wir starten in die erste Ferienwoche und damit in unseren leicht angepassten Sommer-Checkpoint, der in den kommenden Wochen täglich mit Ihren Urlaubsgrüßen beginnt. Die Eröffnung macht Checkpoint-Leser Andreas Ohlwein, unterwegs „mit dem Kanu auf einem der wunderbaren Seen in der ‚Kaschubischen Schweiz‘ (Polen) – da kann die Seele baumeln …“.

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Weil Sommer ist und das Leben gerade ein bisschen weniger schwer (immerhin darf man seit gestern Abend hoffen, dass der Welt ein Comeback von Trump erspart bleibt), bestreiten wir die Ferien-Checkpoints mit einem thematisch passenden Lied auf den Lippen. Was passt heute? „Always look on the bright side of life“ natürlich, aber das passt ja immer. Angesichts mehrerer verkehrspolitischer Meldungen und einer Wetterprognose, die nach der gestrigen Hitzewallung für die nächsten Tage wieder Wohlfühltemperaturen verspricht, soll Max Raabe den Anfang machen mit seinem wunderbar fröhlichen „Fahrrad fahr’n“ (zu dem es auch ein herzallerliebstes Video gibt): „Manchmal ist das Leben ganz schön leicht. Zwei Räder, ein Lenker und das reicht…“
Nachdem sich die Betreuung der Cannabis-Vereine in Berlin als peinliches Joint Venture zwischen Senat und Bezirken („Ihr seid am Zug – Wir? Nee, pffff!“) erwies, haben wir mal unsere Nase in andere Bundesländer gesteckt. Also: In Brandenburg ist laut Gesundheitsministerium das Landesamt für Gesundheit mit drei neuen Stellen zuständig. In Sachsen sind vier neue Stellen bei der Landesdirektion vorgesehen, in Bayern hat das Landesgesundheitsamt sieben von zehn Stellen besetzt und will 2025 weitere zehn besetzen. Hamburg plant mit 14,5 Stellen und erklärt das Bezirksamt Altona für zuständig (weil das federführend im Bereich Verbraucherschutz ist). In Niedersachsen übernimmt die Landwirtschaftskammer, in NRW kontrollieren das Landesumweltamt den Anbau und die Bezirksregierungen (mit 20 neuen Stellen) die Vereine. Schleswig-Holstein baut den Bereich mit gleich 24,5 Stellen (davon 20 im Landeslabor) ganz neu auf – und will ebenso wie NRW die Kosten über Gebühren für die Vereine refinanzieren.
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Der Regierende hat T-Online ein Interview zur Lage der Dinge gegeben – ohne Überraschungen, aber erhellend. Einige Punkte: Mit den Behördengängen läuft es auch deshalb schlecht, weil in Berlin nicht mal die Landesregierungen wissen, wie viel schon digital geht. Der (u.a. von CDU-Bundeschef Merz bestrittene) Bedarf, die Schuldenbremse zu reformieren, wachse mit dem zunehmenden Verfall der Infrastruktur und mit jeder neuen Aufgabe, die der Bund den Ländern überhelfe: „In allen Ländern und Kommunen geht langsam das Licht aus.“ Und: Der Druck in seinem Job sei enorm; „ich empfinde eine unglaublich große Verantwortung für 3,9 Millionen Menschen in Berlin.“ Dass es laut aktuellem Zensus nur knapp 3,6 Mio. waren, könnte den Druck theoretisch lindern, aber sollte ihn praktisch – Stichwort: ca. 500 Mio. Euro weniger Steuereinnahmen pro Jahr – noch erhöhen.
Der Radwegestopp vom vergangenen Jahr wirkt weiter nach: 68 der 75 vom Senat im ersten Halbjahr 2024 erteilten Finanzierungsbescheide für bezirkliche Radverkehrsprojekte bezogen sich auf Maßnahmen, deren Finanzierung schon im vergangenen Jahr zugesagt worden war. Das zeigt die noch unveröffentlichte Antwort der Verkehrsverwaltung auf eine Anfrage von Oda Hassepaß (Grüne). Bezogen aufs Budget ist die Schieflage noch heftiger: Von den insgesamt gut 33 Mio. Euro Finanzierungszusagen des ersten Halbjahres 2024 betrifft nur eine Million neue Vorhaben. Mit anderen Worten: 97 Prozent der Summe flossen per „Erneuerungsbescheid“ in Projekte aus dem Vorjahr.
Außerdem zeigen die Senatszahlen, dass rund 30 Prozent des Budgets nicht von Land und Bezirken, sondern von Dritten (z.B. Bund oder EU) stammt, also verfallen, wenn Projekte nicht umgesetzt werden. „In Zeiten knapper Landeskassen umso schmerzvoller“, resümiert Hassepaß. Bemerkenswert auch: sechs von zwölf Bezirken haben im ersten Halbjahr gar keine Finanzierungen für neue Maßnahmen beantragt – und das waren eher nicht die Bezirke mit besonders guter Rad-Infrastruktur.
Morgen will das Bündnis „Schiene vor TVO“ erklären, warum es die Senatsplanung der Schnellstraße durch die Wuhlheide für nicht genehmigungsfähig hält. Ein anderer Aspekt, der viele Anwohner aufschreckt, ist der mit dem Bau verbundene Abriss des Geh- und Radwegtunnels neben der U5 während der Bauzeit. Durch den führt eine enorm frequentierte Ost-West-Verbindung, deren Sperrung kilometerlange Umwege ergäbe. Nach CP-Informationen haben Betroffene beim Senat deshalb eine von fast 300 Nutzern unterschriebene Einwendung eingereicht. Laut Verkehrsverwaltung soll der Weg während der TVO-Bauzeit zwar „in größtmöglichem Umfang“ offengehalten werden, aber ohne Sperrungen gehe es nicht. Für diese Zeiten werde geprüft, den Weg um die Baustelle herumzuführen – falls möglich.
Als Ihre Berlinungsanleitung präsentiert der CP in diesen Sommerferien eine „Bucket List“ von Dingen, die man einmal im Leben gemacht haben sollte im sommerlichen Berlin. Die erste Empfehlung kommt vom Chef persönlich. Meine Damen und Herren, begrüßen Sie steuerbords auf dem Brett den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner mit folgendem Tipp: „Stand-Up-Paddling auf einem der großartigen Berliner Seen wie dem Schlachtensee oder dem Müggelsee. An zahlreichen Orten in Berlin kann man das Stand-Up-Paddling lernen – und sich dort auch ein Board leihen. Das ist eine großartige Art, die Gewässer in Berlin zu erkunden.“
Berliner Schnuppen
Telegramm
Das heiße Wochenende lockte halb Berlin ans und ins Wasser – und endete mit zwei Unglücksfällen: Zwei untergegangene Kinder konnten nur knapp gerettet werden und wurden ins Krankenhaus gebracht. Am späten Sonntagabend suchte die Feuerwehr mit Tauchern und Hubschrauber nach drei Passagieren eines Tretbootes, das auf dem Müggelsee verschwunden war. Aber kurz vor Mitternacht gab’s Entwarnung: Die drei hätten das geliehene Boot nicht zurückgebracht, sondern irgendwo anders angelegt, berichtete ein Feuerwehrsprecher auf CP-Anfrage.
Als seine „rechte und linke Hand“ sowie „the brain“ hat SPD-Fraktionschef Raed Saleh seinen Parlamentarischen Geschäftsführer und Haushaltsexperten Torsten Schneider kürzlich beschrieben. 2026 will Schneider nach 20 Jahren nicht wieder fürs Abgeordnetenhaus kandidieren, wie CP-Kollege Daniel Böldt erfuhr. Saleh wird sich also umorientieren müssen, was Hirn und Hände betrifft.
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hat ihrer Instagram-Gefolgschaft eine Karte geschrieben – mit Tinte! Falls Sie keinen Account haben: Giffey will uns weiter auf dem Laufenden halten und mit ganzer Kraft für Berlin ackern, aber erst mal wünscht sie einen schönen Sommer und grüßt aus Venedig vom Canale Grande, an dem sie sich vom alltäglichen Teltowkanal erholt.
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Mit dem Tagesspiegel muss man rechnen: Als Leitmedium aus der Hauptstadt ist der Tagesspiegel eine wichtige Informationsquelle für Entscheider. Das bestätigen die Ergebnisse der LAE 2024. Der Tagesspiegel erreicht crossmedial über 450.000 Entscheider bundesweit und etabliert sich als nationale Medienmarke.
Details hier
1,6 Mio. Euro kostet das auf dem Görli-Sicherheitsgipfel zwischen Senat und BA Xhain vereinbarte Pilotprojekt zur Betreuung 13 öffentlicher Toiletten (also 123.000 Euro pro Lokus), das bis Ende 2025 läuft. 1,1 Mio. davon sind für Personalkosten eingeplant, 180.000 für verstärkte „aufsuchende Sozialarbeit“, 160.000 für Verbrauchsmaterial (Lage, Lage, Lage, Lage!), 70.000 für „begleitende Evaluation und Monitoring“. Welche „konkreten Handlungen der Senat als Fehlnutzung“ der leider nicht so stillen Örtchen definiert und warum, ist der Antwort auf Frage 6d („bitte auflisten und einzeln begründen“) von Katalin Gennburg (Linke) zu entnehmen. Eine im Sinne des eigenen Wohlbefindens verzichtbare Lektüre. Und die Antworten dürfte die Abgeordnete selbst schon vorher gewusst haben.
Es lohnt sich also doch, Behörden mit Computern auszustatten! Anträge auf Einbürgerung werden vom Landesamt für Einwanderung dank Digitalisierung neuerdings drei Mal so schnell bearbeitet wie zuvor. Zur Erinnerung: Bevor das Landesamt zu Jahresbeginn übernahm, hatten die zuvor zuständigen Bezirke einen Stau von 40.000 unbearbeiteten Anträgen aufgehäuft.
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Sachbearbeiter(in) Buchhaltung (m|w|d) | Berolina Bestattungsinstitut GmbH
Kaufmännische Geschäftsführung (m|w|d) | Helmholtz-Zentrum Berlin
Kaufmännische/r Direktor/in (m|w|d) | Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Zu aktuellen Jobs
Wer regelmäßig S-Bahn fährt, dürfte den Wurm im Ohr haben: „Passengers travelling to Ay-ßie-ßie, please change here for the circle line!“ Ab dem Fahrplanwechsel wird es stattdessen „Sie-Oh-Bie“ heißen, denn die Station soll umbenannt werden von „Messe Nord / ICC“ in „Messe Nord / ZOB“. Ein Bahnsprecher berichtet auf Anfrage, dass der Wunsch nach Umbenennung im Austausch zwischen DB, Senat und Verkehrsverbund aufgekommen sei, „da der größere Teil der Fahrgäste den Zentralen Omnibusbahnhof zum Ziel hat und weniger das Internationale Congress Centrum.“
Oh, Sommerlektüre im Briefkasten! „Klartext“, eine zehnseitige Gratiszeitung der CDU-Fraktion. Laut einem Artikel auf der ersten Seite wird Berlin sicherer; Polizei und Feuerwehr spürten politischen Rückenwind. Die Belege dafür im Text: „Bei einer Straßenumfrage zum ersten Jahrestag der CDU-geführten Regierungskoalition hieß es: ‚Bei der Sicherheit hat sich was getan.‘“ Und die politische Unterstützung „zeigt sich schon an den zahlreichen Kontakten und Gesprächen mit den Spitzen der CDU-Fraktion und des Senats. ‚Das macht etwas mit einem‘, heißt es lobend unter Polizeibeamten.“ Journalistische Handwerkskunst wie bei Horst Schlämmer („Immer janz discht dran und knallhart nachjefracht.“).
In Berlin wurden im ersten Halbjahr 2024 laut Statistikamt 18.113 Autos mit Elektro- oder Hybridantrieb zugelassen. Das sind zwar 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, aber die Gesamtzahl der neu zugelassenen Pkw sank sogar um fast 22 Prozent auf 32.213. E-Autos und Hybride machten demnach mehr als die Hälfte der Berliner Neuwagen aus, während sie bundesweit mit 44 Prozent noch immer in der Minderheit waren.
Nach dem Spiel ist vor dem Schrottplatz: Das riesige Fußballtor von der Fanmeile am Brandenburger Tor wird laut RBB verschrottet. Die von der Stahlbaufirma via Kleinanzeigen.de aufgerufenen 180.000 Euro plus Selbstabholung fanden demnach keinen Fan.
Just am bisher heißesten Wochenende dieses Jahres verkündet das Amtsblatt, dass Eislaufen in der nächsten Saison teurer wird: Laut „Entgeltordnung für städtische Kunsteisbahnen“ kostet das Einzelticket dann 4,- statt 3,30 Euro, ermäßigt 2,- statt 1,60. Die Preise der Saisonkarten steigen von 80 auf 100 bzw. für Kinder bis 14 Jahre von 25 auf 30 und bei sonstiger Ermäßigung von 45 auf 55 Euro.
Zitat
„Ich sehe Ihre Arbeit als Beitrag, um mehr Verständnis im Umgang miteinander zu erlangen. Aber Ihre Herangehensweise finde ich sehr herrisch. Deshalb verbleibe ich mit exotischen Grüßen.“
Sascha Disselkamp, in seiner Antwort auf einen Brief der „Jury gegen diskriminierende und sexistische Werbung“. Die Jury hatte ein Problem damit, dass beim „Asian Streetfood Festival in Disselkamps Sage Club asiatisches Essen als „exotisch“ bezeichnet wurde. Tsp-Kollege Kevin P. Hoffmann hat die skurrile Geschichte aufgeschrieben und auch kommentiert.
Stadtleben
Verlosung – Am 24. Juli starten mal wieder die jährlich stattfindenden Richard Wagner Festspiele. Mit Berlin hat das nicht so wahnsinnig viel zu tun und wir können leider auch nicht mit den raren Tickets dienen, für die sich ein Trip nach Bayreuth lohnen würde. Was wir aber empfehlen können, ist das Yorck-Kino Delphi-Filmpalast, dort werden viele der Opern live aus dem Festspielhaus in Oberfranken gestreamt. Am 25. Juli um 16 Uhr zum Beispiel „Tristan und Isolde“, eine Neuinszenierung von Thorleifur Örn Arnarsson unter der musikalischen Leitung von Semyon Bychkov. Wir verlosen 2x2 Tickets für die Liveübertragung. Kantstraße 12A, S/U-Bhf Zoologischer Garten
Auf die Hand – Anlässlich des Berliner Pride Month und des am 27. Juli stattfindenden Christopher Street Day, hat die KaDeWe Patisserie zwei exklusive Kreationen in Regenbogenfarben „entworfen“. Es handelt sich dabei um sommerliche Törtchen, die die Auszubildenden der hauseigenen Konditorei des KaDeWes entwickelt haben. Zum Verspeisen und natürlich auch Mitnehmen gibt es die süßen Teile zwischen dem 22. und 27. Juli in der „Brasserie Hélène“, in der „Sechsten“. Mo / D i / Mi / Do / Sa 10-20 Uhr, Fr 10-21 Uhr, Tauentzienstraße 21-24, U-Bhf Wittenbergplatz
Am Wasser – Seit dem Sommer 2017 bietet das „TROPEZ“ in der Freibadsaison des Sommerbad Humboldthain ein dreimonatiges Kunstprogramm an. Die aktuelle Ausstellung heißt „SWARM“ und beschäftigt sich mit Schwarmintelligenz. Sie deckt auf, wo Gemeinschaft und Algorithmen unseren Alltag bestimmen. Die Künstler:innen greifen in Schwimmbadabläufe ein, erfinden Sci-Fi-Szenarien und nutzen Künstliche Intelligenz. Sie schlagen alternative Formen des kollektiven Erinnerns vor, übersetzen Internetphänomene und erkunden Wege, wie sich Gruppen erneuern können. Für zahlende Besucher des Freibads ist der Eintritt frei. Täglich von 10 bis 18 Uhr, Sommerbad Humboldthain, Wiesenstraße 1, S-Bhf Humboldthain
Mit Kindern – Museum heißt nicht immer gleich alt, im Gegenteil: Das „Futurium“, ist das Haus der Zukunft. Hier dreht sich alles um die Welt von morgen und, wie diese aussehen könnte. In der Dauerausstellung werden verschiedene Zukünfte vorgestellt. Wie kann man Natur neu denken? Wie sieht Gemeinschaft bald aus? Wird man Strom bald vom Mond kommen? Solchen Fragen wird auf den Grund gegangen. Der Eintritt ist frei und ein Besuch mit Kindern ist perfekt, wenn es mal wieder regnet. Mo / Mi / Fr / Sa / So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Alexanderufer 2, S/U-Bhf Hauptbahnhof
Grübelstoff – Offiziell laufen in Berlin die Schulferien jetzt schon drei Tage. Auch wenn Sie kein Schüler sind: Wie lange brauchen Sie, bis Sie im Erholungsmodus angekommen sind?
Kiekste
Unerschütterliche Zeichen des Optimismus dankbar aufgeschnappt von Kirsten Ackermann-Piëch in der Ratiborstraße. Mehr gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem KIEKSTE-Wettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100 (Stadtring): Um ca. 5 Uhr ist der rechte Fahrstreifen in Fahrtrichtung Neukölln gesperrt. Der Verkehr wird über die zwei restlichen Fahrbahnen geführt. Die Einfahrt Spandauer Damm auf die A100, sowie die Ausfahrt Kaiserdamm (Knobelsdorffstraße) sind gesperrt.
Rhinstraße (Friedrichsfelde): Bis Ende August ist die Fahrbahn Richtung Am Tierpark zwischen Seddiner Straße und Alt-Friedrichsfelde auf einen Fahrstreifen verengt. Das Linksabbiegen in die Seddiner Straße ist nicht möglich.
Pettenkoferstraße (Friedrichshain): Die Straße ist ab 6 Uhr bis Freitagabend in beiden Richtungen zwischen Frankfurter Allee und Rigaer Straße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Hellersdorfer Straße/Gülzower Straße (Hellersdorf): Bis Freitag ist die Gülzower Straße in Richtung Heinrich-Grüber-Straße ab der Heringsdorfer Straße für den Kfz-Verkehr gesperrt. Umleitungen sind ausgewiesen. Die Hellersdorfer Straße ist in Richtung Riesaer Straße im Kreuzungsbereich für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Schildower Straße (Hermsdorf): Bis April ist die Straße zwischen Marthastraße und Elsestraße in beiden Richtungen für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Otto-Braun-Straße (Mitte): In Richtung Grunerstraße zwischen Barnimstraße und Mollstraße ist der rechte Fahrstreifen bis Ende September gesperrt.
Nahverkehr – U3: Von Betriebsbeginn bis 12.8.2024 hält die Linie in Richtung S+U Warschauer Straße nicht im U-Bhf Podbielskiallee.
Tram M1 & 50: Die Linien sind bis 24. 8. 2024 zwischen S+U Pankow und Guyotstraße unterbrochen. Es fahren Busse als Ersatz.
S2 & S8: In den folgenden Nächten bis 25./26. 7. 2024, jeweils von 21.45 bis 1.30 Uhr, ist der Streckenabschnitt zwischen Pankow und Karow bzw. Hohen Neuendorf unterbrochen. Es ist ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
S46 & S8: Im Streckenabschnitt Königs Wusterhausen – Grünau kommt es zu folgenden Fahrplanänderungen:
- Vom 22. 7. 2024, ca. 4 Uhr bis 20 Uhr fahren zwischen Königs Wusterhausen und Zeuthen Busse als Ersatz
- Vom 22. 7. 2024, 20 Uhr bis 1:30 Uhr wir der Ersatzverkehr von Königs Wusterhausen bis Grünau erweitert
- Vom 23. 7. 2024, 4 Uhr bis 9. 8. 2024, ca. 22 Uhr fährt der Ersatzverkehr zwischen Königs Wusterhausen und Zeuthen. Die Linie S8 endet in Grünau.
Fernverkehr – FEX: In der Nacht von 20.30 bis 5 Uhr enden/beginnen mehrere Züge dieser Linie abweichend in Schönefeld (bei Berlin) (zusätzlicher Halt). Der Halt in Flughafen BER entfällt.
RE6: Einige Züge dieser Linie fallen in der Zeit von 20.45 bis 24 Uhr zwischen Kremmen/Hennigsdorf (b Berlin) und Berlin-Charlottenburg aus.
RE7: Von 19.30 bis 00.30 Uhr fallen einige Züge dieser Linie zwischen Berlin Ostbahnhof und Bestensee aus. Als Ersatz nutzen Sie bitte die Busse zwischen Flughafen BER und Königs Wusterhausen/Halbe/Lübben (Spreewald).
RB10: Einige Züge dieser Linie fallen in der Zeit von 20.30-24 Uhr zwischen Nauen und Berlin Gesundbrunnen/Berlin Südkreuz aus.
RB22: Die Züge dieser Linie fallen von 4.30 Uhr bis Dienstag, 4.45 Uhr zwischen Schönefeld (bei Berlin)/Flughafen BER und Königs Wusterhausen aus.
Demonstration – Für heute sind 15 Demos angemeldet (Stand 19.7., 11 Uhr), u.a. „Mahnwache vor dem RKI - Kritisiert wird die Rolle des RKI im Zusammenhang mit der Corona-Hysterie und den dadurch begründeten Menschenrechtsverletzungen (....)“: 15 Teilnehmende, Nordufer 20 (12-14 Uhr)
„Gedenktag verstorbener Drogengebraucher*innen“: 80 Personen, „Notdienst Berlin“, Oranienplatz 1 (14-15.30 Uhr)
„Am 22. Juli 2024 jährt sich der rassistische Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München zum achten Mal. Die Versammlung ist eine Gedenkveranstaltung (...)“: 200 Menschen, Oranienplatz 1 (17-21 Uhr)
„Weg mit Hartz IV und dem Bürgergeldbetrug! Aktiver Widerstand gegen einen 3. Weltkrieg! Montag ist Tag des Widerstands!“: 50 Menschen, „Montagsdemo Berlin“, Alexanderplatz (17.45-20 Uhr)
„Mahnwache am Kanzleramt für die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen - nicht nur in Deutschland“: 20 Demonstrierende, „Anti-Atom-Mahnwache am Kanzleramt“, Willy-Brandt-Straße 1 (18-19 Uhr)
Gericht – Seit elf Monaten wird wegen eines versuchten Brandanschlags auf ein Gebäude, das von Mitarbeitern einer russischen Nachrichtenagentur bewohnt wurde, verhandelt. Nun ist ein Urteil in Sicht. Die Anklage gegen den russischen Staatsangehörigen (56) lautet unter anderem auf versuchten Mord. Die unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung, die er im Keller des Hauses angebracht haben soll, sei nicht gezündet (14.00 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 217).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Heik Afheldt (87), Publizist, Tagesspiegel-Herausgeber von 1998 bis 2002 / Klaus Bresser (88), Journalist, ehemaliger ZDF-Chefredakteur / Willem Dafoe (69), US-amerikanischer Schauspieler, wurde auf der Berlinale 2018 mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet / Heiko Herberg (37), Politiker (ehemals Piraten, jetzt SPD), von 2011 bis 2016 im Abgeordnetenhaus von Berlin / Paul Jaeckel (26), Fußballprofi, Abwehrspieler bei Union Berlin / Thomas Kraft (36), ehemaliger Torwart bei Hertha BSC / Franka Potente (50), Schauspielerin und Schriftstellerin / „Liebe Silke, ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles Liebe und Gute zu Deinem 60. Geburtstag. Genieße die vor kurzem begonnene neue Lebensphase mit viel Zeit, die wir hoffentlich gemeinsam mit viel Freude, Glück und Harmonie erleben dürfen. Ich liebe Dich, für immer, Dein Jörg“ / Tim Oliver Schultz (36), Schauspieler, Filmproduzent / Jannik Schümann (32), Schauspieler und Synchronsprecher / Otto Waalkes (76), Komiker, Comiczeichner, Musiker, Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Gisela Beth, * 22. Februar 1946, verstorben am 3. Juli 2024 / Dr. Jens Odewald, Träger des Bundesverdienstkreuzes des Verdienstordens, * 21. September 1940, verstorben am 12. Juli 2024
Stolperstein – Eduard Zachert kam am 8. März 1881 in Berlin zur Welt. Er war als Postbeamter tätig und gehörte zu einer Widerstandsgruppe früherer SPD-Mitglieder, die verbotene Schriften verteilten, aufgrund der dieser Mitgliedschaft verlor er seine Anstellung bei der Reichspost. Mit einem Brief warnte er im Oktober 1942 einen Gastwirt davor, seinen Sohn Offizier werden zu lassen. Der Gastwirt übergab den Brief der Gestapo. Im April 1943 verurteilte der Volksgerichtshof ihn wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ zum Tode. Am 22. Juli 1943 wurde er in Berlin-Plötzensee hingerichtet. An Eduard Zachert erinnert ein Stolperstein in der Mendelssohnstraße 10 in Prenzlauer Berg.
Wer in Berlin über die Gedenktafeln stolpert und mehr wissen will: Mit einem Klick gelangt man über die App „Stolpersteine – Die Schicksale“ zu den Biografien der Verfolgten.
Encore
Willkommen im Sommerloch, in der Ferienzeit stellen wir Ihnen jeden Tag ein anderes Berliner Loch vor (im wahrsten Sinn des Wortes). Heute: Im urbanen Ballungsraum Berlin sollte der Handyempfang kein Problem sein – oder?
Insgesamt hat man gutes Netz hier, auch immer mehr 5G, zeigt die Breitbandmessungskarte. Dass Sie im Funk-LOCH stecken, kann dennoch passieren: In der Dolgenseestraße oder auf der Halbinsel Stralau (beides nahe Rummelsburg), auch in Spandau sind ganze Straßenzüge (Askanienring) unterversorgt. Zentraler nervt das Netz nahe Kurt-Schumacher-Platz und im Kollwitzkiez: hier wurde 2G gemessen.
Besseres Netz (4G) gibt es seit April auch überall in den U-Bahnen (als letzte deutsche Großstadt) – reicht schon wieder nicht aus? 5G soll nächstes Jahr kommen.
Aber sofern man nicht gerade den Checkpoint liest, ist analoge Kommunikation doch immer noch die beste. Wie bei Max Raabe: „Die Polizei grüßt freundlich: Guten Tach! Weil ich immer alles richtig mach‘…“
Die Lastenradbesatzung für diesen Checkpoint bestand aus Katharina Kalinke (Recherche und Sommerloch), Tobias Langley-Hunt (Stadtleben), Jasmine Dellé (Frühproduktion). Morgen strampelt sich hier Margarethe Gallersdörfer ab. Gute Fahrt in die Woche!