Samstag verregnet bei 28°C, Sonntag bei 32°C heiter bis wolkig

1100 Junglehrer haben Berlin verlassenFragwürdiges Beratungsgeschäft bei der Messe BerlinAuf dem Kunstfestival „48 Stunden Neukölln“ dreht sich alles um Kulinarik

wir starten am Samstag mit einem Überblick der aktuellen Nachrichten aus Berlin:

+++ Bildung in der Krise: Die Lehrerzimmer in Berliner Schulen werden immer leerer. Allein zwischen 2016 und 2021 verließen fast 1100 fertig ausgebildete Referendare die Hauptstadt. Und: An der Hans-Rosenthal-Grundschule haben nur zwölf von 34 Lehrkräften eine volle Ausbildung. Eltern haben nun einen Protestbrief geschrieben.

+++ Ein fragwürdiges Beratungsgeschäft lässt die Messe Berlin nicht zur Ruhe kommen: Wolf-Dieter Wolf, Aufseher von Messe und RBB, macht einen Branchenfremden zum Chef und lässt ihn für 2000 Euro pro Tag schulen – vom Ehemann der RBB-Chefin.

+++ Berlins Bürgermeisterin von Betrüger reingelegt: Franziska Giffey führt ein Telefonat mit falschem Vitali Klitschko.

Auf tagesspiegel.de informieren wir Sie über alle wichtigen Entwicklungen rund um Berlin.

Wie Sie bereits aus dem gestrigen Checkpoint wissen, dreht sich in Nord-Neukölln heute und morgen alles um Kulinarik: „Ich esse meinen Kopf“ lautet die diesjährige Devise des Festivals 48 Stunden Neukölln – ich habe hier einige Zeilen darüber verloren, wie Sie Ihren dabei nicht verlieren. Das Wetter soll bei Stadtspaziergängen übrigens weitgehend mitspielen – Wolken bieten Schatten, am Samstag kühlt etwas Regen den Kopf.

Samstagmorgen – Mit dem Satz „Ich esse meinen Kopf“ kommt übrigens die Überforderung zum Ausdruck, die viele angesichts der allgemeinen Lage zwischen Pandemie, Krieg und unzähligen anderen Problemherden der Gegenwart verspüren.

Mein Wochenende mit

Durchgecheckt

Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.

„Wie soll man denn bei solchen Temperaturen gemütlich schlafen? Ich muss sagen, ich selbst bin doch recht empfindlich – einerseits brauche ich durchaus ein gewisses Minimum an Kuscheligkeit, möchte mich einwickeln und gemütlich betten. Andererseits darf es eben auch nicht zu warm werden. Was tun? Neulich bettete ich mich nahe am Wasser, wegen der Frische, Sie wissen schon. Gerade war ich dabei, einzudösen, als plötzlich ein sonderbares, weißes Objekt an mir vorbei huschte und mich aus dem zarten Schlummer riss. Chantal, die ordnungsliebende Sau von Nebenan, hatte bei sich ähnliche Überlegungen angestellt und beschlossen, ihre Laken zweckzuentfremden – sie stellte sie an Masten frei im Raum auf, als Schattenspender. Blöderweise war der Wind recht kräftig, sodass Segel aus ihnen wurden. Chantal ist nun begeisterte Surferin – ihre Laken haben damit einen neuen Platz in der Welt gefunden und weil so alles seine Ordnung hat, kann sie auch gut schlafen. Das Nachsehen habe ich, wenn sie, wie oben beschrieben, an mir vorbeirast. Was tun? Nun, ich tat es ihr nach. Allein, statt Surfbrett, ist es bei mir ein Bötchen geworden – wesentlich ruhiger liegt es sich so auf dem Wasser und das leichte Schunkeln ist sehr angenehm. Einen Segelschein habe ich mittlerweile übrigens auch. Im Schlaf gemacht. Und am Sonntag segle ich sogar sportlich um den Havelpokal. Vielleicht sehen wir uns dort? Ich empfehle mich, mit freundlichen Grunzen.“

Lese­empfehlungen

Den eigenen Kopf essen? Wozu das denn, es gibt doch auch andere klassische Lebensmittel? Wie steht es eigentlich um deren Preissteigerung zurzeit? Heike Jahberg und Albrecht Meier (Abo) fragten Landwirtschaftsminister Özdemir.

Apropos den eigenen Kopf essen: Bei den 48 Stunden Neukölln werden die Probleme der Gegenwart künstlerisch verhandelt. Bei der Documenta, sagen Kritiker zurzeit, werden sie dagegen gemacht. Adrian Schulz (Abo) sprach mit dem Leiter der Bildungsstätte Anne Frank, Meron Mendel.

Weshalb die Verleihung des Deutschen Filmkunstpreises selbst einem Trauerspiel gleicht, hat Christiane Peitz (Abo) aufgeschrieben.

Wochen­rätsel

Gewonnen! Vor dem Gesetz sind alle Autos gleich. Alle Autos? Aber nein! Auf das Gelände des Berliner Polizeipräsidiums und des LKA dürfen Sie zukünftig nicht mehr fahren, wenn sie…

a) einen Oldtimer fahren.
b) einen Tesla fahren.
c) einen SUV fahren.

Tipp: Wer den Checkpoint der vergangenen Woche aufmerksam gelesen hat, ist im Vorteil.

Schicken Sie uns die richtige Lösung und gewinnen Sie einen Checkpott.

Jetzt mitmachen

Den Wochenend-Frühdienst hat heute heldinnenhaft Cristina Marina verrichtet, am Montag lesen Sie an dieser Stelle Daniel Böldt. Verlieren Sie bis dahin nicht den Kopf!

Ihr Thomas Wochnik