die CDU hat sich bei ihrem Parteitag ganz offenbar an einem alten Motto von Elisabeth II. orientiert: „Let us not take ourselves too seriously“ (Weihnachtsansprache 1991). Und so durfte als Gastredner CSU-Chef Markus Söder den Grünen barbierpolitische Tipps geben („Ich glaube Anton Hofreiter erst dann, dass er für die Bundeswehr ist, wenn er sich endlich einen ordentlichen, militärischen Haarschnitt zulegt“) und sich selbst als drogenpolitischer Vegetarier präsentieren: „Cannabis reicht da nicht“, schimpfte er über die Legalize-it-Pläne der Regierung, „sondern da muss jetzt Kokain her und Crystal Mett.“ Hm, Crystal what? Ok, hier noch mal zum Mithören. Tja, eindeutig: „Crystal Mett“ – wie Sie das Zeug zubereiten, können Sie hier sehen.
Ein anderes Queen-Motto verführte die CDU bereits zu Beginn der Versammlung zu programmatischer Ehrlichkeit: „An honest tale speeds best, being plainly told“, zitierte einst William Shakespeare in „King Richard III“ ihre Majestät Elizabeth I., und so teilte die Partei dann auch schnörkellos mit: „Traditionell starten wir unseren Parteitag mit einer ökonomischen Andacht und der Ehrung der Verstorbenen.“ Es kommentiert ganz ökumenisch der überparteilich anerkannte Prediger Jesus Christus: „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“ (Matthäus 6,24).
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Licht aus – Spott an: Nach diesem leicht abgewandelten Ilja-Richter-Disko-Spruch wird dieses Jahr zu Weihnachten auf dem Kurfürstendamm und der Tauentzienstraße verfahren. Wirtschaftssenator Stephan Schwarz will die Festbeleuchtung diesmal jedenfalls nicht mit 250.000 Euro fördern, die AG City verweist darauf, dass die meisten Kosten nicht die 140 Kilometer langen Lichterketten mit ihren 140.000 LED-Lämpchen verursachen, sondern der Auf- und Abbau. „Visit Berlin“-Chef Burkhard Kieker hat unterdessen „keine Sorgen, dass wir zu Weihnachten ein Taschenlampenfestival machen müssen“, denn: „Berlin kann Krise.” Zur Not müssen eben die leuchtenden Augen der Besucher zur Illumination reichen.
Falls Sie ihr abgelaufenes 9-Euro-Ticket in ein 0-Euro-Ticket umtauschen wollen, hier unser Tipp: Fahren sie Bus – aber vergessen Sie bitte bloß ihre Kreditkarte! Und nein, hier fehlt kein „nicht“, denn „das kontaktlose Zahlen im Bus läuft aktuell weiter in einem Pilotbetrieb“, teilt uns die BVG mit, und: „Bei Fahrscheinkontrollen im Bus gehen wir natürlich mit dem gebotenen Augenmaß vor und verweisen Fahrgäste ohne kontaktlose Zahlmöglichkeit im Zweifelsfall auf die nächste Verkaufsmöglichkeit.” Im Zweifelsfall wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren freundlichen Projektpiloten – Sie erkennen ihn an Sprüchen wie „Seh ick etwa aus wie ‘ne Sparkasse?“
Vor allem sonntags sind solche Automaten ganz praktisch – denn dann müssen in der Weltstadt Berlin die Läden dicht bleiben. Und weil die Ordnungsämter ihre Dienstzeiten den Verstoßmöglichkeiten angepasst haben, wächst die Höhe der Bußgeldeinnahmen (je Fall zw. 200 und 2200 Euro). Spitzenreiter dabei: die Bezirke Mitte und Lichtenberg – hier wurden in den vergangenen fünf Jahren insgesamt jeweils 414 Verfahren geführt. (Q: Drs. 19/12 913, MdA Roman-Francesco Rogat, FDP).
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Am 14. September 2022 um 18:30 Uhr startet das neue Format: „Let´s talk about … - Mit Volker Wissing!“ Ein Gast, ein Thema – das ist der Rahmen. Futurium-Direktor Dr. Stefan Brandt spricht mit seinem ersten Gast, dem Bundesminister für Digitales und Verkehr Dr. Volker Wissing, über dessen Vision für die Mobilitätswende.
Mehr Infos gibt’s hier: LINK
Die Dreispitzpassagen in der Friedrichstraße sind das einzige einkaufszentrumartige Gebilde Berlins im Eigentum des Bundes – und schneiden wohl auch wegen des hohen Leerstands bei Google mit nur 2,9 Sternen stadtweit am schlechtesten ab. Jetzt kündigt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben dem Checkpoint an, dass „derzeit Überlegungen zur Verdichtung der Liegenschaft durch Abriss der Passage und Neubau von Wohnungen in diesem Bereich“ angestellt werden.
Andere Shopping-Center der Stadt werden dagegen gerade aufwendig zu „Erlebniswelten“ umgebaut. Was uns dort demnächst erwartet, haben wir für unseren Podcast „Berliner & Pfannkuchen“ mit Mall-Betreibern, einem Neuromarketing-Experten, einer Konsum- und Stadtforscherin sowie einem Zukunftsforscher besprochen. Die neueste Folge können Sie sich hier anhören.
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Schon mal im Berliner Abgeordnetenhaus gewesen? Neee? Dann nüscht wie hin und hereinspaziert zur Hausführung! Immer mittwochs um 11:00 Uhr und freitags um 16:30 Uhr finden dort, wo Politik für Berlin gemacht wird, Führungen ohne vorherige Anmeldung statt. Sie sind kostenfrei, in deutscher Sprache und dauern ca. 1,5 Stunden. Mehr Infos hier.
Mit Ihrem Tagesspiegel-Plus-Abo können Sie heute zudem u.a. folgende Themen lesen:
+ Franziska Giffey setzt auf eine schnelle Berliner Nachfolgeregelung für das 9-Euro-Ticket noch in dieser Woche – und zugleich den Verkehrsverbund mit Brandenburg aufs Spiel. Welche Folgen das für die Kunden hätte, und wie die Chancen der Regierenden Bürgermeisterin stehen, sich doch noch durchzusetzen, haben Anna Thewalt, Alexander Fröhlich und Thorsten Metzner recherchiert.
+ Nach der Abwahl von Stephan von Dassel: Stefanie Remlinger wäre gern Bildungsstadträtin geblieben – aber nun soll sie Bürgermeisterin im Bezirk Mitte werden. Hier berichtet Susanne Vieth-Entus, was sich die erfahrene Politikerin der Grünen vorgenommen hat.
+ Es ist jetzt schon die teuerste Autobahn Deutschlands: Der Bund rechnete mit Kosten von 800 Millionen Euro für die Verlängerung der A 100, das Verkehrsministerium kalkulierte mit 1,5 Milliarden Euro für beide Bauabschnitte. Doch jetzt liegen neue Schätzungen vor. Christian Latz und Maximilian Münter haben sie einsehen können. Ihr Fazit: Das könnte uns noch teuer zu stehen kommen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Die Ukraine meldet die Rückeroberung von Orten und Gebieten im Osten des Landes – welche das sind, können Sie hier auf unserer Live-Karte verfolgen.
Und hier die weiteren Nachrichten der vergangenen Stunden vom Krieg Russlands gegen die Ukraine:
+++ Selenskyj bezeichnet ukrainische Gegenoffensive vom Großraum Charkiw als möglichen Durchbruch im Krieg.
+++ In weiten Teilen der Ostukraine ist am Sonntagabend der Strom ausgefallen. Die ukrainischen Behörden machen Russland verantwortlich.
+++ Die von Russland geplanten Referenden im Süden der Ukraine sollen auf unbestimmte Zeit verschoben werden.
Alle aktuellen Ereignisse können Sie hier in unserem Live-Blog verfolgen.
Wahl 1: Wiederholung in Cottbus: Im ersten Durchgang kam keiner der Oberbürgermeister-Kandidaten auf eine absolute Mehrheit – im zweiten Durchgang am 9. Oktober treten Tobias Schick (SPD, 31,8%) und Lars Schieske, AfD, 26,4%) gegeneinander an – der gescheiterte CDU-Kandidat Thomas Bergner ruft jetzt zur Wahl von Schick auf, um den ersten AfD-Oberbürgermeister in einer deutschen Stadt zu verhindern.
Wahl 2: In Schweden lag heute früh bei der unterbrochenen Auszählung der rechte Block vorne, die rechtspopulistische Partei „Schwedendemokraten“ kam auf Platz 2. Mit einem Ergebnis wird am Mittwoch gerechnet.
Wir bleiben noch einen Moment an der FU: Dort weigert sich das Präsidium, die Videokonferenz-Plattform Webex abzuschalten – die Berliner Datenschutzbehörde hatte dafür eine Frist bis Ende September gesetzt. FU-Präsident Günter M. Ziegler will jetzt aber erst mal nur „den Dialog über konstruktive Vorschläge zur weiteren Verbesserung des Datenschutzes fortsetzen“ und „Kritikpunkte erörtern“. Wie wäre es mit einem Seminar?
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Unser Quartiersmanagement fördert die Beteiligung der Nachbarschaften und kooperiert mit Stadtteilinitiativen, Schulen, Vereinen, sozialen Trägern und weiteren Akteuren vor Ort. Mit Weitsicht und viel Engagement für unsere Mieterinnen und Mieter machen wir aus Wohnvierteln lebendige Quartiere und entwickeln liebenswerte Nachbarschaften. Mehr erfahren
Die Bücher-Oase in Schöneberg war nach einer mutwilligen Zerstörung gerade wieder hergestellt – und jetzt sieht sie so aus. Was hätte wohl Erich Kästner, dessen Bücher von den Nazis verbrannt wurden,dazu gesagt? Vielleicht das: „An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.“ Der Checkpoint dankt allen, die sich für die Bücher-Oase engagieren.
Die Stadt hat den Checkpoint Charlie offenbar aufgegeben – oder wie ist es zu erklären, dass neben dem Bus-Chaos hier seit einiger Zeit wieder die Hütchenspiel-Mafia herrscht? Die Polizei macht jedenfalls oft einen großen Bogen drumherum, wenn grimmige Muskelmänner breitbeinig mitten auf der Straße stehen und das Terrain sichern. Wie der Trick funktioniert, bei dem vor allem Touris viel Geld verlieren, weiß die Polizei aber – hier zeigt sie, wie es geht.
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Die Stimmung an der Avus bleibt explosiv: Jetzt wurde nicht weit entfernt vom Sprengplatz im Grunewald eine 500 kg schwere Weltkriegsbombe in einer Kleingartenanlage entdeckt – von Spaziergängern, wie die Polizei mitteilte. Berlins neuer Marketing-Slogan stammt offenbar von Lou Reed: „Take A Walk On The Wild Side“.
„Wann plant das Bezirksamt die Kleine Anfrage KA/0098/IX vom 14.03.22 mit dem Fälligkeitsdatum des 28.03.22 zu beantworten?”, fragt die BVV-Verordnete Daniela Ehlers das Bezirksamt Lichtenberg (KA/0207/IX). Für eine Antwort auf diese Frage hat das BA Zeit bis zum 22.9.
Gibt es intelligentes Leben außerhalb Berlins? Der Wissenschaftsjournalist und Tiktok-Star Niklas Kolorz klärt diese und weitere Fragen (Gibt es Zeitreisen? Wann leben wir auf dem Mars? Wie sehen Aliens aus?) im Checkpoint-Podcast „Eine Runde Berlin“ von Ann-Kathrin Hipp. Und hier können Sie gleich mal reinhören.
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46 Berliner Leben
Seit über 20 Jahren erzählt die Nachrufe-Kolumne jeden Sonntag im Tagesspiegel die Lebensgeschichten verstorbener Berlinerinnen und Berliner. Sie gehen ans Herz, erheitern aber auch mit Anekdoten und geben spannende Einblicke in viele bewegte Leben. „46 Berliner Leben“ vereint Nachrufe aus den Jahren 2010 bis 2021.
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Nachtrag (I) zur Meldung „The Queen is dead“ (CP v. 9.9.) – da hatten wir geschrieben, Elizabeth II. habe sich „mehr als 70 Jahre, länger als alle anderen Monarchen in der Geschichte“ auf dem Thron gehalten. Tja, das schlägt doch glatt dem Fass die Krone ins Gesicht! Zwar stimmt das für ein Geburtsdatum im 20. Jahrhundert (Bhumibol Adulyadej, König von Thailand, folgt mit 187 Tagen weniger), aber bereits für das 19. Jahrhundert schaffte Johann II. von Liechtenstein ein Jahr mehr, und Sobhuza II. von Swaziland blieb sogar 83 Jahre im Amt. Der im 18. Jahrhundert geborene Karl Friedrich regierte Baden immerhin 73 Jahre, und im 17. Jahrhundert kletterte Ludwig XIV. bereits im Alter von 4 auf den Thron – als der „Sonnenkönig“ 1715 starb, hatte er 72 Thronjahre hinter sich. (Mit einem Dank an unsere Leserin Katja Jaeckel für den Hinweis auf den König von Frankreich.)
Nachtrag (II) zur Meldung „Kollwitzplatz Totalschaden“ (CP v. 8.9.) – der seltsame Namenzusatz auf „Google Maps“ für einen der teuersten Orte Berlins (der früher einer der ärmsten war) ist wieder verschwunden: Unser Leser Dominik Schwarz hatte gleich nach Lektüre unserer Meldung eine Korrektur bei Google eingereicht – und die wurde dort akzeptiert (jedenfalls digital). Für Auskünfte über den tatsächlichen Zustand des Kollwitzplatzes wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an Wolfgang Thierse, den letzten Vorwendeeinwohner hier.
Nachtrag (III) zur Meldung „Tippfehler oder Tatsache?“ (CP v. 8.9.) – die Angabe des Bezirks Mitte, dass die Erstberatungstermine für Einbürgerungen bis Ende 2023 ausgebucht sind, war ein „Übertragungsfehler“. Der für Bürgerdienste zuständige Stadtrat Carsten Spallek sagte dem Checkpoint dazu: „Ich kann mich nur entschuldigen.“
Gewonnen! Sonnabend fragten wir, was Franziska Giffey bei allen Energiesparzielen nicht komplett abschalten möchte. Korrekt ist: Antwort b), …die Weihnachtsbeleuchtung, hier nachzulesen.
Zitat
„Es kommt nicht darauf an, wie du aussiehst, sondern ob du bereit bist, aufmerksam zuzuhören.“
Unser Klassik-Experte Frederick Hanssen über den Männer-Trend, mit kurzen Hosen ins Konzerthaus und in die Philharmonie zu gehen.
Tweet des Tages
Ein neuer König wurde gekrönt, eine große europäische Armee wurde entscheidend im Feld geschlagen, im Winter drohen Hunger und Kälte. Tweeten wie aus dem 19. Jhd.
Stadtleben
Essen – Jetzt schon vormerken und am Donnerstag, 15.9. hingehen: Das Pop-Up „Hit me taco one more time“ im Kreuzberger Umspannwerk. Dort gastieren Jessica Sidon und Cäcilia Baldszus (die zwei Macherinnen hinter dem großartigen Baldon in Wedding) zusammen mit dem mexikanischen Koch Maurizio Ramirez Naya. Auf der Terrasse am Paul-Lincke-Ufer können Sie dann mit etwas Glück die spätsommerliche Sonne, ganz sicher aber authentische mexikanische Tacos genießen, u.a. mit Füllungen wie Ochsenzunge, Meerrettich und regionalem Gemüse. Ab 18 Uhr, Paul-Lincke Ufer 21, U-Bhf Kottbusser Tor
Geschenk – Lange Tage im Freibad, Sommerkino, Picknicks: Manch eine(r) trauert im September schon dem Hochsommer hinterher, andere wiederum freuen sich auf buntes Laub, lange Herbstspaziergänge und die Gemütlichkeit, die sich einstellt, wenn es draußen stürmt und regnet. Egal, zu welchem Lager Sie zählen: Die Picknickkörbe der Ganymed Brasserie verlängeren das Sommergefühl, Wetter (relativ) egal. Darin enthalten sind Spezialitäten des französischen Restaurants, darunter Käse, Wurst, süß-sauer eingelegtes Gemüse, Baguette und eine Flasche Patriarche de Bourgogne. Für etwas länger bestehende Sommergefühle verlosen wir 2 dieser Körbe (für jeweils 2 Personen). Wo Sie ihr Picknick anrichten, bleibt Ihnen überlassen. Einzig die Abholung am 16. September im Restaurant (und 30 Euro Pfand für den Korb) ist verpflichtend!
Karten sichern – Übermorgen (14.9.) startet in Berlin die Art Week. Die Highlights des vielfältigen Programms haben wir hier für Sie gesammelt. Eines davon ist das temporäre „Musée de la Fraise“, das aus den Ständen von Karls Erdbeerhof Orte für Kunst macht, die sich, passend zu den dort zuvor verkauften, süßen Früchtchen, um Sinnlichkeit, Begierde und Verlangen dreht. Die Erdbeere, so die Kuratoren, sei schließlich seit jeher weiblich konnotiert, ein Objekt der Begierde, geprägt durch die männliche Sicht. Das temporäre Erdbeermuseum dreht all das radikal um: Zu sehen sind ausschließlich Werke von Künstlerinnen, die sich brisanten Themen wie Gender-Ungerechtigkeit oder Klimakrise widmen. Am Mittwoch startet das Ganze mit einer Bustour (Start: Dreispitzpassage, Friedrichstraße 130a, 12 Uhr), von hier geht es durch Stände in der ganzen Stadt (max. sechs Stunden, Aussteigen jederzeit möglich). Karten für diese exklusive Fahrt durch Berlin kann man nicht kaufen, wir verlosen für Checkpoint-Abo-Haber:innen aber 2x2 Plätze. Schreiben Sie uns, was Sie mit Erdbeeren verbinden.
Noch hingehen – Wie der Spätsommer, Erdbeer-Bustouren und Taco-Pop-Ups ist auch dieses Kunstprojekt nicht von Dauer. Man könnte fast meinen, das heutige Checkpoint-Stadtleben stünde im Zeichen der Vergänglichkeit. Wie dem auch sei: Das aktuelle Projekt Urban Miniatures des Ensembles „DieOrdnungDerDinge“ lohnt sich. Passant:innen werden eingeladen, den städtischen Alltag auf neue Weise zu erleben. Dazu scannen Sie einfach die QR-Codes, die derzeit auf diversen Parkbänken in Mitte zu finden sind, und schon finden Sie sich dabei wieder, wie Sie anhand der Sounds, Klangexperimente und Geschichten die Umgebung erkunden. Mehr über das Projekt, das noch bis Ende Oktober läuft, erfahren Sie hier.
Grübelstoff – Noch sind die Stände auf den Wochenmärkten reich bestückt, doch die Auswahl heimischen Obsts wird mit sinkenden Temperaturen kleiner. Welche Sommerfrucht werden Sie besonders vermissen?
Berlin heute
Verkehr – A113: Sperrung in beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen Späthstraße und Schönefeld-Nord in der Zeit von 21 bis 5 Uhr, erste Absperrmaßnahmen ab 20 Uhr.
Scharnweberstraße (Friedrichshain): Bis Anfang Oktober folgende Einschränkungen:
- Scharnweberstraße zwischen Gürtelstraße und Jessnerstraße Vollsperrung beider Richtungen für Kfz-Verkehr
- Scharnweberstraße zwischen Müggelstraße und Weichselstraße Vollsperrung beider Richtungen für Kfz-Verkehr
- Weichselstraße zwischen Scharnweberstraße und Travestraße Vollsperrung beider Richtungen für Kfz-Verkehr
- Weichselstraße zwischen Oderstraße und Travestraße Fahrtrichtungssperrung für Kfz-Verkehr
Tempelhofer Damm (Tempelhof): Ab dem frühen Morgen ist die Straße stadtauswärts zwischen Kaiserin-Augusta-Straße und Friedrich-Wilhelm-Straße für den Kfz-Verkehr bis Mittwochabend gesperrt. Danach folgen weitere Abschnitte.
Nahverkehr – M5, M6 und M8: Bis Freitag dieser Woche verkehren die Linien nicht zwischen Oderbruchstraße und Mollstraße/Otto-Braun-Straße bzw. Landsberger Allee/Petersburger Straße. Als Ersatz fahren Busse.
S1: Ab 6 Uhr bis Freitag, ca. 18 Uhr kein Verkehr zwischen Gesundbrunnen und Oranienburg. Nutzen Sie alternativ den Ersatzverkehr (stündlich) mit der Regionalbahn RB S1 zwischen Gesundbrunnen und Oranienburg (ohne Halt).
Demonstration – „Protestkundgebung gegen den Besuch des israelischen Ministerpräsidenten in Deutschland“, 100 Personen, Willy-Brandt-Straße 1 (11-12.30 Uhr)
„Ja zum Wenckebach-Krankenhaus“, 10 Teilnehmende, „Wenckebach Krankenhaus muss bleiben“, Wenckebachstraße 23 (14-15 Uhr)
„WIR STEHEN FÜR ... Rücktritt & Sanktionen für Verantwortliche der Coronapolitik“, 100 Personen, Elcknerplatz, u.a. über Bahnhofstraße, Alt- Köpenick, Müggelheimer Straße, Kietzer Straße, Luisenhain (17.45-20.30 Uhr)
„Weg mit der Gasumlage! Schluss mit Teuer!“, 20 Personen, Die Linke, Treptower Park (18-19.30 Uhr)
„Mahnwache: FLUGLÄRM UND FEINSTAUB MACHEN KRANK“ , 40 Personen, „Friedrichshagener Bürgerinitiative gegen Fluglärm“, Bölschestraße (19-20 Uhr)
Gericht– Der Prozess um den gewaltsamen Tod der 34-jährigen Afghanin Maryam H. geht weiter. Wegen Mordes angeklagt sind zwei ihrer Brüder. Die 23- und 27-Jährigen sollen ihre Schwester getötet haben, weil sie sich nicht Moralvorstellungen der Familie unterworfen habe (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 700).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Carola von Braun (80), Politikerin (FDP), erste Frauenbeauftragte des Berliner Senats (1984-1990) / Jakob Busk (29), Fußballspieler beim 1. FC Union Berlin / Sigmar Gabriel (63), Vorsitzender der Atlantik-Brücke, ehem Poltiker (SPD), u.a. ehem. Bundesminister für Wirtschaft und Energie (2013-2017) / Daniela Glodde „Vor vielen Jahren war sie im täglichen Berufsleben ganz oft an meiner Seite. Heute verbindet sie erfolgreich Berufs- und Privatleben. Ich freue mich, wenn wir uns sehen, Hans-Joachim Melchior“ / Oliver Kalkofe (57), Comedian / „Dem engagierten Wirtschaftfsförderer Josef Schmitt herzliche Glückwünsche zum 72.Geburtstag. Genieße Deinen Ruhestand im Nordsaarland am schönen Bostalsee. Dein lokaler Mitstreiter Armin Fechler“ / Christina Schwarzer (46), Politikerin (CDU) / „Meine geliebte Angie Sonnenschein: zum großen Geburtstag heute 1000 Glückwünsche, Liebe und Gesundheit. Und Danke für jeden Augenblick mit dir. Freue mich auf alles, was wir weiterhin gemeinsam erleben können. Dein Matthias“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Dagmar Bullmann, * 21. September 1943 / Heidemarie Fischer, * 19. Oktober 1944, ehem. SPD-Politikerin / Dieter Grenz, * 13. August 1945 / Peter Paasch-Colberg, * 25. Januar 1944
Stolperstein – Max Ziffer wurde am 23. September 1872 im schlesischen Sohrau (heute Zory) geboren. In Berlin lebte er in Kreuzberg und war von Beruf Kaufmann. Am 31. August 1942 deportierten Nationalsozialisten ihn nach Theresienstadt wo er heute vor 80 Jahren, am 12. September 1942, ermordet wurde. In Kreuzberg erinnert an der Freiligrathstraße 7 ein Stolperstein an Max Ziffer.
Encore
Berliner Hausnummern (XIX): Saubere Sache? Jeden Tag werden in Berlin im Schnitt 17.534 öffentliche Mülleimer geleert (Q: BSR). Insgesamt gibt es 26.000 knallorange Papierkörbe in Berlin, in denen sich täglich rund 20,5 Tonnen Abfall sammeln. Warum nur ausgerechnet der, den man gerade braucht, immer verstopft ist?
So, das war’s erst mal. Das Stadtleben hat Ihnen heute Sarah Borufka serviert, Cristina Marina hat sich um die Produktion gekümmert. Morgen früh begrüßt Sie hier Daniel Böldt. Bis dahin,
