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Team Checkpoint will Inselblogger auf Norderney werden„Newsweek“ kürt Charité zum besten Krankenhaus EuropasRadfahrerin stirbt nach Unfall in einer Spielstraße

es stand hier im Checkpoint: „Norderney sucht Inselblogger“ – na das ist doch was für uns, haben wir uns gedacht. Und gelacht. Und jetzt? Ist unsere Bewerbung raus! Team Checkpoint ist bereit für Norderney – ist Norderney bereit für Team Checkpoint? Wir werden es bald wissen.

Unser Plan: Mit geballter Kreativität schicken wir ein Jahr lang abwechselnd Teammitglieder auf die Insel, lernen Norderney und seine Bewohner kennen, finden die kleinen und großen Geschichten, die es zu erzählen gibt, berichten endlich mal über einen Ort, an dem der Flughafen funktioniert und fangen die Schiffsmeldungen ab.

Was sind die wichtigsten Plattdeutsch-Vokabeln? Was ist los im Watt? Wo haben sich Fontane und Kafka rumgetrieben, was hat Heine über Norderney geschrieben und wie viel Geld hat er wirklich auf der Spielbank verzockt? Was läuft nächste Woche im Kino im Kurtheater, wo gibt’s hier den besten Kaffee und wo das beste Bier? Dazu Kneipentests und Porträts der Inselbewohner, Entdeckungstouren mit unserer Laufgruppe und viel Spaß mit der neu gegründeten Checkpoint-Surfgruppe. Dazu jeden Tag eine Insel-Meldung hier im Checkpoint – und zum Abschluss veranstalten wir ein schönes Sommerfestival für alle, Inselbewohner, Inselbesucher und Berliner. Mit Musik, Talks und Spielen, mit Berliner Schnauze und Herz – für Norderney.
 
Für unser Bewerbungsvideo (hier zu sehen) haben wir dem Checkpoint-Song übrigens extra noch eine Norderney-Strophe angedichtet. Und jetzt gilt’s: Können wir bald unsere Seesäcke packen und auf die Fähre gehen? Mit Ihrer Unterstützung bestimmt! Schicken Sie eine Postkarte auf die Insel, von wo auch immer Sie gerade sind, und notieren Sie einen guten Grund, warum Team Checkpoint Inselblogger werden muss. Die Adresse: Staatsbad Norderney GmbH, Am Kurplatz 3, 26548 Norderney. Oder per Mail: info@norderney.de. Und falls Sie zufällig sogar selbst auf Norderney sein sollten: Senden Sie uns ein Foto an checkpoint@tagesspiegel.de, gerne mit der aktuellen Checkpoint-Ausgabe im Bild.

Ok, wir sind gespannt – aber jetzt erstmal zurück nach Berlin, und das heißt in den Ferien: Vor den Meldungen hier unsere speziellen Sommertipps:

Sommerspaß: Pergamonmuseum – Was kann uns der Zustand eines Teppichs über seine Geschichte erzählen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die kleine Sonderausstellung „Im Fokus. Die Kunst im Fragment“ im Pergamonmuseum samt Führung am Donnerstag, den 11. Juli von 18 bis 19 Uhr. Eine Anmeldung für die Führung ist nicht erforderlich, Tickets kosten 4 Euro zzgl. Museumeintritt (19/ 9,50 Euro).

Berlin, aber Sommerloch - Heute geht’s hier um das „Geheimnis der Aromabläschen“ und das erklärt uns der Meteorologe Matthias Habel: „Das Wasser der Regentropfen ist geruchlos. Fallen Tropfen auf den Boden, bilden sich beim Aufprall kleine Luftbläschen. Diese füllen sich mit Partikeln der Bodenoberfläche, die gleichzeitig auch Träger der Duftaromen sind. Die Aromabläschen steigen aus dem dünnen Wasserfilm auf und bersten dabei. Die Aerosole werden dadurch explosionsartig in der Umgebung verteilt.“ Alles klar? Ok. Sie können aber natürlich auch einfach einen Schirm aufspannen.

Auch heute haben wir im Checkpoint für Abonnenten noch mehr herrliche Tipps aus unseren Sommerserien im Angebot – und außerdem u.a. diese Themen:
- Neue Regeln für die Polizei beim Abschleppen von Falschparkern
- Verblüffende Erkenntnisse 30 Jahre nach der Wende
- Und natürlich die „Berliner Schnuppen“ von Naomi Fearn

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich zu einem Abo entschließen könnten – es kostet Sie nicht mehr als ein Schluck Kaffee, aber macht uns richtig wach! Wir zählen jeden Morgen durch, und es werden immer mehr… Der Probemonat ist übrigens frei, vielleicht kommen Sie ja auch noch auf den Geschmack: Zur Anmeldung geht’s hier

Telegramm

Leise, still und unheimlich erfolgreich entwickeln der Regierende Wissenschaftssenator Michael Müller und sein Staatssekretär Steffen Krach den Gesundheitsstandort Berlin zu einem international beachteten Leuchtturm: Das US-Magazin „Newsweek“ listete die Charité bereits vor der gestern vollzogenen Fusion mit dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung auf Platz 5 der weltweit besten Hospitäler – und in Europa auf Platz 1. 

„Newsweek“ lobt die Charité insbesondere für die starke Forschung. So arbeite die Hälfte aller deutschen Medizin-Nobelpreisträger im Berliner Universitätsklinikum. Außerdem sei die mehr als 300 Jahre alte Charité „cuting-edge“ – sprich führend – im Bereich biomedizinischer Innovation. So kuriert ein Krankenhaus die ganze Stadt.

In einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel (Freitagausgabe) beschreiben die Staatssekretäre Sabine Smentek und Frank Nägele die wichtigsten Voraussetzungen für die Verwaltungsreform (mal abgesehen von der Zeit, „wird mehrere Jahre dauern“): „Wir nehmen uns das Machbare vor – parteipolitische Konkurrenz und persönliche Eitelkeiten bleiben außen vor.“ Ok, viele Glück - das kommt ins Fach „Wiedervorlage“.

Ob der Tod einer Radfahrerin gestern in der Krumme Straße Ecke Schillerstraße durch eine andere Verkehrspolitik hätte verhindert werden können? Sie wurde in einer Spielstraße vom Fahrer eines VW-Touran angefahren und überrollt. Wahrscheinlich kann nur ein Mix von Maßnahmen das Leben von Radlern besser schützen – ganz ausschließen lässt sich menschliches Versagen nie. 

Manche nutzen Autos auch wie ungesicherte Waffen – ohne Rücksicht auf mögliche Opfer, so wie im folgenden Fall: 

In der Wilhelmstraße musste ein Kleinwagen vom Lichtmast gewickelt werden – und so kam’s: Fahren ohne Führerschein in einem geklauten Auto mit gestohlenen Kennzeichen, Fahrerflucht, überhöhte Geschwindigkeit, ignorierte Ampeln, Ausweichen in den Gegenverkehr… was fehlt? Richtig: Alkohol und Drogen.

Und damit machen wir einen kurzen Ausflug zu unseren märkischen Nachbarn: Auf Brandenburgs Straßen wurden 2018satte 48 Prozent mehr Fahrer unter Drogen oder im Vollrausch erwischt als im Vorjahr. Übrigens: Gegen den Bundestrend. Das berichtet der RBB mit Verweis auf Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes. Es kommentiert Rainald Grebe: „In Brandenburg, in Brandenburg ist wieder jemand gegen einen Baum gegurkt.“

Sie möchten in einen Berliner See springen, aber sind sich nicht sicher, wie sauber es darin ist? Kein Problem, heute ist für jede Gemütslage etwas dabei:

1) „Das Berliner Badewasser ist sauber!“ („B.Z.“)
2) „Ekel-Algen und Quallenpest – was der Sommer mit unseren Gewässern macht“ („Kurier“)
3) „Kälte stoppt Invasion der Mini-Quallen“ („Berliner Zeitung“)

Für unsere Reihe „Amt, aber glücklich“ reisen wir heute nach Portugal zu Checkpoint-Leserin Anja Niephagen. Sie hatte ihren Ausweis noch am Flughafen Schönefeld verloren und erbat jetzt vom Konsulat in Lagos ein Ersatzpapier. Drei bis vier Tage brauchen viele deutsche Behörden für die Identitätsprüfung, wurde ihr dort gesagt – doch die Bestätigung vom Bürgeramt Friedrichshain-Kreuzberg kam sofort. Der Checkpoint wünscht einen unbeschwerten Urlaub und reicht den Dank gerne weiter!  

Die S-Bahn hat offenbar bei Sparmaßnahmen das „n“ gestrichen – ständig wird hier „Ersatzdienst mit Busse" angekündigt. Oder heißen so die Fahrer?

Fast jede und jeder hat eine Geschichte aus Clärchens Ballhaus zu erzählen – jetzt macht nach einem Eigentümerwechsel auch diese Institution des einzigartigen Berliner Freiheitsgefühls dicht. Sollte sie saniert wieder auferstehen, ist sie keine mehr.

Die Polizei hat die Cannabis-Plantage an den Parklets in der Bergmannstraße (CP vom 26.6.) geerntet und verfeuert. Also falls Sie gestern so einen komischen Geruch in der Nase hatten…

Dahme-Spreewald ist mit 2343 Euro pro Nase steuerstärkster Landkreis Ostdeutschlands – kaum auszudenken, was da los wäre, wenn es jetzt auch noch einen Zentralflughafen gäbe…

BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:

2595

Zitat

Ich wünsche mir, dass sich in zehn Jahren nicht nur Paul und Lisa im Öffentlichen Dienst wiederfinden, sondern auch Mehmet und Ayse.“

Reinhard Naumann, Bürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf (Q: „Berliner Zeitung“).

Tweet des Tages

Ich habe es selbst kaum geglaubt, aber hier hat eben ein Jugendlicher in der U-Bahn den Spruch des Jahres gesagt: ‚Du hättest als Amöbe zur Welt kommen können oder als Pickel am Arsch einer Seekuh. Dass du in Deutschland geboren wurdest, macht dich nicht besser als andere.‘

@herkenroth

Berlin heute

Welche Demonstration in Kreuzberg und welches Konzert in Friedrichshain zu Verkehrsstörungen führt, erfahren Sie als Checkpoint-Abonnent. Anmeldung hier.

Stadtleben

Essen – Der Foodtruck von Humble Pie macht heute Halt am Halleschen Haus. Über die Wagentheke gehen dort von 17-21 Uhr Leckereien aus dem Süden der USA. Eins ist also klar: Egal, was man bestellt, man wird satt. Schonkost sind das frittierte Hühnchen im Brot mit „Honey Butter Topping“ und die amerikanischen Apfelkuchen nämlich nicht. Aber darum geht es auch gar nicht – Köchin Sarah Durante möchte ihren Kunden vor allem „Soul Food“ servieren. Also Essen, das einfach lecker ist und glücklich macht. Tempelhofer Ufer 1, U-Bhf Hallesches Tor

Trinken – „Diese Stadt ist eben doch gar nicht so hart wie du denkst“, sang Peter Fox in seiner Berlin-Hymne. Mit Rau & Herzlich gibt’s zu dieser Berliner Wahrheit jetzt ein Äquivalent in Gestalt einer Bar. In Kreuzberg natürlich, in der Glogauer Straße 9, fußläufig zum Kotti. Passend zum Standort will Betreiber Lutz Rau (manche kennen ihn vielleicht aus der Goldfisch Bar in Friedrichshain) keine „arty-farty“ Hipster-Bar, sondern einen Ort, wo man einfach nur gut essen und trinken kann. Unprätentiös! In der Tat ist die Spirituosenauswahl beträchtlich, gesäumt von Tafeln, auf denen steht: „Trinkt Schnaps!“. Alles klar. U-Bhf Kottbusser Tor, Di-Fr 12-1 Uhr, Sa-So 17-1 Uhr

Als Checkpoint-Abonnent erfahren Sie heute im Stadtleben, welche Geschenkidee alles andere als „grober Unfug“ ist, wann Sie demnächst eine Audienz mit einer Göttin haben könnten, was sich hinter „Planespotting“ verbirgt und wo Sie die neue Freizeitaktivität selbst mal ausprobieren können. Ammeldung hier.

Das Stadtleben heute von: Maria Kotsev

Berliner Gesellschaft

GeburtstagAndreas Fröhlich (54), Rezitator und Synchronsprecher / Susanne Garavy (65), „M: Sooo viele Küsschen von Deinen 3 liebsten Mädels“ / Philipp Gerstner (30), Schauspieler / Ernst Jacobi (86), Schauspieler / Günther Lojewski (84), Journalist, ehem. Intendant des Senders Freies Berlin (1989-97) / Sandra Naujoks (38), Pokerspielerin / Klaus Wagenbach (89), Gründer und langjähriger Inhaber des Wagenbach-Verlages / „Jörg Zeise, Bruder, Onkel und Schwager, beste Grüße zum Geburtstag aus Klm und von Ruby“ / Jürgen Zöllner (74), ehem. Bildungssenator (2006-11) / nachträglich: „Herzlichen Glückwunsch an die beste, klügste und freundlichste Gosia (36), Sto lat!"

Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de

GestorbenMary Luz Eladia del Carpio de Heder, * 8. Januar 1949 / Regine Röder-Ensikat, * 1942, „sie trat dem ‚Club der mörderischen Schwestern‘ bei“, ein Nachruf von Gregor Eisenhauer / Gerd Scharnick, * 15. Dezember 1939

Stolperstein – Heute vor 76 Jahren wurde Ida Benjamin (Jhg. 1873) in Theresienstadt ermordet. Vor ihrer Deportation am 9. Juni 1943 lebte sie in der Giesebrechtstraße 12 in Charlottenburg.

Im Tagesspiegel

Er war fast bankrott, aber es gab eine Idee: Peter Kowalsky ist Mit-Erfinder der Bionade-Brause und machte sie wider aller Wahrscheinlichkeit zum Erfolg - an dem sie scheiterte. Nun probiert er es in Berlin ein zweites Mal. Lesen Sie die Reportage von Kai Müller heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.

Encore

Mit den Worten „Verarschen kann ich mich alleine“ warf Rammstein-Sänger Till Lindemann nach einem Konzert einst Sean Lennon aus dem Backstagebereich – der etwas schüchtern wirkende Sohn von John Lennon hatte brav seinen Namen genannt und war wohl falsch verstanden worden (Q: Flake Lorenz bei Radioeins). Hm, nachdem Metallica gerade im Olympiastadion als Berliner Verneigung „Engel“ gecovert hat, gibt’s beim nächsten Rammstein-Gig ja vielleicht als kleine Entschuldigungsgeste eine feurige Fassung von „Give Peace A Chance“.

Kommen Sie friedlich durch den Tag, und denken Sie bitte an die Postkarte für Norderney! Morgen früh begrüßt Sie hier Ann-Kathrin Hipp – bis dahin,

Ihr Lorenz Maroldt