beflügelt von Franziska Giffeys (SPD) flammender Verteidigungsrede (Checkpoint von gestern) reisen wir gedanklich von Warschau nach Namibia, wo der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) der Wirtschaftssenatorin begeistert beispringt. „Starke Rede von Franziska Giffey“, schreibt er auf Checkpoint-Anfrage. „Mit Klarheit und Haltung hat sie Berlin gegen die ständigen Nörgler verteidigt – selbstbewusst, engagiert und mit Herz für unsere Stadt. Hier gibt es keine zwei Meinungen. Gemeinsam arbeiten wir an einem besseren Berlin und bringen unsere Stadt voran!“
Und Finanzsenator Stefan Evers (CDU) vervollständigt das Bürgermeister-Trio: „Berlin ist keine Stadt, die geliebt werden will – sie will verstanden werden“, schreibt er. „Wer sie nicht liebt, hat sie vielleicht einfach noch nicht verstanden. Berlin ist keine Schönheit aus dem Katalog. Hier findet man keine Perfektion, hier findet man Persönlichkeit. Unbequem, aber immer aufrichtig. Berlin glänzt nicht, aber seine Freiheit leuchtet in die Welt. Und genau dafür lieben wir unsere Stadt.“ Amen.
Wegner ist seit Mittwoch in Namibias Hauptstadt Windhoek, unter anderem mit Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson, Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel, IHK-Präsident Sebastian Stietzel und IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner. Anlass ist das 25-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft – eine ganz besondere angesichts der Kolonialverbrechen, die Deutsche dort verübt haben. Ihm sei die Partnerschaft wichtig, sagte Wegner: „Ich hoffe, dass wir unsere Kontakte vertiefen können in diesen Tagen.“
Bisher läuft nicht alles glatt. Die Unterzeichnung eines Aktionsplans fiel kurzfristig aus, da sich damit erst noch das Windhoeker Stadtparlament befassen muss. Unterschreiben durfte Wegner dann aber im Gästebuch der Stadt. Das Programm ist straff, Zeit für Safari bleibt nicht. Unterwegs gab’s immerhin Affen und eine Giraffe zu sehen – die Wegner allerdings verpasste (aber zuhause gibt’s ja auch Kängurus und Wildschweinlöwen). Und: Einige Mitglieder der Delegation landeten ohne ihr Aufgabegepäck, darunter auch die Polizeipräsidentin. Beim Umstieg war es in Frankfurt geblieben. Für Wegner wichtig: „Es ist nicht die Schuld des BER.“
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Ausstellung in der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank, kuratiert von Christian Thoelke
Der Künstler stellt Stadtansichten des geteilten Berlins aus der Kunstsammlung der Berliner Volksbank eigenen Gemälden verlassener DDR-Bauten gegenüber.
Eintritt frei: 2.11. & 7.12.
Führungen mit Christian Thoelke: 16.10., 15.11. & 6.12.
Mehr Infos zu „Paradies“
Apropos: In den Herbstferien starten die meisten Flüge wie im Vorjahr Richtung Antalya und Mallorca, meldet unser Lieblingsflughafen. Erwartet werden rund 1,4 Millionen Fluggäste – die ihren Urlaub wohl überwiegend selbst buchen. Obwohl die Umsätze zuletzt wieder stiegen, ist die Zahl der stationären Reisebüros in Deutschland seit 2000 drastisch gesunken – von rund 14.000 auf aktuell etwa 8.000, schreibt der Deutsche Reiseverband auf Checkpoint-Anfrage. In Berlin zählt die IHK 1569 Reisebüros – rein rechnerisch wäre damit etwa jedes fünfte in der Hauptstadt. Und jährlich kommen neue Büros hinzu. Im vergangenen Jahr gab es demnach 64 Gewerbeanmeldungen.

Ambitionen wurden ihm schon seit Wochen nachgesagt, jetzt ist klar: Stefan Gelbhaar will 2026 für das Abgeordnetenhaus kandidieren. Seine Bewerbung reichte der Grünen-Politiker am Mittwochabend beim Kreisverband Pankow ein. Auch Vorstandsmitglied Sunčica Klaas hat sich beworben – macht niemand einen Rückzieher, dürfte eine Kampfkandidaturanstehen.
Für viele in der Partei ist die Affäre um sein Verhalten gegenüber Frauen noch nicht ausgestanden: Nach mehreren Verfahren bleibt ein in weiten Teilen zulässiger Bericht über die Erfahrungen von acht Frauen mit wohl grenzverletzendem Verhalten. In seinem dreiseitigen Bewerbungsschreiben geht Gelbhaar nur am Rande auf die vergangenen Monate ein. Zu Beginn schreibt er, er habe „viele Gespräche geführt, Zuspruch und Ermutigung, aber auch Zweifel erfahren.“ Und am Ende: „Eine intensive Zeit verändert Menschen – und hat auch mich verändert. Innehalten, nachdenken, neu sortieren und klarer werden. Viele Gespräche haben mir zusätzliche Perspektiven eröffnet.“
Themenwechsel: „Haufenweise Kontrollen“ führen in dieser Woche die Ordnungsämter durch. Es geht um tierische Hinterlassenschaften – und die Liste potenzieller Straftäter ist lang: Aktuell sind stadtweit 70.199 Hunde registriert, schreibt die Verbraucherschutzverwaltung auf Checkpoint-Anfrage. Die knuffigsten Erkenntnisse:
+ Kai Wegners Caspar ist ein Hund des Volkes: Nach Mischlingen (9594) sind Labradore (6266) die zweithäufigste Rasse.
+ Die meisten Hunde (7768) pesen durch Pankow, die wenigsten durch Kreuzberg (4124).
+ Die meisten Chihuahuas tippeln durch Marzahn (437), in Steglitz gibt’s besonders viele Golden Retriever (318) und die meisten Affenpinscher leben in Mitte (7).
+ In Pankow fühlen sich besonders Pudel (467) wohl. Und nirgends leben mehr Brandlbracken als in Reinickendorf (6).
+ Auf jeden Topf ein Deckel? Gilt nicht für Buhund, Japanischen Terrier und Jakutische Laika – sie wurden jeweils nur einmal registriert.
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Verlosung: Die Schinkel-Kirche Neuhardenberg wird zum Ort von zwei besonderen Abenden: Am Fr, 24.10. lassen Angela Winkler & das delian::quartett Shakespeare, Schostakowitsch und Mendelssohn aufeinandertreffen. Am Sa, 25.10. spielen Jan Vogler (Cello) und Janne Saksala (Kontrabass) ihr Duokonzert in außergewöhnlicher Besetzung. Wir verlosen 2×2 Tickets für Shakespeare. Begegnungen am 24.10. Teilnahme per Mail: verlosung@schlossneuhardenberg.de.
Das dürfte auch Herrchen und Frauchen interessieren: Der Rat der Bürgermeister hat dem Entwurf des neuen Bußgeldkatalogs zugestimmt, schreibt ein Sprecher der Umweltverwaltung auf Checkpoint-Anfrage. Nun müsse der Katalog ein zweites Mal im Senat diskutiert und final beschlossen werden.
Einen Termin gibt’s noch nicht. Widerstand dagegen schon: Die Petition für den Erhalt der „Zu verschenken“-Kisten, deren Aufstellung mit bis zu 1500 Euro geahndet werden soll, wurde mehr als 10.000-mal unterzeichnet. Auch einige Bezirke äußern auf Anfrage Zweifel an der Umsetzbarkeit. „Eine Ahndung ist in der Praxis sehr schwierig“, heißt es aus Lichtenberg, der Boxbesitzer müsse „auf frischer Tat“ beobachtet werden. Und auch Mitte weist darauf hin, dass „die gebotene Beweisführung“ meist nicht möglich sei.
Wohin mit dem Sechstklässler? Bis zur Anmeldephase für die weiterführenden Schulen dauert es zwar noch einige Monate, doch die Wahlzeit beginnt jetzt: Reinickendorf und Spandau starten am Nachmittag mit den ersten kleinen Oberschulmessen. Und auch der Tagesspiegel hilft bei der Schulwahl: Kollegin Susanne Vieth-Entus hat die Anmeldungszahlen aller öffentlichen weiterführenden Schulen der letzten zwei Jahre zusammengestellt. So können Sie schon mal ausknobeln, wo Sie Ihr Kind im Januar mit Erst-, Zweit- oder Drittwunsch anmelden wollen – und wo Sie es gar nicht erst zu versuchen brauchen. Veranstaltet Ihre Schule auch einen Tag der offenen Tür? Sagen Sie uns gern Bescheid: schule@tagesspiegel.de.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Der einstige Wunder-Unternehmer René Benko wurde am Mittwoch in Innsbruck wegen Insolvenzbetrugs zu zwei Jahren Haft verurteilt. Zeitgleich wurde der Verkauf eines Prestigeobjekts aus der Signa-Insolvenzmasse beschlossen: Die Karstadt-Immobilie am Ku‘damm geht an die österreichische Stumpf Development GmbH. Teresa Roelcke berichtet.
Die Zerschlagung einer Sprenger-Bande zeigt Wirkung: Es werden deutlich weniger Geldautomaten in die Luft gejagt. Bis Anfang Oktober wurden vier Fälle registriert, davon drei Versuche, schreibt die Polizei auf Checkpoint-Anfrage. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 33 Sprengungen (20 Versuche).
Ruhestand statt Flaschensammeln: Die Grünen-Fraktion fordert eine Landeskommission zur Prävention von Altersarmut. Unter Seniorinnen und Senioren habe die Armut 2023 bei fast 20 Prozent gelegen, heißt es in dem Antrag. „Statt die Hände in den Schoß zu legen und nur auf die Bundesregierung zu verweisen, wollen wir das konkret anpacken und in Berlin handeln“, sagte der Abgeordnete Taylan Kurt dem Tagesspiegel. Das Ziel: eine Landesstrategie für mehr soziale Teilhabe im Alter.
Ryanair bietet weniger Sitzplätze an, meldet die dpa. Bevor Sie jetzt Haltestangen in der Holzklasse befürchten: Gemeint sind weniger Flüge. Im Vergleich zum Winterflugplan 2024/2025 fallen am BER die Ziele Tel Aviv, Riga, Kaunas, Brüssel und Krakau weg, auch wegen der „exorbitanten Luftverkehrssteuer“.
Imagepolitur I: Um Studierenden aus dem Ausland die WG-Suche zu erleichtern, schenkt die Ferienwohnungsplattform Airbnb 200 Erstis der TU Gutscheine im Wert von je 1580 Euro. „Wir sind gespannt darauf zu sehen, wie das Projekt angenommen wird“, schreibt eine Sprecherin. Wir sind gespannt, was andere Wohnungssuchende dazu sagen.
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Erleben Sie den Jahreswechsel in Italien mit kulinarischen Höhepunkten, festlicher Stimmung und mediterranem Flair. Genießen Sie italienische Spezialitäten, entdecken Sie kulturelle Schätze und lassen Sie sich von der Lebensfreude des Südens begeistern. Jetzt buchen!
Imagepolitur II: Zwei Bordellbetreiber haben 350.000 Euro an die Kinderklinik der Charité gespendet. Mit dem Geld wurde der Eingangsbereich aufgehübscht. Die Vorgeschichte: Das Land musste den „Artemis“-Besitzern nach einer ungerechtfertigten Razzia 250.000 Euro zahlen – die Brüder legten für die Spende 100.000 Euro drauf.
Lichter an: Für Umrüstungen an der Straßenbeleuchtung in Friedrichshain sucht Stromnetz Berlin einen Dienstleister. In der Modersohnstraße und Revaler Straße sollen 46 Masten demontiert und 62 LED-Leuchten neu installiert werden (Q: Vergabeplattform).
Lichtermeer: Peter Schilling feiert heute im Zeiss-Großplanetarium die Weltpremiere der neuen Multimedia-Show „Major Tom: Völlig losgelöst“, mit Laserlicht, Kuppel-umspannenden Bildern und 360-Grad-Sound.
Lichter aus: Die Friedrichstraße wird zum „Boulevard of Broken Dreams“. In den vergangenen zwölf Monaten räumten 13 Geschäfte ihre Verkaufsflächen (Q: Schriftliche Anfrage von Christoph Wapler, Grüne). 2024 gab es insgesamt 21, in diesem Jahr bisher fünf gewerberechtliche Abmeldungen.
Touchdown: Vor dem ersten NFL-Spiel im Olympiastadion am 9. November schauen die „Indianapolis Colts“ in Spandau vorbei. In Kooperation mit der „NFL Foundation“ errichtet das Team einen Spielplatz für die Christian-Morgenstern-Grundschule. Auch für Bezirksbürgermeister Frank Bewig (CDU) war das „völlig überraschend“. Gern mehr davon.
Und noch ein Tipp für Kurzentschlossene: Heute ab 10 Uhr versteigert die BVG im Auktionshaus Beier in Tempelhof mehr als 500 Fundsachen wie Schmuck, Uhren, Kleidung, Fahrräder oder Fotoapparate.
Zitat
„Bis zum Olivaer Platz ist die Weihnachtsbeleuchtung am Ku'damm schon jetzt gesichert.“
Die Spendenaktion laufe sehr gut, sagte Patrick Wittke vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft City dem Checkpoint. Halleluja!
Stadtleben
Verlosung – Montag … ist ein richtig guter Tag zum Ausgehen. Also, wenn Sie auf Impro-Theater stehen. Die Pionier:innen von Theatersport Berlin haben dafür einen festen Termin am neuen Spielort in der Distel. Mal gucken? Wir verlosen für die Jubiläums-Show am Montag 3x2 Karten (19.30 Uhr)! Laut Selbstbeschreibung war die Truppe die erste, die vor 30 Jahren diese damals völlig neuartige Form von Theater in die Stadt gebracht hat. Und sie sind immer noch dabei! Wer das Konzept nicht kennt: Auf Zuruf aus dem Publikum entstehen komplette Szenen auf der Bühne, kein Skript, zwei Teams im Wettstreit, dazu gibts Live-Musik. Nächste Termine: 10./17.11. Regulär 19 Euro, Friedrichstraße 101, S-Bhf Friedrichstraße
Essen & Trinken – Wenn man in Paris, London oder New York in ein Museum geht, dann sind die Chancen groß, dass man dort auch ein interessantes gastronomisches Angebot findet. In Berlin kommen Kultur und Kulinarik nicht so recht zusammen, von ein paar Ausnahmen abgesehen. Dazu zählt seit einem Jahr das „W66“ im Museum für Kommunikation. Hier wird eine nordisch inspirierte Küche gekocht, mit regionalen wie saisonalen Produkten und handwerklichem Ehrgeiz. Schon das Sauerteig-Brot vorneweg ist selbst gebacken. Kräuteröle setzt das Team selbst an und gewinnbringend ein auf den Tellern – etwa das Dillöl in der Blumenkohl-Suppe mit gebrannter Blumenkohl-Creme. Viele Gerichte im Herbstmenü sind vegetarisch, wie der geschmorte Rotkohl mit Graupenrisotto und Meerrettich-Beurre-blanc. Am Wochenende gibt es regelmäßig Brunch. Di-So 12-17 Uhr, Leipziger Straße 16, U-Bhf Stadtmitte
Noch hingehen – Irma Stern? Wenn Ihnen dieser Name nüscht sagt, sind Sie nicht allein. Die Expressionistin (*1894) gilt in Südafrika als die wichtigste Moderne-Malerin. In Deutschland hingegen, ihrer zweiten Heimat, ist sie so gut wie unbekannt. Das Brücke-Museum zeigt aktuell (noch bis 2.11.) ihre farbintensiven Porträts. Und stellt in der spannenden Schau „Irma Stern. Eine Künstlerin der Moderne zwischen Berlin und Kapstadt“ ein paar unbequeme Fragen. Morgen gibt es einen Rundgang mit Co-Kuratorin Lisa Hörstmann (15 Uhr); geöffnet Mi-Mo 11 bis 17 Uhr, Bussardsteig 9, Bushaltestelle Brücke-Museum/Kunsthaus Dahlem
Last-Minute-Lesung – Die Buchpremiere vergangenes Jahr war ausgebucht, jetzt gibt es wieder eine Chance, und zwar für lau: Gynäkologin und Chefärztin Mandy Mangler stellt heute Abend in der Bibliothek am Luisenbad „Das große Gynbuch“ vor und räumt im Gespräch mit Mythen und Informationslücken zum Thema Frauengesundheit auf (19 Uhr). Fans des „Gyncasts“ dürften mit ihr und unserer Kollegin Esther Kogelboom bestens vertraut sein: Die beiden sprechen im Tagesspiegel-Podcast offen und zugewandt über Brustkrebs, vorzeitige Menopause oder Aufklärung. Eintritt frei, Badstraße 39, U-Bhf Osloer Str.
Grübelstoff – Der Papst hat gerade ein Pferd geschenkt bekommen (falls es Sie interessiert: ein arabischer Hengst, weiß). Leo XIV. soll ein erfahrener Reiter sein und Pferde lieben, er dürfte sich also durchaus gefreut haben. Womit könnte man Ihnen eine richtig, richtig große Freude machen? Und wer (außer Ihnen) kennt Ihre Herzenswünsche?
Kiekste
Hach, Herbst, du poetischste aller Jahreszeiten. Was raunte Rainer Maria Rilke einst: „Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben“. Aber hey, allein spazieren gehen ist auch okay, etwa im Ruhwaldpark in Westend. Dank an Jordan Wegberg! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100 (Stadtring): Von 21 bis 5 Uhr ist die Autobahn in beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen Heckerdamm bzw. Jakob-Kaiser-Platz und Hohenzollerndamm gesperrt (ab 20 Uhr wird mit den Arbeiten begonnen).
Müggelseedamm (Friedrichshagen): Die Straße ist in beiden Richtungen zwischen Rauener Weg und Charlotte-E.-Pauly-Straße auf einen gemeinsamen Fahrstreifen verengt (bis Anfang Dezember).
Grünberger Straße (Friedrichshain): Die Fahrbahn ist in beiden Richtungen in Höhe Gabriel-Max-Straße auf nur einen gemeinsamen Fahrstreifen verengt (bis Anfang Dezember).
Prenzlauer Promenade/Wisbyer Straße/Ostseestraße (Prenzlauer Berg): Auf der gesamten Kreuzung ist das Linksabbiegen untersagt und es kommt zu Fahrstreifenreduzierungen. Die Überfahrt von der Ostseestraße in die Wisbyer Straße ist gesperrt (bis Mitte November).
Rudower Straße (Rudow): In Höhe Arnikaweg ist die Fahrbahn stadteinwärts bis Mitte November auf einen Fahrstreifen verengt.
Regionalverkehr – RE2: Von 20.30 Uhr bis 5.30 Uhr fallen einige Züge zwischen Hennigsdorf (b Berlin) und Berlin Ostbahnhof aus.
RE3: Bis Sonntag beginnen/enden einige Züge in den Abend-, Nacht- und Morgenstunden abweichend in Lichtenberg (zusätzlicher Halt) und werden von/bis Bernau umgeleitet. Die Halte zwischen Gesundbrunnen und Südkreuz fallen aus.
RE7: Von 21.15 Uhr bis 5 Uhr werden einige Züge über Gesundbrunnen (zusätzlicher Halt) umgeleitet, etliche Halte entfallen, einzelne Züge fallen ganz aus.
Demonstration – Für heute sind 18 Demos angemeldet (Stand 15.10. 17 Uhr) u.a. „Protestaktion gegen die Streichung des Berliner Reparatur-Bonus im geplanten Landeshaushalt für 2026/2027“: 25 Demonstrierende, BUND, Niederkirchnerstraße 5 (8.30-9.30 Uhr)
„Deutscher Jugendrat zum Thema Wehrpflicht – Die Jugend muss gefragt werden in der Wehrpflichtthematik – Mit Kunstperformance“: 100 Menschen, Demokratische Stimme der Jugend, Platz der Republik 1 (9-14 Uhr)
„Für eine bedarfsgerechte Finanzierung der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung und Jugendarbeit und gegen Kürzungen in diesen Arbeitsbereichen!“: 150 Teilnehmende, Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Berlin, Niederkirchnerstraße 5 (12-14 Uhr)
„Kürzungen stoppen – feministische Infrastruktur sichern“: 30 Protestierende, Niederkirchnerstraße 5 (14-17 Uhr)
„Nachbarschaftliche Solidarität statt Hochhaus! Weg mit der Atrium Development Group!“: 200 Menschen, Rotherstraße 18 (16.30-20 Uhr)
Gericht – Drei Frauen müssen sich wegen Betrug durch „falsche Polizisten“ verantworten. Sie sollen im April und Mai 2025 bei mehreren Senioren Wertgegenstände zur vorgegaukelten „Vermögenssicherung“ abgeholt haben. Zuvor seien die Opfer durch Mittäter angerufen und mit Behauptungen über einen angeblich bevorstehenden Angriff unter Druck gesetzt worden (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A504).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Unser Benno wird 30!❤️ Wir freuen uns über dich seit dem 1. Tag, auch dass du deinen Weg gegangen bist, den wir stolz verfolgen. Für die Zukunft Glück, Liebe, Erfolg, und dass du gesund bleibst. Behalte deine Freude am Reisen und Hertha BSC ⚽️ deine Oldies aus Frohnau 👩❤️👨“ / „Bernd wird heute 70! Jedes Jahrzehnt birgt neue Abenteuer – mögest du sie alle genießen. Herzlichen Glückwunsch von Christiane & Klaus“ / „Heute feiern die Herzschrittmacher live ihren 🎵strahlenden Tenor 🎶und Italienisch-Lehrer CARLO G. und wünschen: Settanta volte lunga vita a lui!“ / Corinna Harfouch (71), Schauspielerin, ermittelt an der Seite von Mark Waschke im Berliner „Tatort“, auf der Bühne u.a. Deutsches Theater oder Volksbühne / „Brenda Hecktheuer: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und viel Freude, Gesundheit und Erfolg für das neue Lebensjahr! Lisa“ / „Hans Hengelein (70), Mittelfranke und Bauernsohn in Berlin, LGBTIQ* Aktivist und Aidshilfe Unterstützer der 1. Stunde – herzlichen Glückwunsch!“ / Uwe Soukup (69), Journalist und Buchautor, schrieb eine Biografie über den Autor und Journalisten Sebastian Haffner / Andres Veiel (66), Filmregisseur („Black Box BRD“), für „Die Spielwütigen“ begleitete er in einer Langzeitstudie vier Schauspielschüler:innen der Berliner Hochschule Ernst Busch
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Joachim Günther, * 18. April 1936, verstorben am 20. August 2025 / Prof. Dr. Henning Köhler, * 9. August 1938, verstorben am 29. September 2025 / Elisabeth Ruchniewicz (geb. Dammer), * 26. April 1946, verstorben am 15. September 2025 / Anne Schrumpf, * 15. Mai 1939, verstorben am 1. Oktober 2025
Stolperstein – Elisabeth Jeanne Petzal wurde mit ihrem Zwillingsbruder am 10. August 1943 im Lager Westerbork in den Niederlanden geboren. Dort waren ihre Eltern, ein älterer Bruder und die Großmutter interniert; ihre Familie hatte vergeblich gehofft, den Verfolgungen in Deutschland durch eine Flucht in die Niederlande entkommen zu können. Im Februar 1944 wurde die Familie nach Theresienstadt, im Oktober dann nach Auschwitz deportiert. Dort wurde Elisabeth Jeanne am 16. Oktober 1944 von den Nazis ermordet, niemand aus der Familie überlebte den Krieg. An sie erinnert ein Stolperstein in der Tile-Wardenberg-Straße 13 in Moabit.
Encore
Schon wieder Gemecker? Auf der Online-Plattform „Reddit“ nörgelt ein Tourist, das Trinkwasser der Hauptstadt sei „not good for making coffee“. Er habe einiges probiert – French Press, Filter und „Pour Over“ – immer schmecke der Kaffee fade und schlammig.
Achselzucken bei den Wasserbetrieben: „Berliner Wasser ist sehr hart, weil wir Calcium und Magnesium nicht rausfiltern“, sagt Sprecher Stephan Natz auf Checkpoint-Anfrage. Tee-Gourmets würden den feinen Film monieren, der sich deshalb bildet, doch die Kaffee-Kritik sei neu. „Trinkwasser ist ein Naturprodukt und schmeckt überall anders. Man ist an den lokalen Wassergeschmack sozialisiert.“ Außerdem: „Wenn’s ihm nicht schmeckt, kann ich’s ihm nicht einreden.“ Gilt für alle Lebenslagen.
Köstlich war die Recherche von Christoph Papenhausen. Hinweise und Texte aus Berlin und Namibia lieferten Margarethe Gallersdörfer, Christian Latz und Alexander Fröhlich. Antje Scherer kuratierte das Stadtleben, Jasmine Dellé übernahm die Produktion. Morgen servieren Anke Myrrhe und Margarethe Gallersdörfer brühfrische Meldungen. Bis bald