aus gegebenem Anlass ändern wir hier heute das Programm: Es ist gerade kein geeigneter Moment, um wie gewohnt über den possierlichen Berliner Wahnsinn zu fluchen und zu lachen. Das Neueste aus Berlin gibt’s gleich im Telegramm. Aber erst einmal muss Zeit sein, an die Toten von Hanau zu denken – an das Leben, das ihnen genommen wurde und an die Hölle, durch die ihre Angehörigen gehen. Neun der Getöteten starben wohl, weil sie ihrem Mörder nicht deutsch genug schienen. Den Verletzten gute Besserung!
Viele hundert Menschen haben sich gestern Abend am Hermannplatz, am Brandenburger Tor und anderswo versammelt, um der Toten zu gedenken und um zu zeigen, dass sie nicht bereit sind, sich an rassistischen Terror zu gewöhnen.
Es ist der dritte rechtsextremistische Mordanschlag in Deutschland binnen neun Monaten und der folgenschwerste. Muss man sagen: der bisher folgenschwerste? Die Festnahme von zwölf Rechtsextremisten, die Ähnliches, nur eine Nummer größer, vorhatten, ist erst ein paar Tage her.
Der Täter war ausweislich seines „Manifests“ und seines Überwachungswahns wirr im Kopf. Gefestigt aber war sein rassistisches Weltbild. Eines, wie es einem bereits bei einem kurzen Ausflug in die sogenannten Sozialen Medien entgegenquillt. Zufällig vor allem im Dunstkreis von AfD-Accounts, auf denen gleich am Morgen danach die Schadenfreude tobte, weil ja in Shisha-Bars bekanntlich nur die von Merkel ins Land gerufenen kriminellen Ausländer herumballern, weiß man doch, nicht wahr?
Die höheren Chargen der AfD erklärten den Täter unisono für geisteskrank und unpolitisch. Sie dürften wissen, dass sie ihm das rhetorische Gerüst gebaut haben, auf dem er zur Tat geschritten ist: „Wohltemperierte Grausamkeit“ (Höcke), „Umvolkung“ (Chrupalla), „alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse“ (Weidel). Hans-Georg Maaßen, der einst die Behörde leitete, die die Allgemeinheit vor Menschen wie dem Hanauer Mörder schützen sollte, befand den Morgen danach übrigens für den richtigen Moment, um (wenn auch in anderem Zusammenhang) zu twittern: „Sozialistische Logik: Täter sind immer rechts, Opfer immer links“ und „Antifa=Nazis“.
Vielleicht kann in den nun fälligen Talkshows auf die Einladung dieser Ideologie-Lieferanten verzichtet werden, auch wenn sie dann wieder beleidigt tun. Die Beweislage ist erdrückend genug. „In Hanau wurde keine Shisha-Bar angegriffen“, sagt Berlins Innensenator Andreas Geisel. „In Hanau wurden Menschen getötet, die zu uns gehören.“ Und: „Von den Worten ist es immer kürzer bis zu den Taten.“ Ob das inzwischen allen bewusst ist, die die AfD beispielsweise für ihr Engagement gegen die Energiewende und die EU schätzen? Dass sie, wenn sie sich für diese Opposition entscheiden, automatisch das Gesamtpaket mit Hass und Verachtung für Menschen buchen, die nicht ins parteieigene Arier-Schema passen?
Über Verbindungen des Mörders nach Berlin ist laut Geisel nichts bekannt. Auf die Frage des RBB, ob und wo die Sicherheitsvorkehrungen hochgefahren werden sollten, blieb der Senator vage. Wer sich im Internet umtut, kann kaum anders, als jederzeit mit dem Schlimmsten zu rechnen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Die Kiefernplantage auf dem Tesla-Grundstück darf weiter abgeholzt werden. Das Oberverwaltungsgericht hat die Eilanträge zweier Umweltverbände gegen die Fällaktion abgewiesen. So wie es bisher lief, dürfte das Kleinholz bei Grünheide schneller abgeräumt sein als das bei der Grünen Liga.
Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren ist die Zahl der Verkehrsunfälle in Berlin 2019 nicht weiter gestiegen. 137.073 von der Polizei registrierte Crashs bedeuten einen Rückgang um bemerkenswerte fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr, zeigt die Antwort der Innenverwaltung auf eine Anfrage der Linken. Der einzige Bezirk, in dem die Zahl der Unfälle zunahm, ist Neukölln.
Die Eröffnungsgala der Berlinale wurde vor dem Premierenfilm auch im Friedrichstadtpalast gezeigt – inklusive bemerkenswerter Reden von Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Regiermeister Michael Müller, aber ohne den Rückblick auf 70 Jahre Berlinale: „For legal reasons this clip is not available for you to view“, stand auf der Leinwand. Und das Publikum so: „Buh!“
Karsten Giffey, der wegen Dienstvergehen entlassene Ehemann der vielleicht 2021 ff. Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD), will die Veröffentlichung des Urteils über seine Entfernung aus dem Landesdienst verhindern. Laut Verwaltungsgericht reichte sein Anwalt einen entsprechenden Eilantrag ein. Sollte das Urteil unter Verschluss bleiben, ließe sich auch der angebliche – inzwischen beglichene – Schaden fürs Land von mindestens 10.000 Euro nicht verifizieren. Und auch nicht die damit verbundene Frage, warum Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) bei Betrug in diesem Ausmaß keine Strafanzeige erstattet hat.
Als die Tagesschau im Januar über verschobene Pläne des Innenministers zur Gesichtserkennung berichtete, zeigte sie im Hintergrund ein Foto von Martin Baer – zu dessen großer Verblüffung. Der Filmemacher Baer hat sich auf das Thema spezialisiert, wie den Menschen die Kontrolle übers eigene Bild entgleitet. Aus beruflichem Interesse nahm er deshalb 2017 am Pilotprojekt der Bundespolizei zur Gesichtserkennung am Südkreuz teil. Das sollte datenschutztechnisch so knorke sein, dass Baer nicht mal sein eigenes Foto vom Polizei-PC abfilmen durfte. Dass es 10 Mio. Menschen im TV gezeigt bekamen, resultierte wohl aus einer Verkettung von Stümpereien – und bestätigte Baer, wie richtig er mit seinem Lieblingsthema liegt.
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57.600 Euro Schadensersatz haben die Bezirke insgesamt an Eltern gezahlt, die mangels Betreuungsplatz für ihre Kinder Verdienstausfall geltend gemacht haben. Fast die Hälfte der Summe zahlte Treptow-Köpenick, wo laut Bildungsverwaltung drei weitere Klagen über insgesamt 21.609 Euro anhängig sind.
Der FDP-Abgeordnete Holger Krestel hat sich am Donnerstag im Plenum des Abgeordnetenhauses für seine an den Linken Michael Efler adressierte Wortwahl – „Klima-Faschist“ – von Ende Januar entschuldigt: „Nicht jeder Zwischenruf ist immer der beste. Das hätte mir nicht passieren dürfen.“
Das Abgeordnetenhaus hat einstimmig beschlossen, dass der Aktionstag „Berlin sagt Danke!“ künftig jedes Jahr stattfinden soll. Die Premiere war 2016, in diesem Jahr ist er am 7. März, das Programm gibt’s hier. Den passenden monatlichen Newsletter haben Sie sicher schon abonniert, nicht wahr?
„Linke und CDU nehmen Gespräche auf“, steht heute über einer Meldung im Tagesspiegel. Die spielt allerdings nicht in Thüringen, sondern in Berlin – und handelt von der Besetzung des Verfassungsgerichtshofs, die mutmaßlich die CDU zum großen Ärger von R2G im Oktober sabotiert hatte.
In der BVV Mitte haben CDU und Linke (@Mohring & Co.: Geht doch!) einen Antrag „Eine neue Chance für das Monbijoutheater!“ eingebracht. Sie wollen den Bebauungsplan für das Theater ändern, das sich in einer Grünfläche befindet. SPD und Grüne sehen die Hauptverantwortung fürs Unhappy End bei den Betreibern. Der Antrag wurde in den Stadtentwicklungsausschuss überwiesen. Für die kommende Sommersaison wird es knapp.
Stefan Liebich (Linke), einst Landes- und Fraktionschef der PDS im Abgeordnetenhaus und dreifacher Gewinner des Direktmandats für den Bundestag im Berliner Nordosten, will 2021 nicht wieder kandidieren. Ob ihn die außenpolitischen Fundis in seiner Fraktion oder die Midlife Crisis oder ganz was anderes zu dieser Entscheidung getrieben haben, mochte der 47-Jährige nicht verraten.
Noch eine Woche läuft die Online-Befragung zum Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Er soll der erste Inklusionspark Berlins werden. Bei der Umfrage können Nutzer des Geländes angeben, welche Entwicklung sie sich für den Park wünschen und wie sie die Grünfläche am liebsten nutzen würden, z.B. zum Joggen, Fußballspielen oder einfach zum Entspannen. Man kann sich dort übrigens auch gegen die geplante Abholzung von 240 Bäumen aussprechen.
Auf den ersten Blick enden die Gemeinsamkeiten von Moviemento und Mastercard mit dem M, aber jetzt kooperieren das von Schließung bedrohte Independent-Kino und der US-Finanzkonzern: Mit Außenwerbung und via Social Media macht der Kreditkartenriese während der Berlinale auf die Crowdfunding-Kampagne #MoviementoHero aufmerksam und stellt an Vorverkaufsstellen Spendenterminals mit kontaktloser Abbuchung auf. Passt in die Sponsoringstrategie von Mastercard – und lässt hoffen, dass Kinogänger auch künftig unbezahlbare Momente im Moviemento erleben können.
„Komm zu uns und staune – Kegeln macht gute Laune!“, poesiert das BA Tempelhof-Schöneberg unter der Überschrift „Senioren-Kegelgruppen des Bezirksamtes suchen neue Mitglieder“. Klingt nach Spaß bis zum Umfallen. In der Ursprungsversion machte die Mitteilung noch bessere Laune, weil darin „Mitglieder_innen“ gesuchtwurden. Diese Vokabel-Sonderanfertigung stand auch über einer nunmehr ebenfalls korrigierten Suchmitteilung des BA für die neu gegründeten „Lichtenrader Stadtmusikanten“. Dabei weiß doch jede_*:R Esel (m/w/d), dass es „Mitgliedernde“ heißen muss.
Vor 15 Jahren ist das Pankower Spielplatz-Notreparaturteam dem desolaten Zustand des Haushalts geopfert worden. Jetzt soll es wegen des desolaten Zustandes der Spielplätze – 160 von 220 sind dringend sanierungsbedürftig – wiederbelebt werden. Mehr dazu im Bezirksnewsletter.
In der Perleberger Straße 29 standen die Gelben Tonnen zuletzt, bis sie schwarz wurden: Seit Ende 2019 hat Alba sie nicht mehr geleert. Auf Nachfrage erklärt das Unternehmen die Panne damit, dass die zum Jahresbeginn gewechselte Mannschaft die nicht über die Hausadresse, sondern über einen anderen Zugang erreichbaren Tonnen übersehen hat. An diesem Freitag sollen sie endlich geleert werden – und dann regelmäßig.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Schnee haben viele Berliner lange nicht gesehen, ein Kino von innen auch nicht. Einfach mal berieseln lassen – die meisten können das nicht mehr.“
Kollege Robert Ide berichtet von der Berlinale, die gute Laune in leicht gespenstischer Umgebung verbreitet.
Tweet des Tages
Heute hat mir ein sehr kleiner Brite in der S1 einen Sitzplatz angeboten und zu seiner Mama „Wasn‘t that very kind of me Mami?“ gesagt und yes, indeed dear.
Stadtleben
Essen – Seit Ende des letzten Jahres heißt das New Deli Yoga nun Maria, verbreitet aber nach wie vor Wohlfühlatmosphäre. Das internationale Lokal im Wrangelkiez trägt den Namen der Besitzerin, Maria Koimtzoglou, und will seine BesucherInnen nicht weniger verwöhnen: Abwechselnd geschichtete Kartoffelrösti, Aubergine und Miso, gebettet auf selbstgemachtem Hummus klingt schon sehr nach „Comfort Food“. Und auch vegane Köttbullar mit Rahmsoße und Preiselbeeren auf Kartoffelstampf sind nicht weniger deftig! Dazu noch einen schönen Wein, zum Abschluss vielleicht ein Verdauungsespresso – und auf jeden Fall: entspannt zurücklehnen! Falckensteinstraße 37, U-Bhf Schlesisches Tor, Di-Fr 12-22 Uhr, Sa 10-22 Uhr, So 10-18 Uhr
Trinken & Kino gibt’s bei der Boddinale, dem alternativen Filmfestival im Februar. Alles startete vor sieben Jahren in Neukölln (wie der Name sagt), dieses Jahr laden die FilmemacherInnen in den Flutgraben 3 (U-Bhf Schlesisches Tor) ein. Dort wird die weniger glitzernde Seite der Filmwelt gezeigt, unkommerzielle Filme flackern über die Leinwand. Raue Realität statt strahlendem Showbiz. Und auch die Themen der Filme unterscheiden sich: Die Boddinale ist sehr queer, es geht um Emanzipation, weibliche Sexualität, aber auch politische Missstände. Bei all der Ernsthaftigkeit muss aber nicht immer bleiben: Heute gibt’s ab 21 Uhr live Jazzmusik und natürlich auch Drinks! Der Eintritt ist frei.
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Berlinbesuch am Wochenende mit nach Potsdam nehmen. Im Museum Barberini startet am Samstag nämlich die neue Ausstellung „Monet. Orte“. Die Landschaftsbilder des weltberühmten Impressionisten haben nicht selten etwas Beruhigendes. Und doch wirken die pittoresken Kulissen alles andere als statisch – eine Ausstellung, die zum Träumen einlädt. Zum Träumen vom blühenden Frühling voller bunter Blumen, gespickt von sattem Grün und von Seerosen natürlich. Vormerken können sich Fans des Malers außerdem die Filmvorstellung am Donnerstag (27. Februar): „Claude Monet. Im Licht des Augenblicks“ wird um 18.30 Uhr im Auditorium der Potsdamer Humboldtstraße 5-6 gezeigt. Bis 1. Juni, Der Eintritt kostet werktags 14 Euro, am Wochenende 18 Euro. Mo & Mi-So 10-19 Uhr
Noch mehr Kunst am Wochenende gibt’s im Café Kosmetiksalon Babette im Kindl in Neukölln. Die Nachfolgerin der Kultbar Babette in der Karl-Marx-Allee zeigt beim Kunstsalon „How beautiful you are!“ Gemälde von Berliner Größen wie Martin Eder und Norbert Bisky, zudem Skulpturen von Vera Kox und Albert Weis, Sportbekleidung von Sandra Dresp und Tätowierkunst von Lina Migic. Zur Begrüßung gibt’s am Samstag ab 17 Uhr eine Performance von Saralisa Volm und ab 20 Uhr kann im Sudhaus getanzt werden, wie Birigt Rieger vom „Berliner Kunst“-Newsletter berichtet. Am Sudhaus 3, U-Bhf Boddinstraße
Geschenk – Nähen ist eine Kunst. Eine Kunst, von der manch einer träumt, sie zu beherrschen. Dabei ist es gar nicht so schwer. Das möchte der neue Creative Space Selfmade Berlin am Tempelhofer Hafen seinen Besuchern ab heute näherbringen. Bei regelmäßigen Kreativ-Workshops soll zusammen geflickt, gepatcht und gestickt werden. Ausstellungen, Flohmärkte und Fashionshows sollen Inspiration bieten und der dazugehörige Laden in der Friedrich-Karl-Straße 1 (U-Bhf Ullsteinstraße) hat schließlich alle Stoffe und Nähutensilien bereit, die es für das DIY-Kleidungsstück braucht! Die Eröffnung startet um 12 Uhr mit Bio-Kaffee und kleinen Snacks aus dem Café. Mo-Sa 10-19 Uhr
Last-Minute-Tickets bekommen Sie noch für „Backstage of Reality“: Ein vielversprechender Titel! Das Konzept: Sphärische Musik und immersive Film- und Lichtinstallationen. Diese sinnliche Kombination soll Besucherinnen für einen Abend aus der Wirklichkeit reißen und in andere Welten versetzen. Ob’s funktioniert? Das erfahren Sie ab 19.30 Uhr im Säälchen am Holzmarkt. Karten kosten 21 Euro. Holzmarktstraße 25, S/U-Bhf Jannowitzbrücke
Last-Minute-Verlosung für einen Adrenalinschub in der Mercedes-Benz-Arena: Manch einer kann nicht hinsehen, die anderen können gar nicht anders als hinzusehen – und wahrscheinlich findet man genau Letztere auch im Publikum des Freestyle-Motorcross-Events „Night of the Jumps“. Waghalsig und lebensmüde könnte man die Biker nennen, oder einfach exzellente Sportler. Krasse Tricks samt Pyro-Show gibt’s jedenfalls ab 20 Uhr am Mercedes-Platz 1 (S/U-Bhf Warschauer Straße) – und wir verlosen 2x2 Tickets für die Show (bis 12 Uhr).
Noch hingehen zum Filmfestival „Censored: Ai Weiwei's films" im Kino Babylon. Das Filmprogramm aus 52 Streifen hat der chinesische Künstler eigens kuratiert, darunter sind unter anderem sein „Fukushima Art Project“ (Sa & So, je 22 Uhr) und „Drifting“ (Sa, 23.15 Uhr), ein Portrait von Ai Weiwei aus dem Jahr 2017, bei dem Eva Mehl und Bettina Kolb Regie führten. Der Eintritt ist frei. Bis Montag, Rosa-Luxemburg-Straße 30, U-Bhf Rosa-Luxemburg-Platz
Das Stadtleben zum Freitag von: Maria Kotsev
Berlin heute
Verkehr – Wartenberger Straße (Alt-Hohenschönhausen) Richtung Rhinstraße auf Höhe der Einmündung Hauptstraße: Nur eine Spur frei (bis Anfang März).
Hardenbergstraße (Charlottenburg)ist in Richtung Ernst-Reuter-Platz Höhe Steinplatz bis zum 23.02.2020 abends die Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt.
Rund um die Mercedes-Benz-Arena (Friedrichshain): Erhöhtes Verkehrsaufkommen aufgrund der Night of the Jumps (siehe Verlosung im Stadtleben), Beginn ist um 20 Uhr.
Westfälischen Straße (Halensee) in beiden Richtungen zwischen Johann-Sigismund-Straße und Kurfürstendamm: Verschwenkte und verengte Fahrbahnen bis vsl. Mai 2021.
Rund ums Tempodrom (Kreuzberg): Verkehrseinschränkungen aufgrund eines Konzerts von City and Colour, das um 20 Uhr beginnt.
Spandauer Straße (Mitte) Richtung Molkenmarkt vor der Karl-Liebknecht-Straße: Bis Montagabend auf eine Spur verengt.
S5: Ab 22 Uhr Ersatzverkehr zwischen Hoppegarten und Lichtenberg (bis Montagmorgen, ca. 1:30 Uhr), Umfahrung zwischen Wuhletal, Lichtenberg, Frankfurter Allee und Alexanderplatz auch U5 nutzen.
S7 und S75: Ersatzverkehr ab 22 Uhr zwischen Springpfuhl und Lichtenberg (bis zum Montagmorgen, ca. 1:30 Uhr)
Demonstration – Für die „Freilassung von Khalid Shamo“ setzen sich 200 Personen von 10-13 Uhr vor der irakischen Botschaft ein. Vor der Botschaft des Iran in der Podbielskiallee will die Exiliranische Gesellschaft mit rund 150 Gleichgesinnten den „Boykott der Parlamentswahlfarce in Iran – Solidarität mit Bürgerprotesten im Iran“ (11-16 Uhr). Am Samstag zieht der Siedlerverein Eichkamp e.V. von 11-13 Uhr mit 600 Teilnehmenden bei der „Demonstration gegen den geplanten Umbau des Autobahndreiecks Funkturm“ von der Waldschulallee zur Neuen Kantstraße, auf den Vorplatz der ICC. Die Eritreische Bewegung demonstriert mit 2000 Personen von 11-16.30 Uhr „gegen Diktatur und für Rechtstaatlichkeit und Menschenrecht in Eritrea“ und läuft dabei vom Werderschen Markt zur Stavanger Straße / Bornholmer Straße. Am Pariser Platz versammelt die Allianz der Azerbaijaner in Deutschland rund 1000 Menschen anlässlich des „Gedenkens an die Opfer des blutigen Massakers in der Ortschaft Chodschali am 26. Februar 1992“. Etwa 1000 Menschen demonstrieren gegen den Amazontower und laufen dafür von 14-20 Uhr unter dem Motto „Gentrifizierung: Love Kiez, Hate Amazon“ vom Frankfurter Tor zur Warschauer Brücke. Und am Sonntag möchten 300 Personen von 15-17 Uhr bei einer Demonstration vom Richardplatz zum Rathaus Neukölln auf das „Erstarken trans- & homofeindlicher Gewalt in Neukölln und ganz Berlin“ aufmerksam machen.
Gericht – Ein 33-Jähriger, der in mehreren Fällen Frauen in öffentlichen Verkehrsmitteln attackiert haben soll, kommt auf die Anklagebank. Ein Opfer soll er auf einem Bahnhof durch einen Stich mit einer Nagelschere im Schulterbereich verletzt haben. Der Mann gilt als psychisch krank. Die Staatsanwaltschaft strebt seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an (9.00 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 736).
Universität – Dirk Brockmann, Physiker vom Robert-Institut der HU klärt um 19.30 Uhr die Frage „Erreger auf Reisen – können globale Seuche vorhergesagt werden?“. Der Eintritt in die Invalidenstraße 43 ist frei. U-Bhf Naturkundemuseum
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Walter Momper (75), ehem. Regierender Bürgermeister (1989-91), ehem. Präsident des AGH (2001-11) / Tobias Müller (41), Synchronsprecher und MC / Dagmar Roth-Behrendt (67), SPD-Politikerin, ehem. Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments (2004-07 und 2009-12) / Margarethe von Trotta (78), Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin / Tim-Christopher Zeelen (37), stellv. Vorsitzender der CDU-Fraktion im AGH
Samstag – Jeanette Biedermann (40), Popsängerin und Schauspielerin / Maria Kotsev, Stadtleben-Autorin (Checkpoint), Rechercheurin und Newsletter-Autorin (Tagesspiegel Leute) – Alles Liebe vom Team! / Christa Luft (82), Wirtschaftswissenschaftlerin, DDR-Wirtschaftsministerin (1989-90) / Jürgen Nöldner (79), ehem. Fußballspieler (DDR-A-Nationalmannschaft) / Claudia Pechstein (48), Eisschnellläuferin und Polizeihauptmeisterin der Bundespolizei / Peter Zwegat (70), TV-Schuldnerberater
Sonntag – Prof. Dr. ing. Ulrich Goßling (71), Lebensmitteltechnologe, Energiemensch (Alles Liebe von Monika) / Andrea Sawatzki (57), Schauspielerin, Hörspielsprecherin und Autorin / Dieter Schröder (89), Journalist, Publizist und Autor, ehem. SZ-Chefredakteur (1985-1995) und ehem. Herausgeber der Berliner Zeitung (1996-2001) / Lutz Tempelhagen (67), „Musiker, Komponist, Wortakrobat der ‚Berliner Schule‘: Er macht einfach weiter – alles Gute dafür!“ / Uwe Zerbe (77), Schauspieler
Gestorben – Maximilian Kurt Hammer, * 18. Januar 1932, Kanzler a.D. der FU / Helga Müller geb. Zech, * 18. November 1931 / Christiane Pillich, * 12. März 1957, Notarin und Rechtsanwältin / Jens Wegmarshaus, * 2. März 1961, Staatsanwalt / Prof. Gertrud Elisabeth Zillmer-Sennewald, * 22. März 1927
Stolperstein – Meinekestraße 4, Charlottenburg: Hier liegt ein Stolperstein für Gertrud Daniel (Jhg. 1872), die am 14. September 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde. Heute vor 76 Jahren ermordeten die Nationalsozialisten sie dort.
Encore
Zum „Abspann“ noch ein Blick ins Programmheft der Berlinale: „Ein Tor unter Deck verbindet ein Kreuzfahrtschiff mit einem Appartement in einer südamerikanischen Großstadt. Im philippinischen Urwald taucht eine Betonhütte auf. Ein Film als Labyrinth, in dessen Gängen sich Welten begegnen und verlieren“ („Chico ventana también quisiera tener un submarino“).
Sollten Sie heute die Orientierung in Berlins Labyrinth verlieren, hilft Ihnen Julius Betschka morgen früh beim Sortieren der Irrungen und Wirrungen. Bis bald,