mit 37 Minuten Verspätung landete gestern am frühen Abend Flug TK 1723 aus Istanbul, an Bord: unser Korrespondent Thomas Seibert. 22 Jahre lebte er mit seiner Familie als offiziell anerkannter Journalist in der Türkei, doch jetzt verweigerte ihm das Präsidialamt erstmals die Akkreditierung – und entzog ihm damit zugleich die Aufenthaltserlaubnis. Bis heute gibt es keine Begründung für diesen Schritt.
Über die türkische Botschaft in Berlin wurde uns angeboten, einen anderen Korrespondenten zur Akkreditierung vorzuschlagen – das machen wir selbstverständlich nicht. In einer Demokratie suchen sich die Mächtigen nicht aus, wer sie kontrolliert, sonst ist es keine Demokratie. Und echter Journalismus ist so frei, auch dann zu berichten, wenn es den Mächtigen nicht passt. In einem emotionalen Stück („Mein Rauswurf“) nimmt Seibert heute Abschied von dem Land, das ihm eine zweite Heimat geworden ist. Darin beschreibt er auch, wie er Erdogan vor vielen Jahren zum ersten Mal traf - und mit ihm über Fußballspiele plauderte.
Lang ist‘s her, die Türkei ist heute ein anderes Land. Das Auswärtige Amt verschärfte inzwischen wegen Drohungen des türkischen Innenministers gegenüber Touristen (und als solche gelten auch ausländische Journalisten ohne Akkreditierung) die Reise- und Sicherheitshinweise. Erdogans Präsidialamt entzog zwei weiteren deutschen Korrespondenten die Akkreditierung, andere warten seit Wochen auf eine Entscheidung – darunter Susanne Güsten, Seiberts Lebenspartnerin und ebenfalls Tagesspiegel-Korrespondentin. Sie ist für uns der Frage nachgegangen, was los ist in der Türkei – ihre Analyse steht heute im Tagesspiegel.
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bauhaus imaginista erzählt die internationalen Geschichten des Bauhauses. Die Ausstellung schlägt eine neue Lesart des Bauhauses als globaler Resonanzraum und kosmopolitisches Projekt vor. Sie verfolgt transnationale Beziehungen, Korrespondenzen und Migrationsgeschichten der Moderne und beleuchtet die Bedeutung des Bauhauses für Gegenwartskulturen. 15.3-10.6., Eröffnung am 14.3. um 19 Uhr im Haus der Kulturen der Welt
Zu den Meldungen aus Berlin:
Die landeseigene Messe stellt sich gerade selbst aus – als Gegenmodell zur „solidarischen und weltoffenen Stadt“, die Berlin laut Koalitionsvertrag sein will. Zwei Beispiele:
1) Die Homophobie im ITB-Partnerland Malaysia, in Berlin offen zur Schau gestellt von Tourismusminister Ketapi, kommentierte Messe-Chef Christian Göke gerade so: „Ein Gastgeber hört zu und nimmt zur Kenntnis. Wir sind ein gewinnorientiertes Unternehmen.“ Koste es, was es wolle – zur Not offenbar auch die Reputation.
2) Vor einem halben Jahr kündigte Messesprecher Emanuel Höger bei einem Bürgergespräch an, dass der „Grusel-Tunnel“ am ICC künftig mit Musik beschallt wird, damit sich die Passanten wohler fühlen. Jetzt läuft die Musik, aber nur nachts – und zwar um Obdachlose zu vertreiben.
Der Checkpoint empfiehlt dem Messe-Aufsichtsrat zur Beschallung des Managements eine Dauerschleife des „Ballroom“-Songs „It’s a Sad World“ (1966), darin die schöne Zeile: „Different people of the same human kind, and I wonder at the beauty of all nature.“
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Erlebe die Zukunft des Motorsports in 10 Wochen live in Berlin. Bei der vollelektrischen ABB Formula E Championship sind auf dem Flughafen Tempelhof Spannung und Entertainment garantiert. Neben der Strecke gibt es die Greentech Exhibition, eine faszinierende Produkt-Ausstellung, die sich nur mit grünen Themen befasst. Mehr Infos und Tickets auf fiaformulae.com
Berlin hat noch Platz für 199.000 Wohnungen – 90.000 davon könnten schon in den kommenden drei Jahren „realisiert“ werden („Priorität 1“), und hier sollen sie hin: Stiftsweg/Kavalierstraße (Pankow), Friedrichshain-West und Stralauer Allee (Friedrichshain-Kreuzberg), Plänterwald, Oberschöneweide und Wendenschloss/Kietzer Feld (Treptow-Köpenick), Gropiusstadt Nord/Südwest und Ringslebenstraße (Neukölln), John-Locke-Straße und Meraner Straße (Tempelhof-Schöneberg), Heinrich-Heine-Viertel und Schillerhöhe/Afrikanisches Viertel (Mitte), Ziekowstraße und Märkisches Viertel (Reinickendorf). Das alles (und noch viel mehr) steht im „Stadtentwicklungsplan“, über den der Senat im 2. Quartal beraten wird.
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Frühjahrsauftakt 2019: 10% Frühjahrsrabatt
Zum 6. Mal läutet unser alljährliches Kundenfest den Start in die neue Gartensaison ein. Unter dem Motto: Spiel, Spaß, Sparen und Gewinnen erwarten wir Sie am Samstag, dem 6. April 2019, von 8 bis 18 Uhr in allen drei Niederlassungen mit einem Blumengruß für die ersten 1500 Besucher und einem bunten Strauß schöner Überraschungen. www.possling.de
Fortsetzung des Dienstleister-Desasters in TXL, die neuste Serie von vergangener Nacht in sechs Episoden:
1) 23.17: „Eurowings“-Flug EW 8465 aus Heathrow landet.
2) 0:35: Durchsage, dass heute Nacht kein Gepäck mehr ausgeliefert wird – Abholung ab 6.30 Uhr möglich.
3) 0:45: Nach Protesten die Durchsage, dass doch noch mit der Auslieferung begonnen wird.
4) 0:55: In der Gepäckausgabe geht das Licht aus.
5) 1:05: Ein Mitarbeiter in oranger Weste verkündet, dass heute Nacht kein Gepäck mehr aufs Band kommt, weil die Wisag ihr Leute so schlecht bezahlt.
6) 1:10: Ein anderer Mitarbeiter in orangener Weste verkündet, dass jetzt doch noch ausgeliefert wird.
7) 1:30: Die Koffer sind da.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Sahra Wagenknecht legt sich wieder hin – die Fraktionschefin der Linken hat vom „Aufstehen“ genug und verlässt die Führung ihrer eigenen Gelbwestenbewegung.
Die Top 3 der Kreuzungen mit den meisten „Rotlichtverstößen“ (Zahlen von 2018): Osloer Straße (7874), Reichpietschufer (4730), Siemensdamm (3911). Für Teilnehmer am Kurs „Mathe lernen mit dem Checkpoint“: Bitte berechnen Sie Ihre Chancen, die genannten Orte bei korrektem Verkehrsverhalten unfallfrei zu kreuzen.
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einchecken. durchstarten. abheben.
Der Airfield Run startet am 14. April auf dem Tempelhofer Feld durch. Der Teamspirit schwebt über der Start- und Landebahn und in den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Das spezielle Airport-Feeling macht den ganz besonderen Reiz dieses Teamwettbewerbes aus. Jetzt anmelden unter www.airfield-run.de
Hier ein Dauerveranstaltungshinweis für Neuberliner: Die dümmsten Raser der Stadt können Sie weiterhin im Autobahntunnel Britz beobachten (Sie erkennen die für ihre Schwarzlichtgeräte seit Jahren bekannte Strecke an den Schildern „80“ und „Radarkontrolle“): Von den insgesamt 212.770 Fahrern, die sich im vergangenen Jahr auf Berliner Straßen kostenpflichtig fotografieren ließen, reihten sich 80.521 in die beliebte Neuköllner Blitz-Polonäse ein (einsame Spitze).
Verdi plant eine Wiederaufführung der beliebten Streikoper „La Traviata“ (zu Deutsch: „Die vom Wege Abgekommenen“): Weil ihr das Angebot der BVG nicht reicht, will die Gewerkschaft die Fahrer abermals zum Zurückbleiben auffordern.
Berliner Relativitätstheorie in der Praxis: „Die Charité ist nur knapp im Plus“ – wobei „knapp“ bei einem Überschuss von 800.000 Euro eben genau das ist: relativ.
Weil niemand mehr Telefonzellen braucht (außer Erpressern), aber doch noch welche herumstehen, haben Anwohner in der Steglitzer Rothenburgstraße aus einer davon einen begehbaren Büchertauschsalon gemacht. Doch jetzt hat die Telekom die Tür abgeschlossen und ein Schild drangehängt: „Wegen Beschädigung geschlossen“. Es kommentiert Erasmus von Rotterdam: „Der Umgang mit Büchern bringt die Telefongesellschaft um den Verstand.“
Unser Betriebsstörungsbingo war bei seiner Deutschlandtournee auch in Dessau – über das, was dort geschah, berichtet Checkpoint-Leserin Julia Schell:
Schaffnerin im ICE nach Umleitung wegen Unfall: „Nächster Halt ist Dessau. Achtung, unser Zug ist sehr lang. Der Bahnsteig in Dessau nicht. Bitte steigen Sie soweit wie möglich vorne aus, damit Sie nicht im Schotter landen.“
Kurz darauf… Die Schaffnerin bei der Ankunft: „Liebe Fahrgäste, der Bahnsteig in Dessau ist noch viel kürzer als gedacht. Bitte kommen Sie in die Mitte des Zuges und steigen Sie aus den Wagen 7 bis 9 aus.“
64 Straßensperrungen wegen Filmarbeiten hat die „B.Z.“ alleine in den beiden ersten Märzwochen gezählt. Gedreht wir z.Zt. vor allem „Zwischen uns die Mauer“ – sollte vielleicht umbenannt werden in „Zwischen uns die Kamera“.
Es gibt weitere Hinweise auf eine freundliche Machtübernahme unserer beliebten Rüpel-Rubrik „Berlin, aber Schnauze“, heute in einer privaten Chatgruppe gefunden von Dr. F.I. Briest: „Zu dritt im Bus, netter Busfahrer macht Kurzstrecke 1,70 Euro, was will man mehr.“ – „Netter Busfahrer???! Bist du sicher, dass du nicht gerade von Aliens entführt wirst?“.
So richtig „Amt, aber glücklich“ waren am Freitag drei Paare in Treptow-Köpenick: Sie hatten vom Standesamt einen Hochzeitstermin für den 8. März bekommen – noch vor dem Feiertagsbeschluss. Sie wurden dennoch pünktlich getraut.
Die Berliner Facebook-Gruppe „Du sollst nicht töten“ hat Dompredigerin Petra Zimmermann sowie ihre Kollegen Thomas Mülller und Michael Kösling zur Fastenzeit etwas zu knabbern gegeben: 95 Fragen (ausgedruckt auf Wolkenpapier), die das Verhältnis der Kirche zum Veganismus betreffen, wie z.B. diese hier: „Würde Jesus im Jahr 2019 Bio-Eier essen? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? Würde er überhaupt Eier essen? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?“ CP-Prognose: Die Sache ist bis Ostersonntag nicht gegessen.
Handgemaltes Transparent an der Fassade des Hauses Lenbachstraße 7 in Friedrichshain: „73 m2 von 458 Euro kalt auf 1408 Euro“. Wohnt sich dort aber sicher jetzt auch dreimal so gut.
Falls bei Ihnen noch ein Schuttcontainer im Wohnzimmer rumliegt – stellen Sie ihn einfach auf die Straße, das kontrolliert und sanktioniert niemand, denn: „Meldungen oder Anträge über die Aufstellung von Containern werden von der Straßenverkehrsbehörde seit einiger Zeit nicht bearbeitet.“ (Stadtrat Oliver Schruoffeneger auf Anfrage des FDP-Verordneten Pascal Tschörtner). So, und jetzt die Frage für Berlinkenner: Was bedeutet „seit einiger Zeit“? Na? Hier die Auflösung: „Wir haben festgestellt, dass diese Anträge schon seit acht Jahren nicht mehr bearbeitet werden.“ (Q: Schruoffeneger in der „Morgenpost“). Sind wahrscheinlich alle in Ablage „P“ wie Papierkorb gelandet.
Unsere Checkpoint-Laufgruppe wächst: Im Park am Gleisdreieck hatten wir diesmal professionelle Unterstützung von SCC-Trainer Ivo, am kommenden Sonnabend empfängt uns Ivos SCC-Kollegin Natalie am Görlitzer Park. Wie wär’s, Herr Dregger, laufen Sie mit? Wir passen auch gut auf! Los geht’s wie immer um 11 Uhr, Treffpunkt ist der Eingang Skalitzer Straße, dann geht’s weiter Richtung Treptower Park. Unseren Twingo für Wechselklamotten bringen wir auch wieder mit. (Zum CP-Lauftreff bei Facebook geht’s hier).
„Neues Planungsdesaster am BER“, titelt die „Morgenpost“ - die Kosten für das Entlastungsterminal T2 verdoppeln sich auf 200 Mio Euro. Und warum? Es gab „verschiedene Unzulänglichkeiten über alle Planungsphasen hinweg“ (FBB-Stellungnahme). Hm, haben wir das nicht schon mal gehört?
Na klar, und auch das aktuelle Angebot der BER-Hauptkantine klingt bekannt: Es gibt noch immer Kabelsalat, obwohl das Haltbarkeitsdatum längst überschritten ist - nur die Zeitpuffer sind jetzt aus.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Wir haben keinen Plan B.“
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup bleibt dabei: Im Oktober 2020 eröffnet der BER („irgendwie“).
Tweet des Tages
Please be patient. Nevertheless a good flight.
Antwort d. Red.: Die Flughafengesellschaft antwortet hier einer Passagierin, die angesichts langer Schlangen etwas panisch wissen wollte, was da los ist. „Business as usual“ hätte also auch gepasst.
Stadtleben
Essen Libanesische Imbissbuden auf der Sonnenallee gibt es wie Hipsterkneipen in der Weserstraße. Doch das Al Andalos in der Nummer 40 hebt sich dank arabischer Kunst und Kerzenschein im Hinterzimmer charmant von den teils lieblos eingerichteten Konkurrenzläden ab - aber natürlich ohne Kitsch, wir sind schließlich auf der Sonnenallee! Wer von allem probieren möchte (beim Anblick der Auslage will man das), wählt den Al Andalos Teller (5 Euro). Aber auch ein schlichtes Hummus-Sandwich tut seinen Dienst, wenn man nach einem ausgelassenen Abend in der Vaterbar (Reuterstraße 27) mit bierbedingtem Heißhunger ins Andalos stolpert - wohin auch sonst, denn die Öffnungszeiten werden gern etwas ausgedehnt. Eigentlich So-Do 9-2 Uhr und Fr-Sa 9-3 Uhr geöffnet, U-Bhf Hermannplatz
Trinken & Schenken Im Blumencafé bekommt man, was man sich bei dem Namen vorstellt: Kaffee und Blumen. Klingt simpel, ziemlich schön ist es aber auch. Besonders bei winterlichen Temperaturen und an grauen Tagen kann man sich zwischen dem vielen dichten Grün in der Schönhauser Allee 127a bei einem Kaffee oder Tee (oder auch einer warmen Suppe oder Quiche) vertrösten, dass der nächste entspannte Gang über den Mauerparkflohmarkt doch noch etwas in der Zukunft liegt. Was man bestimmt nicht erwartet hätte: Den Papageien, der über den Köpfen seiner Gäste im Prenzlauer Berger Mini-Dschungel kreist. Mo-So 10-18 Uhr, Blumenladen Mo-Sa 10-20 Uhr, So 10-16 Uhr, S/U-Bhf Schönhauser Allee
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Mit Liebe zur See
In unserem neuen Magazin nehmen wir Sie mit auf eine Reise von West nach Ost entlang der gesamten Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns – von der Trave bis nach Swinemünde auf dem polnischen Teil Usedoms. Mit über 250 inspirierende Empfehlungen für Ziele und Aktivitäten im gesamten Kalenderjahr.
Berlinbesuch mit in „Best of Bach" im Berliner Dom nehmen. Neu an der Frühjahrsausstellung des Bachhauses Eisenach ist eine Büste des Komponisten, die 2007 in der schottischen Universität Dundee gefertigt wurde. Doch im Kaiserflur des Domgebäudes warten auch Originalobjekte, die die Suche nach Bildnissen Bachs dokumentieren - mit der Ausgrabung seines Schädels im Jahr 1894 als Höhepunkt. Der Besuch der Ausstellung ist im Eintrittspreis von 7 Euro enthalten. Bis 3. Mai, Am Lustgarten, S-Bhf Hackescher Markt, Öffnungszeiten hier.
Karten sichern für das Improfestival vom 16. bis 24. März: Spontanität begeistert - in allen Kunstrichtungen. Man denke an Rap-Battles, Jam Sessions und Graffitizeichner, die sich in Windeseile auf Wänden verewigen. Im Theater ist es die Improvisation, bei der es gilt kreativ und einfühlsam mit den Mitschauspielern zu interagieren. Eine Hommage an diese Spielform ist seit 2001 das Improfestival, das sich über Improvisationstalente aus aller Welt erfreut, die im Mehringhof Theater, dem English Theatre oder dem Ratibor Theater gastieren. Sie bewegen sich bei ihren Auftritten in thematischen Rahmengebilden, "Who's there" ist etwa eine Rubrik, "Not by Shakespeare" oder "Meta Impro" stehen genauso auf dem Programm, wie ein "Improvision Song Contest". Die Karten gibt's ab 15 Euro.
Last-Minute-Tickets bekommt man noch online für den „Urban Sketching Workshop" im Pergamonmuseum. Hier lädt der gemeinnützige Kunstverein Kulturschöpfer seine Teilnehmerinnen ein, das Gesehene zu hinterfragen. Wie wird Wahrnehmung durch Kultur beeinflusst, und wie kann man sich beim Zeichnen davon lösen und einen neuen Blick auf Menschen, Orte und Ereignisse werfen? Darum geht's ab 16 Uhr in der Bodestraße 1 (S-Bhf Hackescher Markt). Wer kein eigenes Zeichenmaterial besitzt, kann sich welches ausleihen, wenn er oder sie an bobbijo@kulturschoepfer.de schreibt. Kosten entsprechen dem Museumseintritt von 19 Euro.
Noch hingehen zur Finissage der Ausstellung „Architekturen der Wissenschaft" im Henry-Ford-Bau der FU. Die Ausstellung zeigt eindrücklich wie die Berliner Universitäten die Stadtentwicklung beeinflussten - und gewiss auch umgekehrt. Wussten Sie etwa, dass mit der Entwicklung Berlins zur Metropole und dem Ausbau neuer Straßen- und Stadtbahnen erschütterungsfreie Präzisionsmessungen Berliner Physikinstitute erschwert werden? Mehr erfahren Interessierte noch heute zwischen 18 und 20 Uhr in der Garystraße 35 (U-Bhf Freie Universität).
Korrektur: Bei unserem Potsdam-Spezial am Donnerstag ist ein Absatz verrutscht. So entstand der Eindruck, unsere Autorin hätte Speckers Landhaus als unspektakulären Ort bezeichnet. Doch genau das Gegenteil ist der Fall! Hilft Ihnen definitiv für die Kleiderwahl vor dem Besuch und unsere Autorin kann sich jetzt wieder getrost in der Jägerallee 13 in Potsdam blicken lassen!
Maria Kotsev wünscht einen guten Start in die Woche!
Prominent verraten
Diese Woche suchen wir gleich zwei prominente Berliner! Noch stünde unser musikalisches Doppelpack vor verschlossenem Tor, wenn es seinen Lieblingsbiergarten besuchen wollte – es wird Zeit, dass wieder Sommer wird. Cheers!
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt? Senden Sie uns bis Donnerstag eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de mit dem richtigen Namen und gewinnen Sie zwei "Checkpott"-Kaffeetassen. Die Auflösung kommt immer freitags.
Berlin heute
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Frühjahrsauftakt 2019: 10% Rabatt
Zum 6. Mal läutet unser alljährliches Kundenfest den Start in die neue Gartensaison ein. Unter dem Motto: Spiel, Spaß, Sparen und Gewinnen erwarten wir Sie am 6. April 2019 von 8 bis 18 Uhr in allen drei Niederlassungen ein bunter Strauß schöner Überraschungen. Holz Possling
Verkehr Auf der Wintersteinstraße in Charlottenburg gibt es ab dem Morgen für ca. zwei Wochen in Richtung Richard-Wagner-Straße vor der Otto-Suhr-Allee nur eine Spur. Auch die Otto-Suhr-Alle selbst ist betroffen: Dort ist hinter der Eosanderstraße die Fahrbahn enger und verschwenkt. Bis Ende 2020 ist die Goebenstraße in Schöneberg in Richtung Yorckstraße zwischen Pallasstraße und Steinmetzstraße auf eine Spur verengt. Die Onkel-Tom-Straße in Zehlendorf ist in Richtung Koenigsallee zwischen Potsdamer Straße und Scharfestraße bis zum Sommer gesperrt - auch für Radfahrende! In der Mercedes-Benz-Arena betört Shawn Mendes seine Fans, weshalb es ab ca. 17.30 Uhr im Bereich Mühlenstraße, Warschauer Straße und Oberbaumbrücke (Friedrichshain) zu Staus kommen kann. Weitere Infos zu Verkehrseinschränkungen und Baustellen finden Sie auf der VIZ.
Demonstration Rund 50 Leute kommen beim „Gedenken an die Ermordung von 29 Matrosen am 11. Januar 1919" von 11-12 Uhr in der Französischen Straße vor der Robert-Bosch-Stiftung zusammen. An die „Gefangenen Anwälte in der Türkei" erinnern rund 10 Menschen in der Tiergartenstraße nahe der Türkischen Botschaft (13-14 Uhr). Und von 14-15.30 Uhr ruft die IG Metall auf dem Breitscheidplatz zum Protest gegen die „Angekündigte Schließung des Werkes Infinera" auf.
Gericht Ein Physiotherapeut, der zwei Patientinnen sexuell missbraucht haben soll, kommt auf die Anklagebank. Der 64-Jährige soll mutmaßliche Übergriffe als einen Teil seiner Behandlung ausgegeben haben (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 820).
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"Berlin heute" präsentierte Ihnen Holz Possling
Berliner Gesellschaft
Geburtstag - Cathlen Gawlich (49), Synchronsprecherin / Nina Hagen (64), Sängerin / Thorsten Hofer (39), für die SPD im AGH / Marco Kreuzpaintner (42), Filmregisseur / Frank Lüdecke (58), Kabarettist / Sybille von Obernitz (57), ehem. Wirtschaftssenatorin (2011-2012) / Barbara Schaefer (58), Journalistin / Matthias Schweighöfer (38), Schauspieler / Christian Wolff (81), Schauspieler / Stephanie Jensen (37), "Ich küss Dich, meine Kleene!" / Petra Becker (64), "Jubilada, 1000 Knaller von deinen drei Sugar Boys" / Silvia (50+), "Wustrow, Föhr und mehr Meer genießen! LG von uns" / Nachträglich: Bernd Cronjäger (75), "weltweiter Seniorexperte und fürsorgliche MUTTER, viel Vergnügen mit Claire Waldoff, Gruß von KK"
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben - Georg Friedrich Büchner, * 6. Mai 1928, Pfarrer / Gisela Bürks, * 6. Mai 1934 / Martin Kämper, * 19. Juni 1964 / Bodo Voß, * 19. März 1933 / Stephan Göller, * 8. September 1944 / Harro Pischon, * 24. Dezember 1945
Stolperstein - Otto Oldenburg (Jhg. 1894) war Mitglied der KPD und wurde mehrmals verhaftet. Bei Kriegsbeginn im September 1939 brachte man ihn zum zweiten Mal nach Sachsenhausen, wo er heute vor 77 Jahren ermordet wurde. Er lebte in der Revaler Straße 6 in Friedrichshain.
Im Tagesspiegel
Was ist los in der Türkei? Wer hier unabhängig berichten will, hat schnell ein Problem. 135 Journalisten sind in der Türkei inhaftiert. Präsident Erdogan animiert die Justiz – doch er allein ist nicht das Problem. Lesen Sie aus Istanbul die Analyse von Susanne Güsten heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Bei seiner 16. und letzten Meisterfeier erlebte Handwerkskammerpräsident Stephan Schwarz eine Premiere: Die 230-Kilo-Torte der Konditor-Schüler passte nicht durch die Tür zum Festsaal im „Maritim“ – sie musste erst draußen „abgeschichtet“ und drinnen wieder zusammengesetzt werden. Vielleicht sollten die Neumeister beim nächsten Mal besser gleich Glückskekse backen.
Ich wünsche Ihnen einen süßen „Happy Monday“ - morgen früh begrüßt Sie hier Laura Hofmann. Bis dahin,