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Geldgeschenke von Jens SpahnMobbingberichte aus der SchlangengrubeEin Amtsgericht leistet den Offenbarungseid

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heute gehen wir erstmal einer merkwürdig anmutenden Geldzuwendung an die Berliner CDU nach – denn die wirft Fragen auf (auch in der Partei selbst). Nach Checkpoint-Informationen erhielt der Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf im Januar vor einem Jahr, also mitten im Bundestagswahlkampf, 20.000 Euro von einem anderen CDU-Kreisverband: Borken im Münsterland. Der Betrag steht auf der internen Spenderliste.

Der Kreisverband Borken gilt zwar als wohlhabend und hat auch schon mal dem in Geldnot geratenen Kreisverband Köln mit einem Darlehen über 100.000 Euro ausgeholfen. Aber warum jetzt ausgerechnet Charlottenburg-Wilmersdorf? Und warum 20.000 Euro als Geschenk?

Vielleicht hilft ein Blick auf die gebenden und nehmenden Personen weiter. Da haben wir in Borken den CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn, bis vor wenigen Wochen dort Kreisvorsitzender. Und da haben wir in Charlottenburg-Wilmersdorf Lukas Krieger, seit Februar vergangene Jahres Bundestagsabgeordneter und Kreisvorsitzender. Spahn ist u.a. bekannt für erfolgreiche Spendendinner, Krieger u.a. dafür, dem früheren Regierenden Bürgermeister Michael Müller das Direktmandat abgenommen zu haben. Spahn ist sieben Jahre älter, aber Krieger kennt ihn seit gemeinsamen Junge-Union-Zeiten.

Hat Spahn dem Kandidaten auf Kosten seines Kreisverbandeseinen rein persönlichen Gefallen getan, in dem er dessen Wahlkampf unterstützte? Oder erwartet er im Gegenzug Kriegers Unterstützung bei politischen Entscheidungen?