Überwiegend bewölkt, aber regenfrei bei bis zu 2°C

Wut ziemt sich doch: Regisseurin Réka Kincses sperrt die Götter wegen Machtmissbrauch, Sexismus und Korruption einKunst und veganer Käse: Letzte Ausstellungstage im Museum of alternative CheeseBenimmregeln für Musiker: Ordentlichste aller Jamsessions in der Schöneberger Barkett Bar

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wie jeden Samstag starten wir mit einem kurzen Überblick über die Berliner Nachrichtenlage der letzten Stunden:

+++ „Manipulation durch Ausschnitte“: Friedrich Merz lobt bei CDU-Veranstaltung in Neukölln Migranten – und kritisiert Medien, sie hätten seine „Pascha“-Aussage verkürzt wiedergegeben. Die SPD-Spitzenkandidatin Giffey wiederum warf bereits kurz vor dem Auftritt Merz und der Berliner CDU auf Twitter Spaltung und Hetze vor.

+++ „Wird rechtssicher sein müssen“: Die Grünen-Spitzenkandidatin Jarasch will keinen Schnellschuss bei einem Berliner Gesetz zur Enteignung von Wohnungskonzernen. Ein solches Gesetz komme „nicht einfach in ein paar Monaten“.

+++ Geht auch für die Polizei der Tierschutz vor? Der Berliner Senat streitet über schmerzhafte Stachelhalsbänder für Diensthunde, denn Innensenatorin Spranger will ein Verbot aufheben, das deren Einsatz bisher untersagt. Die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz lehnt dieses Vorhaben ab.

Auf tagesspiegel.de halten wir Sie fortlaufend über alle Entwicklungen in und um Berlin auf dem Laufenden.

Tadschikischer Tee, Häppchen oder vegane Käsekunst gefällig? Gut gestärkt hören wir diesmal Geschichten von Gesundheit und Krankheit, zelebrieren die Wut und lassen uns wieder zur Ordnung rufen.

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Samstagmorgen – Beginnen wir mit Tee und Häppchen: Beides und mehr bietet die Tadschikische Teestube (im Kunsthof, Oranienburger Str. 27). Die Idee: Ein Stück tadschikischer Teekultur in Berlin erblühen lassen. Anders als etwa in der japanischen Teezeremonie, in der es beim Trinken eher wortlos zugeht, geht es in der tadschikischen gerade um die gesellige Plauderei im Warmen.

Mein Wochenende mit

Durchgecheckt

Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.

„Bertram, ein freundlicher Keiler aus der Nachbarschaft, erklärte Chantal, der edlen Sau von Nebenan neulich, dass sie Gold sei. Gold sagte er, sei ihr, Achtung, „Persönlichkeitsmetall“. Das wisse er, weil er mit jahrtausendealtem Wissen nordischer Wildschweinkulturen auf das Engste vertraut sei. Schon sein Urururururururgroßvater habe sich auf Alchemie und Psyche verstanden und eine Tradition der Forschung und Lehre begründet, sagt Chantal. Erst sei sie skeptisch ob seiner Ausführungen gewesen, dann aber habe sie sich doch etwas Gold beschafft und seitdem gehe es ihr in der Tat besser, so im Allgemeinen. Da wurde ich natürlich ganz Schweineohr. Welches Metal wohl meines war? Blöderweise war Bertram verreist, so musste ich eigene Erkundigungen anstellen. „What‘s your Metal?“ sah ich zu meiner Freude auf einem Plakat zu einer Veranstaltung im Babelsberger Lindenpark geschrieben. Prompt machte ich mich auf. Da spielten welche so ohrenbetäubend laut Musik, dass ich mich nur mit aller lautestem Grunzen verständlich machen konnte. Immerhin grunzte einer von der Bühne freundlich zurück. Ob das eine Infoveranstaltung sei, fragte ich in die Runde, alle nickten. Ob ich hier erführe, welches Metal meines sei, fragte ich, wieder nickten alle. Aber welches Metal denn nun, Gold vielleicht? Wieder nickten alle. Details konnte ich nicht in Erfahrung bringen, verließ den Park aber dennoch in Vorfreude, Chantal davon zu erzählen. Die erklärte mir später aber, dass das Nicken wohl gar nicht mit mir, sondern mit der Heavy-Metal-Musik zu tun gehabt habe und „What’s your Metal“ doch keine Infoveranstaltung gewesen sei. „Headbangen“ heiße in Fachkreisen dieses Nicken. Hm, eine Kultur, die emphatisch und laut „Ja“ sagt, zu allem. Nicht schlecht eigentlich. Beste Voraussetzung, sich auf einen Spaziergang durch Babelsberg einzulassen, das empfehle ich. Und mich empfehle ich, mit freundlichen Grunzen.“

Lese­empfehlungen

Rechthaberei – Kaum haben wir in der Geschichte eine schärfere Debatten-, Meinungs- und Diskussionskultur erlebt als heute. Woran das liegt, unter anderem darüber sprachen Ulf Lippitz und Moritz Honert (T+) mit Schriftstellerin und Richterin Juli Zeh.

Rechthaberei II – Über die Grenzen des öffentlich Sagbaren sprachen Moritz Honert und Adrian Schulz (T+) auch mit dem Satiriker Jan Böhmermann.

Malen nach Zahlen – Worauf es wirklich ankommt in der Politik: Die Farbenlehre der Neuwahlen, die wichtigsten Mischverhältnisse und interessantesten Komplementärkontraste haben Julius Betschka und Anna Thewalt (T+) für Sie durchgemischt.

Digital ist schneller ­– es sei denn in Berlin. Die Digitalisierung geht dermaßen schleppend voran, dass schon lange vor der Umsetzung anfangs gesetzter Ziele die Technik, mit der sie begann, veraltet ist. Cyberattacken auf die Verwaltung waren noch nie leichter, schreibt Robert Kiesel (T+). 

Wochen­rätsel

Gewonnen! Eigentlich wollen die Betreiber:innen von Supermärkten ja durchaus, dass alle kräftig einkaufen. Könnte man zumindest meinen. Und grundsätzlich gilt das wahrscheinlich auch in der Edeka-Filiale Handjerystraße. Es sei denn, man hat aufgrund schlechter Erfahrungen Hausverbot, wie pauschal alle…

a) ...Mitarbeitenden des Kammermusiksaals Friedenau
b) ...Mitarbeitenden des Finanzamts Steglitz
c) ...Schüler:innen der Friedrich-Bergius-Schule

Tipp: Wer den Checkpoint letzte Woche aufmerksam las, ist im Vorteil.

Schicken Sie uns die richtige Lösung und gewinnen Sie einen Checkpott.

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Diesen Checkpoint hat Ihnen Florian Schwabe auf den Bildschirm gepflanzt, am Montag lässt Lotte Buschenhagen die Stadt an dieser wieder Stelle blühen.

Ihr Thomas Wochnik