nicht nur notorische Frostbeulen dürften es gemerkt haben: Es ist gerade verdammt kalt in Berlin. Wir sind am Beginn einer richtigen Frostwoche. In den kommenden Tagen steigen die Temperaturen nicht mehr über den Gefrierpunkt. Dienstagnacht geht‘s dafür runter auf bis zu minus 7 Grad. So langsam geraten auch die tapfersten Energiesparer an ihre Grenzen und regeln das Thermostat höher. Dabei müssten die Sparanstrengungen gerade jetzt hoch bleiben, sagt Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller im Tagesspiegel-Interview: „Aktuell liegen die Einsparungen insgesamt nur noch bei 13 Prozent. […] Es ist deswegen wichtig, dass wir mit den Sparanstrengungen nicht nachlassen und den ganzen Winter durchhalten.“ 34.000 Haushalte in Prenzlauer Berg, Pankow, Weißensee und Gesundbrunnen haben das am Montag unfreiwillig mitgemacht. Wegen eines Rohrschadens fielen über Stunden Fernwärme und Warmwasser aus.
Noch härter ist die Situation für die Obdachlosen der Stadt. Etliche von ihnen harren aktuell bei klirrender Kälte im Freien aus. „Der Kälteeinbruch hat noch nicht den gewohnten Nachfrageschub gegeben“, sagte Jens Aldag von der Kältehilfe dem Checkpoint. Dennoch zeichne sich bei einer Auslastung von rund 90 Prozent „schon jetzt ein Verteilungsproblem“ ab. Verschlimmert hat die Lage, dass Montagfrüh nach einem Brand erneut die Traglufthalle der Stadtmission in Friedrichshain in sich zusammengefallen ist. Auch wenn der Bezirk kurzfristig in anderen Einrichtungen Plätze aufstocken konnte (Ohlauer Straße, Gotenburger Straße und die Kirchengemeinde am Rudolphplatz): Es wird enger.
„Wer freie Stätten hat, die sich eignen, kann sich gerne direkt an die Kältehilfe wenden. Das wäre sehr hilfreich“, sagt Aldag. Das geben wir gerne weiter. Also, liebe Immobilienbesitzer, melden Sie sich gerne unter: kaeltehilfe-koordination@gebewo.de
Für alle anderen noch einmal die einschlägigen Hilfenummern:
+++ Kältebus (20-2 Uhr): 030 690 333 690
+++ Wärmebus (18-24 Uhr): 030 600 300 1010
+++ Karuna-Bus (8-16 Uhr): 0157 86 60 50 80
+++ Kältehilfe-Telefon (19-23 Uhr): 030 34 39 71 40
Jetzt aber wird’s hitzig. Berlins CDU und FDP wollen Straßen blockierende Klima-Aktivisten mit neuen Sanktionen abschrecken. Berlins FDP-Generalsekretär Lars Lindemann will den Aktivisten dafür im Zweifel die Führerscheine abnehmen lassen. Klingt für Klima-Aktivisten wohl fast so abschreckend, als drohte man Rasern an, zur Strafe ihr Fahrrad zu beschlagnahmen. Für FDP-Politiker wiederum dürfte Führerscheinentzug natürlich die Höchststrafe sein.
CDU-Chef Kai Wegner will dagegen lieber von München lernen („Was in der bayerischen Landeshauptstadt möglich ist, sollte auch in Berlin funktionieren“) und den festhaftenden Klima-Protest auf den Straßen verbieten. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) lässt das eher kalt. Der Erlass einer Allgemeinverfügung wie in München „ist derzeit in Berlin nicht geplant“, weil die Vorteile „nicht ersichtlich“ seien, teilt ihre Sprecherin Sabine Beikler mit. Wiederholt festgeklebten Aktivisten werde genau das in Berlin bereits seit Anfang Dezember unter Androhung von Zwangsgeldern per versammlungsrechtlicher Beschränkungen untersagt. Vorteile in der Münchner Regelung sehe man nicht. Alles vielleicht doch eher heiße Oppositions-Luft?

Ihnen ist immer noch nicht warm? Vielleicht bringt dann Ihr Blut zum Kochen, welcher Notstand in Berlins Krankenhäusern herrscht. Was das im Klinik-Alltag bedeutet? Ein Auszug aus einer internen E-Mail des Leiters der Rettungsstelle des Helios Klinikums Emil von Behring in Zehlendorf von Montag, die dem Checkpoint vorliegt, gibt einen Einblick:
+ „Im gesamten Haus inklusive der Privatstationen keine (0) normalstationäre Betten. Aktuell haben wir 36 Patienten im NFZ [Notfallzentrum, Anm. d.R.] und Bedarf für ca. 8-10 stationäre Betten zum jetzigen Zeitpunkt.“
+ Krankenhäuser mit am Montag laut Mail bereits abgemeldeter Notaufnahmen in der Nähe: Auguste-Viktoria-Krankenhaus, Campus Benjamin-Franklin, DRK-Kliniken Westend, St. Josefs-Krankenhaus und Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam.
+ „Nach Absprache mit unserer Geschäftsführung möchte ich Sie bitten, soweit möglich noch heute durch Entlassungen Kapazitäten für unsere Notfallpatienten zu schaffen.“
Haben Sie als Patient oder Angehöriger diese Notlage selbst zu spüren bekommen? Dann schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen an checkpoint@tagesspiegel.de
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Ticketkauf unter: karten@berliner-symphoniker.de undVorverkaufsstellen
Wie, Sie frieren noch? Dann strampeln wir nun gemeinsam mit dem Fahrrad durch die Stadt: Ganze 1777,49 Kilometer messen alle ausgewiesenen Radwege in Berlins Hauptstraßennetz zusammen – zumindest auf dem Papier. Dann schauen wir mal genauer in die dem Checkpoint exklusiv vorliegende Statistik der Senatsverkehrsverwaltung (Anfrage des Abgeordneten Felix Reifschneider, FDP). Ahja. 892,59 Kilometer davon sind gemeinsame Geh- und Radwege. Weitere 104,23 Kilometer sind für Radfahrer freigegebene Gehwege. So viel dazu. Und wie viele Radwege entsprechen tatsächlich den Vorgaben im Mobilitätsgesetz? Fehlanzeige. „Aktuell können diese Angaben noch nicht statistisch ausgewertet werden“, schreibt die Verkehrsverwaltung. Ein „Armutszeugnis“, findet Reifschneider: „Viereinhalb Jahre nach Inkrafttreten des Mobilitätsgesetztes muss der Senat endlich raus aus dem Datenblindflug.“
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Im Dunkeln tappt auch ein Checkpoint-Leser aus der City West: Nach dem Kreuzungsumbau der Hohenstaufenstraße/Nachodstraße/Bamberger Straße vor über einem Jahr seien die Leuchtmasten auf den Mittelstreifen außer Betrieb. „Die große Kreuzung liegt komplett im Dunkeln.“ Wir versuchen ein bisschen Licht in die Sache zu bringen und fragen beim Stromnetz Berlin nach. Zumindest überraschen konnten wir dort mit der Meldung niemanden. Das Problem sei „seit Oktober 2021 bekannt“. Allerdings sei die Reparatur wegen der Straßenquerung mit „deutlich erhöhtem Aufwand“ verbunden und vor allem: „Bisher fehlen uns dafür die nötigen Genehmigungen.“ Allein zurücklassen in der Finsternis will uns der Landesbetrieb dennoch nicht, die Kollegen seien „längst an dem Thema dran und wollen (auch kurzfristig) eine Lösung finden“. Wir rechnen grob mit einer Reparatur im Jahr 2024. Das fällt in Berlin schon unter Lichtgeschwindigkeit.
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Europäische Allianz der Akademien: Zwei Abende mit Vorträgen, Diskussionen und Musik
Die Freiheit der Kunst angesichts von Krieg und Krise verteidigen – dafür setzt sich die Europäische Allianz der Akademien ein. In künstlerischen Vorträgen, Gedichten und Diskussionen beleuchten R. Menasse, A. Veiel, S. Loznitsa, A.L. Kennedy, C. Wajsbrot, H. Bilobrova u. v. m. die Rolle von Künstler*innen in Krisenzeiten.
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 15. + 16.12., jeweils 19 Uhr Mehr
Berliner Schnuppen
Telegramm
Das sind die neuesten Nachrichten aus dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine:
+++ Die Ukraine benötigt zur Wiederherstellung der kritischen Infrastruktur schnelle Hilfe im Umfang von einer Milliarde Dollar, sagte Ministerpräsident Denys Schmyhal bei einer Ansprache an die OECD.
+++ Das südukrainische Cherson wurde bei mehreren Angriffen von russischen Mehrfachraketenwerfern getroffen, meldete die Ukraine. Dort habe es Tote und Verletzte gegeben, hieß es.
+++ Der britische Außenminister Ben Wallace erwägt, der Ukraine Langstrecken-Waffen zu liefern, falls Russland die Genfer Konvention breche.
Alle aktuellen Ereignisse können Sie in unserem Live-Blog (hier) und auf unserer Live-Karte (hier) verfolgen. Spenden für die Ukraine in Not können Sie weiterhin hier.
Geld schießt keine Tore, heißt es im Fußball. Aber vielleicht kann man damit für funktionierende Wahlen sorgen. Bereits 50.000 Menschen haben sich dank der von 60 auf 240 Euro erhöhten Aufwandsentschädigung als Wahlhelfer für die Wiederholung gemeldet. 43.000 werden gebraucht. Wer sich noch nicht beworben hat, kommt zu spät. Die Landeswahlleitung hat die Anmeldung geschlossen.
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So ein paar Euro mehr im Portemonnaie könnten die meisten Berliner Wohnungssuchenden gerade sicher gut gebrauchen. Um durchschnittlich 8,3% verteuerten sich die Angebotsmieten in der Hauptstadt zuletzt im Vergleich zum Vorjahr und damit deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt (5,3%).
Auf dem falschen Trip war die Senatsgesundheitsverwaltung als gegenüber dem Checkpoint im Juli angekündigt wurde, das Landesprojekt zum Drug-Checking könne schon bald starten. Jetzt heißt es: Noch immer laufen die Bewerbungsgespräche für die ausgeschriebenen Laborstellen. Die ersten Analysen eingereichter Drogen soll es „voraussichtlich im ersten Quartal 2023“ geben. Wenn mal nicht auch das nur eine Halluzination bleibt.
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Es ist ein Thema, das uns alle betrifft: Energie. Nur gemeinsam schaffen wir es durch den Herbst und Winter. Die Website berlin.de/energie informiert über konkrete Unterstützung und gibt Tipps zum Energiesparen.
#BerlinPacktDas!
Fast jeden dritten Tag kracht es am Frankfurter Tor. Noch schlimmer: An keinem anderen Knotenpunkt in Berlin kommt es zu so vielen Unfällen mit Verletzten wie in Friedrichshain, zeigt eine interne Unfallstatistik der Polizei Berlin für die Jahre 2019-2021, die durch eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) nun veröffentlicht wurde. Hier Berlins Flop-Ten-Kreuzungen:
1) Frankfurter Tor (70 Unfälle mit Verletzten)
2) Saatwinkler Damm / Seestr. / A100 / Goerdelerdammbrücke / Beusselstr./ Ludwig-Hoffmann-Brücke (57)
3) Alexanderstr. / Karl-Liebknecht-Str. / Memhardtstr. (55)
4) Markstr. / Reginhardstr. / Ungarnstr. / Louise-Schroeder-Platz (52)
5) Otto-Braun-Str. / Mollstr. (52)
6) Mehringdamm / Tempelhofer Ufer / Mehringbrücke / Hallesches Ufer / Wilhelmstr. (51)
7) Kottbusser Tor (46)
8) Mühlenstr. / Straulauer Allee / Warschauer Str. / Am Oberbaum (45)
9) Osloer Str. / Prinzenallee (45)
10) Moritzplatz (44)
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Wohin, wenn man Liebeskummer hat? Was tun, wenn die Eltern kommen? Wie eine unvergessliche Nacht verbringen? Oder Abenteuer in Brandenburg erleben? Die Redaktion von Mit Vergnügen stellt in ihrem Berlin-Guide die schönsten Orte in Berlin und Umgebung vor. Auf über 300 Seiten gibt es Tipps für jede Lebenslage.
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Der Vorschlag von FDP-Spitzenkandidat Sebastian Czaja, Berlins Bezirke abzuschaffen, verärgert weitere Bezirksbürgermeister (bisherige Kritik im CP von gestern). Noch ein bisschen Verständnis bringt Gordon Lemm (SPD) aus Marzahn-Hellersdorf für die Liberalen auf: „Die FDP sucht sich ein Alleinstellungsmerkmal und fordert deswegen eine radikale Position. Das ist werbestrategisch nachvollziehbar, inhaltlich aber wenig bis gar nicht untersetzt.“ Wütender ist die Mail von Tempelhof-Schönebergs Bürgermeister Jörn Oltmann (Grüne), die am Montag bei uns eintrudelte. „Surreal“ seien die programmatischen Ideen der FDP. Damit würde „ein Bürokratiemonster geschaffen, dass die Stadt unregierbar machen würde“. Nur wo wäre da nochmal der Unterschied zum Status quo?
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Also nochmal ein aktueller Blick in die Amtsstuben. Rund eineinhalb Monate ist es her, dass ein Software-Problem die Standesämter stadtweit lahmlegte. Und aktuell?
Senatsinnenverwaltung: „Es ist gelungen, den Fehler zu beheben, sodass die Standesämter seit Montag, den 5.12.2022, wieder grundsätzlich ohne Einschränkungen arbeiten können.“
Bezirk Mitte: „Es bestehen berlinweit weiterhin Probleme in der Nutzung der Software, sodass Arbeitsunterbrechungen in den Standesämtern eintreten und die Bearbeitungszeiten sich verlängern. Das Thema wurde vor kurzem mit der Senatsverwaltung Inneres und Digitalisierung und den Bezirken besprochen. Bisher hat sich die Situation aber noch nicht verändert.“
Entweder weiß die Innenverwaltung nicht, dass immer noch nichts läuft, oder der Bezirk hat nicht mitbekommen, dass alles wieder geht. Suchen Sie sich selbst aus, was schlimmer wäre.
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Kulturgenuss in Dresden
Aufgrund der hohen Nachfrage gibt es einen Zusatztermin für unsere beliebte Kulturreise nach Dresden. Jetzt neu in dieser Spielzeit: Mit „Cinderella“ erwartet Sie eine in den Kritiken hoch gelobte Vorstellung in der Staatsoperette Dresden. Jetzt dabei sein und buchen!
Mit dem zum 20. Dezember erhöhten Berliner Taxi-Tarif soll sichergestellt werden, dass trotz Inflation und gestiegenem Mindestlohn auch im kommenden Jahr noch ein paar der beigen Autos durch die Stadt rollen. Das sieht der Verband der Ersatzkassen (vdek) anders und will auch künftig bei Krankenfahrten nur den bisherigen Tarif zahlen. Alles andere sei zu teuer. „Völlig unverständlich“, sagt Taxi-Innungs-Chef Leszek Nadolski – und will mit seinen Kollegen ab kommender Woche mit den kranken Fahrgästen jede Tour nur noch per Vorkasse abrechnen.
Alle bisherigen, politischen Maßnahmen jedenfalls scheinen den Klimawandel eher nicht davon abzubringen, weiterzumachen wie bisher. Neuester Beweis ist der aktuelle Brandenburger Waldzustandsbericht. Nur noch 8% der Bäume im Umland sind äußerlich gesund (2021: 12%). Am stärksten schlägt das Unheil im märkischen Wald bei der Buche zu Buche: Jeder zweite Baum weist in der Stichprobe deutliche Schäden auf.
Zitat
„Bei minus zehn Grad schießt der Gasverbrauch in die Höhe – das ist ein Risiko“
Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller im Tagesspiegel-Interview zu den Folgen der niedrigen Temperaturen für Deutschlands Energiesicherheit.
Tweet des Tages
Ich zünde seit Ende November jede Nacht zwei Dutzend Böller, damit die Hunde in meiner Nachbarschaft an Silvester nicht so Angst haben.
Stadtleben
Essen – Zu viel Bánh Mì? Unmöglich! Direkt am Weinbergspark (wo auch sonst!) hat das Saveur de Bánh Mì vor zwei Wochen seine Tore aufgestoßen. Fürs szenegemäße Parkpicknick kredenzt der winzige Laden genau zwei Baguettes (beide acht Euro): wahlweise Hühnchen & Pastete oder Erbsenprotein und Tofu auf eigens in einer Neuköllner Bäckerei entwickeltem Brot – samt eingelegtem Gemüse, natürlich. Dazu eine Flasche frischen vietnamesischen Kaffee: Fertig ist das Lunchpaket! Mo-Sa 11.30-19 Uhr, Veteranenstraße 13, U-Bhf Rosenthaler Platz
Geschenk – Ebenfalls nie zu viel: Kaffee! Damit der tägliche Koffeinfix nicht langweilig wird, haben Jochen Smuda und Ceecee Berlin die besten Kaffee-Quellen der Stadt gesammelt: Der frisch erschienene Guide „About Brew, Buns & Brioche“ führt auf 44 (englischen) Seiten einmal quer durch die Szenebezirke. Neben Röstungen und „House Blends“ verrät das Heft auch, wer hinter den Cafés steht und, ob Laptops erlaubt sind. Das Büchlein ist für zehn Euro hier zu haben – oder beim Checkpoint: Wir verlosen drei Exemplare! Wer gewinnen mag, schickt uns eine E-Mail.
Karten sichern – Für Glitzer, Beichten und Punk! Am Donnerstagabend laden die Berliner Kult-Dragqueens Jurassica Parka und Jacky-Oh Weinhaus zur Weihnachtsausgabe ihres Talk-Formats „Süß und Deftig“. In ihrem Magazin aus Tipps, Geschichten und Musik begrüßen die beiden diesmal die Berliner „Pop-Punk-Elektroclash“-Band „The toten Crackhuren im Kofferraum“. Außerdem plaudern die zwei über all das, was sie bewegt – los geht’s ab 20 Uhr im BKA-Theater. Tickets ergattern Sie für 20 Euro unter diesem Link. Wir haben 2x2 zu vergeben: Wer möchte?
Last-Minute-Tipp – Stilvolle Adventswärme tankt die Berliner Bohème am Abend im Literaturhaus Berlin: Im frostigen Garten in der Fasanenstraße 23 liest Schauspieler Rainer Strecker ab 17.15 Uhr weihnachtliche Geschichten – an der Feuerschale, bei Kakao und Marshmallows. Anschließend lesen Andrej Murašov und Ricardo Pillado aus ihrem Buch „Alles Gold“ (samt Rap-Auftritt!). Wem das alles zu frostig ist, kommt um 19 Uhr in den Großen Saal, wo die liebsten Gäste des Hauses zur mondänen Soirée einladen. Der Eintritt ist frei, zur Anmeldung gelangen Sie hier.
Grübelstoff – Nichts da, Schneechaos: Nur eine winzige Puderschicht liegt auf den Häusern Berlins. Zeit, in den Erinnerungen zu wühlen: Was war der schneereichste Hauptstadtwinter, an den Sie sich erinnern – und wann waren Sie eigentlich zuletzt auf einem Berliner See spazieren?
Ein Päckchen Berlin
Noch 11 Tage bis Weihnachten! Damit es nicht nur ein frohes, sondern auch ein schickes Fest wird, macht die Kreuzberger Designmanufaktur „44 Spaces“ Überstunden. Seit 2005 ertüftelt das Team in der Oranienstraße 183 ein Produkt nach dem anderen – ein Schwerpunkt liegt dabei auf Stadtplanmotiven und Skyline-Designs, die allesamt vor Ort erdacht, gefertigt und verkauft werden. Für den Checkpoint hat die Manufaktur ein exklusives Berlin-Paket mit Skyline-Weihnachtskugel, Hauptstadt-Kunstdruck und einer Emailletasse geschnürt (Wert: ca. 50 Euro). Wer das Päckchen ergattern mag, schreibt an checkpoint@tagesspiegel.de.
(Bild: Naomi Fearn)
Berlin heute
Verkehr – A115 (AVUS): Kurzzeitige Sperrung in beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen Hüttenweg und Spanische Allee (10 Uhr), der Kronprinzessinnenweg ist bereits ab ca. 9.15 Uhr komplett gesperrt.
Kurt-Schumacher-Damm (Charlottenburg-Nord): Sperrung des linken Fahrstreifens in beiden Richtungen (bis Freitagnachmittag). Stadtauswärts ist zudem das Linksabbiegen in den Heckerdamm nicht möglich.
Eichborndamm (Reinickendorf): Stadtauswärts ist zwischen Kienhorststraße und Waldstraße nur eine Spur verfügbar.
A111 (Reinickendorf-Zubringer): Nächtliche Sperrung der Einfahrt der AS Saatwinkler Damm in Richtung Kreuz Oranienburg (21-5 Uhr).
Demonstration – Heute sind 17 Demonstrationen angemeldet (Stand: 12.12., 11.30 Uhr), u.a.:
„Jin, Jiyan, Azadi – Frau, Leben, Freiheit“, 1000 Teilnehmende, „HÁWAR.help“, Pariser Platz (16-19 Uhr)
„Gewerkschaftliche Aktion unter dem Motto: Zusammen – Für sichere Jobs bei Atos!“, 120 Personen, IG Metall, Am Studio 16 in Adlershof (12-14 Uhr)
„Zusammenlegung des Volksentscheids Berlin 2030 Klimaneutral mit der Berliner Wahlwiederholung“, 100 Teilnehmende, „Klimaneustart Berlin“, Rotes Rathaus (9-10.15 Uhr)
„Polizeigewalt“, 100 Menschen, Kottbusser Tor bis Puschkinallee (17-20 Uhr)
„Mehr Sicherheit für Fahrradfahrer*innen“, 70 Teilnehmende, Lustgarten bis Straße des 17. Juni (14-15.30 Uhr)
Gericht – Im Fall eines Mitglieds des Remmo-Clans könnte nach fast siebenmonatigem Berufungsprozess ein Urteil verkündet werden. Der mehrfach vorbestrafte 45-Jährige war nach Attacken gegen Tschetschenen zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte Berufung eingelegt (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 501)
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Sven-Eric Bechtolf (65), Schauspieler, Theater- und Opernregisseur / Edith Clever (82), deutsche Schauspielerin und Regisseurin / Jamie Foxx (55), amerikanischer Schauspieler und Musiker / Manfred Nowak (79), Vorsitzender des AWO Kreisverbandes Mitte / „In Schöneberg gibt’s heute Sekt: Monika Knoth (75) wird als beste Oma, Mutter, Ehefrau und Freundin zum Geburtstag mit Glückwünschen überhäuft von Karla, Karo, Peter, Holger und dem Freundeskreis in Berlin und Bonn“/ Axel von Levetzow, „engagierter Diplomingenieur mit ‚grüner Zukunft‘“ / Eoin Moore (54), irischer Filmregisseur und Drehbuchautor
Nachträglich: Marion Gerber, „die Königin und das Herz der ‚Bauernstube‘ – hoch soll sie leben und uns allen lange erhalten bleiben! Allet Jute und Liebe, Robert“ / „Jürgen Leistenschneider allerliebste Glückwünsche zum 84. Geburtstag!“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Paul Gnanaraj, * 22. Oktober 1947 / Rosemarie Jaekel, * 15. März 1930 / Dr. Hans-Dieter Leirich, * 25. März 1933 / Hans Jürgen Richter, * 25. April 1936 / Jörgen Schmidt-Olufsen, * 5. August 1941
Stolperstein – Carl Nathan (Jg. 1871) wohnte in der Barstraße 28 in Wilmersdorf, er war verwitwet. Der „Rentier“ konnte von seinem eigenen Vermögen leben. Gemeinsam mit 1.002 weiteren Menschen deportierten ihn die Nationalsozialisten am 17. August 1942 vom Bahnhof Grunewald ins Ghetto Theresienstadt. Dort wurde er vier Monate später – heute vor 80 Jahren – ermordet.
Encore
Manchmal könnten die Dinge doch auch einfach mal einfach sein, dachte sich ein Hausbesitzer aus dem brandenburgischen Döbern (Spree-Neiße), über den der „RBB“ berichtet. Im Glauben an das Gute in der deutschen Bürokratie ließ er auf teils öffentlichem Grund eine Beton-Rampe an seinem Hauseingang errichten, ohne die Genehmigung abzuwarten. Die Kommune würde schon nichts dagegen haben. Schließlich sollte in die Räume eine vor Ort dringend gebrauchte Hausarzt-Praxis einziehen.
Fünf Jahre und einen Rechtsstreit später ist nun nicht nur die Rampe Geschichte – auch die Praxis hat sofort geschlossen, weil sie die Auflagen zur Barrierefreiheit nicht mehr erfüllen kann. Was sich daraus lernen lässt? Baugenehmigungen sollten abgewartet werden. Und glauben Sie NIE an das Gute in der deutschen Bürokratie.
Ganz ordnungsgemäß mitrecherchiert für die heutige Ausgabe haben Daniel Böldt und Thomas Lippold. Die Unterlagen fürs Stadtleben hat Lotte Buschenhagen eingereicht und im Frühdienst hat Florian Schwabe alles genehmigt. Morgen drückt hier Robert Ide wieder dem Stadtgeschehen seinen Stempel auf. Machen Sie es gut!

