es könnten arbeitsreiche Monate werden für den Regierenden: Nach dem Tennis-Gate während des Stromausfalls scheint man in der Senatskanzlei zu dem Schluss gekommen zu sein, dass Kai Wegner (CDU) künftig Krisen jeglicher Art umgehend persönlich begutachtet. Folglich ist auch Glatteis Chefsache: Der „Regierende Bürgermeister informiert sich vor Ort über Ausnahmesituation im Straßenbahnnetz“, schrieb die BVG am Montag. Dazu zwei zupackende Fotos von Wegner im Gespräch mit Mitarbeitern.
Die Ausnahmesituationbleibt: „Der Eisregen hat unser Straßenbahnnetz vor eine Situation gestellt, wie wir sie seit Jahrzehnten nicht erlebt haben“, sagte BVG-Chef Henrik Falk. Mindestens bis zum Mittag fahren heute wegen vereister Oberleitungen keine Trams. Drei „Turmwagen“ seien rund um die Uhr im Einsatz, die Mitarbeiter müssten das Eis „in schweißtreibender Handarbeit“ von den Leitungen entfernen. Warum es bei rund 200 Kilometern Strecke nur drei Wagen gibt, ist eine Frage für wärmere Tage.
Schöne Geste im Chaos: Das Catering des abgesagten BVG-Neujahrsempfangs wurde kurzerhand an die Stadtmission gespendet.
Nochmal Thema Stromausfall: Die Bundesanwaltschaft hat für konkrete Hinweise, die zur Aufklärung des Brandanschlags führen, eine Belohnung von einer Million Euro ausgelobt. Da wird vielleicht auch der kapitalismuskritischste Terrorist schwach – so zumindest die Hoffnung.
Derweil berät der Senat heute, wie Zivil- und Katastrophenschutz künftig besser funktionieren. Das Maßnahmenpaket von Kai Wegner und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) liegt dem Checkpoint exklusiv vor. Spoiler: Es gibt sehr viel zu tun. Und es wird sehr viel Geld und Personal erfordern.
Insgesamt 75 Maßnahmenvorschläge werden aufgelistet, unterteilt in fünf Handlungsfelder: Schutz der Kritischen Infrastruktur, Verbesserung des Katastrophenschutzes, Ausstattung und Befugnisse der Sicherheitsbehörden, Finanzierung sowie Resilienz der Bevölkerung.
Bei der Lektüre drängen sich zwei Gedanken auf: Gut, dass so konkrete Pläne entwickelt werden. Und: Warum erst jetzt? Neu scheinen ein „Treibstofflogistikkonzept“, um kritische Bereiche im Katastrophenfall mit Kraftstoff zu versorgen, oder auch die „regelmäßige Begehung von Bahnanlagen durch die Technische Bahnaufsicht mit Fokus auf Brandschutz“ – um nur zwei von 75 Maßnahmen zu nennen. Vielleicht schon nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine, spätestens aber nach dem Stromausfall in Adlershof, hätten viele dieser Pläne zumindest angestoßen werden müssen.
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Frostig waren viele Reaktionen auf den erneuten Mietendeckel-Vorstoß der Berliner SPD (Checkpoint von gestern). Selbst innerhalb der eigenen Partei sind nicht alle von dem Weg überzeugt. Torsten Schmidt, Mitarbeiter der Bundestagsfraktion und SPD-Influencer, schrieb auf „X“: „Wie viele Wahlen will und darf Raed Saleh mit den immer gleichen Vorschlägen eigentlich noch verlieren?“ Saleh selbst freute sich über die Aufmerksamkeit der politischen Konkurrenz: „Die schrille und reflexartige Kritik nebst Klassenkampfparolen von Wirtschaftsliberalen und Rechtskonservativen überrascht uns nicht, spielt hier aber auch keine Rolle“, sagte er dem Tagesspiegel. Namhafte Verfassungsrechtler würden jetzt eine fundierte Debatte führen. Das klingt wiederum verdächtig nach Expertenkommission 2.0.
Gleiches Problem, anderer Lösungsvorschlag: Seit Monaten wird über eine Fehlbelegungsabgabe für Sozialwohnungen diskutiert. Die wirtschaftliche Situation vieler Mieter, die einst in eine Sozialwohnung gezogen sind, dürfte sich über die Jahre verbessert haben. Gleichzeitig wird es für Menschen, die Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben, immer schwieriger, eine Wohnung zu finden. Vor allem die CDU drängt bei dem Thema, die SPD hält bisher dagegen. Der Ex-Landesvorsitzende und Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel etwa sorgt sich nicht um die Abgabe an sich, sondern um mögliche Folgen.
„Wenn besser situierte Menschen wieder aus Großwohnsiedlungen ausziehen, weil sie eine Fehlbelegungsabgabe zahlen, dann ziehen logischerweise Menschen aus dem Transferleistungsbezug ein“, sagte Hikel dem Checkpoint. „Das ist das Gegenteil von Durchmischung, die wir ja gerade haben wollen. Bis heute kämpfen wir mit den Folgen davon, dass Menschen mit niedrigen Gehältern in Großwohnsiedlungen geschoben wurden. Ich will, dass wir nicht die gleichen Fehler machen wie vor 20 Jahren.“ Das Gegenargument: Angesichts des hohen Mietniveaus halten viele Experten eine große Auszugswelle infolge einer Fehlbelegungsabgabe für unwahrscheinlich. Und was meinen Sie?

Und jetzt enthüllen wir exklusiv ein bisher gut gehütetes Branchengerücht: Und wenn das stimmt, sind es sensationelle Nachrichten für Fans von Harry Styles (und wer ist das nicht?). Nachdem der Berlin-Fan unsere schöne Stadt zwar zum Marathonlaufen, für Berghain-Besuche und Studioaufnahmen genutzt hat, waren wir schon ziemlich enttäuscht, dass seine Welttournee in diesem Jahr komplett an uns vorbeigeht. Stattdessen spielt er unter anderem acht Mal im Londoner Wembley-Stadion, acht Mal in der Amsterdamer Johann-Cruijff-Arena und 30-mal im Madison Square Garden in New York. Doch jetzt hat der Checkpoint aus gewöhnlich exzellent informierten Kreisen erfahren: Im nächsten Jahr soll Harry Styles ins Olympiastadion kommen – und das angeblich wie in London und Amsterdam acht Mal! Es kommentiert der Style-Meister selbst: „Lights up!“
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Nachts. Punkt 2:22 Uhr. Jenny hört über das Babyphone Schritte – und die Stimme eines weinenden Mannes. Sam glaubt an Logik, Jenny an das Unheimliche. Beim Dinner mit Freunden wird aus Gespräch ein Countdown: Sie bleiben wach bis 2:22. „2:22 – A Ghost Story“ – Londons Thriller-Hit jetzt an der Komödie am Kurfürstendamm. Mehr
Ohne Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, wäre diese Stadt noch ärmer als sie ohnehin schon ist – und manches würde überhaupt nicht mehr funktionieren. Im Rahmen der Reihe „Zukunft Berlin“, veranstaltet von der Diakonie und abwechselnd moderiert von der Literatin Anne Rabe sowie Tagesspiegel-Herausgeber Lorenz Maroldt, geht es heute Abend um Wert und Wertschätzung des Ehrenamtes (was beileibe nicht dasselbe ist). Außerdem werden mögliche Verbesserungen der Strukturen und Rahmenbedingungen für die Arbeit der „Retter des Sozialstaats“ besprochen.
Mit dabei sind u. a. die Fraktionschefs von SPD und Grünen, Raed Saleh und Bettina Jarasch, Ex-Sozialsenatorin Elke Breitenbach sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter der Politik, der Sozialträger und der Wirtschaft. Diskussionsbeiträge interessierter Bürgerinnen und Bürger sind ausdrücklich erwünscht. Dabei gilt für alle: Es geht um konkrete Wege, nicht um „könnte, müsste, sollte mal“. Wer live dabei sein möchte: Heute, Festsaal der Stadtmission, Lehrter Straße 68 in Moabit – 18 Uhr geht’s los. Die Gespräche der Diakonie-Reihe über Lösungen für die zentralen sozialpolitischen Herausforderungen in Berlin erscheinen auch als Podcast auf allen bekannten Plattformen.
Und noch drei Lese-Tipps aus der Tagesspiegel-Redaktion:
„Ich hätte Asche sein können“, sagt die Holocaust-Überlebende Tova Friedman. Sie wird in dieser Woche im Bundestag reden. Kollegin Helena Wittlich hat sie in New Jersey getroffen.
Berlin steht, Potsdam fährt: Während die BVG mit Enteisen beschäftigt ist, rollt es woanders wie geschmiert. Warum der Eisregen die Stadt dermaßen aus dem Takt gebracht hat.
Kaum Nachfrage: Ein traditionsreiches Gymnasium verliert einen geplanten Neubau an eine Gemeinschaftsschule. Der Anfang vom Ende der Schulform in der Hauptstadt?
Berliner Schnuppen
Telegramm
Was niemals vergessen werden darf: Heute wird weltweit an die Opfer des Holocaust und an den 81. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau gedacht. Das Brandenburger Tor wird angestrahlt, am Denkmal für die ermordeten Juden Europas gibt‘s kostenlose Führungen. Weitere Veranstaltungen hat die Initiative „Berlin gegen Nazis“ hier zusammengetragen.
Das Amtsgericht hat erstmals seit Jahren eine Immobilienfirma wegen viel zu hoher Miete verurteilt. Sie hatte für eine 30-Quadratmeter-Einzimmerwohnung in der Kreuzberger Oranienstraße 400 Euro kalt verlangt. Das Bußgeld: 1300 Euro. Warum das Urteil so milde ausfiel, lesen Sie hier.
Der öffentliche Dienst startet in die Streikwoche: Heute ruft Verdi zum „Streiktag Gesundheit“ auf, morgen folgt der „Hochschulaktionstag“. Eltern sollten den Donnerstag im Blick behalten: Dann steht der „Streiktag Bildung“ der GEW an.
Apropos Stillstand: „Geeint, geschlossen und entschlossen“ soll das BSW in den Wahlkampf ziehen, wünschte sich Landeschef Alexander King am Samstag auf dem Landesparteitag. Die Wahl der Landesliste lief dem Vernehmen nach anders ab. Einer der Unterlegenen zog jetzt Konsequenzen: Philippe Gouverneur, Vorsitzender des Bezirksverbands Charlottenburg-Wilmersdorf, legte nach Tagesspiegel-Informationen seinen Beisitzer-Posten im Landesvorstand nieder.
Woanders geht’s voran: Am kommenden Montag starten die Bauarbeiten auf dem Europaplatz vor dem Hauptbahnhof. Geplant sind 30 neue Bäume, Sitzgelegenheiten undPlatz für 220 Fahrräder. Taxen müssen künftig den Washingtonplatz anfahren.
Weitere Experimente: Die Verkehrsverwaltung sucht per Ausschreibung drei innovationsfreudige Unternehmen, die ihre Logistik fünf Monate testweise per Lastenrad erledigen und einen digitalen Routenplaner erproben. Freiwillige vor.
Nur immer gut anschließen: In der vergangenen Woche wurden 110 Fahrräder im Gesamtwert von 153.638 Euro gestohlen gemeldet, 110 mehr als in der Vorwoche. Besonders häufig schlugen die Diebe am Dienstag um 18 Uhr zu. Hier können Sie schauen, wie die Lage in Ihrem Kiez ist.
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Wir suchen Berlins Beste Steuerberater. Teilnehmen können Steuerexperten von in Berlin ansässigen Steuerberatersozietäten, Wirtschaftsprüfern und Lohnsteuerhilfevereinen sowie Finanzverantwortliche von Berliner Unternehmen. Die Veröffentlichung der Ergebnisse findet im April statt.
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Auch Wasservögel leiden unter der Kälte: Der Bezirk Treptow-Köpenick beobachtet ein „vermehrtes Sterben“ insbesondere von Kormoranen und Graureihern. Da viele Gewässer gefroren sind, sei die Konkurrenz um die wenigen Wasserstellen groß, erklärt Wildtierexperte Derk Ehlert auf Checkpoint-Anfrage. Schwache Vögel hätten beim Nahrungskampf das Nachsehen.
Dazu Small-Talk-Material für die Kaffeepause: Selbst Eisvögel vertragen kein Eis. „Ihre Population ist diesen Winter um knapp 80 Prozent eingebrochen“, sagt Derk Ehlert. Der Name stammt aus dem Althochdeutschen. Damals nannte man die Tiere wegen ihrer schimmernden Brust „Eisenvögel“.
Nachdem die BSR am vergangenen Samstag die Weihnachtsbaum-Abholung beendet hat, beginnt eine der unterhaltsamsten Traditionen der Hauptstadt: das Verstecken von Baumskeletten im öffentlichen Raum. Wer tote Tannen entdeckt, kann sie per Onlineformular der Stadtreinigung melden.
Zitat
„Mit Bombenfunden, Großbränden, Löwen und so weiter kommen wir gut zurecht.“
Steglitz-Zehlendorfs Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg (Grüne) im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses zum Stromausfall Anfang Januar.
Stadtleben
Verlosung – Kurt Kuhfeld besingt das wichtigste Gefühl der Welt – vor 100 Jahren wie heute. In „Liebe, nichts weiter“ stehen Chansons der 1920er und -30er Jahre im Fokus plus bisschen Broadway, Musik von Friedrich Hollaender und Kurt Weill bis Stephen Sondheim. Wir verlosen für morgen Abend 2x2 Karten! Bewerben kann man sich hier, BKA Theater, 20 Uhr, regulär 22-33 Euro, Mehringdamm 34, U Mehringdamm
Essen & Trinken – Ein zehnter Geburtstag ist durchaus etwas Besonderes in der schnelllebigen Gastronomie. Gerade darf die „Brasserie Colette“ feiern, wo unter Chef Tim Raue eine moderne französische Küche serviert wird. Zum Jubiläum wurde die Karte überarbeitet; zur Auswahl stehen neben Klassikern neue Kreationen wie das herrlich wuchtige Casolette de Bretagne mit Meeresfrüchten. Tägl. 12-15 & 18-23 Uhr, Passauer Straße 5-7, U Wittenbergplatz
Noch hingehen – Ein kleines Mädchen, aufgenommen von schräg unten, man guckt direkt in ihren offenen Mund: Das Bild „Thea’s double tooth“ ist wahrlich „Close Enough“. So, also „nah genug“, lautet der Titel einer Ausstellung im C/O Berlin (bis morgen), die Arbeiten von zwölf Fotografinnen der Agentur Magnum vereint. Alle sind räumlich und/oder emotional dicht an ihren Motiven. 11-20 Uhr, 12/6 Euro, Hardenbergstraße 22-24, S/U Zoologischer Garten
Berlinbesuch – Den heutigen Holocaustgedenktag könnte man im DHM begehen: Das Museum bietet freien Eintritt und kostenlose Führungen (11/13/14/15 Uhr). Nicht kostenlos, aber auch interessant ist der „Augen-auf-Kinotag“: Der Kinderfilm „Das geheime Stockwerk“ erzählt von einer Zeitreise ins Jahr 1938 (18.30 Uhr). Im Anschluss gibt’s im Delphi Filmpalast ein Gespräch mit dem jungen Hauptdarsteller, 14 Euro, Kantstraße 12A, S/U Zoologischer Garten
Kiekste
In der Neuköllner Weserstraße war jemand bei der Entsorgung seines Weihnachtsbaums besonders kreativ. Das „Kunstwerk“ hat Checkpoint-Leser Jörg Farys entdeckt und festgehalten. Vielen Dank! Schicken auch Sie uns Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Nahverkehr – BVG – Wegen vereister Oberleitungen ist der komplette Tramverkehr bis mindestens Dienstagmittag eingestellt. (Stand 26.01., 18.30 Uhr)
S-Bahn – S46, S47, S8, S85 und S9: Von 21.45-1.30 Uhr kommt es zu folgenden Fahrplanänderungen:
* Ersatzverkehr mit Bussen zwischen: Grünau & Schöneweide, Grünbergallee & Schöneweide, Spindlersfeld & Schöneweide
* Zwischen Baumschulenweg und Neukölln verkehrt nur die S46 im 20-Minutentakt, die S47 fährt nicht.
* Zwischen Baumschulenweg und Treptower Park fährt die S9 im 20-Minutentakt.
Verkehr – Mühlenstraße (Pankow): Sperrung zwischen Dolomitenstraße und Florastraße in beiden Richtungen bis Anfang Juni.
Demonstration – Für heute sind 28 Demos angemeldet (Stand 26.1., 16 Uhr), u.a. „Verdi Kita Streiktag“: 1.000 Demonstrierende, Verdi, Bernhard-Weiss-Straße, Alexanderstraße, Spandauer Straße 15 (8.30-12.30 Uhr)
„Holocaustgedenktag: Kranzniederlegung und Gedenkminute am 27.01.26, 10 Uhr, Gleis 17 (...)“: 50 Teilnehmende, MANEO, S-Bhf. Grunewald (10-10.30 Uhr)
„81. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, Lichterkette für ein tolerantes, gewaltfreies Miteinander gegen Antisemitismus und Rassismus“: 1.000 Menschen, Kommission für Bürgerarbeit Pankow, Berliner Straße 120, Berliner Straße/Breite Straße (18-18.45 Uhr)
Gericht – Weil er für Pizzabrötchen und Burger zwei Häftlingen im offenen Vollzug Privilegien ermöglicht haben soll, muss sich ein Justizvollzugsmitarbeiter wegen Bestechlichkeit und Vorteilsnahme verantworten. So soll der 59-Jährige die beiden damaligen Insassen, die mitangeklagt sind, mit Anstaltsinterna wie die Planung von Kontrollen versorgt haben. Zu den Vorfällen sei es zwischen November 2018 und Januar 2019 in der Haftanstalt in Berlin-Spandau gekommen (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A863).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Daniel Donskoy (36), Schauspieler, Musiker und Autor („Brennen“), Deutscher Fernsehpreis (2021) & Grimme-Preis (2022) für seine Talkshow „Freitagnacht Jews“ / „Froben – Nachrichtenmann, kluger Sprachwächter, Kuchenbäcker und lieber Freund – zu Deinem 60. umarmen Dich von ganzem Herzen Deine Prenzl- u. LichtenbergerInnen!“ / Gerhard Hanke (70), Politiker (CDU), bis 2021 Bezirksstadtrat in Spandau / Rani Khedira (32), Mittelfeldspieler bei Union Berlin / Christa Markl-Vieto (74), Politikerin (Grüne), ehemalige Bezirksstadträtin in Steglitz-Zehlendorf / Benjamin von Stuckrad-Barre (51), Schriftsteller („Noch wach?“ & „Kein Grund, gleich so rumzuschreien“ mit Martin Suter) / Stephan Wiehler, Tagesspiegel-Berlin-Chef, Leselampen-Aficionado, Checkpoint-Band-Frontmann und engagierter Verteidiger der deutschen Sprache – „Unglaublich, aber wahr – ein weiteres Jahr ist geschafft. Team Checkpoint stellt den Mikrofonständer für dich zurück und gratuliert herzlich zum Geburtstag!“
Nachträglich: „Liebe Katja, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag von Philipp, Jasper, Smilla und Linus!“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Stolperstein – Werner Petzal (*1906) war ein Berliner Anwalt für Menschenrechte. 1937 floh er mit seiner Frau Fanni und seiner Mutter in die Niederlande, wurde jedoch 1942 denunziert und in das Lager Westerbork deportiert. 1944 verschleppte man ihn über Theresienstadt nach Auschwitz. Werner wurde am 27. Januar 1945 im Außenlager Fürstengrube ermordet, als die SS ein Massaker an nicht mehr marschfähigen Häftlingen verübte. Ein Stolperstein in der Tile-Wardenberg-Straße 13 in Moabit erinnert an ihn.
Encore
Zuletzt schauen wir auf dem Neujahrsempfang von Kulturprojekte Berlin vorbei: „Yeah ist das Motto für 2026“, sagte Geschäftsführer Moritz van Dülmen. Die landeseigene Veranstaltungsagentur setzt für den Senat bekanntlich alles um (vom Rollrasen am Brandenburger Tor über die Lichtgrenze zum Mauerfall bis zur Silvesterparty) und feierte gestern ihren 20. Geburtstag.
„2006 wurde Eisbär Knut geboren – und die Kulturprojekte“, sagte van Dülmen, festlich im schwarzen Hoodie, vor der Bar im Podewil in Mitte. „Danke, dass ihr es schafft, den Sound dieser Stadt, den Puls dieser Stadt immer wieder in Veranstaltungen zu übertragen“, sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU).
„Wir sind die, die im Bus hinten sitzen, mit einem Bier in der Hand“, ergänzte van Dülmen. „Und wenn die Mitglieder des Senats unsere Eltern sind, dann sind das ziemlich coole Eltern.“ Zwischenruf aus dem Publikum: „Und was ist mit dem Taschengeld?“ Van Dülmen pragmatisch-schlagfertig: „Das schwankt halt.“ Wegner musste schnell weiter zum Neujahrsempfang bei KPMG, der Rest des kulturellen Berlins tanzte einfach weiter. Alles wie immer.
Ziemlich coole Kollegen sind Anke Myrrhe, Lorenz Maroldt und Alexander Fröhlich (Hinweise und Texte). Christoph Papenhausen hat wie immer sorgfältig recherchiert, das kulturelle Berlin wurde von Antje Scherer kuratiert (Stadtleben) und Jasmine Dellé (Produktion) hat am frühen Morgen alles sicher verschickt. Morgen empfangen Sie Robert Ide und Valentin Petri. Bis bald
