6000 zusätzliche Plätze müssen in Berlin bis zum Jahresende geschaffen werden, um Geflüchtete unterzubringen. Weil die Suche nach neuen Quartieren immer schwieriger wird und die soziale Infrastruktur längst ausgelastet ist, will der Regierende Kai Wegner (CDU) schnellere Asylverfahren zu einem Hauptthema der Ministerpräsidentenkonferenz nächste Woche machen. Das kündigte er nach einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Bezirksamt Lichtenberg an – jenem Bezirk, in dem die AfD am Sonntag mit 17,5 Prozent stärkste Kraft wurde, gefolgt vom BSW mit 15,2 Prozent.
Ein Bericht des „nd“ über angebliche Missstände im berüchtigten Flüchtlingszentrum TXL beschäftigt zurzeit das Landgericht – mit Beteiligung prominenter Juristen. Das DRK-Sozialwerk Berlin als Betreiberin will mithilfe der Kanzlei Schertz-Bergmann die Verbreitung mehrerer Passagen aus einem Artikel vom April unterbinden. Das „nd“ wird von Rechtsanwalt Johannes Eisenberg vertreten. Tsp-Kollegin Anna Thewalt hat aufgeschrieben, worum es geht.
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Mehr als 2000 Menschen haben sich beteiligt, nachdem der CP im Oktober über die Spendenaktion berichtet hatte, mit der der Vater der getöteten Louisa Geld sammelte fürs Berufungsverfahren gegen den Mann, der im April 2022 die Elfjährige auf der Landsberger Allee überfahren hatte – mit überhöhtem Tempo an einer Ampel, die für ihn seit 24 Sekunden Rot zeigte. Der Täter war zu neun Monaten Haft auf Bewährung und zwei Jahren Führerscheinsperre verurteilt worden. Der Fachverband FUSS e.V. hatte sich dem Spendenaufruf des Vaters angeschlossen.
Nun folgt die nächste Instanz: „Am 25.6. können die Leute in der öffentlichen Verhandlung vor dem Landgericht sehen, wofür ihr Geld verwendet wird“, sagte Louisas Vater dem CP. Er hoffe, dass die Tat diesmal anders beurteilt werde als vor dem Amtsgericht: Entweder, die Justiz glaube dem Autofahrer seine Version eines Aussetzers („Ich habe vor meinem geistigen Auge meine Ampel auf Grün schalten sehen“, sagte der Täter in der ersten Verhandlung) und ziehe dauerhaft seinen Führerschein ein. Oder sie gehe davon aus, dass er billigend in Kauf genommen habe, dass bei seiner Rotfahrt jemand zu Schaden kommen kann. Darauf stünde eine höhere Strafe.
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Nach dem erneuten Raserunfall mit zwei Toten in der City-West vor zwei Wochen hatte die Polizei auf CP-Anfrage mitgeteilt: „Gemäß der Definition der Unfallkommission werden Teilbereiche des Kurfürstendamms und der Tauentzienstraße als sogenannte Unfallhäufungsstellen geführt.“ Dagegen erklärte die Verkehrsverwaltung, dass ihr Ku’damm und Tauentzien zwar wegen sogenannter Profilierungsfahrten bekannt seien, „als Unfallschwerpunkt zählt der besagte Straßenabschnitt allerdings nicht.“ Was denn nun? Hätte die Verkehrsverwaltung gegoogelt und den eigenen Internetauftritt studiert, hätte sie erfahren, dass a) „Unfallschwerpunkt“ nur ein umgangssprachlicher Begriff ist und b) „Unfallhäufungsstellen“ in Berlin amtlich definiert sind durch konkrete Unfallzahlen und Personenschäden in bestimmten Zeiträumen. Auf CP-Anfrage hat die Polizei nun die entsprechenden Stellen benannt. Am Ku’damm sind es 21, am Tauentzien vier.
Die Pressestelle der Verkehrsverwaltung zu leiten, dürfte zu den anstrengenderen Jobs im Berliner Politikbetrieb gehören. Da werden frische Kräfte gebraucht! Eine solche ist soeben eingetroffen im Haus von Ute Bonde (CDU): Gestern hat Petra Nelken, deren zuvor streng geheimes Alter die „Berliner Zeitung“ Ende 2021 mit „67“ angab, ihren Arbeitsvertrag unterschrieben. Die für Herz und Berliner Schnauze berühmte Ex-Sprecherin von Senatsverwaltungen und BVG hat sich in zweieinhalb Jahren Ruhestand offenbar genug erholt. Bonde und Nelken kennen und schätzen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der BVG. Nelkens Einstieg bedeutet einen zusätzlichen Posten, denn die bisherige SenMVKU-Sprecherin Britta Elm bleibt in der Behörde. Der Sprecherjob ist auf die laufende Legislaturperiode befristet.
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Berlin, the place to be! Mit uns wollen sicher alle zusammenarbeiten, auch im Ausland, oder? Während einige der 18 Berliner Städtepartnerschaften top laufen – etwa mit Paris, Jakarta oder Tokio –, scheinen manche Metropolen wenig mit uns zu tun haben zu wollen. Das geht aus der Antwort der Senatskanzlei auf eine Anfrage von Orkan Özdemir (SPD) hervor. Zur Zusammenarbeit mit London heißt es: „Trotz intensiver Bemühungen von Berliner Seite ist die Städtepartnerschaft nur wenig aktiv und hat daher aktuell eher geringere Bedeutung.“ Auch die Beziehungen zu Mexiko-Stadt und Madrid seien entgegen dem Berliner Bestreben „weniger intensiv“. Null Bock hat die Hauptstadt Usbekistans: „Es besteht kein Interesse der Taschkenter Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft an der Pflege der Beziehungen zu Berlin.“ Immerhin: Die Arbeit mit Berlins erster Partnerstadt Los Angeles (seit 1967) scheint zu funktionieren, etwa beim „Wissensaustausch“ in der „Film- und Medienindustrie.“ Giffey war ja gerade erst in Kalifornien – Franzi goes to Hollywood.
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Zwischen den Großkrisen der Welt wäre folgende lebensnahe Polizeimeldung beinahe untergegangen: Der Geschäftsführer einer Firma in Kreuzberg soll mit Komplizen seit 2019 „in großem Umfang Pfandsiegel auf nicht pfandwerthaltigen Flaschen“ angebracht haben, um via Automat Pfand zu kassieren. Bis zu 22.000 Euro soll der Mann so an manchen Tagen ergaunert haben. Das sind 88.000 Einwegflaschen, also ca. eine pro Sekunde in einer 24-Stunden-Schicht. Hä? Auf CP-Anfrage berichtet die Staatsanwaltschaft, es handele sich um den Geschäftsführer eines Getränkeladens, in dem auch der freigiebige Automat stand. Dessen Festplatte beschlagnahmte die Polizei ebenso wie Säcke voller pfandfreier Flaschen sowie gefälschte Etiketten. Das echte Geld für die falschen Pfandflaschen habe die unbescholtene Deutsche Pfandgesellschaft erstattet, die das Pfandsystem managt.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Zwei Tage vor dem ersten Spiel wird heute Abend mit einer Party die Berliner Fanmeile eröffnet, die bei den Veranstaltern „Fußballkultursommer“ heißt. Tsp-Kollegin Inga Hofmann war schon da und erklärt im Video, was Besucher beachten müssen und mitbringen dürfen.
Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) hat für die Zeit der EM eine Verordnung erlassen, die Gastronomen die Nutzung ihrer Außenbereiche bis zum Ende der Spiele erlaubt, sofern sie sie übertragen. Da einige Spiele erst um 21 Uhr beginnen, dürfte es also an vielen Stellen in der Stadt abends noch länger laut sein als sonst. Mit ihrer Entscheidung verbindet Bonde „die herzliche Bitte (…), während des Spiels und auch nach seinem Ende respektvoll und mit größter Rücksicht miteinander umzugehen“. Na dann Prost!

Die Zurich-Versicherung hat anlässlich der EM ungefragt eine Info zu „Verkehrsregeln und Haftungsfragen beim Autokorso“ durchgekabelt, deren erster Satz lautet, dass Autokorsos laut StVO nicht erlaubt sind, ebenso wenig wie Hupen vor Begeisterung. Davon abgesehen sei das Risiko von Auffahrunfällen im Korso besonders groß und der Versicherungsschutz leichtsinniger Unfallopfer gefährdet, wenn die beispielsweise nicht angeschnallt waren oder aus dem Fenster hingen.
Die Berliner Linksfraktion hat neue Vorsitzende gewählt: Anne Helm bleibt (mit 15 von 19 abgegebenen Stimmen), der bisherige Vize Tobias Schulze kommt (16 von 19 Stimmen). Der bisherige Co-Vorsitzende Carsten Schatz war nicht wieder angetreten.
Zugleich erodieren Fraktion und Partei weiter: Gestern gab der ehemalige Abgeordnete Hakan Taş seinen Austritt aus der Linkspartei bekannt, deren Führung er in einer Erklärung als weltfremden Kaderzirkel beschreibt. Taş wechselt zum BSW, also zu jener Partei, die gestern im Bundestag – gemeinsam mit der AfD – gegenüber dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eindrucksvoll ihr Verständnis von Demokratie und Anstand demonstrierte.
Der Lichtenberger Bezirksstadtrat Kevin Hönicke (SPD) soll abgewählt werden – auf Betreiben der eigenen Genossen, die genug haben von den Affären der vergangenen Monate, und um ihr Abschneiden bei den nächsten Wahlen fürchten. Ein Sonderparteitag soll entscheiden, ob die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung einen Antrag zur Abwahl Hönickes stellt. Als mögliche Nachfolgerin wird die Gesundheitspolitikerin Sandy Mattes gehandelt, hat Tsp-Kollege Alexander Fröhlich erfahren.
Die Grünen-Abgeordnete Tuba Bozkurt gibt ihren Sitz im Präsidium des Abgeordnetenhauses auf – wegen ihres „nicht präsidialen Verhaltens“, wie sie in einer Erklärung ihren dämlichen Zwischenruf aus der vergangenen Woche nannte, als die Innensenatorin im Plenum über den Mord an dem Mannheimer Polizisten Rouven L. sprach. Bozkurt hatte noch an demselben Tag um Entschuldigung gebeten. In ihrer gestrigen Sitzung einigte sich die Grünen-Fraktion auch darauf, dass die anschließenden Lacher ebenso daneben waren.
Der Anteil von Inseraten auf Wohnungsportalen für möblierte Wohnungen auf Zeit ist binnen elf Jahren von 13 auf 54 Prozent gestiegen (Q: Anfrage Niklas Schenker, Linke). Zwar sind die Zahlen nur eingeschränkt mit denen normaler Wohnungen vergleichbar, da möblierte Apartments in der Regel mehrmals im Jahr annonciert und vermietet werden und die Statistik laut Senat nicht ganz vollständig ist – aber der Anstieg ist offenkundig. In Friedrichshain-Kreuzberg lag die Quote der möblierten Wohnungen 2023 sogar bei 70 Prozent. Die genaue Zahl der Kurzzeitwohnungen kennt der Senat nicht – als Annäherung nennt er aber eine „Mindestanzahl von rund 8000“.
Am Tag nach der Europawahl hat das Amt für Bürgerdienste im BA Mitte die Stelle für eine „Sachbearbeitung Wahlamt“ ausgeschrieben. Laut Stellenbeschreibung ist man damit u.a. „Ansprechperson für Beschwerden, Rückmeldungen, Feedback (1. Beschwerdeinstanz) von Wahlhelfenden“. Weiß da wer was, was wir nicht wissen?
Das Riesenrad aus dem Spreepark dreht ab heute eine Runde durch die Werkstatt. Bis es zurückkehrt, sollen sich Besucher von einem neuen Aussichtspunkt aus einen Überblick über die laufenden Bauarbeiten im Plänterwald verschaffen können. Genaueres wird heute verkündet.
Nachtrag zur gestrigen Meldung über den Verkehrsverwaltungskritiker Christian Gräff: Der CDU-Abgeordnete ist seit 2016 nicht mehr Bezirksstadtrat. Wir gewöhnen uns allmählich daran.
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Kaufm. Geschäftsführung (m/w/d) | Helmholtz-Zentrum Berlin | Einsatzort: Berlin
Sachbearbeiter*in Stadtkasse (m/w/d) | Stadt Teltow | Einsatzort: Teltow
Kaufmännischer Vorstand (m/w/d) | Ev. Diakonissenhaus | Einsatzort: Berlin
Zu aktuellen Jobs
Der Nachschub fürs Betriebsstörungsbingo reißt nicht ab. Ein CP-Leser berichtet von Chaos in Thüringen auf der Fahrt mit dem ICE 707 von Berlin Richtung München, das am Ziel mit einer angemessenen Anzeige (Beweisfoto liegt dem CP vor) im Waggon endete: „ICE77777 Wir reinigen, - einsteigen! nach: einsteigen! über: bitte nicht Abfahrt: 00:00“. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Zitat
„Wenn sie in Berlin unterwegs sind, heißt es häufig, Lichtenberg ist ja so weit weg.“
Kai Wegner aus Spandau beim Besuch am anderen Ende der Stadt
Stadtleben
Verlosung – Bellisha sieht aus wie ein Mann, ist innen drin aber noch ein Junge. Er lebt mit seiner Mutter Giselle in einem Pariser Vorort. Seine Identität wird erst ein Problem, als nach der Synagoge auch der einzige koschere Laden schließt und die beiden die letzten Juden hier sind ... Das bittersüße französische Drama über einen Abschied ist einer von 71 Filmen des Jüdischen Filmfestivals Berlin-Brandenburg (18. bis 23. Juni). Wir verlosen 3x2 Freikarten! Sie gelten für den Film „A good jewish boy“ im filmkunst 66 (19.6., 21 Uhr), anschließend findet ein Gespräch mit dem Regisseur statt. In Berlin gibt es vier Festivalkinos, in Potsdam zwei, dazu Open-Air-Vorführungen und ein paar Gastspiele fern der City, etwa in Frankfurt (Oder). Bleibtreustraße 12, S-Bhf Savignyplatz
Essen & Trinken – Wer Freude daran hat, in asiatischen Supermärkten durch Regalmeter voller geheimnisvoller Produkte zu schlendern, der konnte in den letzten Monaten viele glückliche Momente in Berlin erleben. Denn ein neuer Markt nach dem anderen eröffnete. Besonders groß ist die neue Filiale von „Go Asia“ am S-Bahnhof Friedrichstraße. Hier bekommt man gleich auf zwei Stockwerken Lebensmittel aus China, Japan, Korea, Vietnam, Thailand und bisschen auch aus Indien. Neben den obligatorischen Süßigkeiten, Knabbereien und Fertiggerichten gönnen sie sich hier auch einen langen Kühlschrank mit asiatischem Gemüse sowie ein Regal mit verschiedenen Süßkartoffeln und anderen Knollen, die man sonst kaum bekommt in Berlin. Allein schon für die Fischsauce der vietnamesischen Marke Red Boat lohnt sich der Besuch. Tägl. 9-22 Uhr, Friedrichstraße 140, S-/U-Bhf Friedrichstraße
Noch hingehen – Würde noch jemand mit Tinte schreiben, wäre sie quasi feucht – die Autor:innen-Theater-Tage versprechen frischeste Bühnenkost. Noch bis Sonnabend (15. Juni) kann man am Deutschen Theater zeitgenössische Stücke sehen, Konzerte hören und ins Gespräch kommen. Vieles ist ausverkauft, aber zum Beispiel für die Adaption des preisgekrönten (zu Recht!) Romans „Blutbuch“ von Kim de l’Horizon als „Blutstück“ (Schauspielhaus Zürich) gibt es heute noch ein paar Karten. Oder Sie gehen am Freitag mutig zum Writers' Rooms – Schreibworkshops für alle mit ATT-Autor:innen. Schumannstraße 13 a, S-/U-Bahn Friedrichstraße
Last-Minute-Fest – Heute feiern sie wieder gemeinsam ihr Sommerfest: das Bröhan-Museum, die Sammlung Scharf-Gerstenberg und das Rathgen-Forschungslabor. Erstmals mit dabei ist die Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität. Es gibt Führungen, eine Diskussion zur Kunstkriminalität, eine Mitmach-Station und ein Konzert mit den Mazookas. Ab 17.30 Uhr, Eintritt frei, Museen in der Schloßstraße
Grübelstoff – Leiern Ihnen die Kinder bei jedem Einkauf ein Stickertütchen fürs EM-Sammelalbum aus dem Kreuz? Und wie bereiten Sie sich ansonsten auf den Anpfiff am Freitag vor – oder ignorieren Sie die heimische Meisterschaft etwa?
Kiekste
Kürzlich am Mexikoplatz: Die BVG bewegt sich in der Zukunft. Oder womöglich noch in der Vergangenheit? Wir können nur spekulieren. Weitere verwunderliche Berlin-Bilder bitte gern an checkpoint@tagesspiegel.de mailen! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100/A111 (Stadtring): Von 21 bis 5 Uhr ist die Straße in Fahrtrichtung Neukölln zwischen den Anschlussstellen Jakob-Kaiser-Platz bzw. Heckerdamm und Hohenzollerndamm gesperrt.
Grünauer Straße (Altglienicke): In Höhe Keltensteig steht bis Mitte Juli für beide Fahrtrichtungen nur ein gemeinsamer Fahrstreifen zur Verfügung. Die Anbindung des Keltensteigs ist gesperrt.
Seegefelder Weg (Falkenhagener Feld): Für ca. einen Monat regelt eine Baustellenampel zwischen Hamburger Straße und Alfred-Loewe-Straße den Verkehr.
Mühlenstraße (Friedrichshain): Für ca. eine Woche ist die Straße stadteinwärts zwischen Mildred-Harnack-Straße und Marianne-von-Rantzau-Straße auf einen Fahrstreifen verengt.
Prenzlauer Allee (Prenzlauer Berg): Für ca. zwei Wochen ist die Fahrbahn stadteinwärts zwischen Metzer Straße und Saarbrücker Straße auf einen Fahrstreifen verengt.
Sachsendamm (Schöneberg): Bis Anfang August ist in Richtung Dominicusstraße das Linksabbiegen in den Vorarlberger Damm nicht möglich.
Nahverkehr – S-Bahn – S1, S2, S26, S3, S41/42, S45, S47, S5 und S85: Aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen im Zuge der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz gibt es auf dem Großteil des Schienennetzes bis Donnerstag (Betriebsbeginn) umfangreiche Fahrplanänderungen.
Demonstration – Für heute sind 20 Demos angemeldet (Stand 11.6., 13.30 Uhr), u.a. „Solidarität mit einer Angeklagten (Polizeigewalt)“: fünf Demonstrierende, Kirchstraße 6 (8.30-14.30 Uhr)
„Aktion zur Sicherung frühkindlicher Bildung“: 2.500 Menschen, Ver.di, Bernhard-Weiß-Straße 6 (9-12 Uhr)
„Aktion zum Thema Zukunft der Reinhardwaldschule: Wer baut uns eigentlich eine Schule? (...)“: 100 Teilnehmende, Rathausstraße 15 (9.15-9.45 Uhr)
„Situation der Kursleitenden an der VHS nach dem Herrenberg-Urteil“: 30 Menschen, Dozentenvertretung VHS Reinickendorf, Eichborndamm 215 (16-18 Uhr)
„Forderung nach Klimaehrlichkeit durch das Aussprechen simpler wissenschaftlicher Fakten, die besagen, dass bereits jetzt hunderte Gigatonnen zu viel CO² in der Luft sind“: 20 Demonstrierende, „Hungern bis ihr ehrlich seid“, Gustav-Heinemann-Brücke, Paul-Löbe-Allee, Spreebogenpark (17-18 Uhr)
Gericht – Einer Klimaaktivistin wird wegen Beteiligung an fünf Straßenblockaden sowie an zwei Farbattacken der Gruppe Letzte Generation der Prozess wegen Nötigung, Widerstand und Sachbeschädigung gemacht. Sie habe mit gesondert Verfolgten die denkmalgeschützte Fassade des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr mit oranger Farbe besprüht und in einem anderen Fall ein Schaufenster beschmiert (10.00 Uhr, Amtsgericht Tiergarten, Kirchstraße 6, Saal 4104).
Universität – Wer schafft es in den Bundestag? An der Freien Universität findet heute ein Vortrag mit dem Titel „Wer sitzt (nicht) im Parlament? Innerparteiliche Nominierungsprozesse und die ungleiche Klassenzusammensetzung des Bundestages“ statt (18 Uhr). Hörsaal A, Otto-Suhr-Institut, Ihnestraße 21
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Renan Demirkan (69), türkisch-deutsche Schriftstellerin („Schwarzer Tee mit drei Stück Zucker“) und Schauspielerin („Zahn um Zahn“, „Dr. Klein“) / Christian Drosten (52), Virologe, Institutsdirektor an der Charité, im Zuge der Pandemie wissenschaftlicher Berater der Bundes- und Landesregierungen / „Lieber Helmut, ganz liebe Glückwünsche zu deinem 80. Geburtstag. Deine Besonnenheit ist vorbildlich. Du bist ein wichtiger Teil unserer Familie. Bleibe gesund. Dein_e Dieter, Sybilla, Mark, Ines, Christoph, Elias, Jonah und Katrin.“ / „Hagen Stamm (64), Präsident der Wasserfreunde Spandau 04, langjähriger Wasserballnationalspieler und -trainer wünschen die Damen und Herren Bundesligamannschaften alles Gute.“ / Nora Tschirner (43), Schauspielerin (ermittelte u.a. bis 2021 zusammen mit Christian Ulmen als Team Lessing und Dorn im MDR-„Tatort“), war Sängerin bei der Band Prag und Moderatorin / Ina Weisse (56), Schauspielerin („Duell in der Nacht“ und „Im Dschungel“) / „Unser großer Tenor Uli Z. feiert heute seine ‚late sixties‘ und der ganze ‚Herzschrittmacher‘-Chor lässt ihn hochleben!“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Dr. Rainer Behrendt, * 26. Mai 1941, verstorben am 12. Mai 2024 / Elisabeth Sybille Freifrau von Friesen, * 3. Juni 1953, verstorben am 2. Juni 2024 / Michael Tasler, verstorben am 15. Mai 2024
Stolperstein – Gustav Lewy (*1867) arbeitete als Kaufmann. 1899 heiratete er Hulda Kallmann. 1902 wurde ihre Tochter Tana geboren, 1904 Tochter Lane. Ende Mai/Anfang Juni 1942 wurde Gustav Lewy von den Nazis in das KZ Sachsenhausen deportiert, möglicherweise als Reaktion auf den Anschlag der Widerstandsgruppe um Herbert Baum auf die Propagandaausstellung „Das Sowjetparadies“. Er erkrankte aufgrund der Haftverhältnisse schwer und starb am 12. Juni 1942 im KZ. An Gustav Lewy erinnert ein Stolperstein in der Friedbergstraße 34 in Charlottenburg.
Encore
Gossip ist oft oberflächlich und geht eher selten unter die Haut, aber manchmal geht auch beides: Wie hoch die Summe ist, die der Teleshopping-Designer Harald Glööckler im Laufe seiner Existenz in sein Aussehen investiert habe? Könne er nicht genau überschlagen, aber: „Sie können da schon ein Haus bauen“, erzählte er einem Kollegen von RTL. Als der dann weiter bohrte, kam die Zahl 600.000 Euro zur Sprache. Bei so viel extra Stuck und Spachtelmasse würde das Haus allerdings nicht in Berlin-Mitte stehen, wo der Prinz-Pompööös lange lebte.
Gehaltvoll und schön wurde dieser CP dank Lotte Buschenhagen (Recherche und Co-Autorin), Antje Scherer (Stadtleben), Tobias Langley-Hunt (Gossip) und Neele Schumacher (Frühproduktion). Morgen schaut hier Christian Latz hinter die Fassade. Machen Sie’s gut!
