am Samstag starten wir mit einem Überblick der aktuellen Nachrichten aus Berlin:
+++ Langsam, aber nicht chaotisch: Der BER bewältigt den ersten Ansturm der Sommerferien besser als andere deutsche Airports.
+++ Die Mieten für Sozialwohnungen sollen steigen. Investoren, die sie bauen, bekommen Zugeständnisse. Das ist der Plan von Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel – und es gibt Kritik.
+++ Genderfragen, Penis-Tweets und elektrische Fische: Nach der Vortragsabsage an der Humboldt-Uni will Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) nun dort den Umgang mit kontroversen Themen debattieren.
+++ Nach der Pannen-Wahl: Im Frühjahr 2023 dürfen viele Berliner ihre Stimme wohl noch einmal abgeben – zu groß war das Wahl-Chaos letzten September. Welche Folgen hätte eine Wahlwiederholung in der Hauptstadt? Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.
Auf tagesspiegel.de informieren wir Sie über alle wichtigen Entwicklungen in und rund um Berlin.
Welche Bedeutung hat das Wochenende eigentlich in den Ferien? Ist nicht gerade dies das Schöne an ihnen, dass die Unterscheidung zwischen Woche und ihrem Ende aufgehoben ist? Wie alles Zeitgefühl? Sind die Ferien nicht sogar nichts als ein immens verlängertes Wochenende? Guten Morgen im ersten Ferienwochenende.
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MATERIAL NATION – Grenzen ins Ungewisse
In der interdisziplinären Gruppenausstellung beschäftigen sich Künstler:innen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa auf persönliche und zugleich hochpolitische Weise mit Fragen von Nation, Zugehörigkeit, Autonomie, Selbstbestimmung, Identität und Abschied.
15.7.-28.8., Mi-So, 12-20 Uhr
Eintritt frei, Ticket erforderlich
Samstagabend – Allerdings, ach, der eigene Körper, muss denn das sein, die viele Bewegung? Kann man sich nicht einfach zurücklehnen und trotzdem was erleben? Aber ja, und das mit allen Sinnen, verspricht zumindest der Titel „Synesthesia“. Mazen Kerbaj, bekannt als Impro-Musiker und Autor, wird heute Komponist. Seine grafische Partitur allerdings ist ein auf große Leinwand projiziertes Live-Video, das das Berliner Splitter Orchester in Echtzeit interpretiert. Und das Sa und So um je 20 Uhr in der Wabe, Danziger Straße 101.
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Zwei Zimmer, Küche, Lächeln.
Für alle, die den Schlüssel zu Ihrem neuen Zuhause suchen, ist die BUWOG Berlins Lieblingsadresse. Denn Eigentumswohnungen in den schönsten Lagen der Hauptstadt und dem Berliner Umland, provisionsfrei und mit mehr als 70 Jahren Wohnbau-Erfahrung, sorgen für glückliches Wohnen. Erfahren Sie mehr unter: www.buwog.de
Sonntagmorgen – Prinzipiell immer synästhetisch wirkt Architektur. Ihre räumliche Dimension offenbart sich nie mit einem Mal, sondern entfaltet sich in der Zeit, Schritt für Schritt. Dass auch Architekt Mies van der Rohe sich manch profunden Gedanken über die Räume gemacht hat, die er schuf, entgeht vielen Besucher:innen der Neuen Nationalgalerie leicht beim Fokus auf die ausgestellten Objekte. Zumal sich gerade diese Räume wenig in den Vordergrund spielen wollen. Ob man die Kunst aber unter weniger förderlichen Bedingungen genauso wahrnehmen würde wie hier? Die Wahrheit, das wusste schon Hegel, zeigt sich nicht von sich aus, sondern braucht tatkräftiger Hilfe, um hervorgebracht zu werden. Zum Beispiel bei einer Führung durch die Räume, mit Fokus auf sie selbst. 12–13 Uhr, 15 Euro Teilnahmegebühr, Potsdamer Straße 50
Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
„Schräge Vögel, das muss ich einmal sagen. Einen Pfau haben Sie doch sicher schon einmal gesehen. Aber haben Sie einen Pfau auch schon mal fliegen sehen? Ich kann Ihnen sagen, was da über die Jahrhunderte an Anmut und Eleganz in diesen Vogel hinein gedichtet worden ist, verflüchtigt sich in Windeseile, sobald er versucht, sich mit einem markerschütternden Schrei der Anstrengung in die Luft zu erheben. Plump ist das richtige Wort, jawohl. Angeblich hat dieser Anblick früher schon so manchen Evolutionsbiologen zur Verzweiflung gebracht: Welchen Vorteil sollte ein solch auffälliges Auftreten im Tierreich haben, wenn der Vogel zugleich unfähig zu Flucht und Verteidigung ist? Ein Mysterium, dass er überhaupt so lange überlebt hat, meinte man. Und nicht nur das: Ein kultureller Sinn scheint diesen Vögeln auch zu fehlen. Seit wie vielen Jahren stolzieren sie nun schon auf der Pfaueninsel umher, ohne zu merken, dass sie auf Schlacke- und Glasresten der alchemistischen Geheimforschung des Johannes Kunckel umher watscheln. Der Große Kurfürst hatte Kunckel 1685 die ganze Insel samt neuem Laboratorium überlassen, um dort an Herstellungsmethoden für Glas und Gold zu forschen. Das flog irgendwann in die Luft und schleuderte die erwähnte Schlacke in die Landschaft, die sich mit Glück bis heute finden lässt. Was tut man damit? Anregungen kann man sich ja in Burg (Spreewald) holen. Da zeigt Marita Kuschela von den Kunsträumen, wie man Glasmosaike anfertigt. Das empfehle ich auch diesen Pfauen, dann könnten sie sich etwas nützlich machen. Und mich empfehle ich, mit freundlichen Grunzen.“
Leseempfehlungen
Heiße Luft?: Wie heiß es doch in der U-Bahn wird – und das nicht erst seit dem Neun-Euro-Ticket. Was, wenn man diese Wärme sammeln und nutzen könnte? Jörn Hasselmann (Abo) schreibt, an welchen heißen Pflastern die BVG gerade forscht. Ein ähnliches Vorhaben soll es übrigens schon vor zehn Jahren gegeben haben. Das Tiefbauamt Mitte ließ es nicht mehr als heiße Luft werden.
Urlaub! Schnell die Zahnbürste gepackt und auf ins Corona-Chaos … äh, bitte was? Antworten auf genau diese Frage geben Tagesspiegel Autor:innen hier (Abo).
Stopp! Des Öfteren haben sich in den letzten Jahren Menschen mit Anliegen und Forderungen auch dem Berliner Alltag in den Weg gestellt (Fridays For Future, Extinction Rebellion und aktuell die Letzte Generation). Inwieweit Protest rechtmäßig zu sein hat, darüber sprach Moritz Hackl mit dem Philosophen Robin Celikates (Abo).
Freie Straßen? Apropos Verkehrsstopp: Ein Modell davon, wie Berlin ohne das ganze automobile Blech aussehen könnte, hat eine Initiative mit dem Wissenschaftszentrum und der TU Berlin erarbeitet – Corinna von Bodisco (Abo) hat es in Worte gefasst.
Wochenrätsel
Gewonnen! Die Geschichte der Partnerschaft Berlin – Thüringen erreicht dieser Tage einen neuen Jenzig, denn laut der Thüringischen Landesvertretung werden die beiden Bundesländer nun…
a) zusammenwachsen
b) zusammen wachsen
c) zusammen erwachsen
Tipp: Wer den Checkpoint letzte Woche aufmerksam las, ist im Vorteil.
Den Wochenend-Frühdienst hat heute heldinnenhaft Cristina Marina verrichtet, am Montag lesen Sie an dieser Stelle Christian Latz. Haben Sie ein schönes Wochenende!