die aktuelle Berlin-Umfrage von Infratest dimap (fĂŒr âMorgenpostâ und âAbendschauâ) fegt ein Jahr vor der Wahl als Herbststurm durch die politische Landschaft: Die SPD ist geknickt wie ein morscher Baum und landet bei nur noch 15 Prozent (-5). Die GrĂŒnen steigen auf wie ein bunter Drachen und schauen von ihren 26 Prozent (+5) auf alle anderen herab. CDU (22), Linke (15), AfD (10) und FDP (6) wirken wie erstarrt.
Doch der Wind weht noch ein Blatt empor, und darauf erstrahlt heller als auf allen anderen: Franziska Giffey. Ihr Vorsprung ist sensationell: 51 Prozent aller Befragten halten die kĂŒnftige Nr.1 der SPD fĂŒr eine gute BĂŒrgermeisterin â ĂŒber Ramona Pop (GrĂŒne) denken das nur 16 Prozent, und Kai Wegner (CDU) lĂ€uft abgeschlagen mit 9 Prozent hinterher. Noch krasser ist der Blick auf die EinschĂ€tzung der jeweiligen ParteianhĂ€nger: Wegner kommt selbst bei den CDU-WĂ€hlern nur auf 21 Prozent, und unter den GrĂŒnen-WĂ€hlern halten mehr Ramona Pop fĂŒr ungeeignet (28) als fĂŒr geeignet (26). Dagegen Giffey: 71 Prozent.
Und Michael MĂŒller? Schleppt sich dem Ende seiner Amtszeit entgegen, Tendenz: fallend (46 Prozent âzufriedenâ, 44 Prozent ânicht zufriedenâ, 10 Prozent âkenne ich nicht / weiĂ nichtâ). Nur wann ist das Ende dieser Amtszeit? SpĂ€testens jetzt beginnt die Zeit der Taktierer.

Mit einem explosiven Hannah-Arendt-Zitat garniert die SPD-Abgeordnete Bettina Domer (direkt gewĂ€hlt in Spandau I) die AnkĂŒndigung ihres RĂŒckzugs aus dem Parlament: âDer Extremfall der Macht ist gegeben in der Konstellation: Alle gegen Einen, der Extremfall der Gewalt in der Konstellation: Einer gegen Alle.â Wer gemeint ist, wird ein paar SĂ€tze spĂ€ter klar: âIm Herbst 2017 habe ich mit 13 anderen SPD-Abgeordneten einen kritischen Brief an den SPD Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh unterschrieben und bin, nach meiner Wahrnehmung, danach in der Spandauer SPD dafĂŒr politisch âabgestraftâ worden.â Die âBerliner Zeitungâ nannte Saleh damals den âMobber von Spandauâ â der Autor des Textes arbeitet allerdings inzwischen fĂŒr den Senat.
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Die PersonalaffĂ€re Rechnungshof hat den Hauptausschuss des Parlaments erreicht. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung (insg. zu dem Thema: ca. 1 h) wurde gestern die Frage aufgeworfen, ob die B5-Beamtin Petra Michaelis trotz ihrer fragwĂŒrdigen Abordnung zum Rechnungshof, wo sie die Leitung der PrĂ€sidialabteilung ĂŒbernimmt, Landeswahlleiterin bleiben kann. Der Chef der Senatskanzlei, der nach Checkpoint-Informationen an der Anbahnung der Personalverschiebung beteiligt war, wollte dazu keine Aussage treffen und erklĂ€rte sich fĂŒr unzustĂ€ndig. FinanzstaatssekretĂ€r FrĂ©deric Verrycken stellte fest, dass die verwaiste Wahlleiterstelle in der Innenverwaltung nicht nachbesetzt werden kann. Der Rechnungshof antwortete am Abend auf mehrere Checkpoint-Fragen dazu mit einen Wikipedia-artigen Satz: âDie Landeswahlleiterin ĂŒbt ihr Amt seit 2010 aus und hat mehrere Wahlen neben ihrer Aufgabe als Abteilungsleiterin durchgefĂŒhrt.â Soll wohl bedeuten: Das macht sie auch von ihrer neuen Stelle als Leiterin der PrĂ€sidialabteilung aus nebenbei mit links. Wir stellen fest: Ganz so dringend scheint die Besetzung einer eigentlich gar nicht vorhandenen B5-Stelle beim Rechnungshof offenbar nicht gewesen zu sein.
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Medialer Wandel und politische Ăffentlichkeit
Mediale Innovationen waren immer ein wichtiges Mittel politischer Akteure, die Ăffentlichkeit in bis dato ungeahnter Weise zu beeinflussen. In seiner neu eröffneten Ausstellung beleuchtet das Deutsche Historische Museum diese UmbrĂŒche und seine Protagonisten â vom Buchdruck ĂŒber das ZeitungsÂwesen, den RundÂfunk und das Fernsehen bis zum Internet.Â
www.dhm.de/vonlutherzutwitter
Drei der neuen Radschnellwege werden durch GrĂŒnanlagen gefĂŒhrt â die Planer der landeseigenen âInfraveloâ begrĂŒnden das so: Das ermögliche âein sicheres und entspanntes Vorankommen fĂŒr die Radfahrenden sowie eine Entlastung des StraĂenverkehrs fĂŒr die Kraftfahrzeug-Fahrendenâ. FĂ€llt Ihnen etwas auf? Na klar â da ist in der Verlautbarung kein Platz mehr gewesen fĂŒr die FuĂgĂ€nger. Aber die sind ja sowieso schon alle auf dem Baum: Ihr Lobby-Chef Roland Stimpel schimpft, das lese sich âwie aus dem Jahr 1960, nicht von 2020â. Aber das ist natĂŒrlich Quatsch. 1960 hĂ€tte da âRadfahrerâ und âAutofahrerâ gestanden.
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FĂŒr drei Monate verwandelt sich der ehemalige Flughafen Berlin-Tempelhof in einen Schauplatz stĂ€dtischen Lebens. In einer begehbaren Stadtcollage begegnen Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung Living the City zahlreichen Geschichten von Menschen und Projekten, die sich aktiv fĂŒr Stadt und Stadtgesellschaft einsetzen.
livingthecity.eu
Â
Apropos Sprache: Justizsenator Dirk Behrendt (der gestern ĂŒbrigens auf eine Twitter-Satire hereinfiel) hat mal wieder aufs Knöpfchen gedrĂŒckt â und die Empörungsreserve von Gunnar Schupelius bis Hubertus Knabe marschiert los wie Duracell-MĂ€nnchen. Anlass ist ein âLeitfaden zum diversitysensiblen Sprachgebrauchâ fĂŒr die Verwaltung. GĂ€be es am 11.11. Karneval, âGretelâ Kramp-Karrenbauer wĂŒrde das Werk vermutlich statt einer BĂŒttenrede komplett vortragen. Alle anderen können in Ruhe darĂŒber nachdenken, ob sie statt âAuslĂ€nderâ lieber âEinwohnende ohne deutsche StaatsbĂŒrgerschaftâsagen wollen. Ich findâs ja ein bisschen lang. Aber an âEodsâ könnte ich mich gewöhnen.Â
Berliner Schnuppen
Telegramm
Kurzer Reminder: Heute in drei Monaten ist Heiligabend â nicht, dass es am Ende wieder knapp wird mit den Geschenken.
Super Nachricht: Berlin wird einer der vier Standorte des Nationalen Centrums fĂŒr Tumorerkrankungen â der Neubau mit modernsten Laboren, einer Ambulanz sowie einem Informationszentrum (insg. 10.000 qm) entsteht in Wedding. Ein weiterer Erfolg des politischen Forschungsduos Michael MĂŒller und Steffen Krach.
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Morgen ist der Tag der Zahngesundheit.
FĂŒr ZahnĂ€rzte galt schon immer: Hygiene first! Zahnarztbesuche sind trotz Corona sicher, denn ZahnĂ€rzte sind Hygiene-Spezialisten. Durchschnittlich 70.000 Euro investiert ein Zahnarzt pro Jahr in den Schutz der Patienten â deutlich mehr als andere Ărzte es mĂŒssen.
Mehr Infos unter:Â gesund-ab-mund.de
Im Moabiter Poststadion ist am Sonnabend die Partie Tilo Siewer gegen Stephan von Dassel angesetzt â der BVV-Fraktionsvorsitzende der Mitte-GrĂŒnen will den BezirksbĂŒrgermeister als Spitzenreiter der Partei fĂŒr die nĂ€chsten Wahlen ablösen. Das Drumherum des coronabedingt auf die Open-Air-TribĂŒne verlegten Showdowns wirkt wie eine grĂŒne Fassung von âHouse of Cardsâ. Wer den Anschluss verpasst hat: Robert Kiesel und Julia Weiss bringen sie hier auf den neusten Stand.
Wir bleiben noch kurz im Poststadion, in der Hoffnung, dass der Bezirkspolitik hier ein Flutlicht aufgeht: Nur noch bis Ende des Jahres können die Gelder fĂŒr neue Masten ausgegeben werden â falls das nicht passiert, verliert der Berliner AK seine Regionalliga-Lizenz (die dritte und letzte Ausnahme lĂ€uft ab). Oder das GrauflĂ€chenamt behĂ€ngt die BĂ€ume, die dafĂŒr gefĂ€llt werden mĂŒssten, mit Lichterketten.
Und was wĂŒrde Christian Drosten dazu sagen? Vielleicht das: âWir mĂŒssen aufhören, uns ĂŒber so Dinge wie FuĂballstadien zu unterhalten. Das ist wirklich komplett irrefĂŒhrend.â Offenbar ist Drosten AnhĂ€nger von Schalke 04.

Das Projekt @wasihrnichtseht macht Rassismuserfahrungen von Schwarzen sichtbar. Wir machen das durch eine Kooperation an dieser Stelle auch.
Liebe Kinder, die Bildungsverwaltung hat mal wieder ein WortrĂ€tsel auf eine ihrer Deutsch-BroschĂŒren gedruckt, dieses Mal fĂŒr die Klassen 1 und 2 (hier zu sehen).
Na, findet ihr es heraus? Kleiner Tipp: Es ist dieselbe Lösung, die wir hier im Checkpoint schon am 4. September fĂŒr die Klassen 3 und 4 vorgestellt haben.
Ăbrigens: An den Berliner Schulen fehlen viel mehr Lehrer als erwartet â und das in jeder Jahrgangssufe (sic!). Susanne Vieth-Entus hat mal genau nachgerechnetâŠ
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Nur noch bis zum 07.10.2020 !Â
SateLIT 1: Planet MotzstraĂe. Else Lasker-SchĂŒler â Lebenszeichen aus Berlin
Stiftung Brandenburger Tor
www.stiftungbrandenburgertor.de
Das Projekt wird realisiert aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.
Mit freundlicher UnterstĂŒtzung der Berliner Sparkasse.
Und hier eine ProgrammĂ€nderung aus aktuellem Anlass: Das Motto zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit (âMiteinander Erinnern, Miteinander Reden, Miteinander Leben, Miteinander Feiernâ) wurde den Corona-UmstĂ€nden angepasst. Es lautet jetzt inoffiziell âErinnern, Reden, Leben, Feiern â aber jede/r fĂŒr sich alleinâ. Offiziell hat das Land Berlin âseine Planungen im Rahmen des Konzepts abgesagtâ.
Autofrei fĂŒr Heizpilze? Das hatten wir Sie hier gestern gefragt. Das Ergebnis: 63 % sagten âNein, was fĂŒr eine beknackte Idee.â In Charlottenbug-Wilmersdorf und Reinickendorf hat die âPilzsaisonâ (âB.Z.â) inzwischen auch so begonnen: Die Bezirke erlauben den Wirten befristet bis zum 31. MĂ€rz den AuĂeneinsatz von âWĂ€rmequellenâ.
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Das heutige Programm im Tagesspiegel-Live-Talk:
Um 11 Uhr lautet das Thema Reportagen und Recherchen: Esther Kogelboom, Ressortleiterin Story, und Autor Sebastian Leber sprechen darĂŒber, wie eine Geschichte entsteht â und was dabei alles passieren kann.
Um 13 Uhr sind die Newsletter dran, von âBackgroundâ bis âLeuteâ: Antje Sirleschtov, GeschĂ€ftsfĂŒhrende Redakteurin Wirtschaft/Background, und Judith Langowski, Redakteurin Tagesspiegel âLeuteâ, sprechen ĂŒber kurze Meldungen und lange NĂ€chte.
Ăber diesen Link können Sie den jeweiligen Talk verfolgen und auch schriftlich Fragen stellen.
Und falls Sie die tolle Unterhaltung von Naomi Fearn und Klaus Stuttmann gestern verpasst haben sollten: Hier können Sie sie noch einmal anschauen, inklusive eines Films aus der Karikaturisten-Werkstatt.
Zum zweiten Mal haben Checkpoint-Autorinnen die Chance, den Reporter-Slam im Heimathafen Neukölln zu gewinnen (Anke Myrrhe hat schon mal) â im Oktober sind Ann-Kathrin Hipp und Nadine Voss mit ihrem urkomischen BER-Testbetrieb am Start. Wird ziemlich abgehoben (und Enno Lenze ist auch dabei, hat aber â sorry! â keine Chance). Das Motto: âRealsatire Reporter Slam â immer mitten in die Presse reinâ. Karten gibtâs hier.
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Nachtrag (I) zur Meldung âAutofahrer zeigt BĂŒrgermeister wegen Stau anâ (CP von gestern) â Checkpoint-Leser Eckart Stratenschulte, Ex-Leiter der EuropĂ€ischen Akademie, davor in der Senatskanzlei, dröselt fĂŒr uns nochmal die Standorte der europĂ€ischen Gerichte auf: âDer EuropĂ€ische Gerichtshof fĂŒr Menschenrechte, eine Institution des Europarates, befindet sich in StraĂburg, nicht, wie von Ihnen behauptet, in Den Haag. Dort hat der Internationale Gerichtshof, eine Einrichtung der Vereinten Nationen, seinen Sitz.â Ok, danke. Es kommentiert Checkpoint-Philosoph Andy Möller: âStraĂburg oder Genf â egal, Hauptsache Italien.â
Nachtrag (II) zur Meldung âFidel Castro vs. Unfidel MĂŒllerâ (CP von gestern) â Checkpoint-Leser Hubertus von Goertzke schreibt: âGanz abgesehen davon, dass Herr MĂŒller bei ihnen stĂ€ndig bekĂ€mpft wird, obwohl er erwiesenermaĂen der beste BĂŒrgermeister seit Richard von WeizsĂ€cker ist: Er ist tatsĂ€chlich oft durchaus sehr fidel und humorvoll.â Kennen Sie den schon?
BER Count Up â Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert LĂŒtke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurĂŒck blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht LĂŒtke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp ĂŒber detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
âDie Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen â auch bei uns.â
Christian Drosten
Tweet des Tages
Krass Grunzwortchatz! FĂŒr Doitsch! Erste zwai Jaagangsufe! Vong Bildungsfavaltunk vong BĂ€rlinn!
Stadtleben
Essen â In eine duftende Wolke aus indischen GewĂŒrzen hĂŒllt Sie das Restaurant Lotus in der KantstraĂe 70 (S-Bhf Charlottenburg). Neben Cashew-Currys und Tandoori-Gerichten stehen auch ganz besondere sĂŒdindische SpezialitĂ€ten wie ein âDosaâ, ein deftiger CrĂȘpe aus Reis- und Linsenmehl mit Kokosnuss-Chutney und Kartoffel- oder HĂ€hnchenfĂŒllung (etwa 8 Euro), auf der Speisekarte. Zum Nachtisch empfehlen wir die âGulab Jamunâ, die MilchbĂ€llchen mit Zuckersirup (3,90 Euro). TĂ€glich geöffnet von 12-24 Uhr.
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FĂŒr die neue Podcast-Folge âEine Runde Berlinâ hat Checkpoint-Redakteurin Ann-Kathrin Hipp Deutschlands Soul-Queen Joy Denalane getroffen und ĂŒber ihre Kindheit im Gleisdreick, die Liebe als Lebensaufgabe und Berlin als Baustelle gesprochen.
Jetzt hören auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Trinken â Wer sich mit einer Tasse Kaffee in einen kleinen Kurzurlaub trĂ€umen möchte, kann dies im District Coffee in Mitte (BergstraĂe 68, S-Bhf Nordbahnhof) tun. Das CafĂ© bezieht den Kaffee unter anderem aus der Berliner Rösterei Fjord, die nur âSpecialty Grade Coffeeâ verwendet. Zum Gerösteten gibt es All-Day-Breakfast mit knusprigem French Toast (10,50 Euro) und Avocado-Sauerteigbrot (9 Euro). Geöffnet Mo-Fr 8.30-16 Uhr Sa-So 9-16 Uhr.
Das ganze Stadtleben mit Tipps fĂŒr einen romantischen Mondschein-Spaziergang gibt's mit Tagesspiegel-Plus-Abo.
Rausfahren â Nur eine Dreiviertelstunde Autofahrt von Berlin entfernt liegt der âVogelpark und Streichelzoo Teltowâ (fĂŒrs Navi: KastanienstraĂe 13-19). Auf einer FlĂ€che von einem Hektar können groĂe und kleine Besucher*innen ĂŒber 300 Tiere erleben â darunter Zebrafinken, Aras und Pfauen, aber auch Zwergkaninchen, HĂ€ngebauchschweine, Rehe und Esel. GefĂŒttert werden darf, unter Beachtung der Hinweisschilder, auch â FuttertĂŒten gibt es ab 30 Cent. Ein Kinderspielplatz lĂ€dt zum Klettern ein, gestĂ€rkt werden kann sich im Restaurant âZum weiĂen Kakaduâ. Eintritt: 3,50/2,50 Euro, geöffnet Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa-So 10-19 Uhr.
Berlinbesuch â Zum 20. JubilĂ€um lĂ€dt der Chinesische Garten in den Marzahner GĂ€rten der Welt (SpitzmĂŒhler StraĂe 16, Haltestelle: Eisenacher Str./GĂ€rten der Welt) heute und morgen zu einem âMondlichter Rundgangâ ein. Von 19 bis 21.30 Uhr können bei einem Spaziergang um den See bunte Illuminationen bewundert werden. Das eigentliche Mondfest findet am Samstag statt, wegen der Pandemie jedoch ohne Lampionumzug (17-21.30 Uhr). Der Eintritt ist frei, keine Voranmeldung, da aber immer nur kleinere Gruppen hereingelassen werden, kann es zu kurzen Wartezeiten kommen.
Noch hingehen â Zum Tag der Deutschen Einheit verwandelt sich Potsdam in eine weitrĂ€umige Ausstellung unter freiem Himmel. Unter dem Motto â30 Jahre â 30 Tage â 30 x Deutschlandâ ist die âEinheitsEXPOâ Anfang des Monats gestartet. So bereichern insgesamt 30 Installationen, Exponate und wandlungsfĂ€hige âCity-Cubesâ die UNESCO-Welterbe-Stadt noch bis zum 4. Oktober. Eine Karte mit den Exponaten finden sie hier, alle weiteren Informationen zu der Aktion dort.
Last-Minute-Tickets â (Ein Tipp von Jörg Wunder) 140 Millionen Dollar sind ein solides Budget fĂŒr ein Actionthriller-Remake einer Achtzigerjahre-TV-Serie. Auch wenn bei âMiami Viceâ einige Millionen als Gage in die Taschen der Stars Jamie Foxx und Colin Farrell geflossen sein dĂŒrften, kann man den supereleganten Bildern von dekadenten Partyorgien und materialverschleiĂenden Verfolgungsjagden jederzeit ansehen, wie teuer sie gewesen sein mĂŒssen. Der von der Kritik unterschĂ€tzte Streifen lĂ€uft im Rahmen der Michael-Mann-Retrospektive heute im Arsenal-Kino (Potsdamer StraĂe 2) um 20 Uhr. Tickets kosten 8,50 Euro und können hier gebucht werden â oder Sie gewinnen zwei Tickets bei uns (bis 12 Uhr).Â
Berlin heute
Verkehr â MĂ€rkische Allee (Biesdorf): Wegen Leitungsarbeiten ist die Fahrbahn hier ab ca. 5 Uhr in Richtung DorfstraĂe (stadtauswĂ€rts) bis Anfang Dezember zwischen Bentschener Weg und MĂ€rkische Spitze/ Allee der Kosmonauten auf einen Fahrstreifen verengt.
Leipziger StraĂe (Mitte): Wegen einer Demonstration (s.u.) kann es am Mittag zu VerkehrseinschrĂ€nkungen kommen.
Unter den Linden (Mitte): Wegen einer Demonstration (s.u.) ist am Abend mit Verkehrsstörungen zu rechnen.
S-Bahn (S2, S25): Die Linien sind von ca. 22-1.30 Uhr zwischen Nordbahnhof und Buch (Linie S25: zwischen Nordbahnhof und Bornholmer StraĂe) unterbrochen. FahrgĂ€ste sind angehalten, auf die S1 und S8 sowie auf Ersatzbusse zwischen Pankow-Heinersdorf und Buch auszuweichen.
A100 (Stadtring): Wegen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten ist die Autobahn in Richtung Neukölln zwischen Heckerdamm/ Jacob-Kaiser-Platz und Schmargendorf von 22-5 Uhr gesperrt (Ein- und Ausfahrten bereits ab 21 Uhr).
Demonstration â âFĂŒr mehr Meinungsfreiheit und gegen Faschismusâ demonstrieren etwa 200 Teilnehmende auf der StraĂe Unter den Linden 39 (20-23 Uhr). Unter dem Motto âEinkommensrunde fĂŒr den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunenâ hat der âdbb Beamtenbund und Tarifunionâ von 12-14.30 Uhr einen Aufzug mit etwa 125 Teilnehmenden von der Leipziger StraĂe bis zum Finanzministerium angemeldet. Circa 99 Menschen demonstrieren im Treptower Park von 15-19 Uhr auf der âKundgebung fĂŒr die Anerkennung von Tanz als Arzneimittel zur StĂ€rkung des Immunsystemsâ (angemeldet von Ecstatic Dance Berlin).
Gericht â Ein 34-jĂ€hriger Mann, der seine Mutter in einem Streit in ihrer Wohnung erstochen haben soll, kommt auf die Anklagebank. Die Staatsanwaltschaft strebt in dem Prozess wegen Totschlags seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, TurmstraĂe 91, Saal 217).
UniversitĂ€t â Haben Sie schon mal ĂŒber Anwendungsmöglichkeiten fĂŒr Lignin nachgedacht? Nein? Dann könnten Sie die heutige digitale PrĂ€sentation (18 Uhr) der Forschungsergebnisse von Designer*innen aus dem greenlab der WeiĂenseer Kunsthochschule sowie Forscher*innen des Fraunhofer-Instituts erhellen. Sie haben sich angeschaut, welches Potential der nachwachsende Rohstoff hat, zukĂŒnftig petrochemische Stoffe zu ersetzen. Mehr zum Projekt und zur Anmeldung finden Sie hier.Â
Â
Berliner Gesellschaft
Geburtstag â Maike Arlt (57), Volleyballspielerin / Helga BrĂ€utigam-Lingfeld, âStudienrĂ€tin am Berlin-Kolleg i.R.â / Liesel Burisch (33) â âDie Eltern in DĂ€nemark wĂŒnschen ihrer liebsten KĂŒnstlerin GlĂŒck und Segen zum Geburtstag!â / âDirk, so langsam wirst Du alt und die Rente kommt immer nĂ€her. Alles Liebe und Gute zur vierten 0 wĂŒnschen Dir Steffi, Kai, Arne, Björn und Papa Uwe ;-).â / Elfi Ditscheid (63), âDie beste Ehefrau von allen.â / Franko Hölzig (55), Volleyballspieler / Valerie Koch (46), Schauspielerin / Matthias Kollatz (63), Berliner Finanzsenator (SPD) / Alexander Lang (79), Theaterregisseur / Volker Mayr, âEhem. engagierter Journalist und Moderator beim Sender Freies Berlin, heute ein wunderbarer Maler. Alles Liebe und Gute von Deiner âaltenâ Freundin Theaâ / Uschi Obermaier (74), Fotomodell und Schauspielerin / Anna Rheinsberg (64), Lyrikerin / âHeute um 12:26 h ist Maya Schiel 30 Jahre auf der Welt. Ich bin dankbar, die Mama eines so tollen Menschen sein zu dĂŒrfen und sende dir eine liebevolle Umarmung.â
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben â Michael Gwisdek, * 14. Januar 1942, Schauspieler und Regisseur / Thomas Matthias Kexel, * 12. September 1960, Rechtsanwalt / Christine Kraus, * 22. September 1946 / Klaus Pfender, * 5. August 1940 / Prof. Dr. med. Dieter Michael Stopik, * 10. September 1938
Stolperstein â Helene Hirschberg (Jh. 1859) wurde in Gostyn in der Provinz Posen geboren. Sie war verwitwet und lebte mit ihrer Tochter Edith in der Solinger StraĂe 7 in Moabit. Mit dem â62. Alterstransportâ am 11. September 1942 wurde die 83-jĂ€hrige Helene zusammen mit ihrer Tochter nach Theresienstadt deportiert. Dort ĂŒberlebte Helene Hirschberg nur 13 Tage â ihr Todestag ist auf den 24. September 1942 datiert. Ihre Tochter wurde in Auschwitz ermordet.
Encore
Zum Schluss heute noch ein kleiner Blick zurĂŒck, besonders fĂŒr diejenigen, die meinen, dass frĂŒher alles besser war. Es schreibt Theodor Fontane: âĂberall gibt es plauderhafte Menschen, aber jene Form der Plauderhaftigkeit, die âSprechanismusâ heiĂt, gibt es nur in Berlin. (âŠ) Der Sprechanismus ist hart und unerbittlich, und sein charakterliches Zeichen ist nicht das einfache, gewandte Sprechenkönnen, sondern die verzweifelte Ordnung darin, die Dialektik, der Doktrinarismus, der fanatische Belehrungstrieb, das fanatische Verlangen, dem anderen zu einem richtigeren oder, richtiger ausgedrĂŒckt, zu dem einzig richtigen Standpunkt zu verhelfen.â (Aus âWie man in Berlin so lebtâ). Und jetzt Schnauze.
Ums Stadtleben hat sich heute Vivien KrĂŒger gekĂŒmmert, und Kathrin Maurer hat alles auf den Weg gebracht. Morgen frĂŒh bezieht hier Ann-Kathrin Hipp fĂŒr Sie den Checkpoint. Bis dahin,