heute vor 81 Jahren überfiel Deutschlands Wehrmacht die Sowjetunion; 27 Millionen Menschen wurden bis 1945 in diesem Krieg getötet. Sowohl für Russland als auch für die Ukraine ist der 22. Juni offiziell der „Tag der Erinnerung und der Trauer“ – doch in diesem Jahr trifft sie das Gedenken so getrennt wie nie zuvor.
Die Ereignisse der vergangenen Stunden:
+++ Der Wirtschaftsberater des ukrainischen Präsidenten, Alexander Rodnyansky, geht fest von einem Sieg seines Landes gegen den russischen Aggressor aus. „Wir können den Krieg gewinnen“, sagte er am Dienstagabend in der ARD-Sendung „Maischberger“.
+++ EU-Ratspräsident Charles Michel schlägt vor, die Ukraine und Moldau zu EU-Kandidaten zu machen. Zudem sei man bereit, auch Georgien den Kandidatenstatus zu verleihen.
+++ Im Streit um die Einschränkungen des Güterverkehrs in die russische Exklave Kaliningrad haben sich die USA schützend vor Litauen gestellt. Der Sprecher im US-Außenministerium, Ned Price, erklärte am Dienstag, Washington stehe zu seinen „Nato-Verbündeten“ und damit auch zu Litauen.
In den vergangenen Wochen haben wir an dieser Stelle immer wieder auf unsere Spendenaktion für die Opfer und Betroffenen des Krieges hingewiesen – gestern konnten wir in der Rotunde unseres Verlagshauses am Askanischen Platz den Projekten, die unser Tagesspiegel-Spendenverein „Menschen helfen!“ gemeinsam mit seinem Hauptkooperationspartner „Bündnis Entwicklung Hilft“ unterstützt, das vorläufige Ergebnis mitteilen:
578.000 Euro sind zusammengekommen – nie zuvor in der 30-jährigen Geschichte unseres Spendenvereins war eine Aktion so erfolgreich. Im Namen aller Projekte, denen Sie mit Ihrer Spende helfen konnten, möchten wir uns bei Ihnen ganz herzlich bedanken!
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Zu den weiteren Meldungen aus Berlin:
Bei der Grundsteinlegung für das Luxuswohnprojekt „Tacheles“ vor drei Jahren sprach Klaus Wowereit:
„Veränderung muss sein. Berlin kann sich nicht einfach eine Käseglocke überstülpen.“
Mit anderen Worten: Was schon unter seiner Regentschaft beschlossen worden war, fand der Ex-Regiermeister auch Jahre später noch dufte – obwohl sich die Zeiten und die Preise längst verändert hatten. Heute ist dort, wo früher Künstler den wilden Ruf Berlins als „Arm, aber sexy“-Welthauptstadt mitbegründeten, ein 137-qm-Loft für 4,3 Millionen Euro zu haben („Ein Rahmen für größte Entfaltung“, wie der Makler meint). Das 68-qm-Apartment gibt’s dagegen schon für 1,1 Millionen – „Extravaganz, die berauscht“, lockt die Werbung hier.
Wer davon noch nicht benebelt ist (oder sich zwar hier keine Wohnung leisten kann, aber auf das extravagante Gefühl nicht verzichten mag), findet vielleicht am Tacheles-Raumspray „Oud / Joux“ Gefallen. „Pur, zart, kostbar“ soll es sein – hier können Sie schon mal lesen, was Sie da erwartet (Q: Website „Frau Tonis Parfum Berlin“):
„Für das avantgardistische Wohngebäude Joux auf dem von Herzog & de Meuron konzipierten Berliner Stadtquartier ‚Am Tacheles‘ hat Frau Tonis einen Raumduft kreiert, der eine sinnliche Verbindung mit der außergewöhnlichen Architektur des Gebäudes eingeht. In ‚Oud / Joux‘ verbindet sich kostbares Oud mit herb-zitrischen Aromen von Bergamotte sowie Noten von Sandelholz, Tabak, Weihrauch, Amber und Zedernholz. Ein Raumduft, der uns freundlich empfängt, der zur Seele einer Wohnung wird.“
So also riecht das neue Berlin – und pro 100 ml, die „mit einem gleichmäßigen, feinen Sprühnebel“ aufs Parkett und das Ledersofa nieseln, um sich dort sinnlich miteinander zu verseelen, werden auch nur 35 Euro fällig. Dufte, wa?
Senat, Bezirke, Wohnungs- und Bauwirtschaft haben unterdessen das „Bündnis für Wohnungsneubau und bezahlbare Mieten“ unterzeichnet. Ob das Wohnen jetzt günstiger wird (und falls ja, für wen), hat Ralf Schönball für Sie recherchiert – seinen Bericht finden Sie hier.
Unsere Meldung über die „Räumgeschwindigkeit“, die der Senat Fußgängern beim Queren von Straßen abverlangt (CP v. 20.6.), hat offenbar einen Nerv getroffen: Bei unserer Abstimmung votierten 83% für längere Grünphasen, und nur 11% bekundeten Angst davor, dass dann der Verkehr zum Erliegen kommt. In unserer Mailbox ging’s dann so richtig los: „1000 Dank, dass Sie dieses Thema aufgegriffen haben!“ – so begannen viele der Zuschriften. Und immer mehr Straßen wurden benannt, auf denen sich Jagdszenen abspielen. Besonders für gehbehinderte Personen könnten wir hier jetzt eine Karte des Schreckens erstellen.
Pars pro toto hier der Kommentar von Petra Pleschinger: „Was ist das für eine Stadt, in der Fußgänger ständig Autos Platz machen müssen und die Beine in die Hand nehmen, um nicht von ihnen belästigt zu werden? Was ist mit Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind? Haben einfach keinen Platz mehr in der Stadt, sollen gefälligst zu Hause bleiben.“
Auf einen anderen Punkt wies Jürgen Kussatz hin: „Zum wiederholten Male: Es gibt keine ‚Grünphase‘, wohl aber eine ‚Grünzeit‘, denn eine Phase ist laut Duden immer ein Abschnitt einer stetigen Entwicklung, also der Wechsel von rot, gelb und grün.“ Also denken Sie bitte daran, wenn sie wieder mal mitten auf der Straße in die Rotzeit geraten. Es kommentiert Felix Kummer von Kraftklub: „Das war ja keine Phase, das war ja mein Charakter.“
Anschlussfrage: Warum haben Fußgängerampeln eigentlich keine Gelbphase – pardon: Gelbzeit?
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Musiker aufgepasst! Das SPÄTIVAL von LOTTO Berlin geht in die nächste Runde. Wer am 13. August als SPÄTIVAL Act im Revier Südost dabei ist, wird über den gerade laufenden SPÄTIVAL Bandcontest entschieden, für den ihr euch noch bis zum 1. Juli in den Kategorien Pop, Elektro, Rock, Afrobeat, Hip Hop/Rap und Latin Music bewerben könnt. Auf geht’s!
Kurz vor dem Ende der Amtszeit des amtierenden IHK-Präsidiums (Neuwahl am 28.6.) lädt Präsident Daniel-Jan Girl für Freitag zur Präsentation von „Businessplänen“ für eine besser funktionierende Verwaltung ein. Erarbeitet hatten die Papiere über Monate interne und externe Expertenteams aus Politik, Wirtschaft, Politik und Medien (ich war auch dabei). Pikant an der Präsentation: Girls Vize Sebastian Stietzel, der das Projekt verantwortet, kandidiert nur ein paar Tage später für das Präsidentenamt. Um möglichen Vorwürfen eines unlauteren Wettbewerbs zuvorzukommen, bleibt er der Vorstellung seiner eigenen Arbeit fern. Girl selbst kann nicht wiedergewählt werden. Wegen der zeitlichen Nähe beider Termine verzichtet auch die Senatskanzlei (der die Pläne seit Wochen vorliegen) auf eine aktive Rolle bei der kurzfristig terminierten Präsentation.
Gegenkandidatin zu Stietzel ist Barbara Jaeschke: „Ich will Verantwortung übernehmen“, sagt die Unternehmerin, die ein Sprachenzentrum betreibt. Tagesspiegel-Redakteurin Tanja Buntrock stellt sie hier vor.
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VBKI-Symposium 2022
14 Ausschüsse, 8 Diskussionspanels, 1 Thema: die Zukunft Berlins! Unter der Überschrift Berlin.Jetzt.Machen. diskutiert der VBKI Lösungen für eine erfolgreiche und lebenswerte Metropole.
Seien Sie beim VBKI-Symposium dabei und sichern Sie sich jetzt Ihr kostenloses Ticket! Programm und Anmeldung finden Sie hier
Berliner Schnuppen
Telegramm
Schule 1: „Jeder Klassenraum verfügt rechnerisch über ein Luftfiltergerät“, sagt Martin Klesmann, Sprecher der Bildungsverwaltung (CP v. 21.6.). Hm…. echt? Also: Erstens gehört Mathe bekanntlich nicht zu den Stärken Berlins; zweitens verfügt rechnerisch auch jeder Berliner über 0,03 Hunde; und drittens folgt in der Bildungspolitik die Praxis nie der Theorie. Am Beispiel von zwei Schulen haben wir mal nachgerechnet: Am Max-Delbrück-Gymnasium in Pankow müssen 17 Luftfilter 54 Klassenräume coronafrei halten. 5 weitere Filter können wegen des Lärms, den sie verursachen, nicht eingesetzt werden. Am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Zehlendorf sind zwar theoretisch genug Filter vorhanden, sie sind aber praktisch unbrauchbar – aus finanziellen Gründen werden sie nicht gewartet. Und falls Sie das hochrechnen wollen: Bei uns sind noch etliche Meldungen über weitere Schulen eingegangen, in denen die Dinger vergammeln oder aus technischen Gründen gar nicht erst in Betrieb genommen werden konnten.
Schule 2: Schlechte Nachrichten für Lurche, Fledermäuse und Nachtigallen: Bildungsstadtrat Torsten Kühne (CDU) aus Marzahn-Hellersdorf fordert ein Sonderbaurecht für Schulen, seine Nachfolgerin in Pankow, Dominique Krössin (Linke), schließt sich an: Natur- und Denkmalschutz sollen einer Berliner Bildungskarriere nicht mehr im Weg stehen.
Schule 3: Die Kurt-Schumacher-Grundschule in Kreuzberg ist als „BER der Berliner Bildung“ berühmt geworden: Vor zehn Jahren mussten Schüler und Lehrkräfte plötzlich wegen einer Brandschutzsanierung ins Hortgebäude umziehen – und dabei ist es bis heute wegen einer Slapstick-reifen Planungsphase… pardon: Planungszeit (siehe oben) geblieben. Beliebtester Schulsport hier: Behördenpingpong. Doch jetzt hat die gebeutelte Schule den Bundeswettbewerb„Schule gegen Diskriminierung“gewonnen (vor der Neuköllner Rütli-Schule). Unsere Bildungsexpertin Susanne Vieth-Entus hat den Schulleiter gefragt, ob er eine Entschuldigung von der Politik für die Endlosbauzeit erwartet – seine nachvollziehbare Antwort: „Nein, das wäre naiv.“
Ein Architektenbüro wirft der Kreuzberger CDU vor, seit 5 Jahren einen Gewerberaum in der Markgrafenstraße leer stehen zu lassen – in einer Mail von gestern Abend an die Partei schreiben die unmittelbaren Nachbarn: „Wir würden uns gerne räumlich erweitern und versuchen seit Jahren, mit Ihnen in Kontakt zu treten, um Ihre Einheit, wenn auch nur für einen befristeten Zeitraum, zu mieten oder als Untermieter zu nutzen.“ Mehrfach seien sie „mit dem Hinweis vertröstet“ worden, dass die Einheit bald wieder benutzt werden soll, aber: „Es ist nie etwas passiert, die Einheit steht jetzt nachweislich seit 5 Jahren leer.“
Haben Sie vom 25. bis 29. Juli noch nichts vor? Studieren Sie noch? Haben Sie Interesse an Journalismus? Dann wäre das vielleicht etwas für Sie: Die Bundeszentrale für politische Bildung, table.media und die Hertie School Executive Education bieten eine „Summer School“ zu evidenzbasierter Berichterstattung in verschiedenen Politikfeldern an. Weitere Infos dazu gibt‘s hier.
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Erleben Sie das Festival Classic Open Air auf dem Gendarmenmarkt vom 7. bis 11. Juli:
Zum 30-jährigen Jubiläum stehen Meisterwerke aus Klassik und Oper, ein Swing-Abend mit Tom Gaebel und Andrej Hermlin, die Eröffnungsgala mit Max Mutzke, Katharine Mehrling sowie ein Abend mit Howard Carpendale auf dem Programm.
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„Warum erwähnen Sie nicht, dass das Restaurant ‚Tim Raue‘
nun mit 5 Hauben ausgezeichnet und damit in die Liga der weltbesten Restaurants aufgenommen wurde – ein weiterer Grund, auf Berlin stolz zu sein“, schreibt Michael Ertelsberger. Tja, warum machen wir das dann nicht einfach…
Heute reist Bausenator Andreas Geisel nach Spandau (keine Sorge, ist noch B-Tarif) – er will sich das Neubaugebiet in der Wasserstadt anschauen. Damit es ihm auf dem Weg dorthin nicht langweilig wird, hat ihm unser Spandau-Reporter André Görke hier schon mal einen Mängelreport mit vielen Fotos zusammengestellt.
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Der PSV Olympia Berlin,Abteilung Judo, meldet für die aktuellen Prüfungen: Es gibt gerade wegen Lieferschwierigkeiten keine gelben Gürtel. Blaue Flecken sind allerdings weiterhin erhältlich.
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Nachtrag (I) zur Meldung „Bäume gießen nur mit Antrag“ (CP v. 21.6.) – das BA Steglitz-Zehlendorf erklärt die telefonische Zurechtweisung zum Missverständnis und weist darauf hin, dass Bäume wieder ohne Antrag gewässert werden dürfen (falls das Grauflächenamt nicht doch noch einschreitet).
Nachtrag (II) zur Meldung „Am Montag drei von vier Aufzügen im BER-Parkhaus defekt“ (CP v. 21.6.) – Checkpoint-Leser Reinhard Neubauer weist auf gleich zwei Fehler in der Stellungnahme der Flughafengesellschaft hin: Erstens war auch der vierte Aufzug kaputt (obwohl hier keine „Stop“-Anzeige auf den Defekt hinwies), und zweitens war das schon am Sonntag so.
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Die East Side Gallery
Der handliche Bildband über die Berliner East Side Gallery zeigt die schönsten Gemälde und erzählt spannende Geschichten über den weltberühmten Mauerstreifen.
Zitat
„Ich verurteile so etwas, und ich erwarte, dass die Justiz dann auch zu Verurteilungen kommt.“
Innensenatorin Iris Spranger regt sich über Autobahnblockierer auf – und möchte zur Beruhigung ihrer Nerven die Gewaltenteilung aufheben.
Tweet des Tages
Landung am BER 18:45 Uhr. Automatische Passkontrolle. Koffer war auch gleich da. Fix in den FEX und 1, 2, 3 bin ich 19.30 Uhr am Ostkreuz. Ein Traum!
Antwort d. Red.: Der frühere Bundestagsabgeordnete Stefan Liebich (Linke) bewirbt sich offenbar auf die gerade von der Flughafengesellschaft ausgeschriebene Stelle „Experte (m/w/d) Politische Kommunikation“ – Aufgabe (u.a.): „Sicherstellung einer auf die Interessen der FBB ausgerichteten Kommunikation zu politischen Stakeholdern.“
Stadtleben
Fingerfood – Lalibela liegt nicht nur in Äthiopien, sondern auch im Schillerkiez. Das kleine Restaurant zwischen Boddin- und Leinestraße kocht, wie der Name schon verrät, traditionell äthiopisch: Neben dem Linsengericht „Mesit Wat“ nach alter Familienrezeptur, werden viele Leckereien zum Teilen auf bunten Platten voller Veggie-Fleisch-Kombos angerichtet. Das hausgemachte Sauerteigfladenbrot „Injera“, das aus dem glutenfreien Gras Teff gewonnen wird, erinnert an einen Crêpe und eignet sich ideal als Ersatzlöffel, um alles mit den Händen zu essen. Challenge accepted! Mo-So von 14 Uhr bis Open-End. Herrfurthstraße 32, U-Bhf Boddinstraße
Geschenk – Von der Suppe zum sozialen Mehrwert: Die drei Köche Florian, Martin und Tobias kochten 2020 für bedürftige Menschen rund um den Ostbahnhof. Mittlerweile entwickelte sich die gute Tat zum Konzept. Auf ihrer Plattform „Fairtailen“ vertreibt das Trio ausgewählte Produkte ohne Zwischenhändler. Hinter jedem Artikel im Sortiment steckt eine gemeinnützige Organisation, die von den Verkäufen profitiert – vom T-Shirt (25 Euro) bis zur Bürosuppentasse-Box (22,80 Euro).
Grübelstoff – Open-Air-Konzerte auf der Biesdorfer Parkbühne, dem Tempelhofer Feld oder dem Walter-Benjamin-Platz: Welche Lokation ist bei Ihnen besonders gefragt und wieso eigentlich?
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Das Öl, der Präsident und die Hoffnung auf Reichtum. Klimapolitischer Irrsinn, Widerstand im eigenen Land, gebaut wird trotzdem: In Uganda plant Präsident Museweni zusammen mit Frankreichs Ölkonzern Total die längste beheizte Pipeline der Welt. Wie unser Durst nach Öl in den Industriestaaten schon jetzt in Uganda Menschen und Tiere bedroht, das sagt Autorin Cordula Eubel im Klimapodcast. Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – A10 (Nördlicher Berliner Ring): Verkehrshalt von ca. 30 Minuten zwischen AD Pankow und AK Oranienburg in beiden Richtungen zwischen 20 und 22 Uhr.
A100 (Stadtring): Nächtliche Sperrung Richtung Neukölln zwischen AS Heckerdamm/AS Jacob-Kaiser-Platz und AS Hohenzollerndamm von 21 bis 5 Uhr.
A100 (Stadtring/Tunnel Ortsteil Britz): Nächtliche Sperrung in Richtung AD Neukölln von 21 bis 5 Uhr bis 24. Juni.
Lichtenberger Straße (Friedrichshain): Nur ein Fahrstreifen Richtung Holzmarktstraße zwischen Weydemeyer Straße und Strausberger Platz ab 23 Uhr bis 26. Juni.
Kreuzberg: Erhöhtes Verkehrsaufkommen aufgrund einer Demo von 16.30 bis 21 Uhr.
Demonstration – „Wirtschaftskraft der Tourismusbranche, ins. des Gastgewerbes“: 300 Demonstrierende, Union der Wirtschaft e.V., Friedrich-Ebert-Platz 1 (11.30-14 Uhr)
„Streichung des Paragrafen 219a aus dem Grundgesetz“: 30 Personen, Bündnis 90/Die Grünen, Platz der Republik 1 (13-14.30 Uhr)
„Protest gegen den Tag der Immobilienwirtschaft“: 200 Demonstrierende, Blücherplatz – Yorckstraße – Luckenwalder Straße (16.30-21 Uhr)
„22. Juni 1941 Wir vergessen nicht!“: 150 Personen, Friedenskoordination Berlin, Treptower Park (18-22 Uhr)
„How it all started (Heavenly Hundred Heroes)”: 100 Teilnehmende, Potsdamer Platz (18-23 Uhr)
Gericht – Der Prozess um den Tod der 34-jährigen Afghanin Maryam H. geht weiter. Wegen Mordes angeklagt sind zwei ihrer Brüder. Die 23- und 27-Jährigen sollen ihre Schwester getötet haben, weil sie sich nicht den Moralvorstellungen der Familie unterworfen habe (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 500).
Universität – Einmal im Jahr sind Wissenschaftler:innen, die zu Osteuropa und dem post-sowietischen Raum forschen, eingeladen im Rahmen der Löwenthal Lecture der Freien Universität über ihre Forschung zu sprechen: Um 16 Uhr hält der Professor für Entangled History der Ukraine an der Europa-Universität Viadrina, Andrii Portov seinen Vortrag über „Deutschsprachige Ukrainistik. Eine vergessene Erfahrung“. Garystraße 55, Hörsaal A
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Elvira Bach (71), Künstlerin / Wolfgang Becker (68), Filmregisseur / Klaus Maria Brandauer (79), österreichischer Schauspieler und Regisseur / Javairô Dilrosun (24), Spieler beim FC Girondins Bordeaux, ausgeliehen von Hertha / Ulrich Frei (75), ehem. ärztlicher Direktor der Charité sowie Vorstand der Krankenversorgung an der Berliner Universitätsmedizin / „Dieter Hapel zum 71. Geburtstag, ehemaliger CDU Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg und noch immer an der Berliner Politik interessierter Bürger. Die Familie wünscht alles Liebe.“ / Ehrhart Körting (80), Jurist und ehem. SPD-Politiker / Bernadette Heerwagen (45), Schauspielerin / Loris Karius (29), Fußballtorwart und ehem. Juniorennationalspieler / „Zum Geburtstag von Klaus Müschen gratuliert Michael Angrick herzlichst“ / Aferdita Suka (42), Grünen-Politikerin und Mitglied des Berliner Landesparlamentes / „Der Tollen Tine einen tollen Tag - alles Liebe und herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. A.“ / Visa Vie, bürgerlich: Charlotte Mellahn (35), Radiomoderatorin, Schauspielerin und Podcasterin
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Vera Kapczynski (geb. Kleinke), * 24. November 1930 / Dr. med. Friedrich Kater, * 30. Juni 1942 / Karl Pentzliehn, * 6. August 1941 in Woldegk / Anneliese Woldschläger, * 16. August 1921
Stolperstein – In der Böckhstraße 37 in Kreuzberg erinnert ein Stolperstein an Viktoria Kanafa. Die Berlinerin wurde am 15. Juni 1895 geboren. Am 22. Juni 1940 – heute vor 82 Jahren – deportierten die Nationalsozialisten sie und ermordeten sie im selben Jahr.
Encore
„Senat tagt im Olympiastadion“ ist doch mal eine herrliche Meldung – und sie stimmt sogar. Wir stellen uns das so vor: Als Vorband heizen Bettina Jarasch und Klaus Leder den Leuten ein, dann stimmt Franziska Giffey ihren Hit „Dit könnte jehn“ an und die Fans rasten aus. Zur Zugabe schwebt Rio Reiser auf Engelsflügeln aus dem Himmel herab und singt „Der Traum ist aus“. Nächste Woche dann wieder Clubkonzert im Roten Rathaus (Eintritt nur über Gästeliste).
Zur Tagesspiegel-Band gehörten heute Matthieu Praun (Text, Recherche), Sophie Rosenfeld (Stadtleben) und Kathrin Maurer (Produktion). Morgen haut hier wieder Daniel Böldt in die Tasten. Bis dahin,

