nun ja, ob es ein guter oder schlechter Morgen ist, dürfen Sie selbst entscheiden. Hier die aktuellen Umfragezahlen zur Berlinwahl (Civey, 19.1.-26.1.):
CDU 23% / SPD 19% / Grüne 19% / Linke 12% / AfD 11% / FDP 7% / Sonstige 9%.
Im Vergleich zu vor zwei Wochen haben sich die drei führenden Parteien jeweils um ein Prozent verbessert, der Abstand zwischen ihnen ist aber gleichgeblieben. Brisanter ist da die Frage, wer ins Rote Rathaus einziehen sollte – Giffey, Wegner oder Jarasch? Diese Stichwahl hat ein vierter Kandidat gewonnen: „Keiner der genannten“ (33%). Mit 25% folgt der CDU-Anwärter, die amtierende Regierende kommt auf 21% und Jarasch auf 19%.
Damit in den Wahllokalen diesmal nichts schiefläuft – wir erinnern uns an die Wahlleiter, die beim letzten Mal aus Verzweiflung desertierten –, stellt Berlin gleich 10.300 Wahlkabinen zur Verfügung: 4,5 pro Standort. 2021 waren es 2,36 (Q: Anfrage Benedikt Lux, Grüne).
Apropos schieflaufen: CP-Leser Hans-Ulrich Fredrich in Zehlendorf hat übrigens gleich drei Stimmzettel für die BVV zugesandt bekommen. Nicht aufregen – er hat die Zettel brav zurückgeschickt.
Das Telefon in dieser Checkpointnacht glüht: Skandal in Lichtenberg! Weil Stadtrat Kevin Hönicke (SPD) die Vorsteherin des Bezirksparlaments Kerstin Zimmer (Linke) angebrüllt hat, wurde die BVV Lichtenberg am Donnerstagabend abgebrochen. Während einer Rede des Stadtrats zu einem umstrittenen Bauprojekt im Ilsekiez hat Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke) der BVV-Vorsteherin eine Auszeit angezeigt, um sich im Kreis des Bezirksamts abzusprechen. Dabei musste Hönicke seine Rede kurz unterbrechen. Danach beschwerte er sich bei Zimmer, dass diese die Unterbrechung zugelassen habe – laut mehreren Zeug:innen baute er sich physisch vor der Vorsteherin auf und schrie sie an. Zimmer verließ daraufhin weinend den Saal. Die Sitzung wurde abgebrochen.
Hönicke gibt am Checkpoint-Telefon zu, laut geworden zu sein. Er werte den Vorfall aber weder als körperliche noch als psychische Gewalt, „sondern als politischen Diskurs, wie wir ihn oft führen.“ Er habe Zimmer nicht „als Mensch angreifen” wollen und ihr bereits ein Gespräch angeboten. In der Vergangenheit habe sie ihn jedoch als „Arschloch” beleidigt und ihn ebenfalls angebrüllt. Vor diesem Hintergrund sagt der Stadtrat: „Wer austeilt, muss auch einstecken können.“ Die Vorsteherin war am Abend nicht für ein Statement zu erreichen.
Und täglich grüßt die Friedrichstraße: Direkt nach der Wahl will Bettina Jarasch (Grüne) einen Wettbewerb starten, um der Straße ein neues, autofreies Konzept zu verpassen. Das hat die Verkehrssenatorin am Donnerstag im Abgeordnetenhaus angekündigt – die örtlichen Gewerbetreibenden sollen in das Verfahren einbezogen werden. Vor drei Tagen wurde bekannt, dass die Straße schon ab nächster Woche wieder für Autos gesperrt werden soll. Franziska Giffey (SPD) will dazu nun „Gespräche“ im Senat führen. Die AfD fragte die Regierende noch in der AGH-Sitzung, ob sie nicht doch die Vertrauensfrage stellen wolle – Koalitionskrise und so. Nö, sagte Giffey: „Ob 500 Meter Straßenland jetzt zu einer grundsätzlichen Vertrauensfrage führen müssen, dahinter mache ich mal ein Fragezeichen.“
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Mit dem Rad oder zu Fuß – sichtbar auf der Straße
Sicher bei Dämmerung und Dunkelheit zur Schule? Das geht am besten mit heller Kleidung und leuchtenden Reflektoren auf Jacke und Hose. Denn so gekleidet werden Schülerinnen und Schüler von Autofahrern schneller gesehen. Mehr Infos gibt es bei der Unfallkasse Berlin – Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung in der Hauptstadt: www.unfallkasse-berlin.de
Hurra! Das Immobilienunternehmen Covivio hat das absolute Minimum geleistet: Schon nächste Woche will die Firma ein Konzept zur Behebung der Schäden am U2-Tunnel vorlegen. Wegen einer Hochhausbaustelle am Alexanderplatz waren die Tunnelröhren abgesackt. Die U2 bleibt bis mindestens August unterbrochen. Was tun? Helfen könnten zusätzliche Busse oder Straßenbahnen zwischen der City und Pankow – wobei Busse ohne separate Spuren auch nur im Stau steckenbleiben würden. Die BVG verkündet auf Checkpoint-Anfrage „das klare Ziel, die Situation für unsere Fahrgäste in diesem Bereich zu verbessern“. Details nennt sie nicht, aber nachdem der Investor nun wenigstens – Achtung! – „eine Zeitschiene auf den Tisch gelegt hat“, könne man immerhin planen. Und zwar „mit Hochdruck“.
Es werde Licht und bleibe hell. Seit dem 17. November 2022 brennt in der Märkischen Allee 238 die Beleuchtung im Treppenhaus – rund um die Uhr, versteht sich. Grund ist ein Defekt an der Lichtanlage, erhellt die Degewo auf AGH-Anfrage (Q: Gunnar Lindemann, AfD). Die Lampen müssten komplett erneuert werden. Damit das Treppenhaus bis dahin verkehrssicher bleibe, habe man eine Dauerbeleuchtung eingestellt. Wie lange die noch dauern soll, weiß die Wohnungsgesellschaft nicht: „Dies ist eine Zwischenlösung bis zur Erneuerung der Beleuchtungsanlage. Eine kurzfristige Schadensbehebung ist aus verschiedenen Gründen nicht möglich.“ Die Energiekosten will die Degewo aber großzügig selber zahlen.
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Guter Vorsatz: SwimRun Rheinsberg!
Der erste Monat des neuen Jahres ist fast rum. Was ist mit Ihren guten Vorsätzen? Noch ist es nicht zu spät, sportlich zu sein oder eine neue Sportart zu testen. Beim SwimRun werden die Sportarten Laufen und Schwimmen kombiniert. Wer den Sport in prächtiger Natur kennenlernen will, der muss nach Rheinsberg! Infos unter: www.swimrun-rheinsberg.de
Oops, they did it again: Schon wieder hat es an der Freien Universität ein Datenleck gegeben. Bei 289 Lehrvideos auf der Plattform „Vbrick“ konnten alle 25.000 Nutzer:innen einsehen, wer die Clips angeschaut hat – Name, E-Mail, IP-Adresse, Browser, Betriebssystem, Zeitpunkt und Dauer des Abrufs. Darüber hat die FU ihre Studierenden am 20. Januar per Mail informiert. Entdeckt wurde die Lücke schon am 29. November 2022, den Fehler hat die Uni noch am selben Tag behoben. Warum das Leck den Studis erst zwei Monate später mitgeteilt wurde, bleibt zweifelhaft: Bis Mitte Dezember habe man die Fehlerquelle untersucht, schreibt die Uni auf Anfrage – danach musste die E-Mail „inhaltlich und technisch vorbereitet und abgestimmt werden“.
Das Leck ist der zweite Datenschutzvorfall an der Uni in zwei Jahren (vom ewigen Webex-Drama mal abgesehen): Erst im Januar 2021 konnten Studis die Noten ihrer Kommiliton:innen einsehen und verändern. Auch dieser Fehler ist leider behoben.
„Ein Drittel aller Deutschen glaubt, ihre Vorfahren seien im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv gewesen. Über ein Drittel der Deutschen ist der Ansicht, dass ihre Vorfahren Opfer des Nationalsozialismus sind. Um ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie es überhaupt zum Nationalsozialismus kommen konnte, sind solche Verzerrungen der geschichtlichen Wirklichkeit kontraproduktiv.“
Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages – dem 78. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau – hat der Antisemitismusbeauftragte des Bundes, Felix Klein, einen bewegenden Gastbeitrag im Tagesspiegel geschrieben. Seine Forderung: Ein „Recht auf Bescheidwissen“. Insbesondere die jüngere Generation in Deutschland habe das Recht zu lernen, „was in diesem Land passiert ist.“ Den Text lesen Sie hier.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Wir blicken auf die Ukraine. Putins Sprecher Dmitri Peskow hat am Donnerstag die zugesagten Panzerlieferungen an die Ukraine durch Deutschland und weitere Länder als eine „direkte Beteiligung“ des Westens am Konflikt bezeichnet. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat der Ukraine derweil die Lieferung deutscher Leopard-2-Panzer bis „Ende März“ zugesagt. Russland feuert nach ukrainischen Angaben weiter dutzende Raketen auf verschiedene Ziele im Land – in der Hauptstadt Kiew wurde dabei am Donnerstag ein Mensch getötet, zwei weitere wurden verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko in Onlinemedien mitgeteilt hat.
Alle aktuellen Ereignisse können Sie in unserem Live-Blog (hier) und auf unserer Live-Karte (hier) verfolgen. Spenden für die Ukraine in Not können Sie weiterhin hier.
Ronneburg, Schlüsselburg, Hauptsache Italien! Die Anfrage zu den Bezirks-Abschleppwagen (CP von gestern) hat natürlich Kristian Ronneburg (Linke) gestellt, nicht sein Parteikollege Sebastian Schlüsselburg. Wir bürgen für Besserung.
Wo wir gerade bei Irrwegen sind: In einer Denn‘s Biomarkt-Filiale in Waidmannslust hat der Journalist Martin Rücker eine bahnbrechende Broschüre gefunden. „Wissenswertes zur Corona-Impfung – Bilanz nach zwei Jahren“, steht drauf. Und drin? „Masken machen krank“, Impfen erhöhe das Sterberisiko, Tagesschau und Heute-Journal schaden dem Immunsystem. Der Tipp zur Prophylaxe von Covid-19 („täglich vorbeugend“): „Bibel lesen oder auch hören!“. Laut Rücker ist es nicht das erste Mal, dass er so eine Broschüre in den Filialen des Marktes findet. Immerhin: Der Biomarkt verspricht auf Twitter, die Flyer zu entfernen.
Aus eins mach zwei! Am Donnerstag hat das Abgeordnetenhaus die Teilung des Berliner Landgerichts beschlossen: Ab 2024 bearbeitet das Landgericht I die Strafsachen und das Landgericht II die Zivilsachen. Justizsenatorin Lena Kreck (Linke) verspricht „klare Verwaltungsstrukturen“, „ortsnahe Entscheidungen“ und „höhere Effektivität“. CDU und FDP hatten zuvor gefordert, mit der Abstimmung bis nach der Wahl zu warten – sonst verstoße das Parlament gegen das Zurückhaltungsgebot.
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ZUM ANGEBOT
Endlich eine Forderung, die ganz Berlin mittragen kann: Wegbier für alle! Das postuliert die SPD auf einem besonders hübschen Wahlplakat in Friedrichshain. Das Motiv ist von der letzten Wahl recycelt. Ein anderes Plakat fordert „Dönerpreisbremse jetzt“ – zeitloser wird es nicht.
Der Senat hat den Schlüssel zum Erfolg gefunden: „Die Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Antidiskriminierung beabsichtigt die Aufstellung eines Kaffeevollautomaten in der Lounge des Dienstgebäudes im 1. Obergeschoss“, heißt es in einer neuen Ausschreibung des Landes Berlin. Gesucht wird eine Maschine „mit 4 Produktbehältern für z.B. Crema-Bohnen, Espresso-Bohnen, Schoko-Pulver und Milchpulver, Tassenleistung bis zu 250 Tassen / Stunde.“ Klarer Fall für Mathe mit dem Checkpoint: 250:60, macht 4,16 Tassen pro Minute. Wenn’s hilft.
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Mörder, Panzerknacker und Ganoven
In diesem Buch sind 20 spektakuläre Berliner Kriminalfälle aus über 100 Jahren versammelt. Vom Schlächter vom Schlesischen Bahnhof bis zur Clankriminalität der Jetztzeit.
Apropos Mathe: 2018 hat Berlin sich zum Ziel gesetzt 2000 Lehrkräfte im Jahr auszubilden. Aktuell sind es aber nur 900. Ist da was schiefgegangen beim Rechnen? „Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum das noch nicht erreicht wird“, sagt Wissenschaftssenatorin Ulrike Gote (Grüne) im Interview mit dem Tagesspiegel. Zum Beispiel die Pandemie und die Tatsache, dass ein Lehramtsstudium mindestens fünf Jahre dauert. Die Senatorin ist offen für die Idee, auch Ein-Fach-Lehrkräfte einzustellen – einen Master bräuchten die aber trotzdem: Den Vorstoß aus Brandenburg, auch Bachelor-Absolvent:innen zu verbeamten, lehnt Gote ab. Was meinen Sie?

Traurige Statistik: Fast jedes vierte Kind und jeder dritte junge Erwachsene in Berlin sind von Armut bedroht. Das geht aus einer neuen Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor. Mit diesen Zahlen liegt Berlin deutlich über dem Bundesdurchschnitt, nach dem jedes fünfte Kind und jeder vierte junge Erwachsene bedroht ist. Apropos, wann kommt eigentlich die Energiepauschale für Studierende?
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Mehr Kohle, LNG, zu wenig Windräder – sieht so die Energiewende aus?
Der Ausbau der Erneuerbaren geht zu langsam voran, dafür entstehen im „Deutschland-Tempo“ neue Flüssiggas-Terminals. Wie es gerade bei der Energiewende läuft, das sagt Energieökonom Andreas Löschel im neuen Gradmesser, dem Klima-Podcast des Tagesspiegels.
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Spitzengastro in Spandau? Gibt’s – sagt zumindest das Bezirksamt. Das hat die Planung und Durchführung eines „gastronomischen Rundgangs“ durch Spandau ausgeschrieben. „Die abwechslungsreiche Gastronomie Spandaus soll durch einen gastronomischen Spaziergang einem größeren Publikum bekannt gemacht werden.“ Die Gäste sollen sich von Restaurant zu Restaurant ein mehrgängiges Menü erlaufen. Platz da, Kreuzberg.
Spitzenspätze in der Hauptstadt: Bei der jährlichen Wintervögel-Zählaktion des NABU hat der Spatz seinen Platz 1 in Berlin verteidigt. Auf Platz zwei flattert die Kohlmeise – insgesamt wurden rund 94.000 Vögel gezählt. Menschliche Stadtbewohner:innen exklusive.
Zitat
„Sie foltern Alexej genau nach Lehrbuch“
Oleg Nawalny über seinen inhaftierten Bruder Alexej Nawalny im Tagesspiegel-Interview mit Maria Kotsev und Cornelius Dieckmann. Das bewegende Gespräch lesen Sie hier.
Tweet des Tages
in der Hölle ist jeden Tag Schienenersatzverkehr
Stadtleben
Essen & Trinken – Rustikale Holztische und Stühle, warme Farben und Kerzenleuchter auf der Bar – das erwartet Besucher:innen im mexikanischen „12 Café & Bar“ im Sprengelkiez. Besser noch als das gemütliche Ambiente ist die Küche: Tacos, Burritos, Quesadillas und einiges mehr findet sich auf der Karte – auch für Vegetarier:innen und Veganer:innen. Außerdem gibt’s einige leckere Cocktails. Viel Platz bietet das Lokal nicht – besonders abends empfiehlt sich eine Reservierung. Di-Do 12-0 Uhr, Fr-Sa 12-2 Uhr, So 13-23.30 Uhr, Sprengelstraße 12, S&U-Bhf Wedding
Last-Minute – Emotionaler Pop mit Tiefgang: Die Singer-Songwriterin Avec alias Miriam Hufnagl schreibt Lieder, die in andere Welten entführen. Mit ihrer sanft-rauchigen Stimme singt sie vom Leben mit all seinen Facetten. Sie fasst Gefühle wie Liebe, Trauer und Wut in Worte, begleitet von eingängigen Melodien. Dabei gelingt es der Österreicherin, ihre Zuhörer:innen mit ihrer Stimme in ihren Bann zu ziehen. Die musikalische Gestaltung ihrer Lieder ist meist schlicht – so stehen Avecs Gesang und Texte im Mittelpunkt. Im Sommer 2022 spielte sie im Vorprogramm von James Blunt – wer weiß also, wie lange man sie noch in einem so intimen Setting wie dem Columbia Theater (Columbiadamm 9-11, U-Bhf Platz der Luftbrücke) erleben kann. Am Freitag, 27. Januar, ab 20 Uhr, Karten für 28 Euro gibt es hier.
Karten sichern – Der Film „Wo ist Anne Frank?“ von Ari Folman (Kinostart: 23. Februar) erzählt das Leben der weltbekannten Tagebuchschreiberin aus Sicht ihrer imaginären Freundin Kitty. Diese erwacht in Amsterdam zum Leben und macht sich auf die Suche nach Anne und ihrer Familie. Dabei folgt sie den Spuren der Anne Frank, vom Hinterhaus bis in das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Kitty setzt sich dafür ein, Annes Ziel zu verwirklichen und macht jungen Menschen Hoffnung. Der historische Animationsfilm wird derzeit in diversen Berliner Kinos gezeigt. Wir verlosen 3x2 Karten für einen Besuch in Ihrem Wunschkino, Vorstellung frei wählbar. Die Tickets werden per Mail versandt, schreiben Sie uns mit einer Mail-Adresse, die wir weitergeben dürfen.
Noch hingehen – Allein im November 1989 hatten DDR-Bürger die neue Reisefreiheit für rund 18 Millionen Besuche im Westen genutzt. Die Bundesrepublik zahlte bis Ende 1989 jedem Besucher aus der DDR das sogenannte Begrüßungsgeld von 100 D-Mark. Doch was wurde dafür gekauft? Kindershampoo im Froschformat, ein Wanderrucksack für große Reisen oder eine neue LP? 100 D-Mark, mit welchen Gedanken und Gefühlen wurden sie abgeholt und ausgegeben? Fotografin Sophie Kirchner, Jahrgang 1984, hat die Gegenstände und die Menschen, die sie kauften, porträtiert. Entstanden ist die bewegende Ausstellung „Wünsch Dir was! Erinnerungen an das Begrüßungsgeld“, die noch bis zum 19. Februar im Museum in der Kulturbrauerei läuft. Di-Fr 9-18 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr, Knaackstraße 97, U-Bhf Eberswalder Straße
Grübelstoff – Seit Wochen geizt der graue Berliner Himmel mit Sonnenschein, oft beschleicht einen das Gefühl, dass man nur noch durch Wolken blickt. Wie gehen Sie mit dem winterlichen Lichtmangel um – und welches Frühlingsvergnügen können Sie kaum erwarten?
Berlin heute
Verkehr – Grunewaldstraße (Schöneberg): Die Straße ist bis auf weiteres in Richtung Hauptstraße zwischen Akazienstraße und Elßholzstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Nahverkehr – S1, S2, S25 und S26: Um 22 Uhr erfolgt der Wechsel in den zweiten Bauabschnitt der Instandhaltungsarbeiten im Nord-Süd-Tunnel. Weiterhin sind die Linien S1, S2, S25 und S26 unterbrochen. Fahrgäste sollten zur weiträumigen Umfahrung zwischen Südkreuz/Schöneberg und Gesundbrunnen die Ringbahn-Linien S41 und S42 sowie die über den westlichen Ring verlängerte S45 und S46 nutzen. Zwischen Südkreuz - Potsdamer Platz - Berlin Hbf (tief) - Gesundbrunnen können auch der RE3 oder RE5 genutzt werden.
Demonstration – Für den 27.1. sind in Berlin 27 Demonstrationen angemeldet (Stand 26.1., 11 Uhr), u.a. „Gedenkveranstaltung zum 27. Januar am Gleis 17“, 50 Personen, S-Bhf Grunewald (11-11.30 Uhr)
„Mahnwache – Im Gedenken der Opfer von Menschenrechtsverbrechen“, 50 Teilnehmende, Sundays for Peace, Pariser Platz 1 (11-13 Uhr)
„Gedenken an die Opfer des Holocausts“, 40 Personen, VVN BdA Köpenick, Platz des 23. April (17-18.30 Uhr)
„78 Jahre Befreiung KZ Auschwitz, 25. Lichterkette für ein tolerantes gewaltfreies Miteinander, gegen Antisemitismus und Rassismus“, 500 Personen, Kommission für Bürgerarbeit, Berliner Straße 120/121, Breite Straße, Pankow Kirche (17-19 Uhr)
Sonnabend – Für den 28.1. sind in Berlin 34 Demonstrationen angemeldet (Stand 26.1., 11 Uhr), u.a. „Für eine solidarische Gesellschaft – gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Verschwörungserzählungen“, 200 Teilnehmende, Stargarder Straße 77 (9-23 Uhr)
„Stilles Gedenken an die Opfer des Holocaust“, 20 Personen, Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf, Lemkestraße 156 (10-10.45 Uhr)
„Lützerath lebt! Der Kampf für Klimagerechtigkeit geht weiter“, 200 Personen, Invalidenpark (11.30-14.30 Uhr)
„Frieden schaffen ohne Waffen“, 250 Personen, Die Basis, Greifswalder Straße 52, von hier u.a. über Storkower Straße, Hans-Eisler-Straße, Erich-Weinert-Straße, Ostseestraße, Trelleborger Straße, Berliner Straße, Pankow Kirche (13-22 Uhr)
„Mahnwache für eine im Berliner Straßenverkehr getötete 46-jährige Fußgängerin“, 20 Teilnehmer:innen, Vcd Nordost, Karl-Liebknecht-Straße (16-16.30 Uhr)
Sonntag – Für den 29.1. sind in Berlin sechs Demonstrationen angemeldet (Stand 26.1., 11 Uhr), u.a. „Jahrestag der Verhaftung von Alexej Nawalny am 17.01.2021“, 50 Personen, Freies Russland NRW e.V., Unter den Linden 63 (0-23.59 Uhr)
„Demonstration gegen Regierung der Mongolei“, 15 Personen, Hausvogteiplatz (12-15 Uhr)
„Unterstützung der friedlichen algerischen Revolution hin zu einem demokratischen Staat“, 10 Teilnehmende, Pariser Platz (14-17 Uhr)
Gericht – Eine Mitarbeiterin einer Berliner Justizvollzugsanstalt und ein Inhaftierter kommen auf die Anklagebank. Die 30-Jährige soll dem 32-Jährigen vier Handys und Lebensmittel in die Anstalt geschmuggelt haben. Im Gegenzug habe sie ein Parfüm erhalten. Die Anklage lautet auf Bestechlichkeit beziehungsweise Bestechung (10.30 Uhr, Amtsgericht Tiergarten, Kirchstraße 6, Saal 3115).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag liebe Christa, liebste Mami und weltbeste Omili aller Zeiten, wünscht dir deine Familie“ / Nora von Collande (65), Schauspielerin und Autorin / Ulrich Deppendorf (73), ehem. Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios / Daniel Donskoy (33), Schauspieler /„Helli und Dieter wünschen Werner R. Götz, Architekt und Künstler, zum Geburtstag weiterhin viel Zuversicht und Kreativität“ / Rani Khedira (29), Fußballer beim 1. FC Union Berlin / Christa Markl-Vieto Estrada (71), frühere Stadträtin (Die Grünen) / Hans Modrow (95), Politiker, letzter Vorsitzender des Ministerrats der DDR / Eva Padberg (43), Model, Sängerin und Songschreiberin, Moderatorin und Schauspielerin / Vivienne Puttins (31), Schauspielerin / „Ganz herzliche Glückwünsche an unseren Mann in Rio, Wolfgang Schilling, von seinen Berliner Freunden!“ / Benjamin von Stuckrad-Barre (48), Schriftsteller und Journalist / Nachträglich: „Lieber Peter B., wenn eine schwere Krankheit einen überfällt, fühlt sich jeder Tag an wie ein Geburtstag! Wir senden dir heute vor allem viel Kraft! Soviel, dass es reicht die ersten Diagnosen Lügen zu strafen, soviel, dass Du jeden Tag mit deinen Lieben zu einem ganz besonderen machst. Wir drücken dich fest und sind jederzeit für dich da, Jenny und Jan“
Sonnabend – „Meine süße Enkelin Billie wird am 28.1. schon 2 Jahre alt. Alles Gute nach Kapstadt liebe Billie, Deine Oma Ingrid“ / „Liebe Dea (Andrea K), ein neues spannendes Jahr wartet auf dich! Zum 30 Geburtstag alles Glück der Welt und dass du heute einen fantastischen Tag hast, wünschen dir vom ganzen Herzen Mama und Papa“ / Jo Fabian (63), Dramatiker und Theaterregisseur / „Wir gratulieren Corina Golze zum 50.sten und wünschen weiterhin alles Gute. Der Weberbank ALUMNI CLUB“ / Julia Jäger (53), Schauspielerin /„Klaus Harzmann ein wunderbarer Freund und Seelensorger zu Deinem 70zigsten gratulieren dir deine Bauernfeind auf das herzlichste und danken dir für deine Fürsorge und das wir immer zueinander stehen“/ Maik Lippert (57), Schriftsteller / Hermann Peter Piwitt (88), Schriftsteller und Publizist / Felix Recke (31), Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf / Oliver K. Wnuk (47), Schauspieler, Autor und Hörspielsprecher
Sonntag – Aimo Brookmann aka Taichi (39), Rapper / „Liebe Karen, alles Gute, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit wünschen Dir von Herzen Marion & Jörg“ / Vinzenz Kiefer (44), Schauspieler / Sarah Kuttner (44), Moderatorin und Autorin / Manfred Lehmann (78), Schauspieler und Synchronsprecher / „Sweet sixteen: Herzliche Glückwünsche zum 16. Geburtstag für Mae in Mitte von Oma/Opa in Friedenau“ / Bernd Schiphorst (80), Medienmanager / Hagen Stoll aka Joe Rilla (48), Musiker
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Katrin Dajani, * 18. Februar 1945 / Anneliese Fraedrich, * 26. April 1937 / Wolf-Jürgen „Usch“ Hengst, * 14. November 1942 / Helga Kind, * 11. Februar 1937 / Herbert Schuster, * 6. August 1927, Regierungsdirektor a.D.
Stolperstein – Paul Pinkus kam am 2. Dezember 1890 in der Region Posen zur Welt. Im Juli 1939 wurde er in das Landgerichtsgefängnis Hof eingeliefert, von wo man ihn in das Konzentrationslager Dachau deportierte. Nach über zwei Monaten überstellte man ihn, wohl nach einem Fluchtversuch, in das Konzentrationslager Buchenwald und ermordete ihn dort am 27. Januar 1940. An der Mommsenstraße 67 in Charlottenburg erinnert ein Stolperstein an ihn.
Encore
Welche Aktivitäten sich in Berlin auch als Berliner:in lohnen, wollte ein Reddit-User von der Community wissen. Aber bloß kein Touri-Einheitsbrei! Was Skurriles, Besonderes bitte. Die besten Ideen des Internets, voilà:
„High ins Planetarium”
„High überall hin”
„Hausparty”
„Küchenparty”
„Hausparty von Nachbar:innen”
„Küchenparty von Nachbar:innen”
„Hm, random Leute im Edeka an der Kasse anschnauzen, is dit vielleicht was? “
„Zweite Spur parken in der Kantstraße, am besten ohne Blinker.”
Diese Liste können Sie verlängern? Vorschläge bitte an checkpoint@tagesspiegel.de.
Teil dieser Party (nicht high) waren Thomas Lippold (Recherche), Sarah Borufka (Stadtleben) und Florian Schwabe (Produktion). Morgen begrüßt Sie an dieser Stelle Thomas Wochnik mit den besten Tipps fürs Wochenende. Kommen Sie gut durch den Tag!
