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Neuer Plan: Weltausstellung gemeinsam mit Brandenburg Jarasch wütend über durchgestochene „Kommunikationslinie“ Berliner doppelt so musikalisch wie alle anderen

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wir beginnen heute mit einer guten Nachricht: Der Regierende Bürgermeister hat den Blackout offenbar überwunden. Nach seiner außergewöhnlich kurzfristigen Absage beim Tagesspiegel-Neujahrsempfang am Dienstag (erst hieß es „terminliche Gründe“, dann: „Sie wissen ja, da ist noch einiges aufzuarbeiten“) trat er gestern Abend ganz entspannt beim IHK-Neujahrsempfang für ehrenamtlich engagierte Mitglieder auf. Er dankte den Stromausfall-Helfern, pries die Verwaltungsreform und forderte in bestem Franziska-Giffey-Stil: „Nicht immer alles schlechtreden.“

Auch ein Gastgeschenk brachte Wegner mit: Wohl wissend, dass in der IHK die härtesten Expo-Fans sitzen, zeigte er plötzlich große Sympathie für die Weltausstellung (die er bisher zugunsten von Olympia opfern wollte). Er habe einen Termin mit den Initiatoren gehabt und das Konzept als sehr interessant empfunden, teilte Wegner mit. Möglich halte er einen gemeinsamen Aufschlag mit Brandenburg, also eine Bewerbung als Metropolregion, mit einem Standort nahe am Flughafen. Das könne ein wunderbares Projekt zur Förderung der Demokratie werden, so der Regierende. Viel Beifall im Auditorium (nur im Giffey-Lager gab’s leises Grummeln, weil das ja doch eigentlich die Idee der Wirtschaftssenatorin gewesen sei). Und das erklärt dann auch die gute Laune, die Expo-Initiator David Girl tags zuvor beim Tagesspiegel-Empfang zeigt.

Über seinen Lieblingssport verlor Wegner bei der IHK kein Wort. Stattdessen äußerte er sich dazu ausführlich in einem „Spiegel“-Artikel, der nahezu zeitgleich gestern Abend online ging.