kalt ist es geworden, mit erhöhter Sturzgefahr, insbesondere in Nebenstraßen und für Führungskräfte der Berliner SPD. Nachdem vor zwei Wochen der Landesvorsitzende Martin Hikel angesichts einer 69-Prozent-Watschn verkündet hatte, nicht wieder als Neuköllner Bezirksbürgermeister zu kandidieren, unterlag Co-Chefin Nicola Böcker-Giannini am Sonnabend bei der Listenaufstellung für die Berlin-Wahl 2026 in Reinickendorf Laurence Stroedter, der Tochter des Ex-Kreischefs und Lebenspartners der Innensenatorin. Daraufhin kündigten die beiden SPD-Vorsitzenden am Sonntag im Landesvorstand ihren Rückzug zum Monatsende an. Neuer Vorsitzender will und soll Spitzenkandidat Steffen Krach werden.
Der hat sich zehn Monate vor dem Wahltermin bereits in den Angriffsmodus versetzt, was ihn übrigens vom Amtsinhaber unterscheidet. „Ich vermisse beim Regierenden einen leidenschaftlichen Chefeinsatz für Olympia und verstehe sein Hin und Her bei der Expo-Initiative auch nicht“, sagte er dem Tagesspiegel. „Dieses Herumwegnern schadet Berlin gleich doppelt.“ Zuvor hatte Krach sich die Verkehrssenatorin vorgeknöpft: „Am Montag zieht sie einen drei Jahre alten Plan aus der Schublade, um die Friedrichstraße teilzubegrünen, allerdings ohne Finanzierung und Zeitplan, und am Mittwoch will sie die Torstraße als vierspurige Autobahn durch Berlins Mitte zementieren. Das eine ist unseriös und das andere schlicht gefährlich.“
Was im wochenendlichen SPD-Krach etwas unterging: Die Grünen haben auf einem Parteitag am Samstag mit 82 Prozent Zustimmung ihr Spitzenduo aus Werner Graf und Bettina Jarasch ins Rennen ums Rote Rathaus geschickt. Die wollen mit der Fortsetzung der Verkehrswende (es dürfen statt Poller auch Blumenkübel sein), einem Moratorium für Büroneubauten und klarem Fokus auf die Expo statt Olympia punkten. Was ihnen noch fehlt, ist ein Aufstiegsplan aus der 16-Prozent-Senke, in der sich nicht nur ihr aktueller Umfragewert befindet, sondern auch der Bekanntheitsgrad von Spitzenmann Graf.
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Das Chaos rund ums Ende der verlängerten Stadtautobahn ist nicht nur lästig, sondern auch gefährlich. Im ersten Monat nach der A100-Freigabe (vom 27.8. bis 26.9.) krachte es zwischen der Anschlussstelle am Treptower Park und der Elsenbrücke 31 Mal, also praktisch jeden Tag, wie die Polizei auf CP-Anfrage mitteilt. In demselben Zeitraum des Vorjahres waren es 13 Unfälle und im letzten Monat vor der A100-Freigabe (vom 27.7. bis 26.8.) nur zehn. Auch die Zahl der bei Unfällen dort Verletzten stieg: Vor einem Jahr war es einer, im Monat vor der Autobahneröffnung waren es zwei und im Monat danach fünf Menschen, die leicht verletzt wurden. Je einer war zu Fuß, mit dem Fahrrad, per E-Scooter, im Auto sowie per Moped oder Motorrad unterwegs.
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Im aktuellen Amtsblatt ist die Begründung der neuen Umwandlungsverordnung (betrifft die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen) veröffentlicht. Neun Seiten Verwaltungsdeutsch, in denen aber Zahlen stecken, die das Ausmaß des Berliner Wohnungsmarktdramas illustrieren. So sind die Angebotsmieten in den vergangenen zehn Jahren bundesweit um 50 Prozent gestiegen (von 7,30 auf 10,92 Euro pro m2 nettokalt), aber in Berlin um 97 Prozent (von 8,65 auf 16,97 Euro), sodass sie nun mehr als 52 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegen. Die Bevölkerung wuchs seit 2015 um 342.000 Personen. Das entspricht rund 180.000 Haushalten, für die aber nur 157.000 neue Wohnungen entstanden, davon 20.000 durch Um- und Ausbauten in Bestandsgebäuden.
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Ungefähr seit Albrecht dem Bären versammelten sich alljährlich im November die Führungskräfte von Umweltverwaltung und Berliner Forsten mit Journalisten ums Lagerfeuer. Die in wechselnden Revierförstereien mit viel Liebe organisierte „Sauvesper“ war ein gemütliches Beisammensein zu ungemütlicher Jahreszeit, an das man sich dank der verräucherten Klamotten noch Tage später gern erinnerte. Über die Jahre nahmen immer mehr Menschen aus Politik, Verwaltung und von Verbänden teil. Unter den grünen Senatorinnen Regine Günther und Bettina Jarasch wurde das Event mit Rücksicht auf die (trotzdem zur Strecke gebrachte) Sau in „Herbstvesper“ umbenannt, unter Manja Schreiner (CDU) rückbenannt – und unter Ute Bonde in diesem Jahr abgeblasen. Es hatte wohl Kostengründe. Sauteuer isch over.
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Ein provisorischer Bahnsteig samt Stationsschild „Potsdam Griebnitzsee“, eine Uhr auf um sieben, auf einem Drahtgittersitz ein Blumenstrauß, im Hintergrund eine blitzblanke historische S-Bahn. Vor dieser Kulisse in der Halle der Werkstatt Schöneweide hat sich die S-Bahn am Freitag von ihrem mit 58 Jahren gestorbenen Chef Peter Buchner verabschiedet, der jeden Morgen um diese Zeit zur Arbeit fuhr – in Anwesenheit vieler Kollegen und Freunde (was sich bei Buchner oft überschnitt) sowie Landespolitiker, einschließlich dem Regierenden Bürgermeister.
Reden und Gespräche ließen ahnen, dass Buchner fachlich schwer und menschlich nicht zu ersetzen ist. Um 18 Uhr haben viele Lokführer ihn mit einem Hupsignal als letzten Gruß verabschiedet. Eine Spendenaktion für die Deutsche Krebshilfe in Gedenken an Buchner hat am Sonntagabend die Marke von 10.000 Euro überschritten.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Der olympische Gedanke ist für die Mehrheit der Berliner:innen kein schöner: Laut einer repräsentativen Umfrage sind rund zwei Drittel gegen eine Bewerbung für Sommerspiele. In Kombination mit dem angekündigten „NOlympia“-Volksbegehren (dessen Volksentscheid erst nach dem Entscheidungstermin des Deutschen Olympischen Sportbundes stattfinden würde) bedeutet das denkbar ungünstige Bedingungen für Berlins Bewerbung. Die Frage, ob Berlin sich um eine Expo bemühen sollte, ergibt ein deutlich anderes Meinungsbild.
Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen will die BVG in ihren Straßenbahnen und Bussen morgen 20.000 Flyer mit mehrsprachigen Hilfsangeboten aushängen. Gemeinsam mit den bezirklichen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten wollen Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) und der Verkehrsbetrieb die Aufmerksamkeit für das Thema erhöhen: „Wegschauen ist keine Option“, sagt Kiziltepe und kündigt an, dass die Umsetzung der Istanbul-Konvention gegen geschlechtsspezifische Gewalt künftig von einem Lenkungsgremium begleitet werden soll, dem auch Betroffene angehören.
„Das Bibbern hat ein Ende“, teilt die Linksfraktion mit. Nehmen Sie heute früh beim Losgehen nicht zu ernst (Sie wissen ja: Nachts ist es kälter als draußen.). Aber wenn Sie nächstes Jahr ins Sommerbad gehen, soll die Zitterpartie vorbei sein: Die Linken schreiben es sich auf die rote Fahne, dass im parlamentarischen Sportausschuss am Freitag angekündigt wurde, das Wasser im nächsten Jahr wieder auf 22 Grad zu heizen, statt seine Temperatur den Launen des Wetters zu überlassen. Und jetzt alle: „Pack die Thermohose ein …“
Wenn irgendwo an-, um- oder abgebaut wird, ist die Euphorie im Kiez oft eher so lala. Was maßgeblich daran liegt, dass Anwohner sich überrumpelt fühlen, konstatiert Kristian Ronneburg (Linke), der deshalb den Senat gefragt hat, wo und wie die Bezirke ihre Vorhaben veröffentlichen. Die lange Antwort kurz zusammengefasst: Abgesehen von eigenen Informationsseiten und Broschüren landet (theoretisch) alles auf der Plattform mein.berlin.de, auf deren „Kiezradar“ sich auch Benachrichtigungen aktivieren lassen. Praktisch sind viele Informationen in dem Portal nicht taufrisch. Aber wer kann das schon von sich behaupten?
Aus der Rubrik „Störung im Stadtbild“: Vor allem in der City, aber keineswegs nur dort fällt die Vermehrung der teils halsbrecherisch schnell radelnden Essenslieferanten auf. „Die sind alle illegal“, sagt der Unfallforscher Siegfried Brockmann über die rasenden Elektroräder und fordert die Polizei zum Eingreifen auf. Die kann zu dem Thema allerdings wenig beisteuern, obwohl es immerhin um Straftaten gehen dürfte.
Vielleicht wird es ja nächstes Jahr besser: Das Ordnungsamt Pankow will einen Verkehrsüberwachungsdienst etablieren, damit im Berliner Nordosten künftig ein bisschen weniger Wildwest herrscht. In (wenigen) anderen Bezirken gibt’s das schon.
Ende 2024 haben Bewohner von Karlshorst per Online-Petition eine Taktverdichtung für die überlastete Tram 21 gefordert. Jetzt hat die BVG reagiert – und die Linie teilweise eingestellt. Seit dem Wochenende fahren keine Züge mehr zwischen Friedrichshain und Rummelsburg, weil die Gleise irreparabel verschlissen sind und die seit Jahrzehnten geplante Ersatzstrecke am Ostkreuz nicht vorankommt. Der Fahrgastverband spricht von einer „Bankrotterklärung der Verkehrspolitik dieses Berliner Senats“ und fordert die provisorische Instandsetzung der Gleise.
Wegen einer Störung im Heizkraftwerk Lichterfelde sind am Sonntag Heizung und Warmwasserversorgung in zehntausenden Haushalten im Berliner Südwesten ausgefallen. Die gute Nachricht: Am Abend kam die Wärme wieder. Die schlechte: In Teilen von Mitte und Moabit wird laut „B.Z.“ die Wärmeversorgung heute von 9 bis 14 Uhr unterbrochen, weil nach einem Rohrschaden vom Freitag noch Reparaturarbeiten anstehen.
Von drauß’ vom Walde her rollte samstagfrüh ein schilfgrüner Unimog der Berliner Forsten mit Baggerschaufel und leerem Anhänger in die tiefgefrorene Berliner City. Vor dem Abgeordnetenhaus lud er die tags zuvor beim Aufbäumen kollabierte Weihnachtsfichte auf und dieselte waldwärts von dannen. Die Parlamentsverwaltung ficht das Malheur nicht an: Schon am Donnerstag soll Ersatz erstrahlen.
Wichtige Mitteilung für Przemyslaw F. (via Amtsblatt): „Sie werden darum gebeten, sich Ihr Bargeld, welches aufgefunden wurde, auf dem Polizeiabschnitt 44 abzuholen. Zur Abholung benötigen Sie ein gültiges Ausweisdokument. Vier Wochen nach Veröffentlichung gilt das Schreiben als zugestellt. Nach zwei weiteren Wochen wird das Geld anderweitig verwertet.“
Zitat
„Ich glaube, dass wir in 20 Jahren entsetzt sein werden, wie wir zum Teil heute gebaut haben. Die Lernkurve verläuft langsamer, als wir uns das wünschen.“
Lioba Lissner, die erste Vorsitzende des Landesberufsverbands Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla) Berlin-Brandenburg. Im Tagesspiegel-Interview erklärt sie, warum wir mehr ausprobieren sollten, warum die Verkehrswende mit dem bisherigen Ansatz scheitert und warum Frauen der Stadtplanung guttun.
Stadtleben
Verlosung – „Autos raus aus der Innenstadt?“ Ist eine provokante Frage, die am 27. November, um 19 Uhr im Heimathafen Neukölln sogar auf der Bühne debattiert wird. Bei einer erneuten Ausgabe des beliebten Reporter Slams, slammen dazu zunächst zwei Reporter, dann zwei Experten. Das Publikum entscheidet am Ende, wer die besseren Argumente hatte. Erstmals findet die Veranstaltung in Kooperation mit der ZEIT Stiftung Bucerius und Holtzbrinck Berlin statt. Es gibt noch Tickets, außerdem verlosen wir 1x2 Plätze auf der Gästeliste. Karl-Marx-Straße 141, U-Bhf. Karl-Marx-Straße
Essen & Trinken – Um einen Geheimtipp handelt es sich bei folgendem bestimmt nicht, warum aber nicht mal wieder einen echten Klassiker in Erinnerung rufen? Seit 1972 ist El Borriquito die Adresse für spanische Tradition. Bis früh in die Morgenstunden bekommt man hier Tapas und Paellas, frischen Fisch und Muscheln und dazu eine annehmbare Auswahl an Weinen zu regelmäßiger Live-Musik mit Folklore-Charme. So bis Do 18-3, Fr & Sa 18-5 Uhr, Wielandstraße 6, S-Bhf. Savignyplatz
Noch hingehen – Noch bis 30. November 2025 findet die Restaurant Week erstmals auch in Deutschland statt: Mehr als 40 handverlesene Spitzenrestaurants öffnen bis dahin ihre Türen mit einem speziellen Programm. Das Prinzip ist dabei relativ einfach: drei Gänge, ein Preis, ein Erlebnis. Vorspeise, Hauptgang und Dessert werden von den besten Köchinnen und Köchen der Stadt sorgfältig zusammengestellt und können optional von einem Cocktail oder Mocktail begleitet werden. Online können Gäste Restaurant, Menü, Datum und Uhrzeit auswählen. Jeder Besuch ist auf 90 Minuten ausgelegt. Wir verlosen 2x2 Gutscheincodes für ein beliebiges teilnehmendes Restaurant. Teilnahme via Checkpoint-Postfach.
Berlinbesuch – „Für immer Bärbel“ ist sowohl Veranstaltungsreihe als auch Podcast und es geht um Bücher. In der vierten Ausgabe kommen die Bestsellerautorin Isabel Bogdan aus Hamburg mit ihrem aktuellen Roman „Wohnverwandschaften“ sowie Markus Pfeiffer, Schauspieler und Synchronsprecher, mit seiner Hausbesetzer-Novelle „Springweg brennt“. Los geht es um 19.30 Uhr in der Bademeister Bar. Der Eintritt ist frei. Bizetstraße 143, Bus- und Tramstation Weißer See
Grübelstoff – „Och nööö“, oder: „wie schön, dass es das noch gibt“ – was geht Ihnen beim ersten Schnee im Jahr durch den Kopf?
Kiekste
Leser Uwe Netz startete mit dieser frostigen und sonnigen Aussicht aus seinem Küchenfenster in Gropiusstadt in den Morgen. Senden auch Sie Ihre Berlin-Fotos gerne an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Bornholmer Straße (Prenzlauer Berg): Im Bereich der Kreuzung Malmöer Straße/Björnsonstraße ist das Linksabbiegen untersagt und die Björnsonstraße ist in beiden Richtungen voll gesperrt.
Lückstraße (Rummelsburg): Ab 7 Uhr bis Freitag ist zwischen Nöldnerstraße und Giselastraße die Fahrbahn für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Prellerweg (Schöneberg): An der Kreuzung Grazer Damm/Munsterdamm sind in der Zeit von 8 bis 17 Uhr in Richtung Tempelhof zwei Fahrstreifen gesperrt.
Lynarstraße (Wedding): Ab dem Morgen ist die Straße in beiden Richtungen zwischen Müllerstraße und Wildenowstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Nahverkehr – S3 und S9: In der Zeit von 22 bis 1.30 Uhr besteht zwischen Westkreuz und Spandau S-Bahnverkehr nur im 20-Minutentakt mit der S3.
S41, S42 und S46: Bis Donnerstag, jeweils zwischen 22 und 1.30 Uhr, fahren die Linien zwischen Halensee und Westend nur im 20-Minutentakt mit der S41/S42.
Regionalverkehr – RE5: In der Zeit von 21 bis 23 Uhr fallen die Züge (RE 3519, 3520, 4367 und 4368) dieser Linie zwischen Berlin Gesundbrunnen und Berlin Hbf aus.
RB22: In der Zeit von 22 bis 5 Uhr werden die Züge (RB 18136, 18137, 18138, 18139, 18100 und 18101) über Schönefeld (bei Berlin) (zusätzlicher Halt) umgeleitet. Der Halt in Flughafen BER entfällt. Als Ersatz nutzen Sie von/zu dem ausfallenden Halt bitte alternative Verbindungen.
Wasserstraßen – Charlottenburger Verbindungskanal (CVK): Der Kanal wird bis 19. Dezember 2025, jeweils Montag bis Freitag in der Zeit von 6 bis 14 Uhr, für den gesamten Schiffsverkehr gesperrt.
Demonstration – Für heute sind 19 Demos angemeldet (Stand 21.11., 12 Uhr), u.a. „Versammlung für Menschlichkeit, Demokratie und Gerechtigkeit in Bangladesch“: 80 Menschen, Werderscher Markt 1 (13-15 Uhr)
„Petitionsübergabe: Keine Eigenbedarfskündigung für Menschen ab 65 Jahren!“: 30 Menschen, „Recht auf Stadt. Köln“, Anton-Wilhelm-Amo-Straße 37 (14-16 Uhr)
„Start des neuen Hebammenhilfevertrags und die Folgen einer Unterversorgung mit Hebammenhilfe in Deutschland“: 40 Teilnehmende, Reinhardtstraße 28 (15-17 Uhr)
„Neuauszählung jetzt! Versammlung zur unverzüglichen Beschlussfassung im Wahlprüfungsausschuss des Bundestages (...)“: 100 Personen, „BSW LV Berlin“, Platz der Republik 1 (18-19 Uhr)
„Tag gegen Gewalt an Frauen, gegen ihre Kriege, Frauen in die Offensive, Vorabenddemo“: 500 Demonstrierende, ab Frankfurter Tor über Frankfurter Allee, Mainzer Straße, Boxhagener Straße, Krossener Straße, Boxhagener Straße, Sonntagsstraße bis Ostkreuz (18-21.30 Uhr)
Gericht – Ein Autofahrer muss sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Der 25-Jährige soll beim Rangieren mit einem Kleintransporter wegen unzureichender Sicherheitsvorkehrungen nicht erkannt haben, dass sich hinter dem Wagen ein Fußgänger befand. Der 74-Jährige wurde überrollt. Er starb kurz nach dem Unfall in Berlin-Oberschöneweide in einem Krankenhaus (9.00 Uhr, Amtsgericht Tiergarten, Kirchstraße 6, Saal K2105).
Universität – Emad Alali vom Institut für Islamwissenschaft der Freie Universität Berlin hält heute um 16 Uhr den Vortrag „Der politische Übergang in Syrien nach dem Fall des Assad-Regimes“. Hörsaal 1a, Habelschwerdter Allee 45, U-Bhf. Dahlem Dorf
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Bettina König (47), Politikerin (SPD), seit 2016 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses sowie stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion / „Heute gratulieren wir unserer Freundin Barbara M.-B. und wünschen ihr Gesundheit und weiter viel Kraft, Deine Freunde Dagmar und Christoph“ / Ludger Pesch (67), Pädagoge, seit Dezember 2023 Vorstandsmitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin / Ilja Richter (73), Schauspieler, Sänger und Fernsehmoderator, vor allem bekannt für die Moderation der Musiksendung „Disco“ in den 1970er Jahren / Esther Sedlaczek (40), Moderatorin und Sportjournalistin, moderiert u.a. seit 2021 die ARD-„Sportschau“ / Anja Tuckermann (64), Autorin und Journalistin, eins ihrer bekanntesten Bücher ist der Roman „Muscha. Ein Sinti-Kind im Dritten Reich“
Nachträglich: „Liebe Doro, zu deinem heutigen 65.+ die allerherzlichsten Glückwünsche! 🎂 Alles, was du dir selber erträumst, möge in Erfüllung gehen! Dazu gehören vor allem Gesundheit, Liebe und ausreichend Penunze, ohne das wären wir verloren. Eine wunderschöne Feier wünscht dir Annemie! 🌸“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Prof. Dr. Gisela Bock, * 28. Juli 1942, verstorben am 7. November 2025 / Prof. Gernot Nalbach, * 27. Oktober 1942, verstorben am 7. November 2025 / Dr. Rüdiger-Rolf Salloch-Vogel, * 5. November 1939, verstorben am 8. November 2025 / Reinhard Stawinski, 4. August 1949, verstorben am 16. November 2025 / Dr. Reiner Stemme, * 19. Dezember 1939, verstorben am 31. Oktober 2025 / Monika Rutenberg (geb. Schmidt), * 15. April 1945, verstorben am 1. November 2025 / Jürgen Wäldrich, * 20. Dezember 1947, verstorben am 10. November 2025
Stolperstein – Mahjub bin Adam Mohamed wurde 1904 als Sohn eines sudanesischen Söldners in der damaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika geboren. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs trat er als Kindersoldat in die Kompanie des Vaters ein. Ende 1929 zog er nach Berlin und arbeite bis 1941 in dreiundzwanzig Filmen als Statist und Schauspieler mit kleinen Sprechrollen. Im September 1941 wurde er von den Nazis in das KZ Sachsenhausen deportiert, wo er drei Jahre später, am 24. November 1944 wegen der unmenschlichen Haftbedingungen starb. Heute erinnert ein Stolperstein in der Brunnenstraße 193 in Mitte an Mahjub bin Adam Mohamed.
Encore
Unter dem Motto „Lesen, bis der Zug kommt“ präsentiert die Deutsche Bahn seit dem bundesweiten Vorlesetag am Freitag in Schaufenstern auf den Hauptbahnhöfen in Berlin und Cottbus ab sofort KI-gekürzte Versionen bedeutender literarischer Werke und großer Reden. Die Werke sind für unterschiedliche Wartezeiten von fünf bis 30 Minuten komprimiert. Zum Repertoire gehören beispielsweise Franz Kafkas „Verwandlung“, Virginia Woolfs „A Room of One’s Own“ sowie Charlie Chaplins Rede aus „Der große Diktator“. Die legendäre Rede von Edmund Stoiber zum Transrapid („Wenn Sie … in zehn Minuten …“) ist leider nicht dabei.
Damit sich hier niemand langweilt, hat Tobias Langley-Hunt das Stadtleben für diesen Checkpoint geschrieben. Clara Kreuzberg ist als Frühproduzentin pünktlich abgefahren. Morgen begrüßt Sie hier das literarische Duett von Jessica Gummersbach und Lorenz Maroldt.
Kommen Sie gut in die Woche!

