wir sind immer noch vollkommen „Amt, aber glücklich“. Gemeinsam mit dem „Kiezbürgeramt on Tour” aus Friedrichshain-Kreuzberg haben wir gestern Morgen in der Tagesspiegel-Redaktion das erste Checkpoint-Bürgeramt eröffnet. Trotz akribischer Vorbereitung gab‘s zu Beginn des Tages kleinere Störungen im Betriebsablauf. Neben Netzproblemen machten wir eine Erfahrung, die in Berlins Bürgerämtern nur zu gut bekannt ist: Ein paar Kunden ließen ihren Termin ohne Absage verfallen. „Das gehört leider zum Alltag eines jeden Bürgeramtes”, bestätigte auch Bürgeramtsmitarbeiter Atilla Gabriel achselzuckend.
Ansonsten lief auch dank der Organisation unserer Checkpoint-Kolleginnen Nora Weiler und Jessica Gummersbach alles wie am Schnürchen. Um kurz nach 10:30 Uhr verließ mit Susanne Ahner die erste Kundin des Tages das Bürgeramt. Termindauer: 4 Minuten und 16 Sekunden. Ihr Fazit: „Alles hat reibungslos geklappt.“ Ein besonderes Highlight war der Besuch unserer jüngsten Kundin: Liv Petersen ist gerade einmal sechs Wochen alt, brauchte für einen anstehenden Urlaub mit ihren Eltern allerdings schon einen Reisepass. Obwohl es ihr schwerfiel, beim dafür nötigen Fototermin die Augen offen zu halten, kann sie schon bald auf Reisen gehen.
Ach ja! Chief Digital Officer Martina Klement (CSU) kam auch vorbei und überzeugte sich persönlich von der Qualität unseres Bürgeramts. Was sie über ihr im Juli gegebenes Versprechen denkt, dass zum Ende des Jahres alle Berlinerinnen und Berliner ohne Termin ins Bürgeramt kommen können, erfahren Sie hier.
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Mit der Qualität im Berliner Nahverkehr gings zuletzt eher bergab, mit den Preisen dafür immer weiter rauf. Ab Januar 2026 kostet der Einzelfahrschein AB satte 4 Euro. Das hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) am Donnerstag beschlossen. In den vergangenen 10 Jahren hat sich der Preis damit um fast 50 Prozent verteuert (2016 waren‘s noch 2,70 Euro). Einmal Busfahren kostet in Berlin damit jetzt so viel wie 4,7 Monate Anwohnerparken. Auch das 4-Fahrten-Ticket ist 80 Cent teurer geworden (12,40 Euro, den Überblick gibt’s hier). Dank Deutschlandticket zucken da viele trotzdem nur mit den Schultern – aber auch das wird teurer und kostet ab nächstem Jahr 63 Euro pro Monat. Immer noch weniger, als die Berliner Umweltkarte AB, aber ein richtiger Schnapper ist das Abo langsam auch nicht mehr. Zumal nicht nur der Nahverkehr an der Preisschreibe dreht.

Die A100-Verlängerung steht plötzlich selbst im Stau. Der Bau des 17. Bauabschnitts soll nicht mehr in diesem Jahrzehnt starten. Das geht aus Unterlagen der Autobahn GmbH des Bundes hervor, die dem Checkpoint vorliegen. Damit ist das Vorhaben auch insgesamt in seiner Priorität heruntergestuft – und hats immer schwerer, einen Teil der raren Bundesmittel zu ergattern. Das Risiko dafür ist hoch. Dem Bund fehlen fast 15 Milliarden Euro für den Autobahnbau in den kommenden Jahren, zeigen interne Dokumente des Verkehrsministeriums. Die Folge: Bei 74 Projekten kann der Bau bis 2029 deshalb nicht starten. Und die stehen im Stau alle noch vor der A100-Verlängerung. Alle Hintergründe dazu, lesen Sie hier.
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Nächster Halt: Kostensteigerung. Bei der Verlängerung der U-Bahnlinie U3 zum Mexikoplatz wachsen die Ausgaben immer weiter an. Wie aus dem Haushaltsentwurf des Senats hervorgeht, kalkulieren Senat und BVG statt 100 nun mit 160,5 Millionen Euro – bei nur 800 Metern Strecke. Runtergerechnet liegt der Tunnelbau in Zehlendorf damit bei schlanken 200.625 Euro pro Meter. Senat und BVG können darin trotzdem keine Kostensteigerung entdecken. Die bislang kommunizierten Ausgaben von 100 Millionen Euro würden lediglich „aus der Nutzen-Kosten-Untersuchung einen Preisstand von 2016 abbilden“. Nehme man davon ausgehend einen um die Baupreissteigerungen indexierten, aktuellen Preisstand für 2023, lande man bei 160 Millionen. Alles klar? Ob Mehrausgaben von 60 Millionen Euro eine Kostensteigerung sind, ist am Ende also nur eine Wahrnehmungsfrage. Aber bei Senat und Verkehrsbetrieben glaubt man ja auch, die BVG sei nicht in der Krise.
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Mit recycling-funktioniert.de bietet ALBA eine Serviceseite zur Berliner Wertstofftonne an. Hier finden Sie spannende Fakten zur Sortierung von Verpackungsabfällen zuhause und in der Sortieranlage, zum Klimaschutzeffekt von Recycling, sowie informative Grafiken rund um die Kreislaufführung.
Droht der Urban Tech Republic in Tegel die Bruchlandung? Ausreichende Mittel für die Sanierung des ehemaligen Flughafengebäudes will der Senat in den nächsten Jahren nicht bereitstellen. Jetzt will sich auch noch einer der Manager lieber in die westdeutsche Provinz verabschieden, als das dümpelnde Projekt weiter zu verantworten. Frank Wolters, Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH kandidiert in Paderborn als Bürgermeister für die Grünen. Am 28. September steht er in der Stichwahl gegen seinen CDU-Kontrahenten. Wahlkampf in Ostwestfalen statt Standortentwicklung in Berlin also? Tegel Projekt widerspricht: „Dem Unternehmen hat seine Bewerbung nicht geschadet: Wahlkampftermine wurden auf Wochenenden und in die Urlaubszeit gelegt.“ Seine Kandidatur sei „nicht ein Zweifel am Projekt, das für ihn nach wie vor das wichtigste städtebauliche Entwicklungsprojekt Europas ist“. Wenn das nur auch im Senat ankommen würde.
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Internationale Theater-, Tanz- und Performance-Produktionen erforschen Fragen von Identität, Zugehörigkeit und Vertreibung.
Mit Arbeiten von Eun-Me Ahn, der Akram Khan Company, William Kentridge, Nina Laisné & François Chaignaud mit Nadia Larcher, Thorsten Lensing, Ligia Lewis, Gisèle Vienne & Étienne Bideau-Rey.
Information & Tickets
Die Vergleichsarbeiten VERA, die in den Jahrgängen 3 und 8 geschrieben werden, sind im vergangenen Schuljahr für Berlins Schüler leider wieder katastrophal ausgegangen. 47 Prozent der Drittklässler erreichte beim Lesen den Mindeststandard nicht, zwei von drei sind in Sachen deutsche Rechtschreibung offenbar ahnungslos. 45 Prozent können den Mindeststandard im Rechnen nicht erfüllen. Auch die Ergebnisse der älteren Schüler geben Anlass zur Sorge: Sogar an den Berliner Gymnasien schafft jeder fünfte Schüler den Mindeststandard in Mathe nicht. In den Integrierten Sekundarschulen, Gemeinschaftsschulen und Förderzentren, die in einer Kategorie zusammengefasst wurden, sind es drei von vier Schülern. 56 Prozent schaffen hier zudem den Mindeststandard in Deutsch (Lesen) nicht, 43 Prozent in Deutsch (Zuhören). „Mir tut es um die Schüler leid, die unter den gegenwärtigen Bedingungen schlicht um ihre Bildungschancen und damit auch um Lebensperspektiven gebracht werden“, sagt der fraktionslose Abgeordnete Alexander King (BSW), der die Ergebnisse bei der Bildungsverwaltung abgefragt hat.
Zum letzten Mal werfen wir heute aus Anlass des Schulstarts einen Blick in unser Senats-Freundschaftsbuch. Den Abschluss der Serie macht Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD).

Berliner Schnuppen
Telegramm
An der Fischerinsel wurde am Donnerstagabend eine Weltkriegsbombe entdeckt. Für die Entschärfung mussten mehrere Tausend Menschen ihre Wohnungen verlassen. Doch schnell war die Notunterkunft am Roten Rathaus überlaufen. Die Evakuierung dauerte die ganze Nacht an. Alle aktuellen Infos finden sie hier.
Die Berliner CDU lädt für Samstag zum Parteitag. Dort wird höchst wahrscheinlich Ottilie Klein als Generalsekretärin wiedergewählt. Ein Vertrauensbeweis für Klein ist das nicht. Die Zahl ihrer Gegner in der Partei ist groß. Dass sie trotzdem nochmal gewählt wird, soll sich Kai Wegner wohl mit einem Versprechen erkauft haben: Den Abgeordnetenhauswahlkampf soll statt Klein ein anderer bekannter CDU-Politiker organisieren, berichtet Robert Kiesel.
Ohrfeige mit Ansage für die Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg: Die Bezirksaufsicht in der Senatsinnenverwaltung hat die vom Bezirksamt nach Vorstellungen der Partei vorgenommenen Wahlkreiszuschnitt aufgehoben. Den Grünen wurde vorgeworfen, damit in bester US-amerikanischer Weise ihre Chancen auf den Gewinn der Direktmandate erhöhen zu wollen. Alle anderen Parteien stellten sich geschlossen dagegen.
Keine Erleichterung für externe Bildungsträger, die an Schulen und mit Jugendlichen gegen Diskriminierung, Antisemitismus, Rassismus, Gewalt und Queerfeindlichkeit arbeiten: Trotz mehrfacher Nachfrage im Bildungsausschuss gab Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) am Donnerstag im Ausschuss nicht preis, welche Projekte 2026 weiter gefördert werden. Es ist nicht mal klar, ob die Entscheidung gefallen sein wird, wenn das Abgeordnetenhaus am 18. Dezember den Gesamthaushalt verabschiedet. Ängstliche Weihnachten für die Mitarbeiter, von denen viele mittags noch vor und im Abgeordnetenhaus demonstriert hatten.
Personalie I: Die Berliner SPD holt sich für den Abgeordnetenhauswahlkampf Verstärkung von außen. Thomas Letz und Katharina Oerder sollen Wahlkampfmanager der Berliner SPD für die Abgeordnetenhauswahl 2026 werden, hat der Checkpoint erfahren. Letz arbeitet bislang als Berater, Oerder ist Büroleiterin von SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf und war vorher viele Jahre bei der Bundesgeschäftsführerin der Partei für Wahlen zuständig.
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Dieser Leitfaden hilft, rechtliche Grundlagen zu verstehen, wichtige Verfügungen für Sie oder Ihre Angehörigen niederzuschreiben und alle notwendigen Unterlagen zu ordnen. Inkl. systematischer Checklisten, rechtsgültiger Muster für Patientenverfügungen, Verfügungen für Angehörige und Vorsorgevollmachten. Mehr
Personalie II: István Szabó ist als neuer Geschäftsführer für den operativen Betrieb (COO) am BER gelandet. Szabó arbeitete zuvor am Budapester Flughafen. Dort half er laut BER dabei, gleich zweimal den Preis für den besten Flughafen Europas in der Kategorie „15 bis 25 Millionen Passagiere pro Jahr“ zu gewinnen. Vielleicht hebt mit ihm ja auch der BER endlich ab.
Personalie III: Aus drei mach zwei: Ulrike Hamann-Onnertz, Geschäftsführerin beim Berliner Mieterverein, wird ihren Posten zum 17. Oktober aufgeben. Nachbesetzt wird nicht: Wibke Werner und Sebastian Bartels werden die Geschäfte des Vereins ab da zu zweit weiterführen.
Mitglieder einer Charlottenburger Jugendfeuerwehr haben in einer Chatgruppe wohl rechtsextreme Inhalte gepostet. Das bestätigte der Extremismus-Beauftragte der Berliner Feuerwehr, Ruben Obenhaus, in der RBB-„Abendschau“. Ein Sprecher kündigte an, die Feuerwehr werde dagegen vorgehen, nannte aber keine Details.
Wir wollten von Ihnen die Gefahrenstellen auf dem Schulweg ihrer Kinder und Enkelkinder wissen – und etliche Leser haben uns geantwortet. Die große Auswertung lesen Sie hier.
Dass Berlin ein Sperrmüll-Problem hat, belegen neue Zahlen der Stadtreinigung. Auf Checkpoint-Anfrage heißt es, dass 2024 stadtweit rund 54.000 Kubikmeter illegaler Müll beseitigt werden mussten. Umgerechnet sind das knapp 22 Olympische Schwimmbecken voller Schrott, Bauabfällen und sonstigem Müll. Im Vergleich zu 2023 sind das zwei Schwimmbecken mehr. Ein BSR-Sprecher erinnert nochmal daran: „Niemand in unserer Stadt ist übrigens gezwungen, seinen Müll einfach an die Straße zu stellen.“
Oder man zieht sich selbst die Handschuhe an und holt die Müllzange raus und hilft am Samstag beim „World Cleanup Day“ mit. Die weltweit größte Müllsammelaktion hat in diesem Jahr passenderweise Berlin als Fokusstadt für Deutschland ausgewählt. Einen Überblick, wo Sie am einfachsten helfen können, finden Sie hier.
Hitze macht nicht nur krank (CP von gestern) sondern ist auch potenziell tödlich: Laut einer Analyse des London Imperial College gab es diesen Sommer 219 Hitzetote in Berlin – und das ohne längere Extremhitzephasen. Nun hat es Hitzetote leider schon immer gegeben; 140 davon aber sollen laut dem Grantham Institute direkt auf die insgesamt gestiegenen Durchschnittstemperaturen zurückzuführen sein.
Und wie oft fällt der Unterricht in der Stadt wegen Hitzefrei aus? Kann der Senat nicht sagen. „Es existiert kein Meldeverfahren zu verkürzten Unterrichtsstunden oder hitzebedingtem Ausfall“, schreibt die Bildungsverwaltung (Q: Anfrage Tommy Tabor, AfD).
Sie wollen dem Marathon-Wahnsinn am Wochenende entfliehen? Dann ab nach Hoppegarten! Dort wird am Sonnabend der „Renntag der Wirtschaft“ mit einem großen Familienfest gefeiert: Neben Pferderennen gibt es Kinderschminken, Ponyreiten, Hüpfburg, Live-Musik… Bis zwölf Jahre ist der Eintritt frei, für alle anderen haben wir einen Rabattcode: Mit TAGESSPIEGEL_CP25 bekommen Sie im Online-Shop Tickets für 16 statt 22 Euro.
Zitat
„Ich habe bei Facebook Riesenkürbisse gesehen und dachte mir: Das kann ich auch.“
Der Brandenburger Oliver Grafe züchtet XXL-Kürbisse und ist auf der Jagd nach der 1000-Kilo-Marke.
Stadtleben
Verlosung – Bereits im Krimi „Tage des letzten Schnees“ ging es ums Zerbrechen einer Bilderbuchfamilie. Bjarne Mädel („Der Tatortreiniger“) spielte in der ZDF-Verfilmung des Romans von Jan Costin Wagner einen unglücklich verliebten Banker. Jetzt hat Wagner ein thematisch ähnlich gelagertes Buch (aber ohne Krimi-Plot) geschrieben und der Schauspieler unterstützt ihn am Sonntag beim Vorlesen. Wir verlosen 2x2 Karten für die Veranstaltung im Pfefferberg Theater! Im Zentrum von „Eden“ steht das Weiterleben nach einem Anschlag (19.30 Uhr), reguläre Karte 25 Euro, Schönhauser Allee 176, U-Bhf Senefelderplatz
Essen & Trinken – Zählen wir kurz durch: In Berlin gibt es neapolitanische Pizza, Detroit Deep Dish Pizza, New York Style Slices, Crusty Slices aus Croissant-Teig, frittierte Pizza ... Wer denkt, alles schon probiert zu haben, kann im neu eröffneten „Rasoterra“ seinen Kohlenhydrate-Horizont noch ein Stück erweitern. Wobei hier nicht das Rad neu erfunden wird, ganz im Gegenteil: Das Team führt den Klassiker einfach mit besonderer Sorgfalt auf. Das fängt beim Mehl an, das aus Italien importiert wird, geht über die beiden Vorteige, die für Aroma, luftige Struktur und Bekömmlichkeit sorgen, bis zu besonderen Belägen. Tipp für Tomatennerds: die Quattro Pomodori mit vier Tomatensorten, die ganz unterschiedlich schmecken. Lohnendes Finale: das Tiramisu. Di-So 17-23 Uhr, Uhlandstraße 155, U-Bhf Spichernstr.
Last-Minute-Vernissage – Wer nicht ständig im Bundestag ein und aus geht, hat wahrscheinlich nicht mitbekommen, dass es dort ein neues Bistro gibt. „Marie“ wird betrieben von der Johannesstift-Diakonie und beschäftigt Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Die Rezensionen im Netz sind geradezu euphorisch („Leckeres Essen im Bundestag? Ja, es ist möglich!“). Zur Eröffnung hat der britische Fotograf Aubrey Wade die Mitarbeiter:innen porträtiert, begleitet von kurzen Zitaten wurde daraus eine Ausstellung zum Thema Inklusion. Die Schau wird heute um 17 Uhr eröffnet und ist dann bis 17. Oktober zu sehen (Mo-Fr 9 bis 18.30 Uhr), Eintritt frei, Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Adele-Schreiber-Krieger-Straße 1, S-Bhf Hauptbahnhof
Noch hingehen – Ein Schatz, von dem man abseits der großen Stadt nur träumen kann, ist der hiesige Reichtum an freien Theatern. An diesem Wochenende endet „Spielraum“, eine Art Mischung aus Festival und Tagen der offenen Tür, das einlädt, Spielstätten und Macher:innen der Freien Szene kennenzulernen. Es gibt u.a. kostenlose offene Proben (etwa zum Stück „Komische Vögel“ im Theaterhaus Berlin, Fr, 16.30 Uhr), Workshops zum Mitmachen, Völkerball mit Musik (Sa, 13 Uhr), eine große Spielstättentour (Sa, ab 15 Uhr) und gemeinsam gegessen wird auch (So, 15 Uhr). Treffpunkt für die Tour: Ackerstraße 169, 16/12 Euro, U-Bhf Rosenthaler Platz
Grübelstoff – Wir gehen jetzt mal davon aus, dass Sie, wenn Sie das hier lesen, halbwegs erwachsen sind, und fragen (aus Anlass des morgigen Internationalen Kindertags): Inwiefern hat sich Kindheit im Vergleich zu Ihrer eigenen verändert?
Kiekste
Falls Sie am Wochenende zum Italiener wollen: Obacht bei der Bestellung! Gesehen in Moabit von Claudia Kügele-Jeschal. Weitere Shots gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Landsberger Allee (Fennpfuhl): Die bereits bestehende Verkehrsführung zwischen Vulkanstraße und Weißenseer Weg wird nun über die Kreuzung Weißenseer Weg bis zur Oderbruchstraße erweitert. Die Anbindung Franz-Jacob-Straße ist wieder frei. Die Anbindungen Judith-Auer-Straße und Otto-Marquardt-Straße sind gesperrt.
Bölschestraße (Friedrichshagen): Die Straße ist bis Sonntag, ca. 24 Uhr, in beiden Richtungen zwischen Müggelseedamm und Fürstenwalder Damm für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Hakenfelde: Für die Entschärfung einer Weltkriegsbombe wird ab 7 Uhr ein Sperrkreis um den Fundort in der Neuendorfer Straße errichtet. Informationen dazu finden Sie hier.
Hauptstraße (Rosenthal): Die Straße ist bis Sonntag, ca. 24 Uhr, in beiden Richtungen zwischen Schönhauser Straße und der Straße An der Vogelweide gesperrt.
Nahverkehr – S-Bahn – S2, S8 und S85: Ab 22 Uhr bis Montag Betriebsbeginn fahren keine S-Bahnen zwischen Pankow und Karow bzw. Hohen Neuendorf.
S8, S85, S45, S46 und S47: Ab 22 Uhr bis Montag Betriebsbeginn fahren keine S-Bahnen zwischen Schöneweide und Treptower Park bzw. Neukölln.
S46: Von 22 bis 5 Uhr fahren keine S-Bahnen zwischen Königs Wusterhausen und Wildau.
Demonstration – Für heute sind 27 Demos angemeldet (Stand 18.9., 16 Uhr), u.a. „Parking Day Berlin 2025, Parks statt Parkplätze: Wir fordern eine Schulstraße für die Grundschule am Insulaner – für sichere Schulwege!“: 550 Teilnehmende, VCD Nordost, Hanstedter Weg (7-15 Uhr)
„Kinderrechte – Bausteine für Demokratie! Gemeinschaftsaktion vom Deutschen Kinderhilfswerk und Unicef Deutschland zum Weltkindertag 2025“: 50 Menschen, Dt. Kinderhilfswerk, Pariser Platz 1 (9-13 Uhr)
„Familienzusammenführung“: 50 Demonstrierende, Afghanisches Kulturzentrum, Werderscher Markt 1 (9.30-12 Uhr)
„Autofreie Stadt Weniger Petrol in der Stadt Autos sind böse“: 300 Teilnehmende, Potsdamer Platz, Hallesches Tor, Gneisenaustraße (13-17 Uhr)
„Apple macht Milliardenprofite durch Mineralien, die in menschenunwürdigen Bedingungen in der Demokratischen Republik Kongo geschürft werden (...)“: 500 Menschen, Kurfürstendamm 26 (16.30-20 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 41 Demos, u.a. „Der Wind auf der Warschauer Brücke gehört zu Berlin. Brücken verbinden, Antifaschismus auch. Gegen rechte Hetze – gegen die Verbreitung von Hass und die Verächtlichmachung von Menschen. Für faktenbasierten Journalismus und das Zuhören und die Gespräche! Solidarität mit Dunja Hayali“: 100 Menschen, Warschauer Straße/Marchlewskistraße (10.45-19 Uhr)
„Musik für Menschlichkeit – Wir sind Musikerinnen, Sängerinnen und Kulturschaffende, die ihre Stimme erheben – mit Musik“: 1.000 Teilnehmende, Warriors e.V., Gendarmenmarkt (11-15 Uhr)
„Deutschlandweiter Aktionstag: #ExitGasEnterFuture“: 1.500 Demonstrierende, Fridays for Future Berlin, Invalidenpark, Friedrichstraße, Dorothea-Schlegel-Platz (12-16 Uhr)
„Marsch für das Leben 2025“: 5.000 Protestierende, Bundesverband Lebensrecht, Washingtonplatz, Reinhardtstraße, Washingtonplatz (12-18 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind 16 Demos, u.a. „Let’s unite and fight – O-Platz lebt! – Zusammen für die Rechte von Geflüchteten“: 200 Demonstrierende, Oranienplatz (0-24 Uhr)
„Internationaler Tag des Friedens der Vereinten Nationen“: 120 Menschen, Friedensglockengesellschaft, Ernst-Zinna-Weg 1 (10.30-12 Uhr)
„Kidical Mass – für kindertaugliche Radverkehrsinfrastruktur“: 100 Teilnehmende, An der Wuhlheide, Spindlersfelder Straße, Straße zum FEZ (11-12 Uhr) und weitere Routen
Gericht – Gegen zwei Männer, die als Mitglieder einer Diebesbande geparkte Fahrzeuge aufgebrochen haben sollen, kommt es zum Prozess um eine Vielzahl von Diebstahlstaten sowie Hehlerei zwischen Mai 2024 und April 2025. Die aufgebrochenen Autos seien jeweils zu anderen Orten gebracht worden (10.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A701).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Markus Imhoof (84), Schweizer Regisseur und Drehbuchautor („Das Boot ist voll“), Mitglied der Akademie der Künste Berlin / Tobias Kluckert (53), Schauspieler und Synchronsprecher, synchronisiert unter anderem Bradley Cooper und Gerard Butler / Heiko Maas (59), Jurist und ehemaliger Außen- und Justizminister (SPD), Präsident des Deutschen Polen-Instituts / Lisa Paus (57), Politikerin (Grüne), war bis 2025 Bundesfamilienministerin, Mitglied des Deutschen Bundestages / Iris Spranger (64), SPD-Politikerin und seit 2021 Berliner Senatorin für Inneres und Sport
Sonnabend – Sabine Christiansen (68), langjährige Moderatorin der ARD-Tagesthemen, danach Talkshow „Sabine Christiansen“, stellvertretende Vorsitzende der Hertha BSC Stiftung / Maximilian Grill (49), Schauspieler, u.a. als Chefarzt Dr. Florian Schmidtke in der ZDF-Reihe „Dr. Nice“ / Antje Kapek (49), Politikerin (Grüne), MdA / Judith Schalansky (45), Autorin („Atlas der abgelegenen Inseln“ und „Der Hals der Giraffe“), ihre teils selbst gestalteten Bücher wurden vielfach ausgezeichnet, Mitgründerin des PEN Berlin
Sonntag – Mario Czaja (50), Politiker (CDU), bis 2025 MdB, bis 2023 Generalsekretär seiner Partei / Klaus Kordon (82), Kinder- und Jugendbuchautor („Die roten Matrosen oder ein vergessener Winter“), Deutscher Jugendliteraturpreis fürs Gesamtwerk / „Unser allerbester Freund Micha wird am Sonntag 70 Jahre. Auch wenn wir heute nicht persönlich bei dir sein können, denken wir an dich und stoßen aus der Ferne auf dich an. Herzliche Grüße Bine und Udo“ / Dominique Lacasa (49), Sängerin, studierte Jazzgesang an der Hochschule Hanns Eisler, sang den Titelsong der ARD-Serie „Berlin, Berlin“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Susanne Hüttner, * 14. September 1948, verstorben am 13. Juni 2025 / Dietmar G. H. Kubitz, * 18. Oktober 1952, verstorben am 11. Juli 2025 / Jürgen Pelz, * 20. September 1940, verstorben am 28. August 2025 / Prof. Gisela Schwartz, * 13. Dezember 1941, verstorben am 31. August 2025
Stolperstein – Rosa Saloschin geb. Stein kam 1874 in Berlin zur Welt. Sie war verheiratet mit Hans Julius Saloschin, das Paar hatte zwei Töchter. Rosa betrieb einen Handtuchverleih für Großhandel und Banken und sie verdiente – eher ungewöhnlich zu dieser Zeit – damit mehr Geld als ihr Mann. Eine geplante Emigration gelang nur für die beiden erwachsenen Kinder und deren Ehepartner. Rosa und Hans wurden am 6. Juli 1942 erst nach Theresienstadt, im September weiter ins Vernichtungslager Treblinka deportiert. Dort wurde das Ehepaar am 19. September 1942 ermordet. An Rosa Saloschin erinnert ein Stolperstein in der Saarbrückerstraße 8/9 in Prenzlauer Berg.
Encore
Der Ampel an der Kreuzung Holteistraße/Boxhagener Straße in Friedrichshain geht dieser Tage kein Licht auf. Die Anlage steht direkt neben einer Grundschule – und ist bereits seit 9. September ausgefallen. Grund für die Verzögerung im Reparaturablauf: Das hohe Alter der Ampel. Für die 2001 aufgestellte Anlage ist es schwierig, Ersatzteile zu finden, teilt die zuständige Infrasignal mit. Derzeit durchforste die Signal-Baufirma den Lagerbestand, verspricht aber: Spätestens heute steht die Ampel wieder auf Grün.
Alle Ampeln auf Grün standen heute bei den Recherchen und Beiträgen von Christoph Papenhausen, Kevin P. Hoffmann und dem Stadtleben von Antje Scherer. Im Frühdienst war Jasmine Dellé an den Schaltern. Morgen stellen hier Lorenz Maroldt und Nora Weiler mit dem Wochenrätsel die Signale. Bis bald und machen Sie es gut
