auch heute beginnen wir den Checkpoint mit einem Blick auf die Ukraine:
+++ Der Flughafen Tschornobajewka bei Cherson im Süden der Ukraine steht nach ukrainischer Darstellung weiterhin im Mittelpunkt erbitterter Kämpfe. Die ukrainischen Streitkräfte hätten das russische Militär an diesem Flughafen bereits das sechste Mal überfallen und dem Gegner dort schwere Verluste zugefügt.
+++ Angesichts der anhaltenden Kämpfe in der Ukraine warnt die EU-Kommission vor einer Hungersnot in dem Land. „Die Menschen in den belagerten Städten sind apokalyptischen Zuständen ausgesetzt – keine Nahrung, kein Wasser, keine medizinische Versorgung und kein Ausweg“, sagte der zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic für humanitäre Hilfe und Krisenschutz.
+++ Die Souveränität und territoriale Unversehrtheit der Ukraine sowie ihre staatliche Unabhängigkeit sind und bleiben für Kiew die sogenannten roten Linien bei den aktuellen Friedensverhandlungen mit Russland. Diese seien „unverrückbar“, betonte der ukrainische Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk am Freitag.
Alle weiteren Entwicklungen lesen Sie in unserem Liveblog auf tagesspiegel.de. Updates zur angespannten Lage der Geflüchteten in Berlin lesen Sie im Newsblog.
20.000 Geflüchtete hat Berlin seit Beginn des Krieges untergebracht. Angekommen sind jedoch weit mehr: Durchschnittlich 10.000 Menschen steigen jeden Tag aus Zügen, Bussen, Privatautos – Tendenz steigend, sagt Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) dem Tagesspiegel am Freitag. Um die Geflüchteten zu registrieren, haben sich nach Giffeys Hilfsaufruf vom Montag bisher rund 220 Mitarbeitende der Verwaltung freiwillig gemeldet. Ursprünglich von der Bürgermeisterin angestrebt: 400.
Wer selbst helfen will – auch in noch so kleiner Weise –, findet auf unserer Homepage weiter unzählige Berliner Adressen, die Hilfe benötigen. Auch Anlaufstellen für ukrainische Geflüchtete haben wir hier gesammelt. Für die sekundenaktuelle Übersicht über Spenden, die dringend an den Bahnhöfen gebraucht werden, klicken Sie sich hinüber auf die Plattform „Adiuto“ – denn: Auf keinen Fall sollten Güter ohne vorherigen Check abgegeben werden, schreibt uns Gründer Simon Gabriel Neuffer. „Wir haben das Problem, dass Menschen Dinge zu den Stationen bringen, die dort stören, ja, zuweilen sogar ein Sicherheitsrisiko darstellen. Das kostet uns einen ungeheuren Aufwand und bringt uns in Konflikt mit den Behörden.“
Finanzielle Spenden nehmen wir direkt beim Tagesspiegel Spendenverein entgegen:
Zugunsten unseres Hauptkooperationspartners „Bündnis Entwicklung Hilft“ sammeln wir für die Opfer des Krieges in der Ukraine, in betroffenen Nachbarländern und in Deutschland, vor allem Berlin und Brandenburg.
Spendenkonto: Empfänger: Spendenaktion Der Tagesspiegel e.V., Verwendungszweck: „Menschen helfen!/Ukraine“, Berliner Sparkasse BIC: BELADEBE, IBAN: DE43100500000250030942
Bitte Name und Anschrift für den Spendenbeleg notieren. Für die Steuer reicht bei Beträgen bis 300 Euro der Überweisungsbeleg.
Grüße gehen an dieser Stelle raus an die FU: Am Mittwoch hat die Uni eine E-Mail verschickt, in der sie die Hausarbeitsfristen für ukrainische Studierende und anderweitig vom Krieg Betroffene verlängert. Schade nur, dass die Abgabe für ein Gros der Seminare schon am Vortag fällig war. Der Wille zählt.
Zu den anderen Neuigkeiten des Tages: Die Maske fällt – bald auch in Berlin. Am Mittag hat der Bundestag das neue Infektionsschutzgesetz beschlossen. Damit kommt der vielzitierte „Freedom Day“ für große Teile Deutschlands am Sonntag: Masken müssen demnach nur noch in Pflegeheimen, Kliniken und dem ÖPNV getragen werden, getestet wird nur noch in Heimen, Schulen und in Kitas. Das gefällt Virus und FDP – Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), der bald vor kognitiver Dissonanz zerbersten müsste, hält das Gesetz für einen Kompromiss. Dennoch ließ auch er verlauten: „Die Pandemie ist leider noch nicht vorbei. Wir brauchen weitere Schutzmaßnahmen.“
In der Hauptstadt dauert es noch bis zum 1. April, bis die Schutzmaßnahmen fallen. Heute Morgen um 9 Uhr kommt der Senat zu einer Sondersitzung zusammen, um die Berliner Übergangsregeln zu beschließen. Tag der Freiheit, Tag des Feierns? Für Risikopersonen ist der Maskenfall ein mehr als fragwürdiger Freiheitsbegriff. Überhaupt scheinen heute frühere Zeiten absurd, in denen wir selbstverständlich ohne Mundschutz – aber dafür mit rasselndem Husten – Bahnen, Supermärkte und Hörsäle mit Viren zusprühten. Die Freiheit, andere mit der Grippe zu beehren? Danke, nein. Meine Maske bleibt auf – auch beim post-pandemischen Schnupfen.
Kurzer Blick auf den Demo-Freitag: Große Klappe, nichts dahinter. Von den angemeldeten 17.000 Corona-Protestler:innen hat sich gerade einmal eine niedrige zweistellige Zahl nach Mitte begeben, wie die Polizei am Freitagnachmittag berichtet. Weitreichende Straßensperrungen gab es trotzdem, ab 10 Uhr ging auf der Straße des 17. Juni nichts mehr.
Wenige Meter weiter am Brandenburger Tor klebten sich währenddessen sage und schreibe vier Aktivist:innen der „Letzten Generation“ am Boden der Ebertstraße fest, rund um Kanzleramt und Bundestag kamen 15 weitere Klebende dazu (Ankündigung: „massive Blockaden“ im ganzen Stadtgebiet). Dass die Polizei die Klima-Aktivist:innen ausgerechnet mit Sonnenblumenöl abzulösen versuchte (aktuelles Hamsterprodukt Nr. 1!), bietet dabei Stoff für hochinteressante Verschwörungstheorien – Korrelation? Kausalität? Ein andermal.
Lautstarke Empörungsrufe der Berliner Opposition sind auch nach diesem Protest selbstverständlich nicht ausgeblieben. Beim schleichenden LKW-Korso für den Tankrabatt (CP vom Donnerstag) fielen diese übrigens noch zaghaft aus. Ein Mysterium! Apropos Spritpreis: Echte Checkpoint-Sparfüchse lösen ihr Dilemma mit einem BZ-Abo – denn das verbindet das Blatt in Schlitzohr-Manier ab sofort mit Tankgutscheinen. Manchmal muss man Opfer bringen.
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Klimawandel, Krieg in der Ukraine, Pandemie: Olaf Scholz beginnt eine Kanzlerschaft der Krisen. Im Gespräch mit Anne Will erklärt Mark Schieritz, intimer Kenner der Politlandschaft, den Menschen und Kanzler Scholz. Die These: Er hat bereits jetzt die Parteiprogrammatik erneuert und das Thema Gerechtigkeit wieder ins Zentrum der Politik gerückt. Wird Olaf Scholz zu einem Kanzler des Aufbruchs?
www.urania.de
+++ EIL: Weltbewegende Skandale erschüttern Hellersdorf. Schon wieder wurden die Panorama-Schaukeln im Jelena-Santic-Friedenspark zerstört, der Grund: böse Vierbeiner. „Halter von sogenannten Kampfhunden trainieren an den Schaukeln die Beißkraft ihrer Tiere“, berichtet die Grün Berlin GmbH auf Anfrage der BVV. Erst letzten November wurden die zerkauten Sitze ausgetauscht (Kostenpunkt: 343,76 Euro), seit Januar sind sie wieder zerbissen. Was tun? Nicht viel, meint der Bezirk – das örtliche Parkmanagement sei, wie könnte es auch anders sein, nicht zuständig. Derzeit grübele der Hersteller aber, wie die Schaukeln robuster werden könnten. Aktueller Stand: „Keine neuen Erkenntnisse.“
Und doch gibt es so viele Rädchen, die an wichtigen Punkten noch schmerzhaft das Getriebe bremsen. Quälend schleppende Registrierungen. Busse für die Weiterreise, die fünf Stunden zu spät anrollen. Das warme Essen, das es am Hauptbahnhof zu vielen Tageszeiten nicht mehr gibt, seit der Senat übernommen hat – ganz egal, wann der Zug kommt (Bericht: Foodstation Berlin). Mangelnde ärztliche Versorgung am Gleis. Abstrus deplatzierte Sorgen um die Spreewälder Spargelernte, weil Erntehelfer:innen ausfallen. Ja, es geht bergauf. Aber es dauert – und zermürbt.
Und sonst? Eine Übersicht über andere mehr und minder wichtige Berlin-News des Tages:
+ Immer rundherum: Spreepark-Riesenrad öffnet 2025. Mit einem Jahr Verspätung (hatten Sie anderes erwartet?) sollen die ersten Berliner:innen an Ostern 2025 in die neuen Gondeln des berüchtigten Vergnügungsparks steigen. Das Rad soll sich künftig über einem Wasserbecken drehen, acht bis zehn Minuten dauert eine Rundfahrt – geplanter Eintritt: symbolische drei Euro.
+ Hoch hinaus: Seilbahn fährt wieder. Ab heute geht es wieder in furchtbare Höhen in den Marzahner Gärten der Welt – ab 10 Uhr geht die Seilbahn wieder in Betrieb. Gute Fahrt.
+ Freiwillige vor I: Noch immer sucht der Bezirk Pankow eine „Sachbearbeitung (m/w/d) in Allzuständigkeit im Bürgeramt“. Keine Pointe.
+ Freiwillige vor II: Görli sucht Parkrat. Eigentlich sollte der schon 2020 neu gewählt werden, jetzt ist es endlich soweit – der Görlitzer Park verlangt neue Berater:innen. Aufgestellt werden darf jede:r ab 14 (!), Anwohnende wählen vom 19. bis 21. Mai vor Ort.
+ Sonne, Staub und kein Regen in Sicht: Der März 2022 droht, der trockenste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zu werden. Um seine Straßenbäume zu retten, ruft Lichtenberg jetzt an die Kannen – auf dass die ganze Hauptstadt folgt! Infos zum Wasserbedarf des Ahorns vor der Wohnungstür finden Sie unter giessdenkiez.de.
+ Ampel-Durchblick: Koalitionstracker online. Um den Dschungel von Aktentürmen zu lichten, haben die Initiativen „Frag den Staat“ und „Wikimedia“ am Freitag eine Webseite zum Stand der Ampel-Vorhaben gelauncht. Fortschritt bisher: 4 von 247 Vorhaben.
+ Kevin Kühnert ist Checkpoint-Fan. Vielen Dank für Blumen und Kritik geht an den SPD-Generalsekretär, der sich am Freitagmorgen im Zeit-Podcast „Alles gesagt“ als Stammleser geoutet hat: „Absolut avantgardistisch unterwegs“ sei „die ganze Truppe von Lorenz Maroldt“. Auch Sigrid Kneists Bezirksnewsletter sei für Kühnert wöchentliches Muss – Team Checkpoint sagt Danke!
Wochniks Wochenende
Die besten Berlin-Tipps für drinnen, draußen und drumherum.
48h Berlin
Samstagmorgen – Ob der Name des Lietzensees nun auf das alte, slawische Wort luccina für Moor / Sumpf, oder das Altberliner Wort Lietze fürs Blässhuhn zurückgeht, der Lietzensee ist, für alle, die ihn schon länger kennen, eines dieser Urgesteine der Stadt, die mit dem ganzen neumodischen Zeugs (also allem, was etwa seit dem Mauerfall geschehen ist) nur peripher zu tun haben. Um den See herum gruppieren sich sowohl vielgeschössige West-Plattenbauten (ja, ja, wer will es damit schon genau nehmen?), als auch manche Gründerzeit-Prunkfassade, die im Verbund Zeitreisen mit geringstem Aufwand ermöglichen – Kopf nach links: Moderne, Kopf nach rechts: Klassizismus. Der Zustand der Anlage hat schon bessere Tage gesehen – aber wer hat das nicht? Wem die Runde zu klein ist, setze den Weg doch in Richtung Weimarer Klassik und Idealismus (Kant-, Goethe-, Schiller-, Herderstraße) fort und erkenne im Vorüberziehen der Stadt sein Blässhuhn.
Samstagmittag – Im Anschluss geht, wessen eigenes Denken in Gegenwart der historischen Denkernamen wild geworden ist, ein Stück die Leibnizstraße hinunter, um es in der Giesebrechtstraße 18 in der Buchhandlung Winter wieder anschlussfähig zu machen. Neben den philosophischen und literarischen Klassikern findet sich hier auch eine vorbildlich kuratierte Auswahl zeitgenössischer Autor:innen, die einen bei Bedarf auch ganz schnell wieder aus Charlottenburg hinausführen – wer etwas bei der eigentümlichen Sortierung nicht auf Anhieb findet, frage! Und folge etwa dem Entwurzler Johannes Laubmeier nach Bayern, oder dem Optimismusbeauftragten Andreas Stichmann nach Pjöngjang.
Samstagabend – Bei einem edlen Tropfen werden derlei Einflüsse schnell zu Weinflüssen. Und wenn man sowieso schon da ist und sich nach all der Bewegung mal setzen mag, gehe man doch nebenan ins Alma Mia (Giesebrechtstraße 19). Die Weinkarte ist ebenso beachtlich wie die Speisen fein. Und das, weil die Idee schlicht gut ist: „Einfache alte Rezepte. Gute regionale und saisonale Produkte. Wöchentlich wechselnde kleine Karte.“ Was braucht man mehr?
Sonntagmorgen – Höchstens mehr Entgrenzung, geistige Expansion bei körperlichem Wohlbefinden und entspanntem Ruhepuls. Es ist schließlich Sonntag, zum Teufel mit dem Unruhetrott – Pferde oder Rad aufsatteln (oder doch gehetzt die Bahn abpassen) und auf ins Nichts des Umlands. Dort kann man klösterlich schweigen, sich mithilfe von Yoga zentrieren oder im Biosphärenreservat in natürliche Kreisläufe auflösen. Laut Bettina Homann von der PNN, geht all das am besten hier.
Sonntagmittag – Wer noch weiter weg will, sich dafür aber nicht so viel bewegen mag, begibt sich in die Invalidenstraße. Dort tönt ab 14 Uhr die Klanginstallation Rainforest IV des Klaviervirtuosen, John-Cage-Hauspianisten und Installationskunst-Pioniers David Tudor. Dieser Regenwald (geht es noch janzer, weiter, draußener) besteht aus allerhand zum Klingen gebrachten Alltagsobjekten wie Schlafzimmerlampe, Abzugsschacht, Kühlergrill, Blechgerippe und Gestänge. Dem Zirpen der Kühlergrillen lauscht man bis 27. März jeden Mi-So von 14 bis 20 Uhr in der Invalidenstraße 3. Der Eintritt beträgt 5 Euro.
Sonntagabend – Zum Wochenende-Ende dann noch ein mindestens ebenso zentrierendes Konzert, wie Yoga: US-Komponistin Catherine Lamb ging zunächst auf dasselbe College, wie Grunge-Grande-Dame Courtney Love, holte sich aber im Laufe ihrer Ausbildung auch in Indien Inspiration und verwarf im Anschluss das klassisch tonale Komponieren. Und zwar zugunsten eines mikrotonalen Ansatzes. Einfach ausgedrückt, liegen in ihrer Musik zwischen zwei benachbarten Klaviertasten unendlich viele Tonhöhen – und die, ohne das Geschenk der guten alten Tonleiter, zu sortieren, ist nicht mal eben am Sonntagnachmittag erledigt. Lamb forscht nun schon seit 20 Jahren daran. Die zwei Kompositionen „Inter-Spatia“ und „wave/forming“ sind um 21 Uhr in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zu hören. Hier gibt es Tickets zu 20/15 Euro.
Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
„Der Frühling, der Frühling! Kaum zeigen sich die ersten Sonnenstrahlen, wimmelt es draußen vor kurzhosigen Wanderzweibeinern. Zum Glück haben Chantal, die wetterfühlige Sau von Nebenan und ich seit kurzem Hochgeschwindigkeitsinternet im Bau – damit können wir Filme viel schneller gucken als je zuvor. Und zum Glück ist das Programm in den üblichen Mediatheken voller Schweinereien, ganz nach unserem Geschmack. Wir machten es uns also mit Explosionsmais und Lochbrötchen gemütlich – und schauten eine Sendung übers Wandern in der Mark. Ohne einen Schritt zu tun, umrundeten wir so den Großen Stechlinsee auf Fontanes Fersen (und Versen), der Stechlinseestraße in Neuglobsow folgend, am Glasmuseum vorbei und weiter am Ufer entlang. Der Abstecher in den Wald zum Polzowkanal geht sich in doppeltem Sinne von selbst, denn so verläuft der Weg. Und mit High-Speed-Netz geht es sich eh von selbst. Oder langsam schlendernd, mit Fontanes Buch. Das empfehle ich. Und mich selbst, mit gemütlichen Grunzen.“
Leseempfehlungen
Rita und Heinz haben gerade in Pankow ihre Gnadenhochzeit gefeiert, seit 70 Jahren sind sie verheiratet. Wie schafft man es, jung zu heiraten, sich in all den Jahrzehnten auch mal zu verzeihen, in der Nachkriegs-Zeit in Berlin viele Kinder groß zu ziehen, nach dem Mauerbau sein Leben neu zu erfinden? Das haben die beiden Robert Ide (Abo) ganz genau erzählt. Schöne Bilder gibt es auch.
Jörn Hasselmann befasst sich mit Brandenburgs Radwegen und attestiert: Überwiegend Mittelmaß.
Glockenturmstraße, Berlin Westend: Ein Rohbau, der verdächtig nach einer Schule aussieht, steht seit Jahren still. Ist er Ihnen schon mal aufgefallen? Was das soll, hat sich auch Cay Dobberke gefragt – und nachgehakt.
Moderne Kriegsführung, so lautet die Losung der Stunde, läuft über die Banken. In Moskau hat sich unlängst ein Promi an eine McDonalds-Filiale gekettet, um darauf hinzuweisen, wie hart die Sanktionen, die auch die Schließung der Filiale bedeuten, auch „die ganz normalen Menschen treffen“. Ein Leben ohne McDonald‘s, ja, wie soll das nur gehen? Statt US-Gelder in Russland, hat Ralf Schönball (Abo) Russische Gelder in Berlin nachverfolgt.
Wochenrätsel
Wochenrätsel – Gewonnen! Im Jahr 2019 waren es noch ganze 19, 2021 nur noch 9 registrierte Einbrüche…
a) …bei den Heinzelmännchen.
b) …bei der Berliner Polizei.
c) …in der JVA Tegel.
Schicken Sie uns die richtige Lösung und gewinnen Sie einen Checkpott.
Jetzt mitmachenEncore
Zum Abschluss eine Runde Bullshit-, äh, Betriebsbingo: Wer bis zum November einen Bachelor in der Tasche hat, möge sich doch bitte bei der Senatsverwaltung für Inneres melden, sagt das gestrige Amtsblatt (S. 702). Für zwei Jahre sucht die Behörde Trainees (Einstiegsgehalt: 3051,16 Euro) und hat dafür wohlklingende Anforderungen, deren Definitionen uns brennend interessieren würden – wir deklamieren:
„Was du bist
+ Teamplayer
+ konzeptionell
+ Familienmensch
+ karrierebewusst
+ Organizer
+ uvm.“
Da kann nix mehr schiefgehen! Also, konzeptionelle Familienmenschen (uvm.) Berlins: Hier geklickt.
Jung, dynamisch und belastbar hat heute Morgen Lionel Kreglinger (Produktion) diesen Checkpoint verschickt. Garantiert keinen Bullshit schreibt am Montag meine Kollegin Nina Breher. Kommen Sie gut durch das Wochenende!