„Berlin kann Vorbild sein“, frohlockt der Regierende Bürgermeister Kai Wegner. Und Verkehrssenatorin Ute Bonde (beide CDU) freut sich: „Berlin zeigt, wie es gemeinsam funktioniert.“ Was die beiden Regierungsmitglieder so sehr feiern: der Abriss der Ringbahn- und Westendbrücke schreitet in Rekordgeschwindigkeit voran und steht kurz vor dem Abschluss. Da ist es, das neue Berlin-Tempo! Zumindest beim Einreißen sind wir blitzschnell. Es gibt sie also noch, Berliner Geschichten des Gelingens. Und wenn es nur bedeutet, etwas kaputtzumachen. Aber nicht nur zu Ostern gilt: Wo ein Ende ist, ist ja auch ein Anfang. „Ich erwarte ein ähnliches Tempo auch für den schnellstmöglich erforderlichen Neubau der Ringbahn- und der Westendbrücke“, fordert Bonde. Wir holen schonmal die Stoppuhr raus.
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Wir bleiben bei der kaputten Autobahnbrücke. Vielen Autofahrern bereitet sie schlechte Laune. Für TU-Verkehrsforscher Fabian Drews ist sie sowas wie ein Glücksfall. „Aus Wissenschaftsperspektive ist total interessant, zu beobachten, wie sich das auf den Verkehr auswirkt.“ Die TU Berlin will das nun möglichst genau untersuchen und ruft alle Berliner zur Umfragen-Teilnahme auf. Wie man sich täglich durch die Stadt bewegt, ändere eigentlich niemand über Nacht – es sei denn, es änderten sich entscheidende Faktoren, sagte Drews. Bestes Beispiel sei die Corona-Pandemie. Ähnliches erwartet er nun auch von der kaputten Autobahnbrücke: „Wir gehen davon aus, dass das langfristig zu Veränderungen in den Mobilitätsroutinen führen wird. Menschen, die zuvor mit dem Auto über die Strecke gefahren sind, dürften nun eher auf den Umweltverbund umsteigen.“
Wenn Sie das aus eigener Erfahrung bestätigen, oder verneinen können, machen Sie gerne mit. Die Forscher bitten aber auch alle anderen Berliner um Teilnahme, die nie am Dreieckfunkturm vorbeikommen. „Um eine Kontrollgruppe zu haben, sind wir darauf angewiesen, dass auch Menschen an der Umfrage teilnehmen, die gar nicht von der Sperrung betroffen sind.“ Zur Umfrage bitte einmal hier entlang.
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Der Fall um Vorwürfe gegen den Ex-Grüne-Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar wird längst vor Gericht ausgekämpft. Nun hat Gelbhaar dort eine empfindliche Niederlage erlitten. Das Landgericht Hamburg hat seine Klage gegen einen Artikel der „Süddeutschen Zeitung“ größtenteils zurückgewiesen, in dem mehrere Frauen ausführlich über ihre Erfahrungen mit Gelbhaar und sein mutmaßlich grenzverletzendes Verhalten berichteten. „Mit der streitgegenständlichen Berichterstattung wird der Verdacht eines grenzüberschreitenden und übergriffigen Verhaltens des Antragstellers gegenüber einer Mehrzahl jüngerer Frauen in zulässiger Weise verbreitet“, heißt es im Beschluss des Gerichts.
Gelbhaar hat zwei Wochen Zeit, um gegen den Beschluss Beschwerde einzulegen. Und die Zeit drängt: Am 16. Mai verhandelt das Landgericht Hamburg mündlich über Gelbhaars Eil-Klage gegen die Berliner Grünen-Abgeordnete Klara Schedlich, deren Aussagen aus einer eidesstattlichen Versicherung gegenüber dem RBB vom Landgericht Hamburg im Eilverfahren untersagt wurden. Schedlich legte dagegen Widerspruch ein. Das Ganze wird in vier Wochen vom Gericht in aller Öffentlichkeit verhandelt. Nun hat das Gericht Schedlichs Aussagen in der „SZ“ nicht beanstandet.
Gelbhaar hat nun kaum Optionen: Legt er keine Beschwerde gegen den Beschluss zum „SZ“-Artikel ein, hat er gegen Schedlich schlechte Karten. Macht er weiter, zieht er die Vorwürfe gegen sich in die Verlängerung. Tagesspiegel-Kollege Alexander Fröhlich hat alle Details und Hintergründe zur neuen Gerichtsentscheidung.
Ein großes Osterfeuer gehört für viele dazu. Der Senat bittet die Berliner angesichts anhaltender Trockenheit und entsprechend großer Brandgefahr jedoch, diesmal lieber darauf zu verzichten. „So schön dieser Brauch auch ist: Ein jeder sollte abwägen, ob es das Risiko wert ist“, sagte Umweltsenatorin Ute Bonde. Bei den Veranstaltern in der Stadt springt Bondes Funke aber eher nicht über. „Das Osterfeuer findet statt, die Planungen laufen“, heißt es von der Freiwilligen Feuerwehr in Hellersdorf, die dort das Feuer organisiert. Wenn etwas passiere, stehe die Feuerwehr ja direkt daneben. Gleiches antwortet die Freiwillige Feuerwehr in Gatow zum dortigen Osterfeuer.
Auch an der Trabrennbahn Karlshorst bleibts trotz der Mahnung aus dem Senat beim Flammenschauspiel: „Zu unserer notwendigen Geländepflege gehört das regelmäßige Wässern der Grünflächen und der Bäume. Dadurch schätzen wir unsere Brandgefahr nicht höher ein als üblich.“ Ähnlich antworten die Veranstalter im Strandbad Plötzensee. Nur im Strandbad Wendenschloss in Köpenick nimmt man die warnenden Worte der Senatorin ernster. Ob das Osterfeuer stattfindet, hält man sich noch offen. Entschieden wird am Samstagmorgen.

Worüber wir jetzt noch nicht geredet haben: das hervorragende Wetter. Wenn Sie noch nicht wissen, wo Sie heute und am Osterwochenende die Sonne genießen wollen, kommen hier einige Tipps:
+ Die fünf schönsten Biergärten Berlins
+ Tipps für spontane Osterausflüge nach Brandenburg
+ Auf diesen Routen spazieren Sie abseits der Massen
+ Die besten Berliner Eisdielen im Check

In unserem heutigen Osterkörbchen steckt Magie! Die Kinder-Zaubershow „Simsalabim“ im Illusionstheater Berlin entführt kleine und große Gäste in eine Welt voller Wunder. Für die Vorführung am 21. April (um 14 Uhr) verlosen wir Plätze für eine Familie (2 Erwachsene und 3 Kinder). Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, schreibt eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Berliner Schnuppen
Telegramm
IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ), verantwortlich für die Digitalisierung der Berliner Verwaltung, betreibt eine eigene Druckstraße und druckt dort pro Jahr 70 Millionen Seiten. Tagesspiegel-Kollege Robert Kiesel wirft anhand dieses Falls einen Blick darauf, wie Berlin an der Digitalisierung scheitert.
Klingt wie ein Déjà-vu: Bei der Berliner U-Bahn mehren sich die Zugausfälle und Taktstörungen. Auf den Linien U1, U12, U2, U3 und U4 rollt mal wieder viel weniger, als es sollte. Die BVG selbst spricht von einer „massiven Herausforderung“. Schuld sei diesmal fehlendes Personal. Die Fahrer müssten an den neuen Fahrzeugen ausgebildet werden, damit sie ab Sommer in den Betrieb kommen können. Zumindest das ist ja mal eine gute Nachricht.
Und wir machen gleich weiter mit einigen guten Nachrichten: Drei weitere Berliner S-Bahnhöfe bekommen bald gesicherte Radabstellplätze. An den S-Bahnhöfen Adlershof und Hermsdorf werden im Mai neue Anlagen mit 24 (Adlershof) und 72 Stellplätzen (Hermsdorf) eröffnet, teilt die Infravelo mit. In Lichterfelde Süd kommt ab Ende Juli gesicherter Platz für 48 Räder. An welchen 34 U- und S-Bahn-Stationen noch neue Radbügel entstehen, lesen Sie hier.
Die City-Tax spült dem Land Berlin immer mehr Geld in die Kassen. 2024 waren es ganze 89,6 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor noch 58,7 Millionen (Q: schriftliche Anfrage Julian Schwarze, Grüne). 2025 will der Senat mit der Bettensteuer nach einer Erhöhung noch mehr Geld machen. Geplant sind Einnahmen in Höhe von 137 Millionen Euro.
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Konkurrenz belebt das Geschäft und drückt die Preise: Aufgrund der hohen Tankstellendichte ist derzeit Tanken in keinem Bundesland günstiger als in Berlin. Laut ADAC kostet ein Liter Super E10 durchschnittlich 1,579 Euro. Zum Vergleich: In Sachsen-Anhalt liegt der Preis für einen Liter aktuell bei 1,648 Euro. Auch beim Diesel schneidet Berlin gut ab. Mit 1,500 Euro pro Liter ist Diesel nur in Rheinland-Pfalz günstiger.
31 Bäume mussten an der Seefelder Straße in Hohenschönhausen in den vergangenen Jahren gefällt werden. Auf CDU-Anfrage, wie viele nachgepflanzt wurden, teilt das Bezirksamt Lichtenberg mit: Keine, „da die hierfür erforderlichen finanziellen und personellen Ressourcen derzeit nicht zur Verfügung stehen.“ Anders in Tempelhof-Schöneberg: Da sucht der Bezirk gerade Bürger, die Platz für weitere Bäume in ihren Gärten haben. „Das Umwelt- und Naturschutzamt Tempelhof-Schöneberg stellt die Bäume kostenlos zur Verfügung und beauftragt eine Firma des Garten- und Landschaftsbaus damit, die Bäume fachgerecht einzupflanzen.“
Neues von den nicht vorhandenen 30er-Schildern vor der Kita in Malchow, die die Verkehrsverwaltung schon 2020 angeordnet hatte (CP vom 13.1.): Auf Nachfrage von Martin Pätzold (CDU) meldet der Senat: „Nach Auskunft des für die Ausführung der Anordnung zuständigen Bezirksamtes Lichtenberg wurde das Aufstellen der Verkehrszeichen einer ähnlichen Maßnahme an anderer Stelle in der Straße falsch zugeordnet und damit fälschlicherweise als vollzogen gewertet.“ Die Aufstellung sei „nun umgehend beauftragt“ und erfolge „kurzfristig“. Also quasi sofort, unverzüglich.
Nachtrag zum Thema Milieuschutz (CP von gestern): In Reinickendorf hätten sich manche verwundert die Augen gerieben, schreibt uns das Büro von Baustadträtin Korinna Stephan, dass uns dankenswerterweise Durchblick im „Berliner Zuständigkeitsdschungel“ verschafft: „Auch wenn oben ‚CDU-Bezirk‘ draufsteht, liegt die Zuständigkeit für Stadtentwicklung in Reinickendorf bei den Grünen.“ Und die prüften „ganz sachlich“, ob und wo Milieuschutz notwendig ist.

Machen statt Meckern: Für unsere Serie „Berlin 2030“ haben wir 50 Ideengeber nach ihrer Vision für die Hauptstadt gefragt. Den Beitrag von Medienanwalt Christian Schertz lesen Sie hier. Alle Folgen und kreative Konzepte finden Sie täglich online unter tagesspiegel.de/berlin2030.
Und auch Sie schicken uns weiter spannende Ideen für die Zukunft Berlins. Leserin Cara plädiert für mehr Zugehörigkeit und Verantwortungssinn bei den Berlinern. Sie schreibt: „Vieles könnte eingespart und bewältigt werden, wenn jeder Einzelne Verantwortung für seine Umgebung übernehmen würde. Ob für Grünflächen, alte Menschen, Menschen in Schwierigkeiten, Lern-Hilfe für Kinder, Hilfe für alleinerziehende Eltern, etc. Zu einem gesunden Miteinander gehört Ehrenamt. Das würde auch Einsamkeit reduzieren. Das könnte auch unsere Sozialausgaben der Stadt sehr reduzieren.“
Sie haben auch eine Idee? Schreiben Sie uns unter checkpoint@tagesspiegel.de.
Zitat
„Es ist besser, Willkommensklassen als Sekundarschulklassen an unternachgefragten Gymnasien zu eröffnen.“
Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) will im kommenden Schuljahr mehr Willkommensklassen an Gymnasien unterbringen, um den Platzmangel an den Integrierten Sekundarschulen (ISS) zu dämpfen.
Stadtleben
Verlosung – Gogol führt in seinem Stück „Der Revisor“ die Oberen einer russischen Kleinstadt als wirklich spektakulären Trottelhaufen vor. Alle sind hier korrupt, eitel, stinkfaul oder alles zusammen. Entsprechende Angst herrscht, als die Nachricht umgeht: Ein Revisor ist unterwegs aus Moskau. Inkognito. Um die Beamtenschaft unter die Lupe zu nehmen. Neu-Fassung des Klassikers von John von Düffel am Schlosspark Theater (nächste Vorstellungen: heute, 18.-20.4.). Für die scharfsinnige Verwechslungskomödie verlosen wir 3x2 Karten für die Vorstellung am 26. April (20 Uhr)! Regulär ab 22 Euro, Schloßstraße 48, S-Bhf Rathaus Steglitz
Essen & Trinken – Okay, dass sie mit den feinen Schoko-Eiern von Sawade nüscht falsch machen, dürfte keine Überraschung sein. Aber kennen Sie auch „Mamsell“, „Das süße Leben“ oder „With Choc and Charme“? Diese und weitere kleine und feine Süßwarengeschäfte in der Stadt, die alle handwerklich hergestellte Schokoladen und Pralinen fürs Nest im Sortiment haben, hat unser Genuss-Ressort für Sie hier zusammengetragen. Und falls Sie bei „Winterfeldt Schokoladen“ in Schöneberg einkaufen, stärken Sie sich für die nächsten Tage (Besuche bei der Verwandtschaft und so) am besten noch mit einer Trinkschokolade im Café. Da gehen sogar Notfallkäufe in letzter Minute: geöffnet heute, Karfreitag, Sonnabend und Ostermontag (Ostersonntag geschlossen), Goltzstraße 23, Bushaltestelle Goltzstr./Rauchstr.
Last-Minute-Tickets – In der Kategorie Arthouse präsentieren wir eine exklusive Live-Film-Krautrock-Vertonung. Es geht um die 20er-Jahre-Stummfilmhorrorkomödie „The Cat & The Canary“ von Regisseur Paul Leni, live vertont von der Band TT Geigenschrey: Sonic Inkraut. Dabei sind u.a. Neokrautlegende TT Geigenschrey und Chris Hughes (der Schlagzeuger hat zum Beispiel mit Nina Hagen gespielt). Dargeboten wird dieses Spektakel morgen in der Regenbogenfabrik (20 Uhr), Karten kosten 19 Euro an der Abendkasse, Lausitzerstraße 21a, U-Bhf Kottbusser Tor
Berlinbesuch – Drei Kirchen, drei Konzerte: das kleine Osterfestival der Lautten Compagney ist ein Leckerbissen für Liebhaber:innen geistlicher Werke, man kann aber auch einfach hin, wenn man gern mal wieder einen sehr guten Chor hören möchte. Den Auftakt macht morgen in der Gethsemanekirche Telemanns leidenschaftliche Version der „Brockes Passion“ mit dem Staats- und Domchor Berlin und Solist:innen (20 Uhr), am Sonnabend geht es in der Sophienkirche weiter, Ostermontag gibt es ein Oratorium von CPE Bach (Marienkirche, 16 Uhr). Karten ab 15/10 Euro, Gethsemanekirche, Stargarder Straße 77, S-Bhf Schönhauser Allee
Grübelstoff – Morgen ist Karfreitag: Keine Bundesliga, Läden zu, etliche Filme dürfen im Kino nicht gezeigt werden (weil sie zum Beispiel wegen zu viel Sex oder Gewalt als nicht feierlich genug eingestuft wurden) – fällt Ihnen trotzdem eine Beschäftigung ein?
Kiekste
Opfer des Aldi-Mittelgangs oder einfach mal den Keller ausgemistet? Anita Krause staunte in der Reußallee. Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Köpenicker Landstraße (Niederschöneweide): Bis Ende Juni ist die Fahrbahn stadtauswärts hinter der Minna-Todenhagen-Straße auf zwei Fahrstreifen verengt.
Rudolstädter Straße (Wilmersdorf): Ab Mittag ist die Straße in Richtung Hohenzollerndamm zwischen Warneckstraße und Hohenzollerndamm für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Demonstration – Für heute sind 16 Demos angemeldet (Stand 16.4., 13.45 Uhr), u.a. „Mahnwache Forderung Bäume für den Gendarmenmarkt/Forderung Bäume für Berlins öffentlichen Raum“: eine Person, Gendarmenmarkt 4 (10-12 Uhr)
„Verteidigt die #berlin4 – Stoppt die Abschiebung von Genozid-Gegnern“: 300 Menschen, International Youth and Students for Social Equality, Unter den Linden 6 (11-16 Uhr)
„Kriege, politische Unruhen, wirtschaftliche Instabilität: Wie die Osterbotschaft eine Welt im Umbruch vereinen kann“: 30 Teilnehmende, Alexanderplatz 9 (13-17 Uhr)
„Protest gegen QuerdenkerInnen, Verschwörungsmythen und rechtes Gedankengut. Für Demokratie, Toleranz, Vielfalt und mehr“: 20 Protestierende, Omas gegen rechts, Tempelhofer Damm 100 (17-18.30 Uhr)
„Schokolade Hasen und Geschenke-Ostern: Alles nur Kommerz?“: 30 Demonstrierende, Alexanderplatz 1 (18-20.30 Uhr)
Karfreitag – Angemeldet sind neun Demos, u.a. „Auftaktaktion zum Ostermarsch-Wochenende: Nur nukleare Abrüstung schafft Sicherheit!“: 15 Menschen, Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Platz der Republik 1 (10.30-12 Uhr)
„Wir bieten Hundefleisch an! Weil Hunde ja nur Tiere und keine Menschen sind und wir sie deshalb zum Zwecke der Ernährung züchten, ausbeuten und verzehren können. Haltungsstufe 4, viel Auslauf, beste Schlachtung. Leckere gesunde junge Hunde! Kommt und probiert! :)“: sechs Teilnehmende, Alexanderplatz 9 (13-17 Uhr)
„Wir alle bleiben! Politisch motivierte Deportationen stoppen!“: 1.000 Demonstrierende, Alexanderplatz, Friedrichstraße, Schleusenbrücke, Parochialstraße (16-20 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 21 Demos, u.a. „Ostermarsch – Friedenskundgebung“: 50 Teilnehmende, MLPD, Mariannenplatz 1 (12.30-17 Uhr)
„Que(e)rstellen gegen rechten Aufmarsch – für eine solidarische, gerechte Politik!“: 1.500 Demonstrierende, Warschauer Platz, Persiusstraße, Simon-Dach-Straße, Revaler Straße, Annemirl-Bauer-Platz (12.30-22 Uhr)
„ostermarsch läuft mit schwurbel und nazis durch kreuzberg und fordert apeacement für autokraten? was stimmt mit euch nicht?“: 15 Protestierende, Anti-verschwurbelte Aktion, Mariannenplatz 28 (12.30-22 Uhr)
„Ostermarsch 2025“: 6.000 Menschen, Friedenskoordination Berlin, Mariannenplatz, Paul-Lincke-Ufer, Rio-Reiser-Platz, Mariannenplatz (13-17.30 Uhr)
Ostersonntag – Angemeldet sind neun Demos, u.a. „Aufstehen gegen Rassismus Ortsgruppe Treptow gegen Faschismus“: vier Menschen, Am Treptower Park (14-16 Uhr)
„420 Day Berlin 2025“: 5.000 Teilnehmende, 420 Day Everyday, Platz des 18. März (14-20 Uhr)
„Lichterkette für Demokratie und Vielfalt – Unser Dorf bleibt hell und bunt“: 50 Demonstrierende, Netzwerk für Toleranz und Demokratie, Alt-Blankenburg 12 (18-18.30 Uhr)
Ostermontag – Angemeldet sind zwölf Demos, u.a. „Gedenken an die Befreiung vom Nationalsozialismus“: 100 Menschen, Die Linke Marzahn-Hellersdorf, Landsberger Allee 563 (11-13 Uhr)
„Stimmen der Freiheit: ermordete in der Ukraine Künstler, Journalisten, Schriftsteller, Personen der Öffentlichkeit“: 50 Teilnehmende, Safe Ukraine e.V., Herbert-von-Karajan-Straße 1 (18-19.30 Uhr)
„Dauermahnwache für die Abschaltung aller Atomanlagen“: fünf Demonstrierende, Willy-Brandt-Straße 1 (18-19 Uhr)
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Cassandra Call (25), kanadische Eishockeyprofi, spielt bei den Eisbärinnen / „Ein Zwilling hat nie alleine Geburtstag. Hier also doppelte Wünsche an Gischen und Juttchen für spannende, schöne und wundervolle Erlebnisse im neuen Lebensjahr.“ / „Herzlichen Glückwunsch: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau – Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik an der Uni Potsdam, Autor und Herausgeber, Trusted Advisor, Unternehmer und Keynote Speaker“ / „Happy Birthday, Darling Henry – All my love, Bianca“ / „🎶Mit 66 Jahren …..🎶 Die Womo-Freunde gratulieren dem reiselustigen 3fachen Opa und Extremradler Micky ganz herzlich zum Geburtstag“ / Jörg Stroedter (71), Politiker (SPD), MdA / David Wagner (54), Schriftsteller (für „Leben“ erhielt er 2013 den Preis der Leipziger Buchmesse), hat mehrere Bücher über die Hauptstadt geschrieben, u.a. „Verlaufen in Berlin“
Karfreitag – Marco Brauchmann (40), Politiker (CDU) und Lehrer, Bezirksstadtrat in Treptow-Köpenick und Leiter der Abteilung Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport / Haile Gebrselassie (52), ehemaliger äthiopischer Leichtathlet, viermaliger Gewinner des Berlin-Marathons / „Lieber Lothar, Zufriedenheit und Wohlergehen sind meine Wünsche – Achim“ / „Thomas Seerig (65), früher Steglitzer MdA (2016-2021), jetzt aktiv für mehr Barrierefreiheit“
Sonnabend –„Nio-Jackson und Bonnie-Marley wünschen der lieben Super-Oma Ingrid Birke zum 78. Geburtstag alles Gute und vor allem Gesundheit für die Fahrten mit Rad und Thule zur Kita und wohin auch immer“ / „Die üblichen Verdächtigen gratulieren ihrer kulturellen Taktgeberin Dr. Claudia Bohm, die für jede Runde stets eine Bereicherung ist, sehr herzlich zum Geburtstag und wünschen ein wunderbares neues Lebensjahr mit vielen glücklichen Momenten zwischen Frohnau und Rapallo mit ihrem lieben Gatten und immer wieder auch mit uns.“ / Anton Brandt (18), Eishockeyspieler, Torwart bei den Eisbären / Joachim Sauer (76), Chemiker und Quantenforscher, war Professor an der Humboldt-Universität, Ehemann von Angela Merkel / „Alexander Schirp,Kann es noch besser werden? Im Prinzip ja. – Glückwunsch aus Jerewan!“ / Catrin Wahlen (53), Politikerin (Grüne), MdA
Ostersonntag – Seyran Ateş (62), Autorin, Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin, Mitbegründerin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin, war Mitglied der ersten Deutschen Islamkonferenz und nahm am Integrationsgipfel der Bundesregierung teil / „Zum 75. PD Dr. Dr. Gerhard Deter, der vor über fünf Jahren den Berliner Hauptstadttrubel gegen die westfälische Provinz eintauschte.“ / Dea Loher (61), Bühnenautorin, mehrere Stücke wurden am Deutschen Theater uraufgeführt, u.a. „Am Schwarzen See“, Mitglied der Akademie der Künste Berlin / Michael Mendl (81), Schauspieler („Schlafes Bruder“, „Der Untergang“)
Ostermontag – Tita von Hardenberg (57), TV-Journalistin und -Moderatorin („Polylux“) sowie Produzentin, Auszeichnung als Berliner Unternehmerin 2016/2017 / „Lieber Helmut, alles Liebe zum Geburtstag für den besten Ehemann der Welt wünscht dir deine Frau.“ / Palina Rojinski (40), Moderatorin und Schauspielerin, („Rubbeldiekatz“, „Traumfrauen“), 2022 hat sie im Pfefferberg einen Astro-Guide mit dem Titel „Folge Deinen Sternen“ vorgestellt
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Christa Krüger (geb. Oser), * 4. Juni 1947, verstorben am 13. März 2025 / Gertrud Münzner (geb. Harting), * 8. Januar 1951, verstorben am 26. März 2025 / Heidrun Przytarski (geb. Schlottke), * 27. Februar 1942, verstorben am 29. März 2025
Stolperstein – Hilde Meisel (*1914) berichtete für die linke Tageszeitung „Der Funke“ aus Frankreich, Spanien und England, später für die Exilpublikation „Die Sozialistische Warte“. Dafür benutzte sie den Namen Hilda Monte, einer von mehreren Decknamen. Sie beteiligte sich an Untergrundaktionen und veröffentlichte u.a. die Bücher „How to conquer Hitler“ und „Help Germany to revolt!“. 1944 ließ sie sich vom amerikanischen Geheimdienst anwerben. Als sie am 17. April 1945 bei einer geheimen Mission versuchte, in der Nähe von Feldkirch die Grenze zu überqueren, wurde sie festgenommen. Beim Versuch zu fliehen, wurde sie angeschossen und verblutete. An Hilde Monte erinnert ein Stolperstein in der Landhausstraße 3 in Wilmersdorf.
Encore
Das lange Osterwochenende liegt vor uns, ein guter Zeitpunkt, um sich zwischen Eiersuche und Spargelessen von eingefahrenen Verhaltensmustern zu trennen. Team Checkpoint macht Frühjahrsputz für Fortgeschrittene (Berliner Art). Heute in der Kategorie „Das kann weg“: das Festkleben im eigenen Kiez.
Selbstverständlich ist es schön, eine Komfortzone in der Großstadt zu haben. Trotzdem: Ein Blick über den Tellerrand tut immer gut. Wann waren Sie zuletzt am anderen Ende der Stadt? An klassischen Touristen-Hotspots? Auf dem Tempelhofer Feld, den Rieselfeldern in Spandau oder im Grunewald? Jetzt ist die beste Zeit, den eigenen Bewegungsradius zu erweitern– und Berlin noch einmal neu zu erleben.
Einen Blick über den Tellerrand haben für den heutigen Checkpoint mit ihren Recherchen Christoph Papenhausen, Alexander Fröhlich, Stefan Jakobs und Antje Scherer (Stadtleben) geworfen. Und in der Frühproduktion hat Fabian Schridde die Komfortzone verlassen. Am Samstag lässt Jessica Gummersbach Sie hier Berlin wieder neu erleben. Schöne Ostertage und machen Sie es gut,
