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Das Checkpoint-Wochenrätsel Wegners Wahl und die „atemberaubende Verantwortungslosigkeit“ Lese- und Hörempfehlungen fürs Wochenende

mit lautem Rumpeln hat Berlin einen neuen Regierenden bekommen. „Es war eine lange Geburt“, kommentierte Kai Wegner selbst. „Nach dem Fehlstart des neuen Senats fällt es schwer, nicht an der politischen Klasse Berlins zu verzweifeln“, kommentiert Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt (T+).

Wie konnte es dazu kommen? Welche offenen Rechnungen wurden durch die Abweichler von CDU und SPD beglichen? Und wie geht es jetzt weiter für Schwarz-Rot? All das analysiert Lorenz Maroldt gemeinsam mit Ann-Kathrin Hipp in der neuen Podcastfolge „Berliner & Pfannkuchen“. Die Folge hören Sie hier und überall, wo es Podcasts gibt.
 
Und nun? Alles neu macht der Kai?  
 
Zumindest hat er direkt einen Berlin-Klassiker vor der Brust: Den ersten Mai. Ohne Myfest, dafür mit mehr als 30 unterschiedlichen Demos, inklusive der „Revolutionären 1. Mai Demo“ in Kreuzberg und Neukölln. Dazu empfehle ich Ihnen das aktuelle Tagesspiegel-Essay zur Frage: „Warum geht niemand mehr auf linke Demos?“. Auf tagesspiegel.de halten Sie die Kolleginnen und Kollegen jederzeit auf dem Laufenden.

Wer am Wochenende von Demonstrationen Abstand nehmen möchte, hat dazu allerlei Gelegenheit. Kollege Thomas Wochnik hat frühlingshafte Tipps für die freien Tage. Ob Sie gern zwischen saftigen Wiesen skaten oder Newcomer-Kunst beim Gallery Weekend bewundern wollen – Wochniks Wochenende liefert Ihnen hier (mit T+) den passenden Stundenplan.

Mein Wochenende mit

Durchgecheckt

Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.

„,Schnöseligkeit, wo man hinschaut‘, empört sich Grunzhart, der rüstige Keiler von schräg gegenüber. ,Wer seinen Riechkolben derart hocherhoben vor sich her trägt, findet doch gar keine Trüffel mehr.‘ Grunzhart, muss man wissen, ist ein grunzsolider Kerl. Gut ist, was tut, was es tun soll, sagt er immer. Es versteht sich, dass er sich mit einem Ästheten wie mir ab und an ein wenig in die Borsten kriegt. Zum Beispiel, wenn ich von der Artweek schwärme, die gerade Berlin schmückt. Dem Schönen begegnet er nun mal mit einer gewissen Grunzskepsis. Essen kann man es nicht, nichts damit bauen, reparieren oder sonst wie Nützliches damit tun, aber welchen Aufwand man betreiben muss, um es zu erschaffen! Nun ja, neulich fuhren wir zusammen Rad auf der Fläming Skate, diesem wundervollen Radwanderweg auf halber Strecke des offiziellen Berlin-Leipzig Radweges, und machten in Luckenwalde Rast. Und in Luckenwalde, nun, da wird das Schöne mit dem Nützlichen verbunden. Da steht nämlich das E-Werk, ein regeneratives Kunststrom-Kraftwerk und Zentrum für zeitgenössische Kunst. Glauben Sie nicht? Hier erklärt es sich selbst. Kurz: Strom aus Kunstinstallation. Da war sogar Grunzhart ganz grünzlich aus dem Häuschen. Sonnabend will er auch unbedingt zur Ausstellungseröffnung von „The Material Revolution“ kommen. Weil er das so schön findet, sagt er, was diese jungen Leute da machten. Mit freundlichen Grunzen.“ (von Thomas Wochnik)

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Produziert hat diesen Checkpoint heldinnenhaft Nora Weiler, am Dienstag startet an dieser Stelle Ann-Kathrin Hipp mit Ihnen in die kurze Arbeitswoche. Egal ob entspannend, tanzend oder demonstrierend: Ein schönes, langes Wochenende wünsche ich Ihnen!

Ihre Jessica Gummersbach