Heute starten wir mit Urlaubsgrüßen von der Ostsee – aus dem polnischen Gdynia – von Checkpoint-Leserin Konstancja Satalecka. Sie schreibt: „Es gibt nichts Besseres als ein Nachtschwimmen unter den Sternen!“

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Vom Effekt der Verkehrssicherheitskampagne, die Senatorin Ute Bonde im vergangenen September vorstellte, konnten Sie sich gestern im Checkpoint überzeugen (es gibt genauso viele Unfälle wie zuvor). Nun soll das Erfolgsmodell „Plakatkampagne“ auch gegen die Vermüllung in der Stadt eingesetzt werden.
Bonde stellte gestern zusammen mit der BSR mehrere Motive vor, die zur Sauberkeit anhalten sollen. Eine Auswahl der Slogans, die irgendwo zwischen Müll-Wortspiel oder Wortspiel-Müll liegen:
+ „Du bist To Go. Wir to Return. Danke, dass du Mehrweg nutzt“
+ „Du feierst Wegbier. Wir Zurückbier. Danke, dass du Pfandflaschen zurückbringst“
+ „Du feierst Peperoni. Wir Tonno. Danke, dass du Pizzakartons gefaltet entsorgst“
Diese Botschaften sollen künftig auf 500 Mülleimern und 50 Müllfahrzeugen in der Stadt zu sehen seien. Besonderer Service der BSR: Falls Sie Ihren Kindern, WG-Mitbewohnern oder Lebensabschnittsgefährten einen dezenten Hinweis für die Haushaltsführung geben wollen, bietet das Landesunternehmen die Plakate auch zum „Selbstausdruck in A3 und A4“ an (hier geht’s zu allen Plakaten).
Auch für unsere Spotify-Sommerplaylist gibt’s heute „Trash“ (von Kate Nash). Und von Ihnen wollen wir wissen:

Was noch gegen die Vermüllung helfen soll außer gut zureden: härtere Strafen. Im März einigten sich CDU und SPD auf eine Reihe von Bußgeld-Erhöhungen, etwa für das illegale Ablegen von Sperrmüll (bis zu 8000 Euro), weggeworfene Zigaretten (250 Euro) oder nicht entfernten Hundekot (80 Euro). Umgesetzt ist davon bisher nichts.
Anfang Juni hieß es, dass sich der neue Bußgeldkatalog noch „in der Mitzeichnung durch betroffene verwaltungsinterne Stellen“ befinde. Bis zum Senatsbeschluss würde es noch mindestens vier Wochen dauern. Acht Wochen später teilt die Umweltverwaltung nun mit: „Der Katalog befindet sich aktuell in der externen Mitzeichnung.“ Dass dieser in den Sommerferien abgeschlossen wird, ist unwahrscheinlich. Ein „genaues Datum“, ab wann die neuen Strafen greifen, nennt die Verwaltung vorsichtshalber nicht.
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Und als hätte Ute Bonde nicht schon genug Probleme zu lösen, kommt ihr nun auch noch eine ihrer wichtigsten Mitarbeiterinnen abhanden: Wie der Tagesspiegel erfuhr, wechselt Britta Behrendt, derzeit Staatssekretärin für Klimaschutz und Umwelt, ins Bundeskanzleramt von Friedrich Merz (alle CDU).
Erst vor wenigen Wochen musste Bonde ihren Verkehrsstaatssekretär Johannes Wieczorek ziehen lassen. Er ging zurück ins Bundesverkehrsministerium. Damit bestätigt sich eine Entwicklung, die einige in der CDU im Frühjahr vorausgesagt hatten. Die Regierungsübernahme im Bund sorgt für einen Braindrain in Berlin, weil in zahlreichen Bundesbehörden nun Top-Personal mit CDU-Background gebraucht wird.
Warum auch Bondes Amtsführung ein Teil der Erklärung für die ungewöhnlich hohe Fluktuation in der Verkehrs- und Umweltverwaltung ist, lesen Sie in dieser Analyse von Christian Latz (T+).
Ein wenig Trost für alle, die sich in letzter Zeit über einen verspäteten Abflug vom BER geärgert haben: Sie sind nicht allein. Laut „Flightright“, einem Dienstleister für Fluggastrechte, hob im ersten Halbjahr 2025 fast jedes dritte Flugzeug mit Verspätung vom BER ab. Damit ist Berlin mit Abstand Negativ-Spitzenreiter unter den großen deutschen Flughäfen. International geht’s durchaus noch schlimmer: Paris (Charles de Gaulle) glänzt mit 36 Prozent verspäteten Fliegern, Lissabon sogar mit 45 Prozent.
Bei der Stornierungsquote liegt immerhin München (1,29 Prozent) noch vor Berlin (1,09 Prozent). Einen nahezu sicheren Abflug gibt’s von Frankfurt aus, wo nur 0,55 Prozent aller Verbindungen ausfallen.
Seitenweise Sommer: Gemeinsam mit Berlins beliebtesten Kiezbuchhandlungen empfiehlt Team Checkpoint in den Ferien täglich ein Buch, das wie für die Hängematte gemacht ist. Heute geht’s nach Lichterfelde zur Buchhandlung Wollschläger. Laut Checkpoint-Leserin Majbritt Sinner ein „exzellenter Service, man schreibt abends eine E-Mail und kann am nächsten Tag das Buch abholen“.
Johanna Berry vom Team der Buchhandlung Wollschläger empfiehlt „Wie Risse in der Erde“ von Clare Leslie Hall: „Im ländlichen England um 1955 erleben Beth und Gabriel einen Sommer lang ihre erste große Liebe. Jahre später treffen sie, inzwischen beide mit anderen verheiratet, wieder aufeinander – Beziehungen werden infrage gestellt, jemand stirbt, und bis zum packenden Schluss bleibt offen, wer und warum. Als Urlaubslektüre – nicht nur für Leser von ‚Gesang der Flusskrebse‘ – zu empfehlen, weil es neben der Spannung auch schöne Beschreibungen des Landlebens und der Natur enthält.“ Auch erhältlich im Tagesspiegel-Shop.
Und hier ein paar Lese-Tipps aus dem Tagesspiegel:
+ Will sie die Brandmauer zur AfD schleifen? So tickt die CDU-Abgeordnete Saskia Ludwig.
+ Neun Monate Streckensperrung Berlin-Hamburg: Die Pendler in Falkensee haben einen Plan.
+ Hochsaison in Berliner Tierpension: „Wenn wir wollten, könnten wir drei Etagen füllen“
Berliner Schnuppen
Telegramm
Eine Nachricht aus dem Hause Bonde haben wir noch (das hat man davon, wenn man als eine von wenigen Senatoren gerade nicht im Urlaub ist): Die Verkehrsverwaltung will das sogenannte „VeloFlow“ in Berlin vorantreiben, berichtet die Berliner Morgenpost. Die Idee: Rund 200 Meter vor einer Kreuzung soll Radfahrern angezeigt werden, ob sie es noch bei Grün über die Kreuzung schaffen oder die Ampel bis dahin bereits auf Rot gesprungen ist.
ICC-Fans müssen jetzt stark sein: Nachdem die Seite von „Visit Berlin“ aufgrund des großen Ansturms auf die Tickets für die öffentlichen Führungen am 13. und 14. September zusammenbrach, teilte die Tourismus-Agentur nun mit: Alle Tickets sind weg. Wie viele es überhaupt gab, konnte „Visit Berlin“ am Montag nicht sagen – ein Sprecher schätzte die Anzahl auf rund 30.000. In jedem Fall zu wenig für das ICC-liebende Berlin.
Wo sich eine Tür schließt, geht bekanntlich eine neue auf: Seit gestern können Sie Tickets für die Lange Nacht der Museen am 30. August kaufen. Von 18 bis 2 Uhr öffnen rund 75 Museen. Insgesamt gibt es 750 Events. Bis zum 17. August kostet das Ticket 15 Euro (ermäßigt 12 Euro), danach 23 Euro (ermäßigt 17 Euro). Alle Infos finden Sie hier.
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Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner möchte unterdessen endlich die Tür für eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes (noch) weiter aufstoßen. Im Interview mit der B.Z. bekräftigte Wegner das Ziel, die Berlinerinnen und Berliner 2026 dazu zu befragen. Das Problem: Eine Volksbefragung ist in der Berliner Verfassung nicht vorgesehen. Laut Senatskanzlei gäbe es verschiedene „Ideen“, wie das Vorhaben dennoch gelingen könne. Welche das sind, will man allerdings nicht verraten.
Wem die Vogelzählung zu ungefährlich ist, kann sich gern an Hornissen versuchen. Der NABU Berlin will dessen Bestand in der Stadt ermitteln. Dabei geht es sowohl um die Europäische als auch um die Asiatische Hornisse, die sich als invasive Art immer mehr in Deutschland ausbreitet. Sichtungen können online mit Foto gemeldet werden. „Ein gestochen scharfes Bild ist kein Muss – meist reichen auch verwackelte Aufnahmen. Ohne Foto hingegen kann die Sichtung nicht wirklich ausgewertet werden“, teilte NABU-Geschäftsführerin Melanie von Orlow mit. Mehr Infos zum Mitmachen gibt’s hier.
Die Polizei Berlin ist auf der Suche nach 14 neuen Tarn-Autos. Diese dürfen „auch bei genauerer Inaugenscheinnahme nicht als Polizeifahrzeug erkennbar sein“. Zudem muss die Funkanlage so eingebaut werden, dass die gesamten Einbauten nicht sichtbar sind und der Betrieb der Funkanlage für Außenstehende nicht erkennbar ist“. Einzig die Ausschreibung steht ohne Tarnung im Internet.
Zum Schluss noch ein Aufruf in eigener Sache: Im Spätsommer 2015 versetzte die Ankunft tausender Geflüchteter Berlin in den Ausnahmezustand. Camps vor dem Lageso und überforderte Behörden, aber auch die spontane und großzügige Hilfe durch viele Berlinerinnen und Berliner prägten diese Wochen. Wir möchten von Ihnen wissen: Welche Erinnerung haben Sie an diese Zeit? Welche Erfahrungen und Erlebnisse haben Sie gemacht? Schreiben Sie uns gerne an: checkpoint@tagesspiegel.de. Eine Auswahl der Zusendungen veröffentlichen wir am 4. September.
Zitat
„Die in Berlin einst ausgestorbene Bärtige Kuckuckshummel (Bombus barbutellus) wurde erstmals seit über 50 Jahren wieder dokumentiert.“
Aus einer Pressemitteilung der Deutschen Wildtier Stiftung.
Stadtleben
Verlosung – Die Sonne guckt mal raus, der Arbeitstag ist geschafft? Ist doch fast schon wie Urlaub. Wir laden Sie zu einem feinen Abendbrot für zwei ein: Wolfsbarsch vom Grill, dazu zwei Gläser Crémant! An der Spree, auf der Terrasse des „Ganymed“, einzulösen bis Ende August. Zum Fisch gibt es u.a. Pfifferlinge und Risotto. Falls Sie nicht gewinnen, können Sie natürlich trotzdem hingehen. Geöffnet tgl. ab 9 Uhr, Schiffbauerdamm 5, U-/S-Bhf Friedrichstraße
Essen & Trinken (mit Urlaubsflair) – Der Sommer ist noch nicht aufgegeben und wir manifestieren hiermit die Rückkehr des guten Wetters: Denn genau für diesen Moment, Sonne, 25 Grad und babyblauer Himmel, sei einem das gemütliche Café „&You“ im Graefekiez empfohlen! Bis 14 Uhr hat man hier, draußen sitzend, etwa bei einem Flat White und einem Chiapudding, hindernisfreie Sonneneinstrahlung. Danach findet man unter den Markisen Schatten vor der Hitze. Na ja, oder halt Unterschlupf bei Regen. Wer dabei einen Seelentröster braucht: Es gibt Kuchen und Snacks; unser Pro-Tipp sind aber die köstlichen Schoko-Haferkekse, hausgemacht natürlich. Freitags startet man bei guter Musik ab 17 Uhr das Wochenende mit Aperitif plus Snacks. Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr, Graefestrasse 8, U-Bhf Schönleinstraße
Für umme – Geheimtipp für Fans von „The Brutalist“ und für Vampire: „The Quiet Space“ im Kraftwerk Berlin. Programm: das große Nichts. Das Innere des riesigen Industriegebäudes wird zum Rückzugsort (bis 17.8.). Man darf es bei freiem Eintritt erkunden und hat endlich mal seine Ruhe in der Stadt, etwa „zum Innehalten, Nachdenken und Wiederfinden“, wie die Macher:innen vorschlagen. Die Regeln: kein Telefonieren, kein Essen, kein Rumrennen. Di bis So von 15 bis 20 Uhr, Köpenicker Straße 70, U-Bhf Heinrich-Heine-Straße
Mit Anhang – Kleines Abenteuer für Ferienkinder: Unter dem Titel „Von Drachen und Kronen: Mit dem Fernglas rund ums Zeughaus“ bietet das Deutsche Historische Museum heute eine Entdeckungstour an (ab 8 J.). Im ersten Teil des Programms wird, ausgerüstet mit Ferngläsern, zum Beispiel nach Fabelwesen gesucht, die sich überall an der Fassade versteckt halten. Anschließend geht es in die Werkstatt, wo Kronen und Wappenschilder entstehen; vielleicht kann auch noch ein Drache bezwungen werden. Start 10.30 Uhr, Kosten acht Euro, weitere Termine 7./12.14./19. August, Unter den Linden 2, U-Bhf Museumsinsel
Sommerhappen – Sie haben jede Menge Obst geerntet/geschenkt bekommen/gekauft? Dieser Sommer-Crumble geht schnell und ersetzt zur Not ein Mittagessen. Beeren, Nektarinen oder Pfirsiche (kleingeschnitten) auf dem Boden von feuerfesten Förmchen (oder einer Auflaufform) auslegen und mit Zucker bestreuen. Dann Streusel aus einem Teil Butter (kalt), zwei Teilen Mehl und einem Teil Zucker kneten, plus eine Prise Salz, und über das Obst geben. Im Backofen bei 180 °C (Umluft) ca. 20 Minuten backen, dazu Eis.
Kiekste
Ok, also langsam reicht es wirklich. Wir wollen den Sommer zurück! Sofort! Dank an Katjana Charbonnier. Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Skalitzer Straße (Kreuzberg): In Richtung Kottbusser Tor steht, zwischen Lausitzer Platz und Audre-Lorde-Straße, bis Ende August nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Königsberger Straße (Lankwitz): Die Straße ist für mehrere Wochen in Richtung Kranoldplatz zwischen Ostpreußendamm und Morgensternstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Mitte: Der Tunnel Alexanderplatz ist von 8 bis 16 Uhr stadtauswärts gesperrt. Der Verkehr wird oberirdisch am Tunnel vorbeigeführt.
Roedernallee (Wittenau): Die Straße ist von 6 bis 20 Uhr in beiden Richtungen zwischen Am Nordgraben und Alt-Wittenau für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Nahverkehr – S-Bahn – S1: Von 22 bis 1.30 Uhr fährt die Linie zwischen Zehlendorf und Schöneberg nur im 20-Minutentakt.
S1, S2 und S8: Von 22 Uhr bis ca. 1.30 Uhr kommt es zu folgenden Fahrplanänderungen:
* S1: Zwischen Schönholz – Waidmannslust bzw. Frohnau fährt die Linie nur im 20-Minutentakt.
* S2: Die Linie fährt zwischen Bornholmer Straße – Blankenburg – Buch nur im 20-Minutentakt.
* S8: Die Linie ist zwischen Schönhauser Allee – Bornholmer Straße – Blankenburg eingestellt (Umfahrung über Gesundbrunnen mit Umstieg und Bahnsteigwechsel).
S3: Von 4 Uhr bis 6.9. fährt die Linie zwischen Köpenick und Friedrichshagen nur im 20-Minutentakt. Der S-Bahnhof Hirschgarten wird ohne Halt durchfahren.
S41/S42, S46 und S47: Von 22 bis 1.30 Uhr besteht zwischen Treptower Park bzw. Baumschulenweg und Hermannstraße nur ein 20-Minutentakt.
S45, S46, S8 und S9: Von 22 bis 1.30 Uhr sind die Streckenabschnitte Altglienicke – Schöneweide (S9) bzw. Baumschulenweg (S45) unterbrochen. Ebenfalls unterbrochen ist der Abschnitt Grünau – Schöneweide (S46 und S8).
Regionalverkehr – RB23: Einige Züge beginnen/enden abweichend in Schönefeld (zusätzlicher Halt) und werden bis/ab Ostkreuz umgeleitet. Der Halt in Flughafen BER entfällt.
Demonstration – Für heute sind neun Demos angemeldet (Stand 4.8., 16 Uhr), u.a. „Die Botschaft muss geschlossen werden“: zehn Menschen, OIPM, Podbielskiallee 69 (0-24 Uhr)
„‚Camp of Resistance‘ – Gegen die Blockade humanitärer Hilfe für Gaza; gegen Waffenlieferungen; gegen Unterdrückung, für die Umsetzung des internationalen Haftbefehls gegen B. Netanjahu und J. Gallant“: 150 Demonstrierende, Bündnis Solidarität NRW, Heinrich-von-Gagern-Straße (0-24 Uhr)
„INC 5.2 – Start der UN-Verhandlungen zum internationalen Plastikvertrag in Genf (...)“: 20 Menschen, WWF Deutschland, Potsdamer Platz (16-17.30 Uhr)
„Politische Demonstration gegen den Krieg als Mittel der Politik unter der Losung Nacht der Kerzen – Erinnerung an die Lebenden“: 80 Protestierende, Friedensglockengesellschaft Berlin, Route bei Redaktionsschluss noch nicht festgelegt (18-22 Uhr)
„Wir pfeifen auf Stuttgart 21“: fünf Menschen, Potsdamer Platz (18.40-19.15 Uhr)
Gericht – Ein Prozess wegen Vergewaltigung eines Soldaten in einer Bundeswehrkaserne beginnt. Drei damalige Soldaten sind angeklagt. Zwei 35- und 36-Jährige sollen vor rund vier Jahren einen Kameraden gemeinsam misshandelt und vergewaltigt haben. Einem 31-Jährigen, der die Tat beobachtet haben soll, wird unterlassene Hilfeleistung zur Last gelegt. Dem 36-Jährigen wird ein weiterer Angriff auf das Opfer vorgeworfen (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B219).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Dirk Behrendt (54), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), ehemaliger Justizsenator des Landes Berlin / Helene Fischer (41), Schlagersängerin („Atemlos durch die Nacht“); im Juni 2026 spielt sie im Olympiastadion / „Ruby Mattig-Krone, 13 Jahre lang Berlins Qualitätsbeauftragte für Schulen, wird 70 Jahre alt – Gratulation!“ / Anja Kruse (69), Schauspielerin („Die weiße Rose“, „Forsthaus Falkenau“) / Stefan Lehnberg (61), Schauspieler, Autor und Regisseur, tritt u.a. im Kabarett „Die Wühlmäuse“ auf / Volker Liepelt (77), Politiker (CDU), von 2000 bis 2001 Staatssekretär bei der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie / Paul Lufter, „Team Checkpoint gratuliert dir zum Ehrentag!“/ Claudia Mehnert (53), Schauspielerin, spielte u.a. in der Serie „Weissensee“ die Rolle der Bürgerrechtlerin Nicole Henning / „Die Herzschrittmacher gratulieren heute ihrer Mezzosopranistin CONNY R. mit einem runden Ständchen aus dem Chorurlaub“ / Frank Terletzki (75), ehemaliger Fußballspieler, spielte für den BFC Dynamo und holte mit der DDR-Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1980 die Silbermedaille
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Bernd Braunschweig, * 25. September 1940, verstorben am 23. Juli 2025 / Felix Barth, * 30. Juli 1928, verstorben am 14. Juni 2025 / Prof. Bernd Robert Jansen, * 3. Oktober 1943, verstorben am 25. Juli 2025 / Dr. Eberhard Hirschberg, * 13. Mai 1935, verstorben am 22. Juli 2025 / Sharoni Stöhr, * 6. Oktober 1981, verstorben am 13. Juni 2025
Stolperstein – Oda Schottmüller (*1905) war Bildhauerin und Tänzerin. Sie hatte Kontakt zum Widerstandskreis um Harro Schulze-Boysen. Im Sommer 1942 wurden Schulze-Boysen, Oda Schottmüller und mehr als 100 weitere Personen festgenommen. Oda wurde vorgeworfen, sie habe ihr Atelier für Funkversuche zur Verfügung gestellt. Ohne Beweise verurteilte das Reichskriegsgericht sie zum Tod. Sie wurde am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet. An Oda Schottmüller erinnert ein Stolperstein in der Reichsstraße 106 in Westend.
Encore
Fernsehturm, East Side Gallery, Spreedampfer & Co: Team Checkpoint empfiehlt 36 Berlin-Klassiker, die von Touris geliebt und von Berlinern meist gemieden werden. Für alle, die einen Blick über den Kiezrand wagen und ihre Stadt neu entdecken wollen. Heute: ein Besuch der Berliner Unterwelten.
Die sicherste Methode, dem verregneten Berliner Sommer zu entkommen? Unter die Erde gehen! Seit 1999 bietet der Verein „Berliner Unterwelten“ Touren durch Bunker, Tunnel und alte Flaktürme an. Wer auch nur an einer der mittlerweile acht verschiedene Führungen teilgenommen hat, weiß: Das unterirdische Berlin atmet genauso viel Geschichte wie das oberirdische (wenn nicht sogar mehr).
Mit dem Eintrittsgeld wird nicht nur der Erhalt der historischen Anlagen finanziert, sondern auch die weitere Erforschung. Also: Ab unter die Erde mit Ihnen!
Überirdisch gut war heute mal wieder die Zusammenarbeit mit Isabella Klose (Recherche), Antje Scherer (Stadtleben) und Jennifer Katona (Früh-Produktion). Morgen buddelt hier Margarethe Gallersdörfer Neues und Wissenswertes für Sie aus.
Auf bald!
