festen Schrittes schreitet Berlin in die Winterferien: Privates Streuen mit Tausalz, Kochsalz oder Spülmaschinensalz ist jetzt ausnahmsweise erlaubt. Auf Anweisung von Kai Wegner erließ Verkehrssenatorin Ute Bonde (beide CDU) am Freitag eine Allgemeinverfügung. Der Regierende Bürgermeister teilte mit, der Schritt sei trotz rechtlicher Unsicherheiten geboten, notwendig bleibe aber eine gesetzliche Regelung. „Darüber werden wir in der Koalition zeitnah weitersprechen.“
Vielleicht erledigen sich damit die bisher heißesten Trends der Fashion Week: Spikes und Wanderstöcke. Selbst stilbewusste Influencer verließen ihre Altbauwohnungen in den vergangenen Tagen teils ausgerüstet wie Reinhold Messner auf Alpentour, der vereiste Gehweg wurde zum Catwalk. Die Nachfrage nach stachligen Schuh-Überziehern war (verständlicherweise) enorm, berichteten Mitarbeiter von Outdoorgeschäften: „In drei Wochen haben wir Mengen verkauft wie sonst in fünf Jahren.“ Das stand wohl auf keiner Bingo-Karte für 2026.
Unangenehm vertraut klingt dagegen diese Meldung: Am Montag werden U-Bahnen, Trams und Busse stillstehen. Verdi hat bundesweite Streiks angekündigt, auch die BVG ist betroffen. Die Unternehmensführung lässt rechtliche Schritte prüfen: Die mühsam enteisten Tram-Oberleitungen könnten ohne regelmäßigen Verkehr wieder zufrieren. Da hilft auch kein Streusalz.
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