heute ist meteorologischer Herbstanfang und zugleich der Tag, an dem der Sommer noch mal zurückkommt (und mindestens bis nächste Woche bleibt). Außerdem ist Weltfriedenstag im Gedenken an Deutschlands Überfall auf Polen vor 82 Jahren. Außerdem ist Welttag des Briefeschreibens, den ein australischer Künstler 2014 auch als Kritik an der angeblich unpersönlicheren E-Mail etabliert hat. Als Ausweg wurde übrigens wenige Wochen danach beim Tagesspiegel der Checkpoint erfunden.
Die Berliner Corona-Ampel wird umprogrammiert: neben Sieben-Tage-Inzidenz und Intensivbettenbelegung sollen künftig die covidbedingten Klinikeinweisungen angezeigt werden. Neu ist auch, dass die Umschaltgrenzen für Gelb und Rot verschärft wurden, aber die Ampelfarben jetzt als unverbindliche Signale gelten, also quasi der aus dem Berliner Straßenverkehr bekannten Realität angepasst wurden. Die Inzidenz (7d/100.000 Einwohner) liegt aktuell bei 72 – wobei die Spanne von 14 bei den (größtenteils geimpften) 70-79-Jährigen bis zu 181 bei den Zehn- bis 14-Jährigen reicht. Die von Amtsärzten geforderte Abschaffung der Quarantäne für Mitschüler hat die Gesundheitssenatorin gestern mit Getöse einkassiert. Jetzt gilt im Corona-Fall: 5 Tage Quarantäne (statt bisher 14) für die Sitznachbarschaft der/des Infizierten. Wen das betrifft, sollen die Gesundheitsämter im Einzelfall entscheiden.
Die Impfzentren Arena und Erika-Heß-Eisstadion sind jetzt geschlossen; glaubhafte Gerüchte berichten von einer feuchtfröhlichen Abschiedsparty der Arena-Beschäftigten gestern, von denen viele nun wieder in Clubs arbeiten können. Dort und in Dampfbädern darf ab sofort wieder das Leben toben – mit 2G, also geimpft oder genesen, nicht aber nur getestet. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) signalisierte, dass 2G bald auch anderswo 3G ablösen wird. Enttäuscht sind Betreiber von Konzerthallen, in denen weiterhin gilt: Sitzplatzpflicht oder DB, also Draußen Bleiben. In den nächsten Tagen sollen Auffrischungsimpfungen für die Altersgruppe Ü80 beginnen sowie für Menschen mit Immunschwäche und jene, die bisher nur mit Astrazeneca oder Johnson&Johnson geimpft worden sind. Die Impfzentren auf dem Messegelände und dem Flughafen TXL sind weiter in Betrieb, ebenso das bei Ikea in Lichtenberg.
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Unter 110 gibt’s schnelle Hilfe – und von Nummer 11100 schnell Prügel oder ein Knie ins Gesicht. Auf einer Schwurbler-Demo am Wochenende fiel der Polizist mit der markanten Dienstnummer einmal mehr durch übermäßige Brutalität auf. Bereits im Oktober soll er bei einer Hausräumung in Friedrichshain auf einen mutmaßlich Unbeteiligten eingeschlagen haben. Gegen den Beamten, der nach Informationen von Tagesspiegel-Kollegen rund zwei Dutzend Kollegen anführt, müssten den Angaben der Polizei zufolge mittlerweile mehrere Ermittlungsverfahren laufen. Hinzu kommen mehrere ältere Anzeigen wegen ähnlicher Gewalttaten. Ob und welche Konsequenzen gezogen wurden, teilt die Polizei nicht mit. Was sich nicht verschweigen lässt, ist die verheerende Außenwirkung der Bilder, die auch den rechtschaffenen Kolleginnen und Kollegen des Beamten wehtun dürfte.
TV-Auftritte von GDL-Chef Claus Weselsky befördern die Laune der meisten Bahnkunden auf das Niveau, auf dem sie im Unterdeck eines Doppelstockwagens in Hauptbahnhof-Tief ankommen. Eine Umfrage im Lok fahrenden Volk in meinem Bekanntenkreis ergab 3x die Rückmeldung, dass es sich bei dem fünftägigen Streik (der ab morgen auch wieder die Berliner S-Bahn massiv treffen wird: kein Ring, keine S47, keine S75, keine S9 bzw. S3 zwischen Charlottenburg und Spandau) um einen Egotrip des Gewerkschaftschefs handele. Ein S-Bahner aus meiner Nachbarschaft hat aber bereitwillig erklärt, warum er sich an dem Streik beteiligt, der Millionen Menschen nervt und schadet, den Ruf der Bahn weiter beschädigt und seidene Lieferketten reißen lässt. Hier die Kurzversion:
TV-Auftritte von GDL-Chef Claus Weselsky befördern die Laune der meisten Bahnkunden auf das Niveau, auf dem sie im Unterdeck eines Doppelstockwagens in Hauptbahnhof-Tief ankommen. Eine Umfrage im Lok fahrenden Volk in meinem Bekanntenkreis ergab 3x die Rückmeldung, dass es sich bei dem fünftägigen Streik (der ab morgen auch wieder die Berliner S-Bahn massiv treffen wird: kein Ring, keine S47, keine S75, keine S9 bzw. S3 zwischen Charlottenburg und Spandau) um einen Egotrip des Gewerkschaftschefs handele. Ein S-Bahner aus meiner Nachbarschaft hat aber bereitwillig erklärt, warum er sich an dem Streik beteiligt, der Millionen Menschen nervt und schadet, den Ruf der Bahn weiter beschädigt und seidene Lieferketten reißen lässt. Hier die Kurzversion:
„In meinen mehr als 25 Jahren als S-Bahn-Fahrer haben sich die Bedingungen mit jeder Schichtplanänderung verschlechtert. Nicht finanziell, aber was Schichtlagen, -längen und Ruhezeiten betrifft. Früher hatten wir nach vier Schichten zwei Tage frei. Jetzt ist es oft nur ein freier Tag – und der teilweise erst nach fünf Schichten. Das reicht nicht, um sich zu regenerieren. Frühdienste beginnen ab 3.30 Uhr, Spätdienste dauern bis 1 Uhr, außerdem haben wir Nachtschichten, in denen wir Züge vorbereiten müssen. Solche Arbeitszeiten kann man nicht schönreden, sondern nur über Geld ausgleichen. Am Wochenende sind oft Dienste vakant, für die wir mit einer Prämie von 40 Euro netto gelockt werden sollen. Würde der Zug ausfallen, müsste die Bahn eine vierstellige Strafe zahlen. Wir mögen Weselsky nicht, aber um seinen Egotrip geht es nur am Rande. Im Kern geht es darum, wer für die Bahn unter welchen Bedingungen das Geld einfährt.“
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Berliner Schnuppen
Telegramm
Die „Welt“-Autorin Susanne Gaschke hat verwundert festgestellt, dass sie und ihre Freunde beim Wahl-O-Maten „plötzlich alle ,rechts‘“ waren – und wittert „merkwürdige Vorlieben“ der Maschine. Die Bundeszentrale für politische Bildung als Betreiberin teilt auf Anfrage mit, dass laut einer Studie 94 Prozent der politisch Gefestigten das erwartete Ergebnis erhalten – und auch unterschiedliche politische Motive zu demselben Resultat führen können. Die „merkwürdigen Vorlieben“ scheinen also an anderer Stelle zu herrschen.
Für verkehrspolitisch Interessierte interessant ist der Mofair-O-Lector der DB-Konkurrenzunternehmen, der anhand zwölf bahnpolitischer Fragen ebenfalls die Parteipräferenz ausgibt. Im (realen) Fall ähnlich hoher Übereinstimmung mit FDP und Linken fragen Sie … NATÜRLICH den gerade online gegangenen Berlin-O-Maten von Tagesspiegel-Lab und Humboldt-Uni. Der hilft bei der Wahlentscheidung auf allen Ebenen, also bis hinab in den Bezirk.
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Aus gegebenem Anlass folgt hier Maskengemuffel. CP-Leser Sebastian K. schreibt, er habe als täglicher Fahrgast in der U6 bisher keine einzige Maskenkontrolle erlebt, aber eine Streife von BVGern und Polizei, die über mehrere Stationen geplaudert oder demonstrativ aus dem Fenster geschaut hätten, während Fahrgäste teils keine FFP2-, teils nullkommanull Maske trugen. Die BVG schreibt dazu: „Alle Mitarbeiter*innen im Sicherheitsdienst sind verpflichtet, Verstöße gegen die Einhaltung der Tragepflicht anzusprechen und zu ahnden. Erst in der vergangenen Woche haben wir erneut zusätzliche Sonderdienste mit diesem Auftrag stattfinden lassen.“ Die Zahl der Verstöße sinke, zumal bei präsentem Sicherheitspersonal. Na dann.
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Weiter geht’s mit Margarete G., die Sonntagabend in der Paris Bar essen wollte, aber es dann seinließ, denn: „Wir vier trugen FFP2-Masken. Die zwei Ober hinter dem Tresen trugen nichts.“ Der angebotene Tisch stand eng an eng beim Nachbarn, 3G interessierte nicht, die Bitte um mehr Platz sei abgebügelt worden. Auf CP-Anfrage bedankt sich die Paris Bar für den Hinweis, berichtet von der „klaren Weisung an unsere Mitarbeiter, dass die geltenden Bestimmungen strikt einzuhalten sind.“ Man gehe von einem „bedauerlichen Einzelfall aus“, habe nochmals „nachdrücklich“ auf Einhaltung der Regeln hingewiesen. „Wir müssen uns noch mehr anstrengen und werden das auch machen.“
Das Abgeordnetenhaus will sich im morgigen Plenum u.a. mit dem „Gesetz zur Ausführung des Zensusgesetzes 2022 im Land Berlin (Zensusausführungsgesetz)“ befassen. Zähltag soll der 15. Mai sein. Achten Sie also bitte darauf, an diesem Tag alle Tassen im Schrank zu lassen, auch wenn ihnen (oder Ihnen) der Wind der Veränderung entgegenbläst.
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Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat bis morgen Zeit, die 19-teilige Anfrage des Verordneten Martin Burth (SPD) zu beantworten, dem eine „Klavierschwemme“ zu Ohren gekommen ist: Er will u.a. wissen, warum laut Investitionsplanung bis 2030 für 455.000 Euro „insgesamt 32 neue Konzertklaviere (incl. einem Konzertflügel) für den Bezirk angeschafft werden“. Es kommentiert Lang Lang: „Mein Traum ist es, in 20 Jahren durch die Straßen (von Charl-Wilm – Anm. d. Red.) zu gehen und zu merken, dass sich alle mit klassischer Musik auskennen.“
Nach dem Wedding kommt jetzt Marzahn-Hellersdorf, jedenfalls mittelfristig: Auf der Ostseite der Gärten der Welt soll ein Kombibad (Freibad + Schwimmhalle) gebaut werden, haben Senat und Bäderbetriebe vereinbart. Grundlage sei die Machbarkeitsstudie des Bezirks gewesen. Diese wurde nach einem BVV-Beschluss, der sich für den Standort Jelena-Šantić-Friedenspark ausgesprochen hatte, in Auftrag gegeben.
Außerdem sollen im Bezirk bis Ende September 2022 – also nach Berliner Maßstäben sofort – bis zu 500 E-Auto-Ladepunkte an Laternen installiert werden. Da laut Verkehrsverwaltung bisher weder die Standorte feststehen noch die Technik verfügbar ist, werden die Beteiligten (und erst recht die Unbeteiligten) aufpassen müssen, beim Endspurt nicht übers Kabel zu stolpern.
Ungefähr seit Thilo Sarrazin von Finanzen auf Genetik umgesattelt hat, ist der nordwestliche Ausgang des Bahnhofs Südkreuz verrammelt, sodass sich täglich hunderte Radfahrer und Fußgänger auf einem aberwitzigen Umweg durch die Wilhelm-Kabus-Straße samt zu enger Brücke ins Gehege kommen. Im Juni 2020 wurde laut einem Bahnsprecher „derzeit geprüft“, ob die Tür wieder geöffnet wird. Auf erneute Nachfrage ist jetzt von beabsichtigter Freigabe und dafür „laufenden Gesprächen und Prüfungen“ die Rede, „die erfahrungsgemäß noch etwas dauern werden“. Mal sehen, ob Giffey bei der Wiedereröffnung noch Regiermeisterin ist.
Zitat
„Wenn man montags um 21.15 Uhr im Flieger in Frankfurt sitzt und der Kapitän auch nicht weiß, wie er jetzt erklären soll, dass man erst mit einer Stunde Verspätung loskann, da der BER an der Kapazitätsgrenze sei.“
CP-Leser Christian B., dem das im ICE (wenn er denn fährt) erspart geblieben wäre.
Tweet des Tages
Mein Urlaub dieses Jahr ist Tomatensaft trinken im Flugmodus.
Stadtleben
Essen und Trinken – In Deutschland die Currywurst, in Peru das „Ceviche“: Zwischen Oranienplatz und Kottbusser Tor – in der Cevicheria – können Fans der südamerikanischen Küche die ganze Vielfalt des Fischgerichts verkosten.Das peruanische Spezialgericht besteht aus Fisch, der in Zitronensaft und Kräutern kalt gegart wird. Pisco Sour oder ein Pisco Chilcano schaffen die flüssige Grundlage. Unterschiedliche Fischsorten und Gemüsearten garnieren alle zwei Wochen die Speisekarte neu. Dresdener Straße 120, Mo-Sa 17-23 Uhr, U-Bhf Kottbusser Tor
DIY – An Dänemarks Nordseestränden stehen die Chancen besonders gut, Bernstein zu finden. Wem dafür die Zeit oder die Geduld fehlt, wird auch hier fündig: Die Fühlbar Manufaktur stattet alle Neugierigen mit den nötigen Utensilien aus, um einen Rohbernstein in ein eigenes Schmuckstück zu verwandeln. Mit Schleifpapier, Baumwolltuch und Polierpaste geht’s ran an den mitgelieferten Speck- oder Bernstein (Box für 25 Euro). Möglicherweise lassen sich nach dem Polieren sogar Pflanzen und Tiere erkennen, die im Baumharz eingeschlossen sind.
Noch hingehen – Schauplatz statt Parkplatz lautet die Devise vor der Berlinischen Galerie. Über den Sommer verwandelte sich der Carport in eine „Park Platz“-Ausstellung, durch die der Kurator und Projektleiter Nuno de Brito Rocha heute ein letztes Mal führt. Um 17 Uhr geht‘s in 60 Minuten Schritt für Schritt auf Erkundungstour der Arbeiten internationaler under Berliner zeitgenössischer Künstler:innen und durch den temporären Pavillon des Architekturbüros c/o now (die Teilnahme ist kostenlos). Noch zu sehen bis 20. September, täglich 10 bis 19 Uhr. Alte Jakobstraße 124-128, U-Bhf Kochstraße
Karten sichern – Wie die Pandemie die Menschen bewegt, zeigtdas Theaterstück „Offen lag die Welt“. Vier Schauspieler:innen des Kollektivs syn:format e.V. tauschten Ihre Erfahrungen aus den letzten 18 Monaten aus und bringen das Erlebte nun auf eine Open-Air-Bühne am Jagdschloss Grunewald. Die gesammelten Perspektiven über die Gegenwart, die Zukunft und das Gegenüber sowie Träume und Ängste der Berliner Bevölkerung werden vom deutsch-syrischen Ensemble in fünf Aufführungen unterschiedlich interpretiert. Tickets kosten 10/ 15 Euro. Für die heutige Premiere um 19.30 Uhr verlosen wir bis 12 Uhr 2x2 Tickets. Viel Glück!
Grübelstoff – Ob als Pop-Up-Skateanlage, grünes Parklet oder für die Außengastronomie: Was lässt sich mit ungenutzten Parkplätzen in Berlin alles anstellen?
Berlins Spitzenkandidat:innen-Check
5 x 1: Bis zur Abgeordnetenhauswahl stellen wir den Spitzenkandidat:innen von CDU, FDP, Grüne, Linke und SPD jede Woche eine Frage, die sie mit nur einem Foto beantworten dürfen. Diesmal: Was ist in Berlin ungerecht? Heute: Klaus Lederer (Linke).
Foto: DiG/Plus 2021
Berlin heute
Verkehr – Gitschiner Straße (Kreuzberg): In Richtung Hallesches Ufer ist die Fahrbahn hinter der Lobeckstraße bis Ende September auf einen Fahrstreifen verengt.
Lindenstraße (Kreuzberg): In Richtung Axel-Springer-Straße steht bis Ende September vor der Oranienstraße nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Invalidenstraße (Mitte): In Richtung Brunnenstraße steht in Höhe der Caroline-Michaelis-Straße bis Juni 2022 nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Oraniendamm (Waidmannslust): In Höhe Zabel-Krüger-Damm ist bis Mitte September eine Baustellenampel (Gegenverkehrsregelung) eingerichtet.
Stralauer Straße (Mitte): Ab 6 Uhr beginnt die Einrichtung der Vollsperrung in Höhe Molkenmarkt zwischen Jüdenstraße und Grunerstraße. Für den Kfz- und Radverkehr sind Umleitungen ausgewiesen. Der Fußverkehr kann die Baustelle passieren. Die Sperrung ist für ca. ein Jahr geplant.
Greifswalder Straße/ Danziger Straße (Prenzlauer Berg): Stadtauswärts ist die Fahrbahn der Greifswalder Straße zwischen Dietrich-Bonhoeffer-Straße und Danziger Straße ab 8 Uhr auf einen Fahrstreifen verengt. Das Abbiegen auf die Danziger Straße ist bis Ende des Jahres nicht möglich.
Regionalverkehr: FEX: Nächtliche Umleitung in den folgenden zwei Nächten jeweils von 19.15 bis 6 Uhr zwischen Berlin Hbf und Flughafen BER – Terminal 1-2 über Berlin Südkreuz (zusätzlicher Halt). Die Halte in Gesundbrunnen und Ostkreuz entfallen. Fahrgäste steigen bitte auf die S-Bahnen oder andere Verkehrsmittel des öffentlichen Personennahverkehrs um.
RB22: Busse ersetzen in der Nacht von 19.30 bis 1.35 Uhr die Züge zwischen Flughafen BER – Terminal 1-2 und Königs Wusterhausen.
Demonstration – Unter dem Motto „Hier könnte der Verkehr auch fließen“ versammeln sich von 8 bis 10 Uhr etwa 15 Protestierende auf der Grunerstraße 20. Auf dem Hermannplatz demonstrieren von 10.30 bis 12 Uhr ca. 10 Teilnehmende „Aktiv für Demokratie – Keine Stimme für die AfD“, angemeldet durch die Omas gegen Rechts.Anlässlich des „Weltfriedenstags“ kommen ca. 50 Menschen auf dem Pariser Platz von 16 bis 18 Uhr zusammen, als „Dank Deutschlands, an alle 4 Alliierten, für die Befreiung vom Faschismus“. Unter dem Motto „Rot – radikal – realistisch: Unser Programm für die soziale Stadt“ präsentiert die Linke ca. 400 Interessierten von 16 bis 19 Uhr ihr Wahlprogramm auf dem Anton-Saefkow-Platz 3. Von 17.30 bis 18.30 Uhr versammeln sich etwa 50 Menschen an der Karl-Marx-Straße 83, angemeldet durch die Internationale Liste, zum „Antikriegstag“, von 18 bis 20 Uhr führt ein Aufzug der Berliner Friedenskoordination unter gleichem Motto mit etwa 300 Teilnehmenden vom Platz des 18. März zur russischen Botschaft. Von 18 bis 22 Uhr demonstrieren ca. 20 Teilnehmendeanlässlich der Bundestagswahlen „Gegen Parlamentarismus, für Selbstorganisierung!“ auf dem Mariannenplatz.
Gericht – Wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit muss sich ein 56-jähriger Deutscher verantworten. Er soll als Mitarbeiter eines Serviceunternehmens eine CD-ROM mit rund 300 Grundrissdateien der vom Deutschen Bundestag genutzten Liegenschaften erstellt und diese an einen Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes weitergegeben haben (9 Uhr, Kammergericht Berlin, Elßholzstraße 3ß-33, Saal 145a).
Universität – Vor vierzehn Jahren starb der Schriftteller Wolfgang Hilbigs. Anlässlich seines 80. Geburtstags würdigt der Fischer Verlag den Autoren mit einer Werkausgabe. Mitglieder der Akademie der Künste sowie Herausgeber Jürgen Hosemann und der Verfasser des Nachwortes, Wilhelm Bartsch, widmen sich um 20 Uhr mit Lesung und Gespräch seinen Essays, Reden und Interviews. 4/6 Euro. 20 Uhr, Plenarsaal, Pariser Platz
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Alles Gute zum Geburtstag Bine, wünscht Dir Regina“ / Katja Bienert (55), Schauspielerin / Harald Bodenschatz (75), „Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V. gratuliert seinem Vorstandsmitglied und langjährigem Mitglied“ / Fritz Felgentreu (53), SPD-Politker und MdB / Ralf Fröhlich (55), CDU-Vorsitzender und Bezirksverordneter von Zehlendorf-Süd / Peter Gaehtgens (84), ehem. Präsident der FU / Dagmar Manzel (63), Schauspielerin / Luci van Org (50), Sängerin und Schriftstellerin / Hubertus Primus (66), seit 2012 Vorstand der Stiftung Warentest Berlin / Tim Schneider (24), Basketballspieler bei Alba / Sabine Scho (51), Schriftstellerin / Julia Varady (80), Opern- und Konzertsängerin / Magdalena Winter (16), Basketballspielerin bei Alba Berlin
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Dietmar Schiele, * 8. März 1932, Bankdirektor i.R., Diplom-Volkswirt / Gerhard Wehland, * 11. Oktober 1941 / Prof. Dr. Rainer Wüst, * 11. August 1943
Stolperstein – Eugen Karfunkelstein kam am 7. März 1878 in Rodziew (Schlesien) zur Welt. Heute vor 79 Jahren wurde er nach Sachsenhausen und anschließend weiter nach Auschwitz deportiert, wo er am 5. November 1942 ermordet wurde. In der Sonntagstraße 11 in Friedrichshain erinnert ein Stolperstein an Eugen Karfunkelstein.
Encore
Dass die Bildungsverwaltung mal einen Youtube-Hit jenseits von Pleiten, Pech und Pannen landen würde, schien etwa so wahrscheinlich wie die Ansiedlung eines Wolfsrudels im Kleinen Tiergarten. Aber nun ist es passiert (also der Youtube-Hit; das mit den Wölfen lässt sich gerade nicht verbindlich klären, weil Berlins Wildtiergott Derk Ehlert zurzeit Überstunden abbaut), und das kommt so: Die Bildungsverwaltung erklärt die Corona-Selbsttests für Schülerinnen und Schüler in mehreren hier geläufigen Sprachen, darunter Vietnamesisch. Die beiden Filmchen zu den Tests (hier und hier zu sehen) sind zusammen bereits mehr als 330.000 Mal abgerufen worden – und trenden laut einem Sprecher von Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) speziell in Vietnam. Klingt fast so, als hätten sie dort W-Lan in den Schulen.
Für diesen Checkpoint hat auch Lotte Buschenhagen recherchiert. Das Stadtleben hat Sophie Rosenfeld geschrieben, morgens aufgebrezelt und zu Ihnen durchgekabelt hat ihn Florian Schwabe. Falls Sie heute Abend noch nichts vorhaben und schon immer mal in eine Urberliner Raucherkneipe gehen wollten, empfehlen wir aus aktuellem Anlass die „Quelle“ in Alt-Moabit. Dunja Hayali hat sich auch angesagt. Morgen grüßt Sie hier Robert Ide. Machen Sie’s gut!

