zu gern hätte ich dieses Checkpoint-Debüt mit einer besseren Nachricht begonnen, als mit den bitteren Worten Jens Spahns: Um Weihnachten werde die Lage auf den Intensivstationen „ihren traurigen Höhepunkt erreichen“, sagte der Noch-Gesundheitsminister am Freitag. Auch jetzt ergriffene Maßnahmen könnten diese Belastung nicht mehr verhindern. Heißt: Die Pfleger der Kliniken schuften weiter am äußersten Limit – und darüber hinaus.
Was tun? Um die Welle zu brechen – besser: zögernd zu zähmen – fährt die Hauptstadt hinunter: Das hat der Senat in einer Sondersitzung am Freitagmorgen beschlossen. Vor allem Ungeimpfte müssen sich von Mittwoch an einschränken: Analog zum Bund-Länder-Beschluss darf ein Haushalt künftig nur noch mit zwei weiteren Personen eines weiteren Haushalts zusammenkommen, sobald ein Teilnehmer nicht genesen oder geimpft ist. Großveranstaltungen wie Fußballspiele werden auf 5.000 (draußen) bzw. 2.500 Teilnehmer (drinnen) limitiert, Berlins Gastro bleibt offen (Vorgaben folgen!), den Weihnachtsmarktglühwein gibt’s bei 2G und Maske und Berghain-Eskapade nur noch mit Tanzverbot. Bitte, wie? Was wie die neueste Überbietung Berliner Absurditäten klingt, hat einen einfachen Hintergrund: Betriebsschließungen fallen ins Bundesrecht, das muss erst geändert werden. Vorerst bleiben die Clubs daher offen, etwa für Spontan-Kinos und bestuhlte Konzerte – Tanzschritte bitte hinzufantasieren.
Und sonst? Wird geimpft, was das Zeug hält. Ab dem 13. Dezember sollen erste Dosen für Kinderimpfungen bereitstehen, kündigte Franziska Giffey am Freitagmittag an – und bezeichnete die Spritzen als „echten Wendepunkt“. Künftig sollen mobile Impfteams durch die Berliner Schulen ziehen. All denen, die das Schulalter längst verlassen haben, empfehlen wir das Ikea Tempelhof: Zum Hot Dog reicht man hier Moderna, von langen Schlangen keine Spur.
Apropos keine Spur: Von meinen ersten Präsenzseminaren nach drei Semestern Online-Uni ist mir übrigens schon seit zwei Wochen keines mehr geblieben – man zieht zurück in die Webex-Wüste. Doch der Fußball rollt: Die Hauptsache, nicht wahr?
+++ EIL: Königreich Bhutan verlegt Honorarkonsulat von Bietigheim-Bissingen nach Berlin (Quelle: Amtsblatt). Willkommen im Berliner Wahnsinn! +++
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Und damit auf zur figurativen Tribüne! Vorneweg gibt’s doppelt Tier-Content: Possierliche Kandidaten für unsere Bronze-Medaille der Woche waren diesmal der Arbeitskreis Igelschutz e.V. Berlin, den die Senatsverwaltung am Montag prompt mit dem Berliner Tierschutzpreis bedachte – und selbstverständlich die ausgesprochen praktische Übersicht der „Goats of Berlin“, die bisher ungekannten Informationsbedarf stillte. Klarer Sieger ist jedoch der not-kreative Haushalt am Vinetaplatz, der seine kaputte Klingel kurzerhand durch eine Schnur mit Verbindung zu einem Glöckchen auf dem Balkon ersetzte (via Notes of Berlin): „Klingel ist kaputt, bitte am Seil ziehen!“. Beweisfoto hier – Jingle Bells, Mitte-Edition.
Amt, aber prämiert: Um den zweiten Platz drängten sich nicht nur Berlins fleißiger Weihnachtsmann-Trainer Andreas Penski (fürs Portrait hier geklickt) und Frank Zander, der sein traditionelles Weihnachtsessen für Obdachlose kurzerhand zum Foodtruck-Dinner erklärte – sondern auch das Charlottenburger Bezirksamt. Das ganze Bezirksamt? Nein! Eine unbeugsame Mitarbeiterin, die nicht aufhört, der organisierten Unzuständigkeit Widerstand zu leisten: „Eine beeindruckende Frau, diese Frau Zöller“, schreibt Checkpoint-Leser Roland K. Und zwar deshalb: Trotz zweifacher Impfung hatte er sich mit Corona infiziert – noch am Tag des PCR-Ergebnisses klingelte sein Telefon, dran war das Gesundheitsamt bzw. Frau Zöllner mit ihrer „klaren, höchst kompetenten Stimme, spürbarer Souveränität in der Sache“ und „einer gelassenen, aber bestimmten, Sprache“. Klare Anweisungen zu Quarantäne und Tests + eine Portion Empathie. „Diese großartige Frau hat mir viel Vertrauen in unsere Stadt zurückgegeben“, schreibt Roland K. Wenn das keine Medaille verdient!
Strahlendes Checkpoint-Gold vergeben wir in dieser Woche an den Anästhesisten Dr. Alexander Schulz-Gibbins, der sich mit seinem Kollegen Fabian Herbst der berlinberüchtigten Behördensturheit entgegenstellt: Mit einer selbstorganisierten Impfaktion zogen die Ärzte am Freitag samt Team in die Max-von-Laue-Oberschule in Lichterfelde. Bereits seit August hatten sie mit den Hürden und Blockaden der Berliner Verwaltung zu kämpfen. Man müsse die Aktion ausschreiben und Kosten diskutieren, hieß es von Seiten der Bildungsverwaltung. Gesundheitssenatorin Kalayci reagierte erst gar nicht. „Es soll geimpft werden, aber Ansprechpartner und Genehmigungswege sind weiterhin unklar“, sagt Fabian Herbst am Checkpoint-Telefon. Ihr Glück: Vor wenigen Wochen fand sich doch noch ein Mitarbeiter, der die Ärzte auf kurzem Dienstweg unterstützte und auch die Schulleiterin Irina Bothmann zog mit am Strang, sodass die Aktion stattfinden konnte. Das nächste Problem: Von den 120 bestellten Impfdosen erhielt das Team gerade mal 60. „Wir mussten Impfinteressierten, die sich aufraffen, absagen. Auch Erstimpflingen! Das ist hanebüchen und fördert nicht die Impfbereitschaft.“ Trotzdem – oder gerade deshalb – planen die Ärzte am Freitag ihre zweite Aktion. Das Team hofft, dass es dann mehr Dosen erhält: und spritzt weiter.
Außer Konkurrenz bleibt die scheidende Kanzlerin Angela Merkel, der wir heute eine Sondermedaille verleihen: Für ihre eindrucksvolle Abschiedsrede, tatsächlich überraschenden Musikwünsche – und damit Bundeswehr-Videos, die wir uns nicht abstruser erträumen könnten – vergeben wir einen Checkpoint-Ehrentitel. Und behalten uns, allem Berlin-Wahnsinn zum Trotz, unsere Fröhlichkeit im Herzen.
Sie wollen aufs Treppchen? Wer Medaillenkandidat für nächste Woche werden mag, sollte schleunigst das Motorrad schmücken: Noch läuft die Anmeldung zur jährlichen Berliner Christmas Bike Tour am 11. Dezember, die mit Geschenken zu Sozialprojekten düst. Die Philantro-Biker sind für kommende Metalle heiß im Berlin-Rennen – motorfreie Gegenvorschläge nehmen wir derweil unter checkpoint@tagesspiegel.de entgegen.
Was zu vergeben bleibt? Schepperndes Berliner Blech. Einwandfrei qualifiziert hat sich das Bezirksamt Spandau, das keine Anstalten macht, ein Kladower Bootswrack aus den Wassern der Havel zu hieven. Seit Frühjahr 2020 dümpelt die „Yellow Submarine“ unfreiwillig namensgerecht am Rande der Schilf-Schutzzone (André Görke hat Geschichte hier aufgeschrieben). Den Negativ-Titel (für Miet-Elend) holt jedoch Berlins Pannengenossenschaft „Diese e.G.“, denn: Bei den Bewohnern tropft’s. „Durchdringendes Regenwasser in allen Zimmern“ beklagten die Mieter bei einer Versammlung im November, wie jetzt bekannt wurde. Eine „Katastrophe mit Ankündigung“: Die Diese hatte sich beim Dachausbau gegen ein Behelfsdach und für billigere Dichtungsmatten entschieden (die dem Herbstregen nicht standhielten). Mittlerweile konnten die betroffenen Mieter in andere Wohnungen umgesetzt werden, durchnässte Räume renoviert die e.G. – Blech gibt’s trotzdem.
Wochniks Wochenende
Die besten Berlin-Tipps für drinnen, draußen und drumherum.
48h Berlin
Samstagmorgen – „Wellenbrecher“ lautet das frisch gekürte Wort des Jahres 2021. Und weil es wieder eine Welle zu brechen gilt, sind die Veranstaltungskalender der Stadt derzeit mit dem ungeschriebenen Vermerk „bis auf Weiteres“ zu lesen. Einen stets aktuellen Überblick über Kontaktbeschränkungen und mögliche Tanzverbote in Berliner Clubs finden Sie hier. Wer ebenfalls Wellen bricht, Funkwellen nämlich, sind die Macher:innen des digitalen Literaturmagazins ­. Der mysteriöse, namensgebende Begriff ist übrigens Programmiersprache. Betrachtet man einen Text im Netz, besteht der nämlich nicht nur aus dem, was man liest, sondern auch aus einer Vielzahl von im Hintergrund werkelnden Befehlen, die dem Rechner (oder Handy) mitteilen, wie der Text dargestellt werden soll. So lässt der Befehl ­ den Text „schüchtern“ vom Rand zurückweichen. Gar nicht schüchtern ist dagegen der Umgang des Magazins mit den Hintergrundbefehlen – die werden hier nämlich zum wesentlichen Bestandteil der Literatur. Wie digitale Literatur die Grenzen jedes Papiers sprengen kann, zeigen sie auch in der gerade erschienenen Ausgabe.
Samstagmittag – Die Flucht aus der unklaren Wirklichkeit in die digitale Welt ist auch Thema im Kulturzentrum Oyoun (Lucy-Lameck-Straße 32). Unter dem Titel „Escapism“ sind ab 18 Uhr vier interaktive Installationen eröffnet, die die Welt des Computerspiels mit der aktuellen Wirklichkeit verbinden wollen, um ein sozialkritisch-verspieltes Kulturexperiment durchzuführen. Der Eintritt für Versuchspersonen ist frei. Eine Registrierung über die Homepage ist allerdings erforderlich.
Samstagabend – Das Gegenteil von Eskapismus betreibt die Künstlerin und Komponistin Jasmine Guffond bereits seit vielen Jahren: Statt künstliche Parallelwelten zu erschaffen, tritt sie der Wirklichkeit mit einem hochsensiblen Sensorium entgegen, seziert und vergrößert, was sie findet und entbirgt so Nuancen und Zusammenhänge, die sich dem flüchtigen Blick entziehen würden. Im KM28 (Karl-Marx-Straße 28) stellt sie ihre Arbeit um 20.30 Uhr (Einlass 19.30 Uhr) in der Reihe „Sound Portraits“ vor. So ähnlich, nämlich „Sonic Portraits“, heißt auch eines ihrer Stücke, bei dem sie Rohdaten von Geichtserkennungssoftware verklanglicht. Wie klingen eigentlich Pausbäckchen oder der neue Haarschnitt?
Sonntagmorgen – Einen Gegenpol zur Realität bildet wiederum die Ausstellung „Light Art Space“ im Kraftwerk Berlin (Köpenicker Straße 70). Die wirkt nämlich der akuten winterlichen Tageslichtverknappung entgegen. Eine Neonröhren-Lichtinstallation namens „Light and Space“ des US-Künstlers Robert Irwin brennt hier streng geometrisch angeordnete Lichtmuster auf die Retina, um, so der Künstler, ein Sehen zu provozieren, das vom Gegenständlichen losgelöst wird. Gegenstandslose, weil digitale, Zeitfenstertickets zu 10 Euro gibt es über die Homepage.
Sonntagmittag – Literarisch wird die Adventszeit heute von 13 bis 18 Uhr rund um den Savignyplatz: Vier Buchhandlungen haben nämlich mit erweitertem Programm geöffnet: Die Autorenbuchhandlung (Else-Ury-Bogen 599) bietet Punsch und Gebäck, der Bücherbogen (Stadtbahnbogen 593) Tee, Schokolade und eine Schaufensterausstellung, die Marga Schoeller Bücherstube (Knesebeckstraße 33) Glühwein, selbst gebackene Kekse, wärmende Decken und Feuerschale. Und bei Schropp Land & Karte (Knesebeckstraße 20/21) gibt es Glühwein an wärmendem Feuer und Akkordeonbegleitung.
Sonntagabend – Wie um zu zeigen, dass es der Jugend noch nie besser ging als heute, nennt die Junge Kammerphilharmonie Berlin das Abendprogramm zum Wochenendeende „Voller Wonne“. Zu hören ist die nicht so häufig aufgeführte Vierte von Beethoven, Roussels „Concert pour Petit Orchestre“ und Milhauds „Le boeuf sur le toit“. Tickets gibt es ab 18,85 Euro. Beginn ist um 20 Uhr im Kammermusiksaal. Dass die Jugend dennoch nörgeln kann, wollen Laura Lee & The Jettes um 20 Uhr im Lido zeigen: Bands wie Stereolab und Sonic Youth wären zu nennen, wollte man Laura Lee & Co stilistisch einordnen. Dabei fühlt sich die Neo-Krautrockerin Acts wie Can und Neu! wesentlich verbundener, die auch Stereolab und Sonic Youth beeinflussten. Can und Neu! entstammen dem hiesigen Krautrock, sind aber hierzulande wenig bekannt, sagt Lee. Und – hier das Nörgelige – darüber sind die Jettes empört. Zurecht.
Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
„Dass er eine sehr schöne Grabung vorgenommen habe, komplimentierte ich einen Keiler aus der Nachbarschaft, der sich mit seinen Hauern in meinem Vorgarten verhauen hatte. Zustimmend nickend versenkte er sein Haupt im stolzen Doppelkinn. Ein Hobbyist, keine Frage, das verriet sein Duktus auf den ersten Blick. Das Ganze aber hatte durchaus Potenzial, dachte ich, sein Stil war interessant. Dass ich die Situation diplomatisch löste, war zudem auch dem Umstand geschuldet, dass Chantal, die werte Sau von Nebenan, und ich, beschlossen hatten, unser beider benachbarte Vorgärten gemeinsam umzugestalten. Allein, einfach so Erde hin und her zu schieben, bis es hübsch aussah, das schien uns beiden zu banal. Uns fehlte eine Idee – und diese Neugestaltung, die hatte was. Ich bat also auch Chantal, ein Auge drauf zu werfen – sie war in höchstem Maße entzückt. Wo er denn so zu graben gelernt habe, fragte sie den Keiler. In Grumsin, im alten Buchenurwald, erwiderte er, mache man das so. Da komme er her. Und dass alles, was er tue, als original Grumsiner Keiler, als Unesco Weltnaturerbe geschützt sei – er sei nämlich sogar selbst Teil des Erbes, wie der ganze Landstrich, dem er angehöre. Chantal und ich tauschten verständige Blicke aus, Weltnaturerbe – das hatte was! Ob er nicht auch Chantals Garten im gleichen Stil umgraben könne, fragten wir ihn. Das tat er dann mit größtem Vergnügen. Inspiriertes Vergnügen empfehle ich auch Ihnen – zum Beispiel im Grumsiner Buchenwald. Und mich empfehle ich, mit freundlichen Grunzen“.
Leseempfehlungen
Sagenumwoben, vielfach besungen und heiß geliebt ist der Ortsteil Marienfelde unter Berliner:innen – nicht? Schön jedenfalls, dass es Marienfelde gibt. Fast gäbe es den Bezirk nämlich nicht, wie Andreas Conrad (Abo) berichtet.
Eine der Sehenswürdigkeiten Marienfeldes ist bekanntlich der Teltowkanal – den kennt ganz Berlin, schließlich verläuft er ja auch durch andere Stadtteile. Mario Heller hat dem Leben am und im Kanal ein Lesestück gewidmet.
„Flöten werden Nina Hagen gar nicht gerecht“, sagt Guido Rennert. Der Soldat und Musiker zeichnet für das Arrangement von Nina Hagens „Du hast den Farbfilm vergessen“ verantwortlich, das das Stabsmusikcorps der Bundeswehr zum Zapfenstreich der Kanzlerin ertönen ließ. Thomas Lippold und Julius Betschka (Abo) sprachen mit ihm.
Sie fordern oft weniger Arbeit zu besseren Konditionen und fragen sich, weshalb der Job oberste Priorität in der Lebensplanung haben sollte: Mit der Generation Z kommt was zu auf den Arbeitsmarkt. Daniel Erk und Marie Rövekamp (Abo) haben sich das mal genauer angeschaut.
Wochenrätsel
Das Team Checkpoint hat in dieser Woche Koalitionsvertrags-Memory gespielt und deckungsgleiche Begriffe aus den rot-grün-roten Werken von 2016 und 2021 gesucht. Etliche Worte haben wir in beiden Verträgen gefunden – welches gehört nicht dazu?
a) Lärmaktionsplan
b) Gesamtstrategie
c) Holzbaucluster
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Jetzt mitmachenEncore
Im 22. Monat der Pandemie sollte das Homeoffice eigentlich kein bahnbrechendes Novum mehr sein – eigentlich. Doch auf Berlins Bürgerämter ist stets Verlass, selbst niedrigste Erwartungen zu sprengen: Die Anfrage der Abgeordneten Kristin Brinker (AfD), wie viele Mitarbeiter in eigenen Wänden arbeiteten, stieß – vorsichtig ausgedrückt – auf ausbaufähige Rückmeldungen. „Es ist keine Homeoffice-Möglichkeit für Mitarbeitende der Bürgerämter vorhanden“, heißt es aus Friedrichshain-Kreuzberg. „Eine Bearbeitung von Dienstleistungen ist aus der Ferne aufgrund persönlicher Vorsprache nicht möglich“, sagt Steglitz-Zehlendorf. Auch in Charlottenburg und Lichtenberg müssen alle Angestellten ins Amt, komme, was wolle – in Spandau dürfen wenigstens fünf Mitarbeiter nach Hause, abwechselnd, versteht sich.
Einsame Ausnahme: Treptow-Köpenick, wo „alle Mitarbeitenden im Fachbereich Bürgerämter von der Nutzung des Homeoffice Gebrauch gemacht haben“. Eine geheime Formel? Sachdienliche Hinweise, was im Südosten so glorreich anders läuft als im Rest der Berliner Service-Prärie, sammelt unser Ermittlungsteam unter checkpoint@tagesspiegel.de.
Heldenhaft früh saß heute Morgen Lionel Kreglinger im Homeoffice-Sessel (Produktion). Am Montag seziert Lorenz Maroldt an dieser Stelle die Berliner Miseren vom Wochenende. Kommen Sie gut durch diesen eisigen Tag!