Checkpoint-Leser Axel Frank ist in Kanada und schickt ein Foto vom „eindrucksvollen Naturschauspiel an den Niagara Falls“.

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Der Sommer kommt die nächsten Tage nochmal mit Sonnenkraft zurück. Nächste Woche soll es sogar wieder auf 30 Grad rauf gehen. Viele freut’s, gerade ältere und kranke Menschen werden dann allerdings wieder die Schattenseite der Hitze voll zu spüren bekommen. Wie gefährlich das ist, zeigen neue Zahlen, die der Senat auf Anfrage des Abgeordneten Benedikt Lux (Grüne) mitgeteilt hat und dem Checkpoint vorab vorliegen: 52 Hitzetote gab es im vergangenen Jahr in Berlin. 2023 und 2022 lagen die Werte mit 100 und 425 Hitzetoten sogar noch deutlich höher. Hat auch seine guten Seiten, dass das Thermometer diesen Sommer nicht ganz so oft in den roten Bereich ausschlägt.
In unserer Checkpoint-Sommerplaylist läuft deshalb heute Bananarama mit „Cruel Summer“. Und wie denken Sie über diesen Sommer?

Für ein bisschen Abkühlung zieht's die Leute in den kommenden Tagen wieder scharenweise an den Plötzensee. Wer dort nicht ins Strandbad will, springt oft am rundherum unter Landschaftsschutz gestellten Seeufer ins Wasser. Seit Jahren versucht der Bezirk Mitte genau das mit Ordnungsamtsstreifen und Plakaten zu unterbinden – und greift dabei jetzt zu drastischeren Mitteln: Wildbadern drohen statt 83,50 Euro nun satte 228,50 Euro Bußgeld. Zum Vergleich: Für eine ähnlich hohe Strafe müssten Sie im Straßenverkehr schon mehr als 30 km/h zu schnell fahren. „Die 4-jährige Erfahrung zeigt, dass die bislang angesetzte Bußgeldhöhe, kein Umdenken der Menschen bewirkte“, begründet der Bezirk die ausufernde Summe und hofft, dass nun mehr Härte und „Mundpropaganda“ doch noch zu Verhaltensänderungen führen. Seien Sie hiermit also gewarnt.
Für bislang 341 Personen in diesem Jahr kommt der Hinweis zu spät. Sie wurden vom Ordnungsamt auf frischem Bad ertappt. Immerhin: Wer direkt vor Ort bezahlt, kommt mit einem Verwarngeld von 55 Euro davon. Dann nämlich könne „von einer gewissen Reue und Anerkennung des begangenen Fehlers“ ausgegangen werden, so die Logik des Ordnungsamts. Allerdings setzt der Weg zur Reue voraus, dass Wildbadende auch genügend Bargeld oder eine Karte in der Badetasche haben.
Wenn Sie das Gefühl haben, die Lage bei der Berliner S-Bahn verschlechtert sich zunehmend, stimmt ihr Eindruck. Neue Zahlen, die dem Checkpoint vorliegen, zeigen das ganze Ausmaß der Probleme: Im ersten Halbjahr 2025 kam es zu 22.000 Betriebsstörungen, ein Plus von mehr als 10%. Dadurch fielen 19.000 Fahrten aus, auch das ist ein Anstieg von über 10% im Vergleich zu 2024. Noch dramatischer ist die Entwicklung bei der Pünktlichkeit im ersten Halbjahr. Ganze 86.000 Züge waren verspätet. Mehr als jede siebte Fahrt und 23 Prozent mehr als vor einem Jahr. Besserung? Ist nicht in Sicht. Ein kaputtes Signal hat selbstverständlich auch am Donnerstag wieder zu Ausfällen geführt.
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Das Musikfest Berlin 2025 eröffnet am 30. August mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Klaus Mäkelä und dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra unter Karina Canellakis. Präsentiert wird ein kontrastreiches Programm mit Kompositionen von Luciano Berio, Bela Bartók, Olivier Messiaen, Pierre Boulez, Robin de Raaff und Sergej Rachmaninow.
Programm & Tickets
Für Ex-Senator Andreas Geisel (SPD) beginnt nach der parlamentarischen Sommerpause die politische Abschiedstour. Bei der nächsten Abgeordnetenhauswahl will er nicht mehr kandidieren, wie er dem Checkpoint bestätigte. „Ich bin in der achten Legislatur im 31. Jahr in der Politik. Schon demokratietheoretisch ist es irgendwann sinnvoll, einen Wechsel zu vollziehen.“ Das ist allerdings nur die halbe Erklärung. Denn der 59-Jährige fremdelt auch massiv mit der eigenen Partei – und teilt zum Abschied mächtig aus.
„Verstaatlichung und identitätspolitische Schwerpunkte bestimmen unsere Politik stärker als Wirtschaftspolitik und die soziale Frage“, kritisiert Geisel den Berliner SPD-Kurs. Auf Abwegen sieht er seine Partei in der Wohnungsfrage. „Wir haben viel zu viel Nachfrage auf ein zu kleines Angebot. Wenn wir einfach sagen, wir verändern die Eigentumsverhältnisse, dann ist das keine Antwort.“ Das Geld des Staats lande damit nur bei Aktionären von Immobilienkonzernen und fehle für Sanierungen. „Die Aufgabe ist, bezahlbaren Wohnungsraum zu schaffen.“
Seine Positionen seien „in der Berliner SPD nicht mehr mehrheitsfähig“. Nochmal für seine Überzeugungen kämpfen will er aufgrund seines Alters aber nicht mehr. „Ich bleibe Sozialdemokrat mit ganzer Seele. Aber das muss ich nicht mehr in vorderster Reihe machen.“ Das sollen jetzt andere übernehmen. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.
Seitenweise Sommer: Gemeinsam mit Berlins beliebtesten Kiezbuchhandlungen empfiehlt Team Checkpoint in den Ferien täglich ein Buch, das wie für die Hängematte gemacht ist. Heute geht’s nach Charlottenburg in die „Hacker und Presting“-Buchhandlung. Checkpoint-Leser Willi Vogelpohl schreibt: „Die beiden Chefinnen Julia Hacker und Malin Schwerdtfeger sind super kompetent, beraten ausführlich und sind super freundlich. Ein Buchladen, wie er sein soll!“
Inhaberin Julia Hacker empfiehlt: „Wir legen allen immer wieder ans Herz, Margot Friedländers Buch ‚Versuche, dein Leben zu machen‘ zu lesen, ganz gleich wie, wo und wann. Und das nicht nur, weil die Mitautorin Malin Schwerdtfeger bei uns arbeitet. Gerade auch junge Leser*innen sind gefesselt von diesem wichtigen Buch, das Empathie und Menschlichkeit weckt und das Rückgrat stärkt – gerade jetzt!“ Auch im Tagesspiegel-Shop erhältlich.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Berlin ist auf dem Weg zum alten, neuen Volksbegehren „Berlin werbefrei“. Nachdem der Senat mit jahrelanger Verzögerung grünes Licht gegeben hat, liegt der Gesetzentwurf der Initiative nun der Form halber beim Abgeordnetenhaus. Wohl ab Januar haben die Anti-Werbe-Aktivisten dann vier Monate Zeit, gut 170.000 Unterschriften zu sammeln. Warum das Quatsch ist, kommentiert Kollege Alexander Fröhlich.
Nachdem er seine Ex-Partnerin mit 85-Messerstichen getötet hat, ist ein 29-jähriger Berliner am Donnerstag wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Servicehinweis zum Sommerwochenende: Die Wasserqualität der Berliner Seen reicht trotz der Regenfälle der letzten Wochen größtenteils zum Planschen, meldet das Lageso. Nur für die Badestellen Radfahrerwiese, Lieper Bucht und Bammelecke sowie für das Flussbad Gartenstraße liegen Warnhinweise vor. Hier machen Ihnen Blaualgen einen Strich durch den Badetag.
Berliner Verwaltung am Limit: 2025 haben Beschäftigte der Berliner Behörden bereits in 389 Fällen Überlastungsanzeigen gemacht. Trauriger Spitzenreiter ist aktuell das Amtsgericht Charlottenburg mit 44 Beschwerden. Es folgen das Amtsgericht Lichtenberg (31) und die Abteilung „Soziales und Gesundheit“ im Bezirksamt Reinickendorf (26), teilt die Finanzverwaltung mit (Q: AfD-Anfrage). Hauptgrund: „Ein ausgeprägter Personalmangel.“
Das BSR-Gebrauchtwaren-Kaufhaus NochMall in Reinickendorf feiert am Samstag fünften Geburtstag. Seit der Eröffnung sei dort „mehr als zwei Millionen Gebrauchtwaren ein zweites Leben geschenkt“ worden, teilt ein BSR-Sprecher auf Checkpoint-Anfrage mit. Darunter ein Jahrzehnte alter Sessel, unter dessen hochklappbaren Sitz „eine einfache Toilette zum Vorschein“ kam. Noch mache die Mall Verlust, erklärt die BSR, sei aber „auf einem guten Weg, auf absehbare Zeit schwarze Zahlen zu erreichen“.
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Entdecken Sie den Secret Champagne Garden im The Ritz-Carlton, Berlin und genießen Sie in dieser Oase inmitten den Großstadtdschungels eine luxuriöse Etagere mit feinen Petit Fours und frischen Früchten, begleitet vom sommerlichen Cocktail „Golden King Kong“. Jetzt buchen!
Obwohl der Sommer im Juli eine Pause eingelegt hat, laufen die Open-Air-Kinos wie ein Blockbuster zur Primetime. „Unser Sommerkino war im Juli 2025 trotz der Witterung sogar nachgefragter als 2024“, berichtet ein Yorck-Sprecher auf Checkpoint-Anfrage. Der Effekt hänge maßgeblich an der Begeisterung des Publikums für Klassiker, die man im Sommerkino in der Originalversion zeige.
Nach der geplanten Umbenennung der Mohrenstraße ab 23. August in Anton-Wilhelm-Amo-Straße macht der Bezirk den Anwohnern die Umstellung mit Sonderterminen im Bezirksamt leichter. Ab dem 15. September kann man die Adresse im Personalausweis und Führerschein ohne Termin und kostenfrei anpassen lassen.
Turbo-Amt, aber glücklich: „Um 9:48 Uhr Termin im Bürgeramt Schöneberg, Pass und Personalausweis beantragen. Um 10:05 Uhr alles erledigt. Geht doch“, meldet Leserin Regine Konrad kurz und knapp. Rekordverdächtig.
Hobbydetektive aufgepasst: Die Senatsinnenverwaltung sucht Mitarbeiter in der Spionageabwehr. Zu den Aufgaben gehört die „Sammlung und Auswertung von Informationen aus offenen Quellen, insbesondere dem Internet und aus operativem Aufkommen“ – klingt fast wie das, was wir hier täglich machen.
Knuffiger Nachwuchs: Zwei Panda-Kinder erkunden derzeit den Tierpark Berlin. Die beiden Roten Pandas wurden am 8. Juni geboren und mussten gestern zum ersten Mal zum Arzt. Das Ergebnis: Das 1,22 Kilo schwere Männchen und seine etwas leichtere Schwester passen noch problemlos in einen Jutebeutel. Beweisvideo hier.
Zitat
„Nach reiflicher Überlegung stehe ich für die Wahl als Richterin des Bundesverfassungsgerichts nicht mehr zur Verfügung.“
Die Juristin Frauke Brosius-Gersdorf hat genug und erklärt, für die Wahl als Richterin am Bundesverfassungsgericht nicht länger zur Verfügung zu stehen.
Stadtleben
Verlosung – Wir haben nochmal zwei Konzerte für das Festival Young Euro Classic im Lostopf. Im Angebot ist zum einen das Bundesjugendorchester (Montag, 19 Uhr). Der Klangkörper bringt die Mezzosopranistin Rachel Frenkel mit und spielt u.a. Werke des türkischen Pianisten und Komponisten Fazil Say und von Gustav Mahler. Und dann – anders, aber ebenso interessant – das Azada Ensemble (Fr, 15.8., 17 Uhr, Französische Friedrichstadtkirche). Das sind junge Musiker:innen, die vor den Taliban ins Exil flüchten mussten; sie bringen afghanische Instrumente mit Cello, Flöte und Klarinette zusammen. Je 2x2 Karten, bitte beim Checkpoint-Postfach bewerben. Konzerthaus, Gendarmenmarkt, U-Bhf Stadtmitte
Essen & Trinken (mit Urlaubsflair) – Schon ein Mohnbrötchen reicht, um sich wie ein Touri in der eigenen Stadt zu fühlen. Stellen Sie sich nach der Arbeit in die Schlange vor „Sofi the Bakery“ und schon sind Sie Teil der globalen Foodie-Szene. Gegründet vom Kopenhagener Gastronom Frederik Bille Brahe setzte die Bäckerei in den Sophienhöfen neue Standards in puncto Backwaren. Verwendet wird oft Mehl aus alten Getreidesorten (etwa Emmer, Champagner-Roggen, Purpurweizen). Darüber hinaus pflegt man einen gewissen Purismus. Nur wenige Sorten Brot haben sie, die Teilchen wechseln saisonal, mittags hat man sehr gute Focaccia in der Vitrine. Mo-Fr 7.30-18.30, Sa/So 8.30-17.30 Uhr, Sophienstraße 21, S-Bhf Hackescher Markt
Mit Anhang – Den Ausflug zur 30. Rohkunstbau können Sie der Familie aufwendig schmackhaft machen, etwa mit dem Eis aus dem Café „Schauwerk“ im Ort. Oder Sie vertrauen einfach darauf, dass das schon gutgehen wird. Die namhaften Künstler:innen dieses Ausstellungsprojektes stellen nämlich im Schloss Altdöbern durchaus Arbeiten aus, die auch Kids und Teenies spannend finden können (bis 2.11.). Ute Faber lässt zum Beispiel eine Barbiepuppe in einem Stöckelschuh Platz nehmen; Alexander Endrullat verbaut MacBooks und ein (fast) echtes Einhorn gibt es auch! Fr 13-18 Uhr, Sa/So 12-18 Uhr, Eintritt 12/7 Euro (bis 12 J. frei), Am Park, Altdöbern (bei Cottbus)
Für umme – Auch das letzte Wochenende des Festivals „Durchlüften“ ist eine Reise durch vielfältige musikalische Landschaften. Stile und Genres fließen im Schlüterhof des Humboldt-Forums ineinander, auch bei dem in Kenia ansässigen Duo Odd Okoddo. Olith Ratego und der Hamburger Sven Kacirek verbinden avantgardistische elektronische Rhythmen mit der Volksliedtradition der Luo. Begleitet werden sie heute Abend von der 82-jährigen Sängerin Ogoya Nengo (ab 20.40 Uhr). Auch spannend: Son Rompe Pera aus Mexiko (Sa, 20.40 Uhr). Eintritt frei, Schlossplatz, U-Bhf Museumsinsel
Sommerhappen – Welcome, Wochenende! Dieser alkoholfreie Drink ist eine Art Mojito-Variante mit Mango. Für vier Gläser braucht man: 2 reife Mangos, 2 Limetten, 1 Bund frische Minze. Das Fruchtfleisch der Mangos mit dem Saft der Limetten und etwa 12 Blättchen Minze in einem Standmixer fein pürieren. Püree auf vier Gläser aufteilen, reichlich Eiswürfel einfüllen, und jeweils mit etwa 200 ml sprudelndem Mineralwasser auffüllen.
Kiekste
Dieser Supermarkt in Frohnau „verleiht Flüügel“ ausschließlich altersgerecht. Und wird so, ganz nebenbei, zur Milchbar für Knilche. Dank gebührt Kollege Lars von Törne! Weitere lustige Lifestyle-Bilder aus Berlin gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Elsenstraße (Alt-Treptow): Bis voraussichtlich 17.8. steht in Höhe Am Treptower Park in beiden Richtungen jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Richtung Neukölln ist zusätzlich nur ein Fahrstreifen zum Linksabbiegen Richtung Baumschulenweg frei.
Nahverkehr – S-Bahn – S1: Ab 22 Uhr bis 18.8. fahren keine Züge zwischen Bornholmer Straße und Wollankstraße. Die Linie wird zwischen Bornholmer Straße und Hohen Neuendorf über Pankow, Blankenburg und Schönfließ umgeleitet. Zwischen Schönholz und Frohnau besteht S-Bahnverkehr nur im 20-Minutentakt.
S25: Ab 22 Uhr bis 18.8. fährt zwischen Bornholmer Straße und Schönholz ein S-Bahn-Pendelverkehr im 12-Minutentakt (ohne Halt in Wollankstraße). Der Pendelzug fährt nicht im Nachtverkehr Fr/Sa und Sa/So.
S41, S42, S8 und S86: Ab 22 Uhr bis 8.9. fahren keine Züge der Linien zwischen Greifswalder Straße und Gesundbrunnen. Zwischen Frankfurter Allee und Greifswalder Straße besteht S-Bahnverkehr nur im 10-Minutentakt mit der S41 und S42.
S47: Ab 22 Uhr bis 18.8. fahren keine Züge zwischen Spindlersfeld und Schöneweide.
Demonstration – Für heute sind 13 Demos angemeldet (Stand 7.8., 16 Uhr), u.a. „Mahnwache für die Opfer der Polizeigewalt in Angola, während der Demonstrationen gegen die drastische Erhöhung der Benzinpreise am 28., 29. und 30. Juli 2025“: 50 Menschen, Werderscher Markt 10 (10.30-14 Uhr)
„Klimamahnwache, Pariser Abkommen, Fridays For Future, Umweltschutz wie Verschmutzung der Meere“: zwölf Demonstrierende, Platz der Republik 1 (11-12 Uhr)
„Aktionstag zum Severe ME/CFS AWARENESS DAY Trauergang in Berlin Wir klagen an: Ignoranz tötet!“: 100 Protestierende, Initiative LiegendDemo, Rathausstraße 15, Alexanderplatz, Rotes Rathaus (15-15.45 Uhr)
„Rettet die Westernstadt Old Texas Town in Berlin-Spandau, keine Westernstadt für ein Rechenzentrum opfern!“: 100 Teilnehmende, Pariser Platz 2 (16-19 Uhr)
„Gedenkaktion gegen Feminizide“: 50 Menschen, Nachbarschaftshaus Urbanstraße, Admiralbrücke (17-19 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 29 Demos, u.a. „Politische Demonstration zum Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Nagasaki“: 200 Demonstrierende, Friedensglockengesellschaft, Japanischer Pavillon im Volkspark Friedrichshain (11-13 Uhr)
„Hanfparade 2025“: 4.000 Menschen, Jakis e.V., Spandauer Straße, Unter den Linden, Schlossplatz, Spandauer Straße (12-22 Uhr)
„Dismantle All Colonialism! Gedenkkundgebung zu 80 Jahren nach der Niederlage Japans im Asien-Pazifik-Krieg“: 70 Menschen, Pariser Platz (18-20 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind zwölf Demos, u.a. „Gegen Mieterverdrängung durch sogenannte energetische Sanierung und Luxus-Sanierung für unverfälschte Denkmalpflege. Verstoß gegen den Kaufvertrag“: sechs Menschen, Kehrwieder 1 (10-18 Uhr)
„Schutz für die Drusen jetzt!“: 1.000 Demonstrierende, Alexanderplatz, Werderscher Markt, Pariser Platz (12-15.30 Uhr)
„Stoppt den Genozid in Gaza! Die Menschen in Gaza sterben auf grausame Weise. Und mit ihnen unsere Menschlichkeit (...)“: 20 Teilnehmende, Grünberger Straße 71 (14-18 Uhr)
Gericht – Der Prozess gegen einen 32-Jährigen, der eine 18-Jährige zur Prostitution gezwungen haben soll, wird fortgesetzt. Der Angeklagte soll die Frau unter Ausnutzung einer emotionalen Bindung zur Prostitution gebracht haben. Später habe er Gewalt angewandt. Einnahmen habe sie fast vollständig an ihn abführen müssen (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A220).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Sören Benn (57), Politiker (parteilos, vorher Die Linke), war von 2016 bis 2023 Bezirksbürgermeister von Pankow / Jan Josef Liefers (61), Schauspieler, spielt den Rechtsmediziner Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne im Münsteraner „Tatort“ / „8.8. Klaus-J. S. ist 88! Familie, Freunde und RC Tegel gratulieren ganz herzlich“ / „Wir freuen uns, liebe Yelda, mit dir den 30. Geburtstag zu feiern und gratulieren von ganzem Herzen. Du bist ein Geschenk und wir sehr glücklich, dass so ein toller Mensch wie du, an Bennos Seite und in unsere Familie gekommen ist. ❤️-lichst Bettina und Kai aus Frohnau“
Sonnabend – „Unsere Mutter, Omi und Schwiegermutter Elisabeth Hanky feiert ihren 90. Geburtstag! Es gratulieren ganz herzlich die vier Töchter und ihre Familien!“ / Petra Pau (62), Politikerin (Linke), bis 2025 MdB und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages / Otto Rehhagel (87), ehemaliger Fußballspieler und Trainer, war 1963-1966 Spieler und 2012 Trainer bei Hertha BSC / Audrey Tautou (49), französische Schauspielerin („Die fabelhafte Welt der Amélie“ und „Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“)
Sonntag – „Vor mehr als acht Jahren hat eine Löwin mein Herz im Sturm erobert und macht mein Leben mit ihrer unbändigen Lebenslust, ihrem Temperament und ihrem unvergleichbaren Lachen reicher und bunter. Heute hat meine schöne Frau Berit Frings Geburtstag und ich freue mich aufs gemeinsame Feiern und ganz viele weitere gemeinsame Jahre.“ / Eric Hördler (21), Eishockeyprofi, Stürmer bei den Eisbären Berlin / Reinhard Naumann (65), Politiker (SPD), ehemaliger Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, jetzt MdA / Jörg Thadeusz (57), Moderator, u.a. beim rbb / „#HaHoHe Torsten und herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Ich bin in Gedanken bei dir und erhebe das Glas auf dich! Dein John G.“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Dieter Anton, * 14. Juni 1943, verstorben am 14. Juli 2025 / Dr. Gisela Brude-Firnau, * 3. Februar 1936, verstorben am 10. Juli 2025 / Klaus Gottschalk, * 23. Mai 1929, verstorben am 19. Juli 2025 / Dr. Frank Misselwitz, * 16. August 1956, verstorben am 13. Juni 2025
Stolperstein – Selma Jacobi, geb. Born (*1854), war verheiratet mit Josef Jacobi. Er war Mediziner und hatte in Breslau eine Professur an der Universität. Ob Selma einen Beruf ausübte und wann das Paar nach Berlin zog, ist nicht bekannt. Zumindest eines ihrer drei Kinder kam 1902 in Berlin zu Welt. Selma wurde am 17. März 1943 von den Nazis nach Theresienstadt deportiert. Sie starb dort am 8. August 1943, angeblich an „Altersschwäche“ und „Darmkatarrh“, wahrscheinlich aber in direkter Folge der unmenschlichen Lebensbedingungen im Ghetto. An Selma Jacobi erinnert ein Stolperstein in der Güntzelstraße 19/20 in Wilmersdorf.
Encore
Fernsehturm, East Side Gallery, Spreedampfer & Co: Team Checkpoint empfiehlt 36 Berlin-Klassiker, die von Touris geliebt und von Berlinern meist gemieden werden. Für alle, die einen Blick über den Kiezrand wagen und ihre Stadt neu entdecken wollen. Heute: ein Besuch auf dem Flohmarkt im Mauerpark.
Drei Pokémon-Karten für den Neffen, eine süße Nachttischlampe und ein Lee-Child-Krimi für zehn Euro – willkommen auf dem Flohmarkt im Mauerpark. Hier treffen sich Touris und Einheimische, Gen Z hat Ski Aggu im Ohr („Geh’ Mauerpark zum Flohmarkt und kauf’ Kleidung aus 2000“), Kids suchen Playmobil, alle anderen stöbern nach Platten oder Büchern. Dazu: Streetfood, Straßenmusik, Karaoke. Wer selbst verkaufen will: Plätze auf der Freifläche kann man nicht reservieren, man muss früh da sein (Vergabe So, 8 Uhr, 14 €/Meter). Für Besucher: sonntags ab 10 Uhr, Eintritt frei.
Die besten Themen haben heute Christoph Papenhausen, Jessica Gummersbach und Antje Scherer (Stadtleben) und Jaqueline Frank (Produktion) aus der Grabbelkiste gefischt. Morgen legt Jessica Gummersbach wieder die heißeste Ware der Stadt aus. Vorab bereits ein schönes Wochenende und machen Sie es gut!