Und Grütters selbst? Schwieg und fuhr am Abend nach Leipzig zur Buchmesse, als Bundeskulturministerin. Zurück ließ sie in Berlin die druckfrische Ausgabe der Parteizeitung „Berliner Rundschau“ - im Editorial wünscht sie „spannende und unterhaltsame Lektüre“. Die gibt’s allerdings jetzt anderswo, z.B. hier: Der Noch-Generalsekretär und Grütters-Vertraute Stefan Evers (der Wegner den Job des Generalsekretärs abnahm) gibt wegen der gekippten Machtverhältnisse den Kreisvorsitz von Charlottenburg-Wilmersdorf an MdB Klaus-Dieter Gröhler ab. Natürlich völlig freiwillig, um sich auf andere Aufgaben zu konzentrieren.
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VERKAUFT MAN MIT FERIENINSELN ’NE EXTRAPORTION POMMES?
Ja, dank Berlins größtem Gastgeber. Denn Veranstaltungen wie die global bedeutende Tourismusmesse ITB sorgen jährlich für insgesamt über 670 Mio. Euro zusätzliche Einnahmen für das Berliner Gastgewerbe. Was die Messe sonst noch für Berlin tut, erfährst du unter hostingtheworld.de
Schon klar, die neurotischen Reaktionen auf das Reizwort „Cannabis“ führen zur Kriminalisierung von Konsumenten und der Unterversorgung von Kranken, das muss nicht sein. Aber brauchte es dafür echt einen Landesbetrieb? „Die BerlHaschAöR sucht ab sofort mehrere Gärtner/innen, Entgeltgruppe 5-TVL, zur Versorgung der Öffentlichkeit mit THC-Grünpflanzen und der Grünen mit ÖD-Topjobs“, etwa so? Die Haltung der Opposition und auch der SPD lässt sich zusammenfassen mit „kommt nicht in die Tüte“. Aber wenn’s doch kommt, hätte ich eine Bitte: Es gibt ja auch immer mal wieder Lieferengpässe bei anderen Medikamenten. Ich suche die Wirkstoffe raus, und dann gründen wir noch so ein Landesamt, ok?
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Treffpunkt Alexanderplatz – Fotoarbeiten von Thomas Billhardt
Vom 27. Februar bis zum 30. März zeigt die Berliner Sparkasse in Kooperation mit der Galerie Camera Work eine Pop-Up-Ausstellung im Alexanderhaus. Zu sehen ist ein fast lückenloses Porträt des Alexanderplatzes vom renommierten Fotografen Thomas Billhardt. Der Eintritt ist frei.
Das Theater ums Monbijoutheater ist inzwischen selbst bühnenreif: Zwei verkrachte Freunde kämpfen mit Axt und Florett um den Betrieb der beliebten Spielstätte mit angeschlossenem Schankbetrieb. Oder ist’s ein beliebter Schankbetrieb mit angeschlossener Spielstätte? Geboten wird jedenfalls ein Intrigantenstadl, wie ihn nicht mal die CDU besser aufführt. Und mittendrin: Sven Diedrich, Bezirksverordneter der Linken, früher selbst Gastronom und ebenso früher mit beiden befreundet. Jetzt hilft er dem einen (David Regehr) gegen den anderen (Christian Schulz) – und das, wie es aussieht, erfolgreich.
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Erkenntnis als Fluch und Segen.
Wie viel Entscheidungsfreiheit können wir bewältigen?
Diskutieren Sie u.a. mit Gerd Gigerenzer am 26.3.2019 um 19.00 Uhr im Tagesspiegel-Haus.
Hier kostenfrei anmelden.
Eine Veranstaltung der Reihe
Max-Planck-Forum Spezial anlässlich 70 Jahre Grundgesetz – 70 Jahre Wissenschaftsfreiheit
Doch wie uneigennützig handelt Sven Diedrich? Vertragsunterlagen, die in der Politik kursieren und dem Checkpoint vorliegen, zeigen: Im Jahr 2012 übernahm Regehr für den in Not geratenen Diedrich eine Bürgschaft über 35.000 Euro. Diedrich sagte dazu gestern am späten Abend, er könne sich an Details nicht erinnern, meine aber, Regehr und Schulz hätten die Bürgschaft gemeinsam getragen. Doch das war den Unterlagen zufolge erst 2015 der Fall, als die Schuld gegenüber der Brauerei Radeberger in ein gemeinsames Unternehmen (Clärchens Ballhaus) überführt wurde. Diedrich will mit der Vergangenheit längst abgeschlossen haben, er sagt, es gehe ihm als Politiker vor allem darum, das Theater zu erhalten - auch mit angeschlossenem, aber nicht dominierendem Schankbetrieb. Die CDU hat für die heute BVV-Sitzung eine Aktuelle Stunde zum Thema beantragt.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Gestern im Bundeskabinett - das Protokoll vermerkt Heiterkeit, eine Kontaktanzeige aus der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ macht die Runde: „Attraktiver Bundesminister, alleinstehend, mittleren Alters, sucht zunächst intelligente, aufgeschlossene Brieffreundin mit Interesse für Politik…“ Sie können ja mal mitraten.
Nach der Checkpoint-Anmerkung, dass wegen der dramatisch steigenden Mietpreise die Stadt des Wandels bei den Umzügen zum Stillstand kommt, hat sich das Wohnungsportal ImmoScout24 für uns mal die Anfragen nach Umzugsunternehmen auf ihrer Website angeschaut, und siehe da: Die Zahlen steigen seit 2011 - zwar langsam, aber kontinuierlich (Marktausschnitt einer Plattform, nicht repräsentativ).
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Tickets gewinnen für »Babylon« in der Staatsoper
Nur noch zwei Mal steht Jörg Widmanns neueste, wirkungsmächtige Oper in der spektakulären Inszenierung von Andreas Kriegenburg auf dem Spielplan der Staatsoper Unter den Linden. Für die Vorstellung am 22. März verlosen wir 2x2 Karten (Teilnahme per Mail, Stichwort BABYLON)
Fotocredit: Arno Declair
Es folgt ein kleiner Video-Block:
Einen echten Gruselschocker (30 Sek) hat sich die SPD-Fraktion produzieren lassen (nein, es geht nicht um die Wiederwahl von Raed Saleh). In der Hauptrolle: das „Mietenmonster“ von der „Mietenmonster AG“, das den Leuten das Geld aus der Tasche saugt – solange, bis die SPD-Superwoman dem Monster einen Mietendeckel auf den Rüssel haut und das ganze Ding explodiert. Checkpoint-Empfehlung wegen explizierter Gewaltanwendung am guten Geschmack: FSK 65 (mindestens). Das Video ist hier zu sehen.
11 Sekunden länger als „Das Mietenmonster“ ist dieser kleine Clip hier über den Versuch der Briten, die EU zu verlassen. Ähnlich sieht allerdings auch der Versuch der BER-Gesellschafter aus, einen Flughafen zu eröffnen – aber schauen Sie selbst.
Was macht eigentlich die AfD? Mal sehen… ach ja, hier: In Mitte hat sie rechtlich durchgesetzt, dass sich die BVV nicht gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus, Extremismus, Homophobie, Diskriminierung und Intoleranz aussprechen darf …
… und in Neukölln verlas einer ihrer Verordneten gestern Abend fast 20 Minuten lang ein als Einspruch getarntes „interessantes Exposé“, nur um am Ende den Einspruch zurückzuziehen. Klang wie eine Bewerbungsrede als Hofnarr im Circus Halligalli.
Wie nennt es der Senat, wenn er uralte, aber gesunde Bäume absäbelt (z.B. gerade in Wittenau auf dem Gelände der ehemaligen Heilstätten)? Na klar, „Waldumwandlung“. Wenn das gleiche ein Privatier auf seinem Grundstück macht, heißt das „Kettensägenmassaker“ und kostet bis zu 50.000 Euro (pro Baum).
Dafür gibt’s jetzt aber auch einen amtlichen „Stadtgrün-Wettbewerb“ mit dem Motto „Bestäubend schön Berlin“. Und es dürfen sogar „alle mitmachen“ – danke, lieber Senat! Geht gleich los…
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einchecken. durchstarten. abheben.
Der Airfield Run startet am 14. April auf dem Tempelhofer Feld durch. Der Teamspirit schwebt über der Start- und Landebahn und in den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Das spezielle Airport-Feeling macht den ganz besonderen Reiz dieses Teamwettbewerbes aus. Jetzt anmelden unter www.airfield-run.de
In Falkensee gibt’s zum ersten Mal einen Christopher Street Day – und er hat dem Berliner CSD sogar etwas voraus. Was, können Sie im neusten Queerspiegel-Newsletter von meiner Kollegin Eva Tepest erfahren (zur kostenlosen Anmeldung geht’s hier).
Das schöne Wort „Mokibs“ (für modulare Kitabauten) müssen Sie sich erst mal nicht merken – weil der Senat für den Bau von 27 Kindertagesstätten mit 3300 Plätzen keine Firma findet, werden sie jetzt in „Nokibs“ umbenannt.
Die Nokibs – nein Quatsch, die Mokibs sind aber auch an den hohen Anforderungen gescheitert: In der Ausschreibung werden „mindestens drei abgeschlossene Referenzen in den letzten drei Jahren in Holz- bzw. Holz-Hybridbauweise“ sowie „ein Gesamtumsatz im Holz- bzw. Holz-Hybridbau von mindestens 15 Millionen Euro netto pro Jahr im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre“ gefordert – welche mittelständische Berliner Baufirma kann das bieten?
Derzeit sind offenbar alle Berliner Handwerker damit beschäftigt, einen Flughafen ans Netz zu bringen – falls doch noch Elektriker frei sind: Bitte melden, wir haben hier einen Newsroom zu verkabeln und können damit nicht warten bis zum Sankt Nimmerleinstag (auch bekannt als BER-Eröffnungstermin).
Hier noch ein Hinweis an den Honk, der bei Holmes Place am Gendarmenmarkt vor dem Spind Nr. 100 ein Paar Sportschuhe geklaut hat (Nike, rot, Größe 47): Das waren meine, und in der Sohle ist ein Tracker versteckt. Ich stelle fest: Du bist ein ziemlich lahmer Sack (und jetzt stell‘ die Dinger wieder zurück).
Die „Märkische Allgemeine“ macht heute auf mit „Brandenburgs erster Spargel“, dazu die Unterzeile: „Erntehelfer Adi Andreisan aus Rumänien hält auf Gut Herrenhölzer das frische Edelgemüse in der Hand.“ Den Adi sollten sich die Berliner Grünen schnappen, für die BerlHaschAöR (siehe oben).
Post vom Gorki-Theater: Das in der S-Bahn verschollene Polo-Shirt für die heutige Uraufführung von „Granma“ ist trotz Fahndung nicht aufgetaucht – die Kostümabteilung hat schnell ein neues genäht (zu besichtigen hier).
Aus unserer gesunden Lebensmittelreihe „Getretener Quark wird breit, nicht stark“ noch eine Meldung aus der „taz“: „Forscher*innen beschallen Milchprodukte“ – na sowas. Und siehe da: Wenn ein Emmentaler die „Zauberflöte“ hört, schmeckt er mild, Hiphop macht ihn fruchtig. Was läuft eigentlich gerade bei der CDU, und mit welcher Wirkung?
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Die Gefahr, mit seinem Coffee-to-go-Humpen von einem heranbretternden LKW erfasst zu werden, während man bei Nieselregen in einem Parklet sitzt, besteht nach wie vor.“
Bergmannstraßen-Anwohner und „Berliner Zeitung“-Kollege Marcus Weingärtner ist nicht glücklich mit den Veränderungen in seinem Kreuzberger Kiez – weder mit den wirtschaftlich-organischen, noch mit den pädagogisch-politischen.
Tweet des Tages
Blitzblauer Himmel über Berlin, die Sonne wärmt. Mir sind bis jetzt nur freundliche und gutgelaunte Menschen begegnet. Bin geneigt, einen Zusammenhang zu erkennen. #Frühling
Stadtleben
Essen in der Kiezkantine ist schicker, als es klingt. Frische Blumen stehen in dem kleinen Restaurant in der Oderberger Straße 50 auf den großen Holztischen, die zur Mittagszeit immer gut besetzt sind. Auf der wöchentlich wechselnden Karte stehen zwischen 12 und 16 Uhr täglich drei frisch gekochte Gerichte für kleines Geld zur Auswahl. So könnte man sich heute Mittag an dem Schweinekrustenbraten mit Apfel-Majoran-Sauce mit Petersilienkartoffeln erfreuen, oder morgen Blumenkohl mit Sauce Hollandaise und Salzkartoffeln genießen (beides 5,90 Euro). Der kleine Betrieb ist übrigens der gemeinnützigen Gesellschaft „Pinel" zu verdanken, die u.a. Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit psychischer Erkrankung schaffen, um sie in produktiv in Alltagsprozesse zu integrieren. U-Bhf Eberswalder Straße
Trinken in der szenigen Bar Fitcher’s Vogel, die Industriecharme in der Warschauer Straße 26 aufkommen lässt. Gut besucht und im Kiez beliebt ist die Kneipe mit ihren hohen unverputzten Wänden und den dunklen Dielen. Bei genauerem Nachfragen sind es aber nicht bloß die gemütlichen Sofaecken, vor allem das Hausbier und der Kicker zieht die Barbesucher häufig zurück ins Fitcher’s. „Ist man erst gewöhnt, auf dergleichen zu achten, so begegnet es doch häufiger, als man sonst glaubt“, sagten einst die Brüder Grimm, die mit ihrem Märchen „Fitchers Vogel“ wohl Namensgeber der Bar waren. Tägl. 18-3 Uhr, S/ U-Bhf Warschauer Straße
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Zwei Essen bestellen - nur eines bezahlen
Das Tagesspiegel Restaurant-Scheckheft 2019 lädt Sie ein, Berlin von seiner kulinarischen Seite kennen zu lernen. Vom Insidertipp bis zum Feinschmeckerlokal: Mit den Gutscheinen können Sie jeweils zwei Hauptgerichte bestellen – und zahlen nur eines!
Berlinbesuch in der Hauptstadt – das bedeutet eine große Auswahl: Sightseeing, Museumsbesuch, historischer Rundgang, verrücktes Nachtleben. Am Abend ist man von den vielen Impressionen total fertig, aber anstatt wieder heimzufahren, könnte man doch einfach über Nacht bleiben. Außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten hat Berlin allemal zu bieten. Im Ostel Hostel macht man eine Zeitreise zurück in das Ost-Berlin der 70er und 80er Jahre und erwacht im quietschbunten DDR-Design. Für kunstaffine Stadtnomaden ist das Arte Luise Kunsthotel in Mitte bekannt, in dessen Zimmern sich über 50 Künstler ausgetobt und jedes Zimmer zum Unikat gemacht haben. Im modernen nhow, das gleich an der Spree gelegen ist, kann man sich per Room-Service Gitarren und Verstärker aufs Zimmer kommen lassen. Und im trendigen 25 Hours Bikini Hotel in Charlottenburg mit Blick auf die Zootiere in den Tag starten.
Geschenk Im Salzig hängt die Berliner Straßenkunst bis an die Decke. Kaum ein weißes Fleckchen Wand schimmert durch die unzähligen Bilder, Sticker und die gerahmten Postkarten. Als „Urban-Art-Gallery“ würden die Gründerbrüder Michael und Stephan Landschütz ihren Laden in Friedrichshain beschreiben, der Kunst von aktiven Streetart-Künstlern aus Berlin und der ganzen Welt vertreibt. Eine Wand ist allerdings für die bunten „Sporthocker“ reserviert, einer Kombination aus Sportgerät und Möbelstück. Warum Sportgerät? Die Brüder haben mit den Sitzmöbeln die Sportart „Hockern“ kreiert. Sehen Sie selbst in der Kopernikusstraße 25 (S-/ U-Bhf Warschauer Straße). Mo-Sa 11-19 Uhr,
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Last-Minute-Buchvorstellung Die Geschichte Berlins ist jeher eine seiner Einwanderer. Jede Biografie ist einzigartig und möchte erzählt und gehört werden. Der Kunst- und Wissenschaftshistoriker Tobias Allers hat sich in seinem Buch zur Aufgabe gemacht, die Migrationsgeschichte Berlins vom Mittelalter bis zur heutigen Zeit zu beleuchten. Warum musste die alte Heimat verlassen werden? Wie wurden man in Berlin aufgenommen? Wie gelang das Leben in der neuen Heimat? Die Antworten dazu hat Allers in seinem Buch „Neuberliner“ aufgeschrieben, das er heute um 18 Uhr im Café des Märkischen Museums vorstellen möchte. Der Eintritt ist frei. Am Köllnischen Park 5, U-Bhf Märkisches Museum
Last-Minute-Tipp ist eigentlich ein Dreiteiler, der heute und morgen startet (Zyklus des Werdens), im Juni seinen Lauf nimmt (Zyklus des Seins) und im September enden soll (Zyklus des Vergehens und Neugestaltens). In der experimentellen Kreation „Cells, Sounds & breeding Souls“ trifft Musik auf Bio-Art – eine Kunstform, die sich mit der Beobachtung und Inszenierung lebendiger Prozesse und Materialien beschäftigt, um Überschneidungen zwischen Musik und künstlerisch-wissenschaftlicher Arbeit aufzuzeigen. Die Performances starten heute und morgen jeweils um 20.30 Uhr im „ausland“ in der Lychener Straße 60 (S-Bhf Prenzlauer Allee). Tickets kosten 10 Euro. Das ganze Programm gibt‘s hier.
Noch hingehen zu „Operation Heimkehr" im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr am Flugplatz Gatow 33. Die Sonderausstellung zeigt bis Ende März Porträts in Wort und Bild von Bundeswehrsoldaten nach einem Auslandseinsatz. Die Porträtierten erzählen, wie der Einsatz sie geprägt hat, vom Tod und dem Töten und von zu wenig gesellschaftlichem Rückhalt. Der Eintritt ist frei. Di-So 10-18 Uhr, Bushaltestelle Seekorso (via Jana Weiss)
Mit diesen Stadtleben-Tipps wünscht Ihnen Carina Kaiser einen wundervollen Tag!
Prominent verraten
Auf der John-F.-Kennedy-Schule in Steglitz-Zehlendorf ging der gesuchte Berliner 14 Jahre lang ein und aus. Vielleicht kam ihm ja dort die Strophe „Din-Daa-Daa“ in den Sinn, die ihn später berühmt machte.
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt? Senden Sie uns bis Donnerstag eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de mit dem richtigen Namen und gewinnen Sie zwei "Checkpott"-Kaffeetassen. Die Auflösung kommt immer freitags - mit einem Selfie. Alle bisherigen Fotos und Hinweise finden Sie hier.
Berlin heute
Verkehr Im Tunnel Alt-Friedrichsfelde (Friedrichsfelde) ist von 10 bis 18 Uhr stadteinwärts die rechte Spur gesperrt. Die Spandauer Straße (Mitte) ist bis Ende April Richtung Karl-Liebknecht-Straße zwischen Grunerstraße und Rathausstraße auf eine Fahrbahn verengt. Auf der Yorckstraße in Kreuzberg auf Höhe Möckernbrücke ist bis Mitte Juli nur eine Spur frei. Wegen einer Menschenkette könnte die Kreuzung Adalbertstraße/ Oranienstraße (Kreuzberg) gegen Mittag gesperrt werden und eine Demonstration läuft von der Axel-Springer-Straße zum Potsdamer Platz - mehr dazu in den Demonstrationen. Um 16 Uhr treffen die Füchse Berlin auf „Frisch auf! Göppingen", weshalb es um die Max-Schmeling-Halle (Prenzlauer Berg) etwas weniger frisch zugeht - betroffen sind die Schönhauser Allee, Gleimstraße und Eberswalder Straße. In der Mercedes-Benz Arena (Friedrichshain) fliegen am Abend die Pfeile: Wegen der „Unibet Premier League Darts" staut es sich rund um die Mühlenstraße, Warschauer Straße, Oberbaumbrücke und Stralauer Allee. Die U2 ist bis Montag (Betriebsbeginn) zwischen Theodor-Heuss-Platz und Ruhleben unterbrochen - es fahren Ersatzbusse.
Demonstration In Kreuzberg soll unter dem Motto „XHain5vor12" von der Adalbertstraße 32 bis zum Kottbusser Tor eine Menschenkette gebildet werden - der Kotti e.V. erwartet von 11.50 bis 12.10 Uhr ca. 400 Teilnehmer. Die „German Toilet Organization" zieht mit ca. 60 Personen unter dem Motto „Wasser ist alle, Wasser für alle, niemanden zurücklassen" von 9 bis 11 Uhr von der Axel-Springer-Straße 40/41 (Kreuzberg) über die Zimmerstraße, Wilhelmstraße und Leipziger Straße zum Potsdamer Platz.
Gericht Ein 69-jähriger Autofahrer muss sich wegen fahrlässiger Tötung einer 88 Jahre alten Fußgängerin verantworten. Er soll die Frau beim Linksabbiegen aus Unachtsamkeit erfasst haben (10.30 Uhr, Kirchstraße 6, Saal 2115).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag - Anna Adam (56), Malerin / Marina Bertrand, "Liebe Mine, zum runden Geburtstag wünschen wir Dir nur das Beste und viel Gesundheit – Deine Grazien!" / Entchen (45), "liebste Grüße und Küsse von Miriam" / Manfred Erhardt (80), ehem. CDU-Wissenschaftssenator (1991-1996) / Klaus Lederer (45), Kultursenator (Linke) / Philipp David Lengsfeld (47), ehem. für die CDU im Bundestag (2013-2017) / "Herzliche Glückwünsche an Hedi Mönig, die von Speyer bis Berlin die Leute gut aussehen lässt – von Deinen Berliner Fans Karin und Monika" / Fritz Pleitgen (81), Ost-Berlin-Korrespondent (1977-1982) / Oliver Rohrbeck (54), Hörspielsprecher / Ben Wagin (89), Aktionskünstler
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben - Werner Affeldt, * 8. September 1928 / Hans-Joachim Bohnstedt, * 1. Juli 1943 / Christiane Heveling / Heike Hierholzer, * 17. Juni 1963, Rechtsanwältin / Barbara Meister, 21. Mai 1945, Ärztin / Claus Müller-Matthies
Stolperstein - Leopold Jacubowitz (Jhg. 1872) lebte bis zu seinem erzwungenen Umzug in eine „Judenwohnung“ gemeinsam mit seiner Frau Käthe in der Friedbergstraße 47 in Charlottenburg. Die beiden wurden im Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo Leopold Jacubowitz heute vor 75 Jahren ermordet wurde.
Im Tagesspiegel
Über "die da oben" meckert sie nicht. Lieber packt Charlotte Mende an - als Chefin der Jusos in Berlin-Neukölln. Lesen Sie das Porträt von Armin Lehmann heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Wolfgang Neldner, Chef von „Berlin Energie“ (übernimmt bald das Netz von Vattenfall), rechnet mit dem Schlimmsten – er bunkert Kerzen, Batterien und Wasser für den nächsten Stromausfall. „Wie lange reicht das?“, wollte die „Berliner Zeitung“ von ihm wissen. Seine wenig vertrauenserweckende Antwort: „Eine Woche mindestens, eher mehr. Viel mehr.“
Also, ich bin dann mal weg – Vorräte kaufen (Kaffee, Bier, Erdnüsse, für eine Woche mindestens, eher mehr, viel mehr). Ich wünsche Ihnen einen energiereichen Tag ohne Ausfälle, Unfälle und Umfälle – morgen früh geht’s hier weiter. Bis dann,