heute servieren wir eine besonders bunte Mischung, unter anderem mit Pommes, Bier, Glücksspiel, Ratten und Pudding. Das kann ja heiter werden.
Oder auch nicht: Berlin ist das unbeliebteste Bundesland! Forschende der FU fragten: „Wie sympathisch sind Ihnen Menschen aus den anderen Bundesländern?“ Die unterhaltsame und exklusive Analyse der Ergebnisse des Tagesspiegel Innovation Labs zeigt erstmals, wo die innerdeutschen Sympathie-Grenzen verlaufen. Einige Auszüge:
+ Unerwiderte Liebe: Berlin mag Hamburg am liebsten – aber Hamburg nicht Berlin.
+ Mangelndes Selbstwertgefühl: Berlin hat am wenigsten Sympathien für sich selbst.
+ Best Buddys: Ost-Bundesländer bewerten andere Ost-Bundesländer wohlwollend.
+ Regionale Spezialitäten: Der Norden kann wenig mit Bayern anfangen – der Süden umso mehr.
Das Datenteam resümiert: „Deutschland gleicht einer Zweck-WG, in der man sich nach Jahrzehnten arrangiert hat: Hamburg ist der perfekte Mitbewohner, den alle respektieren. Bayern der laute Nachbar, mit dem man trotzdem klarkommt. Berlin und Sachsen sind diejenigen, mit denen nicht alle gern am Küchentisch sitzen – aus völlig unterschiedlichen Gründen.“ Warum die Spaltung so hartnäckig ist und was sie zusätzlich vertieft, haben die Kolleginnen und Kollegen hier analysiert.
Es bleibt emotional: Der Herbst bringt die wohl unbeliebtesten Gartengeräte zurück – Laubbläser. Zürich hat die infernalischen Föhne jetzt per Volksabstimmung verbannt: Benziner sind komplett tabu, elektrische dürfen nur von Oktober bis Dezember eingesetzt werden. Die Argumente: Sie sind laut, verteilen Feinstaub und wirbeln den Lebensraum vieler Tiere durcheinander.
Letztere würden sich auch in Berlin über Ruhe und Windstille freuen. Hier regeln Bundes- und Landesgesetze den Einsatz. So dürfen Laubbläser ohne Umweltzeichen (meist Benziner) in Wohngebieten nur von September bis Februar und werktags von 9 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr eingesetzt werden, sonn- und feiertags gar nicht. Verstöße können bis zu 50.000 Euro kosten.
Die Bezirke setzen zunehmend auf Akku-Geräte: Treptow-Köpenick beschafft seit fünf Jahren nur noch Elektrobläser, schreibt ein Sprecher auf Checkpoint-Anfrage. In Charlottenburg-Wilmersdorf seien 16 von 36 Laubbläsern akkubetrieben, in Friedrichshain-Kreuzberg arbeite man fast ausschließlich mit elektrischen. Auf Laubbläser ganz zu verzichten, sei jedoch keine Option – der Personal- und Zeitaufwand für reine Handarbeit wäre zu hoch.

Jetzt wird’s pelzig: Wie der Checkpoint erfuhr, wird der Neuköllner Richardkiez von Ratten heimgesucht, die durch Abwasserrohre in Toiletten kriechen. Nach dem Fund von (Ratten-)Kot im WC und einer tatsächlichen Nager-Sichtung beschweren mehrere Anwohner ihre Klodeckel nun mit Gegenständen, um die Nager auszusperren.
Ruhe bewahren: „Das sind seltene Ausnahmen“, schreibt Wildtierexperte Derk Ehlert auf Checkpoint-Anfrage. „Kommt aber immer wieder mal vor.“ Altbauten mit alten, verkrusteten Rohren seien am ehesten betroffen. „Die Ratten kommen aber nicht, um uns zu ärgern. Sie folgen einem Geruch.“ Nahrungsreste sollten deshalb nie im Klo heruntergespült werden. In Neukölln wurden in den vergangenen sechs Monaten 19 Fälle von Rattenbefall gemeldet, schreibt das Bezirksamt. Aus der Statistik lässt sich aber nicht ablesen, wie die Tiere in die Wohnungen gelangen. Und Neukölln sei keineswegs ein Hotspot, die Bekämpfung stadtweit eine Herausforderung.
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Glitzer, Glamour und Lebensfreude: Ab 17. Oktober kehrt Barrie Koskys gefeierte »La Cage aux Folles«-Inszenierung zurück in die Komische Oper Berlin – ein schillerndes Paradies der Dragqueens mit wirbelnden Federn, Lamettaregen und kreischbunten Kostümen. Ein Abend voller Empowerment, ein Befreiungsschrei gegen Kleingeistigkeit und ein Liebesbrief an die Vielfalt! Hier buchen
Auf den Schock ein kühles Helles: Zur Eröffnung des Tegeler Hafenfestes schenkte Reinickendorfs Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) Freibier aus – offenbar in Plastikbechern, wie Fotos belegen. Da hätten wir uns fast verschluckt: Hatte der Bezirk Einweg-Geschirr auf genehmigungspflichtigen Veranstaltungen nicht bereits vor sechs Jahren verboten…? Nachfrage beim Bezirksamt: Wurde das Verbot aufgehoben? Antwort vom Ordnungsamt: Nein, der Beschluss gelte weiterhin, Plastikbecher seien laut Auflagen „nicht zulässig“ gewesen. Der Veranstalter schenkt reinen Wein ein: „Es gab ausschließlich Mehrweg beim Hafenfest. Lediglich bei der Eröffnung wurden 100 Plastikbecher beim Fassbieranstich verwendet, da dieses Bier kostenfrei war und die Kunden sonst das Pfand bekommen hätten.“
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Wir bleiben in Reinickendorf und schauen auf personelle Turbulenzen in der CDU: Stephan Schmidt, Abgeordneter für Heiligensee, Konradshöhe, Tegelort und Tegel, Vorsitzender des Hauptausschusses und Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion, hat überraschend angekündigt, nach zehn Jahren nicht wieder fürs AGH zu kandidieren. Der Schritt sorgt parteiintern für Aufsehen, zumal er vor einigen Jahren mitverantwortlich für den Sturz des damaligen CDU-Kreischefs Frank Steffel war.
Schmidts eigener Abgang ist offenbar nicht freiwillig. „Dass sich parteiinterne Rahmenbedingungen im Laufe der Zeit verändern, ist Teil des politischen Lebens“, schreibt er etwas kryptisch auf Facebook. Schmidt ist nicht der erste, der seinen Posten räumen muss: Im Frühjahr hatte der Reinickendorfer CDU-Abgeordnete Björn Wohlert bereits angekündigt, nicht nochmal anzutreten, nachdem er in seinem Ortsverband unerwartet bei einer Kampfkandidatur unterlag.
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Am 13. Oktober verleiht der Marketing Club Berlin in der AXICA den Berliner Marketingpreis 2025 – die wichtigste Auszeichnung für exzellentes Marketing in der Hauptstadt.
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Apropos „game over“: Die Zahl der Glücksspielautomaten sinkt deutlich. In Spielhallen standen zum Stichtag 31. März 2021 noch über 1500 Geräte, Ende März 2025 waren es nur noch 600. In Restaurants und Kneipen fiel die Zahl im gleichen Zeitraum von rund 3700 auf etwa 2500. Das zeigt die Antwort der Wirtschaftsverwaltung auf eine Schriftliche Anfrage von Jan Lehmann (SPD).
Neukölln führt die Statistik an: 20 Gastro-Betriebe verfügen hier über Spielautomaten – so viele wie sonst in keinem anderen Bezirk. Am wenigsten Automaten gibt es in Reinickendorf (3 Betriebe). Gezählt werden naturgemäß nur die legalen Geräte: „Eine verlässliche Schätzung des illegalen Glücksspielmarktes in Berlin ist nicht möglich.“ Es kommentiert die beste Band der Welt: „Nie wieder Hütchenspiel, nie wieder in die Spielothek, nie wieder Malefiz und nie mehr Fang den Hut.“
Und noch drei Lese-Tipps:
Verwahrlosung in Neukölln: Der Anita-Berber-Park ist seit Jahren ein Kriminalitätsschwerpunkt. Nun soll die zuständige Autobahn GmbH eine benachbarte Fläche übernehmen – zum Leidwesen der Nachbarn.
Kreuzkröten-Krise in Pankow: Das Neubauquartier „Pankower Tor“ steht wieder auf der Kippe. Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) hatte den Start von Kanal-Arbeiten genehmigt – widerrechtlich, wie sich nun zeigt.
Strukturwandel in Sachsen:Im Landkreis Zwickau sind die Menschen im Osten am unzufriedensten. 35 Jahre nach der Einheit fürchtet die Region, sich in ein Industriemuseum zu verwandeln. Robert Ide war vor Ort.
Berliner Schnuppen
Telegramm
In der Turmstraße in Moabit wurden drei mutmaßliche Mitglieder der Hamas festgenommen. Sie sollen Waffen für Anschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen beschafft haben. Bei den Männern wurden unter anderem ein Sturmgewehr, Pistolen und Munition „in erheblichem Umfang“ gefunden, hieß es vom Generalbundesanwalt.
„35 Jahre Deutsche Einheit sind ein Grund zum Feiern – und sie verpflichten uns dazu, für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu sorgen“, sagte der Regierende Kai Wegner (CDU), bevor er zur zentralen Einheitsfeier nach Saarbrücken reist. Berlin präsentiert sich dort als „#Musikhauptstadt“.
Das „Schlagerradio“ spielt derweil morgen von 6 bis 18 Uhr ausschließlich Ost-Schlager – „von Karat bis Elektra, von City bis Puhdys, von Nina Hagen bis Frank Schöbel“. Was Sie alternativ am langen Einheitswochenende erleben können, lesen Sie hier.
Apropos Kartoffeln: Trotz historisch guter Ernte werden Pommes nicht günstiger. „Da brauchen wir unseren Kunden nichts vorgaukeln“, sagt Curry36-Geschäftsführer Mirko Großmann auf Checkpoint-Anfrage. Sinkende Rohstoffpreise würden von steigenden Mindestlöhnen aufgezehrt. Einen Versuch war‘s wert.
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Gewitterstimmung beim RBB: Der Rundfunkrat wählte am Mittwochabend Robert Skuppin zum neuen Programmdirektor. Die Debatte war lang: Gegen den Wunschkandidaten von Intendantin Ulrike Demmer gab es heftige Kritik von internen Gremien, ihm werden unter anderem Compliance-Verstöße und mangelnden Führungsqualitäten vorgeworfen.
„Das Bezirksamt Mitte steht zu seinem Wort“, schreibt Pressesprecher Christian Zielke und liefert wie versprochen Details zur Pflege des Mahnmals zur Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz (Checkpoint von gestern): Die Glasscheibe werde regelmäßig durch das Bezirksamt kontrolliert und ein- bis zweimal jährlich gewechselt. Der letzte Austausch war im Frühjahr, der nächste folgt noch in diesem Monat. Kosten: rund 3000 Euro.
Die Stolperfallen bleiben: Der Blindenverband scheiterte mit seiner Klage gegen das wilde Abstellen von E-Scootern auf Gehwegen. Auf Anraten des Verwaltungsgerichts zog der Verband die Klage zurück, um Prozesskosten zu sparen, Hintergrund war ein juristischer Fehler.
Für Berlinkenner wenig überraschend fällt die erste Bilanz der Mietpreisprüfstelle des Senats aus: Mehr als 90 Prozent der bisher geprüften Neuvermietungen verstoßen gegen die Mietpreisbremse. Es wurden 168 sogenannte Prüfscheine ausgestellt. Ob die Mieter jetzt weniger zahlen, bleibt unklar.
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Jetzt schon an die Weihnachtseinkäufe denken: Das Hauptzollamt versteigert Luxus-Latschen von „Dolce & Gabbana“ für schlappe 190 Euro. Originalware, neuwertig, weiß/schwarz, Größe 43: „Besichtigung wird empfohlen.“
Dreimal müssen wir den Rotstift zücken und korrigieren. Carola Zarth ist nach wie vor Präsidentin der Berliner Handwerkskammer. Das toxische Ampel-Wort lautet „Meseberg“, nicht „Merseburg“. Und in Berlin gab es zuletzt 2,2 mindestens Hundertjährige pro 10.000 Einwohner. Wir bitten um Verzeihung und danken für die vielen Hinweise.
Im November besuchte sie noch Eberswalde und die Hochschule für nachhaltige Entwicklung: Die britische Umweltaktivistin und Schimpansen-Forscherin Jane Goodall ist tot. Sie starb im Alter von 91 Jahren auf einer Lesereise in Kalifornien, teilte ihr Institut mit.
Zitat
„Wäre es sarkastisch, Känguru auf die Karte zu setzen?“
Selbstverständlich nur ein Scherz des Wirts eines großen Kladower Campingplatzes. Das entlaufene Beuteltier bleibt das große Thema im wilden Westen. André Görke hat mit Anwohnern über die Suche nach dem Wallaby gesprochen.
Stadtleben
Verlosung – Wir schreiben das Jahr 1990. Vier Tage, vier junge Menschen aus vier Städten, alle in der DDR. Und wir sind (fast) live dabei: bei einer Silvesterparty, an einer Tankstelle, bei der Währungsunion und bei einer Geburtstagsfeier am 3. Oktober. Wie wird privat gefeiert an diesem Tag? Worüber reden Geschwister, alte Bekannte, Fremde? Wie zeigt sich Politik beim Anstehen vor der Gulaschkanone? Vier Historiker:innen und vier Schauspieler:innen haben recherchiert und daraus das Stück „Mikrokosmos 1990. Ende und Anfang eines Landes“ entwickelt. Einzige Aufführung in Berlin am 9. Oktober im Theater unterm Dach – dafür verlosen wir 2x2 Karten! 19 Uhr, regulär 10-25 Euro, Danziger Straße 101, Tram-Haltestelle Greifswalder Str./Danziger Str.
Essen & Trinken – Immer für eine Überraschung gut ist der umtriebige Gastronom Jonathan Kartenberg, der die Restaurants „Irma la Douce“ (Potsdamer Straße) und das „Eins44“ in Neukölln betreibt. Während ihm in Schöneberg ein Hit mit dem neuen Mittagskonzept gelang, hat er das „Eins44“ komplett umgekrempelt. Für schlanke 60 Euro (netto, also zuzüglich der aktuell noch 19 Prozent Mehrwertsteuer, ab Januar sind es nur noch 7 Prozent) gibt es fünf Gänge in den smarten Räumlichkeiten der ehemaligen Destillerie. Aktuell im Menü: u.a. Hamachi (Gelbschwanzmakrele) mit Brunnenkresse und Zimt und Pluma vom Iberico-Schwein mit Kräuterseitlingen und Spinat (ein Veggie-Menü gibt es auch). Am Herd steht ein Küchenteam, das schon in vielen Spitzenrestaurants der Stadt überzeugt hat. Di-Sa 18-22 Uhr, Elbestraße 28/29, U-Bhf Rathaus Neukölln
Berlinbesuch – Morgen ist nicht nur Tag der Deutschen Einheit, sondern auch Tag der Clubkultur sowie Hochamt für alle Taylor-Swift-Fans. Wir legen Ihnen aus diesem Dreierlei jetzt doch mal die Geschichte ans Herz, schließlich muss man sich den Feiertag auch ein bisschen verdienen. Im Deutschen Historischen Museum kann man bei freiem Eintritt die Ausstellung „Roads not Taken“ ansehen (10-18 Uhr), auch die Führungen sind an dem Tag kostenfrei. Ein Zickzack-Parcours mit umgedrehtem Zeitstrahl führt durch die Ausstellung. Jeder Zacken steht für einen denkbaren Richtungswechsel. Die Besucher:innen begrüßt ein Foto von Menschen, die am 9. November 1989 vor dem Brandenburger Tor feiern. Es hätte aber auch wie im selben Jahr auf dem Tian’anmen-Platz in Peking ausgehen können … Unter den Linden 2, U-Bhf Museumsinsel
Noch hingehen – Und unser Feiertags-Programm geht weiter: Soljanka ist fertig, guten Appetit! Die „Ost-West-Kantine“ in der Akademie der Künste lädt 35 Jahre nach der Wiedervereinigung die ganze bucklige Verwandtschaft von hüben und drüben ein, sich mal wieder um einen Tisch zu versammeln. Das sind alle, die zu Berlin gehören: Buletten, Touristen, Theaterleute, Künstler … Sie sollen am Küchentisch gemeinsam schnippeln und dabei deutsch-deutsche Geschichten erzählen. Es gibt jeden Abend Musik und typisches Kantinenessen – gekochte Eier, Boulette, Kartoffelsalat. Gäste sind etwa Anke Stelling, Annett Gröschner, Peggy Mädler und Schorsch Kamerun. Noch bis Sonnabend, heute und Sa ab 18 Uhr, Fr 16-20 Uhr, Eintritt frei, Pariser Platz, S-Bhf Brandenburger Tor
Grübelstoff – Wer würde in Ihrem Freundeskreis heute fehlen, wenn die Wende nicht stattgefunden hätte?
Kiekste
Der Nationalfeiertag naht, Berlin putzt sich heraus, zumindest am Brandenburger Tor. Gepflegte Dankesgrüße an Leserfotograf Michael Kaminski-Nissen. Weitere Bilder aus der herausgeputzten Hauptstadt gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Oranienstraße (Kreuzberg): Bis Mitte Oktober ist an der Kreuzung Alexandrinenstraße der rechte Fahrstreifen gesperrt und das Linksabbiegen nicht möglich.
Mitte: Bis 16 Uhr ist der rechte Fahrstreifen im Tunnel Alexanderplatz Richtung Prenzlauer Berg gesperrt.
Treskowallee (Oberschöneweide): Bis Ende Februar 2026 ist Richtung Niederschöneweide zwischen Traberweg und Rummelsburger Straße abschnittsweise der rechte Fahrstreifen gesperrt.
Nahverkehr – S-Bahn – S41, S42, S45, S46 und S47: Von 22 Uhr bis 6.10. ist der S-Bahnverkehr zwischen Hermannstraße und Südkreuz unterbrochen.
S45 und S46: Von 22 Uhr bis 6.10. fährt zwischen Baumschulenweg und Neukölln nur die S46 im 20-Minutentakt.
S46: Die Linie ist von 22 Uhr bis 6.10., ca. 1.30 Uhr, zwischen Königs Wusterhausen und Grünau unterbrochen.
Regionalverkehr – RE7: Die Züge fallen von 22.45 Uhr bis 6.10. zwischen Berlin Ostbahnhof und Halbe aus.
RB22: Von 22.45 Uhr bis 13.10. fallen die Züge zwischen Flughafen BER und Königs Wusterhausen aus.
Demonstration – Für heute sind 15 Demos angemeldet (Stand 1.10., 17 Uhr), u.a. „Kundgebung für Menschenrechte, Gewaltfreiheit, Frieden – internationaler Tag der Gewaltlosigkeit“: 1.000 Menschen, Follow His Call, Frankfurter Allee 223 (14-19 Uhr)
„Stoppt die Hinrichtung im Iran“: 25 Demonstrierende, Platz des 18. März (15-18 Uhr)
„Neue Deutsche Einheit / Unity in Diversity“: 200 Teilnehmende, Platz der Republik (18 Uhr bis 3.10. um 18 Uhr)
„Für eine linkspolitische Wende in Frankreich – gegen Macrons Sparmaßnahmen, für mehr soziale Gerechtigkeit“: 60 Protestierende, Berliner Gruppe der frz. Linkspartei, Pariser Platz 5 (18.30-20 Uhr)
Tag der Deutschen Einheit – Angemeldet sind 16 Demos, u.a. „einheit ohne schwurbel“: zehn Menschen, Antiverschwurbelte Aktion, Unter den Linden 6 (12-22 Uhr)
„Gegen Hochrüstung, Wehrpflicht und Raketen“: 10.000 Demonstrierende, „Nie wieder Krieg – die Waffen nieder!“, Bebelplatz, Leipziger Straße, Bebelplatz (12.15-17 Uhr)
„Erhaltung und Förderung der einzigartigen Clubkultur Berlins, gegen den Ausbau der A100 durch den Treptower Park und Markgrafendamm (...)“: 100 Teilnehmende, Flow/Clubkultur, Treptower Park (13-22 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 28 Demos, u.a. „Tierversuchsfrei forschen“: zehn Demonstrierende, Ärzte gegen Tierversuche, Schloßstraße/Albrechtstraße 88 (14-16 Uhr)
„Karneval für die Zukunft: Andere Welten sind möglich! Wir brauchen Kunst und Kultur in unserer grauen und braunen politischen Landschaft! (...)“: 200 Teilnehmende, Artistania e.V., Karl-Marx-Str. 83, Kottbusser Tor, Sonnenallee/Erkstraße (14-20 Uhr)
„Solidarität mit Palästina Stoppt den Gaza Genozid keine Waffenlieferungen an Israel“: 500 Teilnehmende, Potsdamer Platz (14-18 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind 13 Demos, u.a. „Mahnwache gegen den Faschismus“: 100 Menschen, Platz der Märzrevolution (0-24 Uhr)
„Mahn- und Gedenkfahrt für die tödlich verunglückten Motorradfahrer in Berlin und Brandenburg“: 600 Teilnehmende, Christ und Motorrad, Großbeerenstraße 2, Bundesallee, Großer Stern, Oberwallstraße (8-15.30 Uhr)
„ZESSARIA. Neue Weltordnung. Fortsetzung von Europäische Sommer Majdan in Berlin“: zehn Teilnehmende, A.S. Projects of Gs, Brandenburger Tor (15-17 Uhr)
Gericht – Gegen den wegen Vergewaltigung einer bewusstlosen Abiturientin verurteilten Marvin S. kommt es zu einem weiteren Prozess. Verhandelt wird über zwei Anklagen, in denen es um Übergriffe auf zwei Frauen geht, die auch bewusstlos gewesen seien. Diese Vorwürfe waren erst im ersten Prozess durch Videos, die auf einem Handy des 38-Jährigen entdeckt wurden, bekannt geworden (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A142).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Elke Gerlach (65): Unserer besten unperfekten Mama, Oma, Schwiema wünschen wir zum Geburtstag nur das Allerbeste und viel mehr“ / „Siegrun Krüger hat Geburtstag (83): Herzlichen Glückwunsch und noch viele gesunde, glückliche Jahre!“ / „Mein allerallerliebster Lieblingsmann auf der ganzen Welt hat Geburtstag! Herzlichen Glückwunsch, mein Liebling! Deine Zukünftige!“ / „Lieber Lu, ehe man sich versieht, ist das Jahr schon wie rum! Ich gratuliere Dir ganz dolle zu Deinem Geburtstag und freue mich auf alles, was da kommt. Dein Ro“ / Jan-Marco Luczak (50), Politiker (CDU), MdB / Boris Lum (18), Fußballprofi, spielt für Hertha BSC / Helga Schütz (88), Schriftstellerin und Drehbuchautorin („Wenn du groß bist, lieber Adam“), lehrte lange an der Filmuniversität Potsdam
Nachträglich: „Sarah Niemecki wird 40! Die beste aller Ehefrauen, Mutter von Josef, Fehlicks und Lewinski sowie Stiefmutter von Nike, feiert im oberfränkischen Bergdomizil. Sarah ist nicht nur meine Gattin, sondern auch mein Herzens- und Lieblingsmensch, meine beste Freundin und Verbündete. Ich wünsche uns noch viele gemeinsame Jahrzehnte voller Gesundheit, Glück und Abenteuer. Dein Uwe“
Tag der Deutschen Einheit – Susanna Bonasewicz (70), Synchronsprecherin, bekannt als Stimme von Prinzessin Leia aus „Star Wars“ und Bibi Blocksberg / Christoph Markschies (63), war bis 2010 Präsident der Humboldt-Universität, jetzt Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften / „Herzliche Glückwünsche für Astrid W. zum Geburtstag von Susanne!!“
Sonnabend – Zach Boychuk (36), kanadischer Eishockeyspieler, bis zum Sommer Stürmer bei den Eisbären Berlin, jetzt beim slowenischen Klub HK Olimpija / „Mein lieber Golf-Kumpel, Dietmar, wird heute endlich auch so alt wie ich. Herzlichen Glückwunsch von Dieter und Sabine. Wir werden noch viele Runden drehen!“ / Vicky Krieps (42), luxemburgisch-deutsche Schauspielerin („Ingeborg Bachmann: Reise in die Wüste“ lief 2023 im Berlinale-Wettbewerb) / „Liebe Schwesta, alle guten Wünsche zum Geburtstag in das grüne Herz. Viel Spaß auf den neuen 2 Rädern, Dein Bruda.“ / Christoph Waltz (69), deutsch-österreichischer Schauspieler („Inglourious Basterds“, „Django Unchained“), Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin
Sonntag – Wieland Barthelmess (70), Kunsthistoriker und Galerist, führt in Berlin die Galerie Barthelmess & Wischnewski / Florian Graf (52), Politiker (CDU), bis 2020 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, jetzt Chef der Berliner Senatskanzlei und Staatssekretär für Medien und die Metropolregion / „‚Haselmann‘ wird 80! Zeit zum Feiern! Alles Gute für das neue Lebensjahr wünschen Dir Deine Freunde Renate und Jürgen.“ / „Hanne, welcome to the final quarter. Uferlose Gesundheit, grenzenlose Neugier und unendliche Lebenslust wünscht dir dein Captain“ / „Am 5. Oktober feiert Gisela Strobel, Ex-Verlegerin des Vistas-Medienfachverlages, ihren Geburtstag. Dazu herzlichen Glückwunsch von Dieter Weirich“ / „Mögen manche Uhren in Frohnau nicht immer die richtige Zeit anzeigen; doch unsere herzlichen Geburtstagsgrüße für Dich, liebe Gitti Walcebock, kommen aber so etwas von zeitig! Wir freuen uns auf Dein Neues Jahr und Dein Wohl anzustoßen und Dich hochleben zu lassen! Deine Trudi“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Caroline Nieke, verstorben am 14. September 2025, Richterin am Landgericht / Ulrich Preuss, * 16. November 1945, verstorben am 4. September 2025 / Prof. Harald Reichelt, * 8. April 1934, verstorben am 5. September 2025 / Helmut Spiegelberg, * 4. Februar 1934, verstorben am 31. August 2025 / Eva Stern, * 18. Juli 1931, verstorben am 12. September 2025
Stolperstein – Rosa Hepner, geb. Manheimer (*1863), war verheiratet mit Otto Hepner. Er besaß eine Brauerei, ob Rosa einen Beruf hatte, ist nicht bekannt. Das Ehepaar hatte drei Kinder: Gertrud, Paul und Felizia (Lizzi). Rosa wurde im August 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert, wo sie kurze Zeit später an Typhus erkrankte. Sie starb am 2. Oktober 1942 infolge der menschenunwürdigen Bedingungen im Lager, ihre beiden Töchter überlebten das Dritte Reich. An Rosa Hepner erinnert ein Stolperstein in der Sächsischen Straße 9 in Wilmersdorf.
Encore
Dass sich dutzende junge Menschen im James-Simon-Park in Mitte treffen, weckt ungute Erinnerungen (Stichwort Alkoholverbot). Am Sonntag gibt’s definitiv keinen Grund zu Sorge: Die Gen Z hat sich zum kollektiven „Pudding mit Gabel essen“ verabredet. Der skurrile TikTok-Trend begeistert aktuell Jugendliche deutschlandweit. Nun steht ein Berliner Pudding-Plenum an. Einfach so, aus Spaß an der Freude – aber auch, um Einsamkeit zu überwinden und einen Begegnungsraum zu schaffen, der für alle erschwinglich ist. Die Wahl der äußerst unpraktischen Gabel gehört dabei zum Konzept. Irgendwie skurril – und herrlich unschuldig.
Die Zutatenliste für diesen Checkpoint: Feine Recherchen und Texte von Valentin Petri, eine Prise Stadtleben von Antje Scherer und eine knackige Frühproduktion von Jaqueline Frank. Morgen feiern wir die Einheit, am Sonnabend meldet sich Jessica Gummersbach wie gewohnt mit dem Wochenrätsel. Genießen Sie den Feiertag und bis bald