Berlin rückt zusammen. Wer kommen will, ist willkommen, ist doch klar. Damit das auch faktisch möglich bleibt – im besten Fall nicht nur für Spitzenverdiener – sieht der Entwurf für den Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030 Potenzial für 199.000 neue Wohnungen bis 2030 (CP v. gestern). Die meisten sind in Pankow geplant, die wenigsten in Reinickendorf, wobei die Spannweite auch innerhalb der Bezirke enorm ist. Aber schauen Sie selbst: Pankow: 18.400 bis 48.000 geplante Wohnungen, Lichtenberg: 9600 bis 36.000, Treptow-Köpenick: 8200 bis 35.000, Mitte: 7200 bis 27.000, Spandau: 8000 bis 23.000, Neukölln: 4600 bis 23.000, Marzahn-Hellersdorf: 5000 bis 22.000, Charlottenburg-Wilmersdorf: 3800 bis 16.000, Friedrichshain-Kreuzberg: 3000 bis 15.000, Tempelhof-Schöneberg: 3400 bis 14.000, Steglitz-Zehlendorf: 2800 bis 6000, Reinickendorf: 7600 bis 19.000 geplante Wohnungen. Wo genau sie entstehen sollen? Steht in unseren Leute-Newslettern für jeden Bezirk. Kostenlose Anmeldung hier.
Was ist noch schöner als geplante Wohnungen? Richtig, gebaute Wohnungen. Die sind bekanntlich keine Spezialität von R2G. Nun muss auch der Regierende zugeben, das Ziel von 5000 neuen Wohnungen für Studierende bis 2020, ein Versprechen seines Amtsvorgängers Klaus Wowereit – 2015 vom rot-roten Senat beschlossen und von R2G übernommen – nicht zu erreichen (Q: „taz“). Stattdessen würden nur 3572 Plätze fertig, heißt es aus der Senatskanzlei (Stand jetzt: 185 fertige Plätze durch landeseigene Wohnungsbaugesellschaften, 141 durch Berlinovo, 344 angekauft).
Die 4200 Studierenden auf der Warteliste (WS 18/19) sollen noch bis 2022 auf die versprochenen 5000 Plätze warten – bis dahin haben sie dann auch schon mindestens ihren Bachelor. Vielleicht im für die Stadt so wichtigen Grundschullehramt. Die Zahl der Studierenden in diesem Bereich hat sich zumindest innerhalb von fünf Jahren fast verdreifacht. Und auch bei den Studienanfängern für das Lehramt Sekundarschule und Gymnasium gibt es eine deutliche Steigerung von knapp 50 Prozent. Checkpoint-Tipp: Wenn junge Lehrkräfte dann noch eine bezahlbare Wohnung für sich und ihre Familien finden, sowie einen Kitaplatz, wandern sie nach dem Masterstudium vielleicht nicht mehr in Scharen ab.
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FLIEGEN OHNE WENN UND aBER
Im Sommer in die Sonne? Gute Idee! Wenn der Urlaub nur nicht gleich mit Stress beginnen würde: Weil der BER weiter auf sich warten lässt, sind die Flughäfen Tegel und Schönefeld komplett überfüllt. Immer früher müssen Passagiere für den Sicherheitscheck eintreffen. Nicht so am Flughafen Dresden: Von hier fliegen Sie ohne wenn und aBER in die Ferien! Attraktive Ziele lassen sich bequem erreichen. Mehr Infos.
Mehr Tote, mehr Verletzte, mehr Unfälle: Die Präsentation der Verkehrsunfallbilanz am Montag war kein angenehmer Termin für Polizeipräsidentin Barbara Slowik. Denn auch wenn Berlin stärker wächst als die Zahl der Unfälle, sind 45 Tote in 2018 (2017 waren es noch 36) ein Armutszeugnis, zumal die „Vision Zero“ gesetzlich verankert ist. „Alle 3,6 Minuten knallt es in Berlin“, rechnet die „B.Z.“ heute auf dem Titel aus. 19 Fußgänger starben, 11 Radfahrer, neun Motorradfahrer und drei Pkw-Insassen. Außerdem eine Rollstuhlfahrerin und zwei Lkw-Fahrer. Erstmals nach mehreren Jahren waren zwei Kinder unter den Todesopfern. Häufigste Unfallursachen: Fehler beim Abbiegen (fast 12.000 Unfälle), Nichtbeachten der Vorfahrt (5630), Tempo (2330), falsches Verhalten von Fußgängern (1511) und Alkohol (1333). Das sind die Unfallschwerpunkte: Schlesische Straße/Skalitzer Straße (354 Unfälle), Jakob-Kaiser-Platz (337), Großer Stern (289), Theodor-Heuss-Platz (275) und Ernst-Reuter-Platz (255).
Diese Kreuzungen will der Senat bis Mitte kommenden Jahres umbauen und somit sicherer machen (auf Wiedervorlage): Seestraße (Nordufer), Karl-Marx-Allee/Alexanderstraße, Danziger Straße/Greifswalder Straße, Spandauer Damm/Fürstenbrunner Weg/Königin-Elisabeth-Straße, Oberbaumstraße/Skalitzer Straße/Köpenicker Straße/Schlesische Straße, Mühlendamm/Breite Straße/Fischerinsel, Kurfürstendamm/Joachimsthaler Straße, Blücherstraße/Bachvogelstraße, Hultschiner Damm/Rahnsdorfer Straße, Lützowplatz/Lützowufer, Wildenbruchstraße/Weigandufer, Müllerstraße/Burgsdorfstraße, Wiener Straße/Lausitzer Straße, Stromstraße/Turmstraße, Adlergestell/ Dörpfelderstraße.
Und während ich diese Zeilen tippe, kommt folgende Polizeimeldung rein: „Fußgängerin von Lkw überrollt“. So grausam, so vertraut: „Am Morgen kam es in Moabit zu einem schweren Verkehrsunfall. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde eine 56-jährige Fußgängerin gegen 9.30 Uhr in der Perleberger Straße von einem Lkw überrollt, als dessen 56-jähriger Fahrer rückwärts in die Einfahrt eines Einkaufszentrums fahren wollte. Die Frau erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen und wurde von alarmierten Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht.“
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Treffpunkt Alexanderplatz – Fotoarbeiten von Thomas Billhardt
Vom 27. Februar bis zum 30. März zeigt die Berliner Sparkasse in Kooperation mit der Galerie Camera Work eine Pop-Up-Ausstellung im Alexanderhaus. Zu sehen ist ein fast lückenloses Porträt des Alexanderplatzes vom renommierten Fotografen Thomas Billhardt. Der Eintritt ist frei.
„Wegen technischen Problemen (sic!) können zurzeit keine Dienstleistungen, außer „BerlinPass“, bearbeitet werden!“, stand am Montagmorgen auf einem Aushang am Bürgeramt Zehlendorf. Doch nicht nur der Südwesten war betroffen. Die Software VOIS zickte und legte alle Bürgerämter der Stadt lahm. Hunderte Kunden mit Termin wurden nach Hause geschickt. Doch Berlin wäre nicht Digitalhauptstadt, wenn das IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ) nicht die Lösung hätte: Stecker ziehen, Neustart des Servers! Hat geklappt, ab 11 Uhr waren die Probleme laut Innenverwaltung behoben. Nicht schnell genug jedoch für Kevin Hönicke, Fraktionsvorsitzender der SPD in Lichtenberg. Er wollte für seinen vier Monate alten Sohn einen Pass ausstellen lassen, um endlich mit den beiden Kindern und seiner Frau verreisen zu können. Doch der vor Wochen vereinbarte Termin konnte nicht stattfinden, einen neuen gibt’s in drei Wochen. „Natürlich wieder mitten in der Arbeitszeit“, ärgert sich Hönicke.
Vom Bürgeramt Zehlendorf ins Bürgeramt Schöneberg, wo meine Kollegin Ronja Ringelstein gestern mit dem Nachwuchs im Kinderwagen beinahe ebenfalls wieder umdrehen musste – und nur dank der tatkräftigen Hilfe einer netten Mitarbeiterin doch noch ins Amtszimmer gelangte. Sieben Stufen stehen hier der Barrierefreiheit im Weg und der Treppenlift ist schon seit drei Jahren kaputt (wer länger dabei ist, kennt’s, wir haben mehrfach berichtet). Mehrere Versuche, ihn zu reparieren, seien bereits gescheitert, erzählte eine andere Mitarbeiterin. Menschen im Rollstuhl würden nun eben draußen an der Tür bedient. Mail mit Nachfrage an die Behindertenbeauftragte des Bezirks, prompt die automatische Antwort: „Auf Grund eines längerfristigen Personalausfalls in meiner Geschäftsstelle kann Ihre Nachricht leider nur verzögert bearbeitet werden. Die telefonische Erreichbarkeit während der Geschäftszeiten kann ebenfalls nur eingeschränkt sichergestellt werden. Vom 11.3. - 22.3.2019 ist das Büro der Beauftragten für Menschen mit Behinderung geschlossen. In Beratungsangelegenheiten wenden Sie sich bitte an die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung, mit Krebs-und Aidserkrankungen.“ Per Twitter kam dann doch noch die frohe Botschaft: „Noch in diesem Jahr soll gegenüber ein Aufzug gebaut werden“, teilt Ralf Kühne, Grünen-Politiker aus der Bezirksverordnetenversammlung, mit. Das glauben wir erst, wenn wir’s sehen.
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#Klimagerechtigkeit JETZT: Tausende Jugendliche demonstrieren für mehr Klimaschutz, aber die Bundesregierung reagiert nicht. Die Verantwortung wird in Kommissionen verlagert und das Klimaschutzgesetz sorgt für Koalitionsstreit. Zwar kann nach der Kohlekommission der Kohleausstieg beginnen, doch reicht das in der Klimakrise? Wie kann ein Klimaschutzgesetz jetzt helfen?
Das eine ist die Statistik: Berlins Richter und Staatsanwälte sind deutlich unzufriedener mit ihren Arbeitsbedingungen als ihre Kollegen in den anderen Bundesländern (Allensbach-Studie). 92 Prozent kritisieren die Personalsituation an den Gerichten als schlecht oder sehr schlecht. Das andere die Auswirkungen: Ein mutmaßlicher Kinderschänder muss aus der Untersuchungshaft entlassen werden, weil die Justiz nicht schnell genug einen Gerichtstermin für ihn gefunden hat (Q: „Berliner Zeitung). Der 38-Jährige war am 29. August 2018 festgenommen worden, ihm werden 51 Taten „zum Nachteil von zwei Kindern“ zwischen 2009 und 2017 zur Last gelegt.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Nach ihrem Ausstieg bei „Aufstehen“ gibt Sahra Wagenknecht im Herbst auch ihr Amt als Linken-Fraktionschefin ab. Das teilte sie am Montag mit – auf den Tag 20 Jahre nachdem ihr Ehemann Oskar Lafontaine als SPD-Chef und Bundesfinanzminister zurückgetreten ist. Als Begründung nennt sie "Stress und Überlastung".
Das Amt singt nicht mit: Das legendäre Karaoke im Mauerpark wird vom Bezirk Pankow „bis auf Weiteres“ verboten. Angeblich wegen der Gefahr, die von einer Baustelle der Wasserbetriebe ausgeht, die davon aber nichts wissen wollen. „Frühestens ab dem Sommer 2019“ könne das Spektakel wieder erlaubt werden, erklärt Grünen-Stadtrat Vollrad Kuhn (Q: „Berliner Zeitung“).
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Die Vorwürfe klingen grauenhaft. Ein Berliner Physiotherapeut wird angeklagt, zwei junge Frauen während der Therapie sexuell belästigt zu haben. Was er als Beckenbodenübung deklarierte, sei eine Vergewaltigung gewesen, sagt die Staatsanwaltschaft.
Er nennt sich selbst den „Volkslehrer“, hetzt im Internet gegen Juden, verbreitet Verschwörungstheorien, behauptet, der Holocaust sei „eine Geschichte voller Lügen“. Nikolai N. wurde als Grundschullehrer in Gesundbrunnen gekündigt, jetzt will er in die Politik. Am heutigen Dienstag stellt er sich für die Stadtteilvertretung Turmstraße in Moabit zur Wahl. Gewählt wird um 19 Uhr in der Heilandskirche in der Thusnelda-Allee 1. „Moabit wählt den Volkslehrer“, steht auf den Plakaten, die N. im Kiez aufgehängt hat. Wir werden sehen.
Apropos Reichsbürger: Falco Liecke, Jugend-und Gesundheitsstadtrat in Neukölln, hat Post bekommen. Einen Strafantrag vom selbsternannten „Höchsten Gericht geeinter deutscher Völker und Stämme“. Auf fünf eng beschriebenen Seiten wird ihm erklärt, dass die BRD eine Firma sei und keine Verfügungsgewalt über den Grund und Boden deutscher Landschaften habe. In der Folge wird ihm untersagt, Bäume zu fällen. Und zwar als Privatperson als auch in der Rolle des „Treuhandorgans Firma Bezirksamt Neukölln“. Sollte er dem zuwider handeln, würde er des Völkermordes angeklagt.
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Die „partizipative Stadtgesellschaft“ hat R2G im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Doch bei der Nutzung des ehemaligen Flughafengebäudes in Tempelhof droht dieses Vorhaben jetzt spektakulär zu scheitern. Die Online-Befragung war schlampig, bei einer öffentlichen Veranstaltung gab es viel zu wenig Sitzplätze. Und jetzt hat auch noch die für „Partizipation“ zuständige Agentur hingeschmissen.
Berlin, aber sauber: Die Tram-Haltestelle am U-Bahnhof Eberswalder Straße ist so blankpoliert und rein, dass sich Rentner regelmäßig den Kopf stießen. Damit ist jetzt Schluss: Auf Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung hat die BVG ein Herz an den Unterstand auf der Kastanienallee angebracht.
In der Neuen Bahnhofsstraße, Höhe 33, in Friedrichshain ist immer noch Bundestagswahlkampf. Zumindest für die Grünen (Beweisfoto hier).
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Wir wollen aus Fehlern lernen.“
BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup erklärte am Montagabend im BER-Sonderausschuss im Potsdamer Landtag, die nötigen Konsequenzen aus der gestern bekannt gewordenen Verteuerung des Terminals 2 gezogen zu haben. Eine davon laute, gründlicher zu planen.
Tweet des Tages
Bei der Görli-Laufrunde wäre ich gerne dabei, Lorenz Maroldt, aber ich bin zeitgleich in Bremen, wo wir beraten, wie wir Deutschland noch sicherer machen können. Damit sich auch im Görli wieder ALLE sicher fühlen können – nicht nur jene, die schnell genug weglaufen...
Stadtleben
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Genießen Sie J. S. Bachs JOHANNES-PASSION im Konzerthaus Berlin am 17. März 2019, 20 Uhr! Die Berliner Singakademie und das Ensemble WUNDERKAMMER laden ein. Karten 14–34 € (zzgl. VVK) gibt es unter 030/20309 2101 sowie an allen Theaterkassen und an der Abendkasse.
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Trinken Der Name ist hier nicht Programm: Die (Nomen) Berliner Kaffeerösterei verkostet heute Abend (Omen) Schokolade und Wein und stellt erst mal zur Debatte, ob wirklich nur Rotwein und Bitterschokolade sich vereinen lassen, oder nicht auch Weißwein und Vollmilch was taugen. Wer dazu eine Meinung hat und kulinarisch sowieso gern alles besser weiß, sollte sich diese Streitgelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen: Von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr in der Uhlandstraße 173 (U-Bhf Uhlandstraße) werden für 49 Euro pro Person die Grenzen der bittersüßen Kombinatorik ausgelotet.
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Wenn die Seele aus dem Gleichgewicht gerät oder Erkrankungen des Gehirns oder der Nerven das gewohnte Leben aus der Bahn werfen, dann ist ein guter, schneller Rat wichtig. Das Magazin „Psyche & Nerven“ erklärt, wie Erkrankungen behandelt werden können, welche Hilfsangebote es in Berlin gibt und welche Krankenhäuser Ärzte am häufigsten empfehlen.
Berlinbesuch Kontrollverlust kann etwas Befreiendes haben – vor allem für jene, die auf der Seite der Kontrollierten stehen. Heute Abend gibt es im Deutschen Spionagemuseum angewandte Spionage-Romantik: CIA-Wanzen ausden Jahren 1952 bis 1985, die in Europa zu Zwecken eingesetzt worden sind, deren genaue Kenntnis und Weitergabe hohe Sicherheitsfreigaben erfordert, (weshalb wir sie hier auch nicht teilen, sorry!) werden von den niederländischen Krypto-Experten Marc Simons und Paul Reuvers zerlegt, zusammengesetzt und vorgeführt. So als Inspiration zum spekulativen Denken: Wer erst einmal einige Exemplare mit eigenen Augen gesehen hat, könnte Großmutters Brosche in Zukunft mit ganz anderen Augen sehen. Eintritt frei um 19 Uhr am Leipziger Platz 9, U-Bhf Potsdamer Platz
Geschenk Schokolade aus Berlin dürfte den meisten Menschen wohl kaum ein Begriff sein. Das heißt, bis sie das von Erich Hamann gegründete Geschäft betreten haben. Nicht nur die Einrichtung versprüht Altberliner Charme en masse, genauer: en Kakao-Masse, und zwar der bitteren Art, schlicht und mit reichlich Berliner Geschichte gewürzt. Der Laden befindet sich seit über 100 Jahren in Familienhand, produziert wird noch nach den Originalrezepturen des Gründers. Wer Geschmackserinnerungen seiner Kindheit auffrischen oder herausfinden will, wie es früher einmal war, begebe sich in die Brandenburgische Straße 17 nahe U-Bhf Konstanzer Straße, Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 9-13 Uhr
Last-Minute-Tickets Vom 8. bis 13. März feiert das Konzerthaus Igor Strawinsky mit zahlreichen Sonderveranstaltungen. Heute um 20 Uhr wird der Musikclub zum Kino, in dem „Stravinsky in Hollywood“ von Marco Capalbo gezeigt wird. Der 2014 aus Archivmaterial zusammencollagierte Streifen stellt Privataufnahmen des Komponisten mit Szenen aus Hollywood-Filmen gegenüber, für die Stravinsky die Musik geschrieben hat. 20 Uhr, 6,50 Euro. Kurioserweise beleuchtet gleichzeitig (statt danach) nebenan das Konzerthaus Kammerorchester Stravinskys Beziehung zum Barock, die er in „Pulcinella“ verarbeitet hat. Neben der Ballettmusik sind barocke Einflüsse und die dritte Suite der „Antiche Danze ed Arie“ von Ottorino Respighi zu hören, der für die Wiederentdeckung vieler Barockwerke um 1900 verantwortlich war. 20 Uhr, je nach Platz 17 oder 22 Euro. U-Bhf Hausvogteiplatz
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Noch hingehen Hat nicht jede Persistenz Grenzen? Am 17. März endet jedenfalls die Ausstellung Persisting Realities im Bethanien – und mit ihr auch der letzte Teil des diesjährigen CTM-Festivals, das sich des Themas inhaltlich angenommen hat. Dabei ist die Ausstellung kein typischer Teil des CTM-Programms, sondern beinhaltet eine Meta-Ebene: Reaktionen auf das schon vergangene Persistenz-Programm des Festivals wurden hier versammelt – somit thematisiert die Ausstellung in gewisser Weise sich selbst. Doppelte Persistenz also. Passenderweise im für Persistenz berühmten Haus Bethanien (dreifache Persistenz), Mariannenplatz 2, U-Bhf Görlitzer Bahnhof. Tgl 11-20 Uhr, Eintritt frei
Verlosung Die Ausstellung „Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance“ in der Berliner Gemäldegalerie hat mit über 10.000 Besucherinnen und Besuchern nach einer Woche den erfolgreichsten Ausstellungstart seit „Das MoMA in Berlin“ vor 15 Jahren hingelegt. Wer Hintergründiges zu Künstlern, Werken und der Ausstellung erfahren möchte, schreibe bis 12 Uhr an checkpoint@tagesspiegel.de. Wir verlosen nämlich 3 x 2 Karten für eine Führung mit Kuratorin Dagmar Korbacher um 18 Uhr am kommenden Donnerstag, 14. März. Matthäikirchplatz 4-6, U-Bhf Potsdamer Platz
Mit diesem Stadtleben wünscht Ihnen Thomas Wochnik einen guten Tag.
Prominent verraten
Die zwei gesuchten Berliner sind große Fans der Rockband Queens of the Stone Age. Musik steht bei ihnen ebenfalls im Mittelpunkt – allerdings sind sie im Genre Country-Rock zu Hause.
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt? Senden Sie uns bis Donnerstag eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de mit dem richtigen Namen und gewinnen Sie zwei "Checkpott"-Kaffeetassen. Die Auflösung kommt immer freitags - mit einem Selfie. Alle bisherigen Fotos und Hinweise finden Sie hier.
Berlin heute
Verkehr Auf der A100 (Stadtring) sind alle Ein- und Ausfahrten zwischen Schmargendorf/Konstanzer Straße und Heckerdamm bzw. Jakob-Kaiser-Platz von 22 Uhr bis Mittwoch 5 Uhr gesperrt. Von der Matthiasstraße (Friedrichshain) kann heute nicht auf die Landberger Allee abgebogen werden – Radfahrende sind nicht betroffen. Von heute 8 Uhr bis Ende März ist die Boxhagener Straße Richtung Warschauer Straße auf eine Fahrbahn verengt. Ab 9 Uhr steht vsl. für eine Woche auf der Berliner Allee (Weißensee) Höhe Buschkrugallee in beiden Richtungen nur eine Geradeausspur zur Verfügung. Die Scharnweberstraße (Reinickendorf) ist bis Mitte April in Höhe General-Barby-Straße auf einen Fahrstreifen verengt. Ab heute 7.30 Uhr bis Ende August steht auf der Buschkrugallee (Britz) zwischen Parchimer Allee und Grüner Weg stadtauswärts nur eine Spur zur Verfügung. Ab dem Mittag regelt bis Mitte April auf dem Hermsdorfer Damm (Hermsdorf) eine Baustellenampel den Verkehr. Die Straße Am Falkenberg (Altglinicke) ist ab 8 Uhr bis Ende Mai zwischen Drösseweg und Falkenbrunnstraße gesperrt.
Demonstration Etwa 40 Personen versammeln sich von 16 bis 18 Uhr am Pariser Platz zur „Gedenkfeier der Kurden 12.03.2004 – Massaker von Qamişli". In der Littenstraße (Mitte) ist von 9 bis 12 Uhr eine Kundgebung mit dem Titel „Prozessinformationen für das Bleiberecht eines Gewerbetreibenden" mit ca. 20 Teilnehmern angemeldet.
Gericht Einem 49-Jährigen, der den Sohn seiner damaligen Partnerin missbraucht haben soll, wird der Prozess gemacht. Der Junge sei vier bis fünf Jahre alt gewesen. Drei Taten sind angeklagt (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 817).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag - Zoë Beck (44), Schriftstellerin / Hugh Bronson (58), für die AfD im AGH / Jenny Erpenbeck (52), Schriftstellerin / Tim Fischer (46), Chansonnier / Felix Kroos (28), Fußballspieler beim 1. FC Union Berlin / Bjarne Mädel (51), Schauspieler / Hans Ottomeyer (73), ehem. Präsident des Deutschen Historischen Museums (2000-2011) / Hermann Parzinger (60), Leiter der Stiftung Preußischer Kulturbesitz / Thomas Scheibitz (52), Künstler / Werner Kratz (70), 2. Vorsitzender des Nabu Brandenburg / Holger Seedorf (64), "Liebe Grüße vom Schwiegersohn" / Gaby Ahrendt, "liebste Geburtstagsgrüße aus Charlottenburg"
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben - Jost Ackermann, * 22. August 1945 / Klärenore Bergmann, * 14. Februar 1926 / Hartmut Blees, * 21. August 1945 / Martin Boré, * 3. März 1955 / Helga Engel, * 27. August 1935 / Erika Funk, * 30. November 1938 / Peter Lüpke, * 13. April 1931, Lehrer / Franziska Pigulla, * 6. Mai 1964
Stolperstein - Susette Freund (Jhg. 1890) wurde Ende 1941 oder Anfang 1942 im Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert und von dort in die Tötungsanstalt Bernburg gebracht, wo sie heute vor 77 Jahren ermordet wurde. Sie lebte in der Aschaffenburger Straße 23 in Wilmersdorf.
Im Tagesspiegel
Er hörte einen Knall. Und Schreie. Dann sah er seine Kollegen sterben. Der „Charlie Hebdo“-Journalist Philippe Lançon hat ein Buch geschrieben – über die Zeit davor und danach. Er sagt: „Der Mann, der ich mal war, ist tot“. Lesen Sie das Portrait von Gerrit Bartels heute heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Bei der Bahn sind künftig Züge auch mit 15 Minuten Verspätung noch „pünktlich“. Die S-Bahn zieht nach und hat ein noch innovativeres Pünktlichkeitsmanagement. Neu im Betriebsstörungsbingo: In der S2 nach Blankenfelde, kurz vor 18 Uhr: „Dieser Zug endet auf Grund der hohen Verspätung in Marienfelde und fährt zurück nach Buch. Bitte alle aussteigen.“ Danke an Checkpoint-Leser Joachim Wrusch!
Morgen erwartet Sie hier pünktlich Ann-Kathrin Hipp. Bis bald,