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Seltsame Aufträge an der FanmeileStadtmöbel von der Friedrichstraße wieder daDie besten Badestellen

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Eine weitere seltsame Auftragsvergabe zur Fußball-EM erbost nach Checkpoint-Informationen die großen Berliner Security-Unternehmen – so soll die riesige Fanmeile trotz der hohen Risikolage von einem kleineren Unternehmen geschützt werden, das u.a. Hostessendienste anbietet, „Einkaufserlebnisse optimieren“ möchte und als Referenz den Schutz der „Botanischen Nächte“ anführt.

In mehreren Mails an die Innenverwaltung, die Kulturverwaltung und den Regierenden Bürgermeister weisen die etablierten Sicherheitsunternehmen zudem auf personelle Auffälligkeiten und organisatorische Ungereimtheitenbei der Vergabe dieser Sicherheitsleistungen über eine zuvor engagierte Eventagentur hin.

Die politische Verantwortung schieben sich in ihren Antworten die Senatsverwaltungen für Kultur und Inneres gegenseitig zu – beide erklären sich für unzuständig. Innensenatorin Spranger verweist darauf, dass die „Kulturprojekte GmbH“ im Landesauftrag für alle größeren Projekte wie die Fanmeile das gesamte Management übernommen habe. Laut Senatsbeschluss Nr. S-3462-2020 vom 21.7.2020 werden allerdings „die gesamtstädtischen (Veranstalter-)Aufgaben“ über eine Projektgruppe zentral „aus der Senatsverwaltung für Inneres und Sport heraus gesteuert“.

In einer langen, streckenweise pathetisch wirkenden Mail mit dem Betreff „Gemeinsam für Vivantes“ (liegt dem Checkpoint vor) bereitet die Geschäftsführung die Beschäftigten auf drastische Sparmaßnahmen vor. Vivantes stehe vor „existenziellen Herausforderungen“, es müsse „jeder Stein umgedreht“ und „jedes Szenario durchdacht“ werden.