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Lehrer streiken um die Aufmerksamkeit der Berliner PolitikGrüne, Linke und Teile der SPD haben Papier für Rot-Rot-Grün geschriebenSo kann die Berlin-Wahl juristisch noch angefochten werden

wir feiern heute den Weltlehrertag – und einige Lehrer feiern am Mittwoch frei. Seit 1996 wird der Tag in Erinnerung an die „Charta zum Status der Lehrerinnen und Lehrer“ der UNESCO zelebriert. Damals wie heute ging es um qualifizierte Lehrkräfte und gute Bildung. Dafür wollen ab morgen auch Berliner Lehrkräfte streiken. Die GEW hat an 28 Schulen zum Warnstreik aufgerufen (an welchen, lesen Sie hier), sie sollen vor den Parteizentralen in Berlin für einen Tarifvertrag zum Gesundheitsschutz und kleinere Klassen protestieren. Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) hat das abgelehnt. Lehrermangel, Schulbauoffensive und Pandemie machen das Bildungsressort ohnehin zum ungeliebten Ballast für alle Parteien. Wir lassen uns nicht bei Koalitionsverhandlungen verramschen – auch das ist ein Signal des Streiks. Für Eltern und Schüler mag das lästig sein. Aber wer so gegen Streiks argumentiert, sollte sich auf der Demonstration dezent neben einen Geschichtslehrer stellen.

Wie geht dieser Spruch nochmal? Ah, ja: Sondieren geht über Studieren! Es wird, zumindest auf der Berliner Landesebene, gerade sondiert, bis sich die Balken biegen, der Arzt kommt, die Schwarte kracht (je nach Geschmack, aber dazu gleich mehr): SPD mit Grünen, SPD mit Linken, Grüne mit Linken, SPD mit CDU, SPD mit FDP, FDP mit Grünen, Grüne mit CDU – und dann soll es von vorn losgehen. Neue Runde, neues Glück. Jeder darf mal, jeder mit jedem, alle müssen sich einmal nackig machen und nichts dringt nach außen. Berliner Landespolitik goes Kitkat.

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