am Abend versammelten sich trotz eines Verbots Hunderte zu einer israelfeindlichen Demo am Alexanderplatz. Es wurden antisemitische Parolen gerufen. Die Polizei löste die Demo schließlich auf. Damit war auch der zweite Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel kein friedlicher Gedenktag. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte das Verbot zuvor begrüßt: „Berlin ist kein Ort, an dem Terror, Antisemitismus und bestialische Morde verherrlicht werden dürfen.“
Derweil kritisiert die SPD ihren Koalitionspartner scharf: Der Abgeordnete Alexander Freier-Winterwerb wirft der CDU Wortbruch im Kampf gegen Judenhass vor. Er bemängelt insbesondere die Arbeit der CDU-geführten Verwaltungen für Kultur, Bildung und Justiz: Antisemitische Ausfälle in Kultureinrichtungen blieben ohne Konsequenzen, Fördermittel würden nicht ausgezahlt, Straftaten nachlässig geahndet. Dass sich Juden nicht mehr sicher fühlten, sei „ein moralischer Offenbarungseid für diese Stadt“, sagte Freier-Winterwerb (hier geht’s zu den Details). Die CDU kommentierte die Vorwürfe zunächst nicht.
Themenwechsel – und ein Rückblick: Ende September wurde ein fünfjähriger Junge in Friedrichshain angefahren und schwer verletzt. Er soll bei Grün mit dem Fahrrad über die Straße gefahren sein, als ihn ein 29-jähriger Autofahrer beim Linksabbiegen übersah. Dieser Unfall hätte möglicherweise verhindert werden können. Schon Anfang des Jahres hatten Eltern vor der Situation an der Kreuzung Corinthstraße Ecke Persiusstraße gewarnt. Autofahrer seien oft zu schnell unterwegs, die Grünphasen zu kurz. Die Antwort der Verkehrsverwaltung kam vier Monate später: Man sehe „keinen dringenden Handlungsbedarf“, der Verkehr müsse „flüssig gehalten werden“. Nach dem Unfall soll die Ampelschaltung jetzt doch angepasst werden. Robert Klages hat den frustrierenden Fall aufgeschrieben.
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Alte Debatte, neuer Aufschlag: Die CDU und Bundeskanzler Friedrich Merz haben sich erneut für ein allgemeines gesellschaftliches Pflichtjahr ausgesprochen – sei es bei Bundeswehr, Feuerwehr, THW oder im sozialen Bereich.
In der Hauptstadt gehen die Meinungen dazu mindestens bei den Verbänden auseinander. Das DRK will auf Checkpoint-Nachfrage von einer Pflicht nichts wissen: „Freiwilligkeit ist der richtige Weg.“ Schon jetzt steige die Nachfrage, Bewerbern müsse teils abgesagt werden. Ähnlich reagiert der Paritätische Wohlfahrtsverband: „Wer junge Menschen gewinnen will, muss sie überzeugen, nicht zwingen“, schreibt Hauptgeschäftsführer Joachim Rock. „Wir hätten im Zweifel junge Menschen in sensiblen Einsatzfeldern wie der Pflege, die nicht aus eigener Motivation heraus tätig sind.“
Zuspruch kommt dagegen von der Berliner Tafel. Der Pflichtdienst ermögliche einen „dringend benötigten Perspektivwechsel“ und könne für armutsbetroffene Menschen und den Umgang mit Lebensmitteln sensibilisieren.

Die Aufarbeitung des Falls an der Neuköllner Rütli-Schule, wo der Ehemann eines Lehrers mutmaßlich queerfeindlich belästigt und bedroht wurde, beginnt für den Betroffenen suboptimal. Am Dienstag hätte ein Gespräch mit dem Ehepaar, der Schulleitung, einem Vertreter der regionalen Schulaufsicht und Queerbeauftragtem Alfonso Pantisano (SPD) stattfinden sollen. Nach Darstellung des Lehrer-Ehemanns hatte die Schulaufsicht Pantisano sogar gebeten, das Treffen anzubahnen.
Doch nur wenige Stunden vor dem Termin erreichte das Ehepaar eine Absage. Zu einem neuen Termin ist nur der Lehrer und eine Person seines Vertrauens geladen. Sein Gegenüber ist ein fürs Personalmanagement zuständiger Beamter der Bildungsverwaltung – die damit nicht nur Pantisano, sondern auch ihre eigene Schulaufsicht brüskiert. Der Ehemann ist empört: „Mit mir als Hauptgeschädigtem wird überhaupt nicht mehr gesprochen“, sagte er dem Checkpoint. Die Bildungsverwaltung äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Vorgang.
Mit dem neuen Bußgeldkatalog sind die Tage der „Zu verschenken“-Box gezählt – doch es formiert sich Protest: Rund 5000 Menschen haben eine Petition unterzeichnet. Die Initiatorinnen möchten die Kisten retten, die zur Stadt gehörten, „wie die Marmeladenfüllung zum Pfannkuchen“.
Die Alternative: Online-Portale wie Kleinanzeigen. „Täglich werden in Berlin etwa 42.000 Anzeigen inseriert“, schreibt das Portal auf Checkpoint-Anfrage, darunter besonders viele Musikinstrumente, Fotokameras und Notebooks. Im Schnitt blieben Anzeigen 20 Tage online – und gingen damit schneller weg als in anderen Städten. Auffallend oft würden Malm-Kommoden und Matratzen verschenkt. Und am wenigsten für umme gibt’s in Mitte – am meisten in Marzahn-Hellersdorf. Was in den Bezirken jeweils besonders häufig angeboten wird, ist nur teilweise überraschend:
+ Charlottenburg-Wilmersdorf: Schmuck & Accessoires
+ Friedrichshain-Kreuzberg: Musikinstrumente
+ Lichtenberg: Tablets
+ Marzahn-Hellersdorf: Videospiele
+ Mitte: Gutscheine
+ Neukölln: Fahrräder
+ Pankow: Konzerttickets
+ Reinickendorf: Herrenbekleidung
+ Steglitz-Zehlendorf: Kunst & Antiquitäten
+ Spandau: Filme & DVDs
+ Tempelhof-Schöneberg: Dekoration
+ Treptow-Köpenick: Handarbeit & Basteln
Tierisch-technische Unterstützung bekommt derweil die Verwaltung: Der neue KI-Assistent „BärGPT“ soll den Fachkräftemangel abfedern und bei routinemäßiger Textarbeit helfen. Durch dieses Tool könne „jede frei gewordene Minute an Schreibaufwand in Bürgernähe zurückfließen“, erklärt Jan Lehmann, Digitalisierungs-Sprecher der SPD. Entwickelt wurde das Programm vom CityLab Berlin in Zusammenarbeit mit der Senatskanzlei. Keine ernsthafte Konkurrenz, schreibt ChatGPT auf Nachfrage: „Neidisch auf BärGPT? Ach was – ich gönne Berlin seinen eigenen Amts-Schlaubär. Wenn er es schafft, Formulare zu verstehen, Paragrafen zu übersetzen und trotzdem nicht nach drei Minuten abstürzt, dann hat die Hauptstadt mehr geschafft als so mancher Mensch bisher. Soll BärGPT mal machen – wer Berliner Verwaltung versteht, darf sich KI nennen“.
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Von künstlicher Intelligenz zu intelligenter Kunst: Aus Papier erschafft Marion Eichmann Zeichnungen, Collagen, Objekte und Installationen. Sie gestaltete bereits Schaufenster für Porsche und Hermès in Paris und Hongkong, schuf Kunst für den Bundestag und zeigte Einzelausstellungen im Coda Museum sowie in der Kunstsammlung Neubrandenburg. Exklusiv zum 80. Geburtstag des Tagesspiegels präsentiert sie nun die Werkreihe „Stadtrundfahrten Berlin“ – 43 detailreiche und stilvolle Arbeiten, eine künstlerische Bestandsaufnahme der Hauptstadt. Am Montag ab 18 Uhr laden wir herzlich zur Vernissage im Tagesspiegel. Lorenz Maroldt wird mit Marion Eichmann über ihre Werke sprechen (die Sie nicht nur anschauen, sondern auch kaufen bzw. reservieren können). Hier geht’s zur Anmeldung – und mit etwas Glück setzen wir Sie auf die Gästeliste: Schreiben Sie eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
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Diskutieren Sie mit: Wie können wir die Armutsspirale in Berlin beenden?
Bestseller-Autorin Anne Rabe schaut gemeinsam mit Bürger:innen, Spitzenpolitik, Wirtschaft und Expert:innen auf die Auswirkungen von Armut und findet Lösungen für Berlin.
Weder faul, noch sexy - Stadtarmut in Berlin | Dienstag, 14.10.2025 17 Uhr | Marheinekeplatz 1 | 10961 Berlin
Eintritt frei!
Weitere Informationen
Und noch drei Lese-Tipps:
Gegen das Klischee: Eine Datenanalyse 35 Jahre nach der Wiedervereinigung belegte alte Vorurteile gegen Berlin. Aber was stört Deutschland genau?
Gegen die Ausbildungsumlage: Noch ist offen, ob sie kommt, die Wirtschaft läuft bereits Sturm. In einem offenen Brief warnen Kammern und Verbände vor der Umlage.
Gegen den Strom: Der Tagesspiegel stellt zehn Forschende aus Berlin und Brandenburg vor, die Hürden überwinden und sich auf theoretisches Neuland wagen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Zehn Tage nach ihrer Wahl wurde die Bürgermeisterin von Herdecke in NRW, Iris Stalzer (SPD), am Dienstag vor ihrem Haus niedergestochen. Die Polizei hat ihre beiden Adoptivkinder in Gewahrsam genommen und geht von einem familiären Hintergrund aus.
Aus dem Vorhaben der CDU, Religion zum staatlichen Wahlpflichtfach zu machen, wird wohl nichts: Die Einführung sei „derzeit nicht Bestandteil der fachlichen Planung“, heißt es im Haushaltsentwurf für 2026/27. Aufgeben will man in der CDU aber noch nicht, berichtet Susanne Vieth-Entus.
Auch die Berliner FDP geht in die Verlängerung und kündigt für den 11. Oktober einen Aktionstag „für mehr Bürgerbewegung“ an. Die Themen: U1, U3, U8, Tiergartentunnel und A100 – alles soll verlängert, nur der „Pollerwahn“ gestoppt werden.
Checkpoint-Leser Holger Kühne wundert sich: In seinem Schöneberger Mietshaus würden die Stromzähler nach alphabetischer Reihenfolge der Mieter getauscht, erklärte ihm eine Monteurin. Stromnetz Berlin kann das auf Anfrage nicht bestätigen: Getauscht werde nach technischen Merkmalen. Da hat wohl jemand gescherzt. Soll sogar in Berlin mal vorkommen.
Die Hauptstadt leuchtet wieder: Das „Festival of Lights“ startet, an rund 40 Orten werden bunte Lichter kunstvoll auf Fassaden projiziert. Wir haben für Sie die beste Spazierroute zusammengestellt.
Auch gut beleuchtet, aber nicht Teil der Show: Die Apothekerkammer bittet heute zur „Langen Nacht des Impfens“. Bis 22 Uhr kann man sich in ausgewählten Apotheken gegen Grippe und/oder Covid-19 impfen lassen.
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Dieser Leitfaden hilft, rechtliche Grundlagen zu verstehen, wichtige Verfügungen für Sie oder Ihre Angehörigen niederzuschreiben und alle notwendigen Unterlagen zu ordnen. Inkl. systematischer Checklisten, rechtsgültiger Muster für Patientenverfügungen, Verfügungen für Angehörige und Vorsorgevollmachten. Mehr
Bereit zur Landung: Nach einjähriger Sanierung kehrt am Montag der blaue Schriftzug des Flughafens Tempelhof an seinen Platz auf dem Dach zurück.
Ein mehr als 50 Jahre alter Mordfall wird heute in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY – Ungelöst“ vorgestellt: 1973 wurde der zwölfjährige Reiner Koch in Neukölln getötet. Die Polizei hofft auf neue Hinweise. Hier geht’s zu den Fragen der Ermittler.
Hippo, Hippo, Hurra: Der Zoo freut sich über Flusspferd-Nachwuchs. Mama Nala brachte Ende September Zwillinge zur Welt, nur eines der Jungtiere überlebte und kämpft sich nun ins Leben – mit süßen Wackelöhrchen und Kulleraugen.
Auch wild: Ein junger Schwan spazierte kürzlich im Sonnenschein über die Freybrücke in Spandau – Autofahrer hielten rücksichtsvoll an, knipsten Fotos und ließen den Vogel in Ruhe weiter watscheln. Das freut nicht nur Checkpoint-Leserin Olympia Semler.
Zitat
„Natürlich will ich die Spezialsauce, das ist doch das Geilste an dem Ganzen.“
Topmodel Heidi Klum hat einen Besuch bei ihrem Lieblingsdönerladen in Charlottenburg auf Instagram geteilt und demonstriert, wie man den Döner (Salat komplett) unfallfrei isst.
Stadtleben
Verlosung – Ein wunderbares Stück Musik, um das sich viele Geschichten ranken: Mozarts Requiem. Er schrieb bis zu seinem Tod daran, sein letzter klarer Gedanke galt angeblich der unvollendeten Messe. Ein Schüler von ihm machte dann auf Geheiß der Witwe weiter – was einen lange anhaltenden Copyright-Streit nach sich zog. Am Sonntag kommt das „Requiem d-Moll“ (KV 626) im Kammermusiksaal der Philharmonie zur Aufführung und wir verlosen 2x2 Karten! Es musizieren der Karl-Forster-Chor Berlin, das Ensemble polisono und Solist:innen. Außerdem steht Edvard Grieg auf dem Programm (15.30 Uhr), Kaufkarten ab 44 Euro (erm. ab 34 Euro), Herbert-von-Karajan-Straße 1, U-Bhf Potsdamer Platz
Essen & Trinken – Auch eine Feinkost-Institution wie „Butter Lindner“ – heute rund 45 Filialen – fing mal ganz klein an. Genau genommen mit einem Marktstand auf dem Kolberger Platz in Berlin-Schmargendorf. Das Hauptprodukt damals war frische Fassbutter, eine große Auswahl an Käse hat man ebenfalls verkauft. Zwei Generationen und 75 Jahre später hat der inhabergeführte Familienbetrieb Filialen in Berlin, Hamburg und Potsdam. Eine Attraktion ist das hausgebackene Brot mit röscher Kruste, die Butter noch immer ein Bestseller, dazugekommen sind viele Feinkostprodukte, die hier mit persönlicher Beratung verkauft werden. U.a. Grunewaldstraße 57, Mo-Fr 8.30-18 Uhr, Sa 8-13 Uhr, U-Bhf Bayerischer Platz
Noch hingehen – Ist der Umgang mit der LGBTQ-Community ein Gradmesser dafür, wie es um die Demokratie insgesamt bestellt ist? Das fragen die Fotograf:innen Nora Bibel und Marcus Höhn mit ihrem Projekt „The Line Between Us“ (noch bis 1.11.) Gemeinsam mit elf Kolleg:innen haben sie sich aufgemacht, die Lebensrealitäten queerer Menschen abzubilden; es sind Bilder zwischen selbstbewusster Extrovertiertheit und dem Druck, am besten unsichtbar sein zu sollen. Zur Ausstellung wird ein Begleitprogramm angeboten, u.a. mit Gesprächen (nächster Termin: Do um 19 Uhr), und Konzert (17.10.). Galerie Nord, Kunstverein Tiergarten, Di-Sa 11-19 Uhr, Eintritt frei, Turmstraße 75, U-Bhf Turmstr.
Last-Minute-Karten – Falls in Ihrem Haushalt ab und zu das AnnenMayKantereit-Cover von „Tom's Diner“ läuft – heute Abend könnte man dem Nachwuchs zeigen, wer das großartige Original geschaffen hat. Suzanne Vega ist mit ihrem ersten neuen Album seit fast zehn Jahren auf Tour und angesichts ihrer warmen, charakterstarken Stimme und des folk-poppigen Sounds könnte sich spontane Wiederhörensfreude einstellen. Die Wahl-New-Yorkerin („Luka“) hatte in ihrer langen Karriere vier US-Top-40-Hits – noch viel wichtiger ist aber wahrscheinlich, dass sie quasi im Alleingang für eine Wiederentdeckung der Kunst des Singer-Songwritertums verantwortlich war. Und jüngeren Kolleginnen wie Edie Brickell oder Tracy Chapman den Weg ebnete. 20 Uhr, Karten ab 66 Euro, Kammermusiksaal, Herbert-von-Karajan-Straße 1
Grübelstoff – Wann war Ihnen zuletzt langweilig? Können Sie sich an diesen Zustand überhaupt erinnern oder gibt es das seit der Erfindung des Smartphones gar nicht mehr?
Kiekste
Patriarchat abgeschafft: Wer in der Heerstraße den Müll runterbringt, steht hiermit fest. Dank an Gisela Halfar! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100 (Stadtring): Die A100 ist in dieser und der folgenden Nacht, jeweils von 21 bis 5 Uhr, in Fahrtrichtung Nord zwischen Ausfahrt Kurfürstendamm und Auffahrt Spandauer Damm gesperrt.
A111 (Reinickendorf-Zubringer): Die Autobahn ist von 21 bis 5 Uhr in Fahrtrichtung Süd zwischen den Anschlussstellen Schulzendorfer Straße und Am Festplatz gesperrt (Sperrung der ersten Zufahrten ab 20 Uhr).
Innenstadt: Bis 15. Oktober sind wegen des „Festival of Lights“ temporäre Sperrungen auf der Straße Unter den Linden möglich.
Siemensdamm (Charlottenburg-Nord): Bis Mitte November ist die Fahrbahn im Einmündungsbereich zum Jakob-Kaiser-Platz auf zwei Fahrstreifen verengt.
Sewanstraße (Friedrichsfelde): Bis Mitte November ist die Fahrbahn im Einmündungsbereich Am Tierpark auf einen Fahrstreifen verengt.
Rudolf-Rühl-Allee (Köpenick): Von 22 bis 5 Uhr steht für beide Richtungen nur ein gemeinsamer Fahrstreifen zur Verfügung.
Marzahner Chaussee (Marzahn): Bis Ende November steht in beiden Richtungen Höhe Merler Weg nur ein gemeinsamer Fahrstreifen zur Verfügung.
Markgrafenstraße (Mitte): Bis 17 Uhr ist die Straße in beiden Richtungen zwischen Französische Straße und Jägerstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Kurt-Schumacher-Damm (Tegel): Bis Ende Dezember ist die Fahrbahn Richtung A111 im Einfahrbereich zur Autobahn auf einen Fahrstreifen verengt.
Nahverkehr – S-Bahn – S3 und S9: Von 22 bis 1.30 Uhr verkehrt zwischen Charlottenburg und Spandau nur die S9 im 20-Minutentakt.
Demonstration – Für heute sind 19 Demos angemeldet (Stand 7.10., 16 Uhr), u.a. „Verkehrssicherheit, Schulwegsicherheit, Mobilität, Flächengerechtigkeit, Kinder aufs Rad (...)“: 200 Demonstrierende, KungerKiezInitiative, Kiefholzstraße 45 (7.30-8.15 Uhr)
„Aktion Stopp der Finanzierung von Atomprojekten“: 15 Menschen, Urgewald, Paul-Löbe-Allee (8.30-11.30 Uhr)
„Palantir Stoppen“: 20 Protestierende, Campact, Willy-Brandt-Straße 1 (9-10.30 Uhr)
„Symbolische Petitionsübergabe zum Thema Lieferkettengesetz“: 30 Menschen, Initiative Lieferkettengesetz, Willy-Brandt-Straße (11.30-13 Uhr)
„Keine Kinder hinter Gittern – Kundgebung zum Gemeinsamen Europäischen Asylsystem und den zu erwartenden Folgen für flüchtende Kinder und Jugendliche. Für Kinderrechte, Zusammenhalt und Demokratie gegen Ausgrenzung“: 60 Teilnehmende, Terre des hommes, Pariser Platz 1 (12.30-13.30 Uhr)
Gericht – Eine Mutter, die ihre zehnjährige Tochter und sich selbst in einem Hostel umbringen wollte, muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen verantworten. Die 39-Jährige soll den Entschluss nach einem Streit mit ihrem Partner gefasst haben. Dem Kind habe sie zunächst ein Beruhigungsmittel verabreicht, dann ein Kissen auf das Gesicht gedrückt. Dem Mädchen sei es gelungen, die Mutter von sich wegzudrücken (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A700).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Matt Damon (55), US-amerikanischer Schauspieler, u.a. Silberner Bär auf der Berlinale für „Good Will Hunting“ (1998) / „Das Geburtstagsständchen der Herzschrittmacher tönt heute vielstimmig für unsere fröhliche Mezzosopranistin PETRA H.“ / „Liebe Karin, wir wünschen Dir alles Gute für das kommende Lebensjahr. Hab eine schöne Geburtstagsfeier mit den ‚Kindern‘, vor allem aber mit Philippa. Dieter +Claudia.“ / Cansel Kiziltepe (50), Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung: „Liebe Cansel, die besten Glückwünsche von Deinem Team aus der Oranienstraße! Wir wünschen Dir weiterhin viel Kraft und Energie für Deine Arbeit! Bleib so engagiert und begeistert für die sozialen Themen in unserer Stadt. Und lass uns heute zusammen anstoßen – auf Dich!“ / Manuel Meister (43), bis vor Kurzem Trainer der Frauenmannschaft von Hertha BSC / Kida Khodr Ramadan (49), Schauspieler (für die Rolle als Ali „Toni“ Hamady in „4 Blocks“ erhielt er u.a. den Deutschen Fernsehpreis und den Grimme-Preis) und Regisseur („In Berlin wächst kein Orangenbaum“) / Hans Joachim Schädlich (90), Schriftsteller („Die Villa“), Berliner Literaturpreis (2014) / „Liebe Wölfin, herzliche Glückwünsche und ein farbiges neues Lebensjahr! Der Wolf 🐺“ / Tabea Zimmermann (59), Bratschistin, bis 2023 Professorin an der Hochschule Hanns Eisler Berlin
Nachträglich: „Liebe Susanne zum 56. 🥳🥂viel Freude und Liebe von deinen 3 Frohnauer Mädels🥰“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Marietta Hoheisel-Zinn, * 20. Mai 1939, verstorben am 16. August 2025 / Maria E. Würth, * 23. November 1999, verstorben am 28. September 2025
Stolperstein – Marie Alwine Fuchs geb. Schlesinger (*1875) heiratete den Kaufmann Carl Fuchs. Das Paar hatte zwei Töchter: Lotte Johanna und Käthe. Käthe heiratete und hatte eine Tochter – nach ihrer Scheidung lebte sie mit ihrem Kind wieder bei den Eltern und der unverheirateten Schwester. Marie wurde mit ihrem Mann am 26. August 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 8. Oktober 1942 ermordet wurde. Auch alle anderen Mitglieder der Familie wurden ermordet. An Marie Fuchs erinnert ein Stolperstein in der Argentinischen Allee 4 in Zehlendorf.
Encore
Zum Schluss fegen wir einmal durch: Der 19-jährige Geselle Tobias Neeck wird die Hauptstadt am 6. November bei den Deutschen Gebäudereiniger-Meisterschaften vertreten. Berlinkenner werden sich erinnern: Vergangenes Jahr wurde das Finale im Roten Rathaus ausgeputzt, Teilnehmer mussten unter anderem den denkmalgeschützten Granitboden säubern und den roten Teppich schamponieren. Dieses Mal findet der Wettbewerb im Heide Park im niedersächsischen Soltau statt. Welche Disziplinen anstehen, bleibt vorerst geheim, an potenziellen Aufgaben mangelt es in dem Freizeitpark nicht: Vielleicht könnten die Putz-Profis die „Dämonengruft“ von Staub befreien, in der „Drachengrotte“ durchsaugen oder dem „Nostalgiekarussell“ zu neuem Glanz verhelfen.
Sauber recherchiert hat Valentin Petri, gründliche Hinweise kamen von Margarethe Gallersdörfer. Antje Scherer hat das Stadtleben sortiert und Jennifer Katona in der Produktion die Meldungen auf Hochglanz poliert. Morgen schwingen hier Anke Myrrhe und Christian Latz den Mopp.
Bis bald,

