falls Sie gerade aufgewacht sind und gedacht haben: Mist, mein Reisepass läuft in zwei Tagen ab und morgen geht’s auf Weltreise, dann ist das heute Ihr Tag! Berlins Bürgerämter öffnen an diesem Mittwoch ihre Türen für Pass- und Ausweisangelegenheiten, ohne dass Sie dafür einen Termin brauchen.
Alle Bürgerämter? Nein! Drei unbeugsame Bezirke (Lichtenberg, Pankow, Reinickendorf) verweigern sich dem Aktionstag, weil sie offenbar Angst vor Chaos und noch mehr frustrierten Bürgern haben. Wer in diesen drei Bezirken gemeldet ist, kann heute auch nicht ein Bürgeramt eines anderen Bezirks aufsuchen, wie es sonst üblich ist.
einickendorf macht sich sogar lustig über das terminfreie Angebot. Bürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) erklärte den heutigen Tag kurzerhand zum „Reinickendorf-Tag“ in ihren Bürgerämtern – in denen jedoch alles so ist, wie immer.
Ob Chaos oder Amtsglück: Falls Sie heute ins Bürgeramt gehen, freuen wir uns über Ihren Erfahrungsbericht an checkpoint@tagesspiegel.de.
Beim Berlin-Tourismus ist Luft nach oben: In den ersten vier Monaten des Jahres lag die Zahl der Übernachtungen mit sechs Millionen rund vier Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Nur bei den Auslandsgästen gab es einen leichten Zuwachs von 0,1 Prozent.
Vielleicht könnte ein Bonussystem wie in Kopenhagen helfen. Die dänische Hauptstadt belohnt Gäste für nachhaltiges Reisen. Wer mit der Bahn anreist, bekommt kostenlose Leihfahrräder oder günstige Tickets für Attraktionen. Umweltfreundliches Verhalten vor Ort – wie die Nutzung der Öffis oder Müllsammeln in Parks – wird mit kulturellen Erlebnissen oder Freigetränken belohnt.
Damit „rennen Sie bei uns offene Türen ein“, schreibt visitBerlin-Geschäftsführerin Sabine Wendt auf Checkpoint-Anfrage. Man sei mit den Kopenhagener Kolleginnen und Kollegen in Kontakt, ein eigenes Belohnungssystem werde derzeit entwickelt: „Ziel ist es, Gästen ab dem kommenden Jahr durch gezielte Anreize nachhaltige Handlungen attraktiver zu machen.“ Denkbar seien beispielsweise Gratisführungen, Rabatte oder Tickets für Touristen, die bei Pflanz- oder Müllsammelaktionen helfen.

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Autor:innenTheaterTage 2025
Elf Berlin-Premieren, darunter Christopher Rüpings Ajax und der Schwan der Scham (Thalia Theater) oder Dea Lohers Frau Yamamoto ist noch da (Schauspielhaus Zürich), eine Lange Nacht der Autor:innen, Konzerte, Gespräche, Partys und vieles mehr. Feiern Sie mit uns 30 Jahre ATT!
11. bis 21. Juni, DT
Der Vorverkauf läuft!
deutschestheater.de
Das jahrelange Dahinsiechen ist vorbei: Der Senat hat das Projekt „Free-Wifi Berlin“ endgültig beerdigt. Die Kosten einer Wiederauflage (rund sechs Millionen Euro) kann sich das Land nicht leisten. Das geht aus einem vertraulichen Bericht der Senatskanzlei an die Mitglieder des Hauptausschusses hervor, der unserem Kollegen Robert Kiesel vorliegt (T+).
Gratis WLAN gab es seit 2015 an 500 Standorten, es galt als großer Erfolg – bis die Koalition aus SPD, Grüne und Linke verpasste, sich um eine Projekt-Verlängerung zu kümmern. Ende 2021 wurde der Stecker gezogen, seitdem schoben sich Innenverwaltung, Senatskanzlei und IT-Dienstleistungszentrum gegenseitig die Schuld in die Schuhe.
Es kommentiert Kai Wegner (als Oppositionsführer im Jahr 2022): Berlin braucht endlich „ein freies, flächendeckendes und sicheres W-LAN.“
Berlins Lehrkräfte streiken seit mittlerweile vier Jahren in regelmäßigen Abständen für kleinere Klassen. Gebracht haben die mehr als ein Dutzend Streiks nichts – außer noch mehr Unterrichtsausfall. Es ist ein Sinnbild der Berliner Bildungsmisere: Während der Senat seit Jahren nicht auf die Forderungen eingeht und lieber Stilnoten verteilt, hält die GEW an dem offensichtlich wirkungslosen Arbeitskampf fest.
Am eigentlichen Problem – dem Lehrermangel in Berlin – ändert sich derweil wenig. Dabei gibt es durchaus Ideen. Vor einem Jahr kündigte etwa Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) an, dass in Zukunft Quereinsteiger zu Ein-Fach-Lehrer ausgebildet und zugelassen werden sollen. Für Musik und Kunst gibt es das bereits an der Universität der Künste.
Nachfrage bei der Bildungsverwaltung: Kommt da bald mehr? Antwort: Ja. Irgendwann. „Die dafür erforderlichen Rechtsgrundlagen für Berlin befinden sich derzeit in Vorbereitung“, teile ein Sprecher dem Checkpoint mit. Die Studiengänge sollen „spätestens zum WS 2026/27 an den Start gehen können“ – also rund zweieinhalb Jahre nach der ersten Ankündigung.
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Oper auf Europäisch bei den Musikfestspielen: In Steffanis „Orlando“ spielen Dorothee Oberlinger, Ensemble 1700 und die Sänger*innen um Terry Wey mit italienischer Virtuosität und französischer Eleganz. Aus Spanien bringen Ulises Illán, Nereydas, Natalie Pérez, Federico Florio und Roberta Mameli Galuppis „Didone“ mit. Tickets: musikfestspiele-potsdam.de
Erinnern Sie sich an den Weltrekord-Obstsalat, mit dem es der Fruchthof Berlin im September ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft hat? Rund zwölf Tonnen Äpfel, Wassermelonen, Ananas und andere Früchte wurden damals von 400 Helferinnen und Helfern zerkleinert – und werden jetzt wiederverwertet.
Der Obstsalat wurde inzwischen unter anderem zu Saft, Marmelade und Eis verarbeitet. Letzteres verkauft die Berliner Eismanufaktur Florida ab dem kommenden Wochenende in ihren Eiscafés. „Jede Kugel wird ein wenig anders schmecken“, sagte Chef Olaf Höhn dem Checkpoint. Grund: Der Obstsalat wurde eben nicht von Maschinen, sondern von Menschen geschnibbelt. Der Erlös aus dem Eisverkauf geht an die Berliner Tafel.
Das 29-Euro-Ticket ist seit einigen Monaten Geschichte – den Berliner Haushalt belastet das Lieblingsprojekt von Franziska Giffey (SPD) immer noch. Weil die Tickets noch bis Ende Februar 2025 galten und die Abos anschließend – ohne Preisaufschlag für die Kundinnen und Kunden – bis zum Ende der Vertragslaufzeit ins Deutschland-Ticket umgewandelt wurden, muss das Land mehrere Millionen Euro an Zuschüssen dafür bereitstellen.
Wie hoch die Summe genau ist, hat die Verkehrsverwaltung nun verraten: Sie bittet den Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses 69 Millionen Euro der eigentlich gesperrten 300 Millionen Euro für das Ticket in diesem Jahr wieder freizugeben. Der „bestehende Finanzbedarf für die Abwicklung des Berlin-Abos“ sei bei der Haushaltskonsolidierung „nicht weiter berücksichtigt“ worden, heißt es durchaus etwas anklagend in dem Schreiben.
Problematisch für die Verkehrsverwaltung: Die schwarz-rote Koalition hat sich darauf verständigt, dass jede Sparmaßnahme, die nicht wie geplant umgesetzt werden kann, aus dem gleichen Fachressort refinanziert werden muss. Und weitere 69 Millionen Euro aus einem ohnehin schon zusammengekürzten Budget zu streichen, dürfte für einige Kopfzerbrechen im Haus von Ute Bonde sorgen. Zunächst kauft man sich Zeit: „Die abschließende haushälterische Abwicklung erfolgt im Rahmen des Jahresabschlusses für den Gesamthaushalt“, heißt es in dem Schreiben.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Zahlreiche Menschen nutzten gestern bereits die Chance, sich ins Kondolenzbuch für Margot Friedländer einzutragen. Wer die Berlinerin auf ihrem letzten Weg zumindest aus der Ferne begleiten will: Der RBB überträgt die Beerdigung am Donnerstag ab 10 Uhr. Der Termin für die große Trauerfeier werde demnächst bekanntgegeben, teilte die „Margot Friedländer Stiftung“ mit.
Ein Berliner Senatsmitglied hat es bekanntlich nicht ins Bundeskabinett geschafft. Dafür gelingt einer Pressesprecherin jetzt dieser Sprung: Silke Brandt, seit 2023 Sprecherin von Finanzsenator Stefan Evers (CDU), wird neue Sprecherin von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) und auch die Pressestelle des Ministeriums leiten. Eine Nachfolgerin für Brandt wurde noch nicht bekanntgegeben.
Schluss mit lustig, denkt sich der Senat, und verdreifacht die Bußgelder für Investoren, die Fördergelder für Sozialwohnungen kassieren, diese aber nie als solche anbieten. Mehrere solcher Fälle, unter anderem in der Europacity, hatten in den vergangenen Monaten für Aufsehen gesorgt.
Neues vom ewigen Bauzaun in der Charlottenstraße (CP vom 19.11.24). Die Staatsbibliothek hat „die Ärmel hochgekrempelt“ und den seit 20 Jahren existierenden Zaun „in Eigenregie mit einem Banner aufgewertet“ (Beweisfoto hier). Wir hoffen inständig, dass der Bezirk informiert wurde, denn: Wo kommen wir da hin, wenn die Berliner jetzt auch noch selbst ihre Stadt verschönern dürfen?
Mit Vertretungen in New York und Peking bemüht sich Berlin um gute Wirtschaftsbeziehungen ins Ausland. Offenbar erfolgreich. Unter der „Voraussetzung der Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln” sei ein weiteres Büro in Asien geplant, heißt es vonseiten des Senats. Wo genau, wird voraussichtlich im Sommer bekanntgegeben. (Quelle: Anfrage Melanie Kühnemann u. Sven Meyer, beide SPD).
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Entdecken Sie den Secret Champagne Garden im The Ritz-Carlton, Berlin und genießen Sie in dieser Oase inmitten den Großstadtdschungels eine luxuriöse Etagere mit feinen Petit Fours und frischen Früchten, begleitet vom sommerlichen Cocktail „Golden King Kong“. Jetzt buchen!
Kaum geht der Parlamentsbetrieb nach vier Wochen Pause wieder los, macht der Wirtschaftsausschuss im Abgeordnetenhaus erstmal eine Klassenfahrt nach Paris (von Dienstag bis Freitag). Die Abgeordneten besuchen unter anderem die Nationalversammlung, die Deutsch-Französische Handelskammer und die Messe Paris. Fauxpas der Reiseleitung: Das Centre Pompidou steht nicht auf dem Programm. So wird das nichts mit dem ICC.
Gestern wurde bekanntgegeben, welche beiden NFL-Teams in Berlin aufeinandertreffen: die Indianapolis Colts spielen am 9. November im Berliner Olympiastadion gegen die Atlanta Falcons. Beide Football-Mannschaften verpassten im vergangenen Jahr die Playoffs. Für Berlin reicht’s offenbar.
Müll, Müll, Sondermüll: Seit knapp einem Monat liegt mitten in Berlin ein Haufen Asbest-Bauschutt – die Trümmer der Haupttribüne des alten Jahn-Stadions in Prenzlauer Berg. Wann der Giftmüll abtransportiert wird, ist unklar: Es sei ein „komplexer Prozess“, ein Ort für die Endlagerung stehe noch nicht fest, so Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt. Christian Hönicke berichtet und Ralf Schönball kommentiert den Fall (T+).
Immerhin: Der Senat hat gestern den Bebauungsplan für den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark beschlossen, jetzt muss noch das Abgeordnetenhaus zustimmen. Zuerst soll das Stadion gebaut, dann neue Sportanlagen ergänzt werden, unter anderem für Fußball, Blindenfußball, Volley- und Basketball, Leichtathletik und Tennis. Die Anlage wird teurer als ursprünglich gedacht, soll aber billiger werden als zuletzt befürchtet.
Zitat
„Er muss beweisen, dass er der Kanzler aller Deutschen ist.“
Morgen hält Bundeskanzler Friedrich Merz seine erste Regierungserklärung. Politikberater Rainer Faus hat klare Erwartung an die Rede (T+).
Stadtleben
Verlosung – Wer gerade im Kino war und „Bolero“ gesehen hat, kann am Sonntag weitermachen: Ein Konzert in der Philharmonie widmet sich der spanischen Klassik von „Carmen“ bis „Bolero“, es spielt das Deutsche Philharmonie Orchester Berlin. Anlass ist der 150. Geburtstag von Maurice Ravel in diesem Jahr. Wir verlosen 2x2 Karten! Start 15.30 Uhr, reguläre Tickets gibt es ab 37 Euro (25 ermäßigt) bis 92 Euro. Herbert-von-Karajan-Straße 1, U-/S-Bhf Potsdamer Platz
Essen & Trinken – Die schwere Tür löst ein Clubgefühl aus. Das Publikum im „Katerschmaus“ ist international und wirkt nicht ganz unbetucht, was auf dem Gelände des alternativen Kulturzentrums am Holzmarkt möglicherweise überrascht – bei Preisen von 30 bis 40 Euro für Hauptgerichte aber naheliegt. Die Karte ist klein, mit einem saisonalen Teil, bei dem natürlich Spargel gerade eine Hauptrolle spielt. Tadellos nach Wunsch gegart ist das Filetsteak aus dem Emsland, kombinierbar zum Beispiel mit knusprigen Kartoffel-Ziegenkäse-Kroketten. Offensichtlich beliebt ist der Salat mit grünem Spargel, Balsamico-Erdbeeren und Basilikum. Zum Dessert gibt es u.a. knackige Crème brûlée oder hausgemachte Petits Fours. Mittags bietet man ein paar günstigere Gerichte an. Mo-Fr 12-15 Uhr, Lunch am Sa 13-16 Uhr, Dinner Mo-Sa 18-22 Uhr, Holzmarktstraße 25, S-Bhf Jannowitzbrücke
Last-Minute-Lesung – Eine der am intensivsten untersuchten Episode des Dritten Reichs sind Hitlers letzte Tage im Führerbunker in Berlin. Viel mehr Zeit aber verbrachte er in seinem Hauptquartier im Osten, der „Wolfsschanze“. Über 800 Tage sollen es zwischen 1941 und 1944 gewesen sein, recherchierte der Autor Felix Bohr für sein Buch „Vor dem Untergang. Hitlers Jahre in der Wolfsschanze“ (Suhrkamp). In dem abgelegenen Komplex im damaligen Ostpreußen wurde der Angriffskrieg gegen die Sowjetunion koordiniert und über die Ermordung der europäischen Juden entschieden. Bohr hat anhand von Berichten von Offizieren, Köchinnen und Kammerdienern sowie bisher unveröffentlichten Dokumenten den Alltag in der Wolfsschanze rekonstruiert. Lesung und Gespräch zur Recherche heute in der Urania um 19.30 Uhr, Karten 8/5 Euro, An der Urania 17, U-Bhf Wittenbergplatz
Noch hingehen – Als Promifotograf David LaChapelle das erste Mal vor Sandro Botticellis „Venus und Mars“ stand, war er von der Kraft der Komposition tief beeindruckt. Eine postkoitale Szene, in der der Kriegsgott eingenickt ist, während Venus etwas unbefriedigt dreinblickt. LaChapelle, der sich damals gerade mit der Ausbeutung Afrikas auseinandersetzte, verwandelte das Gemälde in eine Allegorie über den Kampf zwischen Krieg und Gier, Liebe und Schönheit. Aber wer konnte Afrika verkörpern, auf einem Level wie Simonetta Vespucci, die aristokratische Schönheit, die für Botticelli posiert hatte? Natürlich Naomi Campbell, DAS Schwarze Supermodel. Die Galerie Camera Work würdigt (noch bis 31.5.) in 30 Porträts, Akten und Modefotografien Campbells Werdegang, die Vielschichtigkeit ihres Schaffens und ihren Einfluss auf Fotografie und Popkultur. Di-Sa 11-18 Uhr, Eintritt frei, Kantstraße 149, S-Bhf Savignyplatz
Grübelstoff – Mal ehrlich, wie viel körperliche Ertüchtigung existiert in Ihrem Alltag? Nur mal so ein Hinweis, was die WHO als absolutes Minimum empfiehlt: 2,5 Stunden moderate oder 1,25 Stunden intensive Bewegung pro Woche. Als „moderat“ zählen zum Beispiel zügiges Spazieren, lockeres Radfahren oder Tanzen. Kann ja nicht so schwer sein, tja, oder etwa doch?
Kiekste
Der Berliner Realismus à la Otto Dix lebt! Gesehen von Otto Kückmann in Moabit. Danke! Weitere museale Hingucker gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100 (Stadtring): Von 21 bis 5 Uhr ist der Abschnitt zwischen Oberlandstraße und Späthstraße (A113) in Fahrtrichtung Süd (Schönefeld) gesperrt. Auch die Einfahrt Grenzallee ist in Richtung Schönefeld gesperrt.
A100 (Stadtring): Der Verkehr wird ab Donnerstag dreispurig durch den Tunnel Rathenau-Platz geführt. Vorbereitende Maßnahmen finden heute und morgen (jeweils ab 20 Uhr bis 5 Uhr) statt.
Alt-Treptow: Die Baustelle im Bereich der Kreuzung Am Treptower Park/Elsenstraße wird ganztägig umgebaut. Im Anschluss bestehen weiterhin Verkehrseinschränkungen in allen Richtungen.
Mitte: Der Bereich Werderscher Markt wird umfangreich abgesperrt. Betroffen sind von 6 bis ca. 17 Uhr vor allem
* Französische Straße
* Schloßplatz
* Breite Straße
* Rathausstraße
* Spandauer Straße
Weitere Sperrungen sind situationsbedingt möglich.
Kaiser-Wilhelm-Straße (Lankwitz): Bis Mitte Juni ist die Fahrbahn stadtauswärts zwischen Kurfürstenstraße und Luisenstraße auf einen Fahrstreifen verengt.
Filandastraße (Steglitz): Bis Mitte Juli 2025 ist die Fahrbahn in beiden Richtungen zwischen Bergstraße und Südendstraße auf einen Fahrstreifen verengt und verschwenkt. Der Althoffplatz ist von der Filandastraße abgehängt (Sackgasse).
Wilmersdorf: Von 7 bis 17 Uhr ist der rechte Fahrstreifen im Bundesplatztunnel Richtung Lietzenburger Straße gesperrt.
Nahverkehr – S-Bahn – S45, S46 und S47: Ab ca. 22 Uhr bis Montag, ca. 1.30 Uhr, fahren keine Züge zwischen Schöneweide und Neukölln.
S8, S85 und S9: Ab ca. 22 Uhr bis Montag, ca. 1.30 Uhr, fahren keine Züge zwischen Schöneweide und Treptower Park. Vorsicht: Der eingerichtete Ersatzverkehr S9 wird von ca. 12 bis 24 Uhr im Abschnitt zwischen S Plänterwald und S Treptower Park nicht bedient.
Regionalverkehr – RE2: Bis 17.5. halten ganztägig mehrere Züge dieser Linie in Richtung Nauen nicht in Spandau.
Demonstration – Für heute sind 16 Demos angemeldet (Stand 13.5., 14 Uhr), u.a. „GEW – Warnstreik für einen Tarifvertrag Gesundheitsschutz“: acht Menschen, Josef-Orlopp-Straße 20 (7-7.45 Uhr)
„Aktionstag für eine Schulstraße“: 400 Teilnehmende, Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule, Tietzenweg (10-14.30 Uhr)
„Prozessbegleitung für den zweiten Gerichtstermin des jüdischen Filmemachers Dror Dayan“: 70 Menschen, Turmstraße 91 (11-15 Uhr)
„Schluss mit Horrorstraßen, Fahrradfahrende fordern Sicherheit“: 100 Demonstrierende, ADFC Berlin, Lützowplatz, Otto-Suhr-Allee, Friedrich-Wilhelm-Platz, Innsbrucker Platz, Potsdamer Brücke, Lützowplatz (17-21 Uhr)
„Neukölln steht zusammen: Rechtsextremismus klar benennen und bekämpfen! Neukölln hat ein Nazi-Problem. (...)“: 100 Menschen, Bündnis Neukölln, Karl-Marx-Straße 83 (17.30-19.15 Uhr)
Gericht – In zwei Prozessen geht es um Verwendung der Parole „From the river to the sea, Palestine will be free“. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich um eine Parole der verbotenen Terrororganisation Hamas handelt. Angeklagt sind eine 26-Jährige und ein 43-Jähriger wegen Verwendens von Kennzeichen terroristischer Organisationen (9.15 Uhr und 11.45 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A456).
Universität – Schnell noch mitmachen: Das Sommersemester läuft, aber an der Freien Universität kann man noch ins Gasthörstudium einsteigen. Für Schüler:innen (Klasse 10-13) ist das sogar kostenlos, ansonsten zum Beispiel im „Classic“-Programm 160 Euro fürs Semester (inklusive Vergünstigungen für Sprachkurse).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Cate Blanchett (56), australische Filmschauspielerin, spielte u.a. die Elbenherrscherin Galadriel in den Verfilmungen von „Der Herr der Ringe“, bei der Berlinale 2023 stellte sie den Film „TÁR“ vor / Eoin Colfer (60), irischer Schriftsteller („Artemis Fowl“-Reihe), u.a. 2018 im Schlosspark Theater mit „Illegal“ / Gerhard Haase-Hindenberg (72), Schauspieler („Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat“), Regisseur, Autor, sein Buch „Der Mann, der die Mauer öffnete“ war die Grundlage für den Film „Bornholmer Straße“, in dem er auch mitspielte / „Liebe Helga, die allerliebsten Geburtstagsglückwünsche aus Charlottenburg. Gute Besserung, für das neue Lebensjahr viel Gesundheit und Freude und jetzt wird es wirklich Zeit, für ein Frühstück im Britzer Garten“ / Ulrike Folkerts (64), Schauspielerin, vor allem bekannt als „Tatort“-Kommissarin Lena Odenthal, Patin des Labyrinth Kindermuseums im Wedding / Oliver Polak (49), Entertainer und Podcaster, macht u.a. Stand-up-Comedy in Berlin / Ivan Prtajin (29), kroatischer Fußballspieler, beim 1. FC Union unter Vertrag / Jenny Schily (58), Schauspielerin (u.a. „Die Stille nach dem Schuss“, Serie „Babylon Berlin“), studierte an der Hochschule „Ernst Busch“ / Jens Sparschuh (70), Schriftsteller („Der Zimmerspringbrunnen“), in „Ich dachte, sie finden uns nicht“ wandert er u.a.durch Berlin-Pankow und zum Bahnhof Friedrichstraße / Jörg-Otto Spiller (83), Politiker (SPD), war von 1986 bis 1994 Bezirksbürgermeister von Berlin-Wedding
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Bernhard Fritze, * 23. September 1943, verstorben am 25. April 2025 / Michael Oppert, * 2. Mai 1938, verstorben am 26. März 2025 / Alois Gottfried Pernat, * 28. August 1947, verstorben am 3. Mai 2025 / Ulrike Radmer, * 29. Juni 1936, verstorben am 22. April 2025
Stolperstein – Paul Korngold (*1885) war verheiratet und leitete gemeinsam mit seinem Schwager zwei Möbelfabriken in Berlin. Er hatte mit seiner Frau Martha vier Kinder. Das Paar überlebte das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Im April 1945 verließen noch mal drei Züge dieses KZ mit Ziel Theresienstadt. Im letzten Zug befanden sich Martha und Paul Korngold. Der Zug irrte durch Deutschland, wurde beschossen und strandete am 23. April 1945 in Tröbitz (Brandenburg). Martha starb im „verlorenen Zug“, ihr Mann wurde noch befreit, starb aber am 14. Mai 1945 an den Folgen. An Paul Korngold erinnert ein Stolperstein in der Leibnizstraße 57 in Charlottenburg.
Encore
Oft hilft ein Blick von außen, um zu sehen, was man hat. Die „New York Times“ empfiehlt einen Kurzurlaub in Berlin und gerät ins Schwärmen:
+ Die Kieze! „A sprawling city, Berlin is decentralized, with dozens of kieze, or neighborhoods, each with its own character and heart.“
+ Die Spätis! „brightly lit spätis, convenience stores that stay open late and sometimes offer outdoor seating“.
+ Der Nahverkehr! „The public transit network is smooth and well-connected, with buses, trams, a subway and an above-ground train.“
+ Das Frühlingsgefühl! „The best time to visit Berlin begins in spring, when the city’s outdoor spaces are bustling with activity into the wee hours.“
Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt, aber dennoch: Wie schön, dass wir für diesen Städtetrip nur vor die Haustür müssen.
Im heutigen Checkpoint-Reisebus sind Christoph Papenhausen (Recherche), Antje Scherer (Stadtleben) und Jennifer Katona (Frühproduktion) mitgefahren. Morgen zeigen Ihnen Jessica Gummersbach und Stefan Jacobs Berlins schönste (und nervigste) Ecken.
Auf bald,
