausweis ist dann hier kurzfristig alles möglich.
Die freien Termine haben wir exklusiv für unsere Abonnentinnen und Abonnenten reserviert – Sie können sich hier unter diesem Link einen aussuchen (solange der Vorrat reicht).
Anzeige
Das Team des VBKI-Sommerfests 2025 sagt: DANKE!
Es war das erste große Get-together der Hauptstadtgesellschaft nach der Sommerpause – und ein rauschendes VBKI-Sommerfest 2025! Wir bedanken uns bei allen, die diesen Abend möglich gemacht haben: Bei unseren mehr als 800 Gästen und natürlich bei unseren Partnern, die mit viel persönlichem Einsatz zum Erfolg beigetragen haben. Videos und eine umfassende Bildergalerie gibt es hier.
Zum Schulanfang hat sich der gesamte Berliner Senat in unser Checkpoint-Freundebuch eingetragen. Heute: Verkehrssenatorin Ute Bonde.

Berliner Schnuppen
Telegramm
Kaum wurde Hannovers Regionspräsident Steffen Krach zum Spitzenkandidaten der Berliner SPD ausgerufen, ist die Bahnverbindung zwischen beiden Städten erheblich gestört. Super Stoff für Verschwörungstheoretiker!
Leidtragende der Ausfälle und Verspätungen waren am Wochenende nicht nur pendelnde Politiker, sondern auch Hertha-Fans auf dem Weg zum Auswärtsspiel. Das erste direkte Duell zwischen Steffen Krach (Fan von Hannover 96) und Kai Wegner (Fan von Hertha BSC) endete übrigens 0:3.
Tja, es rollt nicht gut für die Bahn – sogar ihr Verleih-System „Call a bike“ macht Probleme: Etliche der Räder lassen sich seit Wochen nicht buchen. Auf Checkpoint-Anfrage kündigt ein Bahnsprecher jetzt eine neue App-Version an – sie soll „in den nächsten Tagen“ online gehen. Als Lektüre für die Wartezeit empfehlen wir das Kursbuch der Bahn (Titel: „Kein Anschluss unter dieser Nummer“).
Anzeige
Am 20.09.2025 ab 13:30 Uhr auf der Rennbahn Hoppegarten:
Galopprennen, Steckenpferd-Grand-Prix, Kinderprogramm & Live-Musik. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt.
Jetzt Sattelplatz-Karten zum Tagesspiegel-Onlinepreis von 16 € statt 22 € mit dem Code TAGESSPIEGEL_CP25 sichern!
>> Infos & Tickets
Die schwarz-rote Sparpolitik schlägt jetzt auf Berlins Kulturinstitutionen durch – und deren Gäste: Wegen der Haushaltskürzungen erhöhen Theater, Opern und Philharmonie die Ticketpreise. Unsere Kollegin Anna Thewalt hat recherchiert, wer wie viel draufschlägt.
Die Badesaison ist ab heute offiziell beendet – hier die Bilanz: „Nach einem sehr guten Start mit hervorragender Wasserqualität meldeten Bürgerinnen und Bürger im Frühsommer Zerkarien im Jungfernheideteich, am Plötzensee und der Krummen Lanke. Im Hochsommer beeinträchtigten Starkregenfälle zeitweise die Wasserqualität an der Unterhavel. In den letzten Sommerwochen begünstigten Trockenheit und hohe Temperaturen die Ausbreitung von Blaualgen, vor allem an der Unterhavel und Dahme.“ Na dann – bis nächsten Sommer!
Der „Land- und Genussmarkt“ gestern im Tagesspiegel war, wie man so schön sagt, ein voller Erfolg: So viele freundliche und gut gelaunte Menschen zu treffen, durch unsere Redaktion zu begleiten und das eine oder andere Glas Wasser, Wein oder Bier mit ihnen zu trinken, war ein großes Vergnügen (auch wenn wir am Abend beim Auftritt der Checkpoint-Band dann alle fast keine Stimme mehr hatten). Gerne im nächsten Jahr wieder! Ein paar Eindrücke von diesem schönen Tag finden Sie hier unter diesem Link.
Anzeige
Dieser Leitfaden hilft, rechtliche Grundlagen zu verstehen, wichtige Verfügungen für Sie oder Ihre Angehörigen niederzuschreiben und alle notwendigen Unterlagen zu ordnen. Inkl. systematischer Checklisten, rechtsgültiger Muster für Patientenverfügungen, Verfügungen für Angehörige und Vorsorgevollmachten. Mehr
„Celebrating Democracy“ heißt es heute Abend im Theater des Westens, wenn das „Pioneer“-Team von Gabor Steingart unterhaltsamen Erkenntnisgewinn auf die Bühne bringt. Und der Checkpoint ist auch dabei: Pioneer-Chefredakteurin Alev Doğan hat uns zu einem Gastauftritt eingeladen – wir zeigen einen kleinen Ausschnitt aus unserer Berlin-Revue. Hier unter diesem Link gibt es noch Tickets.
Als Berliner Gesundheitssenator unter dem Regierenden Bürgermeister Richard von Weizsäcker war Ulf Fink weit über die Stadtgrenzen hinaus für seine moderne und moderate Politik bekannt. Später ging er nach Brandenburg, gewann dort den Kampf um den CDU-Landesvorsitz in einer Abstimmung gegen Angela Merkel – und wandte sich schließlich seinem Verein „Gesundheitsstadt Berlin“ zu. In dieser Zeit haben wir einige gemeinsame Projekte gestartet und einen steten Austausch über gesundheitspolitische Themen gepflegt. Jetzt ist Ulf Fink im Alter von 82 Jahren gestorben.
Nachtrag zum „Freundebuch“-Eintrag vom 13.9. (vielen Dank für die zahlreichen Hinweise): Nicht die Kurt-Schumacher-Grundschule von Cansel Kiziltepe war die erste Ganztagsschule in West-Berlin, sondern 1977 die Möwensee-Grundschule.
Zitat
„Disziplin und Ehrgeiz haben mich weit gebracht, aber sie können auch zur Last werden.“
Ex-Hertha-Kapitän Arne Friedrich im Podcast „Im Aufzug“ von Raul Krauthausen.
Stadtleben
Verlosung – Wenn Migranten an der belarussisch-polnischen Grenze sterben, wenn sich die EU-Grenzen für Flüchtende aus der Ukraine öffnen, wenn der Krieg im Nahen Osten eskaliert und sogar die solidarische Hilfe der UNO infrage steht, wird jedes Mal aufs neue das Konzept der Solidarität auf die Probe gestellt. Der Regisseur und Drehbuchautor David Bernet untersuchte das genauer und drehte einen Dokumentationsfilm dazu. Am Freitag, dem 26. September ab 17.30 Uhr stellt Bernet den Film im Kant Kino dem Berliner Publikum vor. Wir verlosen 2x2 Gästelistenplätze. Kantstraße 54, U-Bhf. Wilmersdorfer Straße
Essen & Trinken – In einem Schöneberger Ecklokal mit einladenden Außenplätzen gelegen, ist die „Fabelei“ schon ihrer Lage wegen idealer Anlaufpunkt für einen Aperitivo. In der Cocktailbar spielt die Bistroküche bei der Weiterentwicklung der Karte mit. Neu ist ein „Aperitivo Tasting Flight“, konzipiert als Food Pairing. Drei kleine Gläser zu drei kleinen Gängen, serviert zwischen 17 und 19.30 Uhr, wollen in einer guten Dreiviertelstunde die Sinne öffnen. So bis Do 17-24, Fr/Sa 17-1 Uhr, Kyffhäuserstraße 21, U-Bhf. Nollendorfplatz
Noch hingehen – Die Galerie Camera Work präsentiert die deutschlandweit erste Ausstellung von Chris Levine, der auch als „Lichtkünstler“ bezeichnet wird. Auf seinen Bildern eröffnet er mit Laser- und Lichttechnologie neue ästhetische und spirituelle Dimensionen. Die Schau „Inner Light“ zeigt nur noch bis zum 20. September 25 Werke, vom Dalai Lama, Kate Moss oder Queen Elizabeth II. Di bis Sa 11-18 Uhr, Kantstraße 149, S-Bhf. Savignyplatz
Last-Minute-Tickets – Mit „Make A Wish“ veröffentlicht Schlagzeuger und Singer-Songwriter Robert Kretzschmar heute sein zweites Soloalbum – ein Werk, das sich zwischen feinfühlig arrangiertem Pop, hypnotischen Grooves und gestochen scharf erzählten Geschichten einsortieren lässt. Live bringt Kretzschmar die Vielschichtigkeit gemeinsam mit Anna Erhard an der Gitarre und Rosa Gerhards am Bass auf die Bühne. Als Gast wird in die Berliner Flötistin Lisa Baeyens unterstützen. Hörprobe gefällig? Bitteschön. Oder einfach hingehen, ab 20 Uhr im Monarch. Tickets ab 15 €gibt es noch. Skalitzer Straße 134, U-Bhf. Kottbusser Tor
Grübelstoff – Waren Sie am Wochenende auch auf der Berliner Art Week unterwegs, oder warten Sie lieber, bis sich der Ausstellungseröffnungstrubel gelegt und die Museen wieder leerer sind?
Kiekste
Das erbauliche Wort zum Montag. Gesehen, fotografiert und geteilt von Leserin Almut Gebhard in der Körtestraße. Schönen Dank! Wir multiplizieren das gerne. Weitere Bilder aus dem herzlichen Berlin erreichen uns per Mail an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A10 (Östlicher Berliner Ring): An der AS Rüdersdorf ist die Auffahrt zur A10 in Fahrtrichtung Dreieck Spreeau (Frankfurt/Oder) gesperrt.
A100 (Stadtring): In den beiden folgenden Nächten, jeweils in der Zeit von 21 bis 5 Uhr, ist die Autobahn zwischen den Anschlussstellen (AS) Innsbrucker Platz und Hohenzollerndamm gesperrt.
Wuhletalstraße (Marzahn): Die Auffahrt zur Märkischen Allee (B158) ist stadtauswärts ab ca. 8 Uhr bis Freitagmittag gesperrt.
Schnellerstraße (Niederschöneweide): Die Straße ist ab 6 Uhr bis Freitagmittag zwischen Hasselwerderstraße und Flutstraße nur zu Fuß passierbar.
Tunnel Tiergarten Spreebogen (Tiergarten): In den Nächten von Montag, den 15.9. bis Freitag, den 19.9., jeweils in der Zeit von 21 bis 5 Uhr, ist der Tunnel in beiden Richtungen zwischen Reichpietschufer und Heidestraße voll gesperrt.
Nahverkehr – Tram M13: Ab 4 Uhr bis zum 22.9., ca. 3.30 Uhr fährt ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Betriebshof Indira-Ghandi-Straße und S Warschauer Straße.
S7: In der Zeit von 23.50 bis 1.30 Uhr fährt zwischen Griebnitzsee und Wannsee ein Ersatzverkehr mit Bussen im 20-Minutentakt.
S8: Von 4 Uhr bis Freitagabend, 22 Uhr ist der S-Bahnverkehr zwischen Blankenburg und Hohen Neuendorf unterbrochen.
Wasserstraßen – Britzer Verbindungskanal (BVG): Der Kanal wird von km 28,40 (Autobahnbrücke A113) bis zur Einmündung in die Spree-Oder-Wasserstraße von 14.30 bis 15.30 Uhr für den gesamten Schiffsverkehr gesperrt.
Demonstration – Für heute sind 15 Demonstrationen angemeldet (Stand 12.9., 12 Uhr), u.a. „Frieden lernen! Miteinander reden statt übereinander“: Fünf Menschen, Antonplatz 1 (14-19 Uhr)
„Radweg in der Kantstraße erhalten! Sicher Radfahren in Charlottenburg und ganz Berlin“: 100 Personen, „ADFC Berlin“, ab Savignyplatz 9-10 über Kantstraße, Kaiser-Friedrich-Straße, Joachimsthaler Straße, Joachimsthaler Straße, Kantstraße bis Savignyplatz (17.30-19 Uhr)
„Stoppt den Krieg! Frieden und Freiheit für die Ukraine!“: 15 Menschen, Alt-Müggelheim 22 (17.45-19 Uhr)
„Frieden schaffen ohne Waffen“: 40 Teilnehmende, Alt-Müggelheim 17 (18-19 Uhr)
„Spirituelle Friedensmahnwache – Für den Frieden in Nahost und in der ganzen Welt – Frieden schaffen ohne Waffen“: 20 Personen, „Bündnis für den Frieden Berlin“, Potsdamer Platz (18-22 Uhr)
Gericht – Drei Männer und eine Frau kommen wegen illegalen Handels mit synthetischen Cannabis-Produkten auf die Anklagebank. Die 32- bis 58-Jährigen sollen im großen Stil über Messenger-Dienste unter anderem Cannabis-Gummibärchen oder Tinkturen angeboten und bundesweit verkauft haben. Die Staatsanwaltschaft hat die Einziehung von knapp 730.000 Euro beantragt (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A806).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Peggy Beer (56), ehemalige Siebenkämpferin, ihr größter Erfolg ist die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften 1990 / Jochen Alexander Freydank (58), Regisseur und Filmproduzent, 2009 erhielt er für „Spielzeugland“ einen Oscar / „Wir vier alten Westeckers mit all unseren Lieben gratulieren zum 64. dem jüngsten Mathias und freuen uns auf die große Sause im nächsten Jahr!“ / Sebastian Pufpaff (49), Kabarettist, Fernsehmoderator und Entertainer, hat 2021 die Moderationderr Neuauflage von „TV Total“ übernommen / Bettina Rust (58), Journalistin, Radiomoderatorin, Podcasterin und Host von „Hörbar Rust“ bei Radio Eins / Gerrit Schmidt-Foß (50), Schauspieler, Hörbuchinterpret, Synchron- und Hörspielsprecher / Sabine Smentek (64), Unternehmensberaterin und politische Beamtin (SPD), von 2016 bis 2021 Staatssekretärin für Informations- und Kommunikationstechnik in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport / Hakan Taş (59), Autor und Politiker (parteilos, früher Die Linke) / Kai Wegner (53), Politiker (CDU), seit April 2023 Regierender Bürgermeister von Berlin
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Detlef Gombert, * 2. September 1941, verstorben am 27. Juli 2025 / Dr. Rainer Höttler, * 2. Dezember 1937, verstorben am 18. August 2025 / Dr. Sibylle Skolud, * 12. April 1944, verstorben am 25. August 2025 / Wolfgang Thiele, * 25. Januar 1936, verstorben am 4. September 2025 / Milda Wiegers, * 27. Januar 1927, verstorben am 22. August 2025
Stolperstein – Georg Bernstein kam am 9. Januar 1884 in Berlin zur Welt. 1940 wollte Georg in die USA fliehen und stellte einen Antrag auf Ausreise. Erfolglos. Er konnte die „Reichsfluchtsteuer“ nicht bezahlen. Ab 1941 musste er Zwangsarbeit in der Chemiefabrik Riedel in Britz leisten, bis ihn die Gestapo verhaftete und am 24. August 1943 nach Auschwitz deportierte. Dort wurde er am 15. September 1943 ermordet. Heute erinnert ein Stolperstein in der Claudiusstraße 18 in Tiergarten an Georg Bernstein.
Encore
Checkpoint-Leserin Doris Holtz aus Altglienicke hat für uns ihre Erlebnisse und Emotionen während des großen Stromausfalls im Südosten der Stadt notiert – hier ihr weitgehend chronologischer Stichwortreport über 59 Stunden im Wechselbad der Gefühle:
Überrascht vom Stromausfall.
Unfassbar schockiert über die Nachricht des Anschlags in der unmittelbaren Nähe.
Genervt von der kalten Dusche und dem fehlenden Kaffee.
Belustigt und doch erschrocken über die verschlossenen Türen bei Edeka Amthor und die stehengebliebene Uhr an der Schönefelder Chaussee.
Nervös bei der Warnung über Ausfall der Notrufsysteme.
Beunruhigt beim Anblick des plötzlich so dunklen Bezirks.
Ängstlich beim Ausfall des Mobilfunks und des Telefonnetzes.
Allein, hilflos und auch leicht panisch wegen des fehlenden Zugangs zu Informationen und der intensiven Dunkelheit und der Stille in der Nacht.
Zuversichtlich am Morgen aufgrund der natürlichen Helligkeit und des Wassers, auch wenn die Dusche immer noch schrecklich kalt war.
Glücklich über meine Familie und Kollegen, die mich mit aufmunternden Worten, Kaffee und einer geladenen Powerbank mit Strom aus Tempelhof versorgt und mir mehrere Gaskocher und auch Asyl angeboten haben.
Gerührt von spontanen Nachbarschaftshilfen vom gemeinsamen Grillen und Essen zur Verwertung von Lebensmitteln (Kiezladen WaMa) über Angebote von heißem Wasser und Ladestationen bis hin zu Spielenachmittagen bzw. Spielabenden bei Kerzenschein.
Froh über das wieder funktionierende Mobilfunknetz.
Erleichtert über die Präsenz der Feuerwehr auf dem Ehrenfelder Platz und der Nähe der Mohnwegschule mit dem Angebot der Hilfe in der Not.
Deutlich entspannter in der zweiten Nacht im Dunkeln.
Tapfer bei der dritten kalten Dusche und beim Glas Wasser statt Kaffee (Wer braucht schon Kaffee?).
Wehmütig bei der Entsorgung der ungekühlten Lebensmittel.
Entspannt nach der Umarmung meiner lieben Nachbarin.
Erleichtert über die großen Fortschritte bei der Reparatur.
Überglücklich über das erste Aufleuchten meiner Lichterkette im Flur, den ersten Kaffee aus meiner Maschine nach vielen Stunden (ich brauche ihn doch) und dem warmen Wasser aus der Leitung.
Unendlich dankbar für die vielen Bemühungen vom Bezirksamt und Bürgermeister, des THW, der Feuerwehr, der Polizei und der Helfer in allen Notfallstützpunkten. Und von den Technikern, die unermüdlich daran gearbeitet haben, die schlimmen Schäden dieses Anschlags zu beseitigen.
Inzwischen belächle ich mich selbst wegen der ängstlichen Momente in der ersten Nacht. Nun weiß ich: Es gibt so viele großartige Menschen, die auch die dunkelsten Momente erhellen, sie waren nur anfangs nicht gleich zu sehen.
❤️ Danke! ❤️
Voller Energie haben Teresa Roelcke, Tobias Langley-Hunt und Jaqueline Frank an diesem Checkpoint mitgewirkt. Morgen leuchten hier Margarethe Gallersdörfer und Daniel Böldt die Ecken der Stadt aus. Bis dahin
