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Checkpoint-Podcast: Warum nicht nur Rammstein das Problem ist Wochenrätsel Gedenken, Sport und Karneval

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Kaffee machen, zurücklehnen, durchatmen. Willkommen im Wochenende! Das haben wir uns verdient, nach dieser ereignisreichen Woche in Berlin. 52-Punkte-Sofortprogramm des Senats, steigender Mietspiegel und auf allen Wegen klebrig tropfende Flüssigkeit von oben – da war für jede:n was dabei. Rätselnd rekapitulieren wir die Woche traditionell weiter unten im Checkpoint-Wochenrätsel. Vorher müssen wir aber noch durch ein anderes Thema durch ...

Nach den Vorwürfen gegen Rammstein-Sänger Till Lindemann hat sich am Freitag Christoph Schneider, Schlagzeuger der Band, via Instagram zu Wort gemeldet. Er glaube nicht, „dass etwas Verbotenes vor sich ging“, berichtet aber, dass sich Till Lindemann in den vergangenen Jahren von der Band entfernt und seine eigene Blase geschaffen habe, „mit eigenen Partys, eigenen Projekten“. Seinen Post beendet Schneider mit den Worten „Ich wünsche mir ein ruhiges, besonnenes Reflektieren und Aufarbeiten, auch in unserer Band. Und zwar alle gemeinsam, zu sechst. Wir stehen alle zusammen“.

Zusammen geschwiegen wird derweil weiterhin in großen Teilen der Musikbranche. Weder die Veranstaltungsagenturen, noch die Veranstaltungsorte wollen sich öffentlich äußern. Vorsicht, Rücksicht oder Unwissenheit? Das lässt sich nur mutmaßen. Fest steht allerdings: Auch wenn das, was mutmaßlich im Backstagebereich der Band passiert ist, in seinem Ausmaß relativ einmalig scheint, so gibt es dennoch auch strukturelle Probleme. Welche? Darüber sprechen Ann-Kathrin Hipp und Anke Myrrhe in der neuen Podcastfolge „Berliner & Pfannkuchen“ mit dem Konzertveranstalter Berthold Seliger, der bereits seit mehr als 30 Jahren im Business ist und u.a.

Mein Wochenende mit

Durchgecheckt

Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.

„Wer dieser Tage in den Wäldern der Mark unterwegs ist, kann es gar nicht übersehen: Rehe, Igel, Kaninchen, Füchse, Schmetterlinge und Libellen, Eichhörnchen, alle Vögel und natürlich auch wir, die Wildschweine, tragen Grünzeug im Haar, tanzen um die Bäume und singen Lieder vom Mittsommer. Ich für meinen Teil, ich kann es nicht mehr hören, Pardon. Nein, es ist nicht schön, dass die Tage so lang sind. Allmählich beschleicht mich sogar der Verdacht, dass all der Wahn und das Getue lediglich dem absolut unvergnüglichen Schlafmangel zu verdanken sind, den wir dank des vielen Lichts erleiden. Aber nicht nur das: So manches sieht im Dunkeln einfach besser aus, als bei Licht. Der Vorgarten bei Grunzharts gegenüber, zum Beispiel, mehr möchte ich dazu nicht sagen. Oder mein zerknautschtes Gesicht am frühen Morgen im Spiegel. Um die Mittagszeit herum ist es doch makellos, wieso also den Tag mit solch irreführender Selbst(v)erkenntnis beginnen? Darum treffen Sie mich am Morgen auch nicht im Freien an, sondern im Potsdamer museum FLUXUS+. Dort zeigen aktuell drei Kunststudierende Arbeiten, die nicht nur einen Bezug zur Gegenwart und somit zur Vergänglichkeit unhaltbarer Zustände haben, sondern auch von meiner Erscheinung ablenken. Und abends gehe ich mit Chantal, der feinsinnigen Sau von Nebenan, ins Konzert. Das Scharoun Ensemble spielt um 19.30 Uhr im Schlossgarten Petzow Franz Schuberts Oktett in F-Dur. Das wird bestimmt schön, obgleich natürlich nicht so lauschig dämmerig, wie man es von abendlichen Konzerten gewohnt ist. Halb so schlimm, schließe ich eben einfach meine Lider ohne Worte. Das empfehle ich. Und mich empfehle ich, mit freundlichen Grunzen.“

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Am Montag startet Ann-Kathrin Hipp mit Ihnen in die neue Woche.  Machen Sie sich zwei schöne freie Tage!

Jessica Gummersbach