für einen anregenden Start in den Tag gibt’s auch heute eine klassische Berliner Mischung: Kulturrekorde, Laboraffen, Müll im Museum, argumentative Verrenkungen, Wackelöhrchen und Feuer in den Herzen. Wir legen los …
… und machen dicht: Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf spendiert seinen Beschäftigten am 2. Januar Betriebsferien und damit ein extralanges Wochenende. Der freie Tag solle die „Sparanstrengungen“ der Belegschaft würdigen, heißt es (zuerst berichtete die „B.Z.“). Tatsächlich gab’s zuletzt Mehrarbeit: Der Bezirk hatte sich aus einem millionenschweren Haushaltsdefizit herausgearbeitet und 2024 mit einem Überschuss abgeschlossen.
Nach Checkpoint-Informationen scheint es das einzige Bezirksamt zu sein, das sich den Brückentag gönnt: In Friedrichshain-Kreuzberg, Marzahn-Hellersdorf, Mitte, Neukölln, Pankow, Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Treptow-Köpenick und Tempelhof-Schöneberg ist der 2. Januar ein regulärer Arbeitstag, heißt es auf Nachfrage (Reinickendorf und Lichtenberg antworteten nicht – schon frei?). Dort sind auch die Bürgerämter geöffnet. Könnte ein Tag mit üppiger Terminauswahl werden.

Nun also doch: CDU und SPD haben sich auf den Entwurf für ein Vergesellschaftungsrahmengesetz verständigt. Es soll noch diese Woche ins Parlament eingebracht und Anfang kommenden Jahres in erster Lesung beraten werden. Dem Checkpoint liegt der Entwurf vor – und er ist, nun ja, überschaubar. Im Grunde wird lediglich etwas wortreicher der Vergesellschaftungsartikel 15 im Grundgesetz wiedergegeben.
Das Gesetz an sich hätte zudem keinerlei praktische Folgen. Sein Zweck ist ohnehin ein anderer: Es soll nach der Verabschiedung dem Bundesverfassungsgericht zur Prüfung vorgelegt werden. Insbesondere die SPD erhofft sich von den Richterinnen und Richtern Hinweise, wie der Artikel 15 rechtssicher mit Leben gefüllt werden könnte, etwa in Hinblick auf die Verhältnismäßigkeit, eine mögliche Entschädigung und inwiefern Unternehmen gemeinwirtschaftliche Vorschriften gemacht werden, ohne das Eigentum selbst einzuziehen. Oder wie Fraktionschef Raed Saleh es ausdrückte: „Wir werden dabei rechtssicher, maßvoll und haushaltsschonend regulieren, statt unverhältnismäßig zu enteignen“.
Der CDU ist das offenbar alles ein bisschen unangenehm. Fraktionschef Dirk Stettner musste einige argumentative Verrenkungen vornehmen, um das Vorhaben zu begründen. „Wir haben durch das Rahmengesetz unmissverständlich klargestellt: Eigentum ist durch unsere Verfassung geschützt und wir sorgen dafür, dass das auch weiterhin in Berlin gilt“, sagte er. Am liebsten wäre es der CDU wohl, wenn Karlsruhe einfach den Daumen über das Gesetz senkt.
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Was macht der Osterhase im Advent? Er verkündet eine frohe Botschaft: Nachhaltigkeit ist immer eine gute Idee. Die PKV setzt das konsequent um. So sorgen die Privatversicherten schon heute für ihre im Alter steigenden Pflege- und Gesundheitskosten vor. Das ist nicht nur gut für sie selbst, sondern auch gut für die jüngeren Generationen. Mehr auf pkv.de
Leben Sie kulturell im Mittelmaß? Zum Vergleich: In Berlin ging man 2024 2,2-mal ins Kino, 3,3-mal in eine Bibliothek und 2023 4,9-mal ins Museum. Das sind Spitzenwerte im Bundesländervergleich. Zwar ist in vielen Bereichen das Vor-Corona-Niveau noch nicht erreicht, und Filme, Musik sowie Literatur wandern zunehmend ins Netz. Dennoch zeigen die Daten aus einer neuen Broschüre der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder: Wir leben in der Kulturhauptstadt Deutschlands.
Noch mehr Beweise? Gern: Hier wurden in der Spielzeit 2022/23 die meisten Vorstellungen der öffentlich finanzierten Konzert- und Theaterorchester besucht (588.000). Hier erschienen 2024 mit 10.300 Büchern bundesweit die meisten Erstauflagen. Und überdurchschnittlich viele Erwerbstätige arbeiten in Kulturberufen (8,1 Prozent). Ob diese Alleinstellungsmerkmale (trotz Kürzungen) erhalten bleiben?
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Systemrelevant – Frauen in Herrscherfamilien
14 monumentale Statuen der Brandenburger Kurfürsten aus dem 17. Jahrhundert sind im Humboldt Forum Teil der Dauerausstellung zur Geschichte des Ortes. Eine neue Intervention stellt ihnen die fehlende Hälfte, die Frauen, zur Seite. Erleben Sie Geschichte anders. Freuen Sie sich z.B. auf die Geschichte von Anna von Brandenburg.
www.humboldtforum.org
Zum Sport: Wie berichtet soll ein 24-köpfiges Kuratorium des Senats dafür sorgen – frei nach Berlins Regierendem Kai Wegner (CDU) –, das „Feuer in die Herzen zu tragen“ und die Stadtgesellschaft von einer Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele zu überzeugen. Das läuft bislang allerdings eher auf Sparflamme: Weder Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo noch Linken-Politiker Dietmar Bartsch warben seit der Vorstellung des Gremiums auf Instagram oder LinkedIn für die Spiele. Auch Unternehmerin Verena Pausder und IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner hielten sich bislang zurück.
Kein Problem für den offiziellen Olympiabeauftragten Kaweh Niroomand. Er kündigte auf Checkpoint-Anfrage mehr Tempo im kommenden Jahr an: „Sobald wir selbst im Januar mit unserer Kampagne beginnen, werden sicherlich auch die Mitglieder des Kuratoriums sich öffentlich äußern und gehört werden“. Es kommentiert Checkpoint-Gastautor Jan Delay: „Das Wichtigste ist, dass das Feuer nicht aufhört zu brennen.“
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HO, HO, WOW – jetzt Ball-Tickets verschenken!
So schnell werden Weihnachtswünsche Wirklichkeit: Legen Sie Ihren Lieben ein unvergessliches Wow-Erlebnis unter den Weihnachtsbaum, verschenken Sie Tickets zum Ball der Wirtschaft 2026! Am 21.Februar treffen sich die Spitzen der Stadt bei diesem traditionsreichen Inbegriff für Begegnung, Stil und Lebensfreude. Tickets finden Sie hier.
Verbrennen ist im Wedding keine Option: Seit 2019 wird im Soldiner Kiez aus Dreck Design. Im Müll Museum an der Prinzenallee gibt’s Klamotten aus Trink-Tütchen und Skulpturen aus Elektroschrott, im vergangenen Jahr tagte der „Müllgipfel“ des Bezirks Mitte. Gäste aus Japan, Südafrika und der Ukraine bestaunten, was sonst auf der Straße landet, Workshops waren meist ausgebucht. Jetzt wird das Museum selbst recycelt: Am Freitag ist die letzte Führung.
Das Aus kommt nicht, weil kein Bedarf mehr besteht (schön wärs): Es sei klar gewesen, dass man die Räume nur so lange nutzen könne, bis die Stephanuskirche und das Gemeindehaus saniert werden, schreibt Lena Reich vom Museumsteam auf Checkpoint-Anfrage. Die Sammlung soll aber nicht in der Tonne landen, das Team sucht neue Räume: „Wir gehen auch gerne ins Humboldtforum.“ Für das größte Kunstwerk wird ein (privates) Zuhause gesucht: ein Auto aus Sperrholz, „das Tiny-House und Kiosk sein kann“. Anfragen gern an checkpoint@tagesspiegel.de, wir leiten weiter.
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Gehen Sie auf Entdeckungsreise durch die Welt der Ikonen in der Ausstellung „ICONIC – A Timeless Journey of Culture, Society and Mobility“ im DRIVE. Volkswagen Group Forum. Erfahren Sie bei einer exklusiven öffentlichen Führung donnerstags und freitags jeweils um 12 und 15 Uhr mehr zu ausgewählten Exponaten – auch zwischen den Jahren. Termine und Anmeldung auf rausgegangen.de
Und noch drei Lesetipps:
+ Können sich nur wenige leisten: Ohne Polizisten, Lehrer oder Pfleger geht nichts. Doch manche überlegen, die Hauptstadt zu verlassen, weil Wohnen zu teuer ist. Unser interaktives Tool zeigt, für welche Berufe die Stadt unbezahlbar wird.
+ Kann sich kaum jemand leisten: Ein Haus im Grunewald mit Sauna, Marmor und vier Bädern, in dem schon Ex-Kanzler Gerhard Schröder glamouröse Partys feierte. Der ehemalige russische Botschafter verkauft seine Villa.
+ Muss man sich leisten können: Der wiederentdeckte Tanzsaal in Tegel sucht einen Käufer. Zwischen Hotelplänen und Kulturträumen zeigt sich, was in Berlin heute möglich ist – oder eben nicht.

Noch 7 Tage bis Weihnachten – Film ab!
Hinter Türchen Nr. 17 unseres Adventskalenders steckt großes Kino: Zu gewinnen gibt es eine Yorck Unlimited Mitgliedschaft für ein ganzes Jahr im Wert von 239 Euro. Damit können Sie alle Filme in den teilnehmenden Yorck-Kinos sehen – in Berlin und München. Einfach Platz reservieren, zurücklehnen und Blockbuster oder Art House Filme genießen. Dazu gibt’s übrigens Rabatte für die Begleitung sowie bei Snacks und Getränken.
Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. Viel Glück!
Berliner Schnuppen
Telegramm
Bei der BVG soll alles bleiben, wie es aktuell nicht ist: Statt dichtere Takte durch mehr U-Bahnen und Busse soll der Fokus in den kommenden Jahren auf Stabilität liegen. Heißt: Weniger Verspätungen und weniger Ausfälle sind das Ziel. Ein paar Neuerungen gibt’s dennoch: Schon 2026 sollen autonom fahrende Busse in Spandau testweise zum Einsatz kommen.
Es rollt bei der Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg: Die erste Phase steht laut Deutscher Bahn vor dem Abschluss, es wurden unter anderem 164 Kilometer Gleise, 241 Weichen und zwölf Bahnsteige saniert. Nächster Schritt: Erneuerung der Bahnhöfe und der Signal- und Stellwerkstechnik. Ende April soll alles fertig sein.
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Alles was Dir gehört, dem gehörst Du auch!
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Da schau her: Die vom Verwaltungsgericht abgesegnete Silvesterparty des Senats kommt offenbar an beim Volk. Die Hälfte der 20.000 kostenlosen Tickets für „Yeah 26“ am Brandenburger Tor ist seit Montagabend vergriffen. Am Freitag, 10 Uhr, werden hier die übrigen 10.000 Karten freigeschaltet.
Kein Geld mehr gibt’s künftig vom Senat für Balkonkraftwerke. Diese seien mittlerweile so günstig, dass sie „ohne staatliche Unterstützung wirtschaftlich“ seien, teilte die Wirtschaftsverwaltung mit. Der Rechnungshof dürfte zufrieden nicken. Unternehmen und Besitzer von Ein- oder Mehrfamilienhäusern sollen beim Solarausbau weiterhin unterstützt werden.
Personalie: Jürgen Amann wird neuer Co-Geschäftsführer von visitBerlin. Der 53-Jährige folgt auf Burkhard Kieker, der im Sommer in Rente geht. Amann habe sich gegen mehr als 100 Bewerber durchgesetzt, heißt es in einer Mitteilung. Der gebürtige Oberbayer war zuletzt Leiter der KölnTourismus.
Ebenfalls aus Bayern kommt bekanntlich CDO Martina Klement (CSU), die heute gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) und dem Regierenden Kai Wegner (CDU) ein neues Bürgeramt im Rathaus Köpenick eröffnet. Letzterer lässt ausrichten: „Im November bekamen bereits 82 Prozent aller Berlinerinnen und Berliner ihren Wunschtermin binnen 14 Tagen.“
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Eine Million Straßenbäume sollen bald in der Stadt stehen – weggeworfene Weihnachtsbäume zählen leider nicht. Diese werden auch im kommenden Jahr von der BSR eingesammelt. Für jeden Kiez gibt es zwei Abholtermine im Januar, hier finden Sie Ihren.
„Da haben Sie mehr ausgelöst als die UNESCO“, schreibt uns Gesangslehrerin Ingrid Hammer: Nach der Meldung im gestrigen Checkpoint explodiere ihr Postfach, zahlreiche Nachrichten und Anmeldungen zu Jodelkursen im Rathaus Schöneberg seien eingegangen. Holleri die Waldfee!
Von der Spree an die Seine: Die von der ÖBB gestrichene Nachtzugverbindung nach Paris wird von European Sleeper übernommen, einem niederländisch-belgischen Unternehmen. Die Züge rollen ab Ende März, Tickets gibt’s ab 50 Euro pro Strecke.
Hippo-Taufe im Zoo: Der Flusspferd-Nachwuchs heißt Willy Wackelöhrchen. Aus mehr als 20.000 Vorschlägen wählte eine Jury aus Pflegern und Ferrero-Ehrenpaten den Namen aus. Flusspferde können übrigens Nasenlöcher und Ohren komplett verschließen. Beneidenswert.
Zitat
„Diese Berliner Arroganz geht mir ziemlich auf die Nerven.“
„Massiv geärgert“ hat sich Ludwig Scheetz, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion in Potsdam, über den Vorschlag der Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU), eine dritte Landebahn am BER zu bauen.
Stadtleben
Verlosung – Diese Geschichte scheint wie für unser Jahrzehnt gemacht, wurde aber 1928 veröffentlicht: Virginia Woolfs „Orlando“. In der Hauptrolle: eine genderfluide, schillernde Persönlichkeit, die vier Jahrhunderte durchlebt und dabei Männer und Frauen liebt. Wir verlosen 1x2 Karten für die „Orlando“-Interpretation der Schaubühne am 27.12.! 18 Uhr, Bewerbungen bitte an das Checkpoint-Postfach. Weitere noch nicht ausverkaufte Vorstellungen gibt es am 21. und 28. Dezember, 28-60 Euro, Kurfürstendamm 153, U-Bhf Adenauerplatz
Essen & Trinken – Last-Minute-Geschenke für Foodies: Vor Weihnachten sei die Auswahl am schönsten, sagt Eric Marette, Chef von „Les Épicuriens“ in der Marheineke Markthalle. Von einem Pariser Chocolatier bezieht er gerade Schokoladen, aromatisiert mit wild gesammelten Blumen, aus Bordeaux kommen feine Pralinen. Ein paar Köstlichkeiten stellt er selbst her, zum Beispiel Pâtés mit dem Fleisch von Hühnern und Enten, die auf der Weide lebten. Marette, Sohn einer Pariser Konditorfamilie, arbeitet mit handverlesenen Erzeuger:innen, fragt etwa beim Käse: Leben die Kühe auf der Weide, fressen sie Gras? Um die 50 Sorten hat er im Laden. Mo-Fr 9-20, Sa 8-18 Uhr, Marheinekeplatz 15, U-Bhf Gneisenaustraße
Noch hingehen – Was Hübsches für Weihnachtsmuffel: die Ausstellung „Elegantly Wasted“ zur Berliner Clubkultur der Zehnerjahre. Noch bis Sonnabend kann man im Urban Spree auf Zeitreise in eine andere Welt gehen – Feiern vor Corona und vor dem 7. Oktober 2023. Der Fotograf Ben de Biel, auch selbst zeitweise Clubbetreiber (u.a. Maria am Ostbahnhof) schoss im Ritter Butzke zwischen 2009 und 2016 über 40.000 Fotos, die Schau zeigt 125 davon. Eintritt frei, bis Sa tgl. 11-19 Uhr, Revaler Straße 99, S-Bhf Warschauer Straße
Berlinbesuch – Aktuell hat der Tierpark wieder Glitzer aufgelegt. Wie in einem illuminierten Wunderland können Familien auf einem Rundweg an funkelnden Spinnennetzen und leuchtenden Waldtieren vorbeiflanieren, eine Runde Schlittschuh fahren und in der Wichteldisco tanzen (bis 10.1.). Mo-Do und So 16.40-21 Uhr, Fr/Sa bis 22 Uhr, Erwachsene ab 16 Euro, Kinder ab 11 Euro, Am Tierpark 125, U-Bhf Tierpark
Grübelstoff – Hören Sie in der Bahn auch öfter zu, wie andere Menschen am Telefon Arbeit erledigen? Also, der (mutmaßliche) Pflegedienstleiter, der den geänderten Dienstplan an mehrere Kolleg:innen weitergibt oder die (mutmaßliche) Ärztin auf dem Nebensitz, die eine höhere Medikamentengabe abnickt. Nervt Sie das oder sind Sie dann eher froh, dass Ihr eigenes Handy nicht klingelt?
Kiekste
„Tanne Haute Couture“ heißt es in einem Klamottenladen in Friedrichshagen – für die Festtage ist man damit definitiv passend gekleidet, auch wenn’s vielleicht ein wenig pieksen könnte. Entdeckt und geknipst von Leserin Birgit Henkel-Bobeth. Vielen Dank! Schicken Sie Ihre Berlin-Momente (modisch oder nicht) an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Spandau: Von 9 bis 14 Uhr kommt es zu kurzzeitigen Sperrungen (max. 25 Minuten) an etlichen Kreuzungen.
Clayallee (Zehlendorf): Bis Anfang 2027 ist die Fahrbahn in Richtung B1/Potsdamer Straße hinter der Scharfestraße auf einen Fahrstreifen verengt.
Nahverkehr – S-Bahn – S41/S42: Von 22 bis 1.30 Uhr verkehrt auf dem Abschnitt Tempelhof–Südkreuz ein Pendelzug im 10-Minutentakt.
S46: Von 22 bis 1.30 Uhr ist die Linie zwischen Hermannstraße und Bundesplatz unterbrochen.
S75: Von 22 bis 1.30 Uhr ist die Linie zwischen Springpfuhl und Warschauer Straße unterbrochen.
Demonstration – Für heute sind sechs Demos angemeldet (Stand 16.12., 17 Uhr), u.a. „Gegen Mieterverdrängung durch sogenannte energetische Sanierung und Luxus-Sanierung für unverfälschte Denkmalpflege (...)“: sechs Menschen, Kehrwieder 1 (10-18 Uhr)
„Protestaktion gegen Anbindehaltung von Rindern“: sieben Demonstrierende, Foodwatch, Französische Straße 1 (12-13 Uhr)
„Umsetzung der Aufnahmezusagen der Bundesregierung für Menschen in Afghanistan“: 30 Protestierende, Amnesty International, Platz der Republik (12-14 Uhr)
„Solidarität gegen Repression“: 20 Teilnehmende, Turmstraße 91 (13-18 Uhr)
„Versammlung für Frieden und Toleranz – Chanukka“: 40 Menschen, Jüdische Gemeinde Chabad Berlin, Frankfurter Tor 5 (18.30-19.30 Uhr)
Gericht – Nach dem tödlichen Sturz eines 62-jährigen Mannes in den Berliner Teltowkanal beginnt ein Mordprozess. Angeklagt ist ein 59-Jähriger. Er soll das Opfer zunächst beim Einkaufen in einem Supermarkt beobachtet, dann verfolgt, bestohlen und anschließend die steile Böschung des Kanals hinuntergestoßen haben (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A217).
Universität – Die Freie Universität lädt heute zum Vortrag „Gerechtigkeitsprinzipien einer Postwachstumsgesellschaft“ ein. Es referiert Prof. Dr. Thomas Rixen, Leiter des Schwerpunkts Internationale und Vergleichende Politische Ökonomie an der FU. Start 16 Uhr, Ihnestraße 21 (Hörsaal A)
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Susanne Betancor (61), Komponistin, Sängerin und Autorin, auch bekannt als „Popette“, Konzert am 20. Januar in der Bar jeder Vernunft / Claudia Biene (52), Leichtathletin, Silbermedaillengewinnerin der Paralympics 2004 in Athen, amtierende Weltrekordhalterin im Speerwurf (F42), Weltmeisterin im Speerwurf, mehrfache deutsche Meisterin / Milla Jovovich (50) US-amerikanisches Fotomodell, Musikerin und Schauspielerin („Das fünfte Element“), 2000 gewann der Film „The Million Dollar Hotel“, in dem sie mitspielt, den Silbernen Bären der Berlinale / „Liebe Katja, herzliche Geburtstagsgrüße gehen heute von der Oder über die Spree an den Rhein!“ / „Herzlichen Glückwunsch und hoch sollst du leben, liebe Marion van der Kraats. Wir wünschen dir Glück und Gesundheit. Wie schön, dass es dich gibt! Wir schätzen dich und deine Arbeit als Justiz-Korrespondentin und Königin der Wiedervorlage sehr! Deine Kollegen und Kolleginnen aus dem Berliner dpa-Team.“ / Armin Mueller-Stahl (95), Schauspieler, Musiker, Maler und Schriftsteller, für seine Rolle in „Shine – Der Weg ins Licht“ wurde er 1997 für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert / Jürgen Tarrach (65), Schauspieler, 2006 war er in einer Nebenrolle in „Casino Royale“ an der Seite von Daniel Craig zu sehen, auf der Bühne u.a. im Berliner Schlosspark-Theater
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Gertrud Elisabeth Kotsch, geb. Bielfeld, * 21. März 1943, verstorben am 3. Dezember 2025 / Wolf-Herwig Schulze, * 11. Mai 1933, verstorben am 16. November 2025
Stolperstein – Johanna Engel (*1889) war ledig und hatte wie auch ihre Schwester Elise eine Ausbildung – nicht unbedingt üblich für die Zeit. Ihr Schwester war Archivarin und Johanna Berufspianistin. Sie wohnten ihr ganzes Leben zusammen. Als im Herbst 1941 die Deportationen begannen, beschlossen die Schwestern, sich gemeinsam das Leben zu nehmen. Am 17. Dezember 1941 starben sie und wurden gemeinsam auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee beerdigt. An Johanna und Elise Engel erinnern Stolpersteine in der Wielandstraße 30 in Charlottenburg.
Encore
Über „Deutschlands längsten Tierheimbewohner“ berichtete kürzlich die Süddeutsche Zeitung: Hund Turco sitzt seit zehn Jahren in München hinter Gittern. Können wir (leider) toppen: Auf Checkpoint-Anfrage hat das Berliner Tierheim ein Ranking seiner längsten Bewohner geschickt, das Einblicke in die aufwendige Arbeit des Vereins gibt.
Ebenfalls vor zehn Jahren wurde Katze Kira wegen aggressiven Verhaltens abgegeben, eine Vermittlung sei unwahrscheinlich. Rudi, eine Chinesische Streifenschildkröte, ist seit elf Jahren dort und steht exemplarisch für viele Reptilien, die oft jahrzehntelang bleiben, weil Lebensdauer und anspruchsvolle Haltung unterschätzt werden.
Als „dienstälteste Katze“ gilt Spirelli. Sie ist seit 2013 im Tierheim und genießt mit 16 Jahren ihren Lebensabend im Freigang. Länger sind nur einige Tauben da, die 2010 kamen und nicht mehr ausgewildert werden können. Und: Seit fast 20 Jahren leben im Tierheim mehrere Lichtäffchen, Hut- und Rhesusaffen. Sie seien über Sicherstellungen gekommen, teils aus der Forschung, und würden bis an ihr Lebensende bleiben: „Vermittlung ausgeschlossen.“
Affenstark waren Recherchen und Texte von Valentin Petri und Christoph Papenhausen, Hinweise hat Anna Thewalt vermittelt. Antje Scherer führte im Stadtleben durch die wilde Großstadt und Jennifer Katona hat in der Frühproduktion den Checkpoint an die Leine gelegt. Morgen gehen Robert Ide und Sönke Matschurek auf Safari.
Bis bald,
