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9-Euro-Ticket – ein Riesenerfolg, der Pendler vergrault? Wall erwägt Werbetafeln nachts länger abzuschalten, um Strom zu sparen Schnauze voll von Berlin? Checkpoint sucht Hauptstadt-Flüchtlinge

an diesem Morgen haben für Grüße von Checkpoint-Leserin Karin Kenneweg erhalten: „Wir genießen den perfekten Sommerurlaub in der Normandie. Z.B. in Etretat, wo sich die Möwe fotogen in den Vordergrund gedrängt hat.“

Foto Karin Kenneweg (Normandie)

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de

In drei Wochen läuft das 9-Euro-Ticket ab, das dem Finanzminister irgendwie zu gratis ist und der SPD in der Bundesregierung offenbar nicht wichtig. Regiermeisterin Franziska Giffey fordert allerdings ein Anschlussangebot, etwa ein 365-Euro-Jahresticket. Laut einer Studie wurden rund drei Prozent Autofahrten vermieden und Millionen Ausflüge unternommen, die man sich sonst nicht geleistet hätte. Unklar ist, wie viele Pendler vor den überfüllten Zügen geflüchtet sind. Dem CP ist ein Fall bekannt, in dem ein Pendler aus Werder seit Juni die 100 Kilometer mit dem Auto zur Arbeit nach Rüdersdorf fährt, weil er mit dem Fahrrad (das er für den Weg vom und zum Bhf. Erkner braucht) nicht mehr in den RE1 passt.

Die Bahn geht auf CP-Anfrage auf möglichweise verschreckte Pendler nicht direkt ein, sondern berichtet von Marktforschung, wonach 20 Prozent der Kunden vorher nicht oder kaum Öffis genutzt hätten und 90 Prozent der Kunden mit ihrer „letzten Fahrt“ zufrieden seien. Allerdings hätten mehrfach Züge wegen Überfüllung nicht abfahren dürfen.

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