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GrĂŒne mit Abstand stĂ€rkste Partei in BerlinRadschnellwege kreuzen ParkanlagenEmpörung ĂŒber Sprachleitfaden des Justizsenators

die aktuelle Berlin-Umfrage von Infratest dimap (fĂŒr „Morgenpost“ und „Abendschau“) fegt ein Jahr vor der Wahl als Herbststurm durch die politische Landschaft: Die SPD ist geknickt wie ein morscher Baum und landet bei nur noch 15 Prozent (-5). Die GrĂŒnen steigen auf wie ein bunter Drachen und schauen von ihren 26 Prozent (+5) auf alle anderen herab. CDU (22), Linke (15), AfD (10) und FDP (6) wirken wie erstarrt.

Doch der Wind weht noch ein Blatt empor, und darauf erstrahlt heller als auf allen anderen: Franziska Giffey. Ihr Vorsprung ist sensationell: 51 Prozent aller Befragten halten die kĂŒnftige Nr.1 der SPD fĂŒr eine gute BĂŒrgermeisterin – ĂŒber Ramona Pop (GrĂŒne) denken das nur 16 Prozent, und Kai Wegner (CDU) lĂ€uft abgeschlagen mit 9 Prozent hinterher. Noch krasser ist der Blick auf die EinschĂ€tzung der jeweiligen ParteianhĂ€nger: Wegner kommt selbst bei den CDU-WĂ€hlern nur auf 21 Prozent, und unter den GrĂŒnen-WĂ€hlern halten mehr Ramona Pop fĂŒr ungeeignet (28) als fĂŒr geeignet (26). Dagegen Giffey: 71 Prozent.

Und Michael MĂŒller? Schleppt sich dem Ende seiner Amtszeit entgegen, Tendenz: fallend (46 Prozent „zufrieden“, 44 Prozent „nicht zufrieden“, 10 Prozent „kenne ich nicht / weiß nicht“). Nur wann ist das Ende dieser Amtszeit? SpĂ€testens jetzt beginnt die Zeit der Taktierer.

Umfrage zu Michael MĂŒller

Mit einem explosiven Hannah-Arendt-Zitat garniert die SPD-Abgeordnete Bettina Domer (direkt gewĂ€hlt in Spandau I) die AnkĂŒndigung ihres RĂŒckzugs aus dem Parlament: „Der Extremfall der Macht ist gegeben in der Konstellation: Alle gegen Einen, der Extremfall der Gewalt in der Konstellation: Einer gegen Alle.“ Wer gemeint ist, wird ein paar SĂ€tze spĂ€ter klar: „Im Herbst 2017 habe ich mit 13 anderen SPD-Abgeordneten einen kritischen Brief an den SPD Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh unterschrieben und bin, nach meiner Wahrnehmung, danach in der Spandauer SPD dafĂŒr politisch ‚abgestraft‘ worden.“ Die „Berliner Zeitung“ nannte Saleh damals den „Mobber von Spandau“ – der Autor des Textes arbeitet allerdings inzwischen fĂŒr den Senat.